{"id":277,"date":"2016-06-11T15:10:49","date_gmt":"2016-06-11T13:10:49","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=277"},"modified":"2019-10-22T10:56:54","modified_gmt":"2019-10-22T08:56:54","slug":"mysterioeser-hans","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/mysterioeser-hans\/","title":{"rendered":"I. Mysteri\u00f6ser Hans"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie<br \/>\n<\/strong><strong>a. der franz\u00f6sische Enzyklop\u00e4dist Aubert Des Bois und seine Adepten, \u00a0n\u00e4mlich Chr. Cellarius und J. G. Goldtbeeg im \u201eGotha\u201d sowie C. von Wurzbach, den von ihnen als Stammtr\u00e4ger ihrer Generation IV gesehenen JEAN bzw. JOHANN oder HANS I. VON WIMPFFEN, geboren angeblich 1418 in N\u00fcrnberg als Sohn des N\u00fcrnberger Senators und Herrn auf Brixenstein, Zabietstein und Ebershausen Friedrich August, als &#8211; urkundlich zu belegen versuchend durch die Elsass-Chronik des Bernhard Hertzog von 1592 &#8211; Teilnehmer an mannhaften Ritterz\u00fcgen der Mitte des 16. Jahrhunderts im Elsass \u00a0sowie durch seine merkw\u00fcrdigen Reisen \u00fcber Land und Meer in Italien und Frankreich zu Ruhm Gekommenen beschreiben, der aber dann im els\u00e4ssischen Hagenau BARBARA <\/strong><strong>VON RECHTENBACH heiratend und von dieser &#8211; wie beides urkundlich angeblich durch eine N\u00fcrnberger Pergamenturkunde belegt &#8211; 1544 einen Sohn namens JOHANN(ES) bzw. HANS oder JEAN (bezeichnet als II.) bekommend, sesshaft geworden und dort auch 1591 gestorben und seine dortige angesehene Stellung durch an einem der Stadtt\u00fcrme angebrachtes Denkmal bezeugt sei.<br \/>\nWie jedoch<br \/>\n<\/strong><strong>b. im Blick auf die konstatierte Inexistenz der von diesen aufgef\u00fchrten angrenzenden Stammtr\u00e4ger hinab wie hinauf \u00fcberraschenderweise\u00a0dessen Existenz im Hagenau des 16. Jahrhunderts \u00fcber die vorgenannte Elsa\u00df-Chronik sowie einen vorhandenen Brief des Leiters des Stadtarchivs Hagenau von 1959 insofern bezeugt ist, als in jener dessen 1591 erfolgter Tod festgehalten und in diesem sich dessen dortige mehrmalige Wahl zum Sch\u00f6ffen sowie auch zum Stettmeister angegeben<\/strong><strong>, dazuhin sein dort in den Sch\u00f6ffenurkunden auftauchendes Siegelzeichen wiedergegeben finden.<br \/>\nUnd wie<br \/>\nc. von\u00a0<\/strong><strong>ein an dessen in Hagenau herausragenden Rang erinnern sollendes Denkmal auf einem der Stadtt\u00fcrme sich als nicht (oder vielleicht nicht mehr) vorhanden erweist, auch von den angebenen zwei N\u00fcrnberger Pergamenturkunden im heutigen Hagenau nichts bekannt ist und die\u00a0<\/strong><strong>angebliche R\u00fcckkehr des Sohnes JOHANN(ES) II. nach N\u00fcrnberg, die Eingliederung des angeblichen sog. Enkels JOHANN(ES) III., Urenkels FRIEDRICH oder SEBASTIAN und Ururenkels JOHANN(ES) JACOB in die Nachfolgegenerationen V bis VIII die Von-Wimpffen-Genealogie wider die Wirklichkeit perfekt erscheinen l\u00e4sst.<br \/>\n<\/strong><strong>Wie schlie\u00dflich<br \/>\nd. der laut dem Chronisten JOHANN DANIEL SCH\u00d6PFLIN (1694 &#8211; 1771) \u201ePronepos\u201c = Urgro\u00dfvater des JEAN bzw. JOHANN oder HANS I. (der Generation IV) gewesene und wegen seiner kriegerischen Heldentaten 1473 geadelte\u00a0<\/strong><strong>HERMANNUS \u00c0 WIMPFFEN <\/strong><strong>sich als mit der Person des von allen den am Anfang aufgef\u00fchrten Adelsgenealogen als Stammahn der Von Wimpffen beschriebenen, angeblich 1393 gestorbenen,\u00a0<\/strong><strong>HERMANN SIG(IS)MUND HEEREMANN VON WIMPFFEN (der Generation I) deckend zu konstatieren ist.<\/strong><\/p>\n<p>Er\u00f6ffnend sei als Orientierungshilfe wieder C. von Wurzbachs I. Stammtafel gezeigt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2795 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38-670x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"1009\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38-670x1024.jpeg 670w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38-196x300.jpeg 196w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38.jpeg 965w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. I 1: Die I. Stammtafel der Freiherren und Grafen v. Wimpffen. Aeltere Linie des Constantin von Wurzbach (1888), hier am linken Rand versehen mit der Kennzeichnung der ersten zehn Generationen mit r\u00f6mischen Zahlzeichen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei der Wahrnehmung des Namens und der Suche nach diesem hier zur Behandlung stehende HANS I. \u00a0gewahrt man in der \u00a0vorstehenden I. Stammtafel des C. Wurzbach, dass dieser den Platz des Stammtr\u00e4gers der Generation IV einnimmt, die in der Parallelgeneration 4 des Stammbaums von J. W. St\u00f6r, \u00fcbereinstimmend mit L. Sporhan-Krempel, mit dem bereits in Kapitel D. Auswanderer Heinrich beschriebenen HEINRICH DEM \u00c4LTEREN (geb. ca. 1485, gest. 1632 in N\u00fcrnberg) besetzt ist. H\u00e4tte man keine Kenntnis von dessen nachweislich im Jahr 1512 erfolgten Auswanderung von Augsburg her nach N\u00fcrnberg sowie der ihm dort bereits drei Jahre sp\u00e4ter gelungenen Einr\u00fcckung in den Gro\u00dfen Rat, so w\u00e4re man versucht, diesen sog. HANS I. mit dem Bruder des vorgenannten Stammtr\u00e4gers der Generation 4 namens und geschrieben bei St\u00f6r HAN\u00df (DEM \u00c4LTEREN) gleichzusetzen; siehe diesen in den Abb. D 1 und D 4, in der letztgenannten gesondert herausgestellt zusammen mit seiner Gattin BARBARA LINDENMAIRIN, markiert mit 4 f. Dieser Gedanke wird gen\u00e4hrt, wenn man daran denkt, dass einerseits dieser von Sporhan-Krempel wegen seines Wegzugs nach Italien und der Niederlassung in Venedig als Fernkaufmann, der \u201eItalienfahrer\u201d genannt wird, andererseits \u00fcbereinstimmend Wurzbach und der Gotha sowie auch Aubert Des Bois von diesem JOHANN oder HANS oder JEAN I. ihrer Generation IV ganz \u00e4hnlich davon sprechen, dass jener von ihnen aufgef\u00fchrte Reisen in Italien und Frankreich (die beiden Letztgenannten sprechen von \u201emerkw\u00fcrdigen\u201d solchen) unternommen habe. Wenn man aber die nachstehenden w\u00f6rtlichen Darlegungen der vorgenannten Autoren-Dreiergruppe sich zusammenschauend vor Augen f\u00fchrt und mit dem vergleicht, was Sp\u00f6r und Sporhan-Krempel \u00fcber den Stammtr\u00e4ger ihrer Generation 4 berichten, so wird klar, dass es sich mit Sicherheit nicht um die gleiche Person handeln kann. Wir beginnen mit den diesbez\u00fcglichen Angaben des<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Constantin von Wurzbach<\/span> (1888):<br \/>\nDieser f\u00fchrt (siehe oben in der Abb. I 1, Kennzeichnung IV an:<\/p>\n<p>Hans I. (26)<br \/>\ngeb. 1418; gest. 1491.<br \/>\nBarbara von Rechtenbach<\/p>\n<p>Und er schreibt in der\u00a0Rubrik \u201eGenealogie der besonders denkw\u00fcrdigen Sprossen\u201d unter Nr. 26 der alphabetisch geordneten Lebensbeschreibungen \u00fcber dar\u00fcber hinaus Folgendes (die vom Autor entweder fett oder meist gesperrt gedruckten Namen sowie weitere Zielbegriffe sind hier &#8211; wie auch die der nachfolgenden Autoren &#8211; in Gro\u00dfbuchstaben hervorgehoben):<\/p>\n<p>\u201e<em>26. JOHANN (HANS) (geb. zu N\u00fcrnberg 1418, gest. in Hagenau 1491). Auch einer jener merkw\u00fcrdigen Menschen des 15. Jahrhunderts, die noch ihres Biographen harren. Ein Sohn des N\u00fcrnberger Patriziers und Senators FRIEDRICH AUGUST VON WIMPFFEN, Herrn auf Brixenstein, Zabietstein und Ebershausen und LUDOVICA THERESIAS geborenen WOLFSKEHL, hat er sich durch seine namhaften Ritterz\u00fcge und seine Belagerung der Veste Lindbronn im Elsa\u00df im Jahre 1450, ferner aber auch durch seine merkw\u00fcrdigen Reisen in Frankreich und Italien ber\u00fchmt gemacht. BERNHARD HERZOGER in seiner Chronik wei\u00df dar\u00fcber N\u00e4heres zu berichten. Endlich seiner Fahrten \u00fcber MEER UND LAND m\u00fcde, lie\u00df sich HANS WIMPFFEN in HAGENAU in der N\u00e4he von Stra\u00dfburg nieder und verm\u00e4lte sich mit BARBARA VON RECHTENBACH, welche ihm den Sohn JOHANN II. gebar. Eine N\u00fcrnberger Pergamenturkunde aus dem Jahre 1444 spricht von dieser Ehe und dem derselben entsprossenen Sohne, und ein auf einem Stadtthurme zu HAGENAU angebrachtes Denkmal zeugt von der angesehenen Stellung, die HANS V. WIMPFFEN daselbst einnahm.\u201d<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Dann sei der zwar k\u00fcrzere, doch inhaltlich gleichgerichtete Text von <span style=\"text-decoration: underline;\">Christoph Cellarius und Julius Gerhard Goldtbee<\/span>g im \u201eGotha\u201d (1853) wiedergegeben:<\/p>\n<p>\u201e<em>Sein <\/em>(gemeint ist FRIEDRICH AUGUST)<em> Sohn, \u201aHANS VON W. WOHLBEKANNT\u2019, wie ihn die Chronik Bernard Herzogers nennt, geb. 1418 in N\u00fcrnberg, ebenso ber\u00fchmt durch seine mannhaften Ritterz\u00fcge und durch die Belagerung der Veste Lindbronn im ELSA\u00df im J. 1450, wie durch seine merkw\u00fcrdigen Reisen in FRANKREICH und ITALIEN, lie\u00df sich in HAGENAU nieder, wo er BARBARA VON RECHTENBACH zur Gemahlin nahm, und starb dort 1491 mit Hinterlassung des Sohnes JOHANN II.\u201d<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Zum Schluss sei der originale Text des\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Aubert Des Bois<\/span> (1778) \u00fcber die nachstehende Abbildung gezeigt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/027.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-52 alignnone\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/027-1024x285.jpg\" alt=\"027\" width=\"660\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/027-1024x285.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/027-300x83.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/027-768x214.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/027.jpg 1121w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. I 2: Eintragung in der Von Wimpffen-Genealogie des\u00a0<\/strong><strong>Aubert (de la Chesnaye) Des Bois des Jahres 1778 unter Generation IV, den dort aufgef\u00fchrten Jean de Wimpffen betreffend.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazu die \u00dcbersetzung (die Zielbegriffe hier wieder durch Gro\u00dfbuchstaben herausgehoben):<br \/>\n<em>\u201eIV: HANS VON WIMPFFEN, geboren in N\u00fcrnberg 1418, der in ITALIEN und in FRANKREICH reiste und sich in HAGENAU IM ELSASS niederlie\u00df, wo er einen herausragenden Rang einnahm, wie noch in unseren heutigen Tagen ein \u00f6ffentliches Denkmal auf einem der Stadtt\u00fcrme beweist. Die ber\u00fchmte Chronik von BERNHARD HERZOGER aus dem Jahr 1592, S. 41, 42 &amp; 43, Buch V, genau so die Geschichte der Provinz Elsa\u00df des HERRN SCHORPLING, in Latein geschrieben, tun davon eine ehrenhafte Erw\u00e4hnung. Eine Pergamenturkunde von 1484 in der glaubw\u00fcrdigsten Art und Weise des N\u00fcrnberger Magistrats, ausgeh\u00e4ndigt im Zuge einer Recherche in dessen Archiv, erinnert an JEAN, der folgt, seinen Sohn, den er BARBARA VON RECHTENBACH hatte, die er in HAGENAU geheiratet hatte.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Wenn man die von allen drei vorgenannten Autoren \u00fcbereinstimmend festgestellte Lebenszeit des beschriebenen HANS bzw. JOHANN bzw. JEAN von 1418 bis 1491 mit jener des als Stammtr\u00e4ger ihrer Generation 4 festgestellten HAN\u00df DEM \u00c4LTEREN vergleicht, der laut Sporhan-Krempel 1485 geborenen, 1512, d. h. mit ca. 27 Jahren, von Augsburg nach N\u00fcrnberg ausgewandert sowie 1532, d. h. dort schon im Alter von ca. 47 Jahren gestorben ist, so kommt man, auch wenn er von Aubert Des Bois und von Wurzbach in dieselbe Generation (IV bzw. 4) eingereiht ist, auf eine knappe sieben Jahrzehnte fr\u00fchere Lebenszeit desselben und damit auf einen Unterschied zwischen beiden von stark zwei Generationen. D. h., dass man diesen Hans I. der vorgenannten drei \u00e4lteren Autoren von den angegebenen Lebensdaten her erstrangig in der Generation 2 von St\u00f6r suchen musste, wo er aber nicht auffindbar ist; denn dort sind nur genannt: der Stammhalter LIENHARD (2a) und die Br\u00fcder NICOLAUS (2b) und CHRISTOFF (2e). Und auch in dessen Generation 3 sucht man den Namen Hans vergeblich: siehe dort nicht mehr als den Stammhalter HEINRICH DEN \u00c4LTEREN (3a) sowie die Br\u00fcder ALBRECHT (3c), WOLFGANG (3d) und LIENHARD (3f). Damit ist eine Identit\u00e4t von HAN\u00df DEM \u00c4LTEREN (4f) nach Sporhan-Krempel und St\u00f6r mit HANS I. nach Wurzbach etc. auszuschlie\u00dfen. Unabh\u00e4ngig davon spricht nat\u00fcrlich auch, dass dieser von den vorgenannten drei Autoren, im Gesamten gesehen, gleicherma\u00dfen (in Mischung von Wahrem und Angedichtetem)<br \/>\n&#8211; als ein zuerst \u00fcber Land und Meer in Frankreich und Italien Gereister,<br \/>\n&#8211; dann streitbarer Rittersmann im Elsass sowie\u00a0Besitzer mehrerer Burgherrschaften,<br \/>\n&#8211; schlie\u00dflich in Hagenau im Elsass sich Niederlassender und Heiratender,<br \/>\n&#8211; dort einen herausgehobenen Stand des Sch\u00f6ffen und Stettemeisters Erreichender<br \/>\n&#8211; und dort auch Sterbender<br \/>\n&#8211; sowie denkw\u00fcrdig Werdender,<br \/>\n&#8211; au\u00dferdem einen Sohn JEAN oder JOHANN oder HANS (I.) Hinterlassener<br \/>\nbeschrieben wird, dessen Personalien mit dem von St\u00f6r und Sporhan-Krempel beschriebenen Personenkreis von Handel Treibenden in keinerlei Weise zusammengehen.<\/p>\n<p>Pr\u00fcft man die angeblichen Ritterz\u00fcge dieses Hans I. und seine angegebene Beteiligung an der Belagerung der Feste Lindbronn des Jahres 1450 mittels Durchsicht der von diesen drei Autoren als Quelle genannten \u201eChronikon Alsatiae &#8211; Beschreibung des undern Elsa\u00df, Das F\u00fcnffte Buch\u201d des Deutschen Juristen und Historikers &#8211; wie heute allgemein\u00a0geschrieben &#8211; Bernhard Hertzog (geb. 1537 in Wei\u00dfenburg, gest. um1596\/1597 in W\u00f6rth an der Sauer) aus dem Jahre 1592, S. 41, 42 und 43, nach, so entpuppt sich dieser dort nur auf Seite 43 (und nicht auch, wie von Aubert Des Bois behauptet, auf den Seiten 41 und 42) erw\u00e4hnt. Dazuhin erscheint dort \u201eHans von Wimpffen\u201d als einer von ca. zwei Dutzend damaligen ritterm\u00e4\u00dfigen Kampfgenossen und keineswegs, wie man von Wurzbachs und des Gotha hochtrabenden Worten her meinen m\u00f6chte, als nam- oder mannhafter Teilnehmer an (mehreren) Ritterz\u00fcgen oder gar, wie man von den Aussagen der vorgenannten Adelsgenealogen her meinen m\u00f6chte, \u00a0als deren f\u00fchrender Kopf.<br \/>\nSiehe dazu als Beleg die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/028.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-53 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/028-222x300.jpg\" alt=\"028\" width=\"499\" height=\"675\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/028-222x300.jpg 222w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/028-768x1039.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/028-757x1024.jpg 757w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/028.jpg 1294w\" sizes=\"(max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. I 3: Die Seite 43 von \u201eDas F\u00fcnffte Buch\u201d von \u201eChronikon Alsatiae II. Edelsasser Cronick &#8230; von 1592 &#8230; beschrieben &#8230; Durch Bernhart Hertzogen &#8230;\u201d, erschienen zu Stra\u00dfburg und gedruckt durch Bernhart Jobin<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der vorgenannten Seite 43 erscheint dieser durch rote Unterstreichung kenntlich gemachte Name in etwa der Mitte von rund zwei Dutzend aufgef\u00fchrten Reisigen, die an der Belagerung vom \u201eHau\u00df Lindelbron\u201d zur Befreiung des dort gefangen gesetzten HANS VON HELMSTETT\u00a0teilgenommen haben. Unterzieht man die Namen all der angef\u00fchrten Kampfesgenossen einer Pr\u00fcfung, so erkennt man, dass es sich bei all denen weniger um Adlige denn um Nichtadlige gehandelt hat, bei denen zwar jeweils ein \u201evon\u201d erscheint, das jedoch vielfach nicht mehr als den dem Vollnamen folgenden Herkunftsort signalisiert, so z. B.: <em>\u201ebeywesen &#8230;<\/em>\u00a0(hier zun\u00e4chst die Namen am Anfang) <em>Hans Brendels v\u014f Altdorffs \/ Philips Dalheims von D\u00fcrckheim \/ Ruprecht Vlners von Dieperg<\/em>\u00a0&#8230; (und die Namen am Ende)\u00a0<em>Niclaus der B\u00fcchsenmeisterr von Speyer \/ Thoman R\u00fcrings von Hochstett \/ und German Rindtfleischs von R\u00f6mlingen\u201d<\/em>. Somit d\u00fcrfte das \u201evon Wimpffen\u201d nicht unbedingt einen Adelsnamen, sondern eher eine Herkunftsbezeichnung beinhalten. Und die Bezeichnung \u201eHANS VON W. WOHLBEKANNT\u201d, wie der Gotha angibt, ist in der Elsass-Chronik des Bernart Hertzog nicht zu finden!<\/p>\n<p>Doch ist immerhin die Existenz dieses HANS VON WIMPFFEN durch die Namensnennung zweifelsfrei nachgewiesen, zumal dar\u00fcber hinaus dessen Name noch an sp\u00e4terer Stelle dieser Chronik erscheint.<br \/>\nSiehe dazu die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/029.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-54 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/029-218x300.jpg\" alt=\"029\" width=\"519\" height=\"714\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/029-218x300.jpg 218w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/029-768x1055.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/029-745x1024.jpg 745w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/029.jpg 1245w\" sizes=\"(max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. I 4: Die Seite 155 von \u201eDas Neunt Buch\u201d der vorgenannten Chronik des Bernhart Hertzog<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die hier in Rot herausgehobene Stelle lautet: <em>\u201eHans von Wimpffen starb vff Sontag vor S. Margrethetag anno 1591\u201d<\/em>. Aus diesen beiden Chronik-Nennungen ergibt sich mit Sicherheit, dass dieser immerhin im Hagenau des 16. Jahrhunderts wohnhaft gewesen, als einer der damaligen 24 Sch\u00f6ffen der Stadt fungiert hat und dort auch tats\u00e4chlich in dem von allen drei Autoren genannten Jahr 1491 gestorben ist. Beim Lesen des Nachnamens \u201evon Wimpffen\u201d muss man nach der an fr\u00fcherer Stelle mehrfach getroffenen Feststellung, dass erst der 1512 nach N\u00fcrnberg gekommene HEINRICH HERMANN DER J\u00dcNGERE den Nachnamenzusatz VON WIMPFFEN angenommen habe, sich wundern, dass bei diesem um zwei Generationen voraus existent gewesenen HANS I. bereits schon als Nachname (und ohne den vorausgehenden Urnamen \u201eHermann\u201d) \u201evon Wimpffen\u201d auftaucht. Wenn dieser wirklich der Sippe der \u201eHermann\u201d entwachsen sein sollte, so w\u00e4re dieser zwei Generationen vor jenem es gewesen, der schon diese Herkunftsorts-Bezeichnung getragen hat &#8211; und zwar bereits ohne den vorgeh\u00e4ngten Urnamen, denen, wie noch zu sehen sein wird, den Stammtr\u00e4gern viel sp\u00e4terer Generationen immer noch anhaftet!<\/p>\n<p>Da aus alledem immerhin zu vermuten stand, dass dieser HANS I. VON WIMPFFEN\u00a0im Hagenau des 15. Jahrhunderts wirklich existent gewesen ist und evtl. auf einem der Stadtt\u00fcrme durch ein Denkmal oder einen Denkstein mit Inschrift o. \u00e4. dokumentiert sein bzw. einstens dokumentiert gewesen sein k\u00f6nnte und die von Aubert Des Bois als Quelle genannte Chronik in Latein des sog. Sieur Schorpling von mir \u00fcber Jahre hinweg jedoch vergeblich gesucht worden war, versuchte ich 2011 wie folgt weiterzukommen:<br \/>\nDamals stand eine Studienfahrt des Vereins Alt-Wimpfen unter Leitung von Stadtarchivar G\u00fcnther Haberhauer nach Haguenau an. Und so gab ich diesem einen diesen Hans I. betreffenden Fragekatalog mit, der sich auf dessen Person sowie auf die von den Genealogen angesprochenen Fakten bezog, so auf:<br \/>\n&#8211; die Lateinische Elsass-Chronik des sog. Herrn Schorpling,<br \/>\n&#8211; das angebliche Siegel bzw. Wappen des Hans von Wimpffen,<br \/>\n&#8211; die Pergamenturkunde \u00fcber die Eheschlie\u00dfung mit Barbara Rechtenbach des Jahres 1444 bzw. von (wohl auf den Sohn Jean\/Hans bezogenen solchen) des Jahres 1484,<br \/>\n&#8211; einstiges oder noch bestehendes Denkmal auf einem Stadtturm,<br \/>\n&#8211; evtl. andere auf den genannten bezogene Spuren.<br \/>\nNach R\u00fcckkunft von dort erkl\u00e4rte mir Herr Haberhauer, dass er vom dortigen Archivar und Museumsleiter die Auskunft bekommen habe, es seien in Haguenau weder die Chronik, noch Urkunden, noch Sonstiges \u00fcber einen einstigen Hans von Wimpffen bekannt. Dementgegen versicherte mir jedoch Dr. Hans H. von Wimpffen, dass auf Grund seiner Kenntnis der dortigen Gegebenheiten durchaus Nachweise solcher Art sowie vor allem auch \u00fcber dessen Urgro\u00dfvater sowie \u00fcber Nachfahren in Haguenau und anderen Orten vom Elsass ans\u00e4sssig gewesener Wimpffen-Abk\u00f6mmlinge vorl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erschien mir in der Tat die Existenz dieses Hans I. durch die in der Website des Dr. Hans H. von Wimpffen gezeigte Fotografie eines diesem zugeschriebenen Wappensiegels bekr\u00e4ftigt, das im Archiv der Stadt Haguenau vorhanden sei und nachstehend wiedergegeben ist in der<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/030.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-55 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/030-300x288.jpg\" alt=\"030\" width=\"300\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/030-300x288.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/030.jpg 555w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. I 5: Das dem Sch\u00f6ffen der Stadt Haguenau Hans von Wimpfen (1418 \u2013 1491) zugeschriebene Wappensiegel mit einem aufrecht stehenden Sparren als Wappenzeichen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser Sparren nimmt einen im unteren Mittelteil des Siegels f\u00fcllenden Schild ein und erreicht mit seiner Spitze genau die Mitte des Siegels, auf dem beidseitig und oben je ein geschwungenes Wortband und schemenhaft darauf sich die Aufschrift (die eingeklammerten Buchstaben stellen Erg\u00e4nzungen des Verfassers dar) die Beschriftung \u201eHans (v)on Wi(m)pf(e)n\u201d abzeichnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Dass in diesem Siegel als Wappenzeichen ein Sparren und nicht der auf den Wappenschilden des Stammbaumes St\u00f6r erscheinende Widder zu finden ist, lie\u00df meine Hinordnung zu diesem Hans von Wimpffen zun\u00e4chst keineswegs ins Wanken geraten. Denn die Hermann und sp\u00e4teren von Wimpffen der ersten vier Generationen haben, wie aus Kapitel G. Wappenempfang, bezogen auf das Jahr 1555, zu erschlie\u00dfen ist, ja zuvor noch gar kein Wappen besessen! Am 19. Februar 2015, der Text dieses Kapitels I. Mysteri\u00f6ser Hans schien endg\u00fcltgig zu stehen, erreichte mich nach die Thematik \u201eHans von Wimpfen und Haguenau\u201d ber\u00fchrenden Gespr\u00e4chen mit Dr. Hans H. von Wimpffen unversehens eine von diesem zugesandte Kopie eines h\u00f6chst aufschlussreichen Briefes vom 14. April 1959, den ihm damals (vor 5 \u00bd Jahrzehnten) der damalige Vorsteher des Archivs, der Bibliothek und des Museums der Stadt Haguenau im Elsass namens A. M. BURG im Zuge dessen w\u00e4hrend seiner Studienzeit in Heidelberg dort get\u00e4tigten pers\u00f6nlichen Recherchen zugeschickt hatte. Aus den Angaben dieses Briefes geht in mehrfacher und damit \u00fcberzeugender Weise denn doch die einstige dortige Existenz dieses Hans von Wimpffen hervor, indem sich dort eine ganze Reihe von Ausk\u00fcnften \u00fcber das dort vorliegende diesbez\u00fcgliche Archivmaterial (Lateinische Chronik Schoepflin, Statutenbuch, Ukunden mit Siegel u. a. m.) aufgef\u00fchrt finden. Der Klarheit und Bedeutsamkeit wegen sei dieser Brief nachfolgend gezeigt in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-49.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-3658\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-49-850x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"674\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-49-850x1024.jpg 850w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-49-249x300.jpg 249w\" sizes=\"(max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Abb. I 6: Wiedergabe des am 14. April 1959 an Hans von Wimpffen seitens des Vorstehers der Bibliothek und des Museum der Stadt Haguenau im Elsass namens A. M. Burg in Sachen des Hagenauer Sch\u00f6ffen namens Hans von Wimpfen (auch: HANS VON WYMPFFEN) des 15. Jahrhunderts abgegangenen<\/strong><strong>\u00a0Schreibens<\/strong>.<\/p>\n<p>Das vom Briefschreiber durch ein den gesamten Wappenschild f\u00fcllendes Winkelzeichen wiedergegebene Wappen entspricht genau jenem, das auf dem in der Abb. I 5 gezeigten Wappensiegel des Sch\u00f6ffen Hans von Wimpfen bzw. von Wympffen zu finden ist. Beim Lesen des am Anfang zu findenden Namens \u201eSchoepflin\u201d kam mir die Vermutung in den Sinn, dass dessen Person mit dem von Aubert Des Bois angef\u00fchrten \u201eSieur Schorpling\u201d und die ebenfalls in Latein geschriebene Chronik des Elsass desselben, die ich ja trotz jahrelangen Suchens nicht hatte aufsp\u00fcren k\u00f6nnen, mit jener zitierten Lateinischen Chronik dieses Schoepflin identisch sein k\u00f6nnten. Die Suche im Internet lie\u00df mich denn auch tats\u00e4chlich eine solche des JOHANN DAVID SCH\u00d6PFLIN, wie dessen voller Name lautet (geb. 1694 in Sulzburg\/Baden, gest. 1771 in Stra\u00dfburg), des Titels \u201eAlsatia illustrata\u201d (2 B\u00e4nde,\u00a0Colmar 1751 &#8211; 1761) finden, womit meine Vermutung voll und ganz best\u00e4tigt wurde. Und dar\u00fcber hinaus fanden sich im mit \u201eGermanica Gallica\u201c betitelten und 1761 in Colmar erschienenen Band II dieser Chronik auf der von Archivvorstand Burg angegebenen Seite 356 innerhalb \u00a7. DCLVII (Erster Abschnitt\u00a0\u201eIncolae\u201c = Einwohnerschaft) tats\u00e4chlich die folgenden auf das Haguenau (Hagenoe) des sp\u00e4ten Mittelalters gerichteten und aus dem vorgenannten fast einunddreiviertel Jahrhundert \u00e4lteren Elsass-Chronikwerk des Bernhard Hertzog der Jahre 1592 gesch\u00f6pften Eintragungen (die in Klammer gesetzten eingestreuten Partien in Aufrechtschrift stellen meinerseitige Erl\u00e4uterungen dar):<\/p>\n<p><em>\u201e &#8230; Ex nobilibus &amp; patritiis gentibus, quas HERZOGIUS (q) recenset, illustriores fuerunt Bernsteinii, Bogneri, Breuningii, Gotteshernii &#8230; <\/em>(Es folgen noch 16 &#8211; hier weggelassene &#8211; Namen von solchen, die aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden &#8211; da Gegner in Hagenau eingef\u00fchrten Reformation &#8211; von dort vertrieben worden sind) &#8230;\u00a0<em>. Soli Wangii adhuc supersunt &amp; et Wimpfii. ( r )&#8220;<br \/>\n<\/em>In<em>\u00a0<\/em>der Fu\u00dfnote q steht als Erl\u00e4uterung zu lesen:<br \/>\n<em>\u201e ( q ) Chron. Alsat. Lib. IX. Cap. X.\u201d<br \/>\n<\/em>&#8211; Und in der zugeh\u00f6rigen Fu\u00dfnote r hei\u00dft es erg\u00e4nzend:<br \/>\n<em>\u201e( r ) Horum auctor Hermannus \u00e0 Wimpfen, ob virtutem bellicam, An. MCCCCVIII. nobilitate donatus, posteros multos reliquit; quos inter pronepos Johannes, An. MCCCCVIII. natus, Hagenoe sedes fixit, ubi Magistratum gessit, suumque genus propagavit.\u201d<br \/>\n<\/em>Zu Deutsch:<br \/>\n<em>\u201e&#8230; Von den angesehenen und patrizischen Geschlechtern, die HERZOGIUS ( q ) aufz\u00e4hlt, waren die Vornehmsten die Bernstein, Bogner, Breuning, Gotteshern &#8230; . Allein die Wanger sind noch weiter vorhanden &amp; die Wimpf ( r ).\u201d \u2013<br \/>\n<\/em>Die \u00dcbersetzung\u00a0der\u00a0beiden Fu\u00dfnoten lautet:<em><br \/>\n\u201e( q ) Elsass-Chronik Buch IX Kapitel X.&#8220;<br \/>\n\u201e( r ) Deren Urheber Hermannus \u00e0 Wimpfen, wegen kriegerischer Heldentaten\u00a0<\/em>(man k\u00f6nnte auch \u00fcbersetzen<em>:<\/em>\u00a0<em>wegen Tapferkeit<\/em>) im<em> Jahre 1373 geadelt; er hat zahlreiche Nachkommen hinterlassen; dessen Urenkel Johannes ist 1408 geboren, er machte Hagenau zu seinem Wohnsitz, wo er im Magistrat eine Rolle spielte und sein Geschlecht fortpflanzte.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Hier seien zum Zwecke sowohl der Veranschaulichung wie der Verst\u00e4rkung der Verifizierung der komplexen Sachverhalte nachtr\u00e4glich in der<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-50.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-3670 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-50-1024x488.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-50-1024x488.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-50-300x143.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-52.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-3668\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-52-1024x344.jpg\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"138\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-52-1024x344.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-52-300x101.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Scan-52.jpg 1571w\" sizes=\"(max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong><strong>Abb. I 7a und I 7b: Die vorstehend zitierten beiden Textstellen der Seite 356 der in Latein geschriebenen Elsass-Chronik (Band II\/Germanica Gallica) von 1761 des Johann David Sch\u00f6pflin<\/strong><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>wiedergegeben.<\/p>\n<p>Mit der Aufsp\u00fcrung der originalen Textstelle aus der Elsass-Chronik des J. D. Sch\u00f6pflin ist zwar die Schlussfolgertung verifiziert, die A. M. Burg hinsichtlich des im Hagenau des 15. Jahrhunderts als Sch\u00f6ffe u. a. m. nachweisbaren HANS VON WIMPFEN (WYMPFFEN) er\u00f6ffnend trifft, n\u00e4mlich: Dass dieser laut Sch\u00f6pflin ein \u201ePronepos\u201c, d. h. ein Urenkel, des im Jahr\u00a01373 geadelten HERMANNUS \u00c0 WIMPFEN gewesen sei.<\/p>\n<p>Vom erstgenannten Faktum der Tapferkeit und Kriegestaten desselben her in Verbindung mit der Feststellung der diesem im Jahr 1373 verliehenen Adelseigenschaft dr\u00e4ngt sich der Gedanke auf, dass dieser mit dem laut Wurzbach durch Kaiser Karl IV. wegen seiner kriegerischen Heldentaten im selben Jahr 1373 geadelten SI(E)GMUND oder SIGISMUND HEEREMANN bzw. laut St\u00f6r 1377 als Rittersmann angeblich existent gewesenen SIGMUND H\u00d6RMANN VON WIMPFFEN identisch sein k\u00f6nnte. Was den als dessen Urenkel bezeichneten JOHANNES oder HANS VON WIMPFEN (WYMFFEN) betrifft, so differiert das von Schoepflin mit 1408 angegebene Geburtsjahr mit jenem von Aubert Des Bois, dem Gotha und Wurzbach \u00fcbereinstimmend mit 1418 angegebenen solchen allerdings um 10 Jahre; auch ist N\u00fcrnberg als dessen Geburtsort nur von diesen drei Vorgenannten, nicht bei Schoepflin und Hertzog, aufgef\u00fchrt. Was aber von Burg aus dem alten Statutenbuch der Stadt Hagenau zus\u00e4tzlich gesch\u00f6pft ist, das ist das genaue Datum der Wahl des Hans von Wimpffen sowohl zum Sch\u00f6ffen (15. Januar 1581) als auch dessen Todestag (10. Juli 1491), dazuhin dessen in der Zeit als Sch\u00f6ffe diesem zugekommene mehrfache Wahl zum Stettmeister (auch Stadtmeister), deren es in den els\u00e4ssischen Reichsst\u00e4dten drei bis vier gab und die eine dem Rat und Gericht im Jahreslauf abwechselnd vorstehende Art B\u00fcrgermeister darstellten. Dazuhin trifft A. M. Burg die Feststellung, dass in Haguenau Urkunden erhalten sind, die dessen Siegel tragen, welches vom Briefschreiber so dargestellt ist, wie es in der Wiedergabe auf der Basis der Fotografie von Dr. Hans H. von Wimpffen (siehe Abb. I 5) erscheint, n\u00e4mlich als Sparren. Hinzu tritt bei Schoepflin die Auskunft, dass Hans von Wimpfen im Magistrat von Haguenau eine Rolle gespielt und sich in dieser Stadt fortgepflanzt habe. Doch wird von Burg ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass Hinweise auf die ihm zugeschriebene Gattin BARBARA VON RECHTENBACH sowie auf ein auf diesen HANS VON WIMPFEN bezogenes Denkmal auf einem (der einst um die 60 und jetzt nur noch vorhandenen 3) Stadtt\u00fcrme nicht bzw. nicht mehr vorliegen. Und auch von dem bei den Genealogen genannten Sohn derselben namens JOHANNES II.\u00a0oder JEAN II.\u00a0oder weiteren Nachkommen ist bei Schoepflin wie auch bei Hertzoger und Burg nirgends die Rede. Aus der von A. M. Burg an Baron Hans von Wimpffen gerichteten Bitte um die Zusendung einer Kopie oder des Textes der von den Autoren der Gruppe 1 aufgef\u00fchrten (N\u00fcrnberger) Pergamenturkunde des Jahres 1444 (bzw. laut Aubert Des Bois abweichend des Jahres 1484) l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass in Haguenau eine solche (auf die Gattin Barbara Rechtenbach und die Geburt des Hans oder Johannes bezogene) nicht vorhanden bzw. dort nicht bekannt ist. Besonderes Kopfzerbrechen macht das \u201e\u00e0\u201d = \u201ein\u201d oder \u201ezu\u201d statt das den Adel aufzeigende \u201ede\u201d im Nachnamen des angeblich 1373 geadelten HERMANNUS \u00c0 WIMPFEN. Wenn man dennoch die von Schoepflin behauptete Adelsherkunft des HANS VON WIMPF(F)EN anerkennen wollte, so w\u00e4re das \u201evon\u201d im Namen desselben nicht als blo\u00dfe Herkunftsbezeichnung, sondern in der Tat als Adelsbezeichnung zu betrachten. Schoepflin rechnet diesen jedoch nur zu den patrizischen Geschlechtern (Stadtadel) Haguenaus und belegt das durch die alphabetische Auflistung deren aller Namen einschlie\u00dflich der \u201eWIMPFII\u201d. Doch sucht man im Chronicon Alsatiae des Bernhard Hertzog sowohl in der dort aufgef\u00fchrten Liste \u201eVom Adel im Elsas\u201d (siehe in Das Sechste Buch, S. 145 und 146) als auch im Kapitel \u201eVon alten Adenlichen auch Burgerlichen geschlechten zu Hagenaw\/ Jhren Wappen vnd Genealogien\u201d (siehe in Das Neundt Buch Das X. Capitel, S. 163 \u2013 174) den Namen und auch das Wappen der \u201eWimpffen\u201d oder gar \u201eVon Wimpffen\u201d vergeblich.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang erscheint es notwendig, auf die folgende am Ende des Briefes von A. M. Burg vom 14. April 1959 vertretene Meinungs\u00e4u\u00dferung zur\u00fcckzukommen:<br \/>\n\u201e<em>Die im 16. Jh. in Hagenau wieder auttauchenden Wimpf sind wohl nach Schoepflin Nachkommen jenes ersten Hans; mir scheint dies aber fragw\u00fcrdig. Diese f\u00fchren einen Fuchs im Schild; ihre Nachkommen leben noch heute in Innerfrankreich als \u201ade Wimpffen\u2019. In Sedan war 1870 ein franz\u00f6sischer General de Wimpffen mit Napoleon III. gefangen genommen worden.\u201d<\/em><br \/>\nZu meiner gro\u00dfen \u00dcberrraschung fand sich in der Fortschreibung (erschienen 1903) des \u201eArmorial G\u00e9n\u00e9ral de France &#8230; 1696 \u2013 1700, Alsace, Strassbourg\u201d, page 2, No. 17, die folgende Eintragung, die laut der dort gegebenen Namens- und Berufsbezeichnung zweifelsfrei dem in den Kapiteln N. Umorientierung und O. Johann Georg behandelten JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 \u2013 1767) galt: <em>\u201eJean-Georges Wimpff, conseillier des princes palatins des Deux-Ponts, et grand Bailly de Gonstemberg et autres lieux. PORTE: d\u2019azur, \u00e1 un renard contourn\u00e9 d\u2019argent, tenant une croix au pied fich\u00e9 d\u2019or, et pos\u00e9e sur une monticule de trois coupeaux de sinople.\u201d<br \/>\n<\/em>\u00dcbersetzt: \u201e<em>Johann Georg Wimpff, F\u00fcrstlich Pfalz-Zweibr\u00fcckenscher Rat und Oberamtmann von Gonstemberg <\/em>&#8211; gemeint: Guttenberg &#8211; <em>und anderer Orte. Besagt<\/em> (bezogen auf das Wappen)<em>: In Blau <\/em>(gemeint: Hintergrund)<em>, ein silbern umrandeter Fuchs, ein in den Fu\u00df gestecktes goldenes Kreuz haltend, und auf einen gelben Dreiberg gesetzt.\u201d<br \/>\n<\/em>Hier liegt sicherlich eben diese von Burg beanstandete Verwechslung der \u201eWimpff\u201d mit den \u201ede\u201d bzw. \u201evon Wimpffen\u201d vor und insofern sogar eine Verwechslung doppelter Art, als hier dessen Wappenzeichen, der Widder, offenkundig f\u00fcr ein Fuchs gehalten wird. Dass die \u201eWimpff\u201d (oder auch \u201eWimff\u201d), die es im Elsass nicht nur in Haguenau oder auch z. B. im Stuttgart des 18.\/19. Jahrhunderts gab und die keineswegs dem Adel, sondern bestenfalls dem Stadtpatriziat angeh\u00f6rten, in der Tat einen Fuchs im Wappen trugen, das zeigt die folgende in einer Variante (hier nur Wappendarstellungen ohne Wappenbeschreibungen) des o. g. franz\u00f6sischen Wappenkompendiums auf S. 39 zu findende und einem \u201eIEAN WIMFF, Fermier des Revenues de la Ville de Brisack\u201d (P\u00e4chter der Natural-Eink\u00fcnfte der Stadt Breisach) zugeh\u00f6rige Wappenwiedergabe; denn diese zeigt einen (heraldisch) nach rechts schreitenden wei\u00dfen Fuchs und nicht einen Widder, und zwar mit einem im rechten Vorderfu\u00df gehaltenen roten Kreuz \u00fcber drei gr\u00fcne Berge schreitend. Immerhin schon sehr merkw\u00fcrdig, dass bei den Wimpff oder Wimff genau wie bei den Von Wimpffen im Wappen sowohl das Kreuz wie der Dreiberg und auch der blaue Hintergrund zu finden ist! Die Verwunderung wird noch dadurch gesteigert, dass bei der fl\u00fcchtigen Durchsicht der dort gezeigten nicht weniger als 4.650 auf 812 Seiten gezeigten kleinen Wappendarstellungen des Elsass&#8216; des ausgehenden 17. Jahrhunderts ff. vier solche gefunden werden konnten, die alle Tr\u00e4gern des Namens \u201eHerman\u201d bzw. auch \u201eHer<u>t<\/u>mann\u201d, demnach Tr\u00e4gern vom \u201eUrnamen\u201d der Von Wimpffen, stammend aus den verschiedensten Orten des Elsass\u2019, zugeordnet sind:<\/p>\n<p>&#8211; S. 86 (4. von 5 Wappen) des <u>Bernard Herman<\/u>, Greffier et Notaire (Gerichtsschreiber\/Kanzleibeamter und Notar) de la ville de <u>Molsheim<\/u>: Eindeutig zeigt dieses einen nach rechts sich \u00fcber drei gr\u00fcne Berge springenden wei\u00dfen Widder auf schwarzem Grund.<br \/>\n&#8211; S. 267 (1. von 5 Wappen) des <u>Bernard Herman<\/u>, Ministre (evangelischer Pfarrer) \u00e0 <u>Hauspach<\/u>: Dieses f\u00fchrt ebenfalls einen wei\u00dfen Widder, der sich jedoch nach links vor blauem Grund gehend fortbewegt.<br \/>\n&#8211; S. 343 (3. von 5 Wappen) des <u>Christoph le Hertmann<\/u> (Christoph der Hertmann), Bourguemestre (B\u00fcrgermeister) de la Ville de <u>Rosheim<\/u>: Dort geht ein wei\u00dfer Widder nach rechts \u00fcber eher ebenen hellen Grund vor gr\u00fcnem Hintergrund.<br \/>\n&#8211; S. 576 (1. von 5 Wappen) des <u>Jean Thibault Herman<\/u>, ohne Berufs- und Herkunftsnennung: Hier springt ein wei\u00dfer Widder nach rechts \u00fcber ebenen gr\u00fcnen Grund vor blauem Hintergrund.<br \/>\nAllerdings st\u00f6\u00dft man<br \/>\n&#8211; S. 3 (4. von 5 Wappen) auf <u>Mathieu Herman<\/u>, Prevot (Vorstand\/Vorsteher?) de la Ville et la Baillage de <u>Marckolzem (Markolzheim)<\/u>: Dort springt flach-langgestreckt ein schwarzbrauner Fuchs \u00fcber fehlendem Grund sowie farblosem Hintergrund nach rechts.<\/p>\n<p>Demnach gab es auch einen els\u00e4ssischen (oder gar mehrere?) HERMAN, der (die) den Fuchs der WIMPFF\u00a0statt den Widder der HERMANN\u00a0und der VON WIMPFFEN\u00a0im Wappen f\u00fchrte. Im \u00fcbrigen finden sich dort auch zahlreiche Beispiele, wo das Widderwappen anderen Namen zugeordnet ist, so z. B. sinnvollerweise S. 511 dem Namen <u>Pierre Bokelin<\/u>, aber auch h\u00e4ufiger solchen, wo es keinen Namenssinn-Hintergrund zu geben scheint wie auf S. 39 bei <u>George Frideric Bruuek<\/u>, S. 584 <u>Anne-Marie Frid\u00e9ric de Mullenheim<\/u> oder S. 608 <u>La Seigneurie de Blosheim<\/u> (die Herrschaft Blosheim). Die Frage ist, ob es sich bei diesen els\u00e4ssischen Herman um Eingesessene oder um Zugewanderte handelt, und wenn, dann vielleicht von in viel fr\u00fcheren Jahrhunderten von Wimpfen oder Kaufbeuren oder Augsburg oder N\u00fcrnberg her Gekommene? Doch k\u00f6nnen diese auch von sonstwo zugewandert sein. Denn der Name \u201eHermann\u201d (oder in seinen vielerlei Schreibvarianten wie auch \u201eH\u00f6rmann\u201d, \u201eHoermann&#8220; oder \u201eHerrmann\u201d) war und ist in Deutschland auch heute noch weitesthin verbreitet und h\u00e4ufigst.<\/p>\n<p>Fragen \u00fcber Fragen und ziemliche widersinnige, Aufkl\u00e4rungsbedarf signalisierende, Wirrnis, die w\u00e4chst, wenn wir nun zu dem sog. HANS I. VON WIMPFEN des 15. Jahrhunderts zur\u00fcckkehren, dessen &#8211; wie gezeigt &#8211; Existenz zwar eindeutig belegt ist, zu dem hin aber immer noch sowohl von unten her wie nach oben hin die verbindenden Glieder fehlen, so dass dessen Einordnung in den Stammbaum St\u00f6r sowie in die Genealogie von Sporhan-Krempel immer noch auf un\u00fcberwindliche Schwierigkeiten st\u00f6\u00dft. Wie schon gesagt, ist schon von den Lebensdaten her eine Idendit\u00e4t mit dem nachweislich in Venedig als Fernkaufmann t\u00e4tig gewesenen \u201eItalienfahrer\u201d HAN\u00df HERMANN oder H\u00d6RMANN der 4. Generation des 16. Jahrhunderts (siehe im Stammbaum St\u00f6r bei 4f) mit Sicherheit auszuschlie\u00dfen. Dies gilt ebenso f\u00fcr dessen Bruder, den Stammtr\u00e4ger der Generation 4 HEINRICH (DEN J\u00dcNGEREN, ca. 1485 bis 1535). Wir m\u00fcssen, wie bereits festgestellt, den Erstgenannten innerhalb in etwa der Generation 2 oder vielleicht auch 3 suchen, k\u00f6nnen aber einen solchen bei St\u00f6r nicht finden. Im Gegensatz hierzu erscheint dort\u00a0der Name HAN\u00df &#8211; wie der Fortgang zeigen wird &#8211; in den Generationen 6 \u2013 9 ebenfalls immer wieder und ab der 7 bis zur 9. Generation wachsend auch JOHANN\u00a0(mit einem angeh\u00e4ngten zweitem Vornamen). Demgegen\u00fcber ist in der I. Stammtafel von Wurzbach HANS I. der Generation IV nahtlos sowohl r\u00fcckw\u00e4rts wie vorw\u00e4rts in die Genealogie eingegliedert und tragen auch die stammtragenden Nachkommen desselben auffallenderweise durchg\u00e4ngig (mit Ausnahme von FRIEDRICH\u00a0bzw. SEBASTIAN\u00a0der Generation VII) bis zur Generation IX hin den Erstnamen JOHANN\u00a0(V: JOHANNES II., VI: JOHANNES III., VIII: JOHANN JACOB, IX: JOHANN FRIEDRICH bzw. JOHANN DIETRICH). Dass alle diese Namen sowie auch die der Frauen bei Aubert Des Bois, im Gotha (Cellarius-Goldtbeeg) und bei Wurzbach das \u201evon\u201d in sich tragen und somit auch von daher mit jenen des Wappenbaumes von St\u00f6r nach wie vor in keiner Weise \u00fcbereinstimmen und als unglaubw\u00fcrdige Nennungen zu werten sind, das wird der Weitergang vollends zeigen. Allerdings, das sei noch einmal als bedeutsam im Sinne der versuchten Identifizierung der Glieder der Vorfahrenkette des HANS I. VON WIMPFFEN herausgestellt, besteht zwischen dem die Wurzel der Stammtafel I des Constantin von Wurzbach sowie des Stammbaumes des J. W. St\u00f6r einnehmenden und angeblich 1373 wegen seiner Kriegestaten als Feldoberster von Kaiser Karl dem IV. pers\u00f6nlich zum Rittersmann geschlagenen SIGISMUND HEEREMANN VON WIMPFFEN bzw. SIGMUND H\u00d6RMANN VON WIMPFFEN einerseits und dem von F. D. Schoepflin \u00fcberlieferten Urgro\u00dfvater des HANS I. VON WIMPFFEN\u00a0namens HERMANNUS \u00c0 WIMPFEN andererseits eine ausgesprochene Affinit\u00e4t, nachdem jener ebenfalls wegen seiner kriegerischen Heldentaten sowie im gleichen Jahr 1373 geadelt worden sein soll. Daraus muss aber in keiner Weise auf eine wirkliche Idendit\u00e4t der beiden geschlossen werden, sondern nicht minder wiegt im Gegensatz dazu der Gedankenschluss, dass Aubert Des Bois, Wurzbach wie auch St\u00f6r ihr von J. D. Schoepflin \u00fcber HERMANNUS \u00c0 WIMPFEN\u00a0gewonnenes Bild vielleicht auf ihren Wurzelbildner, den sagenhaften SIG(IS)MUND, ohne wirkliche Belege daf\u00fcr vorweisen zu k\u00f6nnen, einfach \u00fcbertragen haben.<\/p>\n<p>Das nunmehr trotz der vorstehend offen gebliebenen Fragen angezeigte Weiterschreiten geht dahin, abschlie\u00dfend nunmehr alle auf die Generationen V \u2013 VIII bezogenen und gro\u00dfteils zusammenstimmenden Angaben von Aubert Des Bois von 1778, des Gotha von 1853 (Kneschke bleibt, da dieser diese Generationen \u00fcbergeht, ausgeschlossen) und des von Wurzbach von 1888 zusammenfassend-vergleichend darzustellen, wobei zun\u00e4chst die der Einfachheit halber gleich die ins Deutsche \u00fcbersetzte Textwiedergabe des erstgenannten \u00e4ltesten Autors Aubert Des Bois wiedergegeben und in den Texten des Gotha und von Wurzbach abweichende Sachverhalte oder auch Zus\u00e4tze in Klammer dazugesetzt und alle Zielnamen wiederum durch Schreibung in Aufrechtschrift und Gro\u00dfbuchstaben hervorgehoben sind:<\/p>\n<p><em>&#8211; \u201eV. JEAN DE WIMPFFEN II. des Namens, geboren 1444, Herr von Brixenstein, Zabietstein, Ebershausen &amp; anderer Orte, hervorgehend aus zwei mit dem Wappenzeichen versiegelten Pergamenturkunden von 1492 und 1493, kehrte <\/em>(nachdem er laut Gotha zuerst im Elsass und in kurpf\u00e4lzischen Diensten gewesen war) <em>nach N\u00fcrnberg zur\u00fcck, wo er, den in dieser Stadt bewahrten Registern folgend, 1490 BARBE DE KNOBELSDORFF heiratete, wovon stammen: &#8211; 1. S\u00c9BASTIAN, geboren 1492, gestorben ohne Nachkommen; &#8211; JEAN, der folgt; &#8211; 3. MARIE-EVE, geboren 1495; &#8211; 4. LOUISE-DOROTH\u00c8E, geboren 1499.<br \/>\n<\/em><em>&#8211; VI. JEAN DE WIMPFFEN, III. des Namens, geboren 1494, heiratete 1520 LOUISE-GABRIELLE DE WILDENSTEIN\u00a0<\/em>(laut dem Gotha und Wurzbach LUDOVICA GABRIELE VON WILDENSTEIN),\u00a0<em>und hatte von ihr au\u00dfer anderen Kindern:<br \/>\n<\/em><em>&#8211; VII. FR\u00c8DEREIC DE WIMPFFEN <\/em>(laut Gotha SEBASTIAN II., laut Wurzbach FRIEDRICH bzw. nach Anderen SEBASTIAN)<em>, geboren 1521, der ins Elsa\u00df zur\u00fcckkehrte, um einen Erbnachlass in der Nachfolge seines Urgro\u00dfvaters <\/em>(das w\u00e4re HANS I.; laut Gotha aber kommt das Erbe von seiner Gro\u00dfmutter, das w\u00e4re BARBARA VON KNOBELSDORF) <em>anzutreten. Er heiratete 1545 in Schlettstadt DOROTH\u00c9E-SUSANNE DE NEUSTEIN <\/em>(bei Wurzbach NEUENSTEIN)<em>, die ihm mehrere Kinder hinterlie\u00df, wie es aus einer originalen Teilungsakte hervorgeht; aber man kennt dessen Schicksal nicht. So findet man nur JEAN-JACQUES erw\u00e4hnt, der folgt und die Nachkommenschaft fortf\u00fchrte.<br \/>\n<\/em><em>&#8211; VIII. JEAN-JAQUES DE WIMPFFEN, Herr von Brixenstein, Zabietstein, etc. <\/em>(laut Gotha abgek\u00fcrzt: \u201eHerr von B. etc.\u201c)<em>, heiratete in Franken 1571 MARIA GR\u00c4FIN VON SCHWARZENBERG, und daraus gingen vier Kinder hervor, an die er in seinem Testament erinnert: 1. S\u00c9BASTIAN, geboren 1580, gestorben ohne Kinder;- 2. JEAN-FR\u00c9DERIC, geboren 1581, &#8211; 3. JEAN-DIETRICH, geboren 1581, dessen Nachkommenschaft sich in Saugershausen <\/em>(gemeint: Sangerhausen in Sachsen-Anhalt; dar\u00fcber an sp\u00e4terer Stelle im Zusammenhang mit dem der Generation IX angeh\u00f6renden Genannten)<em> niedergelassen hat, der folgt; &#8211; 4. ELISABETH, geboren 1587.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Was die Unterschiedlichkeiten von Aubert Des Bois gegen\u00fcber dem Gotha und Wurzbach betrifft, so ist hier noch Folgendes nachzutragen:<br \/>\nLaut Wurzbach war JOHANNES II. (gemeint JEAN II. in zweiter Ehe mit ANNA VON ALB\u00a0(gest. angeblich 1526) verheiratet, woraus 5. SIMON, gestorben 1538 zu Haguenau, hervorging; laut dem Gotha dort begraben neben seinem Gro\u00dfvater (JEAN\/HANS I.), laut Wurzbach verm\u00e4hlt mit SUSANNE VON GRETZINGEN. Als deren Sohn erscheint im Gotha und bei Wurzbach WILHELM, geb. 1516. Dieser soll laut Wurzbach mit MAGDALENA VON LAUENBURG\u00a0und deren Sohn CHRISTOPH\u00a0mit VERONICA VON\u00a0HEINSPERG\u00a0verheiratet gewesen sein. Laut dem Gotha zog der Erstgenannte ebenfalls ins Elsass, wo \u00fcberhaupt Zweige der Familie fortan bis zur franz\u00f6sischen Besitznahme von diesem verblieben sein sollen. Ein abschlie\u00dfender Blick in die I. Stammtafel des C. von Wurzbach (siehe die obige Abb. I 1) und dort auf die Generationen VI &#8211; VIII) l\u00e4sst die vorstehend komplex erscheinenden genealogischen Sachverhalte in \u00fcbersichtlicher Kurzform erscheinen und erleichtert den Zugang und das Verst\u00e4ndnis. Demgegen\u00fcber zeigt der Blick auf die Stammtr\u00e4ger der Parallel-Generationen 5 bis 8 des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r v\u00f6llig andere Namen, ein Umstand, der beim weiteren Durchschreiten derselben in den Folgekapiteln J. Christoph und Niclas, K. Unterpfleger Christoph und L. Adelswerdung nach und nach vollends sichtbar werden wird<\/p>\n<p>Der zu empfehlende vergleichende Blick auf die oben in Abb. I 1 zu findende I. Stammtafel des Constantin von Wurzbach bringt den Vorteil, dass dort, was den Durchblick f\u00f6rdert, allein die Namen der Stammtr\u00e4ger mit meist nur Geburtsjahr und deren allesamt dem Adel entstammten Gattinnen sowie nur im Falle der Generation VI auch mit den vier Geschwistern und dazuhin des Viertgenannten dieser Geschwisterreihe mit Sohn und dessen Gattinnen aufgef\u00fchrt sind.<\/p>\n<p>Die demgegen\u00fcber jedoch nachgewiesene Existenz dieses HANS oder JOHANN I. (der Generation IV nach den Autoren der Gruppe I) in Verbindung mit dem allerdings fehlenden Anschluss nach unten und oben signalisiert Folgendes: Die vorgenannten els\u00e4ssischen zwei St\u00e4dte <u>Haguenau<\/u>, <u>Schlettstadt<\/u> und auch die sp\u00e4ter noch ins Spiel gelangenden St\u00e4dte <u>Wei\u00dfenburg<\/u>, <u>Molsheim<\/u> und <u>Neu-Breisach<\/u> sind (nat\u00fcrlich neben <u>Augsburg<\/u>, <u>N\u00fcrnberg<\/u>, und auch <u>Wimpfen<\/u> selbst, dazuhin nach den neuesten an sp\u00e4terer Stelle aufgezeigten Erkenntnissen auch <u>Kaufbeuren<\/u>) als erstrangige Zielorte der weiteren Von- Wimpffen-Forschung zu begreifen, was helfen k\u00f6nnte, bestehende L\u00fccken zu schlie\u00dfen und vor allem auch die bestehenden Widerspr\u00fcche, Ungereimtheiten und Unklarheiten zu beseitigen. Hinzu muss auch noch <u>Stra\u00dfburg<\/u> treten, wohin nach Auskunft von Dr. Hans H. von Wimpffen innerels\u00e4ssische Akten verlagert worden sind und nach denen dieser baldig weitere Ausschau halten will. Es w\u00e4re zwar verwunderlich, wenn solche Forschungen volle Sicherheit f\u00fcr die Richtigkeit von dessen These bringen w\u00fcrden, dass die Adelsfamilie der Von Wimpffen letztlich nicht aus dem 1512 von Augsburg nach N\u00fcrnberg umgesiedelten HEINRICH HERMANN (DEM J\u00dcNGEREN), der sich der Nachnamenserweiterung VON WIMPFFEN bediente, herausgewachsen ist, sondern bereits Jahrhunderte vorher im Elsass unter diesem Namen bestanden hat und gar zumindest bis auf den kaiserlichen Vogt der K\u00f6nigspfalzen Wimpfen und Hagenau im Elsass sowie der dieser nahen Burg Trifels des 12. Jahrhunderts WILHELMUS DE WIMPFFEN der sog. Stauferzeit zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Damit w\u00e4ren der vorstehend zweifesfrei nachgewiesene Sch\u00f6ffe und Stettmeister in Hagenau der zweiten H\u00e4lfte des 15. Jahrhunderts HANS VON WIMPFFEN sowie dessen von Johann Daniel Schoepflin aufgef\u00fchrter Urgro\u00dfvater HERMANNUS \u00c0 WIMPFEN des 14. Jahrhunderts und die angeblichen zahlreichen Nachfahren desselben und die els\u00e4ssische ehemalige Freie Reichs- und Schwesterstadt Wimpfens Hagenau im Elsass als eigentlicher Ursprungsort des Geschlechtes der Von Wimpffen anzusehen. Dass diese These mit den bislang vorhandenen d\u00fcrftigen urkundenm\u00e4\u00dfigen Fakten und ganz besonders mit dem Umstand, dass diese nachweislich ja zun\u00e4chst \u201eHermann\u201d oder \u201eH\u00f6rmann\u201d hie\u00dfen, in keiner Weise zusammengeht, soll im Endkapitel Z. R\u00fcck- und Weiterschau anhand der kritischen Durchleuchtung der von Constantin von Wurzbach in seinem speziell den Von Wimpffen geltenden Werk des Jahres 1888 als deren sog. vorurkundlichen Vertreter der ersten H\u00e4lfte des 11. bis 14. Jahrhunderts vorgezeigten\u00a0ARNOLD, DAGOBERT, CONRAD sowie omin\u00f6sen HEEREMANN VON WIMPFFEN des angeblichen letzten Magdeburger Turniers des Jahres 1036 dargelegt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie a. der franz\u00f6sische Enzyklop\u00e4dist Aubert Des Bois und seine Adepten, \u00a0n\u00e4mlich Chr. Cellarius und J. G. Goldtbeeg im \u201eGotha\u201d sowie C. von Wurzbach, den von ihnen als Stammtr\u00e4ger ihrer Generation IV gesehenen JEAN bzw. JOHANN oder HANS I. 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