{"id":281,"date":"2016-06-11T15:11:04","date_gmt":"2016-06-11T13:11:04","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=281"},"modified":"2020-01-12T11:02:50","modified_gmt":"2020-01-12T10:02:50","slug":"christoph-und-niclas","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/christoph-und-niclas\/","title":{"rendered":"J. Christoph und Niclas"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie der aus der sechsk\u00f6pfigen Br\u00fcderreihe zum Stammtr\u00e4ger der Generation 6 gewordene Sohn des Dominicus namens CHRISTOPH (sp\u00e4ter DER \u00c4LTERE, 1552 &#8211; 1619)<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>sich 1577 mit REGINA B\u00d6HEIM und damit einer Frau aus den sog. Ersten Geschlechtern N\u00fcrnbergs und dessen Innerem Rat angeh\u00f6renden Familien verehelicht und 1608 Genannter des Gr\u00f6\u00dferen Rates wird, dessen an zweiter Stelle der Br\u00fcderreihe gef\u00fchrter und dreizehn Jahre \u00e4lterer Bruder NIKLAS (1539 \u2013 1597) 1568 eine Tochter einer ebensolchen Ersten N\u00fcrnberger Familie der PFINZING zur Frau nimmt und im Jahr \u00a0danach (1569) zum Genannten des Gr\u00f6\u00dferen Rats und als Assessor des Bauerngerichts berufen wird, in dem er bis zu seinem Tod t\u00e4tig ist.<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst sei, wie bereits schon fr\u00fcher in der Abb. F 1, gezeigt in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2760 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416-1024x387.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416-1024x387.jpeg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416-300x113.jpeg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-20-e1560325866416.jpeg 1103w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. J 1: Der auf die Generationen 5, 6 und 7 sowie (vom Betrachter her gesehen) auf die linke H\u00e4lfte\u00a0beschr\u00e4nkte Ausschnitt des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r mit mittig (bezeichnet mit 6a) dem Stammtr\u00e4ger der Generation 6 namens CHRISTOFF und seiner Ehefrau REGINA B\u00d6HEIMIN<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit treten wir endlich in die aus dem Wappenempf\u00e4nger DOMINICUS und der URSULA aus der Familie der GROLAND der Generation 5 (siehe 5a) herausgewachsene Folgegeneration 6 ein. F\u00fcrs Erste fallen im vorstehenden Stammbaum-Ausschnitt die links neben diesem Stammtr\u00e4gerpaar aufgereihten und mit 6e bis 6k markierten, demnach 7 Geschwister des CHRISTOFF bzw. Schw\u00e4ger und Schw\u00e4gerinnen der REGINA ins Auge, woraus bei Betrachtung der Namen sowie der Links- oder Rechtsgerichtetheit des Widders zu erkennen ist, dass es sich um 3 m\u00e4nnlichen und 4 weiblichen Geschlechtes handelt. Hier deren Namen mit ggfls. dem des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin:<br \/>\n6e: HEINRICH<br \/>\n6f: NICLAS &#8211; ANNA PFINZINGERIN<br \/>\n6g: DIETRICH<br \/>\n6h: URSULA<br \/>\n6i: BARBARA<br \/>\n6j: APOLONIA &#8211; CONRAD KIELMANN VON C\u00d6LN u. JACOB KRAMER<br \/>\n6k: MAGDALENA &#8211; LIENHARD OTT<br \/>\nIn Erinnerung des in Kapitel G. Wappenempfang geschilderten ungl\u00fccklichen Flo\u00dfunfalls, der mit dem Tod des Ertrinkens des angesehenen Stammhalters, Fernkaufmannes und Wappenempf\u00e4ngers DOMINICUS zusammen mit zwei seiner T\u00f6chter geendet hat, dr\u00e4ngt sich hier die leider nicht zweifelsfrei kl\u00e4rbare Frage auf, um welche zwei seiner im Stammbaum St\u00f6r aufgef\u00fchrten vier T\u00f6chter es sich wohl gehandelt hat. Naheliegenderweise k\u00f6nnten es die wohl unverheiratet gebliebenen solchen, n\u00e4mlich URSULA und BARBARA, gewesen sein.<\/p>\n<p>Sporhan-Krempel gibt bez\u00fcglich der Zusammensetzung der Generation 6 lediglich an, dass Dominicus und Ursula zwei S\u00f6hne gehabt h\u00e4tten, n\u00e4mlich: NIKLAS und CHRISTOPH (geschrieben also anders als bei St\u00f6r mit \u201ek\u201d statt mit \u201ec\u201d bzw. \u00a0\u201eph\u201d statt mit \u201eff\u201d); und sie stellt zun\u00e4chst vom Erstgenannten, womit St\u00f6r in seinen diesbez\u00fcglichen Angaben best\u00e4tigt wird, Folgendes heraus (Namen hier in Senkrecht- und Gro\u00dfschrift herausgehoben):<br \/>\n<em>\u201eNIKLAS, am 22. M\u00e4rz 1539 in St. Sebald getauft, setzte die Reihe der erfolgreichen Ehen fort. Er verheiratete sich am 15. Juni 1568 mit ANNA, der Tochter des MARTIN PFINTZING. Ein Jahr nach seiner Eheschlie\u00dfung <\/em>(demnach 1569, was sich wiederum durch den \u201eExtract Mullneri Analium\u201d best\u00e4tigt findet) <em>wurde er Genannter<\/em> (zu erg\u00e4nzen: des Gr\u00f6\u00dferen, nat\u00fcrlich nicht des den Abk\u00f6mmlingen der Ersten Geschlechter vorbehaltenen Kleineren) <em>Rates<\/em>\u00a0<em>und im selben Jahr als Assessor ans Bauerngericht berufen, wo er bis zu seinem Tod im August 1597 t\u00e4tig war. Er wertete das \u201aImage\u2019 seiner Familie sehr auf.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Wir finden diesen \u00fcberraschenderweise in der Proposographie der Augsburger Eliten unter Lfdnr. 1425 verzeichnet, welche dem Augsburger Patrizier und Angeh\u00f6rigen einer weltumspannend Fernhandel und Bankgesch\u00e4fte betreibenden CHRISTOPH WELSER II. (1517 &#8211; 1593) gilt; und zwar stand laut der dortigen Rubrik Z043\/Z0431- Z0434 \u201eNIKOLAUS\u00a0HERMANN (WIMPFEN)\u201c, wie er dort benannt ist, im Jahr 1557, d. h. im jungen Alter von rund 18 Jahren, mit dem Vorgenannten in Gesch\u00e4ftskontakt, wobei es immerhin um 2.370 Gulden ging. Das dem Vor- und Nachnamen dort in Klammer beigegebene Wort \u201eWimpfen\u201c d\u00fcrfte darauf hinweisen, dass sich die N\u00fcrnberger HERMANN ihrem Familiennamen ihrem Herkunftsort beigef\u00fcgten.<\/p>\n<p>Die von Sporhan-Krempel konstatierte Aufwertung seiner Familie ergab sich sicherlich vor allem durch die Einheirat des NIKLAS in die ebenfalls zu den Ersten Geschlechtern N\u00fcrnbergs geh\u00f6rigen PFINZING\u00a0(1554 mit dem Zusatz \u201eVON HENFENFELD\u201d; im Werk von Peter Fleischhauer, \u201eRat und Patriziat in N\u00fcrnberg &#8230;&#8220; durchweg PFINZING, d. h. im Gegensatz zum im obigen Textzitat, ohne t, geschrieben). Diese waren im 13. und 14. Jahrhundert das gr\u00f6\u00dfte und auch einflussreichste Geschlecht N\u00fcrnbergs und unstrittig staufisch-ministerialer Abstammung gewesen und hatten mehrfach in N\u00fcrnberg das h\u00f6chste Amt des Reichsschulthei\u00dfen innegehabt. Deren fr\u00fcher Reichtum war vor allem dem Fernhandel entwachsen. Wie des Weiteren aus Peter Fleischmann zu erfahren, ist die von Fr. Chr. Gugel im Zusammenhang mit dem Tod ihres Gatten NIKLAS erw\u00e4hnte Gattin ANNA PFINZINGIN eine der sieben T\u00f6chter aus der ersten Ehe des Kaufmannes und Gro\u00dfh\u00e4ndlers namens MARTIN I. PFINZING (1490 &#8211; 1552) mit ANNA L\u00d6FFELHOLZ (1498 &#8211; 1543) gewesen. Wenn Sporhan-Krempel sagt, dass Niklas (Fleischmann benamt diesen realiter im Namens-Register mit \u201eNIKOLAUS VON WIMPFFEN GENANNT HERRMANNNI\u201c!) das Image seiner Familie sehr aufgewertet habe, so geht das nicht allein auf seine lange Amtst\u00e4tigkeit als Assessor beim Bauerngericht zur\u00fcck, sondern nat\u00fcrlich auch darauf, dass aus seinem Schwiegervater Martin I. Pfinzing alle die sp\u00e4teren weiteren Ratsherren des Pfinzing-Geschlechts wuchsen und die Schwiegermutter ANNA, GEBORENE L\u00d6FFELHOLZ, das pr\u00e4chtige Haus in markanter Lage unterhalb der Lorenzkirche (K\u00f6nigstra\u00dfe 12) \u201eZum Lindwurm\u201c aus ihrem m\u00fctterlichen Erbe in die Ehe gebracht hatte. Das Wappen der Pfinzing l\u00e4sst sich im Stammbaum St\u00f6r bei 6f ausmachen. Siehe dazu die<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2453 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wimpffen-Stammbaum1.jpg\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"415\" \/><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. J 2: Das im Stammbaum des J. W. St\u00f6r rechts neben Niclas mit dem Widder als dem Wappenzeichen der Hermann von Wimpffen unter dem Namen der Anna Pfintzingin gezeigte Wappen der<\/strong>\u00a0<strong>N\u00fcrnberger Patrizierfamilie<\/strong>\u00a0<strong>Pfinzing<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses weist eine Vierteilung auf, wobei die Felder 2 und 3 oben einen schwarzen Adler und unten einen (in der Farbausf\u00fchrung silbernen) Ring (dieser angeblich deren urspr\u00fcngliches Wappen darstellend) zeigen, dazu ein (in der Farbausf\u00fchrung von Gold, Blau und Silber) dreigeteiltes sog. Herzschild.<\/p>\n<p>Was die n\u00e4heren Umst\u00e4nde des Todes und der Ruhest\u00e4tte der beiden Vorgenannten betrifft, so l\u00e4sst sich bei Christoph Friedrich Gugel (Nr. 1030) sowie auch bei Johann Martin Trechsel (Seite 262) \u00fcbereinstimmend Folgendes, gleichzeitig auch alle Angaben von Sporhan-Krempel Best\u00e4tigendes, entnehmen, wobei die Zielnamen hier in Gro\u00df- und Aufrechtbuchstaben wiedergegeben und in Klammern Anmerkungen beigegeben sind:<br \/>\nAuf dem in Kapitel D. Auswanderer Heinrich beschriebenen Epitaph, das sich auf der von diesem im N\u00fcrnberger Johannis-Friedhof erworbenen Familiengrabst\u00e4tte erhob, fand sich auf\u00a0<em>\u201ezwey darunter befindlichen T\u00e4felein &#8230; so unten mit einem Wimpfisch und Pfinzingischen Schildgen behangen, stehet erstlich oben:\u00a0<\/em><em>Gott mein Hoffnung. Und dann: AD 1597, den 29. August ist in<\/em> Gott <em>entschlaffen der Erbar und Vest<\/em> NICOLAS HERMANN VON WIMPFFEN<em>,<\/em>\u00a0v<em>nd hernach<\/em> <em>An. &#8211; dm &#8211; <\/em>(= Anno domini; es fehlt leider die Jahreszahl) <em>starb<\/em> <em>die Erbar Ehrntugendreiche Fraw ANNA, seine eheliche Hau\u00dffrau eine geborene<\/em> PFINZINGIN\u00a0<em>denen vnd vns allen Gott ein fr\u00f6lich Auferstehung verleyhen wolle. Amen.\u201d <\/em>Demnach haben beide in der Familien-Grabst\u00e4tte ihre letzte Ruhe gefunden.<\/p>\n<p>Was den Bruder des NIKLAS namens CHRISTOPH betrifft, so ist dieser von Sporhan-Krempel so beschrieben, wobei hier wieder die Namen durch Umsetzung in Gro\u00df- und Aufrechtschrift herausgehoben sind:<br \/>\n<em>\u201eSein <\/em>(gemeint Niklas)<em> mehr als zehn Jahre j\u00fcngerer Bruder <\/em>CHRISTOPH<em>\u00a0&#8211; sp\u00e4ter der \u00c4ltere genannt &#8211; wurde am 21. April 1552 in St. Sebald getauft. Auch ihm gelang eine Einheirat in eine alte Ratsfamilie. Am 20. Dezember 1577 wurde er mit\u00a0<\/em>REGINA BEHEIM<em>\u00a0getraut. Ihr Vater <\/em>MICHAEL<em>\u00a0geh\u00f6rte dem Inneren Rat an und war oberster Bauherr der Stadt. Das Ehepaar hatte mehrere Kinder. Die T\u00f6chter starben jung und unverm\u00e4hlt, die 1579 geborene\u00a0<\/em>ANNA REGINA<em>\u00a0achtzehnj\u00e4hrig in K\u00f6ln, wo sie vielleicht Verwandte besucht hatte. Ihre viel j\u00fcngere, erst 1591 geborene Schwester\u00a0<\/em>SUSANNA<em>\u00a0starb im M\u00e4rz 1601 in einem Haus am Fischbach. Der \u00e4ltere <\/em>CHRISTOPH<em>\u00a0beendete sein Leben im M\u00e4rz 1619 in einem Haus beim Gelben L\u00f6wen am Bonersberg.\u201d<br \/>\n<\/em>\u201eAm Fischbach\u201c, so hie\u00df die sp\u00e4tere Karolinenstra\u00dfe, die damals im Zentrum der s\u00fcdw\u00e4rtigen Stadth\u00e4lfte zum Westwerk der Kirche Sankt Lorenz als sch\u00f6ne ger\u00e4umige und breite Gasse zum Nutzen zahlreicher Gewerbe offen dahinlaufendem gleichnamigem Bach hinlief.<\/p>\n<p>Genauer als von Sporhan-Krempel gesagt (siehe die oben angegebenen Geburtsdaten der beiden Br\u00fcder), betrug der Altersunterschied zwischen diesen 13 Jahre. Somit war der sp\u00e4tere Stammtr\u00e4ger Christoph beim tragischen Ertrinkungstod seines Vaters Dominik des Jahres 1556 erst 4 Jahre und einen Monat alt gewesen. Dass er trotzdem von St\u00f6r (siehe in Abb. J 1 unter 6a) an den Platz des Stammhalters gesetzt ist, hat seinen Grund darin, dass der \u00e4ltere Niklas und seine Frau Anna keine Kinder gehabt haben. Im \u201eExtract Mullneri Analium\u201c ist 1608 als das Jahr dessen Erhebung zum Genannten des Gr\u00f6\u00dferen Rats angegeben.\u00a0<span style=\"line-height: 1.6471;\">Welcher T\u00e4tigkeit dieser nachgegangen ist, dar\u00fcber erfahren wir nichts.\u00a0<\/span>Vielleicht war er, der Tradition folgend, wie sein Vater Dominik\u00a0Fernhandelskaufmann. F\u00fcr die Inhaberschaft einer guten beruflichen Position spricht seine von Sporhan-Krempel berichtete und im Stammbaum St\u00f6r Best\u00e4tigung findende Heirat von REGINA B\u00d6HEIMIN. Die B\u00d6HEIM\u00a0oder auch BEHEIM\u00a0oder bei Peter Fleischmann BEHAIM AUF KIRCHENSITTENBACH, wie diese auch im Verzeichnis des N\u00fcrnberger Patriziats erscheinen, sind bereits 1285 ersterw\u00e4hnt, finden sich im Inneren Rat ab 1319 und erhalten 1681 sogar nach bereits 1677 erfolgter Vermehrung ihres Wappens von Kaiser Leopold I. den Freiherrentitel mit der Benennung \u201eVON SCHWARZBACH\u201c verliehen. Die der Einheirat in das Erste Geschlecht der B\u00f6heim von den Hermann beigemessene gro\u00dfe Bedeutung wird abermals daraus evident, dass bei St\u00f6r auf der Gegenseite der genealogischen Rund-Darstellung der GROLAND eine solche der B\u00d6HEIM eingebracht ist. Siehe diese in der<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/031.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom alignnone wp-image-56 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/031-1024x901.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"581\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/031-1024x901.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/031-300x264.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/031-768x676.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/031.jpg 1556w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. J 3: Die rechts unter dem Laubdach des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r angebrachte Runddarstellung der Abstammung von Regina B\u00f6heim, Gattin des Christoff H\u00f6rmann von Wimpffen (Heirat am 20. Dezember 1577 in N\u00fcrnberg)<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dort ist das Ehepaar CHRIST(OFF) H\u00d6RMANN V. WIMPF(FEN) und REGINA (B\u00d6HEIM) mit ihrem jeweiligen Wappenzeichen, dem Widder der Hermann von Wimpffen bzw. mit dem auf senkrecht gespaltenem Schildgrund nach schr\u00e4glinks laufenden geschl\u00e4ngelten Fluss der B\u00f6heim, wie von der Pendantdarstellung in Abb. G 2 her zu erwarten, ganz rechts au\u00dfen zu finden. Als Eltern von REGINA\u00a0sind angegeben: MICHAEL B\u00d6HEIM\u00a0(entsprechend der Angabe von Sporhan-Krempel) und MARGARETHA EMERICHIN, als Gro\u00dfeltern v\u00e4terlicherseits STEPHAN B\u00d6HEIM\u00a0und MARGARETHA ORTOLFFIN, als Urgro\u00dfvater v\u00e4terlicherseits MARTIN B\u00d6HEIM, als Ururgro\u00dfvater sowie Urururgro\u00dfvater v\u00e4terlicherseits jeweils H. (HANS) MICHAEL B\u00d6HEIM. Diese von Sp\u00f6r pr\u00e4sentierte Ahnenfolge ist mit der von Peter Fleischmann gegebenen (allerdings sehr l\u00fcckenhaft erscheinenden) Ahnentafel der Behaim allerdings nicht zusammenzubringen. Beim Studium derselben stand zun\u00e4chst zu vermuten, dass es sich bei dem \u00fcbereinstimmend von Sporhan-Krempel und St\u00f6r angegebenen Vater der REGINA namens MICHAEL\u00a0B\u00d6HEIM um MICHAEL VII. BEHAIM (1459 \u2013 1511) handeln k\u00f6nnte, der von 1502 \u2013 1511 Ratsbaumeister gewesen ist und ab 1485 bis zu seinem Tod ununterbrochen Funktionen im Engeren Rat wahrgenommen hat sowie\u00a0laut Ahnentafel von Peter Fleischmann ein Vetter des durch die von ihm 1490\/92 veranlasste Fertigung eines Globus (\u201eErdapfel\u201c) in die Weltgeschichte eingegangenen Tuchkaufmannes, Seefahrers etc. sowie portugiesischen H\u00f6flings und Ritters MARTIN II. B\u00d6HEIM (geb. 1459 in N\u00fcrnberg, gest. 1507 im Spital zu Lissabon verfemt und verarmt) gewesen ist. Doch ist bei Fleischmann als Gattin des MICHAEL VII. BEHAIM nicht (wie in der Runddarstellung von St\u00f6r) MARGARETHA EMERICHIN, sondern MARGARETA WINTER angegeben. Dar\u00fcber hinaus lassen weder die Suche in der vorgenannten Genealogischen Tafel noch in der umfangreichen Familienbeschreibung der Behaim von Peter Feischmann \u00dcbereinstimmungen mit der von St\u00f6r angegebenen r\u00fcckschreitenden m\u00e4nnlichen Ahnenfolge von REGINA\u00a0zu MICHAEL\u00a0und weiter zu STEPHAN, dann zu MARTIN, dann zu H. MICHAEL\u00a0und schlie\u00dflich noch einmal zu H. MICHAEL\u00a0erkennen. Wie dem auch sei: Entscheidend ist, dass bei der Weiterbetrachtung der Stammfolge der Hermann von Wimpffen sowie Verzweigungen\u00a0der Geschwister zwischen St\u00f6r und Sporhan-Krempel \u00dcbereinstimmung besteht.<\/p>\n<p>Der zusammenfassende Blick auf die Einheiraten des Br\u00fcderpaares NIKLAS\u00a0und CHRISTOPH\u00a0in die zu den \u00e4ltesten h\u00f6chstangesehen reichen Patrizierfamilien N\u00fcrnbergs geh\u00f6renden PFINZING und B\u00d6HEIM (womit wir beim vierten und f\u00fcnften Fall dieser Art angelangt sind!) l\u00e4sst sp\u00fcren, dass diese dadurch wiederum mit hohen bis h\u00f6chsten dortigen einflussreichen Amtstr\u00e4gern verschw\u00e4gert wurden, was ihnen den Vorteil deren St\u00fctzhilfe beim angestrebten Eintritt in die gehobenen Reichsstadt\u00e4mter der Genannten des Gr\u00f6\u00dferen Rates sowie dazuhin beim Erstgenannten in das Amt eines Assessors beim Bauerngericht gebracht haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Die Weiterschau und gleichzeitig \u00fcberpr\u00fcfende Nachschau in der Folgegeneration 7 bei St\u00f6r erbringt, dass CHRISTOFF und REGINA die folgenden Kinder gehabt haben: einen Sohn und Stammhalter wiederum namens CHRISTOFF (7a) sowie die drei T\u00f6chter MARGARET (7o), REGINA (7p) und SUSANNA (7q). Somit besteht zwischen Sporhan-Krempel und St\u00f6r, abgesehen von der bei der Erstgenannten nicht erw\u00e4hnten MARGARET, volle \u00dcbereinstimmung.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\">\u00dcber den in der langen Generationsreihe 6 des J. W. St\u00f6r als erstgenannter Bruder des Stammtr\u00e4gers CHRISTOFF zu findenden LIENHARD\u00a0und seine Gattin PIARINA DI ALDI, den Sohn und die italienische Schwiegertochter von HAN\u00df DEM J\u00dcNGEREN\u00a0und CLARA CLAUDIANI\u00a0bzw. CLARA DIOT\u00c4T\u00a0aus Zypern (siehe 5b), wurde bereits in Kapitel F. S\u00fcdfernh\u00e4ndler berichtet<\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">.<\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\"> Mit dem vorbeschriebenen Eintritt von NIKLAS der Generation 6 in das Amt des Assessors am Bauerngericht, das er 28 Jahre bis zu seinem Tod innehatte, deutet sich der Beginn des in den zwei Folgegenerationen bei den Stammtr\u00e4gern sich fortsetzenden Prozesses der Abkehr der Hermann, zubenannt von Wimpffen, von ihrem Urberuf der Kaufleute, insbesondere Fernkaufleute, hin zu Amtstr\u00e4gern der Reichsstadt N\u00fcrnberg an.<\/span><\/p>\n<p>Was das v\u00f6llige Abweichen bez\u00fcglich des Stammtr\u00e4gers und seiner Gemahlin dieser Generation 6 bei der Autorengruppe I anbelangt, so wird dieses bereits im vorangehenden Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans offenbar, wonach dort bei der Parallelgeneration VI als Stammtr\u00e4ger (siehe auch im &#8211; in Abb. I 1 erscheinenden &#8211; \u00a0I. Stammbaum des C. von Wurzbach) JOHANNES III. (geb. 1494) mit Gattin LUDOVICA GABRIELE VON WILDENSTEIN erscheint. Und was die dort vierteilige Geschwisterreihe mit den Namen SEBASTIAN, MARIA EVA, LUDOVICA DOROTHEA und SIMON betrifft, so zeigt der Blick in die obige Abb. J 1 \u00fcber die Namen der dort linkerhand des Stammhalters CHRISTOFF (6a) aufgereihten 7 (mit 6e &#8211; 6k gekennzeichneten) Geschwister und ggfls. Ehepartner erwartungsgem\u00e4\u00df keinerlei \u00dcbereinstimmung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der aus der sechsk\u00f6pfigen Br\u00fcderreihe zum Stammtr\u00e4ger der Generation 6 gewordene Sohn des Dominicus namens CHRISTOPH (sp\u00e4ter DER \u00c4LTERE, 1552 &#8211; 1619)\u00a0sich 1577 mit REGINA B\u00d6HEIM und damit einer Frau aus den sog. 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Christoph und Niclas<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/281"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=281"}],"version-history":[{"count":97,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/281\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4121,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/281\/revisions\/4121"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}