{"id":253,"date":"2016-06-11T14:15:01","date_gmt":"2016-06-11T12:15:01","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=253"},"modified":"2020-01-09T09:54:12","modified_gmt":"2020-01-09T08:54:12","slug":"sybilla-und-wilhelm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/sybilla-und-wilhelm\/","title":{"rendered":"E. Sybilla und Wilhelm"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie die Tochter von Hans dem \u00c4lteren und der Linderin namens SYBILLA (gest. 1556) der 5. Generation 1530 den aus dem N\u00fcrnberger Patriziat stammenden und als Fernhandelskaufmann in Venedig t\u00e4tigen BALTHASAR DERRER (1509 &#8211; 1586) heiratet, der sp\u00e4ter nach N\u00fcrnberg zur\u00fcckkehrt, dort in das im Stadtregiment h\u00f6chst wichtige Amt des Losungers und schlie\u00dflich in den Engeren Rat sowie in andere h\u00f6chste Positionen des Stadtregiments einr\u00fcckt, womit eine erste Eheverbindung der von Augsburg zugezogenen HERMANN mit einem Abk\u00f6mmling von einem der f\u00fchrenden hochverm\u00f6genden patrizischen Geschlechter N\u00fcrnbergs zustande kommt<\/strong><strong>; und wie Sybillas Bruder WILHELM zur\u00fcck nach Augsburg geht und dort 1529 eine Angeh\u00f6rige der reichen Kaufmannsfamilie der SCHMUCKER zur Frau nimmt.<\/strong><\/p>\n<p>Bei der nunmehr anstehenden Betrachtung der Generation 5 wenden wir uns zun\u00e4chst nicht deren Stammhalter zu, sondern den Kindern von\u00a0HANS DEM \u00c4LTEREN, dem \u201eItalienfahrer\u201d, wie Sporhan-Krempel diesen wegen seiner Niederlassung in Venedig nennt, welcher mit der LINDERIN oder LINDENMAIRIN verheiratet gewesen ist (siehe diese in den Abb. C 3, D 1 und D 4, markiert mit 4f).<br \/>\nSiehe zur Veranschaulichung des Weiterschreitens in den Generationen die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2782 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28-1024x292.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28-1024x292.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28-300x85.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28.jpg 1721w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. E 1: Der auf die Generationen 5 bis 7 und an den R\u00e4ndern etwas beschnittene Stammbaum von J. W. St\u00f6r, versehen mit Nummern und Buchstaben als Findehilfen.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>sowie<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2756 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wimpffen-Stammbaum1.jpg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"380\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. E 2: Das im Stammbaum St\u00f6r mit 5c gekennzeichnete Ehepaar SYBILLA und BALTHASAER D\u00d6RRER<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Laut dem Stammbaum St\u00f6r hatten die Vorgenannten f\u00fcnf Kinder, vier S\u00f6hne namens HAN\u00df DER J\u00dcNGER (5b), WILHELM (5d), LIENHARD (5e) und ZACHARIAS (5f) sowie eine Tochter SYBILLA (5c), die (siehe die vorstehende Abb. E 2) mit BALTHASAR D\u00d6RRER verheiratet war. Damit \u00fcbereinstimmend spricht Sporhan-Krempel von SYBILLE, die mit BALTHASAER DERRER verheiratet gewesen sei; die Abweichungen am Ende des Vornamens der Frau \u201ee\u201d statt \u201ea\u201d sowie \u201ee\u201d statt \u201e\u00f6\u201d im Nachnamen des Mannes d\u00fcrften keinerlei mindernde Rolle spielen. Deren Hochzeit fand nach Peter Fleischmann 1530 in Venedig und somit in jener m\u00e4chtigen und glanzvollen Fernhandelsstadt statt, die seit der um den Beginn des 15. Jahrhunderts nach Unterwerfung zuerst von Genua und dann von Verona, Padua, Ravenna und Bergamo als Umschlagplatz von Orient und Okzident jahrhundertelang das Monopol f\u00fcr den europ\u00e4ischen Levantehandel besa\u00df. Hertransportiert \u00fcber das Mittelmeer durch dessen allbeherrschende Flotte von Byzanz oder Alexandria, wurden von dort der Pfeffer und viele andere Gew\u00fcrze sowie\u00a0sonstige Kostbarkeiten und Luxuswaren wie \u00d6l und Safran, Seide und Musseline, Balsam und Weihrauch und viele andere hochbegehrte fremde pflanzliche Rohstoffe und auch Fertigwaren aus dem Orient, aus Indien, China usw. sowie umgekehrt etwa auch italienische Handwerks- und Kunstgewerbeerzeugnisse \u00fcber die verschiedenen zentralen Alpenp\u00e4sse insbesondere nach Augsburg, N\u00fcrnberg, Regensburg etc. und von dort bis hin nach dem Norden Europas gebracht und gegen nach dem S\u00fcden Europas transportierte deutsche Leinwand, Erzeugnisse des florierenden deutschen Bergbaus und Metallwaren, flandrische Tuche, Pelzwerk usf. ausgetauscht.<\/p>\n<p>Mit dieser Eheschlie\u00dfung vollzog sich zum ersten Male das, was bereits im vorangehenden Kapitel D. Auswanderer\u00a0Heinrich unter Zitierung von G. E. Waldau angek\u00fcndigt worden ist, n\u00e4mlich das \u00fcber mehrere Generationen hinweg erfolgte Einheiraten m\u00e4nnlicher wie auch weiblicher Abk\u00f6mmlinge der dem Zweiten Stand N\u00fcrnbergs zugeh\u00f6rigen HERMANN (VON WIMPFFEN) in den Ersten Stand N\u00fcrnbergs der hochverm\u00f6genden und die Geschicke N\u00fcrnbergs allein bestimmenden sog. Patrizier. Denn die DERRER VON DER UNTERN B\u00dcRG oder auch VON UNTERB\u00dcRG\u00a0(so beigenannt nach der ihnen im ausgehenden 15. Jahrhundert zugekommenen und vom Kaiser als Stammsitz best\u00e4tigten Wasserburg nahe dem \u00f6stlich von N\u00fcrnberg gelegenen Weiler Erlenstegen) geh\u00f6rten zu den Ersten N\u00fcrnberger Geschlechtern, die sich als solches 1319 ersterw\u00e4hnt und im Engeren Rat bereits seit 1355 (FRITZ DERRER) finden und ein erfolgreiches zwischen N\u00fcrnberg, Venedig und Wien operierendes\u00a0Handelsgesch\u00e4ft betrieben. Das Wappen der DERRER bzw. D\u00d6RRER, ein mit drei stilisierten Bl\u00fcten besetzter Schr\u00e4gbalken, findet sich im Stammbaum von St\u00f6r nach (heraldisch gesehen) rechts statt richtigerweise nach links geneigt. Aus den weiteren Angaben von Sporhan-Krempel unter Hinzuziehung des dreib\u00e4ndigen Werkes von Peter Fleischmann \u201eRat und Patriziat in N\u00fcrnberg. Die Herrschaft der Ratsgeschlechter vom 13. bis zum 18. Jahrhundert\u201d (2008) ist noch Folgendes entnehmen: Es handelte sich bei dem Gatten der Sybilla um BALTHASAR I. DERRER\u00a0(1509 \u2013 1586), dessen Vater HANS DERRER sich 1504 am sp\u00e4teren Hochzeitsort des Sohnes Venedig als Fernhandels-Kaufmann niedergelassen hatte. Wegen des Gesch\u00e4fts ist Balthasar I. Derrer mit seiner Familie bis sp\u00e4testens 1532 in Venedig geblieben, wo er sicher reiche breitgef\u00e4cherte fernkaufm\u00e4nnische Anregungen und Erfahrungen sammeln konnte. Viele junge Patrizier, ob sie nun von N\u00fcrnberg oder in einem anderen Ort des Fernhandels beheimatet waren, begannen als Lehrlinge, dann als sog. Faktoren (Handelsbevollm\u00e4chtigte) ihrer als Familienunternehmung gef\u00fchrten Handelsgesellschaft ihre Laufbahn an solchen Brennpunkten des europ\u00e4ischen Handels oder blieben oft sogar dauernd im Ausland. Nach seiner nunmehrigen R\u00fcckkehr in seine Vaterstadt N\u00fcrnberg wurde Balthasar I. Derrer 1534 zum Genannten (des Engeren Rats) und gleichzeitig zum Sch\u00f6ffen am Untergericht, sp\u00e4ter auch am Stadt- und Ehegericht bestellt. Nachdem das Stammhaus der Derrer am Weinmarkt bei der nach diesem benannten Derrersbr\u00fccke 1522 aus dem Besitz der Familie ausgeschieden war, erwarb er 1535, Zeichen seiner finanziellen Potenz, ein stattliches Anwesen zwischen Rathaus und Kaiserstallung (Burgstra\u00dfe 19). W\u00e4hrend sein Bruder LADISLAUS III. DERRER (1496 \u2013 1569) noch Alter Genannter des Kleineren Rates war, holten die W\u00e4hler 1536 Balthasar I. Derrer als J\u00fcngeren B\u00fcrgermeister in die Ratsstube, so dass bis 1538, Beweis des Ansehens und der Machtstellung der Familie, sogar zwei Derrer im Kleineren Rat vertreten waren. Unverdrossen widmete Balthasar I. Derrer sich trotzdem daneben seinem Fernhandelsgesch\u00e4ft, aber auch den Aufgaben im Kleineren Rat, der ihn 1543 zum Rugherrn (das Rugamt \u00fcbte die Aufsicht \u00fcber das Handwerk aus) bestellte. 1557 kommt er vertretungsweise und 1558 definitiv als Erster B\u00fcrgermeister an die Reihe. Zwei Jahre zuvor (1556) war seine immerhin der Ehrbarkeit (= dem Zweiten Stand) angeh\u00f6rende Frau SYBILLA GEB. HERMANN gestorben, die ihm 9 Kinder geboren hatte, ein Umstand, der nat\u00fcrlich im Stammbaum von J. W. St\u00f6r nicht in Erscheinung tritt. Ein halbes Jahr nach deren Tod ging er eine zweite Ehe mit MAGDALENA BAYER\u00a0ein. Diese stammte ebenfalls nicht aus dem Patriziat, sondern wieder \u201enur\u201d aus dem Zweiten Stand, <em>\u201ewas bei den Derrer\u201d<\/em>, so Fleischmann (bezogen auf die Heiraten deren Frauen), <em>\u201esehr h\u00e4ufig zu beobachten ist\u201d<\/em>. Die nachstehende<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-39 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/015-300x211.jpg\" alt=\"015\" width=\"584\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/015-300x211.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/015-768x541.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/015.jpg 881w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. E 3: Medaille mit dem Brustbild f\u00fcr Balthasar Derrer I. (1509 \u2013 1586) und der Umschrift dessen Namens sowie \u201eAETATIS. LX.\u201d<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>zeigt den Vorbeschriebenen im Alter von 60 Jahren und damit zu einer Zeit, da sein \u00e4lterer Bruder LADISLAUS III. starb und ihm alle Derrerschen Lehen und Grundherrschaften zufielen.<br \/>\nHier auf die weitere Schilderung dessen permanenten Aufstiegs in der N\u00fcrnberger patrizischen Rats- und \u00c4mterhierarchie verzichtend, seien nur noch die von diesem erreichten Endpunkte aufgef\u00fchrt: Von 1580 ab amtiert er als der Vorderste der beiden sog. Losunger, deren Amtsbezeichnung auf das mittelhochdeutsche Wort \u201el\u00f4sunge\u201d oder \u201eloesunge\u201d zur\u00fcckgeht und u. a. die Ausl\u00f6sung mit Geld oder die Geldeinnahme mit Steuererhebung bedeutete. Dessen und des sog. Zweiten Losungers Aufgaben bestanden vor allem im Erheben und Verwahren der Verm\u00f6genssteuer und des seit Mitte des 13. Jahrhunderts erhobenen Ungelds (Getr\u00e4nkesteuer), im Entrichten der Reichssteuer sowie im Bestreiten der Ausgaben; damit waren die beiden Losunger f\u00fcr die Erhebung und Verwaltung der \u00f6ffentlichen Eink\u00fcnfte zust\u00e4ndig. Dieses verantwortungsvolle Amt wurde nat\u00fcrlich nur an Angeh\u00f6rige der Ersten Geschlechter vergeben, die sich bereits in anderen \u00c4mterfunktionen bew\u00e4hrt hatten. Auch war den Losungern damals in Personalunion als Oberste Hauptleute der Staatsschatz anvertraut. In der im Rathaus befindlichen sog. Losungsstube, die schwer gesichert und nur durch eine versteckte T\u00fcr \u00fcber eine schmale Wendeltreppe erreichbar war, befanden sich neben den Geldvorr\u00e4ten auch die wertvollsten Dokumente der Reichsstadt. Au\u00dferdem r\u00fcckt Balthasar I. Derrer kurz danach ohne sein Zutun kraft seines hohen Alters von 70 Jahren zum vordersten Repr\u00e4sentanten des Kleineren Rates und somit auch des f\u00fchrenden reichsst\u00e4dtischen Stadtregiments in N\u00fcrnberg sowie als Verweser des Reichsschulthei\u00dfenamtes auf. Daneben darf er aber auch weiterhin seine Kaufmannschaftshandlung betreiben, bis ihn am 16. M\u00e4rz 1586 der Tod erteilt. Er findet seine letzte Ruhest\u00e4tte in der Derrerschen Gruft in der Pfarrkirche St. Nikolaus und Ulrich in M\u00f6geldorf. Sicherlich hat diese Einheirat in die zu den Ersten Geschlechern N\u00fcrnbergs gez\u00e4hlte Familie bei der nur dem Zweiten der N\u00fcrnberger Geschlechter der Ehrbarkeit zugerechneten Hermann-Familie hohen Gefallen gefunden und sehr zur F\u00f6rderung deren \u00f6ffentlichen Ansehens beigetragen. Eine Standesderh\u00f6hung konnte es deren Namenstr\u00e4gern jedoch in Anbetracht der starren oligarchischen N\u00fcrnberger Machtgegebenheiten nicht bringen.<\/p>\n<p>Wir gehen nun weiter zum im Stammbaum von J. W. St\u00f6r unter 5d zweitgenannten der vier S\u00f6hne des \u00e4lteren Hans und der Linderin,\u00a0der WILHELM\u00a0hie\u00df und MAGDALENA SCHMUCKERIN oder vielleicht auch SCHM\u00dcCKERIN bzw., so Sporhan-Krempel, MAGDALENA SCHMUCKER aus Augsburg geheiratet hat.<\/p>\n<p>Siehe dazu:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2763 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wimpffen-Stammbaum1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"451\" height=\"400\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. E 4: Ausschnitt des Stammbaumes des J. W. St\u00f6r, beschr\u00e4nkt auf WILHELM und MAGDALENA SCHMUCKERIN oder vielleicht auch<\/strong> <strong>SCM\u00dcCKERIN<\/strong>.<strong> \u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese stammte, wie Sporhan-Krempel hinzuf\u00fcgt, aus Augsburg, der alten Heimat der Hermann von Wimpffen, wohin Wilhelm zur\u00fcckgekehrt sei. Aus der vorgenannten Feststellung von Sporhan-Krempel ist zu schlie\u00dfen, dass entweder schon Wilhelms Vater Hans oder sp\u00e4testens Wilhelm selbst (wie im Jahr 1512 der Vetter bzw. Onkel Heinrich der \u00c4ltere) ebenfalls von Augsburg nach N\u00fcrnberg ausgewandert ist, was von Sporhan-Krempel nicht angesprochen wird. Diese schreibt nur, dass diese Heirat 1529 erfolgt sei, eben in jenem Jahr, wo Wilhelm, wie es ausdr\u00fccklich in alten Aufzeichnungen hei\u00dfe, <em>\u201eallda auf die Herrenstube gelanget\u201d.<\/em> \u201e<em>Das bedeutetet\u201d, <\/em>so folgert Sporhan-Krempel, <em>\u201eda\u00df Wilhelm in das Augsburger Patriziat aufgenommen wurde. Halten wir das f\u00fcr sp\u00e4ter fest.\u201d<\/em>\u00a0Diese sog. Herrenstube war eine Augsburger gesellschaftliche Korporation, in der Patrizier und auch durch Heirat herrenstubenf\u00e4hig gewordene Nichtpatrizier aufgenommen waren, die dadurch in die zwischen den Patriziern und den Mitgliedern Kaufleutezunft rangierenden Standesgruppe der \u201eMehrer\u201c aufstiegen. Die SCHMUCKER, die durch Barchenttuchhandel reich gewordene weberz\u00fcnftige Kaufleute waren und zu den reichsten Augsburger B\u00fcrgern mit ganz betr\u00e4chtlichem ausw\u00e4rtigem Streubesitz in Form mehrerer arrondierter Grundherrschaften geh\u00f6rten, sollen 1538, d. h. bald nach der Heirat des Wilhelm, ins Augsburger Patriziat aufgenommen worden sein, in dem sie sich aber nur kurz h\u00e4tten halten k\u00f6nnen. In der Prosopographie der Augsburger Eliten des 16. Jahrhunderts erscheint die Schmucker-Familie fast nicht, abgesehen von wenigen verstreuten m\u00e4nnlichen und weiblichen Einzelvertretern, auch nicht ein Wilhelm Hermann (oder auch Hoermann bzw. H\u00f6rmann, wie die dort zu findenden Nachnamens-Varianten lauten). Das bedeutet aber nicht, dass die Schmucker im Augsburg des 16. Jahrhunderts nicht existent gewesen seien. Denn in der vorgenannten \u201eProposographie<em>\u00a0<\/em>\u00a0der Augsburger Eliten des 16. Jahrhunderts\u201c\u00a0sind nur solche Augsburger Gro\u00dfkaufleute erfasst, deren hohes Steueraufkommen aus \u00f6rtlichen Einnahmen floss, w\u00e4hrend die haupts\u00e4chlich aus \u00fcber\u00f6rtlichen Einnahmen der Schmucker stammenden solchen unerfasst blieben und somit die Aufnahme der dahinter stehenden Personen in diese entfiel.<\/p>\n<p>Das Wappen der Schmucker zeigt einen von drei sechsstrahligen Sternen umfangenen Sparren. Dieser Sparren mit drei Sternen sticht dem Betrachter des Stammbaums von St\u00f6r dadurch ins Auge, dass er zusammen mit den drei Sternen in den Wappenzeichen all der dieser Ehe entwachsenen Nachkommen \u00fcber die drei Folgegenerationen 6, 7 und 8 hinweg enthalten ist, allerdings jetzt zusammen mit dem dar\u00fcber gesetzten Widder der Hermann von Wimpffen zu einem sog. Allianzwappen vereint. Der Widder schreitet hier aber nicht mehr auf den beiden Hinterbeinen, sondern rennt auf allen vier Beinen voran, und zwar wie bei der Urform der m\u00e4nnlichen Spr\u00f6sslinge nach (heraldisch gesehen) links, bei den weiblichen solchen nach (heraldisch gesehen) rechts. Es erscheint schon kolossal, siehe dazu die<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2774 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-24-1-1024x502.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-24-1-1024x502.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-24-1-300x147.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-24-1.jpg 1721w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. E 5: Die nach J. W.St\u00f6r aus der Ehe des WILHELM HERMANN mit der MAGDALENA SCHMUCKER aus Augsburg der Generation 5 hervorgegangenen zahlreichen Nachkommen der Generationen 6, 7 und<\/strong> 8,<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>welche gro\u00dfe Zahl von Nachkommen laut St\u00f6r im Gang der Generationen aus Wilhelm und Magdalena herausgewachsen ist: Sind es in der Generation 6 nur <u>6<\/u> (6l \u2013 6q) solche, dann in der Generation 7 bereits <u>9<\/u> (7r \u2013 7z) + 3 (7aa \u2013 7cc) + <u>7<\/u> (aus Platzgr\u00fcnden hinuntergesetzt: 7dd \u2013 7kk) = <u>19<\/u> und in der Generation 8 weitere <u>4<\/u> (8q \u2013 8t) + 4 (8u \u2013 8x) = <u>8<\/u> solche, das sind insgesamt <u>33<\/u>. Aus dieser m\u00e4chtigen Anzahl von Wappenschilden mit dem Widder der Hermann bzw. H\u00f6rmann (sp\u00e4teren Hermann von Wimpffen) oben und dem Sparren mit den drei Sternen der Schmucker unten sei nachstehend eines zum Zwecke der besseren Sichtbarmachung der drei Sterne vergr\u00f6\u00dfernd herausgegriffen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-40 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/016-292x300.jpg\" alt=\"016\" width=\"433\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/016-292x300.jpg 292w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/016.jpg 372w\" sizes=\"(max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. E 6: Das im Stammbaum St\u00f6r den weiblichen Abk\u00f6mmlingen der aus der <\/strong><strong>Eheschlie\u00dfung von 1529 \u00a0des Wilhelm Hermann mit Magdalena Schmucker von Augsburg zugeordnete Allianzwappen, das unten einen von drei Sternen umschlossenen\u00a0Sparren und oben einen springenden Widder zeigt<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nunmehr die in der Abb. E 5 die Namen deren sechs Kinder betrachtend, finden wir f\u00fcnf S\u00f6hne, n\u00e4mlich CONSTANTIN (6l), CAROLUS (6m), CHRISTOFF (6n), merkw\u00fcrdigerweise noch einmal CAROLUS (6p) und dann noch JOHANNES (6q) sowie eine Tochter namens MAGDALENA (6o), die mit MATTHEUS BERCKM\u00dcLLER verheiratet war.<\/p>\n<p>Laut Dr. Hans H. von Wimpffen war der vollst\u00e4ndige Name des an letzter Stelle unter 6q der Kinderreihe als JOHANNES erscheinenden wohl \u00e4ltesten Sohnes JOHANN ALBERT VON WIMPF(F)EN\u00a0und ist dieser 1539 in Augsburg geboren und 1589 in N\u00fcrnberg gestorben; er habe in Stra\u00dfburg studiert und den Beruf eines Arztes zuerst in Augsburg und dann in N\u00fcrnberg ausge\u00fcbt. In dem 1564 in Ingolstadt erschienenen Buch \u201eVier Leichenreden auf den Tod von Herrn Dr. Frid. Staphyl\u201d\u00a0erscheint er als einer der Leichenredner, der den Titel Doktor der sieben freien K\u00fcnste und der Philosophie, Professor der Academie Ingolstadt, f\u00fchrt. Laut G\u00fcnther Haberhauer \u201eIllustrierte Chronik der Stadt Bad Wimpfen\u201d von 2012 soll dieser \u201eJOHANNES ALBRECHT DE WIMPINA\u201d\u00a0von 1563 \u2013 1570 F\u00fcrstlich-Bayrischer Hofmedicus gewesen sein und 1574 als Pr\u00e4ceptor in Vaihingen gewirkt haben. Unbezweifelbar erscheint, dass dieser ein enger Freund des ber\u00fchmten und mit gro\u00dfem Erfolg neue Wege weisenden Arztes Paracelsus gewesen ist, dessen Werke er betreut und zum Teil herausgegeben hat. Die Titelseite seines Paracelsus geltenden Werkes des Jahres 1570 sei gezeigt in der nachfolgenden<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-41 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/017-794x1024.jpg\" alt=\"017\" width=\"660\" height=\"851\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/017-794x1024.jpg 794w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/017-233x300.jpg 233w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/017-768x991.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/017.jpg 1097w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. E 7: Titelseite: Archidoxa D. Philippi Theophrasti Paracelsi von Hohenheim\/zw\u00f6lff B\u00fccher\/darin alle gehaimnue\u00df der natur er\u00f6ffnet\/ &#8230; Auch noch vier andere B\u00fcchlein\/ So darzu gethan worden\/ &#8230; Von D. Iohanne Alberto Vvimpinaeo, Medico &amp; Philosopho, Gedruckt zu M\u00fcnchenb\/Bey Adam Berg Anno M. D. LXX &#8230; <\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie dem Titelende dieses Werkes zu entnehmen, erscheint Johann Albert dort in der damaligen Manier des Humanismus \u201eD. (Doctor) Iohann Albert Vvimpinae, Medicus &amp; Philisophus\u201d. Das Hauptwerk dieses der medizinischen Wissenschaft Huldigenden hie\u00df \u201eDe concordia Hippocraticorum et Paracelsistarum libri magni. Excursiones defensivae cum appendice, quid medico sit faciundum\u201d. An dessen Beispiel wird klar, dass in der Reihe der unz\u00e4hlig-un\u00fcberschaubaren Augsburger wie auch N\u00fcrnberger Abk\u00f6mmlinge der Hermann bzw. Hermann von Wimpffen manche Berufe ergriffen haben bzw. ergreifen mussten, die v\u00f6llig au\u00dferhalb derjenigen der hier im Fokus stehenden zentralen Personen des Geschlechtes lagen. Wichtig erscheint, sich zu vergegenw\u00e4rtigen, dass in der Namensbezeichnung des vorbenannten Verfassers der Urname Hermann bereits ganz verschwunden ist, wobei nat\u00fcrlich das \u201ede Wimpina\u201d oder \u201evon Wimpfen\u201d &#8211; wie dies in der Regel bei den Gelehrten wie auch Studenten des Zeitalters des Humanismus allgemein der Fall gewesen ist und wie auch die Namensform im oben gezeigten Buchtitel \u00a0von \u201eD. Johanne Alberto Vvimpinaeo\u201d erkennen l\u00e4sst &#8211; nur als Bezeichnung der Herkunft und nicht als Adelsbezeichnung zu betrachten ist. Das \u201evon Wimpffen&#8220;, so ist mit Sicherheit aus den Angaben von Sporhan-Krempel zu schlie\u00dfen, hatte sein Vater WILHELM\u00a0&#8211; wie alle Familienmitglieder &#8211; von seinem von Augsburg nach N\u00fcrnberg ausgewanderten Bruder HEINRICH (DEM J\u00dcNGEREN) \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Beim Versuch, Aussagen \u00fcber weitere der vorgenannten Kinder des WILHELM und der SCHMUCKERIN (5d) zu finden, sah es zum ersten Male so aus, als ob Angaben der 1575 Namen erfassenden \u201eProsopographie der Augsburger Eliten des 16. Jahrhunderts\u201d mit solchen von St\u00f6r bez\u00fcglich der von diesem an der dritten Stelle deren Kinderreihe gef\u00fchrten und mit 6n gekennzeichneten Sohnes und dessen Frau zusammengehen, so mit:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">CHRISTOFF H\u00d6RMANN und SUSANNA WALTERIN<br \/>\n(siehe oben in der Abb. E 5, bezeichnet mit 6n).<\/p>\n<p>Denn unter der Lfdnr. 460, Seite 321\/322, lie\u00dfen sich dort u. a. die folgenden korrespondierenden Sachverhalte entnehmen:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">CHRISTOPH HOERMANN und SUSANNA WALTHER,<\/p>\n<p>welche als die Eltern aufgef\u00fchrt sind von:<\/p>\n<ol>\n<li>MATTH\u00c4US BERNHARD HOERMANN, der 1576 geboren und 1656 gestorben und B\u00fcrger in Augsburg gewesen ist, dem Berufsstand der Mehrer (Kaufleute) angeh\u00f6rte und seit 1602 mit BARBARA MENHARD verheiratet war.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Und als (der Generation 7 zuzurechnende) Geschwister desselben sind angegeben:<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>BERNHARD HOERMANN, verheiratet 1599 mit ANASTASIA SCHMELZ;<\/li>\n<li>SUSANNA HOERMANN, verheiratet 1613 mit ZACHARIAS JENISCH;<\/li>\n<li>MARIA HOERMANN, verheiratet 1604 mit ANDREAS KREUZERER und sp\u00e4ter mit DANIEL HOSER;<\/li>\n<li>SABINA HOERMANN, verheiratet 1601 mit DAVID II KOCH.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Will man diesen CHRISTOPH HOERMANN und seine Gattin SUSANNA WALTHER der Proposographie dem vorgenannten gleichnamigen Ehepaar des Stammbaumes St\u00f6r der Kennzeichnung 6n CHRISTOFF H\u00d6RMANN und SUSANNA WALTERIN gleichsetzen, so m\u00fcssten beider Kinderreihen eigentlich \u00fcbereinstimmen. Somit seien die im Stammbaum St\u00f6r aufgef\u00fchrten Kinder des letztgenannten Paares und ggfls. deren Ehepartner zum Zwecke des Vergleichs nachstehend ebenfalls aufgef\u00fchrt (zu finden oben in der Abb. E 5):<\/p>\n<ol>\n<li>(siehe 7r): HAN\u00df JACOB H\u00d6RMANN;<\/li>\n<li>(siehe 7s): JOHANN CHRISTOFF H\u00d6RMANN;<\/li>\n<li>(siehe 7t): BERNHARD H\u00d6RMANN, verheiratet mit ANASTASIA SCHMELTZIN;<\/li>\n<li>(siehe 7u): SUSANNA H\u00d6RMANN, verheiratet mit HIERONIMUS MAIR;<\/li>\n<li>(siehe 7v): MARIA H\u00d6RMANN, verheiratet zuerst mit ANDREAS KREITZER, dann mit DANIEL HOSER;<\/li>\n<li>(siehe 7w): CONRAD H\u00d6RMANN, verheiratet mit ANNA EGLOFFIN;<\/li>\n<li>(siehe 7x): MAGDALENA H\u00d6RMANN, verheiratet mit HAN\u00df GEORG WEI\u00df;<\/li>\n<li>(siehe 7y): SABINA H\u00d6RMANN und<\/li>\n<li>(siehe 7z): SYBILLA H\u00d6RMANN.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es finden sich somit, was die Zahl der Geschwister anbelangt, irritierenderweise in der Prosopographie (oben) nur f\u00fcnf gegen\u00fcber dem Stammbaum St\u00f6r (unten) dagegen neun solche. Was aber die Geschwisternamen als solche betrifft, so sind immerhin vier der oberen (Nr. 2, 3, 4 und 5) mit vier der unteren (Nr. 3, 4, 5 und 8) identisch; und dazuhin stimmt bei zwei der Paare der Name des Ehepartners bzw. der Ehepartner \u00fcberein, und zwar oben Nr. 2 und mit unten Nr. 3 \u00a0sowie oben Nr. 4 und unten Nr. 5 (hier beide Namen). Der haupts\u00e4chliche Grund f\u00fcr die von der Prosopographie der Gegenwart erfasste wesentlich geringere Zahl der Kinder des CHRISTOFF H\u00d6RMANN alias CHRISTOPH HOERMANN bzw. Enkel des WILHELM H\u00d6RMANN und der SCHMUCKERIN d\u00fcrfte auf die heute gegen\u00fcber der Zeit der Entstehung des Stammbaums St\u00f6r reduzierte Zahl vorhandener Archivunterlagen zur\u00fcckgehen. \u00dcber das festzustellende offenkundige Auseinanderdriften der Aussage \u00fcber den Gatten der beiderseits aufgef\u00fchrten Tochter bzw. Enkelin SUSANNA HOERMANN bzw. H\u00d6RMANN namens ZACHARIAS JENISCH da und HIERONIMUS MAIR dort lie\u00dfe sich nur spekulieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie dem auch sei: Die Idendit\u00e4t der am Anfang der Vergleichung von St\u00f6r mit der Prosopographie aufgef\u00fchrten Personenpaare<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">CHRISTOFF H\u00d6RMANN &#8211; SUSANNA WALTERIN<br \/>\nund<br \/>\nCHRISTOPH HOERMANN &#8211; \u00a0SUSANNA WALTHER<\/p>\n<p>erscheint zweifelsfrei gegeben. Und auch die Zutreffendheit der von St\u00f6r angegebenen Schar von deren neun Kindern mit Ehepartnern ist im Ganzen gesehen nicht in Frage zu stellen. Die vorstehende Einsch\u00e4tzung d\u00fcrfte ma\u00dfgeblich dazu beitragen, die grundlegenden Angaben des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r als zuverl\u00e4ssig betrachten zu k\u00f6nnen. H\u00f6chst aufschlussreich erscheint auch der Umstand, dass in den \u201eAnmerkungen\u201d der Prosopographie (siehe dort Lfdnr. 460, Seite 322) u. a. Folgendes gesagt ist: <em>\u201eChristoph Hoermann stammt aus Wimpfen.\u201d\u00a0<\/em>Damit kann zwar unter keinen Umst\u00e4nden gemeint sein, dass der Genannte direkt von Wimpfen nach Augsburg ausgewandert ist, sondern das, was von\u00a0der Familien\u00fcberlieferung gesagt und dem Textautor, auf welchem Weg auch immer, bekannt gewesen ist, n\u00e4mlich: dass die HERMANN oder auch HOERMANN urspr\u00fcnglich aus Wimpfen gekommen sind.<\/p>\n<p>Wir werden in der Er\u00f6ffnung des Kapitels H. Kaufbeuren-Augsburger H\u00f6rmann der Herkunft von SUSANNA WALTERIN\u00a0oder WALTHER\u00a0und insbesondere der Berufst\u00e4tigkeit ihres Mannes CHRISTOFF\u00a0bzw. CHRISTOPH H\u00d6RMANN\u00a0bzw. HOERMANN nachzusp\u00fcren haben, wobei wir zu dem Schluss kommen werden, dass dieser sich h\u00f6chstwahrscheinlich in die Spur der als Kaufleute und insbesondere Fernh\u00e4ndler t\u00e4tigen Vorfahren wie Anverwandten begeben hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Tochter von Hans dem \u00c4lteren und der Linderin namens SYBILLA (gest. 1556) der 5. Generation 1530 den aus dem N\u00fcrnberger Patriziat stammenden und als Fernhandelskaufmann in Venedig t\u00e4tigen BALTHASAR DERRER (1509 &#8211; 1586) heiratet, der sp\u00e4ter nach N\u00fcrnberg zur\u00fcckkehrt, dort in das im Stadtregiment h\u00f6chst wichtige Amt des Losungers und schlie\u00dflich in den &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/sybilla-und-wilhelm\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">E. 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