{"id":284,"date":"2016-06-11T15:11:14","date_gmt":"2016-06-11T13:11:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=284"},"modified":"2020-01-12T11:16:24","modified_gmt":"2020-01-12T10:16:24","slug":"unterpfleger-christoph","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/unterpfleger-christoph\/","title":{"rendered":"K. Unterpfleger Christoph"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie CHRISTOPH DEM J\u00dcNGEREN der 7. Generation 1607 die Einheirat in die der Ehrbarkeit (dem Zweiten Stand) angeh\u00f6renden angesehenen N\u00fcrnberger Kaufmannsfamilie der SEMLER und sp\u00e4ter der Aufstieg in das Amt des Unterpflegers in Gostenhof gelingt.<\/strong><\/p>\n<p>Wir beginnen der Klarheit wegen zum dritten Mal mit<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2782 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28-1024x292.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28-1024x292.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28-300x85.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-28.jpg 1721w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. K 1:\u00a0Die beidseits etwas eingegrenzten Generationen 5, 6 und 7 des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r mit oben dem hier relevanten Stammtr\u00e4ger der Generation 7 CHRISTOFF (DEM J\u00dcNGEREN) und seiner Ehefrau ANNA MARIA SEMLERIN<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von der genau drei Dutzend Glieder umfassenden \u00e4u\u00dferst langen Generationskette 7 des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r (7a \u2013 7z und 7aa &#8211; 7kk) ist im vorangehenden Kapitel in der stets am wichtigsten erscheinenden Kernzone bereits der Stammtr\u00e4ger namens CHRISTOPH DER J\u00dcNGERE (7a) &#8211; \u00a0dort durchg\u00e4ngig am Schluss mit ff statt heute mit ph geschrieben &#8211; ,\u00a0der einzige\u00a0Sohn von CHRISTOPH DEM \u00c4LTEREN (6a), aufgef\u00fchrt und dar\u00fcber hinaus von seinen drei Schwestern MARGARETE (7o), REGINA (7p) und SUSANNA (7q) das Wenige berichtet worden, was Sporhan-Krempel aus den Sterbevermerken \u00fcber deren aller Unverm\u00e4hltheit und fr\u00fchen Tod Konkretes sch\u00f6pfen konnte. Zentral bedeutsam f\u00fcr die HERMANN VON WIMPFFEN, wie sie sich seit HEINRICH DEM \u00c4LTEREN der Generation 4 nannten, erscheint hier der Umstand, dass sich deren am Stamm platzierter einziger Bruder, wie Lore Sporhan-Krempel herausstellt, 1607 eine Frau namens ANNA MARIA aus der N\u00fcrnberger Familie der SEMLER zur Ehe nahm.\u00a0<em>\u201eSie war\u201c,<\/em>\u00a0so schreibt diese,<em>\u00a0\u201edie Tochter des ehrbaren und f\u00fcrnehmen\u00a0DIETRICH SEMLER.\u00a0Die Semler waren angesehene Kaufleute. Christoph wurde sp\u00e4ter Unterpfleger in<\/em>\u00a0<em>Gostenhof<\/em><em>. Er hatte mit seiner Frau Anna Maria elf Kinder.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Demnach wurden die Semler nicht zu den Ersten, sondern &#8211; wie die Hermann von Wimpffen &#8211; \u201enur\u201d zu den Zweiten Geschlechtern N\u00fcrnbergs, der sog. Ehrbarkeit, gerechnet. Somit erbringt die Suche nach diesen und vor allem deren Familienwappen in der umfangreichen Dokumentation von Peter Fleischmann \u201eRat und Patriziat in N\u00fcrnberg &#8230;\u201c keinerlei Angaben. Siehe hierzu die<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2489 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wimpffen-Stammbaum1-2.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"424\" \/><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. K 2: Das im Stammbaum des J. W. St\u00f6r mit 7a gekennzeichnete Doppelschild des Stammtr\u00e4gers der Generation 7 CHRISTOPH (DEM J\u00dcNGEREN) und Gattin ANNA MARIA SEMLERIN<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotzdem d\u00fcrfte diese Heirat wohl ohne eine bereits erreichte h\u00f6hergestellte Positionierung derselben in der N\u00fcrnberger hierarchischen Gesellschaft nicht zustande gekommen sein und dem Familienansehen einen weiteren Gewinn gebracht haben. Dass CHRISTOPH die Position eines Unterpflegers in Gostenhof erreichte, spricht f\u00fcr diese Einsch\u00e4tzung. Das heute an die N\u00fcrnberger Altstadt grenzende Gostenhof war damals ein s\u00fcdwestw\u00e4rtiger Vorort N\u00fcrnbergs, wo ein mit Oberpfleger und Unterpfleger besetztes sog. Pflegamt bestand. Im reichsst\u00e4dtischen N\u00fcrnberg des 16.\/17. Jahrhunderts oblag, bestimmt durch die Almosenordnung unter der Aufsicht von vier Ratsmitgliedern als Oberpfleger, neun Unterpflegern, entsprechend derselben Anzahl der Pfarreien der Stadt, zusammen mit vier vereidigten besoldeten Knechten die Erfassung und Beaufsichtigung der Almosenempf\u00e4nger sowie die w\u00f6chentliche Verteilung der sog. Almosen, bestehend haupts\u00e4chlich aus Almosengeld. Die Zahl der in N\u00fcrnberg 1523 ermittelten Hausarmen betrug etwa 400. Die Klienten des Almosens waren verpflichtet, ein Zeichen zu tragen und ihre Wohnung durch einen Schild\u00a0zu kennzeichnen.<\/p>\n<p>Aus dem Eintritt von CHRISTOPH DEM J\u00dcNGEREN in das Amt eines Unterpflegers zeigt sich, dass der von dessen Onkel NIKLAS\u00a0der 6. Generation durch seine lebenslange T\u00e4tigkeit des Assessors beim Bauerngericht vollzogene \u00dcbernahme eines N\u00fcrnberger Stadtamtes und damit die t\u00e4tigkeitsm\u00e4\u00dfige Abkehr von der Urprofession der Handelsleute sich in der Folgegeneration 7 fortgesetzt hat. Allerdings dr\u00e4ngt sich aus dem Wenigen, was vorstehend \u00fcber das Amt des Unterpflegers gesagt werden konnte, die leider nicht beantwortbare Frage auf, ob dieser mit dieser T\u00e4tigkeit zeitlich und kr\u00e4ftem\u00e4\u00dfig ausgef\u00fcllt und sal\u00e4rm\u00e4\u00dfig in die Lage versetzt war, seine gro\u00dfe Familie zu ern\u00e4hren oder nicht doch noch, daneben oder gar haupts\u00e4chlich, eine andere (dann wohl kaufm\u00e4nnische) T\u00e4tigkeit ausge\u00fcbt hat. Die laut Sporhan-Krempel vorhandenen elf Kinder aufzuziehen, erforderte entsprechend hohen, auch pekuni\u00e4ren, Aufwand.\u00a0Die Suche im Stammbaum St\u00f6r l\u00e4sst diese alle unter 8a sowie 8g &#8211; 8p finden, also genaue \u00dcbereinstimmung erkennen. Die Beschreibung der bedeutendsten m\u00e4nnlichen Glieder dieser stattlichen Kinderreihe einschlie\u00dflich deren Frauen wird jedoch allein Aufgabe des umf\u00e4nglichen Folgekapitels L. Adelswerdung sein.<\/p>\n<p>\u00dcber HAN\u00df und PHILIPINA TUCHERIN\u00a0(7l) derselben Generation, das sind der wohl im Handel t\u00e4tig gewesenen Sohn und die Schwiegertochter von LIENHARD HERMANN\u00a0und PIARINA DI ALDI\u00a0(6b), sowie deren insbesondere in Italien t\u00e4tigen Geschwister und deren von dort und auch aus Spanien stammenden Partner wurde bereits in Kapitel F. S\u00fcdfernh\u00e4ndler berichtet.<\/p>\n<p>Bevor wir zur Generation 8 weitergehen, erscheint wieder ein vergleichender Blick in die I. Stammtafel von Wurzbach notwendig, die hier wieder fast unver\u00e4ndert und unkorrigiert gezeigt werden soll:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2795 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38-670x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"1009\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38-670x1024.jpeg 670w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38-196x300.jpeg 196w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-38.jpeg 965w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. K 3: Die I. Stammtafel der Freiherren und Grafen v. Wimpffen. Aeltere Linie des Constantin von Wurzbach von 1888 mit links der Kennzeichnung der ersten zehn Generationen durch R\u00f6mische Zahlzeichen; sonst unver\u00e4ndert<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Blick auf die Generation VIII, die der Generation 7 des Stammbaumes von Sp\u00f6r entsprechen d\u00fcrfte, findet als Stammhalter nicht den oben behandelten und infolge der erw\u00e4hnten Urkundennachweise fraglos als Stammtr\u00e4ger dieser Generation nachgewiesenen CHRISTOPH\u00a0mit der ANNA MARIA SEMLERIN\u00a0als Gattin, sondern den bereits in Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans aufgef\u00fchrten JOHANN JACOB, geb. 1547, sowie als dessen Gattin die angeblich aus Franken stammende MARIA DOROTHEA VON SCHWARZENBERG. Dasselbe steht bei Cellarius-Goldtbeeg (Gotha) zu lesen, doch mit dem Unterschied, dass der vorgenannten Gattin sogar der Adelsrang einer \u201eGr\u00e4fin\u201d beigegeben ist. Auf derselben Linie liegt Aubert Des Bois, bei dem es hei\u00dft: <em>\u201eVIII. Jean-Jacques de Wimpffen, n\u00e9 en 1547, Seigneur de Brixenstein, Zabietstein etc. \u00e9pousa en Franconie, en 1571, Marie, Comtesse de Schwarzenberg\u201d<\/em>. Was das \u201eetc.\u201d hinter den diesem wiederum als \u201eSeigneur\u201d (Guts- und Lehensherrn) zugeschriebenen Pl\u00e4tzen Brixenstein und Zabietstein betrifft, so ist, entsprechend dem bereits an fr\u00fcheren Stellen Gesagten, insbesondere Ebershausen gemeint. Wie aus einer an sp\u00e4terer Stelle aufgef\u00fchrten auf diesen Jean-Jacques bezogenen Textstelle abgeleitet werden kann, ist aus der Sicht von Aubert Des Bois des Weiteren noch die <em>\u201eSeigneurie de Roh<u>os<\/u>bourg dans le Canton d\u2019Ortenau\u201d<\/em>\u00a0(die Lehensherrschaft Rohosburg im Kanton Ortenau) zu diesen angeblichen Besitzt\u00fcmern hinzuzurechnen. Letzteres gilt auch f\u00fcr die Angaben im Gotha und des von Wurzbach, die, allerdings etwas anders geschrieben, doch sicherlich gleich gesprochen, \u201eRoh<u>oo<\/u>burg\u201d\u00a0angeben. Um es der Klarheit wegen noch einmal zu wiederholen: Der aus diesen gleichbleibenden stereotypen Angaben behauptete \u00fcber drei Jahrhunderte hinweg reichende permanente Besitz dieser zerstreut liegenden Herrschaftspl\u00e4tze in Schwaben, von denen der erste zudem lagem\u00e4\u00dfig gar nicht ausgemacht werden kann, ist als eine Unm\u00f6glichkeit zu betrachten. Im \u00dcbrigen war und hie\u00df, um auch das noch einmal herauszustellen, der von Aubert Des Bois, dem Gotha (Cellarius-Goldtbeeg) und Wurzbach pr\u00e4sentierte Stammvater deren Generation VIII nicht JEAN-JACQUES\u00a0(JOHANN JACOB), sondern &#8211; wie sich zweifelsfrei aus den obigen korrespondierenden Angaben von St\u00f6r und Sporhan-Krempel ergeben hat &#8211; CHRISTOFF\/CHRISTOPH (DER J\u00dcNGERE), und dessen Gattin nicht MARIA DOROTHEA VON SCHWARZENBERG, sondern ANNA MARIA SEMLER, einzureihen laut der Z\u00e4hlung nach St\u00f6r in die Generation 7.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie CHRISTOPH DEM J\u00dcNGEREN der 7. Generation 1607 die Einheirat in die der Ehrbarkeit (dem Zweiten Stand) angeh\u00f6renden angesehenen N\u00fcrnberger Kaufmannsfamilie der SEMLER und sp\u00e4ter der Aufstieg in das Amt des Unterpflegers in Gostenhof gelingt. Wir beginnen der Klarheit wegen zum dritten Mal mit Abb. 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