{"id":3462,"date":"2016-10-30T11:26:20","date_gmt":"2016-10-30T10:26:20","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/flurnamen\/?page_id=3462"},"modified":"2018-12-09T09:22:13","modified_gmt":"2018-12-09T08:22:13","slug":"nachtraegliche-vorbemerkungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/flurnamen\/","title":{"rendered":"Nachtr\u00e4gliche Vorbemerkungen"},"content":{"rendered":"<p>vom 01. Oktober 2016 zur Entstehung dieser Arbeit:<\/p>\n<p>Im Zuge meiner bereits in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zun\u00e4chst als sog. Schulhelfer, dann als junger Lehrer an der Volksschule aus der Sicht des damaligen Faches \u201eHeimatkunde\u201c erfolgten Besch\u00e4ftigung mit der Erforschung der Geschichte meiner Heimatstadt Bad Wimpfen fand neben der Thematik \u201eWimpfen als hessische Exklave (1802\/03 \u2013 1951\/52)\u201c auch der Themenbereich \u201eHeimatgemarkung \u2013 Landbau \u2013 Flurnamen\u201c mein ganz besonderes Interesse. Dieses wuchs noch, nachdem ich beim intensiven Studium des ab 1873 so gut wie vollst\u00e4ndig im Wimpfener Verlag \u201eHermann Elser\u201c vorliegenden \u201eWimpfener Boten\u201c, sp\u00e4ter \u201eWimpfener Zeitung\u201c bzw. \u201eWimpfener Heimat Bote\u201c, unter dem 20. August 1931 auf einen umfangreichen Bericht gesto\u00dfen war, der von einem Vortrag in der Jahreshauptversammlung des Vereins Alt-Wimpfen \u00fcber das Thema \u201eWimpfener Siedlungsgeschichte und Flurnamen\u201c eines Dr. Will, Bonn\/Hohenstadt, berichtete. Aus einem Hinweis dieser Zeitung der ersten Aprilh\u00e4lfte desselben Jahres ging hervor, dass es sich bei dem Vortragenden um einen Sohn namens <strong>Wilhelm Will<\/strong> des damals in Bad Wimpfen-Hohenstadt t\u00e4tigen Lehrers <strong>Ludwig Will<\/strong>\u00a0handelt, der am Saarl\u00e4ndischen Sprachinstitut der Universit\u00e4t Bonn als Assistent t\u00e4tig war und an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen \u201emit Auszeichnung\u201c die W\u00fcrde eines Dr. phil. erworben hatte. Seine Pr\u00fcfungsarbeiten, so hie\u00df es weiter, h\u00e4tten sich mit der Geschichte des Ritterstifts Sankt Peter Wimpfen im Tal und den Flurnamen von Wimpfen befasst.<\/p>\n<p>Was ich aus diesem Zeitungsbericht \u00fcber eine F\u00fclle von mir beim Aufwachsen ab Herbst 1926 \u00fcber die 1930er Jahre hinweg in der Schulstra\u00dfe von Wimpfen am Berg unweit eine Reihe von b\u00e4uerlichen Kleinst- bis Gro\u00dfbetrieben (W\u00fcrz, Schmidt, Straib, Didi\u00e9, Sch\u00e4ferei Maisenh\u00e4lder, Klenck, Erlewein) vertraut gewordenen Flurnamen insbesondere auf dem Hintergrund der Geschichte der Besiedelung und Erschlie\u00dfung der Gemarkungsteile Wimpfen am Berg und im Tal sowie Hohenstadt an Aufschlussreichem erfuhr, war kolossal und lie\u00df mich nicht mehr los: So zun\u00e4chst die Aussagen \u00fcber den \u201eGalgenberg\u201c und die \u201eAlte Galgenh\u00f6he\u201c sowie dann die aufgef\u00fchrten zahlreichen Flurnamen jener drei Markungsteile, in denen \u201eRoth\u201c, \u201eRieth\u201c, \u201eReut\u201c, \u201eBruch\u201c, \u201eLoh\u201c u. a. m. enthalten ist, die alle auf den \u00fcber viele Jahrhunderte gegangenen Prozess der Erschlie\u00dfung von Acker-, Weide- und Wiesen- sowie Weinberg- und Gartenland durch Rodung des Waldes, der Urform des Bewuchses, hindeuten. Dazu kamen die vielen Hinweise auf Flurnamen und -gebiete, welche die weite Verbreitung in allen drei Gemarkungsbereichen des zum Zeitpunkt des Vortrags nur noch in geringsten Resten vorhandenen Weinbaus ausweisen. Nicht minder informativ waren die sich in der Bezeichnung \u201eAllmend\u201c und \u201eWeide\u201c oder auch \u201eBr\u00fchl\u201c abzeichnenden Aufschl\u00fcsse \u00fcber die vor der Stallwirtschaft betriebene Viehweidewirtschaft sowie die aus der sog. Dreifelderwirtschaft notwendigerweise gewachsene Aufteilung des Besitzes in \u201eGemengelage\u201c \u00fcber drei sog. Fluren sowie \u00fcber den daraus hervorgegangenen sog. Flurzwang. F\u00fcr mich am eindr\u00fccklichsten wurden schlie\u00dflich die am Schluss des Vortrages gegebenen Hinweise auf zwei Einzel-Flurnamen, deren Urbedeutung nur durch die von Wilhelm Will betriebene ebenso weitgespannte wie tiefstens r\u00fcckgreifende Urkundenforschung ermittelt werden konnte: \u201eEierg\u00e4rten\u201c entpuppt sich \u00fcberraschenderweise als (1575) \u201eder Aigerin G\u00e4rten\u201c und \u201eAllezberg\u201c (Ort vor allem des 1930 er\u00f6ffnerten \u201eKurmittelhauses\u201c) sinnigerweise als \u201eMalletzberg\u201c oder \u201eMalatzenberg\u201c, lateinisch \u201eMons Leprosorum\u201c, d. h. der Berg der Aussatzkranken. Schlie\u00dflich erfolgt noch der auf die r\u00f6mische Vergangenheit Wimpfens hindeutende Hinweis arch\u00e4ologischen Inhalts auf den zwischen \u201eBonfelder Stra\u00dfe\u201c und \u201eRappenauer Stra\u00dfe\u201c \u00fcber zun\u00e4chst den \u201eNeubruch\u201c, dann die \u201eGr\u00f6tenweide\u201c und schlie\u00dflich den \u201eGalgenberg\u201c ziehenden Kieselsteinstreifen als Relikt der sich auch im Stra\u00dfen- und Flurnamen \u201eSteinweg\u201c widerspiegelnden einstigen R\u00f6merstra\u00dfe. \u201eDer Vortrag schlo\u00df\u201c, so hei\u00dft es, \u201emit dem Hinweis auf die Bedeutung der Flurnamen auch f\u00fcr andere Zweige der Heimatgeschichte und mit dem Wunsch, da\u00df die Besch\u00e4ftigung mit den Flurnamen Anregung zu erneuter Besch\u00e4ftigung mit der Wimpfener Geschichte werde.\u201c<\/p>\n<p>Die Erf\u00fcllung dieses Wunsches hat der 1945 kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in oder bei Schwebheim in Unterfranken nahe Schweinfurt als Angeh\u00f6riger einer Flak-Einheit gefallene Dr. phil. Wilhelm Will leider nicht mehr erlebt. Seine erstrangig Wimpfen geltenden wissenschaftlichen Arbeiten, deren Titel nachfolgend unter \u201eAnmerkungen zu I. GEMARKUNG WIMPFEN AM BERG a, b, c, d, e\u201d aufgelistet sind, fanden zwar in der Nachkriegszeit Aufnahme in die Best\u00e4nde des Archives der Stadt Bad Wimpfen, doch quellenm\u00e4\u00dfig erst Beachtung, als ich nach dem Erscheinen von \u201eDie Geschichte der hessischen Exklave Wimpfen, Band 1 (1802 \u2013 1836)\u201d des Jahres 2004 im Folgejahr 2005 bei der Vorbereitung des 2008 erschienenen Bandes 2 (1936 \u2013 1870) auf diese stie\u00df und im Rahmen des Unter-Kapitels \u201eB.7. Die Reform der Land- und Forstwirtschaft wird weiterhin gezielt gef\u00f6rdert\u201d in Teilabschnitt \u201ed. Neuvermessung der Parzellen in Verbindung mit der Schaffung eines Brouillon-Kartenwerks der Gemarkung sowie der Anlegung neuer Grundb\u00fccher\u201c auf Seite 196 die Feststellung traf, dass diese in einem als Anhang zu diesem Band 2 zu sehenden \u201egesonderten Druckwerk ver\u00f6ffentlicht werden\u201c w\u00fcrde. Inzwischen habe ich in m\u00fchevoller Kleinarbeit diesen sog. Anhang in der folgenden Art und Weise erstellt:<\/p>\n<p>Unter<br \/>\n1. PLANDARSTELLUNGEN<br \/>\nwerden die unter Zugrundelegung des Parzellenbrouillon-Kartenwerks der Jahre 1840 \u2013 1843\/44 von Wilhelm Will im Rahmen seiner Arbeiten gefertigten und auf die drei Gemarkungsbereiche bezogenen Darstellungen<br \/>\n&#8211; a. <span style=\"text-decoration: underline;\">\u00dcbersicht der Fluren<\/span> und deren Abteilungen von Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal und Hohenstadt<br \/>\nsowie die von diesem gefertigten und von mir erg\u00e4nzten<br \/>\n&#8211; b. <span style=\"text-decoration: underline;\">Gemarkungspl\u00e4ne<\/span> von Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal und Hohenstadt\u00a0vorgestellt.<\/p>\n<p>Diesem folgt<br \/>\n2. ALPHABETISCHE \u00dcBERSICHTEN:<br \/>\nDort wird zun\u00e4chst im Rahmen einer 5 Textspalten umfassenden <span style=\"text-decoration: underline;\">Tabellarischen Darstellung<\/span><br \/>\n&#8211; a. In der Spalte 1 der gesamte Kanon des im von den Beh\u00f6rden des Gro\u00dfherzogtums Hessen geschaffenen dreiteiligen Parzellenbrouillon-Kartenwerkes der Jahre 1840 \u2013 1843\/44 von Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal und Hohenstadt zu findenden 120 + 58 + 82 = 260 <span style=\"text-decoration: underline;\">Gewann- und Flurbezeichnungen<\/span> (einschlie\u00dflich einer Reihe sog. Volksmund-Namen) in alphabetischer Folge und dazuhin in Spalte 2 deren <span style=\"text-decoration: underline;\">jeweilige Lage innerhalb der verschiedenen sog. Fluren und deren Abteilungen<\/span> sowie in Spalte 3 deren <span style=\"text-decoration: underline;\">jeweilige Kulturart(en)<\/span> aufgef\u00fchrt.<br \/>\n&#8211; b. In Spalte 4 werden unter Heranziehung zun\u00e4chst der Wilhelm Will als Basis seiner sp\u00e4teren Dissertation dienenden sog. Hausarbeit von ca. 1930 die dort zu findenden jeweiligen <span style=\"text-decoration: underline;\">historischen Flurnamenformen in chronologicher Reihenfolge<\/span>, erg\u00e4nzt durch die im Geschichtswerk von Ludwig Frohnh\u00e4user des Jahres 1870 aufgelisteten Flurnamen-Formen des 15.\/16. Jahrhunderts sowie die von Dr. Rainer Ruschke, 2007, in den Ratsprotokollen des 17. Jahrhunderts aufgefundenen solchen, auswahlweise aufgelistet.<br \/>\n&#8211; c. In Spalte 5 haupts\u00e4chlich (ggfls. unter Weiterf\u00fchrung in anderen solchen) erfolgt abschlie\u00dfend jeweils die Deutung <span style=\"text-decoration: underline;\">bzw. der Deutungsversuch des jeweiligen Gewann- und Flurnamens oder auch Objektnamens<\/span> erstrangig unter Heranziehung der von Wilhelm Will gegebenen Auslegungen, unterst\u00fctzt durch Hinzuziehung von Fachliteratur insbesondere der Flurnamen-, Sprach- und Volkskunde-Forschung, die sich jeweils am Textende unter \u201eAnmerkungen zu Gemarkung Wimpfen am Berg &#8230; Wimpfen im Tal &#8230; Hohenstadt\u201c angegeben findet.<br \/>\n&#8211; d. Zur Veranschaulichung ist jeder Gewann- und Flurnamenbezeichnung mit Lage-, Struktur- und Sinnerkl\u00e4rung zumindest eine bzw. sind in der Regel mehrere dem Gemarkungskartenwerk von wenig vor 1807 oder\/und dem Parzellenbrouillon-Kartenwerk von 1840\/43 entnommene <span style=\"text-decoration: underline;\">historische Flurplanausschnitte<\/span> beigef\u00fcgt, die wie auch die \u00fcbrigen Bildmaterialien mit Z\u00e4hlnummern und -buchstaben sowie Titel und zum Zwecke der St\u00fctzung des Verst\u00e4ndnisses mit Textzus\u00e4tzen versehen sind. Au\u00dferdem sind zum Zwecke insbesondere der Herstellung des Bezugs zur Gegenwart mit den durch die Flurbereinigung der 1950\/60er Jahre in Verbindung mit der fortschreitenden Technisierung der Landwirtschaft, der Ausdehnung der Industrialisierung sowie der Wohn- und Gewerbebebauung erfolgten einschneidenden Ver\u00e4nderungen aller drei Gemarkungsgebiete noch eine Menge in der Regel auf Google Earth (Stand 2000) basierenden und durch Beschriftung erl\u00e4uterte <span style=\"text-decoration: underline;\">Luftbild-Ausschnitte<\/span> sowie da und dort auch insbesondere <span style=\"text-decoration: underline;\">arch\u00e4ologische Sachverhalte vermittelnde Luftbild-Fotos<\/span> von Luftbildfotograf Dr. Rainer Ruschke und Anderer, dazuhin <span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos von pr\u00e4genden aus \u00e4lteren Tagen \u00fcberkommenen Objekten<\/span> wie Brunnen, Hohlwegf\u00fchrungen, Erdf\u00e4lle, Grenzsteine u. v. a. m. teilweise mit mir <span style=\"text-decoration: underline;\">wert gewordenen Personen<\/span> hinzugef\u00fcgt, die mich bei meinen Erkundungsarbeiten beratend und unterst\u00fctzend begleitet haben. Dieses <span style=\"text-decoration: underline;\">vorangehend umschriebene Bildmaterial in seiner Gesamtheit<\/span> findet sich in den Spalten 2 und 3, teilweise auch noch 4, unter Angabe der jeweiligen Z\u00e4hlnummer und -buchstaben sowie der Betitelung in Fettschrift aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Hinzugef\u00fcgt ist schlie\u00dflich noch<br \/>\n3. NACHBETRACHTUNG:<br \/>\nDort ist zun\u00e4chst unter<br \/>\n&#8211; a), b) und c) in Wort und Bild unter gegen\u00fcberstellender Zuhilfenahme von Zahlengut sowie am Beispiel des fr\u00fcheren Landwirtschaftsbetriebes von <span style=\"text-decoration: underline;\">Rosenwirt Friedrich Ludwig Klenk<\/span> (1813 \u2013 1887) darzulegen versucht, wie einschneidend (und betriebsf\u00f6rdernd) unter dessen Nachfahren <span style=\"text-decoration: underline;\">Peter Klenck I.<\/span> (geb. 1922) und seinem gleichnamigen Sohn <span style=\"text-decoration: underline;\">Peter Klenck II.<\/span> (geb. 1962) im Gefolge der Flurbereinigung der 1950er Jahre die urspr\u00fcngliche Zerstreuung des Hofbesitzes in vielerlei weit auseinander gelegene Parzellen einer Verdichtung Platz gemacht und die sog. Aussiedelung der mitten in der Altstadt in der Hauptstra\u00dfe und Langgasse befindlichen Hofanlage in die Gewannflur \u201eAllmend\u201d des Jahres 1960 auch diese, was vor allem die Bewirtschaftung anbelangt, zum Besseren verwandelt hat.- Bei<br \/>\n&#8211; d) ist durch das Vorzeigen des <span style=\"text-decoration: underline;\">Lebenslaufes von Dr. phil. Wilhelm Will<\/span>, au\u00dferdem einer der Gemarkung Hohenstadt geltenden <span style=\"text-decoration: underline;\">Handskizze desselben sowie der dessen Dissertation von 1931 entnommenen achtseitigen \u00dcbersicht \u201eDer Flurnamen-Bestand in zeitlicher Anordnung\u201c<\/span> und schlie\u00dflich noch durch die Wiedergabe <span style=\"text-decoration: underline;\">je der ersten Seite seiner dreigliedrigen (auf Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal und Hohenstadt bezogenen) sog. Hausarbeit von ca. 1930<\/span> der Versuch gemacht, Wesenspunkte seiner Person und seiner in Kernpunkten Wimpfen gegoltenen Forschungsarbeit herauszustellen.- Schlie\u00dflich wird unter<br \/>\n&#8211; e) versucht, eine Art Zukunftsschau durch die Vorstellung von aktuellen Zeitungsmeldungen der Jahre 2008 und 2009 sowie der Legende und einer Reihe kennzeichnender Ausschnitte des der Fortgestaltung der Gesamtgemarkung von Bad Wimpfen im Sinne weitm\u00f6glicher Naturerhaltung geltenden <span style=\"text-decoration: underline;\">\u201eFl\u00e4chennutzungsplanes Bad Wimpfen 2020 \u2013 Entwurf\u201c<\/span> zu geben. Diese m\u00fcndet in die seit den beginnenden 1960er Jahren diskutierte, hart und kontrovers umk\u00e4mpfte <span style=\"text-decoration: underline;\">Frage des f\u00fcr dringendst befundenen Baus einer Ortsumfahrung<\/span>, die jedoch \u00fcber die Planung zun\u00e4chst einer sog. Neckaruferstra\u00dfe, dann einer sog. Talmittelstra\u00dfe nicht hinausgekommen ist und nach einem halben Jahrhundert sich zwar in den vorgenannten Fl\u00e4chennutzungsplan jetzt als \u00fcber das zentrale Gewann \u201eGalgenberg\u201c hinwegzuf\u00fchrende Trasse zwar aufgenommen findet, aber immer noch der Genehmigung harrt und deren Realisierung in Anbetracht der 30.000 Fahrzeuge und mehr Tag f\u00fcr Tag \u00fcber die Wallstra\u00dfe und Schied unmittelbar an der Altstadt vorbeibrausenden Auto- und Schwerlastverkehrs mehr als \u00fcberf\u00e4llig erscheint.<\/p>\n<p>Neuerdings stellt sich unversehens Hoffnung auf eine Beseitigung dieser einer Stadt des Kur- und Badewesens wie auch des Fremdenverkehrs ganz besonders zuwiderlaufenden Verkehrsmisere ein. Denn vor kurzem (im September 2016) hat LIDL, der gr\u00f6\u00dfte Discounter in Europa, sich entschieden, den Standort seiner Zentrale Deutschland im nahen Neckarsulm aufzugeben und nach Bad Wimpfen zu verlegen, wo f\u00fcr die rund 1.000 Mitarbeiter umgehend im seit L\u00e4ngerem durch Gemeinderatsbeschluss f\u00fcr die Gewerbebebauung freigegebenen Gewann \u201eM\u00e4uerleins\u00e4cker\u201c umf\u00e4ngliche modernste Neubauten und Parkierungsanlagen etc. errichtet werden sollen. Dadurch ist zwar einerseits zu erwarten, dass das Verkehrs\u00fcbel noch zunehmen wird, andererseits d\u00fcrfte aber auch der Zwang zu dessen Beseitigung wachsen und so ein weiteres Hinausschieben der Schaffung einer Ortsumfahrung kaum mehr Duldung finden. Der Blick auf dem Hintergrund des geschilderten Gegenwartsgeschehens in das dem Gewann- und Flurnamen der Gemarkung Bad Wimpfen am Berg \u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">M\u00e4uerleinss\u00e4cker<\/span>\u201c geltende Textblatt mit den angeschlossenen Abbildungen 46 sowie 23e und 23g l\u00e4sst erkennen, dass die vorliegende Abhandlung sich bereits jetzt schon auf dem Wege des \u00dcberholtseins durch den Eilschritt unserer Zeit befindet. Das zeigt sich unter manch Anderem auch z. B. bei der Betrachtung des Textes und Bildgutes der Gewannflur \u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">Hoher Stein<\/span>\u201c; denn dort ist leider noch nichts von der seit 2011\/12 dort bestehenden von rund einem halben Dutzend Landwirten aus Wimpfen und Umgebung beschickten Biogas-Anlage berichtet, an der diese insgesamt 49 Prozent halten und die S\u00dcWAG ENERGIEVERSORGUNG als Betreiber 51 Prozent innehat. Doch d\u00fcrfte das wohl dem eigentlichen Ziel der Vermittlung des den Flurnamen zugrunde liegenden Sinnes keinen Abbruch tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 01. Oktober 2016 zur Entstehung dieser Arbeit: Im Zuge meiner bereits in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zun\u00e4chst als sog. 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