O. Johann Georg

Wie JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 – 1767) der 10. Generation wie schon sein Vater JOHANN KARL als Pfalz-Zweibrückischer Adeliger Geheimer Rat und Oberamtmann im nahe der Grenze zum Nordelsass hin gelegenen Amtsort Minfeld tätig ist und durch die Erziehung seiner sieben Söhne im dortigen „Schloss der sieben Türme” zur Härte und Entbehrung den Grundstein für die vornehmliche künftige Hinwendung des Von Wimpffen-Geschlechts zum Waffendienst mit dem rasanten Aufstieg der beiden nachfolgenden Generationen in hohe bis höchste Ränge des Militärs wie auch der Diplomatentätigkeit u. v. a. m. zu legen versteht.

Zunächst sei wieder als Anschauungshilfe gezeigt in

Abb. O 1: Die mit Kennzeichnung der Generationen durch Nummerierung sowie der Zweige durch Farbunterscheidung sowie Ergänzungen, Korrekturen und Erweiterungen versehene II. Stammtafel der Freiherren und Grafen v. Wimpffen des Constantin von Wurzbach von 1888.

Wir bleiben vorläufig weiter bei Minfeld und JEAN GEORGES bzw. JOHANN GEORG mit Gemahlin DOROTHEE (oder auch DOROTHEA) GEB. DE FOUQUEROLLE der Generation 10, dessen dortiges Leben als Oberamtmann, und vor allem, was den privaten Sektor des familiären Lebens im dortigen türmereichen burgartigen Schloss angeht, als bislang bei weitem noch nicht ausgeschöpft gelten kann. Heute im Bundesland Rheinland-Pfalz unweit der französischen Grenze zum Nordelsass hin als Ortsgemeinde mit stark einundeinhalbtausend Einwohnern des Landkreises Germersheim gelegen und zur Verbandsgemeinde Kandel gehörig, ist heute dort von dieser ehemaligen, ursprünglich von Wassergräben umgebenen, Schlossanlage leider nichts mehr zu sehen und zu spüren und erinnert an diese nur noch die den westwärtigen Randbereich des Ortes durchziehende „Herrengasse”; denn später in der Französischen Revolution wurde das Burgschloss Minfeld „Nationalgut”, kam dann in Privatbesitz und wurde durch dessen letzten Besitzer namens Schönlaub schließlich abgerissen.

Was die dort aufgewachsene große zumindest dreizehnköpfige Kinderschar, acht (davon sieben überlebende) Söhne und fünf (davon vier überlebende) Töchter, der beiden Vorgenannten betrifft, so ist diese in der obigen II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach (1888) in der durchgängigen Generationsreihe XIII bzw. 11 verfolgbar. Diese finden sich sowohl bei Aubert Des Bois (1778), Seite 832, als auch im zeitgleich mit dem Letztgenannten entstandenen Werk „Neues genealogisches Handbuch auf das Jahr MDCCLXXVIII, enthaltend die Geschlechtstafeln des in- und ausser dem H. R. Reich blühenden Adels etc. Erster Theil. … Frankfurt am Mayn … 1778” (von Waldau 1787 unter dem Namen „Albrechtisches genealogisches Adelshandbuch” zitiert), Seite 408, – allerdings hinsichtlich der Töchter von beiden etwas lückenhaft – aufgeführt. Herauszustellen ist, dass die beiden ein Jahrhundert vor Wurzbach entstandenen Werke zwar noch zu Lebzeiten der beschriebenen Nachkömmlinge des Johann Georg und seiner Frau Dorothee entstanden sind; doch erfassen diese im Gegensatz zu Wurzbach deren Leben sowie insbesondere die berufliche Laufbahn der Söhne nur stichwortmäßig und lückenhaft. Entscheidend ist aber, dass deren aller Angaben über diese übereinstimmen und somit in keinerlei Zweifel gezogen werden können, mit der Ausnahme, dass der Name der zweitjüngsten Tochter des Johann Georg durch C. von Wurzbach mit SOPHIE CHARLOTTE, von Aubert Des Bois nur mit CHARLOTTE, vom Albrechtinischen Adelshandbuch jedoch mit CAROLINA angegeben ist; und bei Aubert Des Bois steht die bei Wurzbach (nur mit einem Kreuz versehene und 2. Stelle innerhalb der 13-köpfigen Kinderschar einnehmende) MARIE erst an 10. und damit dort an letzter Stelle.

Hierzu sei nachstehend eine dreiteilige vergleichende Übersicht, überschrieben mit „Die NACHKOMMEN von JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 – 1767)“, gezeigt, in deren Mittelband sich die Angaben von Wurzbach (1888), links davon die des Aubert Des Bois (1778) und rechts davon die des Albrechtischen Handbuches (1778) aufgelistet finden. Diese erscheinen in ihrer Gesamtheit bestens geeignet, die im Fortgang folgenden zentralen Aussagen über das Werden und Wachsen dieser Nachkommen des Stammelternpaares JOHANN GEORG und DOROTHEE VON WIMPFFEN prüfend und einordnend verfolgen zu können (Anmerkung: Im Mittelband, das sich auf die Nennungen des C. von Wurzbach bezieht, findet unter dem Namen der männlichen Nachkommen des Johann Georg häufig eine in Klammer gesetzte Zahl; diese bezieht sich auf die Nummer, unter der in der Rubrik „Besonders denkwürdige Sprossen des Geschlechtes Wimpffen“ eine Lebensbeschreibung des so Gekennzeichneten zu finden ist.):

Die NACHKOMMEN von JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 – 1767) laut: AUBERT DES BOIS - Paris 1778 - (in Übersetzung d. in französischer Sprache abgefassten Origi nals, Namen in Französisch belassen) CONSTANTIN VON WURZBACH - Wien 1888 - Siehe in Abb. 34: II. Stammtafel in Genealogiezeile XIII bzw. 11 ALBRECHTISCHES GENEALO- GISCHES HANDBUCH - Frankfurt am Main 1778 - Abgekürzt wiedergegebene Text- partien sind ergänzt dargeboten. 1. a) Stanislaus’Zweig. Stanislaus de Wimpffen, geb. 1721, Kammerherr des Fürsten von der Pfalz-Zweibrücken, heiratete1748 Demoiselle N... * de la Tour-de-Foyssac. Stanislaus Gustav Ludwig von Wimpffen (39) Freiherr 1781 geb. 19. December 1721 + 8. April 1793 Julie Ludovica de Latour-Foissac + 27. Juni 1795 Freyherr Stanislaus Gustav Ludwig von Wimpffen, geb. 1721, Herzogl. Pfalz-Zweybrückischer Cammerherr, Gemahlin Julie Ludovica von Foyssac von Latour, aus Langencantel, im Elsaß. * N ... = non dénommé (gemeint: Vorname nicht aufführbar) 2. Marie de Wimpffen, geb.1741, verh. mit Baron de Koenigsegg. Marie + - 3. Pierre-Christian, genannt Baron de Wimpffen, geb. 1725, am 26. Februar 1777 ernannt zum Kommandeur des Königlichen & Militär-Ordens von St. Ludwig, niedergelassen in Paris. Christian Peter (4) Maréchal de Camp Freiherr 1781 geb.1725 + 1781 Christian Peter K. Franz, Marechal de Camps und Obrist bey dem Regiment Lamarck, + 1781. 4. Charles Armand, geb. 1727, Freier & Fürstlicher Domherr von Weißenburg im Elsass. Karl Hermann Canonicus zu Weißenburg geb. 1727 Carl Armand, Fürstlich Speyerisch Adeliger Geheimer Rat, Cammer-Präsident etc., + Dec. 1777. 5. b) Josephs Zweig. Josephe Philipp, geb. 1728, Ritter des St. Ludwigordens, vormals Hauptmann im Régiment de la Marck, verheiratet in der Pfalz mit Demoiselle N... * de Stengel, v. d. er verschiedene Kinder hat. Joseph Philipp geb. 1728 + Marie v. Stengel Joseph Philipp, Königlich Französischer Hauptmann und des St. Ludwig Ordens Ritter. * N ... = non dénommé (gemeint: Vorname nicht aufführbar) 6. Dorothée, geb.1730, verheiratet mit N... de la Tour-de-Foyssac, sich zurückgezogener Oberstleutnant der Infanterie, aus alter Adelsfamilie der Guienne°. Dorothea geb. 1730 vm. Philipp de Latour-Foissac Dorothea, Gatte N. von Foyssac von Latour, Kaiserlich Französischer Obrist-Lieutenant und des St. Ludwig Ordens Ritter. ° Herzogtum im SW Frankreichs, heu- 7. te: Région Aquitaine c) Franzens Zweig. François, geb. 1732, Ritter des St. Ludwig-Ordens, vormals Major des Régiments von Zweibrücken, gegenwärtig Général-Major & Kammerherr im Dienst d. Herzogs von Wirtemberg. Er ist verh. u. hat mehrere Kinder. Franz Ludwig (16) General Freiherr 1781 geb. 2. April 1732 + 24. Mai 1800 Marie Kunigunde von Goy geb. 1. August 1744 + 24. Jänner 1820 Franz Ludwig, Herzoglich Württembergischer General-Major, Chef eines Infanterie- Regiments, Cammerherr u. des Kaiserlich Französischen St. Ludwig Ordens Ritter, 1776. 8. - Anton - + 9. d) Georgs Zweig. Georges, geb. 1735, vormals Major des Régiments de la Marck, heute Hauptmann der Kavallerie im Dienste des Kaisers u. d. Kaiserin, Kammerherr d. Kurfürsten v. Köln, verh. mit einer Baronin de Boifloger, Stiftsdame von Hohenhold in West-falen, von der Kinder (vorhanden). Georg Siegmund Dominik (20) k. u. k. Feldmarschall-Lieutenant Freiherr 1781 geb. 1735 + 13. Februar 1816 1) Juliane Freiin von Boeselager 2) Josepha Freiin von Gastheimb Georg Siegmund, Kaiserlich Königlicher General-Major und Chur-Cöllnischer Cammerherr. 10. - Luise vm. Heinrich von Stengel - 11. Charlotte, geb. 1739, verheiratet mit N...* de Bousselle, Pfälzischer Edelmann. * N ... = non dénommé (gemeint: Vorname nicht aufführbar) Sophie Charlotte geb. 27. October 1738 + 2. November 1806 vm. Theodor Freiherr von Bruselle, geb. 12. August 1741 + 22. Februar 1830. Carolina, Gatte Theodor von Brussell +. 12. - Josephine geb. 19. März 1746 + 6. April 1826 vm. Freiherr v. Königseck Josepha, Gatte Freiherr von Königsegg, Herzoglich Württembergischer Cammerherr. 13. e) Felix Zweig. Louis-Félix, geb. 1739. Felix Ludwig (12) französischer Generallieutenant 5. November 1744 + 23. Februar 1814 Marie Aimée Charlotte De Bailleul-Saint Germain geb. 20. Jänner 1751 + 11. August 1810 Felix, Kaiserlich Französischer Obrist.

Ganz wichtig, zunächst das zu erfahren, was bezüglich der Erziehung der sieben am Leben gebliebenen Söhne der Fünftälteste namens FRANÇOIS LOUIS  oder FRANZ LUDWIG (1732 – 1800) in seiner bereits an früherer Stelle zitierten Selbstbiografie des Jahres 1788 im Eröffnungs-Kapitel „Ma naissance, mon éducation, celle des mes freres, notre avancement rapide dans la carriere des armes” (= „Meine Erziehung, die meiner Brüder; unser schnelles Vorankommen in der Militärlaufbahn”) schreibt. Denn daraus entsteht ein anschaulicher Eindruck der offenbar im sog. Schlosse der sieben Türme Minfeld(en) durch den Vater JOHANN GEORG ganz gezielt zur Vorbereitung seiner Söhne auf eine herausragend erfolgreiche Karriere im Militärwesen Frankreichs mit dem Nächstziel der Öffnung des Zugangs zu den an späterer Stelle beschriebenen sog. deutschen Regimentern sowie dem Fernziel der Vermehrung der pekuniären Grundlagen wie auch des Ansehens seines Adelsgeschlechtes in des Wortes bester Bedeutung erfolgten spartanischen Erziehung. Dazu seien aneinandergereiht nunmehr drei besonders informative Textausschnitte, jeweils zuerst im französischen gedruckten Urtext und dann in der freien Übersetzung ins Deutsche, wiedergegeben:


– „Mit fünf meiner Brüder für den Waffendienst bestimmt, wurde unsere Erziehung von der Konsequenz beherrscht, und ohne uns in das Wasser des Styx
(A. d. V.: Fluss in der Unterwelt, Wasser des Grauens) zu tauchen, um uns unverwundbar zu machen, mussten wir vor all den Übeln bewahrt werden, die einer zu sanften Erziehung folgen.”

– „Während der Winterzeiten ähnelte das Schloss, das mein Vater bewohnte, einem Kriegsschauplatz. Wir machten dort unsere militärischen Übungen; wir legten uns zum Schlafen auf die bloße Erde in einem vom Wohnbereich getrennten Haus, in den vier Winden gelegen, in einem Zimmer, wo es nichts gab, keinen Ofen, keinen Kamin, ohne Felle, ohne Pelzwerk, nichts als eine leichte Decke, und wir wälzten uns beim Verlassen des Bettes oft im Schnee.”

„Wir unternahmen unsere ersten Feldübungen ohne jede Art Ausrüstungen und frei von Bequemlichkeiten; aber wir waren so gesund und robust, unsere jungen Körper waren derart auf die Strapazen vorbereitet, dass wir für gar nichts anderes zugänglich waren als für diese Entbehrungen. Mit dieser körperlichen Ausstattung allein, befördert durch die Ermahnungen der Autoren unserer Tage, deren Vorschriften wir anbeteten, haben wir die jungen Leute und unsere Kameraden weit hinter uns gelassen, selbst jene, deren Erziehung wie die unsrige ebenfalls einfach und entbehrend gewesen ist.”

Somit treten von den auf diese Weise in strengster soldatischer Disziplin erzogenen und so ganz gezielt auf eine erfolgreiche militärische Laufbahn vorbereiteten Söhne mit Ausnahme des Drittältesten KARL HERMANN, geb. 1727, in den Waffendienst ein, und zwar in den Frankreichs, da dieses, wie schon gesagt, seit 1680 Souverän in diesem Landstrich der Pfalz ist. Letzteres hat zur Folge, dass die Schultheißen der Orte der Herrschaft Guttenberg-Lützelstein immer wieder, so z. B. 1735, in das steinerne Haus nach Minfeld kommen müssen, um dort dem König von Frankreich (damals dem „Sonnenkönig” LUDWIG XIV., König von 1643 – 1715) zu huldigen. Zwar ist die Sprache der Mutter Französisch gewesen; da die des Vaters aber von seiner Abkunft her Deutsch gewesen ist und dazuhin der Wohnort Minfeld, in dem die Kinderschar aufgewachsen ist, sich im deutschsprechenden Grenzraum befand, wählten die Söhne als Einrichtungen ihrer Militärausbildung ausnahmslos die bestehenden sog. Deutschen Regimenter aus. In diesen war Deutsch Kommandosprache und dienten vornehmlich Menschen deutscher Zunge, die aus den Frankreich im Westfälischen Frieden zugesprochenen österreichischen Teilen sowie später annektierten Gebieten des Elsass’ und der Rheinpfalz sowie den deutschen Landen überhaupt angeworben wurden. Die Namen dieser „Fremdenregimenter” oder auch „Deutschen Regimenter” lauten:

– das Régiment d’Alsace (Elsass), gegründet 1656,
– das Régiment de la Marck, gegründet 1680 vom Grafen von Königsmarck;
– das Régiment d’Infanterie de Royal Deux-Ponts (Zweibrücken) und
– das Régiment de Bouillon, die letztgenannten beiden aufgestellt 1757.

Die in der obigen Übersicht „Die NACHKOMMEN von …” enthaltenen mehrfachen Indizien der Tätigkeit von Johann Georgs Söhnen in diesen sog. Deutschen Regimentern sind durch Schrägdruck herausgehoben. Ausnahmen bildeten nur:

– der älteste Sohn STANISLAUS VON WIMPFFEN (siehe in der vorstehenden Übersicht unter Nr. 1), geboren 1721, der zwar zunächst durch den Eintritt in das Régiment Royal Deux-Ponts in jungen Jahren die Militärlaufbahn aufnimmt und Kriegsdienste leistet, aber schließlich denn doch in die Fußstapfen des Großvaters wie Vaters tritt und (was im Vorkapitel N. Umorientierung bereits dargelegt) adeliger Geheimrat und Oberamtmann der Herrschaft Guttenberg und Lützelstein (demnach in der 3. Generation) wird und zum Schluss im elsässischen Molsheim nahe Straßburg lebt; außerdem

– der drittälteste, 1727 geborene, Sohn KARL HERMANN (CHARLES ARMAND DE) VON WIMPFFEN (siehe diesen in der vorstehenden Übersicht unter Nr. 4) , der in den geistlichen Stand tritt und Kanoniker (Chorherr) zu Weißenburg wird.

Damit ist jetzt der sog. Jüngere Hauptast des Von-Wimpffen-Geschlechts faktisch französisch geworden und fühlt sich im Fortgang auch dem französischen KÖNIG LUDWIG XV. (1715 – 1774) bzw. LUDWIG XVI. (1774 – 1792) untertan. Bei den Nachfahren der nächsten bis übernächsten Generation finden sich ebenfalls noch Angehörige der Von Wimpfen in diesen „deutschen” Regimentern. Und fast alle Söhne können mehr oder minder die Erwartungen des Vaters erfüllen, in ihrer von ihm planvoll angestrebten „carriere militaire” (Militärlaufbahn) „haute faîte de grandeur et d’illustration” (Gipfelhöhe der Größe und Berühmtheit), wie FRANZ LUDWIG in seiner Selbstbiografie sagt, zu erlangen. Schon ein kurzer Blick in die obige Abb. O 1 und dort zum die gesamte Blattbreite füllenden Generationsband XIII bzw. 11 kann dieses schlagend belegen:
Dieses beginnt mit dem Ältesten STANISLAUS VON WIMPFFEN (geb. 1721) und endet mit dem Jüngsten FELIX LUDWIG VON WIMPFEN (geb. 1744). Während dem erstgenannten wie auch dem viertgenannten Sohn JOSEPH PHILIPP (geb.  1728) keine Berufsbezeichnung beigegeben ist, steht beim zweitältesten Sohn CHRISTIAN PETER (geb. 1725) „Maréchal des Camp“ (Feldmarschall), beim fünftältesten Sohn FRANZ LUDWIG (geb. 1732) „General“, beim sechstältesten Sohn GEORG SIEGMUND DOMINIK (geb. 1735) „k. k. Feldmarschall-Lieutenant“ und beim siebtältesten = jüngsten Sohn FELIX (geb. 1744) „französischer Generallieutenant“ zu lesen. Nach der bereits im vorangehenden Kapitel N. Umorientierung wiedergegebenen Einschätzung von Wurzbach haben von diesen Söhnen „mehrere wesentlich zum späteren Glanze des Hauses Wimpffen in den Ländern des Continents” beigetragen. Jetzt wird es auch verständlich, warum ein Jahrhundert vor diesem (1787) E. G. Waldau, wie ebenfalls bereits gesagt, bewundernd festgestellt hat, die Enkel des JOHANN CARL VON WIMPFFEN befänden sich „in den ansehnlichsten Kriegsposten, als Haubtleute, Obersten, Generale, Hof- und anderen wichtigen Chargen”. Und ebenso wird jetzt klar, dass Lore Sporhan-Krempel 1981/84 anerkennend Folgendes geschrieben hat: „Seine Kinder und Enkel bekleideten hohe Posten an fürstlichen Höfen”. Mit „seine Kinder und Enkel” ist der Initiator all derselben im Hof- und Militärwesen Arrivierten JOHANN GEORG gemeint, der ja immerhin bereits selbst den imponierenden Titel Pfalzzweibrückenscher Adeliger Hofrat erlangt hatte. Was FRANZ LUDWIG in seiner Selbstbiografie des Jahres 1788 über die damals am weitesten gekommenen drei seiner Brüder berichtet, kann als weiterer Beleg für den Aufstiegswillen wie den Aufstiegserfolg der Söhnereihe gelten und verdient es, hier (in Beschränkung auf die Übersetzung) wiedergegeben zu werden:

„- „Mein älterer verstorbener Bruder (gemeint der in der obigen Übersicht unter Nr. 3 zu findende zweitälteste Sohn CHRISTIAN PETER, geb. 1725, gest. bereits 1781), zuletzt Feldmarschall und Träger des Ordensbandes in Rot im Dienste Frankreichs, verließ das Regiment D’Alsace als einer der letzten Unterleutnants, kehrte zehn Jahre später im Rang eines Hauptmannes zurück und traf dort auf mehrere der früheren Leutnants, die sich noch in derselben Rangstufe befanden.”

 „Ein anderer meiner Brüder (gemeint ist der oben unter Nr. 9 zu findende und in der II. Stammtafel des C. von Wurzbach als der sechstälteste Sohn aufgeführte GEORG SIEGMUND DOMINIK) FRANZ GEORG (geb. 1735 und gest. 1816) avancierte mit größter Raschheit mit 24 Jahren zum Rittmeister über 1000 Pferde (gemeint Kavalleristen) im Dienste ihrer Majestät des Kaisers, ist jetzt Feldmarschall-Leutnant.”

– „Félix (gemeint der oben unter Nr. 13 zu findende siebtälteste Sohn bzw. Jüngste der Brüder FELIX LUDWIG, geb. 1744 und gest. 1814) erlangte im Dienste Frankreichs das Leutnantsdiplom in sehr jungen Jahren und ist jetzt Brigadegeneral in der kaiserlichen Armee und Kommandeur des Regiments De Bouillon.”

Nur über den viertältesten in der Brüderreihe JOSEPH PHILIPP (geb. 1728 und bei Veröffentlichung von Wurzbachs 1888 erschienener Genealogie statt des Todesjahres nur mit „†“ versehen und damit damals bereits verstorben gewesen) erfahren wir aus der Lebensbeschreibung des FRANZ LUDWIG bezüglich dessen Militärtätigkeit nichts. Und leider ließ sich auch sonstwo nichts über dessen Laufbahn sowie Lebensablauf finden, außer dass Wurzbach (siehe das in Gelb gekennzeichnete Generationsband XIVb bzw. 12b) dessen Gattin namens MARIE V. STENGEL und die zwei Söhne und drei Töchter umfassende Nachkommenschaft aufführt, nämlich:  Zunächst den 1808 gefallenen EDUARD (siehe dazu die weiter unten aufgeführte Gefallenen-Liste), dann HEINRICH (ohne Angaben), dann die drei Töchter JOSEPHINE (geb. 1770), VICTORINE (geb. 1773) und CHARLOTTE (geb. 1763) mit jeweils ihren (der II. Stammtafel entnehmbaren adligen) Ehegatten. Wenn Franz Ludwig (siehe oben im ersten der drei zitierten Textteile) schreibt, er sei mit fünf seiner Brüder für den Waffendienst bestimmt gewesen, so darf man wohl annehmen, dass Joseph Philipp diesen ebenfalls ergriffen hat.

Von den (demnach wohl sechs) in den Militärdienst getretenen Söhnen des JOHANN GEORG haben alle – mit Ausnahme des verhältnismäßig früh (1781) gestorbenen und in Wurzbachs II. Stammtafel ohne Heiratsvermerk und somit höchstwahrscheinlöich unverheiratet gebliebenen Zweitältesten CHRISTIAN PETER – eine mehr oder minder umfängliche Nachkommenschaft. Und so wurden diese zu Gründern der folgenden fünf jeweils nach ihrem Vornamen benannten sog. Zweige (siehe in der II. Stammtafel auf der ersten durchgehenden Generationslinie XIII bzw. 11 von links nach rechts bzw. in der obigen Übersicht von oben nach unten):

– vom a) Stanislaus’ Zweig (durch blaue Lineatur gekennzeichnet),
– vom b) Josephs Zweig (durch gelbe Lineatur gekennzeichnet), der in der Nachfolgegeneration ausstirbt;
– vom c) Franzens Zweig (durch grüne Lineatur gekennzeichnet), der sich ganz besonders umfänglich entwickelt; 
– vom d) Georgs Zweig (durch braune Lineatur gekennzeichnet),
– vom e) Felix’ Zweig (durch orangene Lineatur gekennzeichnet).

Am 19. Oktober 1781, glänzendster Beweis des Erreichens des Zweckes der ungewöhnlich harten Erziehung, wird den Begründern der Zweige a) STANISLAUS, c) FRANZ LUDWIG und d) GEORG SIEGMUND DOMINIK (auch: FRANZ GEORG sowie dem zweitältesten der Brüderreihe CHRISTIAN PETER von Kaiser Josef II. durch Diplom der ihnen von ihren Ahnen JOHANN FRIEDRICH und JOHANN DIETRICH 1658 überkommene Reichsfreiherrenstand bestätigt. Dieses findet sich in der II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach sowie in der obigen Übersicht in der Weise vermerkt, dass unter deren Namen und dann militärischen Titelen die Bezeichnung „Freiherr 1781” beigegeben ist. Aus einem mir von Dr. Hans Hermann von Wimpffen in Kopie zugegangenen (an späterer Stelle in Kapitel T. Württembergische Nebenlinie eingehender behandelten) Brief, der die Datierung „Stuttgardt, le 3. Janvier (3. Januar) 1807”  trägt und dem Ältesten der Brüderreihe STANISLAUS (geb. 1821) an „S. M. Le Roi de Wurtemberg“ (seine Majestät den König von Württemberg), gemeint KÖNIG FRIEDRICH I.) in Sachen „Adelseigenschaft der Von Wimpffen“, geht Folgendes hervor:  STANISLAUS, geb. 1721, und dessen nächstälterer Bruder CHRISTIAN PETER, geb. 1725, wurden durch dieses Adelsdiplom des Jahres 1781 der Adelsvereinigung des Niederelsass zugewiesen („avaient été immatriculées au Directoire da la basse alsace en 1781”). Demgegenüber war die frühere solche des Jahres 1658 an die Aufnahme in die Rittergesellschaft Schwaben geknüpft gewesen. Diese Zuordnung zur Adelsvereinigung Niederelsass dürfte auch für die gleichzeitig in ihrer Reichsadelseigenschaft bestätigten Brüder FRANZ LUDWIG, geb. 1832, und FRANZ GEORG, geb. 1835, gelten. Dieses versteht daraus, dass alle diese ja im linksrheinischen, ab 1680 großteils von Frankreich beherrschten, Raum des Elsass’ und der Rheinpfalz aufgewachsen sind und in den dortigen sog. Deutschen Regimentern sich ihre ersten Sporen verdient hatten. Dieses erklärt denn auch, warum Meyers Konversationslexikon des Jahres 1909, das für den am Beginn der II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach stehenden Begriff „Jüngerer Hauptast“ den Begriff „zweite Linie“ verwendet und hinter „zweite“ in Klammer „elsässische“ setzt. Mit dieser Erneuerung der Adelseigenschaft war eine Wappenerweiterung dergestalt verbunden, dass dem Widder in die Vorderfüße ein goldenes Kreuz gegeben wurde. Damit sah das Wappen so aus, wie es in der Abb. 5 (dort allerdings nur in nichtfarbiger Form) gezeigt und darunter unter Einbeziehung der Wappenfarben beschrieben ist. Letztere sind:

– in Rot der Schildgrund, die beidseits aus der Krone wachsenden Büffelhörner und die Helmdecken;
– in Grün die drei Berge unter den Füßen des Widders (diese in der Wappendarstelllung der Abb. 5 aber fehlend),
– in Silber der Widder sowie die Unterlegung der Helmdecken,
-in Gold das Kreuz sowie die beidseitig aus den Büffelhörnern tretenden vier Stäbe und die beidseits daran hängenden 7 Lindenblätter.

Hier sei nun als Orientierungshilfe ein kusorisch-gestreuter Vorausblick gegeben, der am Schluss jene Vertreter des Von Wimpffen-Geschlechtes hervorhebt, die vom Grundansatz dieser ausgedehnten Untersuchung her als ganz besondere Zielpersonen gelten:
Während der vom Jüngsten der Brüderreihe ausgehende e) Felix’-Zweig, was die Nachkommen betrifft, fast ganz auf Frankreich beschränkt bleibt (siehe hierzu in der II. Stammtafel ganz rechts die in Orange gehaltenen Generationsbänder XIVe bzw. 12e bis XVIIe bzw. 15e) und der b) Josephs Zweig (siehe  das Gelb gehaltene Generationsband XIVb bzw. 12b) in der Folgegeneration ausstirbt, verbreiten sich die anderen drei Zweige, nämlich a), c) und d), ab ca. der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert in ihrer Gesamtheit und in mehreren Generationen über zahlreiche Länder Europas (Frankreich, Württemberg, Österreich, Ungarn, Bayern, Preußen, Italien, Russland, Spanien) aus, wo sie insbesondere – der alten Tradition ihres Geschlechts folgend und nicht selten zwischen Ländern und Sprachräumen wechselnd – sich als hohe bis höchste Militärs, wichtige Funktionsträger an Höfen wie Kammerherren, Oberstkammerherren, Hofmeister, Gesandte oder Diplomaten, auch als Großgrundbesitzer und nicht selten nebenbei als Militär- oder auch Reiseschriftsteller und somit auch als Reisende über Meere und Länder, betätigen und vielfach Titulierungen, Ruhm, Ehre und Auszeichnungen aller Art in Empfang nehmen können. Der Blick in die in Abbildung A 11a und A 11b gezeigten zwei Seiten der Berufs- und Tätigkeitszusammenstellung der Von Wimpffen des Constantin von Wurzbach dürfte ein Beleg für diesen vielfältigen Aufstieg sein. Nicht wenige der im Militärdienst Stehenden opfern in den Kriegen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts (insbesondere in den Napoleonischen Kriegen, im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866, im Ersten Weltkrieg) unter der Fahne Österreichs bzw. Österreich-Ungarns, Frankreichs und auch Russlands ihr Leben. Dieses findet sich, ohne Vollständigkeit erheben zu wollen, in der Website des Dr. Hans Hermann von Wimpffen in einer besonderen Rubrik folgendermaßen zusammengestellt:

Sie starben für
– Simon von Wimpffen gefallen für Österreich-Ungarn 1918
– Philipp von Wimpffen gefallen für Österreich-Ungarn 1916
– Maximilian von Wimpffen gefallen für Österreich-Ungarn 1915
– Grigorij von Wimpffen gefallen für Russland 1806 (zu korrigieren: 1807)
– Georg von Wimpffen gefallen für Österreich bei Aspern 1809
– Charles de Wimpffen gefallen für Frankreich 1912*
– Clemens August von Wimpffen gefallen für Österreich-Ungarn 1866
– Jean de Wimpffen gefallen für Frankreich 1918
– Charles Louis de Wimpffen gefallen für Frankreich bei Borodino 1812
– Edouard de Wimpffen gefallen für Frankreich 1809
Hinzugefügt seien noch:
– Alphons von Wimpffen, gefallen für Österreich-Ungarn 1866
– Heinrich Christian, tödlich verwundet in den Kämpfen mit Insurgenten in Dalmatien 1869
*Dessen richtiger Name und Personalien sind:
Henri Sigismond Louis de Wimpffen, geb. am 30. 09. 1859 in Frankfurt, umgekommen am 08. 05. 1912 bei einem Manöver bei Guichen/Bretagne als Oberstleutnant beim 70. Régiment d’Infanterie (siehe weitere Angaben über diesen im Kapitel R. Französischer Nebenzweig; zu finden in der II. Stammtafel bei „Französischer Nebenzweig” Generation (in Grün) XVIIc bzw. 15c unter dem Namen „Ludwig”, dort mit „franz. Inf.-Officier” tituliert).

Aus dem in der II. Stammtafel auf der ersten der durchgehenden Generationslinie XIII bzw. 11 in der Mitte sowie in der obigen Übersicht unter Nr. 7 zu findenden Begründer vom c) Franzens Zweig FRANZ LUDWIG VON WIMPFEN (1732 – 1800) und seiner Gattin MARIE KUNIGUNDE VON GOY (1744 – 1820) gehen 12 Kinder hervor, je sechs Söhne und Töchter (siehe diese alle in der II. Stammtafel in der zweiten durchgehenden grünen Generationslinie XIVc bzw. 12c). Deren drittältester Sohn namens FRANZ KARL EDUARD VON WIMPFEN (1773 – 1842) wird im Jahr 1797 von Kaiser Franz II. sogar in den Reichsgrafenstand erhoben (siehe die durch Rot hervorgehobenen und bis zum unteren Rand der II. Stammtafel reichenden Generationsbänder der „Gräflichen Linie”, die von Generation XIVc bzw. 12c bis Generation XXIc bzw. 19c gehen). Dieser ist das Kapitel S. Gräfliche Linie gewidmet. Die GRAFEN VON WIMPFFEN erlangen 1799 das Inkolat (Heimatrecht) in Böhmen, 1811 in Österreich, 1819 die steiermärkische und 1840 die tirolische Landsmannschaft, dazu ausgedehnten Grund- sowie Burgen- und Schlösserbesitz vor allem in Kärnten und in der Steiermark sowie den Zugang zum Hochadel und durch Heiraten die Ausbreitung in demselben und dazuhin in den österreich-ungarischen Geldadel. Und der Begründer vom in Kapitel Y. Georgs Zweig behandelten d) Georgs Zweig (siehe dessen Generationsbänder von XIIId bzw. 11d bis – links ganz oben nachträglich weitergeführt – XIXd bzw. 17d) namens GEORG SIEGMUND DOMINIK bzw. FRANZ GEORG VON WIMPFEN (1735 – 1816) gelangt über Bayern in den kaiserlich-königlichen Militärdienst von Österreich-Ungarn und bringt es bei seiner dann ausschließlichen Verwendung in Ungarn bis zum Feldmarschall-Leutnant. Und dessen zweitältester Sohn, der k. k. Oberst DAGOBERT VON WIMPFFEN (1765 – 1836) und seine ungarische Gemahlin ANTONIE VON ERÖS pflanzen dessen Zweig über die von ihm ausgehende Linie der WIMPFFEN-MOLLBERG in Ungarn fort. Insbesondere durch die Heirat vermöglicher Frauen über mehrere Generationen hinweg gelangen diese schließlich in die Verwandtschaft mit der zu hohem Reichtum durch Betätigung im Bankenwesen und in der Industrie der k. u. k. Monarchie gekommenen Adelsfamilie der neureichen „Ringbarone” VON TODESCO, den einstigen aus der Walachei gekommenen TODESCU. Neben diesem Begründer des d) Georg Zweiges ist dessen älterer Bruder MAXIMILIAN VON WIMPFFEN (1770 – 1854), Ritter des Goldenen Vlieses und Feldmarschall, zu finden, dessen höchstberühmt gewordene Persönlichkeit auftaktbildend bereits am Beginn von Kapitel A. Grundlegendes vorgestellt worden ist. Von diesem sollte man hin zur Folgegeneration XIVc bzw. 12c und dort in dessen langer durchgängiger Sohn- und Töchterreihe zunächst auf den bereits aufgeführten zum Grafen aufgestiegenen Sohn FRANZ KARL EDUARD VON WIMPFFEN (1773 – 1843) nehmen, der unschwer als Vetter des vorgenannten MAXIMILIAN auszumachen ist. Und rechts daneben erscheint Franz Karl Eduards nächstjüngerer Bruder FELIX , besser FÉLIX – zu ergänzen: DE WIMPFFEN (1878 – 1814), wiederum Vetter von Maximilian. Und wenn man zu dessen einzigem Sohn der Generation XVc bzw. 13c) weitergeht, stößt man auf den bereits mehrfach bekanntgemachten  EMANUEL FÉLIX DE WIMPFFEN (1811 – 1884), dem zusätzlich, um dessen unglückliche Rolle als Verlierer der Schlacht bei Sedan im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und als Zielperson ersten Ranges dieser Arbeit hervorzuheben, „der sog. Sedangeneral“ beigegeben ist. Diesem ist das ganz besonders umfängliche Kapitel V. Sedangeneral gewidmet.

Als weitere solche Zielpersonen bzw. Zielgruppen gelten: Des Vorgenannten jüngster Onkel, nämlich der weiter rechts von ihm am Ende der durchgehenden Generationslinie XIVc bzw. 12c mit „x = Begründer der Württembergischen Nebenlinie” gekennzeichnete Jüngste (sechste) der Söhne des Erstgenannten Franz Ludwig namens FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN (1784 – 1845) mit Gattin ELISE GEB. FREIIN VON MOLTKE (1795 – 1832), der immerhin auch, was in der II. Stammtafel sich nicht eingebracht findet, den Rang eines Königlich-württembergischen Generalleutnants sowie Adjudanten von König Wilhelm I. von Württemberg erreicht hat. Des weiteren sind Zielpersonen deren vier Kinder (siehe diese und alle Nachgenannten auf den Generationslinien XVc bzw. 13c und XVIc bzw. 14c) des Namens KATHARINA (1818 – 1875), WILHELM (1820 – 1879) mit der Gattin AMALIE GEB. DE ROUX-DAMIANI (1837 – 1925), DAGOBERT (1821 – 1881) und PAULINE (1822 – 1900); dann der Sohn des Wilhelm und der Amalie von Wimpffen namens MAXIMILIAN (1863 – 1917) und die Tochter SOPHIE CHARLOTTE (1861 – 1907) mit (in der II. Stammtafel hinzugebracht) ihrem ersten Ehemann THEODOR LEONHARD RUDOLPH VON UNGERN-STERNBERG (1857 – 1918/23) und deren älterem Sohn ROBERT VON UNGERN-STERNBERG alias ROMAN UNGERN VON STERNBERG (1885 – 1921) der Generation XVIIc bzw. 15c.

Die vorstehende durch Unterstreichung hervorgehobe Namensgruppe hat eine ganz besondere Bedeutung durch den Umstand erlangt, dass alle diese mit dem ehemaligen Reichsstädtchen Wimpfen am Neckar der zweiten Hälfte der 1870er und teilweise beginnenden 1880er Jahre durch den damaligen Zuzug des obengenannten Paares WILHELM und AMALIE (AMELIE) VON WIMPFFEN mit Kindern und umgekehrt die Einwohner Wimpfens mit diesen in enge Berührung gekommen sind, wenngleich deren und ihrer beiden Kinder dortiges Bleiben durch den frühen Tod Wilhelms nur von wenigen Jahren Dauer gewesen ist. Dieser und der sog. Sedangeneral sind, wie schon berichtet, zueinander Vettern gewesen. Über diese alle wird zunächst in Kapitel T. Württembergische Nebenlinie ausgiebigst zu berichten sein. Dann wird noch Kapitel W. Wilhelm von Wimpffen hinzukommen, wo es erstrangig zunächst um die durch deren Tod unrealisiert gebliebenen Pläne der älteren Schwester des Wilhelm von Wimpffen, nämlich der in München lebenden St. Annen-Ehrenstiftsdame FREIFRAU KATHARINA VON WIMPFFEN, in Wimpfen ein arrondiertes Gut zu gründen, dann um die daraus gewachsene Ansiedlung deren vorgenannten Bruders und Familie im Wimpfen der zweiten Hälfte der 1870er Jahre gehen wird. Schließlich wird noch breitgefasst in Kapitel X. Robert alias Roman das schlimme Schicksal des aus der Ehe der o. a. Tochter des Wilhelm und der Amalie von Wimpffen SOPHIE CHARLOTTE mit dem baltischen FREIHERREN UNGERN VON STERNBERG hervorgegangenen Enkels ROBERT VON UNGERN-STERNBERG alias ROMAN UNGERN VON STERNBERG der Generation XVIIc bzw. 15c darzustellen sein.

Die konstatierte Ausbreitung der Von Wimpffen über Europas Staaten wie gleichzeitig deren Aufsteigen in der Erfolgs- und Rangleiter wird, um diesbezüglich einen Schluss zu setzen, schließlich auch deutlich in der wiederum auf den Zweiggründer FRANZ LUDWIG bzw. FRANÇOIS LOUIS rückführbaren, weil aus dessen beiden ältesten Söhnen GEORG (1760 – 1816) und FRANZ KARL EUGEN (1762 – 1835) der Generation XVIC bzw. 12c herausgewachsenen Entstehung der sog. Russisch-preußischen Seitenlinie bzw. dem sog. Französischen Nebenzweig. Schlaglichter auf deren erreichte Höhe an Bedeutung und  gehen aus von folgenden Namen:

– Bezüglich der „Russisch-preußischen Seitenlinie“ (siehe in deren Endgeneration XVIIc bzw. 15c):
WALDEMAR = VLADIMIR bzw. BISCHOF LEONTIY (geb. 1872, erschossen 1919 in Astrachan); siehe Näheres in Kapitel Q. Russisch-preußische Seitenlinie.

– Bezüglich des „Französischen Nebenzweiges“ (siehe in den beiden Textblöcken unter der zweiten der vier Generationsleisten XVc bzw.13c):
VIRGINIE (1801 – 1886) und IRENE (1807 – 1846), ein Schwesterpaar:
Dort sticht jeweils der Nachname REINHARD ins Auge, der sich, wie im rechten der beiden Textblöcke zu lesen steht, auf den namhaften aus Württemberg stammenden, doch in Frankreich höchst aufgestiegenen und angesehenen FRANZÖSISCHEN GESANDTEN, BEVOLLMÄCHTIGTEN MINISTER und schließlich PAIR VON FRANKREICH namens KARL FRIEDRICH VON REINHARD (1761 – 1834) bezieht; siehe Näheres im Kapitel R. Französischer Nebenzweig sowie auch noch in Kapitel W. Wilhelm von Wimpffen.
Wie der Französische Nebenzweig mit dem Vorgenannten WILHELM VON WIMPFFEN verwandtschaftlich in Verbindung steht und damit auch mit dessen Alterssitz Wimpfen am Neckar in Berührung kommt, lässt sich unschwer in der II. Stammtafel ablesen: Dort lässt sich das französische Schwesterpaar VIRGINIE und IRENE (1807 – 1846) – als des Vorgenannten Kusinen und dessen Tochter SOPHIE CHARLOTTE (1861 – 1907) und Sohn MAXIMILIAN (1863 – 1917) somit als Großkusine bzw. Großvetter der beiden Schwestern bestimmen.

Man sollte sich, zurückschauend zur Ausgangsperson dieses zu Ende gehenden Kapitels O, JOHANN GEORG (1689 – 1767) der Generation XII bzw. 10, den man den „Urvater“ der in hohe bis höchste Rangstellungen vornehmlich im Militär- und auch Staatswesen vieler Staaten Europas gelangten Von Wimpffen nennen kann, vergegenwärtigen, dass wir mit dem Vordringen in der II. Stammtafel
– vorstehend bis zum BISCHOF WALDEMAR (1872 – 1919 der Generation XVII bzw. 15),
– zuvor bis zum „ROTEN BARON“ ROBERT alias ROMAN (1885 – 1921) ebenfalls der Generation XVII bzw. 15,
jeweils fünf Generationen weiter reichende Sprünge hin zu einem der zahlreichen Urururenkel des Erstgenannten vollzogen haben!