{"id":126,"date":"2015-04-06T16:34:12","date_gmt":"2015-04-06T14:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen.scheible.de\/wordpress\/?page_id=126"},"modified":"2016-09-06T14:20:48","modified_gmt":"2016-09-06T12:20:48","slug":"zeitperiode-i-180203-1806","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/anmerkungen\/hauptteil\/zeitperiode-i-180203-1806\/","title":{"rendered":"Zeitperiode I (1802\/03 &#8211; 1806)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mili\u00e4rische, zivilrechtliche, verfassungs- und rechtsm\u00e4\u00dfige \u00dcbernahme der Freien Reichsstadt Wimpfen durch die Landgrafschaft bzw. das sp\u00e4tere Gro\u00dfherzogtum Hessen und somit Wimpfen jetzt Exklave in der \u201eDreil\u00e4nderecke\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Zeittafel<\/p>\n<table width=\"486\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"100\">Sept. &#8211; Dez. 1802<\/td>\n<td width=\"452\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Freie Reichsstadt Wimpfen und das Dominikanerkloster<\/span> werden milit\u00e4risch (Truppenkommando von 35 Mann) und sp\u00e4ter zivilrechtlich durch Geheimreferend\u00e4r und Hofratsdirektor Herzog f\u00fcr den Markgrafen Karl Friedrich von Baden in Besitz genommen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Dasselbe geschieht mit dem Ritterstift Sankt Peter in Wimpfen i. T. und dem Wormser Hof in Wimpfen a. B.<\/span> durch zun\u00e4chst nur einen Sch\u00fctzen, dann durch den Geheimen Regierungsrat Stockhausen und 30 Mann unter Leutnant Merk f\u00fcr den Landgrafen Ludwig X. von Hessen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"100\">April 1803<\/td>\n<td width=\"452\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Wimpfen und das Dominikanerkloster<\/span> kommen durch Gebietsaustausch-Vertrag an die <span style=\"text-decoration: underline;\">Landgrafschaft Hessen<\/span>, die ca. 2\/5 d. j\u00e4hrlichen Eink\u00fcnfte der Stadt an sich zieht, aber auch anteilm\u00e4\u00dfig die Schulden (das sind ca. 60.000 fl von ca. 150.000 fl) \u00fcbernimmt und den Rat (2 B\u00fcrgermeister und 5 Ratsherren) sowie das Stadtgericht (8 Richter) vorl\u00e4ufig im Amt bel\u00e4sst.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"100\">ab 1804 ff.<\/td>\n<td width=\"452\">Verschleuderung der Alt\u00e4re und der meisten sonstigen Ausstattung der Stiftskirche durch Verkauf als \u201ewertloses Zeug\u201c. Die wertvollen fr\u00fchgotischen Glasmalereien der Stiftskirche und der Dominikanerkirche gelangen gro\u00dfteils in die landesherrlichen Sammlungen nach Darmstadt, die letztgenannten in den Besitz des Grafen Erbach zu Erbach zur Ausgestaltung seines neugotischen Rittersaales.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"100\">Okt. 1805<\/td>\n<td width=\"452\">Weitreichender Verlust der Selbstbestimmung durch Abl\u00f6sung der reichsst\u00e4dtischen Verfassung durch eine von Landgraf Ludwig X. erlassene Vorschrift sowie erg\u00e4nzende Verordnungen mit Ernennung eines neuen 12-k\u00f6pfigen Magistrats, der aus seinen Reihen j\u00e4hrlich den B\u00fcrgermeister (zun\u00e4chst Johann Friedrich Heinrich -Ernst) w\u00e4hlt und der Oberaufsicht des hessischen Justizamts unter dem fr\u00fcheren Stadtsyndikus Justizamtmann Gottfried Ferdinand Majer untersteht. Besuch des Landgrafen Ludwig X. mit feierlichem Gottesdienst, dabei \u201eGardinenpredigt\u201c des betagten Stadtpfarrers Z\u00fcrner.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"100\">1806<\/td>\n<td width=\"452\">Mediatisierung bzw. S\u00e4kularisation der umgebenden Reichsritterschaften und der Deutschordensgebiete sowie des (nur kurzzeitig bestandenen) F\u00fcrstentums Leiningen; Erhebung der Landgrafschaft Hessen zum Gro\u00dfherzogtum (jetzt: \u201eGro\u00dfherzog Ludewig I.\u201c von Napoleons Gnaden). Bezirk Wimpfen (des nunmehrigen Gro\u00dfherzogtums <span style=\"text-decoration: underline;\">Hessen<\/span>) jetzt umgeben zu <span style=\"text-decoration: underline;\">2\/3 von W\u00fcrttemberg<\/span> und <span style=\"text-decoration: underline;\">1\/3 von Baden<\/span> und somit abseits in der \u201eDreil\u00e4nderecke\u201c gelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die \u00dcbernahme durch die Markgrafschaft Baden ergibt sich dadurch, dass die <span style=\"text-decoration: underline;\">Reichsstadt Wimpfen inklusive des Dominikanerklosters<\/span> am 24. 9. 1802 durch den Markgr\u00e4flich Badischen Geheimreferend\u00e4r und Hofratsdirektor Herzog im Namen eines Dekrets des Markgrafen Karl Friedrich von Baden vorbehaltlich der endg\u00fcltigen Einwilligung der Reichsentsch\u00e4digungskommission in Regensburg milit\u00e4risch besetzt wird und derselbe Beamte am 2. und 3. 12. 1802 deren Zivilinbesitznahme vornimmt. V\u00f6llig unm\u00f6glich, hier das verwirrende Wie und Warum der diesem Akt folgenden milit\u00e4rischen und zivivilrechtlichen Inbesitznahme der beiden Einrichtungen geistlicher Herrschaftstr\u00e4ger, n\u00e4mlich des <span style=\"text-decoration: underline;\">Ritterstifts Sankt Peter Wimpfen im Tal<\/span> sowie des <span style=\"text-decoration: underline;\">Wormser Hofes in Wimpfen am Berg<\/span>, durch den Landgr\u00e4flich Hessischen Kommiss\u00e4r und Geheimen Regierungsrat Stockhausen im Namen des Landgrafen Ludwig X. von Hessen sowie den darob gef\u00fchrten brieflichen Schlagabtausch der beiden f\u00fcrstlichen Landesherren zu schildern. Dies l\u00e4sst sich im Einzelnen im oben bereits schon genannten einschl\u00e4gigen Aufsatz des Jahres 1950 von Peter Ro\u00dfkopf \u201eWie kam Wimpfen zu Hessen?\u201c nachlesen, der von diesem auf der Basis der von ihm in der Vorkriegszeit exzerptierten und gro\u00dfteils dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallenen Akten des Staatsarchivs Darmstadt gefertigt worden ist. Dar\u00fcber hinaus finden sich die Vorg\u00e4nge der \u00dcbernahme Wimpfens in ihrer Gesamtheit ausf\u00fchrlich in der aus meiner Feder stammenden Darstellung des Jahres 2004 \u201eDie Geschichte der hessischen Exklave Wimpfen\u201c, Band I: 1802 \u2013 1836\u201c, Kap. A.1 \u2013 4 (S. 94 \u2013 107) beschrieben.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns hier auf die Kardinalfrage beschr\u00e4nken:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Warum hat Baden schlussendlich Wimpfen und das Dominikanerkloster gegen andere Gebiete an Hessen ausgetauscht<\/span>?<\/p>\n<p>Die von der Wimpfener Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts (Heid, Frohnh\u00e4user, Lorent) \u00fcbereinstimmend gegebene und im 20. Jahrhundert immer wieder in einschl\u00e4gigen \u00f6rtlichen Beitr\u00e4gen wiederholte Antwort lautet zusammengefasst folgenderma\u00dfen: Weil dem Landgrafen von Hessen der Wormser Hof und das Ritterstift infolge deren besitzm\u00e4\u00dfigen bzw. historischen Bindungen zum Bistum bzw. zum Hochstift Worms zugesprochen worden und das der Oberhoheit der Memminger Br\u00fcder unterstellte Heiliggeisthospital ein Zankapfel zwischen Bayern, W\u00fcrttemberg, Baden, dem Deutschen Orden und Wimpfen gewesen ist, so dass Baden in Wimpfen nicht allein besitzberechtigt war und Komplikationen bei seiner Herrschaftsaus\u00fcbung erwartete, \u00fcberdies die Stadt Wimpfen eine im letzten halben Jahrhundert ihrer Reichsstadtzeit entstandene ganz erhebliche Schuldenlast dr\u00fcckte.<\/p>\n<p>Mein Studium der einschl\u00e4gigen Wimpfener Akten in Verbindung mit einer mir erst nach meiner o. a. Ver\u00f6ffentlichung bekannt gewordenen Abhandlung von Erwin Schnell \u201eDie Reichsst\u00e4dte beim \u00dcbergang an Baden\u201c (Heidelberg 1929 \u2013 10. Kapitel \u201eWimpfen\u201c, S. 169 \u2013 176) macht folgende aufschlussreiche Erg\u00e4nzung erforderlich: Mit der damaligen sprichw\u00f6rtlichen badischen Gr\u00fcndlichkeit hat der als <em>\u201ehervorragend t\u00fcchtiger, aber \u00fcberaus ehrgeiziger und dauernd unzufriedener Beamter\u201c<\/em> apostrophierte Geheime Referend\u00e4r Hofrat Herzog durch gr\u00fcndlichste Inaugenscheinnahme und sogar Vorlegung eines umfangreichen und vor allem auch historisch ausgerichteten Fragenkatalogs, mit welchem er sogar die Schicksalsfragen der unterlassenen Wiedererbauung der vom Eis zerst\u00f6rten Neckarbr\u00fccke sowie des Zerfalls der alten Fernstra\u00dfenverbindungen angeschnitten hat, Wimpfens Verh\u00e4ltnisse eruiert und im Bericht an seine unter der Regie des die badischen \u201eEntsch\u00e4digungslande\u201c neu strukturierenden h\u00f6chst versierten Hofratsdirektors Friedrich Brauer stehende Beh\u00f6rde folgendes extrem schlechte Bild Wimpfens gezeichnet:<\/p>\n<p>Es besteht in Wimpfen:<\/p>\n<ul>\n<li>dr\u00fcckende <span style=\"text-decoration: underline;\">Familienr\u00fccksicht bei den zwei B\u00fcrgermeistern und zwischen beiden gro\u00dfes Misstrauen<\/span>;<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\">fehlende Achtung und mangelndes Vertrauen der B\u00fcrgerschaft gegen\u00fcber dem Magistrat<\/span> und vor allem der <span style=\"text-decoration: underline;\">st\u00e4dtischen Rechnungsf\u00fchrung<\/span> seit alter Zeit, d. h. seit der gescheiterten \u201eHolzrevolution\u201c des Jahres 1783;<\/li>\n<li>gr\u00f6bliche <span style=\"text-decoration: underline;\">Vernachl\u00e4ssigung der st\u00e4dtischen Verwaltung<\/span> in allen ihren Teilen;<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\">emp\u00f6rende Unordnung des Archivs<\/span> und<\/li>\n<li>eine insbes. auch auf die Einrichtung der unrentablen ersten. Saline (\u201eBergsaline\u201c) r\u00fcckf\u00fchrbare <span style=\"text-decoration: underline;\">Schuldenlast von mehr als 150.000 fl<\/span>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Schulden der Stadt h\u00e4tten, so berichtet Herzog nach Karlsruhe, den in vielen Dingen keinen Bescheid wissenden amtierenden B\u00fcrgermeister zu der h\u00f6hnischen Bemerkung veranlasst,<em> \u201eder Markgraf werde eine Suppe ohne Schmalz bekommen\u201c. <\/em>So sieht sich Herzog zu dem folgenden abschlie\u00dfenden Gesamturteil bewogen:<em> \u201eWenn aus dem ganz verworrenen und tief gesunkenen St\u00e4dtchen je wieder etwas Gutes werden soll, so ist es durchaus erforderlich, dass ein recht t\u00fcchtiger Beamter von Kenntnis, Diensteifer und Energie demselben vorgesetzt werde<\/em>\u201c; vor allem sei<em> \u201edie Finanzveraltung in allen ihren Zweigen nachpr\u00fcfen und v\u00f6llig umgestalten zu lassen<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Genauestens gewogen und gepr\u00fcft also und vom badischen Markgrafen Karl Friedrich trotz des brieflichen Schlagabtausches mit Landgraf Ludwig X. von Hessen letztendlich zu leicht und zu herabgekommen befunden! Es f\u00fcgt sich gut, dass vor kurzem ein in der<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-544 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-03-759x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"890\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbildung 3: Portrait des einen der beiden letzten reichsst\u00e4dtischen B\u00fcrgermeister: Johann Jakob Langer (1749 \u2013 1828)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\">wiedergegebenes Gem\u00e4lde aufgetaucht ist, das noch die Handschrift der ausgehenden Barockzeit erkennen l\u00e4sst und nat\u00fcrlich das gest\u00f6rte Verh\u00e4ltnis zu seinem Mitkollegen B\u00fcrgermeister Johann Friedrich Seyfferth nicht sichtbar machen kann.<\/span><\/p>\n<p>Au\u00dferdem d\u00fcrfte bei den Abw\u00e4gungen Badens hinzugekommen sein, was bei der Betrachtung der<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-543 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-04-1024x720.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"464\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbildung 4: Karte \u201eHerrschaftsgebiete um die ehemalige Freie Reichststadt Wimpfen nach dem Reichsdeputations-Hauptschluss 1802\/03 bis 1805\/06<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>ins Auge springt, n\u00e4mlich: Nach 1802\/03 bleibt von <span style=\"text-decoration: underline;\">Kern-Wimpfen<\/span> (in Hellgelb Nr. 37, die angrenzenden Orte als wei\u00dfe Streifen herausgehoben) die <span style=\"text-decoration: underline;\">Markgrafschaft Baden<\/span> (in Rot) trotz ihres Vorr\u00fcckens nach Osten hin in den Kraichgau hinein in Form von Zugewinnen<\/p>\n<ul>\n<li>an <span style=\"text-decoration: underline;\">hochstiftisch speyrischen Orten<\/span> (Waibstatt, Eppingen)<\/li>\n<li>und <span style=\"text-decoration: underline;\">lands\u00e4ssig-pf\u00e4lzischen niederen Adelsherrschaften<\/span> (siehe die mit senkrechter hellerer Streifung unterlegten roten Gebietsteile; nicht ins Gewicht fallend das aus stiftisch-pforzheimer Besitz eingekommene Kraichgau\u00f6rtchen Bockschaft!)<\/li>\n<li>durch ein mehr oder minder breites Band vor\u00fcbergehend <span style=\"text-decoration: underline;\">f\u00fcrstlich leiningisch gewordener Orte<\/span> (in Grau: siehe z. B. Kirchardt, Ober- und Untergimpern, Siegelsbach, Sinsheim, Steinsfurt)<\/li>\n<li>sowie <span style=\"text-decoration: underline;\">reichritterschaftlicher Orte<\/span> (in Braun mit Schr\u00e4gstreifung und \u201eKr\u201c siehe z. B. F\u00fcrfeld, Bonfeld, Grombach, Rappenau, Zimmerhof, Heinsheim)<\/li>\n<\/ul>\n<p>noch betr\u00e4chtlich entfernt. Denn Baden ber\u00fchrt einzig und allein den <span style=\"text-decoration: underline;\">Wimpfener Forstbezirk<\/span> (in Gelb ebenfalls Nr. 37) &#8211; und zwar durch die Gewinnung<\/p>\n<ul>\n<li>der lands\u00e4ssig-pf\u00e4lzisch niederadligen Herrschaft <span style=\"text-decoration: underline;\">Flinsbach<\/span><\/li>\n<li>sowie des wormsischen <span style=\"text-decoration: underline;\">Bargen<\/span>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Somit stellt das Wimpfen dieser Zeitperiode f\u00fcr Baden ein <span style=\"text-decoration: underline;\">Exklavenort<\/span> dar, der von vier verschiedenen anderen Herrschaften umgeben ist, n\u00e4mlich:<\/p>\n<ul>\n<li>dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Ritterkanton Kraichgau<\/span> (in Braun mit Schr\u00e4gstreifung und \u201eKr\u201c) im W (Zimmerhof, Rappenau, Bonfeld) und im N (2\/3 von Heinsheim),<\/li>\n<li>dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Herzogtum W\u00fcrttemberg<\/span> (in Blau) im SO (Ober- und Untereisesheim),<\/li>\n<li>dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Deutschen Ritterorden<\/span> (in Gr\u00fcn) im SW (Biberach) und NO (1\/3 von Heinsheim) sowie O jenseits des Neckars (Offenau, Jagstfeld)<\/li>\n<li>und dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Ritterkanton Odenwald<\/span> (Braun mit Senkrechtstreifen und \u201eO\u201c) im SO (Kochendorf).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Wimpfener Raum muss man also die durch den Reichsdeputations-Hauptschluss angestrebte politische Vereinfachung in Anbetracht des nach wie vor buntscheckigen Kartenbildes immer noch suchen.<\/p>\n<p>Daraus w\u00e4chst eine zweite Frage: <span style=\"text-decoration: underline;\">Warum hat dann aber das noch weiter abseits gelegene Hessen trotzdem \u201ezugegriffen<\/span>\u201c? Die Antwort: Weil das dem Landgrafen Ludwig X. von Hessen durch den Reichsdeputations-Hauptschluss als Haus- und Familieneigentum zugesprochene und ohnehin mit nur rund 10.000 fl verschuldete Ritterstift Wimpfen einen h\u00f6chst stattlichen Grundbesitz gehabt hat. Dies ergibt sich zun\u00e4chst aus der Karte der Abb. 4, wo oben (in Gelb Nr. 49r) <span style=\"text-decoration: underline;\">der rund 370 badische Morgen gro\u00dfe Finkenhof \u00fcber Hochhausen a. N.<\/span> zu sehen ist, der als Besitz des Stifts mit diesem dem Landgrafen von Hessen ebenfalls als Haus- und Familieneigentum zugefallen ist. Und wie die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-542 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-05-810x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"834\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbildung 5: Plan von 1777 \u00fcber die dem hochadligen Ritterstift in der Talmarkung geh\u00f6rigen \u00c4cker, Wiesen, Weinberge, Baum- und Grasg\u00e4rten<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>erkennen l\u00e4sst (siehe dort die in Rosarot eingef\u00e4rbten Fl\u00e4chen = Grundbesitz des Stifts!), befindet sich <span style=\"text-decoration: underline;\">fast die H\u00e4lfte der Gemarkung von Wimpfen im Tal in Stiftsbesitz<\/span>. Hinzu kommt der ebenfalls der Abb. 4 entnehmbare Umstand, dass der westlich von Zimmerhof gelegene <span style=\"text-decoration: underline;\">165 hessische Morgen gro\u00dfe sog. Grafenwald<\/span> (in Abb. 4 in Hellgelb; das ist das sp\u00e4tere sog. Zimmerh\u00f6fer Feld) als Erbleihgut des Wormser Hofes gleich dem Finkenhof dem Landgrafen von Hessen zugesprochen worden ist, von den einheimischen und ausw\u00e4rtigen vielen Gerechtsamen sowie den Kurien-, Vikarien-, Verwaltungs- und Landwirtschaftsgeb\u00e4uden des Stifts in Wimpfen im Tal gar nicht zu reden. So kommt es, dass der hessische Kommiss\u00e4r Stockhausen den Gesamtwert des Ritterstifts auf etwa 1,5 Millionen sch\u00e4tzt. Somit erscheint dem Landgrafen von Hessen das <span style=\"text-decoration: underline;\">Ritterstift Wimpfen im Ta<\/span>l zusammen mit dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Wormser Hof in Wimpfen am Berg<\/span> als ertragversprechender Zugewinn, den er sich nicht entgehen lassen will. Und was das <span style=\"text-decoration: underline;\">Territorium der Reichsstadt Wimpfen mit Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal, Hohenstadt und dem Forstbezirk<\/span> anbelangt, so erscheint diesem dieses f\u00fcr sein Land als m\u00f6gliches drittes Besitztum am unteren Neckar \u201einteressant\u201c, was sich daraus ergibt, dass ihm dort 1802\/03 aus wormsischem Besitz <span style=\"text-decoration: underline;\">Neckarsteinach<\/span> und aus mainzischem Besitz <span style=\"text-decoration: underline;\">Hirschhorn<\/span> zugesprochen ist. Hinzu kommt das Wissen um das in Wimpfen gewonnene Salz, au\u00dferdem der Umstand, dass die Landgrafschaft Hessen aus dem katzenellenbogischen Erbe seit 1567 im Kondominat mit W\u00fcrttemberg die am Nordostfu\u00df des Heuchelbergs gelegene Ortschaft K\u00fcrnbach und damit bereits eine noch ein St\u00fcck weiter als Wimpfen vom Hauptland entfernt gelegene Exklave besitzt.<\/p>\n<p>Noch wichtig zu wissen, was laut Austauschvertrags-Entwurf vom 14. M\u00e4rz 1803 alles gegeneinander getauscht worden ist:<\/p>\n<p>Die Markgrafschaft Baden tritt an die Landgrafschaft Hessen ab:<\/p>\n<ul>\n<li>die Stadt Wimpfen (<span style=\"text-decoration: underline;\">Berg, Tal, Hohenstadt, Forstbezirk<\/span>) mit dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Dominikanerkloster<\/span>, au\u00dferdem<\/li>\n<li>das zwischen Hirschhorn und Neckarsteinach gelegene <span style=\"text-decoration: underline;\">Neckarhausen<\/span> sowie<\/li>\n<li>den <span style=\"text-decoration: underline;\">badischen Anteil an Neckarsteinach<\/span> und dem angrenzenden <span style=\"text-decoration: underline;\">Darsberg<\/span>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Landgrafschaft Hessen tritt an die Markgrafschaft Baden ab:<\/p>\n<ul>\n<li>die im n\u00f6rd\u00f6stlichen Kraichgau gelegenen (aus Wormser Besitz an Hessen gekommenen) Orte <span style=\"text-decoration: underline;\">Bargen<\/span> und <span style=\"text-decoration: underline;\">Aglasterhausen<\/span> sowie<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\">Eschelbach<\/span> bei Hirschhorn a. N. und<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\">den wormsischen Anteil am Stra\u00dfenheimer Hof<\/span> bei Viernheim an der Bergstra\u00dfe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie Erwin Schnell 1 \u00bd Jahrhunderte sp\u00e4ter urteilt, hatte bei diesem Austausch zweifelsfrei Hessen-Darmstadt den Vorteil, weil die eingehandelten Orte keine gleichwertige Kompensation f\u00fcr die Reichsstadt Wimpfen mit ihren ber\u00fchmten Kunstdenkm\u00e4lern gewesen seien, obgleich der f\u00fcr Baden handelnde Kommiss\u00e4r Hofrat Sensburg nachher selbstlobend gegenteilig behauptete, dass der Tausch f\u00fcr Baden auf so vorteilhafte Weise zustande gekommen sei, dass man den adhibierenden Darmst\u00e4dter Beamten Hofrat Stockhausen in Zivilarrest genommen habe. Die abschlie\u00dfende Wertung von Erwin Schnell: \u201e<em>Heute aber ber\u00fchrt es uns Badener schmerzlich, dass man 1803 die alte Reichsstadt, die hinsichtlich ihrer Kunstdenkm\u00e4ler sehr wohl einen Vergleich mit dem ber\u00fchmten Rothenburg ob der Tauber aushalten kann, so leichten Herzens aufgegeben hat.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wie dem auch sei: Hessen fallen im Austauschvertrag vom 11. 6. 1803 mit Baden stark 2\/3 der j\u00e4hrlichen Reven\u00fcen (Eink\u00fcnfte) von Wimpfen zu (z. B. der Gro\u00dfe Frucht-, Wein-, Wald- und Salzzehnt, der Zoll, die ordin\u00e4re Beeth = j\u00e4hrliche Verm\u00f6genssteuer); es muss aber auch ebenso viele Schulden der Stadt (rd. 60.000 fl von rd. 150.000 fl) \u00fcbernehmen. Demnach entstehen f\u00fcr die Stadt starke dauerhafte finanzielle Einbu\u00dfen einerseits, zugleich aber hat diese andererseits auch, wenngleich nur einen momentanen, finanziellen Gewinn. Sonst wird vorl\u00e4ufig alles beim Alten belassen; vor allem darf der aus 2 B\u00fcrgermeistern, 5 Senatoren (R\u00e4ten) und 8 Assessoren (Richtern) bestehende Magistrat f\u00fcrs Erste noch im Amt bleiben, ebenso der reichsst\u00e4dische Syndikus (Rechtsbeistand) Gottfried Ferdinand Majer, dem aber wegen der Zerstrittenheit der beiden B\u00fcrgermeister bei Stimmengleichheit die entscheidende Stimme zugebilligt wird.<\/p>\n<p>Durch die am 1. 10. 1805 \u201eVon Gottes Gnaden, Landgraf zu Hessen &#8230; Herr zu Friedberg und zu Wimpfen\u201c ergangene \u201eGn\u00e4digste Verordnung wegen der k\u00fcnftigen Verfassung\u201c werden dem Magistrat der Stadt die Regierungsrechte \u00fcber sein Gebiet sowie die Zivil- und Kriminalgerichtsbarkeit entzogen und teils dem daselbst anzustellenden Justiz- und Polizeibeamten, teils dem f\u00fcr das F\u00fcrstentum Starkenburg, dem Wimpfen zugeordnet ist, angeordneten Provinzialkollegien zu Darmstadt unter der Oberaufsicht des geheimen Staatsministers (Du Thil) zugewiesen. Somit wird jetzt das \u201eGro\u00dfherzogliche Amt Wimpfen\u201c errichtet, dem als Justizamtmann in Doppelfunktion, d. h. Beamten der Verwaltung (Exeketive) und Justiz (Judikative) gleichzeitig, der fr\u00fchere Stadtsyndikus Gottfried Ferdinand Majer vorsteht.<\/p>\n<p>Die beiden B\u00fcrgermeister Johann Jakob Langer und Johann Friedrich Seyfferth gehen ihres Amtes verlustig und werden mit dem Titel \u201eHofrat\u201c belohnt. Der Magistrat in seiner alten Form wird aufgel\u00f6st und vom Landesherren ein neuer solcher ernannt. Dieser besteht aus wiederum in der Regel auf Lebenszeit amtierenden 12 Senatoren, die ausnahmslos dem Kreis der fr\u00fcheren Senatoren und Assessoren entnommen sind und durch Wahl innerhalb dieses Gremiums (allerdings unter obrigkeitlicher Best\u00e4tigung) erg\u00e4nzt werden. Diese w\u00e4hlen aus ihrer Mitte (g\u00fcltig jeweils f\u00fcr ein Jahr) Johann Friedrich Heinrich Ernst zum B\u00fcrgermeister. Siehe dessen von der Seite gesehenes und in der Manier der Romantik wiedergegebenes Konterfei in der<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/06-Johann-FH-Ernst.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-265 size-medium\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/06-Johann-FH-Ernst-273x300.jpg\" alt=\"06 Johann-FH-Ernst\" width=\"273\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/06-Johann-FH-Ernst-273x300.jpg 273w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/06-Johann-FH-Ernst-933x1024.jpg 933w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/06-Johann-FH-Ernst.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbildung 6: Johann Friedrich Heinrich Ernst, der erste nach der Aufhebung der reichsst\u00e4dtischen Verfassung von den zw\u00f6lf Senatoren aus ihrer Mitte gew\u00e4hlte B\u00fcrgermeister Wimpfens<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diesem folgen 1808 \u2013 1811 Senator Karl Heinrich Weber, 1811 \u2013 1813 Senator Johann Carl Fuldner, dann tritt 1814 vor\u00fcbergehend wieder Johann Friedrich Heinrich Ernst auf den Plan und dann f\u00fcr ein Jahrzehnt von 1815 \u2013 1824 Senator Johann Martin Bischoff. Assessoren-, d. h. Richter\u00e4mter, gibt es jetzt nach dem Verlust der Gerichtshoheit nicht mehr. Damit hat das Wimpfener Hochgericht auf dem Galgenberg mit seinem dreischl\u00e4frigen Galgen ausgedient, der aber erst 1827 entfernt wird.<\/p>\n<p>Nach geschehener Umorganisation stattet Landgraf Ludwig X. von Hessen seiner Exklavenstadt Wimpfen 1805 einen Besuch ab. Bei dem aus diesem Anlass gehaltenen feierlichen Gottesdienst h\u00e4lt der hoch betagte, seit 1758 im Dienst der Stadt stehende, Stadtpfarrer Johann Philipp Z\u00fcrner aus dem Born seiner Erfahrungen den neu ernannten und doch alten R\u00e4ten hinsichtlich ihres in Reichsstadtzeiten wenig hinterfragten Schaltens und Waltens eine Art \u201eGardinenpredigt\u201c (siehe dar\u00fcber in der 1893 in Buchform erschienenen ortshistorischen Erz\u00e4hlung von Konrad Fron bzw. Ludwig Frohnh\u00e4user \u201eDer Rosenwirt von Wimpfen. Eine alte Geschichte aus einer alten Stadt\u201c den Schluss auf Seite 219\/220), in der er &#8211; entgegen deren r\u00fcckw\u00e4rts gerichteten Denkungsart &#8211; allzu deutlich sein Plazet und sein Vertrauen gegen\u00fcber der neuen landesherrlichen Ordnung sp\u00fcren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Symbol des weitgehenden Entzugs der Selbstbestimmung ist das neue Wappen der Stadt, das die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-540 alignleft\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-07-1024x907.jpg\" alt=\"\" width=\"401\" height=\"355\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbildung 7: Siegel der Stadt Wimpfen ab 1806<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>wiedergibt. Als sprechendes Zeichen der Entrechtung ist der stolze Reichsadler des alten Wappens nur noch h\u00e4lftig zu sehen; die andere H\u00e4lfte muss dem hessischen gestreiften L\u00f6wen weichen. Diesem ist jetzt der dem Adler aus dem Schnabel genommene Wormser Schl\u00fcssel in die Pranken gegeben, was vor allem auch den dem Landesherrn in Person eingekommenen Zugewinn des Ritterstifts und des Wormser Hofes bestens demonstriert. Die Umschrift des Wappens erinnert an die nach dem Aufstieg Napoleons zum Kaiser der Franzosen 1805\/06 vollzogene Gr\u00fcndung des Rheinbundes und Aufl\u00f6sung des alten Reiches mit der Erhebung Hessens und Badens zum Gro\u00dfherzogtum und W\u00fcrttembergs zum K\u00f6nigreich. Die Hand in Hand damit gehende Mediatisierung der Reichsritterschaften der Ritterkantone Kraichgau und Odenwald sowie des 1802\/03 dort etablierten und somit kurzlebigen F\u00fcrstentums Leiningen und die S\u00e4kularisation des Deutschordensgebietes macht die Nachbarorte Wimpfens<\/p>\n<ul>\n<li>Heinsheim, Zimmerhof und Rappenau <span style=\"text-decoration: underline;\">badisch<\/span>, aber<\/li>\n<li>Bonfeld, Biberach diesseits des Neckars (Ober- und Untereisesheim waren dies schon sowieso) sowie Kochendorf, Jagstfeld und Offenau jenseits des Neckars <span style=\"text-decoration: underline;\">w\u00fcrttembergisch<\/span>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Somit ist die hessische Exklave Wimpfen jetzt, wie die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-539 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-08-891x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"759\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbildung 8: Karte zur politischen Gliederung im Bereich der \u201eDreil\u00e4nderecke\u201c ab 1806<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>ausweist, zu rd. <span style=\"text-decoration: underline;\">1\/3<\/span> (im N und NW) von <span style=\"text-decoration: underline;\">Baden<\/span> und zu rd. <span style=\"text-decoration: underline;\">2\/3<\/span> (von SW bis NO) von <span style=\"text-decoration: underline;\">W\u00fcrttemberg<\/span> umgeben und liegt demnach jetzt in der \u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">Dreil\u00e4nderecke<\/span>\u201c. Auf der Karte erscheinen als zusammengeh\u00f6rig in der Farbe Violett:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\">Wimpfen<\/span> (mit Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal und Hohenstadt)<\/li>\n<\/ul>\n<p>und als weitere im Umland gelegene hessische Exklavengebiete<\/p>\n<ul>\n<li>der zu Wimpfen geh\u00f6rige <span style=\"text-decoration: underline;\">Forstbezirk<\/span> (mit hessisch Helmhof, dem Forst- und den Forstgut\u00e4ckern) sowie au\u00dferdem<\/li>\n<li>der <span style=\"text-decoration: underline;\">Finkenho<\/span>f und<\/li>\n<li>das <span style=\"text-decoration: underline;\">Grafenw\u00e4ldle<\/span> (sp\u00e4ter: Zimmerh\u00f6fer Feld).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit ist die Anfangsperiode I umrissen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen\u00a0uns jetzt der Zeitperiode II der insgesamt 7 solchen der <span style=\"text-decoration: underline;\">150-j\u00e4hrigen Herrschaft Hessens <\/span>zuwenden:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mili\u00e4rische, zivilrechtliche, verfassungs- und rechtsm\u00e4\u00dfige \u00dcbernahme der Freien Reichsstadt Wimpfen durch die Landgrafschaft bzw. das sp\u00e4tere Gro\u00dfherzogtum Hessen und somit Wimpfen jetzt Exklave in der \u201eDreil\u00e4nderecke\u201c Ausf\u00fchrliche Zeittafel Sept. &#8211; Dez. 1802 Die Freie Reichsstadt Wimpfen und das Dominikanerkloster werden milit\u00e4risch (Truppenkommando von 35 Mann) und sp\u00e4ter zivilrechtlich durch Geheimreferend\u00e4r und Hofratsdirektor Herzog f\u00fcr den &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/anmerkungen\/hauptteil\/zeitperiode-i-180203-1806\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zeitperiode I (1802\/03 &#8211; 1806)<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":96,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/126"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=126"}],"version-history":[{"count":42,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":726,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/126\/revisions\/726"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/96"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}