{"id":120,"date":"2017-12-09T16:37:53","date_gmt":"2017-12-09T15:37:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/?page_id=120"},"modified":"2020-03-11T19:33:32","modified_gmt":"2020-03-11T18:33:32","slug":"ergaenzende-rueckschau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/startseite\/ergaenzende-rueckschau\/","title":{"rendered":"Erg\u00e4nzende R\u00fcckschau"},"content":{"rendered":"<p>Bevor zum Zweck der gebotenen \u00dcberleitung die Ends\u00e4tze des Bandes 2 aufgenommen werden, die eine Br\u00fccke zu den \u00f6rtlichen wie allgemeinhistorischen Ereignissen des Jahres 1870\/71, d. h. ganz zu Anfang des im anstehenden Fortsetzungs-Teil 3 zu behandelnden Zeitraumes, stattgefundenen Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieges und die daraus erwachsene Bildung der deutschen Reichseinheit zu schildern, soll zun\u00e4chst eine \u00fcberleitende R\u00fcckschau vorgenommen werden. Diese soll in chronologischer Folge zusammenfassend jene kulturellen und verkehrsm\u00e4\u00dfigen Errungenschaften bzw. die damit zusammenh\u00e4ngenden Ereignisse noch einmal herausstellen, welche nach dem Preu\u00dfisch-\u00d6sterreichischen Kriege von 1866 und der aus diesem gewachsenen Gr\u00fcndung des sog. Norddeutschen Bundes unter der F\u00fchrung Preu\u00dfens in der hessischen Exklave Wimpfen trotz ihrer eher hemmenden denn f\u00f6rdernden Isolierung vom \u201eMutterland\u201c Hessen Einzug halten konnten:<\/p>\n<p>&#8211; Vom 31. M\u00e4rz 1869 ab erschien jetzt w\u00f6chentlich dreimal der \u201eWimpfener Bote. Intelligenz- und Unterhaltungs-Blatt f\u00fcr den Kreis Wimpfen und die Badeorte Jagstfeld, Offenau und Rappenau\u201c (siehe Band 2, S. 538\/539, 590 \u2013 592).<\/p>\n<p>&#8211; Am 5. August 1869 konnte im bahnhofnahen Gasthof \u201eRitter\u201c nach mehr als zweij\u00e4hriger Bauzeit die Einbeziehung Wimpfens in das Eisenbahnnetz festlich begangen werden (siehe Band 2, S. 596 \u2013 625).<\/p>\n<p>&#8211; Anfang 1870 erfolgte die Ver\u00f6ffentlichung der Orts- und Kunstgeschichte \u201eWimpfen am Neckar\u201c des Privatgelehrten und fr\u00fchen Meisterfotografen August von Lorent mit angeschlossener umfangreicher fotografischer Dokumentation der Stadt Wimpfen (siehe Band 2, S. 531 \u2013 538, 582 \u2013 589).<\/p>\n<p>&#8211; Nach fast einj\u00e4hriger Schlie\u00dfung zum Zweck ihrer durchgreifenden Renovierung konnte am 6. April 1870 die Evangelische Stadtkirche feierllich wiederer\u00f6ffnet werden (siehe Band 2, S. 506 \u2013 511).<\/p>\n<p>&#8211; Ausgangs des Jahres 1870 erschien die von Pfarrverwalter Ludwig Frohnh\u00e4user geschaffene \u201eGeschichte der Reichsstadt Wimpfen &#8230;\u201c (siehe Band 2, S. 526 \u2013 531, 580\/581).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem empfiehlt es sich, hier auch noch eine Reihe aufschlussreicher Bilddokumente anzuf\u00fcgen, die dem in Band 2 behandelten Zeitraum entsprungen sind, von denen die in den Abb. 5 sowie 6a und 6b erstgezeigten vom Stadtarchiv Bad Wimpfen jedoch erst nach dem Erscheinen desselben erworben worden bzw. die Abb.&nbsp;7a, 7b und 7c mir leider erst in j\u00fcngster Zeit zu Gesicht gekommen sind:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom alignnone wp-image-201 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a005-1024x747.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a005-1024x747.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a005-150x109.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a005-300x219.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a005-768x560.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. 5: Caspar Obach (1807 \u2013 1865), Blick von S\u00fcdwesten her \u00fcber den im Lagerbuch von Wimpfen im Tal als \u201eder Kirchhof\u201c bezeichneten Kreuzgarten des ehemaligen Ritterstifts St. Peter hin zum nordw\u00e4rtigen Fl\u00fcgel des Kreuzganges mit dem legendenumwobenen Wei\u00dfdornbaum; Nachdruck einer unten rechts mit \u201eC. Obach\u201c signierten und auf dem Rand des Druckbogens mit \u201eKreutzgang im Kloster bey Wimpfen am Berg\u201c und links mit \u201e1827\u201c beschrifteten und mit Stift nachbehandelten Lithographie<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Genau wie auf der in Band 2, S. 557, Abb. G 8, dasselbe Objekt zeigenden Fotografie der ausgehenden 1860er Jahre von AUGUST VON LORENT nimmt die Mittelzone dieser um die mehr als 30 Jahre \u00e4lteren stimmungstr\u00e4chtigen Zeichnung der von HEID 1836 beschriebene gewaltige sagenumwobene Wei\u00dfdornbaum ein (N\u00e4heres dar\u00fcber siehe in Band 1, S. 179). W\u00e4hrend auf der vier Jahrzehnte j\u00fcngeren Fotografie von LORENT im hohen Grasbewuchs des Kreuzgarten-Vierecks keine Grabstellen mehr auszumachen sind, springt hier links vorne eine Gruppe von drei gereihten h\u00f6lzernen Grabkreuzen und mittig bis rechts eine solche von f\u00fcnf verstreuten solchen ins Auge. S\u00e4mtliche sind mit den typischen als Wetterschutz wie Zierat dienenden Rund- bzw. Winkelbrettern \u00fcberdacht. Au\u00dfen rechts kniet an einer der Grabstellen betend eine Frau. Zwischen dem Stamm des Wei\u00dfdorn- und eines nahestehen kleineren Nadelbaumes liegt eine Totentrage. Dieses ber\u00fchrt die Aussage von LORENT<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a>, dass laut Eintragung im Sterbebuch von Pfarrer Ignaz Como der in Wimpfen im Tal ans\u00e4ssige gewesene und am 20. Februar 1840 verstorbene katholische Stadtf\u00f6rster ZOTZ dort am 23. Juni nachmittags als letzte Person nach christlichem Gebrauche begraben worden sei. Die Eindatierung des Bildes in das Jahr 1827 passt auch zum Lebensgang des K\u00fcnstlers<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a>. Denn der Vedutenmaler Caspar Obach (* 1807 in Z\u00fcrich, + 1865 in Stuttgart), dessen \u00fcberkommenes meisterhaftes Werk von in die Naturumgebung stimmungsvoll eingebetteten und meist mit origin\u00e4rer Menschenstaffage belebten Architektur-, sowie Orts-, Burg- und Schlossobjekten des neckar- und ganz besonders des oberschw\u00e4bischen Raumes fast un\u00fcbertroffen zahlreich ist, hatte sich nach seiner Ausbildung in seiner Heimatstadt bei Heinrich F\u00fc\u00dfli ab 1825 f\u00fcr dauernd in Stuttgart als Lehrer und Zeichenlehrer am dortigen Lithographischen Institut niedergelassen. Die von den Kunstsachverst\u00e4ndigen gepriesene Zuverl\u00e4ssigkeit und Feinheit der Zeichnung, mit dem seine Aquarelle und Lithografien sowie Handzeichnungen versehen sind, tritt auch auf diesem insbesondere f\u00fcr die Darlegung des Schicksals dieses Kreuzgartens in den Jahrzehnten nach der Aufl\u00f6sung des Ritterstifts Sankt Peter wertvollen Blatt in der Wiedergabe des hier \u00fcppig wuchernden Pflanzenwerks (B\u00e4ume, Str\u00e4ucher, Gr\u00e4ser im Gartenviereck; in der Mauernische und an einer der Ma\u00dfwerkarkaden emporkletternder Efeu) in Erscheinung.<\/p>\n<p>Das in der<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-203\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a006-1024x751.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"484\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a006-1024x751.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a006-150x110.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a006-300x220.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a006-768x563.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. 6a: Peter Francis Peters (1808 \u2013 1903), Blick die (Vordere) Steige mit den angrenzenden Geb\u00e4uden der Saline Ludwigshall hinauf zur neckarseitigen Silhouette von Wimpfen am Berg; Aquarellierte Zeichnung, entstanden vermutlich 1857<\/strong>,<\/li>\n<\/ul>\n<p>gezeigte Aquarell stammt ebenfalls von einem namhaften Meister, dessen Lebensgang und Schaffensweise sich bereits in Band 2 in den Begleits\u00e4tzen der Abb. B 16, Seite 228, dokumentiert findet. W\u00e4hrend dieses Werk mit \u201eP. F. Peters 1857\u201c bezeichnet ist, findet sich im vorgenannten solchen weder eine Signatur noch eine Datierung. Wir d\u00fcrfen aber annehmen, dass diese instruktive Darstellung zur selben Zeit, d. h. anl\u00e4sslich desselben Besuches des Jahres 1857 und damit in etwa ein Jahrzehnt vor dem Bahnbau der Jahre 1866\/69 entstanden ist. Somit zeigt sich die als Zugangsweg nach Wimpfen am Berg dienende (Vordere) Steige oben zum Hang des Eulenberges hin noch frei von der Bahndamm-Aufsch\u00fcttung; und auch der H\u00e4lden- und der Eulenberghang erscheinen noch unber\u00fchrt vom zerst\u00f6renden Einschnitt der Bahnlinie. Vorne links in der tiefstgelegenen Zone des Weges taucht der Morschbach in die gel\u00e4nderbewehrte Wegunterf\u00fchrung ein und ist rechts zum Neckar hin ahnend dessen M\u00fcndung sowie der mit zwei masttragenden Neckarschiffen besetzte sog. Lauer (Schiffsl\u00e4nde) auszumachen. Die Anfangszone der Steige wird uferseitig vom langgezogenen Salinen-Magazin und bergseitig von zwei gro\u00dfen walmbedachten Hausanlagen begleitet (Verwaltungs- und Wohngeb\u00e4ude der Saline Ludwigshalle, das obere das Salzsteueramt beherbergend, das untere die fr\u00fchere Lang\u2019sche Wirtschaft). Wo die Steige bergw\u00e4rts abzuknicken beginnt, kommt uferw\u00e4rts, erkennbar an den beiden Gel\u00e4nderl\u00e4ufen, der sog. Salinenwasserleitungsweg ein. Ein St\u00fcck unter dem Roten Turm mit Burgmauer und davor stehendem Gartenpavillon \u00fcberragt den Baum- und Strauchbewuchs des Eulenberghanges eine einsam stehende Hofraithe (Wohngeb\u00e4ude mit Brennofen). Bei dem neckarabw\u00e4rts ein St\u00fcck \u00fcber dem Neckarufer sich abzeichnenden kleinen Giebelgeb\u00e4ude handelt es sich um das Pumph\u00e4uschen, welches das Mathildenbad mit Neckarwasser zur Bef\u00fcllung der Badeanlagen versorgte. Der Blaue Turm tr\u00e4gt den ihm 1851\/52 nach dem Brand von 1848 verliehenden steinernen neugotischen Helmaufbau.<\/p>\n<p>In der 2018 erschienenen Ver\u00f6ffentlichung von G\u00fcnther Haberhauer \u201eWimpfen in der Bildenden Kunst. K\u00fcnstler &#8211; Meister &#8211; Amateure\u201c ist oben auf Seite 81 das folgende weitere aus der Hand des vorgenannten K\u00fcnstlers entstandene Werk zu finden:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Scan-60.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1241\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Scan-60-1024x699.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"451\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Scan-60-1024x699.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Scan-60-150x102.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Scan-60-300x205.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Scan-60-768x524.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Scan-60.jpg 1937w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><b>Abb. 6b: Peter Francis Peters (1808 &#8211; 1903): Aquarellierte (rechts oben im Bereich vom sog. Salinenwald restaurierte Wassersch\u00e4den aufweisende) undatierte Zeichnung, unten signiert mit \u201eP. F. Peters<\/b><span style=\"font-weight: 600;\">\u201c<\/span><b>&nbsp;und betitelt mit&nbsp;\u201eVon dem Eulenberg zu Wimpfen am Berg<\/b><span style=\"font-weight: 600;\">\u201c;<\/span><strong>&nbsp;entstanden h\u00f6chstwahrscheinlich 1857 zusammen mit der vorstehend in der Abb. 6a gezeigten anderen solchen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese bietet ein instruktives Bild der damaligen Neckartallandschaft oberhalb von Wimpfen am Berg mit im Vordergrund dem steil zum Neckar abfallenden Nordwesthang vom \u201eEulenberg&#8220;, unten mittig \u00fcber dem mit Schiffen best\u00fcckten Lauer das Magazingeb\u00e4ude der Saline Ludwigshalle. Diesem lehnen sich jenseits der \u201eSteige\u201c am Ausgang vom \u201eMorschbachtal\u201c die Baulichkeiten der \u201eInneren Saline\u201c am Ausgang vom \u201eMorschbachtal\u201c an. Und jenseitig erstreckt sich unter dem \u201eSalinenwald\u201c die \u201e\u00c4u\u00dfere Saline\u201c, und weiter ausw\u00e4rts in der Talebene die \u201eCornelienkirche\u201c mit Friedhof. In etwa der Mitte dominiert mit dem Gr\u00fcn ihres Busch-, Wiesen- und Baumbestandes die vom \u201eM\u00fchlgraben\u201c umflossene \u201eNeckarm\u00fchl-Insel\u201c, deren Wehr den Neckar in zwei ungleiche H\u00e4lften, den diesseitigen breiten \u201eWehr-Neckar\u201c und den jenseitigen schmalen, durch eine Steinbarre von diesem abgegrenzten, \u201eFach-Neckar\u201c, teilt. In diesem hebt sich schemenhaft ein (wohl zu Tal fahrendes) Neckarschiff ab. Dahinter erstreckt sich, nur andeutungsweise erkennbar, das von den T\u00fcrmen der ehemaligen Ritterstiftskirche dominierte Wimpfen im Tal und wieder dahinter verschwimmend die Silhoutte von Jagstfeld; linkerhand das \u201eNeckarw\u00f6hrd\u201c und die Jagstm\u00fcndung. \u00dcber dem quer durch die Ansicht laufenden Stufenrand der Keuperberge Richtung Neckarsulm und Heilbronn sowie Weinsberg erhebt sich, ein starkes Drittel der Bildbreite f\u00fcllend, der nicht nur wolkenlose, sondern sich in seiner gelbbraunen Farbigkeit in nichts von jener des den blassblauen Neckarlauf begleitenden Talraumes unterscheidende Himmel. Dieses alles l\u00e4sst diese instruktive Bildsch\u00f6pfung hinsichtlich seiner Aquarellierung unfertig erscheinen. Was deren zeitliche Einordnung in die ausgehenden 1850er Jahre anbelangt, so erscheint die Gesamtlandschaft, genau wie jene der vorangehenden Bildsch\u00f6pfung, noch unber\u00fchrt von den Eins\bchnitten und den Dammaufsch\u00fcttungen sowie Gleislegungen des in den ausgehenden 1860er Jahren erfolgten Bahnbaus.<\/p>\n<p>Es folgen drei vom Stadtarchiv Bad Wimpfen aus den Best\u00e4nden der ehemaligen Saline Ludwigshalle \u00fcbernommene Planunterlagen, die sich alle auf den Eisenbahnbau beziehen und somit ca. 1865 entstanden sein d\u00fcrften:<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-204\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007a-1024x687.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007a-1024x687.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007a-150x101.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007a-300x201.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007a-768x515.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. 7a: \u201eUebersichts Karte der Linie Jagstfeld \u2013 Rappenau\u201c; Gesamtplan der Gemarkungen Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal und teilweise auch Hohenstadt mit einem in Rot eingezeichneten Planungsvorschlag der Eisenbahnlinie, deren F\u00fchrung im Teilbereich Hohenstadt-Fleckinger M\u00fchle eine andere ist als diejenige der Endausf\u00fchrung; gefertigt von \u201eTechn. Bureau \u2013 Widtal\u201c, datiert mit \u201epro Copia Schneidler, 23. 5. (18)64\u201c; die fehlende Beschriftung der Wegf\u00fchrungen, B\u00e4che und Nachbargemarkungen hier durch den Verfasser erg\u00e4nzt<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Anmerkung: Die Karte ist nach S\u00fcden ausgerichtet; Westen befindet sich demnach rechts.<\/strong><\/p>\n<p>Der Vergleich des heutigen, d. h. des beim Bahnbau der Jahre 1868\/69 realisierten, Verlaufs der Bahntrasse (siehe dazu in Band 2 die Abb. H 3, S. 620) mit demjenigen dieser Planzeichnung von West nach Ost zeigt zun\u00e4chst im Bereich um die Rappenauer Markungsgrenze eine \u00dcbereinstimmung (Ein- und Wiederaustritt derselben am Markungsvorsto\u00df \u201eBei den Forlen\u201c &#8211; Wiedereintritt am \u201eRappenauer Feld\u201c mit \u00dcberschneidung vom \u201eBonfelder Weg\u201c). Anstatt aber, wie sp\u00e4ter realiter geschehen,<br>&#8211; bis zum \u201eRiedbach\u201c hin gef\u00fchrt zu werden,<br>&#8211; dann diesen am \u201eHackmesser\u201c zu \u00fcberqueren<br>&#8211; und diesem jenseits zu folgen,<br>&#8211; dann bei den \u201eRiedwiesen\u201c und \u201eRied\u00e4ckern\u201c wieder auf die andere Bachseite zu wechseln<br>&#8211; und in n\u00e4chster N\u00e4he von Hohenstadt \u00fcber die Gewanne \u201eDie Seeg\u00e4rten\u201c, \u201eIm Steffen\u201c, \u201eIm Ort\u201c, \u201eDie Seewiesen\u201c, \u201eDie Hofwiesen\u201c, \u201eIn den Wettg\u00e4rten\u201c und \u201eDie Kirchwiesen\u201c hin<br>&#8211; zu den Weinbergen \u201eIm Sommerberg\u201c zu ziehen<br>&#8211; und schlie\u00dflich \u00fcber die \u201eM\u00fchlwiesen\u201c unterhalb der \u201eFleckinger M\u00fchlen\u201c \u00fcber einen hohen und langen Bahndamm das \u201eErbachtal\u201c zu \u00fcberqueren und so auf der Gemarkung von Wimpfen am Berg die \u201eHelde\u201c zu erreichen, nimmt diese den folgenden anderen Weg: Nach der \u00dcberquerung vom \u201eBonfelder Weg\u201c biegt diese weniger stark Richtung S\u00fcd zum \u201eRiedbach\u201c hin aus, bleibt also zun\u00e4chst diesseits desselben.<br>&#8211; Beim Weitergang in flachem Bogenschlag Richtung Hohenstadt sich zun\u00e4chst von diesem entfernend,<br>&#8211; dann aber diesem wieder n\u00e4herkommend und dabei die Anfangszone (Abknickung) der \u201eHoul\u201c (\u201eHeidelberger Weg\u201c) kreuzend<br>&#8211; und dann den \u201eRiedbach\u201c schr\u00e4g ein St\u00fcck oberhalb der Weggabelung \u201eWeg von Hohenstadt nach Wimpfen\u201c und \u201eHeidelberger Weg\u201c \u00fcberschreitend,<br>&#8211; schlie\u00dflich &#8211; grob gesehen &#8211; westw\u00e4rtig ungef\u00e4hr dem leichten Bogenschwung des erstgenannten der beiden vorgenannten Wege zu folgen,<br>&#8211; dann nahe der Abzweigung vom \u201eHohenstadter Pfad\u201c am Gewann \u201eIn dem vorderen Hohenstadter Berg\u201c unweit vom \u201eUnteren Erbachhof\u201c in die obere Zone vom unteren \u201eErbachtal\u201c einzutreten und<br>&#8211; nunmehr in spitzen Winkel den \u201eErbach\u201c zu \u00fcberqueren, erreicht diese andere Streckenf\u00fchrung jenseitig des Erbaches den nordw\u00e4rtigen Hangbogen vom \u201eWinterberg\u201c und damit die Gemarkung Wimpfen am Berg und im Anschluss die \u201eHelde\u201c.<br>Ab dort deckt sich dann die Strecke dieses unausgef\u00fchrt gebliebenen Planungsvorschlages mit jener des realisierten Planes voll und ganz. \u00dcbereinstimmung besteht auch bez\u00fcglich der Lage des Bahnhofes zwischen dem Ostfu\u00df vom \u201eEulenberg\u201c und dem Westfu\u00df vom \u201eAltenberg\u201c (siehe dort die Eintragung in Rot \u201eStation\u201c).<br>Man kann wohl davon ausgehen, dass diese sehr viel fr\u00fcher, d. h. weiter oben, angesetzte unumg\u00e4nglich notwendige \u00dcberquerung der Talung vom \u201eErbach\u201c trotz der extrem spitzwinkligen &#8211; statt dem rechten Winkel angen\u00e4herte &#8211; F\u00fchrung den Vorteil eines vergleichweise mehr oder minder niedrigeren und k\u00fcrzeren Bahndammes gebracht h\u00e4tte. Auch w\u00e4re dadurch den \u201eFleckinger M\u00fchlen\u201c die radikale Abschn\u00fcrung von der Neckartalaue erspart geblieben. Andererseits w\u00e4ren jedoch vor der Dammf\u00fchrung im H\u00f6henbereich \u201eHeidelberger Weg\u201c &#8211; \u201eIm vorderen Hohst\u00e4dter Berg\u201c ein langer und tiefer Gel\u00e4ndeeinschnitt mit \u00dcberbr\u00fcckung f\u00fcr den \u201eWeg von Hohenstadt nach Wimpfen\u201c notwendig gewesen. Was letztlich den Ausschlag f\u00fcr die Querung des untersten Erbachtal-Bereiches gegeben hat, d\u00fcrfte sich wohl nur durch Recherchen in den Best\u00e4nden des Generallandesarchivs Karlsruhe kl\u00e4ren lassen. An der Planzeichnung der Abb. 7a erscheint auch das \u00dcbrige von Interesse; n\u00e4mlich:<\/p>\n<p>&#8211; der deutlich wiedergegebene Verlauf der Gemarkungsgrenze einschlie\u00dflich der durch Kurzstrichelung ausgewiesene Abgrenzung der Teilgemarkungen Wimpfen im Tal bzw. Hohenstadt gegen\u00fcber Wimpfen am Berg;<\/p>\n<p>&#8211; das fast vollst\u00e4ndig eingezeichnete &#8211; im Blick auf die Wegerschlie\u00dfung der land- und forstwirtschaftlichen Fl\u00e4chen d\u00fcrftige &#8211; damalige Wegenetz;<\/p>\n<p>&#8211; die Bachl\u00e4ufe;<\/p>\n<p>&#8211; die durch braune Strichelung wiedergegebene Morphologie (H\u00f6hen- und Hangbereiche, Talungen).<\/p>\n<p>Die im Blick auf den Zweck der Planzeichnung unwichtige Bennennung der dargebotenen Objekte wurde von mir deshalb eingebracht, weil es keinerlei aus dem betrachteten Zeitraum von 1870 \u2013 1918 stammende genaue Kartendarstellungen gibt, in denen die vorstehenden Grenz-, Weg- und Gel\u00e4ndeobjekte in ihrer Gesamtheit wiedergegeben sind.<\/p>\n<p>Was die nachfolgenden im Blick auf die Einrichtung der Eisenbahnstation Wimpfen erstellten beiden Planskizzen anbelangt, so stimmen diese mit der Realisation der Jahre 1868\/69, insbesondere, was die notwendigen Ver\u00e4nderungen der F\u00fchrung der althergebrachten sog. Steige betrifft, in keiner Weise \u00fcberein \u00fcberein. Siehe hierzu:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-205\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007b-1024x724.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007b-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007b-150x106.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007b-300x212.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007b-768x543.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. 7b: Unsignierte und undatierte Grobskizze betr. die \u201eStation Wimpfen\u201c mit anliegender Gleisf\u00fchrung Richtung \u201eIm Eulenberg\u201c (westw\u00e4rts) und \u201e(Innere) Saline Ludwigshalle\u201c (ostw\u00e4rts) sowie die durch die Aufsch\u00fcttung und Planierung des dazwischen liegenden absch\u00fcssigen Gel\u00e4ndes f\u00fcr notwendig erachtete, doch in dieser Form unausgef\u00fchrt gebliebene \u00c4nderung der F\u00fchrung der \u201e(Vorderen) Steige\u201c (Vorentwurf ohne Unterf\u00fchrung &#8211; ca. 1865); Beschriftung der ma\u00dfgeblichen Objekte durch den Verfasser<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-206\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007c-1024x725.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007c-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007c-150x106.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007c-300x213.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a007c-768x544.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. 7c: Unsignierte und undatierte Entwurfsskizze betr. die Eisenbahnstation Wimpfen mit anliegender Gleisf\u00fchrung Richtung \u201eIm Eulenberg\u201c (westw\u00e4rts) und (Innere) \u201eSaline Ludwigshalle\u201c (ostw\u00e4rts) sowie die durch die notwendige Aufsch\u00fcttung und Planierung des dazwischen liegenden absch\u00fcssigen Gel\u00e4ndes f\u00fcr notwendig erachtete, doch in dieser Ausf\u00fchrung unausgef\u00fchrt gebliebene \u00c4nderung der F\u00fchrung der \u201e(Vorderen) Steige\u201c (Endentwurf mit Unterf\u00fchrung; ca. 1865); Beschriftung der ma\u00dfgeblichen Objekte durch den Verfasser<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn deren Name hier sowie auch weiter oben in der Betitelung der Abb. 6 in Klammer \u201eVordere Steige\u201c (anderswo manchmal auch \u201e\u00c4u\u00dfere Steige\u201c) sowie dem immer schon auch bergw\u00e4rtig vorhandenen schm\u00e4leren Wegbruder der Name \u201eHintere Steige\u201c oder manchmal auch \u201eInnere Steige\u201c vorangestellt wird, so geschieht dies nur der klaren Unterscheidung wegen. Wenn die Wimpfener von der \u201eSteige\u201c sprachen, so meinten sie fr\u00fcher stets die direkt vom Neckarufer beim Lauer hochf\u00fchrenden steile Lebensader einschlie\u00dflich des nach der Vereinigung der beiden Weg\u00e4ste unterhalb vom Gasthaus \u201eRitter\u201c nach oben zum Untersten Stadttor (\u201eLayerthor\u201c) bis hin zum \u201eUnteren Stadttor\u201c hinaufziehenden Endastes derselben. Deren bergw\u00e4rtig abbiegender Mittelteil wurde nun durch den Bau der Eisenbahn zugedeckt, der eine Abgrabung des Fu\u00dfes vom \u201eEulenberg\u201c und die Aufsch\u00fcttung eines Plateaus davor zur \u201eMorschbach\u201c hin notwendig machte, ein Umstand der in den Abb. 7a und 7b deutlich wird.<\/p>\n<p>Offenbar hingen die Herzen der Wimpfener so sehr an ihrer (gemeint \u201eVorderen\u201c) \u201eSteige\u201c, dass man zun\u00e4chst den Plan hegte, die alte Funktion derselben durch die Schaffung einer durch die Dammaufsch\u00fcttung sto\u00dfenden Unterf\u00fchrung zu erhalten, was in der Abb. 8b planerisch dargestellt ist. Die im Gegensatz zum Vorplan der Abb. 8a in feinster Strichf\u00fchrung gekonnt wiedergebende Zeichnung der Abb. 8b, in der auch die vom \u201eEulenberg\u201c im Westen \u00fcber die \u201eMorschbach\u201c zum \u201eAlten Berg\u201c im Osten gef\u00fchrte doppelte Gleisf\u00fchrung eingebracht und der \u201eRote Turm\u201c merkw\u00fcrdigerweise mit \u201eEulen Thurm\u201c beschriftet ist, l\u00e4sst die Hand eines ausw\u00e4rtigen Fachmannes vermuten. Wie dem auch sei: Diese L\u00f6sung kam (sicher nicht zuletzt der Kosten wegen) nicht zum Tragen. Wie wir heute noch sehen k\u00f6nnen, wurde die \u201e(Vordere) Steige\u201c, die wenig oberhalb des neckarseitig einm\u00fcndenden sog. Wasserleitungswegs vom hohen Bahndamm zugedeckt wurde, dem Fu\u00df des Bahndammes entlang als besserer Fu\u00dfweg so weit hochgef\u00fchrt, bis dessen Krone erreicht war, wo diese nun, in hangw\u00e4rtiger Abknickung, einen sog. Bahn\u00fcbergang darstellend, die Bahngeleise \u00fcberquerte und dann in doppeltem Bogenschwung, vorbei am durch die Abtragung von Teilen des dem Bahnbau im Weg gestandenen und nun sein nacktes Muschelkalk-Felsgestein zeigenden Eulenbergabhang, hin zum unver\u00e4ndert gebliebenen oberen Abschnitt der \u201eSteige\u201c gef\u00fchrt wurde. Auf der mussten nunmehr die von oben durch das Unterste Stadttor aus der Stadt kommenden Fuhrwerke ihren Abw\u00e4rtsweg \u00fcber die \u201eInnere Steige\u201c nehmen, \u00fcber die nunmehr auch die von untem aus dem Tal kommenden solchen einkamen. Wenn auch der beim \u201eRitter\u201c von der \u201eSteige\u201c abzweigende Umgehungsweg, der von Alters her der \u201eKaltelochweg\u201c hie\u00df und jetzt auch als \u201eNeuer Weg\u201c erscheint, nach dem Eisenbahnbau Verbesserungen erfuhr, wurde dieser nach wie vor von den Fuhrwerken wenig benutzt, weil er f\u00fcr die Einheimischen wie die Durchfahrenden Umwege bescherte und der weiter oben anschlie\u00dfende steile enge \u201eSchiedweg\u201c zudem f\u00fcr den Durchgangsverkehr weiterhin untauglich blieb.<\/p>\n<p>Die auf den so gut wie unbeschrifteten beiden Skizzen angebrachten Kennzeichnungen der Gewannzonen sowie der herk\u00f6mmlichen wie neu entstandenen Wegf\u00fchrungen, alten und neuen Baulichkeiten, Wasserf\u00fchrungen etc. sollen als Orientierungshilfe dienen.<\/p>\n<p>Von der an den Schluss der Nachtragungen gestellten<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a008.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-207\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a008-1024x738.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"476\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a008-1024x738.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a008-150x108.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a008-300x216.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/start_a008-768x553.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. 8: Max Bach (1841 \u2013 1914): \u201eWimpfen am Neckar nach Photographien von Lorent\u201c; Sammelbild, bestehend aus einem Zentralbild (Ansicht von Wimpfen am Berg) mit neun umgebenden Nebenbildern (kunsthistorischen Bauwerken bzw. Bauteilen, Detailansichten); Bleistiftzeichnung<\/strong>, <strong>vom Anfang der 1870er-Jahre nach dem Eisenbahnbau stammend<\/strong>,<\/li>\n<\/ul>\n<p>konnte in Band 2 unter Abb. Nr. G 29 (S. 579) lediglich eine zusammengest\u00fcckelt-unscharfe Ablichtung wiedergegeben werden. Inzwischen haben die St\u00e4dtischen Museen Heilbronn, in dessen Best\u00e4nden sich dieses Blatt findet, dem Stadtarchiv Bad Wimpfen eine objekttreue Kopie zur Verf\u00fcgung gestellt. Auf Erkl\u00e4rungen kann hier verzichtet werden, nachdem dieses Bildobjekt in Band 2, S. 524\/525, ausgiebig beschrieben und dort auch \u00fcber dessen Sch\u00f6pfer MAX BACH das Notwendige gesagt ist. Dieses hier noch einmal zu zeigen, empfiehlt sich auch deshalb, weil es bereits in die Anf\u00e4nge des in diesem Band behandelten Zeitraums weist und somit als so etwas wie ein Auftakt der Vorstellung der in den hier behandelten f\u00fcnf Jahrzehnten Ortsgeschichte fort und fort dem exzellenten Stadtbild aus der Hand namhafter Zeichner und Maler gewidmeten Dokumentationen gelten kann.<\/p>\n<p>&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Anmerkung<\/span>:<\/p>\n<p>Es wird hier sowie in der Regel auch bei den an sp\u00e4terer Stelle aufgef\u00fchrten Endnoten der Einfachheit halber meist verzichtet, die Titel herangezogener Druckwerke aufzuf\u00fchren. Wiedergegeben sind nur der jeweilige Name des Verfassers und das Erscheinungsjahr sowie die Fundseiten. Die Titel der herangezogenen Quellenwerke erscheinen in der End-Rubrik&nbsp;\u201eVerwendete Quellen&#8220;. Diese lassen sich in der Weise bestimmen, dass man dort nach dem angegebenen Verfasser-Namen und dann dem beigegebenen Erscheinungsjahr sucht.<\/p>\n<p>1. Lorent, August von, 1870, S. 303<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Schefold, Max, 1956, S. 84, 85, 91, 103, 112, 115, 124, 130; dazu 21 Abbildungen<br>Nagel, Gert K., 1986, S. 90; dazu 3 Abbildungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Diese drei Planzeichnungen verdanke ich dem Sp\u00fcrsinn und der Kooperationsbereitschaft von Richard M\u00fcller (Jahrgang 1929), Hohenst\u00e4dter Stra\u00dfe 9, Bad Wimpfen.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor zum Zweck der gebotenen \u00dcberleitung die Ends\u00e4tze des Bandes 2 aufgenommen werden, die eine Br\u00fccke zu den \u00f6rtlichen wie allgemeinhistorischen Ereignissen des Jahres 1870\/71, d. h. ganz zu Anfang des im anstehenden Fortsetzungs-Teil 3 zu behandelnden Zeitraumes, stattgefundenen Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieges und die daraus erwachsene Bildung der deutschen Reichseinheit zu schildern, soll zun\u00e4chst eine \u00fcberleitende &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/startseite\/ergaenzende-rueckschau\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Erg\u00e4nzende R\u00fcckschau<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/120"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=120"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1364,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/120\/revisions\/1364"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/band_3_1870-1918\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}