{"id":422,"date":"2015-04-07T14:43:24","date_gmt":"2015-04-07T12:43:24","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/?page_id=422"},"modified":"2016-11-29T10:51:42","modified_gmt":"2016-11-29T09:51:42","slug":"zeitperiode-vii-1933-195152","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/anmerkungen\/hauptteil\/zeitperiode-vii-1933-195152\/","title":{"rendered":"Zeitperiode VII (1933 \u2013 1951\/52)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Weiterbewegung in hessischen Bahnen,\u00a0<\/strong><strong>doch durch die Zerst\u00f6rung der Verkehrsverbindungen Ende des Zweiten Weltkrieges \u00fcber den Neckar\u00a0<\/strong><strong>von der amerikanischen Besatzungsmacht dem Kreis Sinsheim unterstellt\u00a0<\/strong><strong>und nach heftiger Missbilligung dieses Aktes durch Gemeindebefragung 7 Jahre sp\u00e4ter Heilbronn zugeordnet.<\/strong><\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Zeittafel<\/p>\n<table width=\"482\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"80\">1933<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">\u201eBeurlaubung\u201c des B\u00fcrgermeisters Erich Sailer; Ersetzung durch Verf\u00fcgung des Reichsstatthalters Sprenger und die hessische Staatsregierung durch Dr. Ernst Mi\u00dfler, sp\u00e4ter kommissarisch durch den Beigeordneten Albert Maisenh\u00e4lder; Reichsstatthalter Sprenger: Wimpfen liegt nichts abseits, ist eine Perle deutscher St\u00e4dte und die N\u00f6te werden beseitigt, indem jeder Deutsche Arbeit finden und in der Lage sein wird, die Heilkr\u00e4fte und Sch\u00f6nheit der B\u00e4der zu genie\u00dfen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1933 \/ 1934<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Erscheinen des Deutschland-Bildheftes Nr. 40 \u201eDer Neckar IV (Das untere Neckartal von Heilbronn bis Mannheim) und Nr. 263 mit der pr\u00e4genden T\u00fcrmesilhouette unter dem imponierenden Titel \u201eBad Wimpfen a\/N. Die romantische Stadt der T\u00fcrme\u201c.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1935<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Er\u00f6ffnung der Neckarschifffahrtsstra\u00dfe zwischen Heilbronn und Mannheim nach abgeschlossener &#8211; mehr als ein Dutzend Jahre gegangener &#8211; Neckar-Kanalisation mit Staustufen- und Schleusenbau.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1937<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Einweihung des am Austritt des Erbachtals in \u201eOlympiama\u00dfen\u201c erstellten \u201eSportschwimmbades\u201c mit 10-Meter-Sprungturm. Beginn der Erstellung der &#8222;Heimst\u00e4ttensiedlung&#8220; zwischen der Rappenauer und Hohenstadter Stra\u00dfe, auf den \u00d6l\u00e4ckern der \u201eSaline-Siedlung\u201c (abgeschlossen 1942). Beginn der in Arbeit der \u201eVolksgemeinschaft\u201c hinter dem Kurw\u00e4ldchen am Fu\u00df vom Winterberg zu erstellen gedachten gro\u00dfen Sportplatzes. Erwerb des\u00a0\u201eMaisenh\u00e4lderhauses&#8220; und in den Nachjahren dessen durchgreifende Renovierung mit Freilegung des Fachwerks durch die Stadt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1938<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Erstellung einer Tabak-Lufttrockenhalle vor der Einm\u00fcndung vom Landgrabenweg in die Rappenauer Stra\u00dfe zur Verbesserung der Tabakerzeugung sowie bald darauf einer zweiten solchen. Abgang des katholischen Pfarrers Ro\u00dfkopf nach Mainz (seit 1914 f\u00fcr Pfarrer Klein, zuvor ab 1899 Benefiziat im Tal). Meisterschaften des Gaues W\u00fcrttemberg-Hohenzollern im Kunst- und Turmspringen im Wimpfener Sportschwimmbad. Einsetzung des B\u00fcrgermeisters Parteigenosse Dr. Goebel, zuvor 7 Jahre als solcher im hessischen Reinheim bei Darmstadt, der nach dem geltenden \u201eF\u00fchrerprinzip\u201c eigenverantwortlich schalten und walten kann. Regierungsrat Denzer, Heppenheim, bittet in Anwesenheit von Gauleiter Sprenger die Landesregierung um Unterst\u00fctzung bei der gro\u00dfen zum Ausbau des Kur- und B\u00e4derbetriebs und die Erhaltung der historischen Baudenkmale zu leistenden Aufbauarbeit. Dr. Goebel sieht als Hauptaufgabe die verst\u00e4rkte F\u00f6rderung des \u201eFremdenverkehrs\u201c in allen seinen Formen, der alle weiteren Probleme unterzuordnen sind und ver\u00f6ffentlicht einen detailierten Plan insbesondere des Stra\u00dfen- und Wegausbaus und der Idee der Schaffung eines zusammenh\u00e4ngenden Waldstreifens vom Kurw\u00e4ldchen bis zum Einsiedel. An die Stelle vom Kreis Heppenheim, dem der Bezirk Wimpfen zugeordnet ist, tritt im Zuge einer verwaltungsm\u00e4\u00dfigen Umstrukturierung der Kreis Bergstra\u00dfe.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1940<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Professor Erich Feyerabend, Berlin\/Stuttgart, schafft im Zuge eines Zyklus von Ansichten alter deutscher St\u00e4dte den trefflichen Holzschnitt \u201eWimpfen am Neckar\u201c, der in einzigartiger Weise das Stadtbild von S\u00fcden her erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1941<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Die modifizierten und erweiterten Planungen werden im zweiten Jahr des Zweiten Weltkriegs nach Pr\u00fcfung durch die Regierung ver\u00f6ffentlicht: F\u00f6rderung der Neubaut\u00e4tigkeit zur Schaffung von Wohnraum, Aussiedlung der Landwirtschaft (\u201eErbh\u00f6fe\u201c) mit Feldbereinigung und Wegbau, Umwandlung der Bauernanwesen in Wohnungen; Bau von Bauern- und Arbeitersiedlungen, Gemeinschaftshaus, HJ-Heim, Kino, Sportfeld bei der Neckarm\u00fchle; Ausweisung eines \u201eKurviertels\u201c; Ausbau der Kaiserpfalz, Fachwerkfreilegung, Hinausverlegung des Spitalguts.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1945<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Zerst\u00f6rung der Jagstfelder Eisenbahn- und der Neckarbr\u00fccke sowie des Viadukts durch Bomben bzw. Sprengung, wodurch der Verkehr Wimpfens mit der rechten Neckarseite des w\u00fcrttembergischen Unterlandes extrem behindert wird. November und\u00a0Dez.\u00a01945:\u00a0Die amerikanische Besatzungsmacht ordnet den bislang hessischen und in den Kreis Bergstra\u00dfe (Heppenheim) eingegliederten Bezirk Wimpfen mit der Begr\u00fcndung, dass die Verkehrsverbindung mit den Bereichen rechts des Neckars durch die Zerst\u00f6rung der beiden Br\u00fccken und des Viadukts unterbrochen sei, dem nordbadischen Kreis Sinsheim zu. Town meeting des Public safety officer Leutnant Nelson im Rathaussaal unter gro\u00dfer erregter B\u00fcrgerbeteiligung: Beruhigung der ob der Zuordnung zu Sinsheim emp\u00f6rten Gem\u00fcter durch dessen Zusicherung, dass die Entscheidung \u00fcber die Kreis- und Landeszugeh\u00f6rigkeit nach Wiedererlangung der staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t in die H\u00e4nde der Wimpfener durch Volksabstimmung gegeben werde.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1950<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">Pfarrer Peter Ro\u00dfkopf: \u201eWie kam Wimpfen zu Hessen?\u201c (Aufsatz). In der Flut von Presseartikeln, Streitigkeiten, Diskussionen, Klagen, Prozessen \u00fcber die immer akuter werdende \u201eAnschlussfrage\u201c meldet das \u201eNeckarecho\u201c u. a.: Verwaltung durch amerikanisches Diktat in Sinsheim, Gerichtswesen w\u00fcrttembergisch praktiziert, Forstamt und Fischerei unter hessischer Direktive, Wasserstra\u00dfen- und Finanzamt in Heilbronn, Stra\u00dfenbauamt in Mosbach, Schornsteinfeger im hessischen Neckarsteinach, staatsrechtlich aber hessisch. \u201eWeltb\u00fcrger\u201c Kurt G. W. Ludecke bewirkt, dass der Gemeinderat symbolisch die \u201eMundialisierung\u201c Wimpfens erkl\u00e4rt. Dieses glossiert die Presse in vielen Zeitungsberichten, so u. a. der damalige bekannte Rundfunkkommentator Gerhard Hermann Mostar.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1951<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">24. 04. 1951: Unter den Rednern\u00a0der vor der\u00a0nach nunmehr fast 5 \u00bd Jahre w\u00e4hrender Zugeh\u00f6rigkeit zum nordbadischen Landkreis Sinsheim zugestandenen Gemeindebefragung \u00fcber die k\u00fcnftige Landes- und damit Kreiszugeh\u00f6rigkeit veranstalteten B\u00fcrgerversammlung setzt sich der hessische Regierungspr\u00e4sident Arnoul leidenschaftlich f\u00fcr den Verbleib Wimpfens bei Hessen ein: \u201eTreue um Treue, Wimpfen bleibt hessisch!\u201c Die Befragung vom 29. April erbringt in Wimpfen in seiner Gesamtheit eine Mehrheit von 57,3 % f\u00fcr <span style=\"text-decoration: underline;\">W\u00fcrttemberg bzw. Heilbronn<\/span>, 41,9 % <span style=\"text-decoration: underline;\">f\u00fcr Hessen bzw. Kreis Bergstra\u00dfe<\/span>\u00a0sowie nur 0,79 % f\u00fcr <span style=\"text-decoration: underline;\">Baden bzw. Kreis Sinsheim<\/span>. In (hessisch) <span style=\"text-decoration: underline;\">Helmhof<\/span> spricht sich eine knappe Mehrheit von 53 % f\u00fcr die Eingliederung nach <span style=\"text-decoration: underline;\">Neckarbischofsheim<\/span> aus und der Gemeinderat entscheidet sich dann mit 7 zu 5 Stimmen f\u00fcr dessen Anschluss nach dort.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1952<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"449\">01. 05. 1952:\u00a0Eingliederung von <span style=\"text-decoration: underline;\">Bad Wimpfen am Berg, im Tal und Hohenstadt<\/span> in den <span style=\"text-decoration: underline;\">Landkreis Heilbronn<\/span> sowie von (hessisch) <span style=\"text-decoration: underline;\">Helmhof<\/span> nach <span style=\"text-decoration: underline;\">Neckarbischofsheim<\/span> (Letzteres mit der Folge der k\u00fcnftigen Zahlung von Grundsteuer f\u00fcr den Forstwald und die Forstg\u00fcter nach dort).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"80\">1967 u. ab\u00a01974<\/td>\n<td width=\"37\">Gemeindereform:<\/td>\n<td width=\"412\">&gt;WIMPFEN gesehen lediglich als eine \u201e<strong>Selbstversorgergemeinde ohne nennenswerte Umlandbedeutung mit Ausstattung einer sogenannten Mittelpunktgemeinde&#8220;<\/strong> mit nur noch <span style=\"text-decoration: underline;\">2<\/span> (bei fr\u00fcher <span style=\"text-decoration: underline;\">3<\/span>)\u00a0Teilorten und jetzt insgesamt nicht mehr als <span style=\"text-decoration: underline;\">1.938 ha<\/span> und ca. <span style=\"text-decoration: underline;\">6.200<\/span> (im Jahr 1871 immerhin <span style=\"text-decoration: underline;\">2.773<\/span>) Einwohnern; demgegen\u00fcber jedoch &gt;RAPPENAU gesehen sogar als ein \u201e<strong>Unterzentrum mit normaler Umlandfunktion<\/strong>\u201c mit jetzt\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">8<\/span>\u00a0(bei fr\u00fcher nur <span style=\"text-decoration: underline;\">0<\/span>) \u00a0Teilorten mit insgesamt <span style=\"text-decoration: underline;\">7.358 ha<\/span> und ca. <span style=\"text-decoration: underline;\">12.000<\/span> (im Jahr 1871 jedoch nur <span style=\"text-decoration: underline;\">1.441<\/span>) Einwohnern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\">Die \u201eMacht\u00fcbernahme\u201c durch die Nationalsozialisten im M\u00e4rz 1933 bringt den Unrechtsakt der sog. Beurlaubung des seit nunmehr bald 1 \u00bd Jahrzehnt erfolgreich t\u00e4tigen verdienstvollen B\u00fcrgermeisters Erich Sailer. Dessen Sessel nimmt nach einer kurzen Interimszeit des Beigeordneten Pfeiffer und sp\u00e4ter Kieffer f\u00fcr 5 Jahre, ab September 1933 durch Verf\u00fcgung des hessischen Staatsministeriums und des Reichsstatthalters Sprenger der aus einer hessischen Ministerialabteilung kommende B\u00fcrgermeister Dr. Ernst Mi\u00dfler ein, der vom Heppenheimer Regierungsrat Stieh und Kreisleiter Hillenbrand eingesetzt wird. Zum ersten Male steht Wimpfen damit ein aus Hessen kommender B\u00fcrgermeister vor.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\">In Wimpfen\u00a0geht in der nationalsozialistischen Zeit die im Vordergrund stehende politische Lenkung durch die tonangebende SA und die nationalsozialistischen Jugendverb\u00e4nde (Jungvolk und Jungm\u00e4dchen, Hitlerjugend und Bund Deutscher M\u00e4dchen), wenngleich schon vor der Macht\u00fcbernahme und jetzt noch sehr viel mehr, vom w\u00fcrttembergischen Heilbronn unter seinem fanatischen Kreisleiter Richard Drauz aus. Die arbeitsm\u00e4\u00dfigen Bindungen der Einwohnerschaft nach dorthin nehmen unter dem Abbau der Arbeitslosigkeit weiterhin zu. Unter den staatlichen Gleichschaltungsbestrebungen wird Wimpfen vom Steueramt Beerfelden gel\u00f6st und Heilbronn unterstellt. Am 25. Juni 1933 wird der hessische Reichsstatthalter Sprenger auf dem Rathaus, vor dem alle nationalsozialistischen Jugend- und Erwachsenen-Verb\u00e4nde sowie Vereine, Feuerwehren, Schulen aller Teilorte usw. \u201eangetreten\u201c sind, vom neuen \u201egleichgeschalteten\u201c Gemeinderat im Beisein s\u00e4mtlicher Gemeinde- und Staatsbeamten im Ratssaal empfangen. Dieser verspricht in seiner Rede u. a. sinngem\u00e4\u00df: <\/span><em style=\"line-height: 1.6471;\">Wimpfen liegt nicht abseits, ist eine Perle deutscher St\u00e4dte und die N\u00f6te derselben und Wimpfens werde dadurch beseitigt, dass jeder Deutsche Arbeit finden soll und in der Lage sein wird, die Heilkr\u00e4fte und Sch\u00f6nheit der B\u00e4der zu genie\u00dfen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\">Von gro\u00dfer diesbez\u00fcglicher Werbewirksamkeit erweist sich der Umstand, dass in der Reihe der weit verbreiteten mit erl\u00e4uterndem Kurztext in drei Sprachen von der Universum-Verlagsgesellschaft Berlin unter dem Motto \u201eLernt Deutschland kennen! Werbt f\u00fcr Deutschland!\u201c im Einvernehmen mit dem Bund Deutscher Verkehrsverb\u00e4nde bis 1933\/34 \u00fcber 250 herausgebrachten kleinen Deutschland-Bildhefte unter Nr. 40 \u201eDer Neckar IV. Das untere Neckartal von Heilbronn bis Mannheim\u201c sowie unter Nr. 263 schlie\u00dflich auch der allein Wimpfen geltende pr\u00e4gnante Titel \u201eBad Wimpfen a\/N. Die romantische Stadt der T\u00fcrme\u201c erscheint. Der er\u00f6ffnende Text des letztgenannten Heftchens bedient sich folgenden kennzeichnenden Satzes<\/span><em style=\"line-height: 1.6471;\">: \u201eHoch \u00fcber dem Neckar ragt Wimpfen, die<\/em> <em style=\"line-height: 1.6471;\">romantische Stadt der T\u00fcrme, mit ihren unverkennbaren, einzigartigen Silhouette.\u201c<\/em><span style=\"line-height: 1.6471;\"> Und diese Charakterisierung wird, wie die<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-66.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-476 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-66-721x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"937\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-66-721x1024.jpg 721w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-66-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbildung 66: Titelseite des Deutschland-Bildheftes Nr. 263<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>zeigt, durch einen von Maria Fitzen-Wohnsiedler geschaffenen markanten Holzschnitt einpr\u00e4gsam unterstrichen. F\u00fcr Wimpfen Sympathien zu wecken, dazu tragen auch die meisterlichen Fotografien der Seiten 5 \u2013 48 dieses Bildheftchens bei, von denen das der Seite 48 in der Abb. 64 schon gezeigt worden ist. Und als ganz besonders \u201eFremde\u201c nach Wimpfen lockende Perlen der in diesen beiden pr\u00e4sentierten Fotografierkunst dieser Zeit seien noch eingebracht in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/67-Stadtsilhouette-Der-Neckar-IV.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-large wp-image-326 alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/67-Stadtsilhouette-Der-Neckar-IV-1024x694.jpg\" alt=\"67 Stadtsilhouette Der Neckar IV\" width=\"660\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/67-Stadtsilhouette-Der-Neckar-IV-1024x694.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/67-Stadtsilhouette-Der-Neckar-IV-300x203.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/67-Stadtsilhouette-Der-Neckar-IV.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 67: Bad Wimpfen a. Neckar, Stadtsilhouette am Abend, entnommen S. 13 vom Deutschland-Bildheft Nr. 40 \u201eDer Neckar IV\u201c<\/strong>, und in<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/68-Salzgasse-Deutschland-Bildheft-263.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-large wp-image-327 alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/68-Salzgasse-Deutschland-Bildheft-263-740x1024.jpg\" alt=\"68 Salzgasse Deutschland-Bildheft 263\" width=\"660\" height=\"913\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/68-Salzgasse-Deutschland-Bildheft-263-740x1024.jpg 740w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/68-Salzgasse-Deutschland-Bildheft-263-217x300.jpg 217w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/68-Salzgasse-Deutschland-Bildheft-263.jpg 1446w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 68: Blick in die Salzgasse, entnommen S. 14 vom Deutschland-Bildheft Nr. 263<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Tat steht nach wie vor die Weiterentwicklung Wimpfens als Bade- und Fremdenstadt obenan. Zwar wollen die aus der Zeit von B\u00fcrgermeister Sailer \u00fcbernommenen rund \u00bd Million Gemeindeschulden sowie der Umstand, dass das Mathildenbad in den Jahren 1931, 1932 und 1933 Verluste schreiben musste, gar nicht gefallen. Zweifellos jedoch verm\u00f6gen jetzt die neuen Machthaber aus den in den anderthalb Jahrzehnten des \u201eVolksstaates Hessen\u201c geschaffenen Grundlagen bestens zu profitieren. Entscheidend Neues auf dem Gebiet des Kur- und Fremdenwesens kommt in den zw\u00f6lf Jahren des \u201eDritten Reiches\u201c n\u00e4mlich nicht hinzu. In die Zeit von Dr. Mi\u00dfler fallen folgende wichtigen Ereignisse bzw. Fortschritte:<\/p>\n<ul>\n<li>Anfang 1935: \u00dcberleitung Wimpfens vom Steueramt Beerfelden\/Odenwald nach Heilbronn;<\/li>\n<li>1935: Er\u00f6ffnung der Neckarschifffahrtsstra\u00dfe (Neckarkanal) zwischen Heilbronn und Mannheim nach Vollendung der vor \u00fcber rund einem Dutzend Jahren schon begonnenen Neckarkanalisation, durch welche die Zeit der 57-j\u00e4hrigen Kettenschleppschifffahrt und deren romantisch empfundene Fahrt durch das nun auch beseitigte wellenbewegte Wimpfener Fach und damit auch der sich seit den beginnenden 1920er Jahren in Wimpfen zur Fahrt nach Heidelberg versammelten vielen Faltbootfahrer zu Ende geht;<\/li>\n<li>Fr\u00fchjahr 1937: Die Zeitungsmeldungen \u00fcber \u201edie Beseitigung aller Exklaven\u201c und die zwischen den norddeutschen L\u00e4ndern Preu\u00dfen einerseits und den St\u00e4dten bzw. L\u00e4ndern L\u00fcbeck, Hamburg, Mecklenburg, Oldenburg andererseits zum April dieses Jahres durch Gebietsaustausch und Verm\u00f6gensauseinandersetzung tats\u00e4chlich vollzogene Aufhebung derselben, findet in Wimpfen zwar ein gewisses Interesse; doch steht eine solche im s\u00fcdwestdeutschen Raum nicht an. Es erfolgt lediglich im Folgejahr 1938 ohne jedes gr\u00f6\u00dfere \u00f6ffentliche Aufsehen sowohl in Hessen als auch in W\u00fcrttemberg eine Neueinteilung des Landes, wobei der f\u00fcr Wimpfen zust\u00e4ndige Kreis Heppenheim umstrukturiert wird und jetzt \u201eKreis Bergstra\u00dfe\u201c hei\u00dft und die w\u00fcrttembergischen Landkreise Neckarsulm und Brackenheim aufgel\u00f6st und der Gro\u00dfteil der diesen zugeh\u00f6rigen Gemeinden dem neu strukturierten Landkreis Heilbronn zusammen mit Orten der aufgehobenen Landkreise Marbach und Besigheim unter Ausgliederung der Stadt (=Stadtkreis) Heilbronn zugeordnet werden.<\/li>\n<li>1937: Beginn der (erst nach dem Zweiten Weltkrieg vollendeten) Arbeit f\u00fcr die Schaffung eines zeitgem\u00e4\u00dfen Sportplatzes hinter dem Kurw\u00e4ldchen durch die \u201eVolksgemeinschaft\u201c;<\/li>\n<li>1937 \u2013 1942: Erstellung zwischen der Rappenauer und der Hohenst\u00e4dter Stra\u00dfe der sog. \u201eHeimst\u00e4tten-Siedlung\u201c sowie der von Architekt Josef Vassili\u00e8re gestalteten \u201eSaline-Siedlung\u201c auf den \u201e\u00d6l\u00e4ckern\u201c; die letztere ist dargestellt in<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-69.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-473 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-69-1024x462.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-69-1024x462.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-69-300x135.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> 69: Die \u201eSaline-Siedlung\u201c auf den \u00d6l\u00e4ckern<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>1937\/38: Erstellung von zwei modernen Tabak-Lufttrockenhallen durch die Tabakpflanzerfachschaft mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung des Herrn Schmidt von der Landesbauernschaft Hessen im Winkel des Landgrabenweges und der Rappenauer Stra\u00dfe, um damit einem lang gehegten Wunsche zu entsprechen und zum Zwecke der angestrebtren sog. Autarkie (Unabh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischerr Tabakeinfuhr) \u201e<em>die Erzeugung von deutschem Qualit\u00e4tstabak zu f\u00f6rdern\u201c<\/em>.<\/li>\n<li>1937 ff.: Wachsendes Florieren des Kurbetriebes und des Fremdenverkehrs im Zuge der Beseitigung der Arbeitslosigkeit, dazu etwa auch durch die Wiederaufnahme des Empfangs von Sonderz\u00fcgen (\u201eKraft durch Freude\u201c, Betriebsausfl\u00fcge der \u201eBetriebsgemeinschaften\u201c), des Angebots von \u201ePauschalkuren\u201c sowie der Werbung der Kur- und B\u00e4derverwaltung bzw. des St\u00e4dtischen Verkehrsb\u00fcros, wobei man sich des zugkr\u00e4ftigen Werbespots \u201eBad Wimpfen, die romantische Stadt der T\u00fcrme, der ideale Ferien- und Erholungsort f\u00fcr Gesunde und Kranke\u201c bedient. Hierzu die<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-70.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-472 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-70-651x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-70-651x1024.jpg 651w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-70-191x300.jpg 191w\" sizes=\"(max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-71.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-471 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-71-772x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"875\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-71-772x1024.jpg 772w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-71-226x300.jpg 226w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 70 und 71: Ausschnitte eines 14-seitigen bebilderten repr\u00e4sentativen Werbeprospekts des Jahres 1937<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>1937: Einweihung des \u201eSportschwimmbades\u201c am Austritt des Erbachtales, das nach den Ma\u00dfen der Schwimmst\u00e4tten der im Vorjahr in Berlin stattgefundenen Olympischen Spiele erbaut ist und so auch bald einen 10-Meter-Sprungturm bekommt, wo im<\/li>\n<li>Sommer 1938 die Meisterschaften des Gaus W\u00fcrttemberg-Hohenzollern im Kunst- und Turmspringen abgehalten werden.<\/li>\n<li>1937 \u2013 1939: Das dem Verfall nahe und unter Putz steckende sog. \u201eMaisenh\u00e4lderhaus\u201c (Besitzer: Karl Friedrich Maisenh\u00e4lder, \u201eG\u00e4ulfritz\u201c genannt, und Ehefrau) vererbt sich an die drei T\u00f6chter; der stilvolle Fachwerkbau im nachmittelalterlich-fr\u00e4nkischer Bauweise mit zentralem Erker \u00fcber dem Kellereingang (Auslucht) wird jetzt von der Stadt Wimpfen erworben und unter Freilegung des Fachwerks und Wiederherstellung des alten Zustandes instandgesetzt. Dieses reiht sich somit in die nunmehr stattliche Zahl der vielen nach und nach schon seit etwa 1900 vom Putz befreiten historischen Fachwerkh\u00e4user der Stadt ein. Wie sehr dadurch der Anblick der H\u00e4userpartie Ecke Schafgasse-Klostergasse gewinnt, das zeigt der Vergleich der nachfolgenden beiden Fotografien:<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-72.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-470 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-72-778x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"869\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-72-778x1024.jpg 778w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-72-228x300.jpg 228w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 72: Das \u201eMaisenh\u00e4lderhaus\u201c Ecke Schafgasse-Klostergasse um ca. 1930 <\/strong>und<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-73.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-469 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-73-1024x747.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-73-1024x747.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-73-300x219.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 73: Das \u201eMaisenh\u00e4lderhaus\u201c zusammen mit dem Haus Dieruff (Gasthaus \u201eDominikaner\u201c) nach der Renovierung und Freilegung des Fachwerks der ausgehenden 1930er Jahre<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch wird unter der Regie des ehrenamtlichen Stadtarchivars und Oberreallehrers Heinrich Volz die heimatgeschichtliche Sammlung zu erweitern gesucht, wobei die schon in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg im Blick auf den ins Auge gefassten m\u00f6glichen \u201eLuftkrieg\u201c durchgef\u00fchrte \u201eEntr\u00fcmpelung\u201c der Dachb\u00f6den, Schuppen und Scheuern eher mehr Museumsgut zerst\u00f6rt als ans Tageslicht und ins in der Pfalzkapelle untergebrachte Museum (wie vom diesem im Fr\u00fchjahr 1938 nachgefolgten Stadtarchivar Studienrat Dr. Reinhold B\u00fchrlen beklagt) bef\u00f6rdern hilft.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1938 folgt dem vom Reichsstatthalter zu anderen Pflichten gerufenen Dr. Mi\u00dfler als B\u00fcrgermeister, nachdem das Amt zuvor vor\u00fcbergehend der Beigeordnete Albert Maisenh\u00e4lder kommissarisch verwaltet hat, der durch Kreisdirektor Nans, Heppenheim, (auf 12 Jahre) eingesetzte Parteigenosse Dr. Heinrich G\u00f6bel. Dieser ist zuvor 7 Jahre als solcher in Reinheim bei Darmstadt t\u00e4tig gewesen. Und somit steht Wimpfen wiederum ein aus Hessen kommender B\u00fcrgermeister vor. Nach dessen Einsetzung findet sich Mitte August wieder (privat) Gauleiter Sprenger zusammen mit Regierungsrat Denzer vom Kreisamt Heppenheim ein. Bei einem Stadtrundgang erbittet Denzer die Unterst\u00fctzung der Landesregierung f\u00fcr die gro\u00dfe Aufbauarbeit, die durch den Kur- und B\u00e4derbetrieb sowie die Erhaltung der historischen Baudenkm\u00e4ler Wimpfens zu leisten sei. Dr. G\u00f6bel will durch Sparma\u00dfnahmen erreichen, dass sich der Kurbetrieb selbst tr\u00e4gt. Er stellt (richtigerweise) fest, dass die Bev\u00f6lkerungszahl in Wimpfen in den letzten 100 Jahren keinen Zuwachs erfahren und Wimpfen mit der Entwicklung anderer Gemeinden nicht Schritt gehalten habe, obgleich der Bau der Hindenburgbr\u00fccke, des Kurmittelhauses und des Schwimmbades als fortschrittliche Ma\u00dfnahmen ihre W\u00fcrdigung verdienten. Der Hauptaufgabe der F\u00f6rderung des Fremdenverkehrs in seinen verschiedenen Formen m\u00fcsse alle weiteren Probleme untergeordnet werden. Dazu stellt er in der Presse im M\u00e4rz 1939 in umfangreiches Programm vor.<\/p>\n<p>Dieses im Laufe der n\u00e4chsten Zeit noch erweiterte und modifizierte diesbez\u00fcgliche Programm wird denn auch im M\u00e4rz 1941 nach Pr\u00fcfung durch die Regierung, wie die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-74.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-468 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-74-1024x332.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-74-1024x332.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-74-300x97.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 74: Amtliche Bekanntmachung in der \u201eBad Wimpfener Zeitung\u201c den \u201eAufbau der Stadt Bad Wimpfen\u201c betr. vom 28. M\u00e4rz 1941<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>(eingerahmt mit dickem schwarzem Rand, wie bei einem Trauerrand, so dass man fast eine Symbolik dahinter sehen m\u00f6chte!) zeigt, vom Gemeinderat in der Sitzung <em>\u201eder Ratsherren im Beisein des Ortsgruppenleiters und des Ortsbauernf\u00fchrers endg\u00fcltig beraten\u201c<\/em>, nicht beschlossen; denn jetzt gilt <em>\u201edas F\u00fchrerprinzip\u201c<\/em> und tr\u00e4gt f\u00fcr alle Ma\u00dfnahmen der B\u00fcrgermeister die Verantwortung. Dies geschieht also zu einer Zeit, wo der Zweite Weltkrieg schon seit \u00fcber 1 1\/2 Jahren tobt und im Angriff gegen Jugoslawien und Griechenland das Deutsche Reich S\u00fcdosteuropa vollends in seine Hand bringt. So stellt diese Planung tr\u00fcgerische Zukunftsmusik dar f\u00fcr die Zeit <em>\u201enach dem Kriege<\/em>\u201c, wo, so hei\u00dft es, \u201e<em>ein ungeheurer<\/em> <em>Aufbau einsetzen\u201c<\/em> wird.<\/p>\n<p>Nach den Ausf\u00fchrungen von B\u00fcrgermeister Dr. G\u00f6bel, die am Schluss <em>\u201est\u00fcrmischen Beifall\u201c<\/em> finden, ist Folgendes vorgesehen:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Es soll durch Neubaut\u00e4tigkeit der Wohnungsmangel beseitigt und so das Stagnieren der Einwohnerzahl \u00fcberwunden werden.<\/em><\/li>\n<li><em>Die wegen des in der Altstadt fehlenden Raumes zu einer Ausdehnung auf veralteten Verh\u00e4ltnissen stehen gebliebene Landwirtschaft soll ausgesiedelt werden. Dazu ist ein Aufbauplan aufgestellt worden, der die Durchf\u00fchrung einer Feldbereinigung in allen Markungsteilen mit Zusammenlegung der Felder und Wegebau vorsieht; es werden \u201eErbh\u00f6fe\u201c gebildet, die mit 6 \u2013 8 Morgen Acker umgeben sind; 15 Antr\u00e4ge auf Bauernsiedlungen sind bereits gestellt; gef\u00f6rdert werden soll bei der Feldbereinigung auch der ausgedehnte Obstbau.<\/em><\/li>\n<li><em>Die in der Stadt dadurch frei werdenden Bauernh\u00e4user k\u00f6nnen f\u00fcr Wohnzwecke Verwendung finden. Au\u00dferdem wird Bad Wimpfen zum Wohnsiedlungsgebiet erkl\u00e4rt, wo nach einem besonderen Bebauungsplan Bauern- und Arbeitersiedlungen mit l\u00e4ndlichem Charakter und im Kurviertel Eigenheime erstellt werden. <\/em><\/li>\n<li><em>Auch sind Pl\u00e4tze f\u00fcr ein Gemeinschaftshaus, ein HJ-Heim sowie ein Kino bestimmt; als Sportfeld ist das Gel\u00e4nde vor der Saline (alte Neckarm\u00fchle usw.) vorgesehen.<\/em><\/li>\n<li><em>Auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs wird eine weitere Zunahme an Kurg\u00e4sten pp. zu verzeichnen sein: Als Kurviertel ist das Gel\u00e4nde vom Mathildenbad bis zum Schwimmbad ausgewiesen.<\/em><\/li>\n<li><em>Was den inneren Ausbau der Stadt anbelangt, so ist an den Ausbau der Kaiserpfalz, die Freilegung der Fachwerkh\u00e4user, die Verlegung des Spitalgutes und der Abbruch der Spitalscheuer zur Schaffung des sch\u00f6nsten freien Platzes in Wimpfen gedacht.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Es soll in manchen K\u00f6pfen sogar die Vorstellung umgegangen sein, die Kaiserpfalz zu neuem Ruhme Wimpfens zu einer Art nationalsozialistischer Ordensburg herzurichten.<\/p>\n<p>In den ersten Kriegsjahren ist es der Maler, Radierer, Buchillustrator und vor allem auch herausragende Holzschneider Erich Feyerabend (* 1889 in Rees am Niederrhein; Sch\u00fcler von Georg Koch und Friedrich Kallmorgen in Berlin; zuletzt stellvertretender Direktor der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Stuttgart; \u2020 1945 in Bad Friedrichshall-Jagstfeld; begraben in Bad Wimpfen), der in den ersten Kriegsjahren die Veduten vieler alter deutscher St\u00e4dte, darunter auch von Schw\u00e4bisch Hall, Besigheim und Wimpfen am Berg, in meisterlichen Holzschnitten festh\u00e4lt. Dessen 1940 entstandenes und 1941 auf der Gro\u00dfen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in M\u00fcnchen unter anderen solchen von ihm gezeigtes pr\u00e4chtiges Holzschnitt-Werk von Wimpfen am Berg ist wiedergegeben in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-75.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-467 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-75-1024x346.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-75-1024x346.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-75-300x101.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 75: \u201eWimpfen a. Neckar\u201c, Holzschnitt von Professor Erich Feyerabend (1940)<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses nimmt das Stadtbild in etwa von den \u201eFranken\u00e4ckern\u201c und damit von S\u00fcden her ins Bild und greift somit auf die schon ca. 1730 von Johann Christian Leopold vermittelte &#8211; keinesfalls weniger beeindruckende Gegensicht zum gel\u00e4ufigeren Aufw\u00e4rtsblick vom Neckartal her &#8211; zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wenn auch, wie dies auch im und nach dem Ersten Weltkrieg der Fall gewesen ist, die Jahre vor und im Zweiten Weltkrieg dem Kurbetrieb eine Art Hochbl\u00fcte dadurch bescheren, dass nach Bad Wimpfen mit dem Angebot seiner Spezialkuren gerade die an Emphysem-, Bronchialasthma- und auch Rheuma-Erkrankungen besonders leidenden und in der \u201eErzeugungsschlacht\u201c sowie erst recht im Kriege h\u00f6chst wichtigen \u201eRuhrkumpels\u201c der rheinischen Zechen- und Schwerindustrie geschickt werden, so fallen durch den totalen Zusammenbruch des Drittens Reiches des Jahres 1945 die gro\u00dfen Pl\u00e4ne von B\u00fcrgermeister Dr. G\u00f6bel endg\u00fcltig wie ein Kartenhaus zusammen.<\/p>\n<p>\u00dcber das Wiederwachen des Gedankens der Aufhebung der Exklaveneigenschaft durch die infolge der von der amerikanischen Besatzungsmacht am 26. November 1945 verf\u00fcgten Eingliederung Wimpfens in den Kreis Sinsheim sowie \u00fcber die am 29. April 1951 durchgef\u00fchrte Gemeindebefragung mit der Folge der \u00dcbernahme durch den Landkreis Heilbronn zum 1. Mai 1952 ist bereits im Anfangsteil dieser Abhandlung berichtet. Wollte man die zwischen diesen beiden Ereignissen liegenden 6 \u00bd Jahre der erregten Diskussion um den ausl\u00f6senden Akt und dessen Folgen, die sich in einer Flut von Presseartikeln, Streitigkeiten bis hin zu Prozessen innerhalb der B\u00fcrgerschaft sowie staatsrechtlichen \u00dcberlegungen, amtlichen juristischen Gutachten und Feststellungsverfahren, Wahlreden und Wahlkampfauseinandersetzungen, Leserbriefen, B\u00fcrgerentschlie\u00dfungen und -versammlungen, amtlichen Verf\u00fcgungen, Kuriosit\u00e4ten u. v. a. m. manifestiert, so k\u00f6nnte man damit ein dickes Buch f\u00fcllen. Meine Sammlung hierzu umfasst 1 1\/2 Leitzordner!<\/p>\n<p>Dazu nur die kurz gefassten Hinweise auf drei Ereignisse aus dem Bereich der mit der \u201eAnschlussfrage\u201c verbundenen mannigfachen Kuriosit\u00e4ten, die mich als damaligen aufmerksamen Beobachter der lokalen Geschehnisse ebenso erheitert wie nachdenklich gemacht haben:<\/p>\n<ol>\n<li>Als im Sommer 1950 der nach Wimpfen verschlagene \u201eWeltb\u00fcrger\u201c Kurt G. Ludecke angesichts der immer noch heftigst umstrittenen \u201eAnschlussfrage\u201c und vor allem (eigentlich heute unter den ge\u00e4nderten Verh\u00e4ltnissen immer noch!) ungekl\u00e4rten staatsrechtlichen Lage die (symbolische) sog. Mundialisierung eifrigst ins Gespr\u00e4ch bringt und schlie\u00dflich dem Gemeinderat zum Vorschlag macht, da l\u00e4sst sich dieser gut denkend und gutwillig unter B\u00fcrgermeister Dauner zum August 1950 auf eine diesbez\u00fcgliche B\u00fcrgerversammlung im Steinhaussaal ein. Und nach langer Diskussion stimmen 8 der anwesenden 12 Gemeinder\u00e4te zu, Wimpfen (symbolisch nat\u00fcrlich) zum Weltterritorium zu erkl\u00e4ren. Wie dann die Presse diesen \u201eSchildb\u00fcrgerstreich\u201c kommentiert, insbesondere im M\u00e4rz 1951 vor der Volksabstimmung der bekannte Rundfunkkommentator Gerhart Herrmann Mostar mit der Schlagzeile \u201eBad Wimpfen, die Weltb\u00fcrgerstadt\u201c, das muss einer einschl\u00e4gigen Betrachtung vorbehalten bleiben.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Bald danach Ende August 1950 berichtet der \u201eWimpfener Heimat-Bote\u201c unter der Schlagzeile \u201eHat ein w\u00fcrttemberg-badisches Gesetz in Wimpfen G\u00fcltigkeit?\u201c, dass der Vorstand des Wimpfener Vereins f\u00fcr Gewerbe, Handel und Industrie e. V. \u00fcber den Bund der Steuerzahler richterlich kl\u00e4ren lassen will, ob das im Sp\u00e4therbst des Vorjahres 1949 verk\u00fcndete Gesetz des Landes W\u00fcrttemberg-Baden \u00fcber die Beseitigung von Tr\u00fcmmern (\u201eTr\u00fcmmerabgabe\u201c) f\u00fcr im Krieg unzerst\u00f6rt gebliebene Geb\u00e4ude von 10 Pfennig f\u00fcr je 100 DM Brandversicherung, die an das Landratsamt Sinsheim abgef\u00fchrt werden m\u00fcssen, rechtens ist. Nachdem die Wimpfener Geb\u00e4ude bei der Hessischen Brandversicherungskammer Darmstadt versichert sind und dorthin auch die Brandversicherungsbei-tr\u00e4ge bezahlt werden sowie von dort auch die Zuwendungen flie\u00dfen, sei die Erhebung unstatthaft. Als es vor 2 Jahren um einen Zuschuss f\u00fcr ein Feuerwehrauto gegangen sei, habe sich die Badische Brandversicherung prompt f\u00fcr unzust\u00e4ndig erkl\u00e4rt und die Hessische Brandversicherung den Zuschuss geleistet. \u201e<em>Jetzt beim Holen sollen wir wieder zur Karlsruher Brandversicherung geh\u00f6ren.\u201c<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Am September 1950 stellt das Innenministerium des Landes W\u00fcrttemberg-Baden im Blick die vorgesehene Volksbefragung \u00fcber die Neugliederung der durch die Besatzungsm\u00e4chte entstandenen L\u00e4nder Baden, W\u00fcrttemberg-Baden und W\u00fcrttemberg-Hohenzollern folgendes fest<em>: \u201eBad Wimpfen ist trotz seiner Unterstellung unter die nordbadische Verwaltung bisher hessisches Staatsgebiet geblieben. Eine<\/em> <em>\u00c4nderung seiner staatlichen Zugeh\u00f6rigkeit w\u00e4re nach Art. 29 Abs. 7 des Grundgesetzes nur im Wege eines durch ein besonderes Bundesgesetz geregelten Verfahrens m\u00f6glich; ein solches Bundesgesetz ist aber bisher nicht erlassen worden.\u201c<\/em> Somit d\u00fcrfen die Wimpfener B\u00fcrger an dieser Abstimmung nicht teilnehmen. Dennoch kommt es dazu, dass im Folgejahr sich Wimpfen an der Volksabstimmung beteiligen darf, wobei an dieser von den 3.284 Abstimmungsberechtigten 1.621, d. h. ca. 50 %, teilnehmen und 1.599 Ja- gegen\u00fcber nur 669 Nein-Stimmen neben 22 ung\u00fcltigen Stimmen gez\u00e4hlt werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die unter Nr. 2 und 3 dargelegten Fakten und juristischen Widerspr\u00fcchlichkeiten stellen nur zwei Beispiele des damaligen Gewirrs unterschiedlichster Landes-, Beh\u00f6rden- und Institutions-Zust\u00e4ndigkeiten dar, die von der Stadt Wimpfen und ihren Einwohnern immer wieder angeprangert und von der Presse ebenso gegei\u00dfelt wie bel\u00e4chelt werden. Zusammenfassend sind des Weiteren als solche, Bezug nehmend insbesondere auf den oben angesprochenen Zeitungsbericht von Gerhart Hermann Mostar, herauszustellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Landrat sitzt in Sinsheim, Baden.<\/li>\n<li>Die geistliche evangelische Oberbeh\u00f6rde sitzt in Erbach, Odenwald, Hessen (weshalb jedes Wimpfener Brautpaar standesamtlich badisch, kirchlich aber hessisch getraut wird).<\/li>\n<li>Die katholische Kirche hingegen geh\u00f6rt zum Bistum Mainz.<\/li>\n<li>Das Gericht und das Finanzamt sitzen in Heilbronn, W\u00fcrttemberg.<\/li>\n<li>Die Schulverwaltung sitzt in Karlsruhe, Baden.<\/li>\n<li>Das Arbeitsamt sitzt in Neckarsulm.<\/li>\n<li>Das Stra\u00dfenbauamt sitzt in Mosbach, Baden. (Das Herumklettern in den Arkaden der sch\u00f6nen alten Kaiserpfalz verbietet hingegen das Hoch- und Tiefbauamt Bensheim.)<\/li>\n<li>Der Kaminfeger kommt aus dem hessischen Neckarsteinach. (Dieser verlangt zwar nach der badischen Geb\u00fchren- und Feuerschutzordnung geringere Geb\u00fchren, muss aber daf\u00fcr sechsmal anstatt viermal im Jahr im Hessischen fegen, so dass das Fegen insgesamt den Wimpfenern teurer kommt, als es nach der hessischen Regelung kosten w\u00fcrde).<\/li>\n<li>Das Forstamt und die Fischerei unterstehen hessischer Direktive.<\/li>\n<li><em>\u201eUnd der Wimpfener sitzt zwischen diesen s\u00e4mtlichen St\u00fchlen im luftleeren Raum \u2026\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Da das gro\u00dfes Aufsehen erregende und vor allem auch die Ministerpr\u00e4sidenten und Justizminister beider betroffenen L\u00e4nder besch\u00e4ftigende Urteil des w\u00fcrttemberg-badischen Amtsgerichts Heilbronn in Sachen \u201eBauen eines Kellers ohne Genehmigung der Baubeh\u00f6rde\u201c vom Dezember 1950 ebenfalls den Standpunkt vertritt, dass das auf Wimpfen angewandte w\u00fcrttemberg-badische Gesetz nicht anwendbar sei, weil auf hessischem Staatsgebiet als Landesrecht nur hessisches Recht zur Anwendung kommen k\u00f6nne, ist man jetzt allgemein der Auffassung, dass der Akt der \u00dcbernahme durch den Landkreis Sinsheim sowie die ins Auge gefasste Volksabstimmung \u00fcber eine Zugeh\u00f6rigkeit zu W\u00fcrttemberg-Baden bzw. den Landesteil Nordw\u00fcrttemberg (Landkreis Heilbronn) oder Nordbaden (Landkreis Sinsheim) nur verwaltungs- und nicht staatsrechtliche Relevanz beinhaltet. Diese Einsch\u00e4tzung teilt denn auch der hessische Ministerpr\u00e4sident Zinn, der im M\u00e4rz 1951 der \u201eHeilbronner Stimme, die <em>\u201eLicht in das Dickicht der gegenw\u00e4rtigen staatsrechtlichen und<\/em> <em>verwaltungsm\u00e4\u00dfigen Situation der Stadt bringen\u201c <\/em>will, Folgendes erkl\u00e4rt<em>:\u00a0\u201eNach\u00a0den gesetzlichen Bestimmungen kommt einer Befragung der Bev\u00f6lkerung von Bad Wimpfen \u00fcber ihre k\u00fcnftige staatsrechtliche Zugeh\u00f6rigkeit keine rechtliche Bedeutung zu. Doch wird die hessische Regierung, wenn die Mehrheit der Wimpfener Bev\u00f6lkerung sich f\u00fcr einen Anschluss an den Nachbarkreis Heilbronn aussprechen sollte, diesen Willen respektieren und versuchen, ihn in loyalen Verhandlungen mit der Regierung von W\u00fcrttemberg-Baden in gesetzlicher Form zu verwirklichen<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p>Nachdem der Staatsanwalt gegen das Urteil des Amtsgerichts Heilbronn Revision eingelegt hat, wird Mitte April 1951 vom Oberlandesgericht unter R\u00fcckweisung an das Amtsgericht Heilbronn gegenteilig entschieden: <em>Es sei nicht richtig, dass die Angliederung Wimpfens im Dezember 1945 nur rein verwaltungsrechtlich gewesen sei. Das Land Hessen, zu dem Wimpfen bis 1945 geh\u00f6rt habe, bestehe als selbst\u00e4ndiges Staatsgebiet nicht mehr; dieses sei im heutigen Gro\u00dfhessen aufgegangen und \u00fcbe &#8211; zumindest auf den entscheidenden Gebieten des staatlichen Lebens &#8211; \u00fcber Wimpfen keine hoheitlichen Befugnisse mehr aus.<\/em> Doch \u00e4ndert das an der Auffassung der hessischen Regierung nichts. Im von allen Seiten mit Leidenschaft gef\u00fchrten Wahlkampf zur Gemeindebefragung erkl\u00e4rt der hessische Regierungspr\u00e4sident Arnoul kategorisch folgendes: <em>\u201eTreue um Treue, Wimpfen bleibt hessisch.\u201c<\/em> Insbesondere vom ehemaligen \u00dcbergangsb\u00fcrgermeister der Nachkriegszeit und Gemeinderat Fritz Romig als dem Sprecher der Wimpfener Sozialdemokraten, die ungeachtet des Umstands, dass das \u201erote\u201c Land Hessen von der SPD regiert wird, f\u00fcr Heilbronn optieren, wird demgegen\u00fcber Folgendes ins Feld gef\u00fchrt: \u201e<em>Auf Gedeih und Verderb sind wir mit diesem Kreise verbunden. Hunderte von Arbeitern und Arbeiterinnen verdienen ihr Brot im Wirtschaftsgebiet Neckarsulm-Heilbronn \u2026 \u00a0Mich verbinden viele freundschaftliche Bande mit Hessen, mit ganzem Herzen w\u00fcrde ich am kommenden Sonntag mein Votum f\u00fcr Hessen in die Urne legen, vernunftm\u00e4\u00dfig muss ich aber, nachdem der Artikel 29 des Grundgesetzes in Kraft ist, aus besagten Gr\u00fcnden f\u00fcr Nordw\u00fcrttemberg, Landkreis Heilbronn, entscheiden und diesem freiwillig das geben, was er vielleicht schon in einem Jahr aufgrund Regierungserlasses zwangsl\u00e4ufig bekommen d\u00fcrfte.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das Votum der Mehrheit der Wimpfener f\u00fcr die Eingliederung in den Landesteil Nord-W\u00fcrttemberg und den Landkreis Heilbronn l\u00e4sst, wie schon zu Anfang dargestellt, die Hessen-Anh\u00e4nger unterliegen. Mit der<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-76.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-466 size-large alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-76-1024x615.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-76-1024x615.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wimpfen-hessische-enklave-76-300x180.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abbildung 76: Feierliche \u00dcbernahme der Stadt Wimpfen am Nachmittag des 5. Mai 1952 anl\u00e4sslich ihrer Eingliederung in den Landkreis Heilbronn (Zeitungsfoto)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>soll der Reigen der veranschaulichenden Darstellungen der stadtgeschichtlichen Geschehnisse und Dokumente geschlossen sein. Dieses zeigt die damals bei strahlenden Sonnenschein auf dem mit den Farben der Stadt und des Landes Baden- W\u00fcrttemberg geschm\u00fcckten Balkon des Rathauses versammelten Vertreter des \u00fcbernehmenden Landes (am Rednerpult: Innenminister Ulrich, vorgebeugt mit Spitzbart: Landtagspr\u00e4sident Keil), der betroffenen Landkreise (vorne: der Heilbronner Landrat Hirsch, Dritter von vorn: der Sinsheimer Landrat Dr. Herrmann) und der Stadt Wimpfen (neben dem Redner: B\u00fcrgermeister Dauner) sowie die auf dem Marktplatz einschlie\u00dflich der Schuljugend versammelte Bev\u00f6lkerung. Was die Redner anl\u00e4sslich dieses \u201ekleinen Staatsaktes\u201c zu sagen wissen, der mit Darbietungen der Stadtkapelle, der Gesangvereine und von Sch\u00fclerch\u00f6ren umrahmt wird und mit einem Festessen im Mathildenbad ausklingt und bei dem Landrat Hirsch im Namen des Kreistages Heilbronn dem Gemeinderat von Bad Wimpfen ein Gem\u00e4lde der Stadt zur Ausschm\u00fcckung des Rathauses \u00fcberreicht, sei hier in Anlehnung an die Presseberichte in Kurzfassung ausgef\u00fchrt:<\/p>\n<ul>\n<li>Begr\u00fc\u00dfungsansprache von B\u00fcrgermeister Dauner: Dieser w\u00fcrdigt die reiche Geschichte und Bedeutung der Stadt und streift die j\u00fcngste Entwicklung derselben, die schlie\u00dflich bis zu dem historischen Ereignis des Anschlusses an den Kreis Heilbronn gef\u00fchrt hat, in eine bessere Zukunft f\u00fchren solle und die Verpflichtung in sich berge, diese in ihrer jetzigen Gestalt der Nachwelt zu erhalten. Er schlie\u00dft mit dem Wunsch, dass nach f\u00fcnfj\u00e4hrigen \u201eK\u00e4mpfen\u201c nunmehr \u201eFriede\u201c in ihr einziehen m\u00f6ge.<\/li>\n<li>Innenminister Ulrich: Er \u00fcberbringt die Gr\u00fc\u00dfe und Segensw\u00fcnsche der Landesregierung und spricht die Hoffnung aus, dass Wimpfen, das, zwischen den L\u00e4ndern Baden und W\u00fcrttemberg gelegen, sein Eigenleben nicht habe entfalten k\u00f6nnen, nun die psychologische Br\u00fccke zwischen diesen beiden vereinigten L\u00e4ndern werden m\u00f6ge. Er empfinde es als innere Genugtuung, an diesem historischen Tag teilnehmen zu d\u00fcrfen. Er dankt der hessischen Regierung f\u00fcr das liebevolle Verst\u00e4ndnis und die besondere Pflege, die Hessen in den beinahe anderthalb Jahrhunderten der Stadt habe angedeihen lassen; dies sei auch f\u00fcr das neue Bundesland Verpflichtung. F\u00fcr den Anschluss an den Kreis Heilbronn seien wirtschaftliche, soziale und verkehrspolitische Gr\u00fcnde ma\u00dfgebend gewesen; die Gef\u00fchle der Einzelnen sollten davon unber\u00fchrt bleiben. Aber ob Badener, Hessen oder W\u00fcrttemberger, es sollte nicht vergessen werden, dass alle Deutsche seien. Der Stadt selbst sei in der geplanten kommunalen Selbstverwaltungsordnung des neuen s\u00fcdwestdeutschen Bundeslandes gen\u00fcgend Eigenleben gesichert. Mit einem herzlichen H\u00e4ndesch\u00fctteln mit B\u00fcrgermeister Dauner, das zugleich der gesamten Bev\u00f6lkerung gelten soll, \u00fcbernimmt der Innenminister die Stadt und \u00fcbergibt diese gleichzeitig mit guten W\u00fcnschen in die Pflege des Landkreises Heilbronn.<\/li>\n<li>Landrat Dr. Herrmann: Er entlasse die Stadt Bad Wimpfen aus dem Landkreis Sinsheim nicht ohne eine gewisse Resignation und k\u00f6nne das Gef\u00fchl des Bedauerns dar\u00fcber, dass die Verh\u00e4ltnisse st\u00e4rker waren, zwar nicht unterdr\u00fccken, doch empfinde er Befriedigung dar\u00fcber, dass nun endlich eine Entscheidung herbeigef\u00fchrt sei. Die jetzige Entwicklung habe f\u00fcr sich, dass sie aus der Entscheidung der Bev\u00f6lkerung geboren worden sei und damit kein obrigkeitlicher Verwaltungsakt vollzogen werde.<\/li>\n<li>Landrat Hirsch: Dieser kommt auf die Volksabstimmung vorigen Jahres vom 27. April zur\u00fcck und bemerkt, dass ein gro\u00dfer Unterschied zwischen heute und fr\u00fcher bestehe. Das Volk habe diesmal selbst \u00fcber sein Schicksal entschieden. Er werde deshalb Bad Wimpfen nicht als Vollzieher der Obrigkeit, sondern als Vollstrecker des \u00fcberwiegenden Teils der Bev\u00f6lkerung in seine Obhut nehmen. Bad Wimpfen werde nicht die 99. Gemeinde des Landkreises Heilbronn sein. Vertrauen m\u00fcsste gegen Vertrauen gesetzt werden. Der Kreis w\u00fcsste dieses Kleinod in der Reihe der deutschen St\u00e4dte wohl zu sch\u00e4tzen. Ein Geschenk verpflichte und die Verwaltung des Kreises Heilbronn erblicke diese Verpflichtung darin, dass sie den Fremdenverkehr und B\u00e4derbetrieb f\u00f6rdere. So habe der Kreistag f\u00fcr das laufende Haushaltsjahr ein Betrag von 20.000 DM f\u00fcr die Instandsetzung der Landstra\u00dfe 2. Ordnung eingesetzt; au\u00dferdem best\u00fcnde die berechtigte Hoffnung, dass zur Zeit schwebende Verhandlungen mit dem Innenministerium \u00fcber die Zuteilung von Mitteln f\u00fcr das soziale Wohnungsbauprogramm zu einem befriedigenden Abschluss gebracht werden k\u00f6nnten. Ab 17. Mai werde eine Hauptzweigstelle der Kreissparkasse Heilbronn in Wimpfen eingerichtet, da die Bezirkssparkasse Heppenheim bereits die Aufhebung ihrer bisherigen Zweigstelle angek\u00fcndigt habe. Er richtet an den Innenminister die Bitte, dass auch vom Land ein \u00dcbriges getan werde, um die beiden f\u00fcr Wimpfen wichtigen Br\u00fccken, die Stra\u00dfen- und die Eisenbahnbr\u00fccke, in diesem Jahr zu vollenden. Dieser Wunsch sei berechtigt, da Wimpfen in demokratischer Weise ein Drittel seiner Gemeindemarkung aufgegeben habe. In der nun anhebenden Gemeinschaft gebe es keine Unterschiede zwischen den W\u00fcrttembergern, Badenern oder Hessen; denn die Br\u00fccken \u00fcber den Neckar sollten auch in den Herzen bestehen. Er w\u00fcnscht weiterhin gute nachbarliche Beziehungen zum Landkreis Sinsheim.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie der damals 81-j\u00e4hrige eingeschworene f\u00fchrende \u201eKopf der Pro-Hessen-Bewegung\u201c Friedrich Feyerabend die nunmehrige Zugeh\u00f6rigkeit seiner geliebten Heimatstadt zum Landkreis Heilbronn sowie zum neu gebildeten Bundesland Baden-W\u00fcrttemberg verarbeitet hat, n\u00e4mlich mit dem ihm eigenen Humor, das l\u00e4sst sein damals entstandenes Mundart-Gedicht \u201eDie Akklimatisatio\u2019\u201c sp\u00fcren:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Akklimatisatio\u2019<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Familie Schnabel, Er und Sie &#8211;<br \/>\nEr, ein geborener Schwabe,<br \/>\nSie, eine geborene Wimpfenerin<br \/>\n(Wimpfener Heimatsprache, unterbrochen durch Schw\u00e4bisch)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Wass m\u00e4\u2019 nedd all\u00e4s muss \u00e4\u2019l\u00e4w\u00e4,<br \/>\nSeid m\u00e4\u2019 bei denn\u00e4 Schwoow\u00e4 senn\u2019.<br \/>\n\u00c4n ald\u00e4 Brauch sou uffzuhew\u00e4,<br \/>\nDass m\u00e4\u2019 sich selw\u00e4\u2019 nimmi kennt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">M\u00e5i Ald\u00e4\u2019 kummt zu\u00e4\u2019 Di\u00e4\u2019 hait r\u00e5i<br \/>\nUn secht graad raus: \u201eGr\u00fce\u00df Gott!\u201c<br \/>\nIh guck \u00e4m scharf in d\u2019 Aauch\u00e4 n\u00e5i,<br \/>\nHab werklich g\u2019m\u00e5nt \u201e\u00c4\u00e4\u2019 hot!\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Jetzt secht \u00e4\u00e4\u2019 zu m\u00e4\u2019: \u201eWoisch au schoo,<br \/>\nDass d\u2019jetzt Frau Schn\u00e4bele hoischt?<br \/>\nD\u2019r Schnabel isch zu grau\u00df, sei froh,<br \/>\nIsch kloiner, dass d\u2019s noo woischt!\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Ih saach: \u201eDu hosch sch\u00e5int\u2019s z\u2019viel gedrun\/g\u00e4,<br \/>\nIh zwaif\u2019l arich, wass d\u2019schw\u00e4tsch\u2019.\u201c<br \/>\nUn haww\u00e4m \u00e4\u2019nschtlich zugeblun\/g\u00e4<br \/>\nMit s\u00e5im saudumm\u00e4 G\u2019w\u00e4sch:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201eM\u00e4\u2019 schw\u00e4tzt, wie \u00e5m d\u00e4\u2019 Schnaww\u2019l steht!\u201c<br \/>\nDruff kummt \u00e4\u00e4\u2019 graad un schrait:<br \/>\n\u201eVon he|it ab isch\u2019s grad omgedreht,<br \/>\nGibt\u2019s Sp\u00e4tzle \u00e4lle Zeit!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">On \u00a0S c h d u a g e r t \u00a0isch die Residenz,<br \/>\nMua\u00df sich d\u2019r Lehrer merke,<br \/>\nDer dabbede Dokter Schnokabenz,<br \/>\nSonscht kriegt er jetzt viel \u00c4rger.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Der schw\u00e4tzt j\u00e5 blo\u00df vom Odewald,<br \/>\nD\u2019r Bergstr\u00e5\u00df on von Hessa.<br \/>\nD\u2019r Schwarzwald, der isch au et kalt,<br \/>\nDes send doch blo\u00df Finessa.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Bei der Eisebah\u2019 mua\u00df s\u2019anderscht werda,<br \/>\nWart noo, i fonk schoo nai!<br \/>\n\u201aE Billetle wenscht dees guade Herrle?\u2019<br \/>\nSo mua\u00df die Aa\u2019red sai.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">E neie Landkart mua\u00df jetzt her,<br \/>\nMer mua\u00df sich oriendiera,<br \/>\nWo\u2019s isch, dees grau\u00dfe Schw\u00e4bisch Meer,<br \/>\nOn etta blo\u00df n\u00e5ch Darmstadt stiera.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">D\u2019r Aschberg isch d\u2019r h\u00f6gschde Berg,<br \/>\nDes m\u00fcasset \u00e4lle wissa.<br \/>\nDu gucksch? Sei doch edd \u00fcberzwerg<br \/>\nD\u2019r Franz wird\u2019s besser wissa.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Die G\u2019sch\u00e4ftsleit\u2019 will i noo erw\u00e4hne,<br \/>\nDie Schilder m\u00fcasset weg.<br \/>\nDie m\u00fcasset sich endlich draa\u2019 g\u2019wehne,<br \/>\nS\u2019hat \u00e4lles sein guade Zweck.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201aHerr Sch\u00e4ufele, Herr Sausele,<br \/>\nHerr Schnauferle, Herr Brausele,<br \/>\nHerr Dieterle, Herr H\u00e4fele,<br \/>\nHerr Hofele, Herr G\u00e4bele.\u2019<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u2019s wird \u00e4lles omgedauft, j\u00e5, j\u00e5,<br \/>\nDu brauchscht et so zu gucka!<br \/>\nE volle Akklimatisatio\u2019<br \/>\nD\u00e5 isch et dra zu rucka.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Die Speiskart f\u00e4ngt mit Sp\u00e4tzle aa<br \/>\nUn h\u00f6rt mit Sp\u00e4tzle ouf,<br \/>\nUnd saure Kuddle komma draa,<br \/>\nj\u00e5, bass no orndlich ouf!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Beim Wai\u2019, d\u00e5 gibt\u2019s j\u00e5 gar koi Fr\u00e5g,<br \/>\nDerf\u2019s Schwoobawai\u2019 bloss sai.<br \/>\nDann hot mer endlich am\u00e5l hoch,<br \/>\nN\u00e5 seng\u2019sch noo oobadrai:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201aD\u2019r Staufaberg, d\u2019r Schmeckerle,<br \/>\nD\u2019r K\u00e4sberg, o Verreckerle,<br \/>\nD\u2019r Br\u00fcssele, d\u2019r Schnoiter,<br \/>\nDess send die Wegbereiter.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Goht\u2019s kromm, goht\u2019s schief, dees macht nix ous,<br \/>\nGraadaus mua\u00df s\u2019Ziel n\u00e5 sai\u2019,<br \/>\nSo kommet mer an onser Hous,<br \/>\nA Hoch, dem Schwobawai\u2019!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">D\u2019r G\u2019sangverae\u2019, deem isch\u2019s schoo g\u2019sait,<br \/>\nMua\u00df Lieder ei\u2019schdudiera,<br \/>\nRein Schw\u00e4bisch, voller Luscht on Fraed,<br \/>\nOn\u2019s Maul guat modelliera:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201aJetzt gang i ans Br\u00fcnnele,<br \/>\nOn Maidle, Maidle ruck, ruck, ruck,<br \/>\nTrutz net so, du Simbele,<br \/>\nMer moind, du w\u00e4rsch e Gluck.\u2019<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Und g\u00e5\u00e5scht amol ouf\u2019s R\u00e5dhous nouf,<br \/>\nN\u00e5 saisch \u201aGr\u00fca\u00df Gottle!\u2019 au;<br \/>\nDer B\u00fcrgermoischter wart\u2019 scho\u2019 drouf,<br \/>\nS\u2019wird \u00e4lles besser gau.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">A jede Feschtlichkeit em Rahme<br \/>\nF\u00e4ngt d\u2019Ouverd\u00fcre a<br \/>\nMit: \u201aAuf d\u2019r schw\u00e4b\u2019sche Eisebahne\u2019<br \/>\nIm stark Fortissima.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Am W\u00e4eg die Markstoi m\u00fcasset hoi\u00dfa,<br \/>\nLinks, rechts von Schduagert weg,<br \/>\nOn \u00e4lle m\u00fc\u00e4sset d\u00e5hi weisa!\u201c &#8212;&#8212;<br \/>\nI denk, o weh mit Schreck:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">M\u00e5in Ald\u00e4\u2019 setzt sich \u00e5n d\u00e4 Disch,<br \/>\nFengt \u00e5 zu schnawelier\u00e4;<br \/>\nZum Glick noch haw i\u2019 hait k\u00e5 Fisch,<br \/>\n\u00c4\u2019 dut noch prodeschdier\u00e4:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Ih kenn noch net recht Sp\u00e4tzlin mach\u00e4,<br \/>\nSie w\u00e4\u00e4r\u00e4 als zu grou\u00df,<br \/>\nSou \u00e5n\u00e4\u2019 kummt m\u00e5i\u2019m M\u00e5nn in Rach\u00e4,<br \/>\n\u00c4\u00e4\u2019 w\u00e5rrigst und zaww\u2019lt blou\u00df.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00c4\u00e4\u2019 isch \u00e4m in die falschi Gurch\u2019l,<br \/>\nI haau \u00e4m uff d\u00e4\u2019 Buck\u2019l n\u00e5i;<br \/>\n\u00c4\u2019 w\u00e4\u2019d g\u00e5nz bloo, und des Gemurch\u2019l,<br \/>\nHab aa m\u00e5i Fraid noch oww\u00e4dr\u00e5i.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Jetzt fliecht d\u00e4\u2019 Spatz \u00e5n d\u2019 Schaiw\u00e4 n\u00e5,<br \/>\nDie kriecht \u00e4n grou\u00df\u00e4 Schbrung.<br \/>\nStill, f\u00e4\u2019tich isch m\u00e5i gud\u00e4\u2019 M\u00e5\u2019,<br \/>\nAkklimatisie\u2019t im Schwung.<\/p>\n<p>AUSBLICK:<\/p>\n<p>Anmerkung:<\/p>\n<p>Dieser Ausblick erfolgt in gedr\u00e4ngter Fassung, die vor allem deshalb keine Vollst\u00e4ndigkeit anstreben kann, weil dieser Teil \u00fcber den gew\u00e4hlten Zeitrahmen hinausgreift. Wer dazu Weiteres erfahren will, der sp\u00fcre der Thematik in G\u00fcnther Haberhauer, \u201eWimpfener Zeitungsgeschicht(e(n) \u2026 eine Chronik \u2013 ein Lesebuch \u2013 ein Bilderbuch\u201c ab Seite 354 (1952 ff.) nach und lese vor allem auch auf den Seiten 649 \u2013 652 (1. Mai 1992) die Gru\u00dfworte des Ministerpr\u00e4sidenten von Baden-W\u00fcrttemberg Erwin Teufel und die lange damalige Ansprache des ehemaligen B\u00fcrgermeisters, sp\u00e4ter Landrat in Heilbronn, Klaus Czernuska zur Feierstunde anl\u00e4sslich des 40. Jahrestages der Zugeh\u00f6rigkeit Bad Wimpfens zum Landkreis Heilbronn nach! Und dann ist da noch der 2005 erstellte fundierte 9-seitige Jubil\u00e4ums-Aufsatz von Joachim J\u00e4nsch \u201eBad Wimpfen im Kreis Bergstra\u00dfe? 60 Jahre getrennt von Hessen\u201c, in dem die \u00fcber die gesamte Zeitperiode der Jahre 1945 \u2013 2005 hinweg schwelende ungel\u00f6ste Frage der staatsrechtlichen Zugeh\u00f6rigkeit Wimpfens auf der Basis der ergiebigen Aktenlage des Landkreises Bergstra\u00dfe (Heppenheim) verfolgt wird. Es steht zu hoffen, dass dieser in absehbarer Zeit vielleicht durch die Ver\u00f6ffentlichung in der Reihe \u201eRegia Wimpina\u201c zug\u00e4nglich sein wird.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Nach geschehener Abstimmung und vollzogener Eingliederung in den Landkreis Heilbronn mit Wirkung vom 1. Mai 1952 meldet das hessische Kabinett umgehend bei der Regierung des inzwischen neu gebildeten Landes Baden-W\u00fcrttemberg folgenden Protest an: <em>Es akzeptiere nicht, dass diese die hessische Exklave Bad Wimpfen als zum Gebiet des bisherigen Landes W\u00fcrttemberg-Baden geh\u00f6rig betrachte. Das Land Hessen besitze in Bad Wimpfen Finanzverm\u00f6gen (gemeint: die Staats\u00e4cker, die Stiftskirche, den Wormser Hof, das ehemalige Amtsgerichtsgef\u00e4ngnis u. a. m.) und werde einer \u00dcbergabe der Exklave nicht vor einer Regelung der Entsch\u00e4digungsfrage zustimmen. Au\u00dferdem unterliege die Grenz\u00e4nderung den Bestimmungen des Artikels 29 des Grundgesetzes. Wenn die baden-w\u00fcrttembergische Regierung darauf bestehen sollte, Bad Wimpfen in ihr Gebiet einzugliedern, werde Hessen das Bundesverfassungsgericht anrufen.<\/em><\/p>\n<p>Und 6 Jahre danach, im Dezember 1958, weist Dr. Lommel, der Landrat des Kreises Bergstra\u00dfe (fr\u00fcher Heppenheim), unter Berufung auf diesbez\u00fcgliche Feststellungen der baden-w\u00fcrttembergischen Beh\u00f6rden im Zusammenhang mit dem in Wimpfen inzwischen begonnenen Flurbereinigungsverfahren darauf hin, dass Bad Wimpfen immer noch hessisches Staatsgebiet sei. Im Falle dabei anstehender Korrekturen der Gemarkungsgrenze m\u00fcsse zun\u00e4chst die Landesgrenze zwischen Baden-W\u00fcrttemberg und Hessen ge\u00e4ndert werden, und dies k\u00f6nne nur durch Bundesgesetz geregelt werden. Auch gelte nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes von Baden-W\u00fcrttemberg in Bad Wimpfen immer noch hessisches Landesrecht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die erstgenannte Feststellung der staatsrechtlichen Zugeh\u00f6rigkeit im Fortgang unwidersprochen bleibt, wird die Anerkenntnis der G\u00fcltigkeit baden-w\u00fcrttembergischer Rechtssprechung f\u00fcr Wimpfen durch die folgende Rechtsauseinandersetzung best\u00e4tigt: Da nach \u00a7 83 Abs. 4 der am 1. April 1956 in Kraft tretenden baden-w\u00fcrttembergischen Gemeindeordnung in Gemeinden \u00fcber 3.000 Einwohnern das Recht der Teilnahme am Ortsb\u00fcrgernutzen in der Weise ausl\u00e4uft, dass Neuzug\u00e4nge nicht mehr erfolgen d\u00fcrfen und deshalb vom B\u00fcrgermeisteramt Wimpfen der Antrag eines Wimpfeners um Aufnahme in das Ortsb\u00fcrgerverzeichnis als Voraussetzung f\u00fcr einen sp\u00e4teren Empfang der als \u201ealtverbrieft\u201c und auf \u201eewig\u201c g\u00fcltig betrachteten B\u00fcrgerholzgabe abgelehnt wird, beschreitet der Betroffene den Rechtsweg mit der Begr\u00fcndung, dass die Frage der staatsrechtlichen Zugeh\u00f6rigkeit Wimpfens noch nicht geregelt sei und daher hessisches Recht angewandt werden m\u00fcsse. Es wird 1959 jedoch die Verwaltungsbeschwerde des Betroffenen durch das Landratsamt Heilbronn wie auch dessen Klage beim Verwaltungsgericht Stuttgart mit der Begr\u00fcndung abgelehnt, dass nach der Angliederung von Bad Wimpfen der \u00dcbergang der Gesetzgebungshoheit auf Baden-W\u00fcrttemberg ein tats\u00e4chlich bestehender Zustand sei. Somit l\u00e4uft die Darreichung der durch die Schenkung des Forstwaldes des Jahres 1223 durch K\u00f6nig Heinrich VII. an seine \u201etreuen Wimpfener B\u00fcrger\u201c bewirkten und stets ebenso hei\u00df erstrebten wie verteidigten sog. B\u00fcrgerholzgabe in der Weise aus, dass die Anwendung der Lokalstatuten des Jahres 1863 entf\u00e4llt und frei werdende Lose nicht mehr den B\u00fcrgern zugunsten der Gemeinde zufallen.<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Die in Frage gestellte staatsrechtliche Zugeh\u00f6rigkeit Wimpfens zu Baden-W\u00fcrttemberg d\u00fcrfte, nachdem nunmehr seit dem \u00dcbergang zum Landkreis Heilbronn mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen ist und inzwischen im Fr\u00fchjahr 2004 (im Gedenken des 150. Jahres des \u00dcbergangs Wimpfens an Hessen sowie gleichzeitig des 50. Jahres der \u00dcberleitung in den Landkreis Heilbronn im Jahre 1952) das baden-w\u00fcrttembergische und hessische Kabinett unter Leitung der Ministerpr\u00e4sidenten Erwin Teufel und Roland Koch ihr Jahrestreffen in Bad Wimpfen abgehalten haben, immer noch offen sein. Bei dieser Begegnung auf Wimpfener Boden war zu sp\u00fcren, dass die Mitglieder der beiden Kabinette andere, schwerere Sorgen als Wimpfens formaljuristisch immer noch ungekl\u00e4rte Situation dr\u00fccken, zumal Hessen sich inzwischen seiner gesamten Wimpfener Besitzt\u00fcmer entledigt hat: So sind nach und nach der Wormser Hof, die Pfalzkapelle und das ehemalige Amtsgerichtsgef\u00e4ngnis in das Eigentum der Stadt, der Stiftskirchenkomplex in das Eigentum des Benediktinerklosters Wimpfen-Gr\u00fcssau \u00fcbernommen worden; und auch die 73 ha hessischen Grundbesitzes sind im Zuge der Flurbereinigung mit der geplanten Aussiedlung der Bauernh\u00f6fe bereits 1957 an die W\u00fcrttembergische Landsiedlung verkauft worden.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf dieses bevorstehende Doppel-Jubil\u00e4um, dessen in nicht mehr als schlichter Weise mit einem Vortrag von Professor Dr. Klaus-Peter Schroeder, Heidelberg, gedacht worden ist, hat der Journalist Wieland Schmied die Frage der Staatszugeh\u00f6rigkeit Wimpfens beim baden-w\u00fcrttembergischen Innenministerium sondiert und in der Stuttgarter Zeitung vom 30. 4. 2002 einen Bericht unter der folgenden Schlagzeile gegeben: <em>\u201eMitten im Unterland steckt ein St\u00fcckchen Hessen. Die alte Stauferstadt Bad Wimpfen ist auch in den vergangenen 50 Jahren ein staatsrechtliches Kuriosum geblieben\u201c<\/em>. Und dieser ist die folgende glossierende Erkl\u00e4rung angef\u00fcgt: \u201e<em>Das Land Baden-W\u00fcrttemberg feiert fr\u00f6hlich seinen 50. Geburtstag. Aber es gibt auch B\u00fcrger, die eigentlich gar nicht mitfeiern d\u00fcrften: Spitzfindig betrachtet leben die Wimpfener n\u00e4mlich noch immer auf hessischem Staatsgebiet.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Was die diesbez\u00fcgliche Einsch\u00e4tzung durch das Stuttgarter Innenministerium anbelangt, so ist diese am Schluss des vorgenannten Berichts wie folgt wiedergegeben: <em>\u201eIm Jahre 1958 beispielsweise musste der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim dar\u00fcber br\u00fcten, ob bei Enteignungen in Bad Wimpfen hessisches oder baden-w\u00fcrttembergisches Recht anzuwenden sei. Die Richter entschieden sich f\u00fcr Letzteres. Aber 1966 zuckten sie hilflos die Achseln, als die Frage aufgeworfen wurde, ob mit dem Verwaltungsakt der US-Milit\u00e4rregierung auch das hessische Staatsgebiet Bad Wimpfen an Baden \u00fcbergangen sei. \u201aDas ist bis heute eine offene Frage\u2019, sagt Konrad von Rotberg, Chef der Abteilung f\u00fcr Verfassungs- und Kommunalrecht im Innenministerium. 1960 hat das Landesparlament zwar ein \u201aBad-Wimpfen-Gesetz\u2019 verabschiedet und damit das Landesrecht in den betroffenen Kreisen Heilbronn, Sinsheim und Mosbach vereinheitlicht. Aber einen Staatsvertrag halten weder die Rechtsexperten in Stuttgart noch in Wiesbaden f\u00fcr n\u00f6tig. \u201aHessen hat in Wimpfen kein Eigentum mehr\u2019, verteidigt der Kommunalrechtler von Rotberg diesen juristischen Schwebezustand. \u201aSo lange ein ungekl\u00e4rter Zustand keine Auswirkungen hat, kann man es dabei belassen.\u2019\u201c<\/em><\/p>\n<p>Um abschlie\u00dfend meine unma\u00dfgebliche Meinung dazu zu \u00e4u\u00dfern: Es d\u00fcrfte f\u00fcr die tangierten beiden Bundesl\u00e4nder wie auch f\u00fcr Wimpfen selbst wohl realistisch und deshalb gut und richtig sein, an diesem Zustand auch weiterhin nicht r\u00fchren zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterbewegung in hessischen Bahnen,\u00a0doch durch die Zerst\u00f6rung der Verkehrsverbindungen Ende des Zweiten Weltkrieges \u00fcber den Neckar\u00a0von der amerikanischen Besatzungsmacht dem Kreis Sinsheim unterstellt\u00a0und nach heftiger Missbilligung dieses Aktes durch Gemeindebefragung 7 Jahre sp\u00e4ter Heilbronn zugeordnet. Ausf\u00fchrliche Zeittafel 1933 \u201eBeurlaubung\u201c des B\u00fcrgermeisters Erich Sailer; Ersetzung durch Verf\u00fcgung des Reichsstatthalters Sprenger und die hessische Staatsregierung durch Dr. &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/anmerkungen\/hauptteil\/zeitperiode-vii-1933-195152\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zeitperiode VII (1933 \u2013 1951\/52)<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":96,"menu_order":11,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/422"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=422"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":746,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/422\/revisions\/746"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/96"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/hessische_enklave\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}