{"id":259,"date":"2016-06-11T14:18:46","date_gmt":"2016-06-11T12:18:46","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=259"},"modified":"2020-01-11T12:24:37","modified_gmt":"2020-01-11T11:24:37","slug":"suedfernhaendler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/suedfernhaendler\/","title":{"rendered":"F. S\u00fcdfernh\u00e4ndler"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie <\/strong><strong>der ebenfalls Fernhandel betreibende Sohn von Han\u00df dem \u00c4lteren und weitere Bruder von Sybilla namens HAN\u00df DER J\u00dcNGERE <\/strong><strong>(Generation 5) eine<\/strong><strong>\u00a0Zypriotin und einer von dessen drei S\u00f6hnen namens LIENHARD (Generation 6) eine Italienerin heiratet und aus dessen im S\u00fcden Europas sich zahlreich ausbreitender Kinderschar der abermals HAN\u00df (gestorben 1606) gehei\u00dfene Sohn (Generation 7) 1598 in die Gro\u00dfkaufmannsfamilie der TUCHER einheiratet, die zu den<\/strong><strong>\u00a0ganz gro\u00dfen Ersten (und zeitweise u. a. auch in Augsburg ans\u00e4ssig gewesenen)\u00a0<\/strong><strong>Geschlechtern N\u00fcrnbergs ge<\/strong><strong>h\u00f6rt.<\/strong><\/p>\n<p>Im Zuge des Durchschreitens des Stammbaumes des J. W. St\u00f6r in Vergleichung mit den Forschungsergebnissen von Lore Sporhan-Krempel wenden wir uns immer noch nicht dem n\u00e4chsten Stammtr\u00e4ger der Generation 5 zu. Denn es erscheint des Weiteren vorrangig, innerhalb dieser nunmehr den Blick auf den\u00a0\u00e4ltesten der vier S\u00f6hne von HAN\u00df DEM \u00c4LTEREN und der LINDERIN bzw. LINDENMAIRIN zu richten, der ebenfalls HAN\u00df hie\u00df und, wie Sporhan-Krempel angibt, CLARA DIOT\u00c4T AUS ZYPERN geheiratet haben soll. Zur Orientierung sei noch einmal gezeigt in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2760 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416-1024x387.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416-1024x387.jpeg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416-300x113.jpeg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416.jpeg 1103w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. F 1: Die auf die Generationen 5 bis 7 der (vom Betrachter her gesehen) linken H\u00e4lfte beschr\u00e4nkte Ausschnitt des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r, versehen mit Nummern und Buchstaben als Findehilfen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser erscheint bei St\u00f6r (siehe 5b) \u00fcbereinstimmend als HAN\u00df DER J\u00dcNGER, als dessen Gattin jedoch CLARA CLAUDIANI AUS ZIPERN. Siehe hierzu die<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2493 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wimpffen-Stammbaum1-3.jpg\" alt=\"\" width=\"352\" height=\"347\" \/><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. F 2: Der im Stammbaum des J.W. St\u00f6r mit 5b gekennzeichnete und oben mit den vorgenannten Nanensbezeichnungen HAN\u00df DER J\u00dcNGER linker- und CLARA CLAUDIANI AUS ZIPERN rechterhand beschriftete Doppelschild mit dem zweigeteilten (oben einen schreitenden L\u00f6wen und unten einen Rundturm zeigenden) Wappen<\/strong> <strong>derselben<\/strong>.<strong> \u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Zwar ist in Anbetracht der ganz erheblichen Unterschiedlichkeit des Zunamens der Frau der bislang da und dort verwendete Erkl\u00e4rungsversuch eventueller (und hier beiderseitiger) Lesefehler als fragw\u00fcrdig anzusehen. Die \u00dcbereinstimmung deren Vornamens wie deren Herkunft spricht jedoch daf\u00fcr, dass eine Ehe des Han\u00df mit einer Zypriotin fraglos bestanden hat und die folgende den beiden Namen angef\u00fcgte Schlussfolgerung von Sporhan-Krempel als zutreffend anzusehen ist: <em>\u201eMan mu\u00df mit Recht annehmen, da\u00df die Hermann Handel mit Cypern trieben.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Sporhan-Krempel gibt weiterschreitend &#8211; womit wir vorausgreifend punktuell wieder zu Generation 6 und sp\u00e4ter sogar zu Generation 7 gelangen &#8211; Folgendes an:\u00a0<em>\u201eEiner der S\u00f6hne von Hans und Clara, Leonhard, ging mit einer Italienerin die Ehe ein.\u201d <\/em>Dies best\u00e4tigt sich<i>\u00a0<\/i>dadurch, dass bei St\u00f6r unter den aufgef\u00fchrten drei S\u00f6hnen an erster Stelle (siehe bei 6b) sich der Name LIENHARD findet, was dem angegebenen Vornamen LEONHARD entspricht. Und der Name dessen beigegebener Gattin klingt in der Tat eindeutig italienisch; denn er lautet, sofern richtig entziffert, PIARINA DI ALDI. Siehe hierzu<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3100\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-53.jpg\" alt=\"\" width=\"393\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-53.jpg 712w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-53-300x274.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 393px) 100vw, 393px\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. F 3: Der im Stammbaum des J. W. St\u00f6r mit 6b gekennzeichnete LIENHARD mit seiner dort mit dem Namen PIARINA DI ALDI erscheinenden italienischen<\/strong> <strong>Gattin<\/strong>.<strong> \u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><em style=\"line-height: 1.6471;\">\u201eDer Sohn dieser beiden\u201d<\/em><span style=\"line-height: 1.6471;\">, so schreibt\u00a0Sporhan-Krempel weiter,\u00a0<\/span><em style=\"line-height: 1.6471;\">\u201everheiratete sich mit ANNA MARIA TUCHERIN, also wieder eine Verbindung mit N\u00fcrnberg.\u201d<\/em><span style=\"line-height: 1.6471;\">\u00a0In der Tat tauchen in der Generationsreihe 6 von St\u00f6r unter den nicht weniger als insgesamt vier S\u00f6hnen (7b, 7g, 7l, 7n) und neun T\u00f6chtern\u00a0(7c, 7d, 7e, 7f, 7h, 7i, 7j, 7k, 7m), demnach dreizehn aufgef\u00fchrten Kindern (<\/span>einschlie\u00dflich deren Ehepartnern), an elfter Stelle (7 l) abermals der\u00a0Name HAN\u00df und als dessen Gattin PHILIPINA TUECHERIN auf. Hier d\u00fcrfte bei Sporhan-Krempel bez\u00fcglich des anderslautenden Vornamens ANNA MARIA ein Irrtum vorliegen. Denn im Namens-Register von Peter Fleischmann, Rat und Patriziat in N\u00fcrnberg &#8230;\u201c taucht zwar eine erste ANNA MARIA TUCHER (1568 &#8211; 1606), Tochter des verm\u00f6genden CHRISTOPH V. TUCHER (1540 &#8211; 1610) auf, die sich aber mit MARKUS\u00a0RIETER (1559 &#8211; 1607) verheiratet findet, au\u00dferdem\u00a0eine zweite ANNA MARIA TUCHER (1574 &#8211; 1651), Tochter des MARKUS II. TUCHER (1532 &#8211; 1579); indem die Letztgenannte aber PHILIPP JAKOB I. TUCHER (1567 &#8211; 1632) ehelicht, heiratet diese, worauf auch Fleischmann hinweist, innerhalb ihrer Familie. Demgegen\u00fcber ist in der hier wiederum herangezogenen Proposographie \u201eAugsburger Eliten des 16. Jahrhunderts&#8220; unter der Laufenden Nummer 397 ein das Augsburger B\u00fcrgerrecht besitzender, jedoch 1593 als in Venedig wohnhaft nachgewiesener und von 1599 bis zu seinem Todesjahr 1606 der Augsburger Kaufleutestube angeh\u00f6render HANS HERMANN angef\u00fchrt, der mit diesem von St\u00f6r aufgef\u00fchrten HAN\u00df HERMANN zweifelsfrei identisch ist; man ja muss eigentlich auch erwarten, dass dieser als Enkel des mit einer Zypriotin verheirateten HAN\u00df nicht mehr in N\u00fcrnberg beheimatet gewesen ist. Nicht nur, dass in dieser auf Augsburg bezogenen Proposographie dessen Nachname\u00a0\u201eH<span style=\"text-decoration: underline;\">E<\/span>RMANN\u201c der einzige nummernm\u00e4\u00dfig erfasste solche ist, der sich mit\u00a0\u201ee\u201c und nicht wie alle die vielen anderen\u00a0\u201eH\u00d6RMANN\u201c und somit mit \u201e\u00f6\u201c (da und dort auch HOERMANN\u201c mit \u201eoe\u201c) \u00a0geschrieben ist, was damit zu erkl\u00e4ren ist, dass dieser eben ein Abk\u00f6mmling der N\u00fcrnberger HERMANN und nicht der Augsburger HOERMANN gewesen ist. Und dazuhin ist dort als dessen Ehefrau, \u00fcbereinstimmend mit St\u00f6r, eine PHILIPPINA TUCHER (und nicht eine ANNA MARIA TUCHER) und als deren Heiratsjahr 1598 vermerkt. Indem in der vorgenannten Quelle als des Vorgenannten Bruder ein LEONHARD II HERMANN und als deren Vater ein LEONHARD\u00a0I HERMANN angegeben ist, besteht zwar vor- und nachnamenm\u00e4\u00dfig auch hier \u00dcbereinstimmung sowohl mit St\u00f6r als auch mit Sporhan-Krempel; doch ist dem Letztgenannten dort, wenngleich mit Fragezeichen versehen, die wohl falsche Berufsbezeichnung \u201eSchneider?&#8220; (statt richterweise \u201eGro\u00df- oder Fernkaufmann\u201c) beigegeben. Die Zuordnung dieser Berufsbezeichnung erfolgte h\u00f6chstwahrscheinlich deshalb, weil zwei andere (allerdings &#8211; wie alle die wenigen weiteren N\u00fcrnberger solche &#8211; in Augsburg nur \u00fcber Gesch\u00e4fts- und\/oder M\u00fcndelakten u. \u00c4. am Rande erfasste und verwandtschaftlich nicht zuordenbare)\u00a0HERMANN, beide des Vornamens GEORG, (bei Lfdnr. 1003) als \u201eTuchgewander\u201c (1572) bzw. (bei Lfdnr. 1197) als \u201eWeber\u201c (1578) berufsbezeichnet sind.<\/p>\n<p>Als Geburtsname der Mutter von LEONHARD I HERMANN erscheint in der Proposographie jedoch entt\u00e4uschenderweise SCHOLASTIKA ST\u00d6CKLER, nicht, wie von St\u00f6r her zu erwarten, PIARINA DI ALDI. Im Hinblick darauf, dass s\u00e4mtliche Angaben der sog. Augsburger Proposographie auf minuti\u00f6s erfassten und einer stetig vergleichenden digitalen Kontrolle unterzogenen Urkundenunterlagen basieren und somit als h\u00f6chst zuverl\u00e4ssig anzusehen sind, muss man davon ausgehen, dass LIENHARD\/LEONHARD HERMANN zun\u00e4chst zwar mit der Italienerin PIARINA DI ALDI verheiratet gewesen, diese aber fr\u00fcher oder sp\u00e4ter verstorben\u00a0und SCHOLASTIKA ST\u00d6CKLER seine zweite Gattin gewesen ist, von der zumindest die an 11., 12. und 13. Stelle stehenden (und im Stammbaum von St\u00f6r mit 7l, 7m und 7l bezeichneten) J\u00fcngsten der 13-k\u00f6pfigen Kinderreihe HAN\u00df (DEM \u00c4LTEREN), FAUSTINA und LEONHARD (II.) stammen. Dass der Stammbaum von J. W. St\u00f6r in seinen \u00fcber die Stammreihe hinausgehenden Angaben da und dort nicht nur L\u00fccken (wie bei 6b die offenbar fehlende Nennung der 2. Gattin), sondern auch Fehler aufweist, das zeigt auch der Umstand, dass (siehe bei 7 l) der vorbeschriebenen Gattin von HAN\u00df (DEM J\u00dcNGEREN) namens \u00a0PHILIPINA TUECHERIN ein unrichtiges Familienwappen beigegeben ist; siehe hierzu<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2488 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wimpffen-Stammbaum1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"352\" height=\"466\" \/><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. F 4: Das im Stammbaum des J. W. St\u00f6r bei 7l zu findende Wappen der mit HAN\u00df HERMANN verheirateten PHILIPINA TUECHERIN<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses zeigt einen waagerecht zweigeteilten Schild mit oben einem seine Schwingen ausbreitenden adlerartigen Vogel, w\u00e4hrenddem die Tucher jedoch als Hauptzeichen das Kopfprofil eines auf den Heiligen Mauritius hindeutenden Mohren f\u00fchren.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\">Im vorbeschriebenen Fall liegt also wiederum eine Einheirat der HERMANN (VON WIMPFFEN) in das N\u00fcrnberger Patriziat vor, und zwar jetzt wieder eines deren m\u00e4nnlichen Abk\u00f6mmlinge\u00a0<\/span>durch Verehelichung mit einer Patriziertochter. Zwar geh\u00f6rten die\u00a0TUCHER (VON SIMMELSDORF) nicht zu den ganz alten, doch zu den ganz gro\u00dfen Geschlechtern der Reichsstadt N\u00fcrnberg, die dort mit BERTHOLDUS TUCHER 1309 zum ersten Mal genannt, 1340\u00a0in den Engeren Rat eingezogen sind und \u00fcber das 14. und 15. Jahrhundert hinweg z. B. des \u00f6fteren das wichtige Amt im Stadtregiment des Vordersten Losungers innehatten. Diese hatten eine Handelskompanie ins Leben gerufen und sich, wie bereits in Kapitel D. Auswanderer Heinrich teilweise erw\u00e4hnt, ab dem 15.\/16. Jahrhundert in den Silberrevieren des Erzgebirges und B\u00f6hmens sowie in fr\u00e4nkischen und schlesischen Goldrevieren als Unternehmer engagiert, waren gleichzeitig in europ\u00e4ischen Handelszentren wie z. B. im S\u00fcden in Venedig und im Norden in Antwerpen sowie auch in Augsburg t\u00e4tig gewordene Gro\u00dfkaufleute,\u00a0die sich neben den mit ihnen konkurrierenden IMHOF ganz besonders im Safranhandel hervortaten, sich von allen riskanten Finanzgesch\u00e4ften fernhielten und, zerteilt in eine \u00c4ltere und eine J\u00fcngere Linie, im reichsst\u00e4dtischen N\u00fcrnberg dauerhaft zu gro\u00dfem Einfluss sowie Geld- und Sachverm\u00f6gen gelangten. Die Verm\u00f6gendheit der Tucher manifestierte sich in diesen zu Eigen gewesenen zahlreichen herausragenden Anwesen in bester Lage innerhalb von N\u00fcrnberg wie etwa dem von der \u00c4lteren Linie um die Mitte des 16. Jahrhunderts fertiggestellten sog. Tucher-Palais oder Tucher-Stadtschloss in der Hirschelgasse und au\u00dferhalb im umgebenden Landgebiet der Reichsstadt in Gestalt von unz\u00e4hligen Ortsherrschaften sowie oft prunkvoll ausgestatteten schloss- oder burgartigen und manchmal weiherges\u00e4umten Sommer- und Landhaussitzen. Auch waren sie, ihren Familienruhm und ihr Andenken mehrend, in N\u00fcrnberg dauerhaft herausragende Kirchenkunststifter. Ihren Namenszusatz bekommen sie schlie\u00dflich im beginnenden 18. Jahrhundert von Kaiser Leopold sogar als Adelsname unter Immatrikulation im Ritterkanton Geb\u00fcrg der Reichsritterschaft in Franken mit Sitz und Stimme auf den Rittertagen anerkannt. Was den Vater der PHILIPPINA TUCHER betrifft, so hie\u00df dieser laut der Proposographie der Augsburger Eliten des 16. Jahrhunderts (siehe Lfdnr. 1314) PHILIPP JAKOB TUCHER, der das Augsburger B\u00fcrgerrecht besa\u00df und dort von 1568 bis zu seinem dort am 04. 10. 1585 erfolgten Tod als Mitglied der dortigen Kaufleutestube nachgewiesen ist. Dessen (wahrscheinlicher) Vater HANS I TUCHER (siehe Lfdnr. 1311) ist, was dessen Geburts- und Todeszeit betrifft, in Augsburg zwar nicht weiter fassbar, doch ist dieser als Mitglied der Augsburger Kaufleutestube von 1541 &#8211; 1577 sowie dazuhin nachgewiesen, dass er im letztgenannten Jahr das B\u00fcrgerrecht in Augsburg aufgegeben und nach B\u00f6hmen gezogen ist. Und der \u00e4ltere der beiden Br\u00fcder der PHILIPPINA (siehe Lfdnr. 1313) namens HANS JAKOB TUCHER (geb. 1541) ist ebenfalls als das Augsburger B\u00fcrgerrecht besitzend und 1565 als Mitglied der dortigen Kaufleutestube nachgewiesen.<\/p>\n<p>Indem die Eheschlie\u00dfung von HAN\u00df HERMANN und PHILIPPINA TUCHER zwei aus alten Gro\u00df- und\u00a0Fernkaufsmanngeschlechtern stammende Partner zusammenbrachte, fand deren beider \u00fcber viele Generationen zur\u00fcckreichende Herkunft aus solchen quasi eine Potenzierung. Bei Han\u00df d\u00fcrfte diese l\u00fcckenlos von seiner Generation 7 des 16.\/17. Jahrhunderts bis zur\u00fcck bis zu Generation 1 des 14. Jahrhunderts reichen, wobei nat\u00fcrlich die HERMANN (VON WIMPFFEN) noch weitest davon entfernt waren, den TUCHERN (VON SIMMELSDORF) das Wasser reichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nimmt man im Stammbaum St\u00f6r die oben bereits angesprochene gesamte 13-k\u00f6pfige Geschwisterreihe dieses HAN\u00df von 7b bis 7n (siehe oben in der Abb. F 1) pr\u00fcfend ins Auge, so kommt man zu dem Schluss, dass diese, die Kinder des LIENHARD oder LEONHARD I. und der PIARINA DI ALDI (bzw. SCHOLASTIKA ST\u00d6CKLER), wohl eher in s\u00fcdlichen L\u00e4ndern (Italien, Spanien) aufgewachsen sind und gelebt haben. Denn unter diesen findet sich am Ende zwar der den deutschen Vornamen des Vaters tragende LEONHARD (siehe bei 7n), der\u00a0in der vorgenannten sog. Proposographie (siehe Lfdnr. 397) als LEONHARD II HERMANN auftaucht. Doch d\u00fcrfte die in der langen Kette von M\u00e4dchen unter 7h zu findende Tochter MARIETTA mit Sicherheit mit einem Italiener des Namens LAZARUS NORDIO verheiratet gewesen sein.\u00a0Und deren Schwester MAGDALENA (7j) ist mit dem aus derselben italienischen Familie stammenden (wohl Bruder von 7h) UINCENTZ (VINZENZ) NORDIO (siehe als deren Wappenzeichen das Griechische Kreuz) verheiratet zu erkennen. Vermutlich haben auch die Schwestern derselben\u00a0namens CLARA (7f) und (wie diese mit Sicherheit hei\u00dft) SANTA (7e) keinen deutschen Mann geheiratet (leider sind die Namen im Stammbaum der Abb. 13 teilweise kaum, jedoch in der Vergr\u00f6\u00dferung der Urkopie fast zweifelsfrei lesbar); denn der\u00a0<span style=\"line-height: 1.6471;\">Ehemann der Erstgenannten d\u00fcrfte PETER ANTONI BEFENI, der Ehemann der Letztgenannten JUAN CREMONI gehei\u00dfen haben. Dieser spanische Vorname JUAN erscheint auch innerhalb der vorgenannten 13-k\u00f6pfigen Geschwisterreihe bei 7g.<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">\u00a0Allen diesen vielen Geschwistern dieses HAN\u00df bzw. den vielen Schw\u00e4gern und Schw\u00e4gerinnen dessen Gattin PHILIPPINA TUCHER der Generation 7 weiter nachgehen zu wollen\u00a0<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">oder gar den aus dieser Eheverbindung der Familien HERMANN (VON WIMPFFEN)-TUCHER hervorgegangenen vier S\u00f6hne der Generation 8 HAN\u00df LEONHARD, MARX CHRISTOFF, PHILIPP JACOB und HAN\u00df GEORG sowie einen Tochter ANNA ELISABETH (siehe diese unter 8b \u2013 8f) nachzusp\u00fcren<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">, w\u00fcrde eine unendliche Forschungsarbeit bedingen, die ich als nunmehr (in der Zeit der \u00dcberarbeitung im beginnenden M\u00e4rz 2019) 93-J\u00e4hriger Sp\u00e4teren, so diese sich finden sollten, \u00fcberlassen muss.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der ebenfalls Fernhandel betreibende Sohn von Han\u00df dem \u00c4lteren und weitere Bruder von Sybilla namens HAN\u00df DER J\u00dcNGERE (Generation 5) eine\u00a0Zypriotin und einer von dessen drei S\u00f6hnen namens LIENHARD (Generation 6) eine Italienerin heiratet und aus dessen im S\u00fcden Europas sich zahlreich ausbreitender Kinderschar der abermals HAN\u00df (gestorben 1606) gehei\u00dfene Sohn (Generation 7) 1598 &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/suedfernhaendler\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">F. 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