{"id":293,"date":"2016-06-11T15:11:40","date_gmt":"2016-06-11T13:11:40","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=293"},"modified":"2020-03-13T10:26:40","modified_gmt":"2020-03-13T09:26:40","slug":"umorientierung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/umorientierung\/","title":{"rendered":"N. Umorientierung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie, haupts\u00e4chlich zun\u00e4chst den Forschungsergebnissen\u00a0der Historikerin Dr. Lore Sporhan-Krempel folgend, der dritte und der vierte Sohn des JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN (1615 &#8211; 1678) der Generation 8 namens JOHANN CHRISTOPH VON WIMPFFEN (geb. 1652) und JOHANN KARL VON WIMPFFEN (geb. 1654 oder 1656) der Generation 9 &#8211; wie zuvor deren Onkel\u00a0JOHANN DIETRICH (1616 &#8211; 1679) &#8211; sich umorientieren, indem sie in die Dienste der Markgrafschaft Baden-Durlach treten und schlie\u00dflich zumindest der Letztgenannte sich in den Dienst des Herzogtums Pfalz-Zweibr\u00fccken begibt, dort als Adeliger Geheimer Rat und Oberamtmann der von dem im Grenzgebiet der Pfalz zum Elsass hin gelegenen Schlossort Minfeld aus verwalteten Herrschaft Guttenberg-L\u00fctzelstein amtiert und dieses Amt auf seinen Sohn JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 \u2013 1767) der Generation 10 \u00fcbergeht; und wie dieser sich \u00fcber drei Generationen vollziehende Prozess jedoch durch den ber\u00fchmten Genealogen des Adels Constantin von Wurzbach fehlerbehaftet in der Weise dargestellt ist, dass er diesen vom j\u00fcngeren Bruder JOHANN DIETRICH statt vom \u00e4lteren Bruder JOHANN DIETRICH als Stammvater des sog. J\u00fcngeren Hauptastes der Generation IX ausgehen l\u00e4sst, dann \u00fcber dessen in einer sehr fragw\u00fcrdigen sechsk\u00f6pfigen Kinderreihe dargestellten Sohn und Stammhalter JOHANN PAUL (angeblich 1625 &#8211; 1694) der Generation X weiterf\u00fchrt und schlie\u00dflich \u00fcber den als Stammtr\u00e4ger der\u00a0<\/strong><strong>Generation XI ausgewiesenen, doch sich als nicht existent gewesen herausstellenden JOHANN GEORG I. (angeblich 1656 &#8211; 1727) zu einem JOHANN GEORG II. statt nur JOHANN GEORG (1689 &#8211; 1767) der Generation XI gelangt, ab dem sich allerdings die genealogischen Setzungen Wurzbachs (vom Z\u00e4hlzeichen II. abgesehen) voll und ganz mit der Realit\u00e4t decken. \u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der vorbeschriebene Weitergang des genealogischen Geschehens, ist durch die widerspr\u00fcchliche Doppell\u00e4ufigkeit zwar geeignet, zun\u00e4chst eine gewisse Verwirrung hervorzurufen. Diesem kann das Studium der bereits in Kapitel L. Adelswerdung (siehe dort die Abb. L 5) gezeigten sog. II. Stammtafel vorbeugen.<br \/>\nSiehe hierzu:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-430 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. N 1: Die erg\u00e4nzte und notwendigerweise in ihren Anf\u00e4ngen richtiggestellte II. Stammtafel der Freiherren und Grafen v. Wimpffen des Constantin von Wurzbach (1888), die als<\/strong><strong>\u00a0Begr\u00fcnder des dort zur Darstellung kommenden sog. J\u00fcngeren Hauptastes der Von Wimpffen unrichtigerweise JOHANN DIETRICH (Generation IX bzw. 8) anstatt den j\u00fcngsten Sohn des JOHANN FRIEDRICH namens JOHANN CARL (Generation X bzw. 9), \u00fcberdies\u00a0<\/strong><strong>bis zur Generationsreihe XII bzw. 10) fehlerbehaftete Stammtr\u00e4ger und im zweitletzten Fall sogar einen als nicht existent gewesen anzusehenden Stammtr\u00e4ger namens JOHANN GEORG II. auff\u00fchrt. \u00a0\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim ersten \u00dcberschauen sticht ins Auge, dass die ersten drei der die mittlere Oberzone bildenden vier Generationsb\u00e4nder Wurzbachs IX, X und XI, Zeichen ihrer Fehlerbehaftetheit, in Klammer gesetzt worden sind; au\u00dferdem ist das sechsgliedrige Generationsband X zus\u00e4tzlich mit Fragezeichen und das eingliedrige\u00a0XI sogar mit einer Durchstreichung in Rot versehen, was deren aller Aussscheidung bedeutet. Rechterhand sind korrigierend die vier Generationsb\u00e4nder des C. von Wurzbach durch nur drei solche der Z\u00e4hlung 8, 9 und 10 ersetzt, indem zun\u00e4chst JOHANN FRIEDRICH der Generation 8, dann dessen j\u00fcngster Sohn und Stammvater der Generation 9 JOHANN CARL (geb. 1654 oder 1656) mit weiteren Personalien erscheint. Und von dem geht dann ein Pfeil zum Generationsband 10 hin zu dem dort an erster Stelle stehenden Stammhalter JOHANN GEORG (1689 &#8211; 1767), bei dem das ihm von Wurzbach hinzugegebene \u201eII.\u201c durch Einklammerung und Durchstreichung beseitigt ist. Das von diesem ausgehende und jetzt die ganze Breite der II. Stammtafel f\u00fcllende sage und schreibe 13-gliedrige Generationsband (nach Wurzbach) Nr. XIII bzw. (nach Sporhan-Krempel) Nr. 11, das sich im Gegensatz zu jenen vorangegangene solchen ohne jede Korrektur pr\u00e4sentiert, steht hier noch nicht zur Debatte.<\/p>\n<p>Georg Ernst Waldau (1787), um auf diesen wie danach auch auf Sporhan-Krempel zur\u00fcckzukommen und dadurch die Notwendigkeit der vorstehend in der Kapitel-\u00dcberschrift herausgestellten sowie dann die in der vorstehenden Abb. N 1 vorgezeigten II. Stammtafel in ihren Anf\u00e4ngen vorgenommenen einschneidenden Ver\u00e4nderungen zu rechtfertigen, schreibt Folgendes:<\/p>\n<p><em>\u201eJOHANN CARL VON WIMPFEN, geb. den 30. Oct. 1656 <\/em>(laut Sporhan-Krempel dagegen geb. 1654)<em>, kam auch wirklich in Pf\u00e4lzische Dienste, wurde Herzoglich Zweibr\u00fcckischer Geheimer Rath und Oberamtmann zu Guttenberg, verm\u00e4hlte sich zuerst mit KATHAR. VON WEIDMANN, dann mit EVA VON ZOLLERN und pflanzte sein Geschlecht in der Pfalz fort. Sein Sohn, JOHANN GEORG VON WIMPFEN, war auch Zweibr\u00fcckischer Geheimer Rath, und seine zum Theil noch lebende<\/em>(n)<em> Enkel in den ansehnlichsten Kriegsposten, als Haubtleute, Obersten, Generale, Hof- und andern wichtigen Chargen, wovon das oben angef\u00fchrte Albrechtinische genealogische Adelshandbuch S. 408 f. nachgesehen werden kann.\u201d<br \/>\n<\/em>Alles dieses stimmt ganz mit der allerobersten Korrektur auf der II. Stammtafel \u00fcberein und stellt somit eine wegweisende Aussage dar.<\/p>\n<p>Und bei Sporhan-Krempel (1981\/84) steht inhaltlich dasselbe zu lesen, nur mit dem Unterschied, dass die von Waldau aufgereihten Titel der hohen bis h\u00f6chsten beruflichen Qualifizierung der Enkelgeneration nicht wiedergegeben werden, sondern nur zusammenfassend, doch ebenso hochsch\u00e4tzend, von deren <em>\u201ehohen Posten an f\u00fcrstlichen H\u00f6fen\u201d<\/em>\u00a0gesprochen wird:<\/p>\n<p><em>\u201eJOHANN CARL trat tats\u00e4chlich in pf\u00e4lzische Dienste, wurde Herzoglich-Zweibr\u00fcckenscher Geheimrat und Oberamtmann zu Gutenberg. Verheiratet war er in erster Ehe mit KATHARINA VON WEIDMANN, in zweiter Ehe mit EVA VON ZOLLERN. Seine Kinder <\/em>(daraus muss man entnehmen, dass dieser \u00fcber den Sohn JOHANN GEORG hinaus noch weitere Kinder gehabt hat)\u00a0<em>und Enkel bekleideten hohe Posten an f\u00fcrstlichen H\u00f6fen.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Wir finden die von Sporhan-Krempel konstatierten Kinder und Enkel, die so gut wie ausnahmslos in \u201ehohe Posten\u201d bzw. \u201ehohe Chargen\u201d gekommen sein sollen, s\u00e4mtliche in der vorstehenden korrigierten II. Stammtafel der Abb. N 1 wie folgt versammelt:<br \/>\n&#8211; In den Generationsreihe XII bzw. 10 insgesamt 3 <span style=\"text-decoration: underline;\">Kinder<\/span> des JOHANN KARL), n\u00e4mlich:<br \/>\n&#8211; neben dem besagten Stammhalter JOHANN GEORG (1689 &#8211; 1767) noch<br \/>\n&#8211; FRANZ LUDWIG (geb. 1695) und<br \/>\n&#8211; GUSTAV LEOPOLD (geb. 1700).<br \/>\n&#8211; In der Generationsreihe XIII bzw. 11 sind sage und schreibe 13\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Enkel<\/span> des JOHANN KARL aufgef\u00fchrt, wobei bei den\u00a08 m\u00e4nnlichen Abk\u00f6mmlingen sogar mit Ausnahme des fr\u00fch verstorbenen ANTON alle mit imponierenden Milit\u00e4r-Betitelungen versehen sind und somit deren von Waldau und Sporhan-Krempel konstatierter Aufstieg volle Verifizierung findet. Wenn hier auf die Nennung aller derselben verzichtet und empfohlen wird, s\u00e4mtliche einfach oben in Abb. II. Stammtafel von vorne bis hinten nachzulesen, so weil im Folgekapitel O. Johann Georg diese Vertreter der Enkelgeneration des Johann Karl sich in ihrer Gesamtheit und damit sehr viel genauer als in der II. Stammtafel umrissen finden (siehe dort vor allem die dreiteilige vergleichende \u00dcbersicht des Titels \u201eDie Nachkommen des Georg von Wimpffen\u201c); auch wird dort das von Waldau als Quelle angegebene sog. Genealogische Albertinische Adelshandbuch zur Sprache kommen.<\/p>\n<p>Die von JOHANN CARL\u00a0wie von seinem Sohn JOHANN GEORG\u00a0von Wimpffen versehene Herrschaft Guttenberg, um dieses wichtige und schlie\u00dflich sogar sich noch in der n\u00e4chsten Generation XIII bzw. 11 sich auf dessen \u00e4ltesten Sohn STANISLAUS GUSTAV LUDWIG (1721 &#8211; 1793) \u00fcbertragende zentrale Faktum f\u00fcr den von Waldau und Sporhan-Krempel konstatierten ebenso breitgef\u00e4cherten wie hohen Aufstieg der nachkommenden Generationen der Von Wimpffen jetzt schon herauszustellen, lag im Wasgau n\u00f6rdlich der Freien Reichsstadt Wei\u00dfenburg und bildete seit dem 1566 erfolgten \u00dcbergang aus der Hand der Kurpfalz in den gemeinschaftlichen Besitz von Pfalz-Zweibr\u00fccken und Pfalz-Veldenz in der S\u00fcdpfalz und im Nordelsass zusammen mit L\u00fctzelstein (deshalb: Guttenberg-L\u00fctzelstein; Letzteres franz\u00f6sisch: La Petite-Pierre) eine Verwaltungseinheit. Diese wurde seit der Zerst\u00f6rung der Guttenburg auf dem Guttenberg im Bauernkrieg des Jahres 1525 vom Schlosse des ca. 15 Kilometer nordnordwestlich von Wei\u00dfenburg in der S\u00fcdpfalz gelegenen Ortes Minfeld (manchmal auch als Minfelden erscheinend) aus verwaltet, wor\u00fcber in den Folgekapiteln O. Johann Georg und P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig noch viel Konkretes, Ma\u00dfgebliches und Interessantes zu erz\u00e4hlen sein wird. Mit der dortigen Niederlassung hatte JOHANN CARL seine 1678 in seinem und des Bruders HANS CHRISTOPH von Nimwegen aus an ihren Onkel JOHANN DIETRICH geschickten (in Kapitel L. Adelswerdung erw\u00e4hnten) Brief ge\u00e4u\u00dferte Absicht, dass sie nach Frankreich gehen wollten, insofern in die Tat umgesetzt, als das Guttenberger Land seit 1680 unter der Souver\u00e4nit\u00e4t der schrittweise zum Rhein hin expandierenden Monarchie Frankreich stand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn nunmehr zur\u00fcckkommend wie weiterschreitend die von C. von Wurzbach in seiner II. Stammtafel aufgef\u00fchrte sechsteilige Generationreihe X mit dem an dritter Stelle genannten Stammtr\u00e4ger namens\u00a0JOHANN PAUL,\u00a0angeblich\u00a0geb. 1625 und gest. 1694 sowie verheiratet mit\u00a0SALOME VON KREITER AUF DIETSCH,\u00a0im Einzelnen kritisch durchleuchtet werden soll, so ist es notwendig, zun\u00e4chst auf Folgendes hinzuweisen: Bereits in\u00a0Kapitel L. Adelswerdung ist ausf\u00fchrlich dargelegt worden ist, dass dessen\u00a0bei von Wurzbach erscheinenden Lebensdaten wie auch die bei dessen von diesem aufgef\u00fchrten f\u00fcnf Geschwistern mit Ausnahme der viert\u00e4ltesten MARIA MAGDALENA angegeben Geburtsjahre (bei C\u00c4SAR AUGUST 1618, bei JOHANNES CHRISTOPH 1619, bei MARIA LUDOVICA 1626 und bei ANNA BARBARA 1629) um eine ganze Generation zu fr\u00fch liegen, weil sie alle in keiner Weise mit dem wirklichen Geburtsjahr deren Vaters JOHANN DIETRICH (1615) zusammengehen. Zugutehalten muss man Wurzbach allerdings, dass hinsichtlich der von ihm genannten sechs Namen dieser Kinderreihe derjenige des Stammtr\u00e4gers JOHANN PAULUS und der Schwester MARIA MAGDALENA \u00dcbereinstimmung mit den im Stammbaum des J. W. St\u00f6r unter 9c und 9b aufgef\u00fchrten Kindern des Johann Dietrich besteht. Somit und auch im Blick darauf, dass das Wissen von St\u00f6r bez\u00fcglich der Nachkommen des Johann Dietrich als l\u00fcckenhaft anzusehen ist, kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass auch noch andere Vornamen dieser von Wurzbach angegebenen Geschwisterreihe stimmig sein k\u00f6nnten, wobei allerdings der von Sporhan-Krempel aufgef\u00fchrte weitere existent gewesene Kindname SUSANNA (siehe bei St\u00f6r eingef\u00fcgt unter 9g) bei Wurzbach zu vermissen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Stammtr\u00e4ger der Generation X bzw. 9 JOHANN PAULUS wird bei Aubert Des Bois u. a. so beschrieben:<\/p>\n<p><em>\u201eX. JEAN DE WIMPFFEN, IV. du nom n\u00e9 en 1616, se maria, en 1654, \u00e0 Baden-Dourlach, avec ELISABETH DE GRIEDERINE. &#8230; <\/em><em>I<\/em><em>l devint Stattemester de la ville de Haguenau en Alsace, &amp; eut entr\u2019autres enfans JEAN-GEORGES.\u201d (\u201eX. JEAN DE WIMPFEN, IV. des Namens, geboren 1626, verheiratete sich im Jahr 1654 in Baden-Durlach mit ELISABTH DE GRIEDERINE. &#8230; Er wurde St\u00e4ttmeister der Stadt Hagenau im Elsass und hatte unter anderen Kindern JEAN-GEORGES.\u201d)<\/em><br \/>\nSomit spricht Aubert Des Bois nur von JEAN (HANS bzw. JOHANN) und nicht von JEAN PAUL (HANS bzw. JOHANN PAUL).<\/p>\n<p>Bei Cellarius-Goltbeeg erscheint dieser dagegen u. a. so:<br \/>\n<em>\u201eJOHANN PAUL, geb. 1525, ehelichte 1654 in Durlach die SALOME geb. von KREUTER AUF DIETSCH, &#8230; erwarb das erbliche Stadtmeisteramt der Stadt Hagenau im Elsass, dem Sitze seines Ahnen HANS I. und starb 1694. Von seinen Kindern ist nur GEORG I. bekannt &#8230; .\u201d).<\/em><\/p>\n<p>Diese beiden Darstellungen gehen sowohl unter sich (abgesehen von den differierenden Vornamen der Ehefrau, hier ELISABETH, da &#8211; wie auch bei Wurzbach &#8211; SALOME; au\u00dferdem die unterschiedlichen Geburtsjahre 1616 bzw. 1626, bei Wurzbach 1625) als auch mit Wurzbach zusammen.<\/p>\n<p>JOHANN PAUL und seine Frau SALOME, GEB.\u00a0VON KREITER AUF DIETSCH, um nunmehr wieder zu Wurzbachs Angaben zur\u00fcckzukehren, sollen laut diesem als Nachkomme (Generation XI) einen Sohn und Stammtr\u00e4ger des Namens JOHANN GEORG I. (geb. angeblich 30. Oktober 1656, gest. 1. Juli 1726), gehabt haben, der mit 1) KATHARINA WEIDMANN VON EHRENFELS und 2) mit EVA VON ZOLLERN verheiratet gewesen sei, d. h. mit jenen beiden Frauen &#8211; die Erweiterung \u201eVON EHRENFELS\u201d des Nachnamens von 1) tut wohl nichts zur Sache &#8211; , welche zweifelsfrei (laut Waldau und Sporhan-Krempel) jedoch Gattinnen des JOHANN CARL der Vorgeneration gewesen sind. Und merkw\u00fcrdigerweise deckt sich auch das von Waldau dem JOHANN CARL zugeordnete Geburtsjahr 1656 mit dem von Wurzbach diesem JOHANN GEORG I. zugeordneten solchen. Nat\u00fcrlich gehen diese Angaben Wurzbachs \u00fcber seine Generation XI mit jenen seiner falsche Muster setzenden Vorg\u00e4nger Aubert Des Bois und Cellarius-Goldtbeeg zusammen, wobei dort durch die Auff\u00fchrung deren Kinder bereits die Nachfolgegeneration XII angesprochen ist:<\/p>\n<p><u>Aubert Des Bois (1778)<\/u>:<br \/>\n-Generation XI:<br \/>\n<em>\u201eXI.\u00a0JEAN-GEORGES DE WIMPFFEN,\u00a0n<\/em><em>\u00e9<\/em><em> le 30 Octobre 1656, Chambellan des Princes Palatins des Deux-Ponts, Grand-Bailli de Guttenberg, &amp; Stattemester de Haguenau, <\/em><em>\u00e9<\/em><em>pousa, 1. en 1682, CATHERINE DE WIDEMANN, &amp; 2. en 1699 El<\/em><em>\u00e9<\/em><em>onore de Zoller<\/em><em>. Du premier lit il eut. 1. JEAN GEORGES, qui suit &#8211; 2. FRAN<\/em><em>\u00c7<\/em><em>OIS JOSEPH, n<\/em><em>\u00e9<\/em><em> en 1693, mort sans post<\/em><em>\u00e9<\/em><em>rit<\/em><em>\u00e9<\/em><em> &#8211; &amp; plusieurs filles; &amp; du second lit: GUSTAVE-L<\/em><em>\u00e9<\/em><em>opold<\/em><em>, n<\/em><em>\u00e9<\/em><em> en 1700, dont il ne reste que des filles.\u201d<br \/>\n<\/em><em>(\u201eXI. JEAN-GEORGES DE WIMPFFEN, geb. am 30. Oktober 1656, Kammerherr der Prinzen von Pfalz-Zweibr\u00fccken, Oberamtmann von Guttenberg, und St\u00e4ttmeister von Hagenau, heiratete 1. im Jahr 1682 CATH\u00c9RINE DE WIDEMANN, und 2. Im Jahr 1699 EL\u00c9ONORE DE ZOLLER. Aus dem ersten Bette hatte er 1. JEAN GEORGES, der folgt. &#8211; 2. FRAN\u00c7OIS JOSEPH, geb. im Jahr 1693, gestorben ohne Nachkommenschaft &#8211; und mehrere T\u00f6chter; und aus dem zweiten Bette: GUSTAVE-L\u00c9OPOLD, geb. im Jahr 1700, dem nur T\u00f6chter bleiben.\u201d)<\/em><\/p>\n<p><u>Cellarius-Goldtbeeg (Gotha 1853)<\/u>:<br \/>\n-Generation XI:<br \/>\n<em>\u201eVon seinen Kindern ist nur Johann Georg I. bekannt, geb. 30. Oct. 1656, kurpf\u00e4lz. Adel. GRath, K\u00e4mmerer und Oberamtmann zu Guttenberg und L\u00fctzelstein, auch Stadtmeister zu Hagenau, verm. I) 1682 mit Katharina geb.\u00a0WEIDMANN VON EHRENFELS,\u00a0II) 1699 mit\u00a0EVA ELEONORA GEB. VON ZOLLERN AUF IGGELSHEIM\u00a0UND KANDEL.\u00a0Er erhielt aus 1r Ehe die S\u00f6hne\u00a0JOHANN GEORG II., FRANZ LUDWIG, geb. 1695, und mehrere T\u00f6chter, aus 2r Ehe nur den Sohn\u00a0GUSTAV LEOPOLD,\u00a0geb. 1700, der das Stademeisterthum zu Hagenau ererbte, und keine m\u00e4nnlichen Nachkommen hinterlie\u00df.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Was die von Aubert Des Bois seinem JEAN IV &#8211; unter Hinweis auf dessen einst in Hagenau im Elsass ans\u00e4ssig gewesenen Ahnen (der Generation IV) Hans I. &#8211; bzw. auch von Cellarius-Goldtbeeg seinem JOHANN PAUL ihrer Generation X sowie dann von beiden ihrem JEAN GEORGES bzw. JOHANNN GEORG I. ihrer Generation XI sogar noch neben ihrer T\u00e4tigkeit als Oberamtmann von Guttenberg beigegebene Funktion \u201eStadtmeister (auch als Stettmeister erscheinend) von\/zu Haguenau\u201d betrifft, die sich dann von Cellarius-Goldtbeeg auch noch dem GUSTAV LEOPOLD der Generation XII und somit in dreimaliger Folge \u00fcber die Generationen X, XI und XII hinweg zugeordnet findet, so ist dazu Folgendes zu konstatieren: Es erscheint ganz ungew\u00f6hnlich bis unm\u00f6glich, dass in der Freien Reichsstadt Hagenau im Elsass, ein Oberamtmann einer, wenngleich angrenzenden, fremden Herrschaft gleichzeitig und gar erblich das Amt eines Stadt- oder Stattmeisters oder Stettemeisters innehatte; das war einer der drei dort vorhandenen B\u00fcrgermeister, der von der Rangstellung her gleich nach dem ersten B\u00fcrgermeister oder Ammeister rangierte. Wie bereits schon in Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans ausgef\u00fchrt, ist dieser aufgef\u00fchrte HANS I. tats\u00e4chlich dort als Sch\u00f6ffe und sogar als Stettmeister sowie dort 1491 gestorben nachgewiesen. Was Cellarius-Gooldtbeeg auch mit diesem Hinweis auf den rund 2 \u00bd Jahrhunderte zuvor in Hagenau ans\u00e4ssig Gewesenen bezweckt haben mag, sicher erscheint, dass die Nennung dessen Person nicht geeignet ist, seine Feststellungen, Angeh\u00f6rige der Von Wimpffen h\u00e4tten \u00fcber drei Generationen des 17.\/18. Jahrhunderts hinweg in Hagenau eines der Stettemeister-\u00c4mter erblich innegehabt, verifizieren zu helfen.<\/p>\n<p>Folgen wir nun der II. Stammtafel von Wurzbach weiter, so finden wir in seiner Generation XII als \u00c4ltesten von drei S\u00f6hnen und Stammtr\u00e4ger derselben abermals einen JOHANNES GEORG (jetzt) II., geb. am 2. Juli 1689, gest. am 2. Dezember 1667, verheiratet mit Antoinette DOROTHEA MAZILLE DE FOUQUEROLLES. Dessen zwei Br\u00fcder hei\u00dfen FRANZ LUDWIG, geb. 1693, und (dieser vorstehend bereits angef\u00fchrt) GUSTAV LEOPOLD, geboren 1700. \u00dcber diesen sog. JOHANNES GEORG II. wei\u00df Wurzbach in seiner Lebensbeschreibung Nr. 30 folgendes Weitere zu berichten (die dort gesperrt gedruckten Namenspartien sind hier in Angleichung an den sonstigen Text durch Gro\u00dfbuchstaben herausgehoben):<\/p>\n<p><em>\u201eJohann Georg II. (geb. zu Mollberg 2. Juli 1689, gest. zu Wei\u00dfenburg 2. December 1767), vom j\u00fcngeren (Johann Dietrich\u2019schen) Hauptaste<\/em>. <em>Der \u00e4lteste Sohn Johann Georgs I.<\/em> <em>aus dessen erster Ehe mit Katharina Weidmann von Ehrenfels.<\/em><em> Nach dem Besitzthume Mollberg, auf welchem er geboren worden, nahm die sp\u00e4tere ungarische Linie der Freiherren von Wimpffen das Pr\u00e4dicat Mollberg an<\/em>. <em>Er stand bis 1714 als Hofjunker in Diensten des Pfalzgrafen Gustav Samuel, darauf bis 1719 in jenen des K\u00f6nigs von Polen; dann trat er nach seinem Vater die Oberamtmannschaft zu Guttenberg und L\u00fctzelstein an und wurde zuletzt pfalzzweibr\u00fccken\u2019scher adeliger Geheimrath. Seine Gemahlin Antoinette Dorothea Mazille de Fouquerolles, mit welcher er sich im Jahre 1719 verm\u00e4lt hatte, schenkte ihm eine zahlreiche Nachkommenschaft, n\u00e4mlich 12 Kinder, deren mehrere wesentlich zum sp\u00e4teren Glanze des Hauses WIMPFFEN in den verschiedenen L\u00e4ndern des Continents beitrugen.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Sucht man bei den Vorg\u00e4nger-Autoren Aubert Des Bois und Cellarius-Goldtbeeg nach, findet man im Wesentlichen \u00dcbereinstimmung, nur \u00a0kleine Unterschiedlichkeiten, was die Zeitdaten- und Zahlenaussagen betrifft,:<\/p>\n<p><u>Aubert Des Bois<\/u>:<br \/>\n<em>\u201eXII. JEAN-GEORGES DE WIMPFFEN, n\u00e9e en 1688, Chambellan du Roi de Pologne, Grand-Bailli de Guttenberg, \u00e9pousa, en 1719, DOROTH\u00c9E DE FOUQUEROLLES, de laquelle sont issus: &#8211; STANISLAUS, qui suit; &#8211; &#8230;\u00a0\u201d<br \/>\n<\/em>(<em>\u201eXII. JEAN-GEORGES DE WIMPFFEN, geb. 1688, Kammerherr des K\u00f6nigs von Polen, Oberamtmann von Guttenberg, heiratete 1719 DOROTH\u00c9E DE FOUQUEROLLES, aus der hervorgegangen sind: &#8211; STANISLAUS, der folgt; &#8211; &#8230; \u201d<\/em>)<em>\u00a0<\/em>Auf die Weiterf\u00fchrung und damit Darlegung der nun folgenden durchnummerierten langen 10-teiligen Kinder- und deren erreichte stattliche Titelreihe dieser Generation XIII wird verzichtet.<\/p>\n<p><u>Cellarius-Goldtbeeg<\/u>:<br \/>\n<em>\u201eDer Stammhalter Johann Georg II., geb. 2. Juli 1689 zu Mollberg, war bis 1714 des Pfalzgrafen Gustav Samuel, dann bis 1719 des K\u00f6nigs von Polen Hofjunker, worauf er die Ober-Amtmannschaft von Guttenberg und L\u00fctzelstein ererbte und gleichfalls pfalzzweibr\u00fcck\u2019scher adel. GRath ward. Verm\u00e4hlt mit Dorothea geb. Freiin von Fouquerolles, starb er am 3. Dec. 1767 zu Weissenburg. Aus seinen Ehen waren 15 Kinder entsprossen, von denen &#8230; .\u201d\u00a0<\/em>Auch hier sei die nun folgende Darlegung dieser Nachkommen abgebrochen.<\/p>\n<p>Dass die angegebenen Lebensdaten sich unterscheiden (hier 1688, da 1689; au\u00dferdem Sterbetag bei Wurzbach der 2., bei Cellarius-Goldtbeeg der 3. Dezember 1667), erscheint unerheblich. Gewichtiger erscheint der von Cellarius-Goldtbeeg wie auch von Wurzbach als Geburtsort des sog. Georg II. genannte (in Niederbayern an der Donau unweit H\u00f6chst\u00e4tt gelegene) Mollberg, das ja erst eine Generation bis zwei Generationen sp\u00e4ter und bezogen zun\u00e4chst auf den Begr\u00fcnder vom c) Franzens Zweig FRANZ GEORG (1735 &#8211; 1816), dann auf dessen zweit\u00e4ltesten Sohn DAGOBERT (1765 &#8211; 1836) als dem Begr\u00fcnder der Linie WIMPFFEN-MOLLBERG (und dort in keiner Weise als Geburtsort) ins Spiel kommt (siehe dar\u00fcber in Kapitel Y. Georgs-Zweig).<\/p>\n<p>\u00dcberraschenderweise k\u00f6nnen, was die Generation XII betrifft, alle diese Angaben des C. von Wurzbach, abgesehen von der dem Namen des JOHANN GEORG zugeordneten Z\u00e4hlbezeichnung \u201eII.\u201d und dem angegebenen Geburtsort Mollberg, im Gegensatz zu jenen fragw\u00fcrdigen solchen \u00fcber die Generationen X und XI, als voll der Realit\u00e4t entsprechend bewertet werden. Dies geht zum einen aus dem Vergleich mit den bereits vorstehend auf dessen realen Namen JOHANN GEORG (ohne das II.) bezogenen obigen Zitierung der \u00fcbereinstimmenden Angaben von Waldau und Sporhan-Krempel hervor. Zum anderen stimmt dieses alles auch mit dem zusammen, was der f\u00fcnft\u00e4lteste Sohn des JOHANN GEORG namens FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN bzw. FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1632 \u2013 1800) im Er\u00f6ffnungs-Kapitel seiner in Paris im Jahr 1788 erschienenen Selbstbiografie des Titels \u201eM\u00e9moires du G\u00e9n\u00e9ral Baron de Wimpffen, \u00e9crits par lui m\u00eame. Tome premier, Contenant sa vie priv\u00e9e et militaire\u201d\u00a0\u00fcber diesen schreibt, n\u00e4mlich:<br \/>\n<em>\u201e &#8230; mon pere &#8230; , il commence par \u00eatre gentilhomme de la cour du feu roi de Pologne Stanislas, ensuite gentilhomme de la chambre, et successivement grand bailli des princes palatins Samuel Gustave, l\u2019oncle du fameux roi de Suede Charles XII, de Chr\u00e9tien III, et enfin de Chr\u00e9tien IV, tous ducs r\u00e9gnants des Deux-Pont; et il a termin\u00e9 sa carriere \u00e0 l\u2019age de 77 ans, \u00e0 Wissembourg, o\u00f9 il est enterr\u00e9 dans l\u2019eglise de saint Jean. A c\u00f4t\u00e9 de lui repose Doroth\u00e9e de Fouquerolle, ma mere, issue d\u2019une ancienne famille noble de France.\u201d<br \/>\n<\/em>\u00dcbersetzt: <em>\u201e &#8230; mein Vater <\/em>(gemeint JOHANN GEORG)<em> &#8230; , er begann als Edelmann<\/em> (Kavalier) <em>am Hofe des verstorbenen K\u00f6nigs von Polen Stanislaus, dann als Kammerherr und danach Oberamtmann der F\u00fcrsten von der Pfalz Samuel Gustav, dem Onkel des ber\u00fchmten Schwedenk\u00f6nigs Karl XII., von Christian III. und endlich von Christian IV., alle regierende F\u00fcrsten von Pfalz-Zweibr\u00fccken; er beendete seine Karriere im Alter von 77 Jahren in Wei\u00dfenburg, wo er in der Kirche Saint Jean begraben ist. An seiner Seite ruht Dorothee de Fouquerolle, meine Mutter, die einer alten Adelsfamilie Frankreichs entstammte.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir nunmehr alle vorstehend zerstreut dargebrachten Fakten \u00fcber diesen JOHANN GEORG (auch: HANS GEORG) VON WIMPFFEN, so weit diese als stimmig anzuerkennenn sind, zusammenfassen und noch einige weitere aus regionalem Schrifttum entnommene Detailangaben beigeben, so entsteht das folgende unbezweifelbar richtige Gesamtbild:<br \/>\nDieser ist wohl am 2. Juli 1689 geboren, und zwar nicht, wie Wurzbach und auch der Gotha wissen wollen, im niederbayrischen Mollberg (n\u00e4chst H\u00f6chst\u00e4tt an der Donau), nach dem sich richtigerweise die erst zwei Generationen sp\u00e4ter entstandene ungarische Nebenlinie der Von Wimpffen-Mollberg genannt hat, sondern im s\u00fcdpf\u00e4lzischen &#8211; vier Kilometer westlich von Kandel am Nordrand vom ausgedehntenn Bienwald gelegenen &#8211; Ort Minfeld(en), und zwar im dortigen \u201eSteinernem Haus\u201d oder auch \u201eSchloss der sieben T\u00fcrme\u201d, wie es wechselnd hei\u00dft, wo ja bereits dessen Vater JOHANN CARL in gleicher Funktion als Herzoglich Zweibr\u00fcckischer Oberamtmann und Geheimer Rat geamtet und gewohnt hat. In jungen Jahren Kavalier (Hofjunker) am Hof des 1709 seines Thrones enthobenen und ins Exil nach Zweibr\u00fccken gegangenen K\u00f6nigs von Polen STANISLAUS I. LESZCZYNSKI (1677 \u2013 1766), sp\u00e4teren Herzogs von Lothringen und Bar, dann Kammerherr beim seit 1718 regierenden Herzog GUSTAV SAMUEL LEOPOLD (der sog. schwedischen Seitenlinie Pfalz-Kleeburg) VON PFALZ-ZWEIBR\u00dcCKEN-KLEEBURG (1670 \u2013 1731), r\u00fcckt JOHANN GEORG schlie\u00dflich in das Amt seines Vaters ein \u00a0und wird somit erblicher Oberamtmann der Herrschaft Guttenberg und L\u00fctzelstein und f\u00fchrt zuletzt dort den Titel \u201ePfalzzweibr\u00fcckischer Adliger Geheimrat\u201d. Sein Amts- und Wohnsitz befindet sich wie in den Zeiten seines Vaters in der einstigen mit Gr\u00e4ben umgebenen Wasserburg Minfeld, die sich immer noch als burgartiges Schloss darstellt und mit seinem Alter von damals an die 400 Jahren schon von manchem der Amtm\u00e4nner vor ihm als unkomfortabel und den Wohnanspr\u00fcchen des 17.\/18. Jahrhunderts nicht mehr entsprechend empfunden worden war, weshalb diese teilweise in der rund 15 Kilometer wests\u00fcdwestw\u00e4rtig gelegenen els\u00e4ssischen Stadt Wei\u00dfenburg gewohnt hatten. Er schlie\u00dft (wohl 1719) die Ehe mit der einer alten franz\u00f6sischen Adelsfamilie (laut \u201eNeues Genealogisches Handbuch auf das Jahr MDCCLXXVIII &#8230; Erster Theil &#8230; Frankfurt am Mayn &#8230; 1778\u201d der Picardie) entstammenden Antoinette DOROTHEE MAZILLE DE FOUQUEROLLE, Tochter des SEBASTIAN MAZILLE DE FOUQUEROLLE und der JULIANE VON MERINGEN. Lebensdaten der Letztgenannten liegen leider nicht vor. (Wir schreiben deren Namen &#8211; entgegen der von fast allen Autoren erfolgenden Schreibweise \u201eFouquerolle<u>s<\/u>\u201d\u00a0&#8211; fortab generell nach dem Muster von Aubert Des Bois sowie der an sp\u00e4terer Stelle genauer vorzustellenden Selbstbiografie beider Sohnes Fran\u00e7ois Louis am Ende ohne \u201es\u201d.) Im Anschluss sei deren der Website von Dr. Hans von Wimpffen, Rubrik \u201eWappen\u201d, entnommenes Familienwappen gezeigt, das ebenfalls den ohne Schluss-s geschriebenen Namen wiedergibt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/042.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77 size-medium aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/042-279x300.jpg\" alt=\"042\" width=\"279\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/042-279x300.jpg 279w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/042-768x825.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/042-954x1024.jpg 954w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/042.jpg 1450w\" sizes=\"(max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. N 2: Wappen der Doroth\u00e9e de Fouquerolle, Ehefrau des Johann Georg von Wimpffen (1689 &#8211; 1767), wo in der unten hinzugef\u00fcgten Schriftzeile mit dem Namen ihres Gatten \u201eGeorg II. v. Wimpffen XII\u201d, das \u201eII.\u201d, da\u00a0unstimmig, wegzudenken ist<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus der Ehe gehen nicht weniger als 13 (Cellarius-Goldtbeeg sprechen sogar von 15, die Biographie im Rahmen der Dokumentation \u201eMandats \u00e0 l\u2019Assembl\u00e9e nationale ou \u00e0 la Chambre des D\u00e9put\u00e9s\u201d von 18, wohl einschlie\u00dflich tot geborenen, solchen) Kinder hervor, darunter 8 S\u00f6hne und 5 T\u00f6chter, von denen je ein Sohn und eine Tochter (ANTON und MARIE) fr\u00fch verstorben sein d\u00fcrfte. Alle diese sind ja, wie bereits in anderem Zusammenhang angesprochen, in der II. Stammtafel oben auf der zwischen den Generationsbezeichnungen Nr. XIII bzw. 11 v\u00f6llig durchlaufenden ersten Querlinie &#8211; die S\u00f6hne in chronologischer Geburtsfolge von 1721 (Erstgeborener ist der oben bereits im Zusammenhang mit der Zitierung von Waldau genannte STANISLAUS GUSTAV LUDWIG) bis am Schluss 1744 (FELIX LUDWIG) &#8211; aufgereiht! JOHANN GEORG\u00a0beendet seine dienstliche Karriere, wie wir aus der vorgenannten Autobiografie erfahren, erst mit 77 Jahren und stirbt am 2. Dezember 1767 im Alter von 78 Jahren in Wei\u00dfenburg, wo er wie auch neben ihm seine Gattin in der protestantischen Pfarrkirche Saint Jean begraben wird. Siehe Weiteres \u00fcber diesen in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig!<\/p>\n<p>Nach all dem Vielen, was hier \u00fcber den Stammtr\u00e4ger der Generation (laut Wurzbach) XII bzw. (nach Sporhan-Krempel) richtigerweise 10 namens JOHANN GEORG, insbesondere an Korrigierendem, sowie im R\u00fcckblick auf die vorangegangenen Kapitel J. Christoph und Niclas bis N. Umorientierung \u00fcber die Stammtr\u00e4ger der Generationen VIII bis XI bzw. richtigerweise 7 bis 9 an nicht minder zu Korrigierendem herausgestellt werden musste, erscheint es zur Schaffung von Klarheit in der verwirrenden Vielfalt des an zu pr\u00e4sentieren gewesenem Falschem angebracht, eine zusammenfassende \u00dcbersicht zu geben. Diese beschr\u00e4nkt sich auf die korrigierte Darlegung des Verlaufs der Stammtr\u00e4gerschaft sowie der ebenfalls (mittels Pfeilf\u00fchrungen) korrigierten Trennung der sog. AELTEREN LINIE in einen AELTEREN HAUPTAST und einen J\u00dcNGEREN HAUPTAST:<\/p>\n<p>&#8212; Generation VIII bzw. 7:<br \/>\nDeren Stammtr\u00e4ger hei\u00dfen nicht, wie bei Wurzbach angegeben, JOHANN JACOB mit Gattin MARIA DOROTHEA VON SCHWARZENBERG, sondern CHRISTOPH DER J\u00dcNGERE und seine Frau ANNA MARIA GEB. SEMLER.<\/p>\n<p>&#8212; Generation IX bzw. 8:<br \/>\nMit den dort angegebenen zwei mittleren der vier aufgef\u00fchrten Kinder der Vorgenannten namens JOHANN FRIEDRICH und JOHANN DIETRICH sind bei Wurzbach zwar zutreffende Namen aufgef\u00fchrt, doch sind mit der jedem zugeordneten gleichen Titulierung \u201ekais. Feldoberster\u201d fehlerhafte und diesen ungerechtfertigterweise den Anstrich von h\u00f6heren Milit\u00e4rs verleihende Berufsbezeichnungen anstatt \u201eLosungsamtmann\u201c und \u201eLieutenant\u201c gegeben; au\u00dferdem werden diese mit den beigebenenen Geburtsjahren \u201e1581\u201d und \u201e1583\u201d statt richtigerweise \u201e1615\u201d und \u201e1616\u201d um eine starke Generation \u00e4lter dargestellt. Hinzu kommt noch, dass die diesen Br\u00fcderpaar zugeordneten Klassifikationen \u201eAelterer Hauptast\u201d bzw. \u201eJ\u00fcngerer Hauptast\u201d als unstatthaft zu betrachten sind. Diese unterscheidende Trennung mit anschlie\u00dfender Weiterf\u00fchrung der Stammfolge ist eine Generation sp\u00e4ter bei zweien der vier S\u00f6hne des \u00e4lteren JOHANN FRIEDRICH namens GEORG ABRAHAM und HANS (oder auch JOHANN) KARL anzusetzen, wohin deshalb sich die beiden Klassifikationen durch Pfeilgebungen verschoben finden.<\/p>\n<p>&#8212; Generation X bzw. 9:<br \/>\nDie wirkliche Stammfolge f\u00fchrt also \u00fcber<br \/>\n&#8211; einerseits JOHANN FRIEDRICHS zweitj\u00fcngsten Sohn GEORG ABRAHAM (siehe diesen in der I. Stammtafel in der Generationsreihe XI an zweiter Stelle), die zun\u00e4chst zu HANS CHRISTOPH der Generation X bzw. 9 und schlie\u00dflich nach zwei weiteren Generationen hin zu des Erstgenannten Ururenkel TOBIAS PETER der Generation XIII bzw. 11, den Begr\u00fcnder vom im Vorkapitel M. D\u00e4nischer Zweig bereits beschriebenen \u201eD\u00e4nischen Zweig\u201d, weiterl\u00e4uft;<br \/>\n&#8211; andererseits JOHANN FRIEDRICHS viert\u00e4ltesten Sohn HANS KARL (siehe diesen sowohl in der I. Stammtafel an letzter Stelle der Generationsreihe IX als auch am Beginn der II. Stammtafel bei Generation X bzw. 9) und nicht, wie dort von Wurzbach dargestellt und deshalb jetzt in Klammern gesetzt, \u00fcber den Sohn von JOHANN DIETRICH namens JOHANN PAUL der Generation X.<\/p>\n<p>&#8212; Generation XI, da als nicht existent gewesen anzusehen, bei der Z\u00e4hlung nach St\u00f6r und Sporhan-Krempel unbeziffert bleibend:<br \/>\nWurzbachs dort angegebener Stammtr\u00e4ger-Name JOHANN GEORG I. findet sich durchgestrichen, was hei\u00dfen soll, dass dieser nicht als existent gewesen anerkennbar und damit auszuscheiden ist.<\/p>\n<p>&#8212; Generation XII bzw. 10 (Anmerkung: Dass nunmehr zwischen der Generationenz\u00e4hlung nach Wurzbach etc. in r\u00f6mischen Ziffern und derjenigen nach St\u00f6r etc. in arabischen Ziffern nicht mehr nur eine Differenz von -1, sondern von -2 besteht, ergibt sich aus der Streichung der Vorgeneration XI): Jetzt erweist sich der in der I. Stammtafel angegebene Name JOHANN GEORG (mit Ausnahme des zu streichenden \u201eII.\u201d) wie auch die Angaben der oben wiedergegebenen Lebensbeschreibung Nr. 30 (mit Ausnahme des falschen Geburtsortes Mollberg) als durchweg zutreffend. Falsch bleibt damit doch immer noch dessen genealogische Herf\u00fchrung, wonach dieser in der II. Stammtafel des C. von Wurzbach als Urenkel des JOHANN DIETRICH erscheint, w\u00e4hrenddem er doch klar nachweislich ein Enkel dessen \u00e4lteren Bruders JOHANN FRIEDRICH gewesen ist.<\/p>\n<p>Dass Wurzbachs angef\u00fchrter JOHANN GEORG I. und damit dessen Generation XI \u00fcberhaupt (mit der Konsequenz der Streichung der Z\u00e4hlung \u201eII.\u201d in der Folgegeneration) ausgeschieden worden ist, erkl\u00e4rt sich wie folgt: Da die von Wurzbach (wie auch von Aubert des Bois und Cellarius-Goldtbeeg in gewissen Vor- und Nachnamen-Varianten) in der II. Stammtafel &#8211; zugeordneten Ehepartnerinnen 1. KATHARINA WEIDMANN VON EHRENFELS und 2. EVA VON ZOLLERN mit dem kleinen Unterschied der Erweiterung \u201eVON EHRENFELS\u201d wie auch das von Wurzbach (und auch von Aubert Des Bois und Cellarius-Goldtbeeg) diesem gegebene Geburtsdatum 30. Oktober 1556, was das Geburtsjahr betrifft, mit dem diesem von Waldau zugeordneten solchen \u00fcbereinstimmt, ist eine Vermengung mit den als der Wirklichkeit entsprechend festzustellenden Angaben \u00fcber den Stammtr\u00e4ger der Generation 9 (der Z\u00e4hlung nach St\u00f6r etc.) festgestellten JOHANN CARL zu konstatieren. Somit liegt bei Wurzbach mit der Nennung sowohl eines JOHANN GEORG I. als auch eines JOHANN GEORG II. eine der Wirklichkeit nicht entsprechende Doppelnennung vor. Letztlich ergab sich diese daraus, dass Wurzbach und seine Vorg\u00e4nger das Br\u00fcderpaar JOHANN FRIEDRICH und JOHANN DIETRICH ihrer Vorvorg\u00e4nger-Generation IX um 34 bzw. 33 Jahre und damit um eine starke Generation \u00e4lter geglaubt hatten, ein Umstand, der diese praktisch zwang, zum Ausgleich eine zus\u00e4tzliche Generation XI mittels quasi der Verdopplung des JOHANN GEORG vorzunehmen.<\/p>\n<p>Da fortab, d. h. ab dessen Generation XII, die Angaben der II. Stammtafel von Wurzbach und die dazugeh\u00f6rigen Einzelbiografien wie auch die des (allerdings bei dessen Generation XIII zu Ende gehenden) Aubert Des Bois und die von Cellarius-Goldtbeeg im \u201eGotha\u201c sowie auch von Kneschke zusammengehen und von dort ab als fast ausnahmslos stimmig betrachtet werden k\u00f6nnen, d\u00fcrfen diese von nun ab bei der Weiterf\u00fchrung des Textes die Hauptbasis bilden. Sich ab jetzt vornehmlich auf Constantin von Wurzbach zu beziehen, erweist sich zudem als unumg\u00e4nglich notwendig, weil der Stammbaum von J. W. St\u00f6r wie auch die Abhandlung von L. Sporhan-Krempel mit der bei beiden nur splitterhaft umrissenen Generation 9 ebenfalls auslaufen, womit die Aussch\u00f6pfung deren 3 \u00bd Jahrhunderte umspannenden korrespondierenden Hinterlassenschaft, die wegen ihrer Verl\u00e4sslichkeit (von der Generation 1 bei St\u00f6r abgesehen) als unsch\u00e4tzbar wertvoll zu betrachten ist, einen Abschluss erf\u00e4hrt. Im Gegensatz hierzu erwiesen sich r\u00fcckblickend, wie Stufe um Stufe klargelegt, die beiden Stammtafeln und die dazugeh\u00f6rigen Texte des vielger\u00fchmten und wegen seiner Verdienste in den Adelsstand erhobenen \u00f6sterreichischen Bibliografen, Lexikografen, Schriftstellers und vor allem Adelsgenealogen CONSTANTIN RITTER VON WURZBACH-TANNENBERG (1818 \u2013 1893) erst ab seiner Generation XII als einigerma\u00dfen verl\u00e4sslich und erzeugen diejenigen solchen davor fast ausschlie\u00dflich Kopfsch\u00fctteln. Man m\u00f6chte Wurzbach und seinen Vorg\u00e4ngerautoren zwar zugutehalten, dass ihre bis zu ihrer Generation XI so gut wie durchweg als unstimmig anzusehenden Ausk\u00fcnfte allein Personen galten, deren Leben im Dunkel ferner bis naher Vergangenheit lag, wor\u00fcber Schriftliches schwierig und kaum zu greifen war und das von Vorg\u00e4ngerautoren dar\u00fcber Berichtete wie auch die Familien\u00fcberlieferung extrem fehlerbehaftet gewesen ist. Doch hat Letzteres Wurzbach offenbar nicht abgehalten, dieses alles und dazuhin unkritisch und ohne Pr\u00fcfung und Korrekturversuch zu \u00fcbernehmen. Dar\u00fcber hinaus, wie vor allem noch im Schlusskapitel Z. R\u00fcck- und Weiterschau Schritt f\u00fcr Schritt klarstens aufzuzeigen sein wird, scheute Wurzbach sich nicht, dieses Unzutreffende seinerseits vermutlich gefallenhalber inhaltlich sowie vor allem auch noch zeitlich auszuweiten. Davor in Kapitel Y. Georgs-Zweig wird dazuhin offenbar werden, dass nat\u00fcrlich gewisse Vorl\u00e4ufer desselben der zweiten H\u00e4lfte des 17. Jahrhunderts, nicht zuletzt von um die Erhellung der Vergangenheit ihres Geschlechtes bem\u00fchten Angeh\u00f6rigen gedr\u00e4ngt bis bedr\u00e4ngt, fragw\u00fcrdigste die Wimpfensche Herkunft und Familie betreffende \u201enobilitatis notaminibus\u201d und \u201eauthentische Urkunden\u201d ben\u00fctzt hatten, welche zum Leidwesen der Wahrheit insbesondere Aubert Des Bois und die abschreibenden Epigonen desselben bis hin zu Wurzbach ihren falschen Stoff geboten haben und Verwirrungnzu stiften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie, haupts\u00e4chlich zun\u00e4chst den Forschungsergebnissen\u00a0der Historikerin Dr. Lore Sporhan-Krempel folgend, der dritte und der vierte Sohn des JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN (1615 &#8211; 1678) der Generation 8 namens JOHANN CHRISTOPH VON WIMPFFEN (geb. 1652) und JOHANN KARL VON WIMPFFEN (geb. 1654 oder 1656) der Generation 9 &#8211; wie zuvor deren Onkel\u00a0JOHANN DIETRICH (1616 &#8211; 1679) &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/umorientierung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">N. 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