{"id":296,"date":"2016-06-11T15:11:52","date_gmt":"2016-06-11T13:11:52","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=296"},"modified":"2020-01-12T12:10:38","modified_gmt":"2020-01-12T11:10:38","slug":"johann-georg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/johann-georg\/","title":{"rendered":"O. Johann Georg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 \u2013 1767) der 10. Generation wie schon sein Vater\u00a0JOHANN KARL\u00a0als Pfalz-Zweibr\u00fcckischer Adeliger Geheimer Rat und Oberamtmann im nahe der Grenze zum Nordelsass hin gelegenen Amtsort Minfeld t\u00e4tig ist und durch die Erziehung seiner sieben S\u00f6hne im dortigen \u201eSchloss der sieben T\u00fcrme\u201d zur H\u00e4rte und Entbehrung den Grundstein f\u00fcr die vornehmliche k\u00fcnftige Hinwendung des Von Wimpffen-Geschlechts zum Waffendienst mit dem rasanten Aufstieg der beiden nachfolgenden Generationen in hohe bis h\u00f6chste R\u00e4nge des Milit\u00e4rs wie auch der Diplomatent\u00e4tigkeit u. v. a. m. zu legen versteht.<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst sei wieder als Anschauungshilfe gezeigt in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-430 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Abb. O 1:<\/strong>\u00a0<strong>Die mit Kennzeichnung der Generationen durch Nummerierung sowie der Zweige durch Farbunterscheidung sowie Erg\u00e4nzungen, Korrekturen und Erweiterungen versehene II. Stammtafel der Freiherren und Grafen v. Wimpffen des Constantin von Wurzbach von 1888<\/strong>.<\/p>\n<p>Wir bleiben vorl\u00e4ufig weiter bei Minfeld und JEAN GEORGES bzw. JOHANN GEORG mit Gemahlin DOROTHEE (oder auch DOROTHEA) GEB. DE FOUQUEROLLE der\u00a0Generation 10, dessen dortiges Leben als Oberamtmann, und vor allem, was den privaten Sektor des famili\u00e4ren Lebens im dortigen t\u00fcrmereichen burgartigen Schloss angeht, als bislang bei weitem noch nicht ausgesch\u00f6pft gelten kann. Heute im Bundesland Rheinland-Pfalz unweit der franz\u00f6sischen Grenze zum Nordelsass hin als Ortsgemeinde mit stark einundeinhalbtausend Einwohnern des Landkreises Germersheim gelegen und zur Verbandsgemeinde Kandel geh\u00f6rig, ist heute dort von dieser ehemaligen, urspr\u00fcnglich von Wassergr\u00e4ben umgebenen, Schlossanlage leider nichts mehr zu sehen und zu sp\u00fcren und erinnert an diese nur noch die den westw\u00e4rtigen Randbereich des Ortes durchziehende \u201eHerrengasse\u201d; denn sp\u00e4ter in der Franz\u00f6sischen Revolution wurde das Burgschloss Minfeld \u201eNationalgut\u201d, kam dann in Privatbesitz und wurde durch dessen letzten Besitzer namens Sch\u00f6nlaub schlie\u00dflich abgerissen.<\/p>\n<p>Was die dort aufgewachsene gro\u00dfe zumindest dreizehnk\u00f6pfige Kinderschar, acht (davon sieben \u00fcberlebende) S\u00f6hne und f\u00fcnf (davon vier \u00fcberlebende) T\u00f6chter, der beiden Vorgenannten betrifft, so ist diese in der obigen II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach (1888) in der durchg\u00e4ngigen Generationsreihe XIII bzw. 11 verfolgbar. Diese finden sich sowohl bei Aubert Des Bois (1778), Seite 832, als auch im zeitgleich mit dem Letztgenannten entstandenen Werk\u00a0\u201eNeues genealogisches Handbuch auf das Jahr MDCCLXXVIII, enthaltend die Geschlechtstafeln des in- und ausser dem H. R. Reich bl\u00fchenden Adels etc. Erster Theil. &#8230; Frankfurt am Mayn &#8230; 1778\u201d (von Waldau 1787 unter dem Namen \u201eAlbrechtisches genealogisches Adelshandbuch\u201d zitiert), Seite 408, &#8211; allerdings hinsichtlich der T\u00f6chter von beiden etwas l\u00fcckenhaft &#8211; aufgef\u00fchrt. Herauszustellen ist, dass die beiden ein Jahrhundert vor Wurzbach entstandenen Werke zwar noch zu Lebzeiten der beschriebenen Nachk\u00f6mmlinge des Johann Georg und seiner Frau Dorothee entstanden sind; doch erfassen diese im Gegensatz zu Wurzbach deren Leben sowie insbesondere die berufliche Laufbahn der S\u00f6hne nur stichwortm\u00e4\u00dfig und l\u00fcckenhaft. Entscheidend ist aber, dass deren aller Angaben \u00fcber diese \u00fcbereinstimmen und somit in keinerlei Zweifel gezogen werden k\u00f6nnen, mit der Ausnahme, dass der Name der zweitj\u00fcngsten Tochter des Johann Georg durch C. von Wurzbach mit SOPHIE CHARLOTTE, von Aubert Des Bois nur mit CHARLOTTE, vom Albrechtinischen Adelshandbuch jedoch fehlerhaft mit CAROLINA angegeben ist; und bei Aubert Des Bois steht die bei Wurzbach (nur mit einem Kreuz versehene und 2. Stelle innerhalb der 13-k\u00f6pfigen Kinderschar einnehmende) MARIE erst an 10. und damit dort an letzter Stelle.<\/p>\n<p>Hierzu sei nachstehend eine dreiteilige vergleichende \u00dcbersicht, \u00fcberschrieben mit \u201eDie NACHKOMMEN von JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 &#8211; 1767)\u201c, gezeigt, in deren Mittelband sich die Angaben von Wurzbach (1888), links davon die des Aubert Des Bois (1778) und rechts davon die des Albrechtischen Handbuches (1778) aufgelistet finden. Diese erscheinen in ihrer Gesamtheit bestens geeignet, die im Fortgang folgenden zentralen Aussagen \u00fcber das Werden und Wachsen dieser Nachkommen des Stammelternpaares JOHANN GEORG und DOROTHEE VON WIMPFFEN pr\u00fcfend und einordnend verfolgen zu k\u00f6nnen (Anmerkung: Im Mittelband, das sich auf die Nennungen des C. von Wurzbach bezieht, findet sich unter dem Namen der m\u00e4nnlichen Nachkommen des Johann Georg h\u00e4ufig eine in Klammer gesetzte Zahl; diese bezieht sich auf die Nummer, unter der in der Rubrik \u201eBesonders denkw\u00fcrdige Sprossen des Geschlechtes Wimpffen\u201c eine Lebensbeschreibung des so Gekennzeichneten zu finden ist.):<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/O_Johann_Georg_Nachkommen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1362 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/O_Johann_Georg_Nachkommen.jpg\" alt=\"Die NACHKOMMEN von JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 \u2013 1767) laut: AUBERT DES BOIS - Paris 1778 - (in \u00dcbersetzung d. in franz\u00f6sischer Sprache abgefassten Origi nals, Namen in Franz\u00f6sisch belassen) CONSTANTIN VON WURZBACH - Wien 1888 - Siehe in Abb. 34: II. Stammtafel in Genealogiezeile XIII bzw. 11 ALBRECHTISCHES GENEALO- GISCHES HANDBUCH - Frankfurt am Main 1778 - Abgek\u00fcrzt wiedergegebene Text- partien sind erg\u00e4nzt dargeboten. 1. a) Stanislaus\u2019Zweig. Stanislaus de Wimpffen, geb. 1721, Kammerherr des F\u00fcrsten von der Pfalz-Zweibr\u00fccken, heiratete1748 Demoiselle N... * de la Tour-de-Foyssac. Stanislaus Gustav Ludwig von Wimpffen (39) Freiherr 1781 geb. 19. December 1721 + 8. April 1793 Julie Ludovica de Latour-Foissac + 27. Juni 1795 Freyherr Stanislaus Gustav Ludwig von Wimpffen, geb. 1721, Herzogl. Pfalz-Zweybr\u00fcckischer Cammerherr, Gemahlin Julie Ludovica von Foyssac von Latour, aus Langencantel, im Elsa\u00df. * N ... = non d\u00e9nomm\u00e9 (gemeint: Vorname nicht auff\u00fchrbar) 2. Marie de Wimpffen, geb.1741, verh. mit Baron de Koenigsegg. Marie + - 3. Pierre-Christian, genannt Baron de Wimpffen, geb. 1725, am 26. Februar 1777 ernannt zum Kommandeur des K\u00f6niglichen &amp; Milit\u00e4r-Ordens von St. Ludwig, niedergelassen in Paris. Christian Peter (4) Mar\u00e9chal de Camp Freiherr 1781 geb.1725 + 1781 Christian Peter K. Franz, Marechal de Camps und Obrist bey dem Regiment Lamarck, + 1781. 4. Charles Armand, geb. 1727, Freier &amp; F\u00fcrstlicher Domherr von Wei\u00dfenburg im Elsass. Karl Hermann Canonicus zu Wei\u00dfenburg geb. 1727 Carl Armand, F\u00fcrstlich Speyerisch Adeliger Geheimer Rat, Cammer-Pr\u00e4sident etc., + Dec. 1777. 5. b) Josephs Zweig. Josephe Philipp, geb. 1728, Ritter des St. Ludwigordens, vormals Hauptmann im R\u00e9giment de la Marck, verheiratet in der Pfalz mit Demoiselle N... * de Stengel, v. d. er verschiedene Kinder hat. Joseph Philipp geb. 1728 + Marie v. Stengel Joseph Philipp, K\u00f6niglich Franz\u00f6sischer Hauptmann und des St. Ludwig Ordens Ritter. * N ... = non d\u00e9nomm\u00e9 (gemeint: Vorname nicht auff\u00fchrbar) 6. Doroth\u00e9e, geb.1730, verheiratet mit N... de la Tour-de-Foyssac, sich zur\u00fcckgezogener Oberstleutnant der Infanterie, aus alter Adelsfamilie der Guienne\u00b0. Dorothea geb. 1730 vm. Philipp de Latour-Foissac Dorothea, Gatte N. von Foyssac von Latour, Kaiserlich Franz\u00f6sischer Obrist-Lieutenant und des St. Ludwig Ordens Ritter. \u00b0 Herzogtum im SW Frankreichs, heu- 7. te: R\u00e9gion Aquitaine c) Franzens Zweig. Fran\u00e7ois, geb. 1732, Ritter des St. Ludwig-Ordens, vormals Major des R\u00e9giments von Zweibr\u00fccken, gegenw\u00e4rtig G\u00e9n\u00e9ral-Major &amp; Kammerherr im Dienst d. Herzogs von Wirtemberg. Er ist verh. u. hat mehrere Kinder. Franz Ludwig (16) General Freiherr 1781 geb. 2. April 1732 + 24. Mai 1800 Marie Kunigunde von Goy geb. 1. August 1744 + 24. J\u00e4nner 1820 Franz Ludwig, Herzoglich W\u00fcrttembergischer General-Major, Chef eines Infanterie- Regiments, Cammerherr u. des Kaiserlich Franz\u00f6sischen St. Ludwig Ordens Ritter, 1776. 8. - Anton - + 9. d) Georgs Zweig. Georges, geb. 1735, vormals Major des R\u00e9giments de la Marck, heute Hauptmann der Kavallerie im Dienste des Kaisers u. d. Kaiserin, Kammerherr d. Kurf\u00fcrsten v. K\u00f6ln, verh. mit einer Baronin de Boifloger, Stiftsdame von Hohenhold in West-falen, von der Kinder (vorhanden). Georg Siegmund Dominik (20) k. u. k. Feldmarschall-Lieutenant Freiherr 1781 geb. 1735 + 13. Februar 1816 1) Juliane Freiin von Boeselager 2) Josepha Freiin von Gastheimb Georg Siegmund, Kaiserlich K\u00f6niglicher General-Major und Chur-C\u00f6llnischer Cammerherr. 10. - Luise vm. Heinrich von Stengel - 11. Charlotte, geb. 1739, verheiratet mit N...* de Bousselle, Pf\u00e4lzischer Edelmann. * N ... = non d\u00e9nomm\u00e9 (gemeint: Vorname nicht auff\u00fchrbar) Sophie Charlotte geb. 27. October 1738 + 2. November 1806 vm. Theodor Freiherr von Bruselle, geb. 12. August 1741 + 22. Februar 1830. Carolina, Gatte Theodor von Brussell +. 12. - Josephine geb. 19. M\u00e4rz 1746 + 6. April 1826 vm. Freiherr v. K\u00f6nigseck Josepha, Gatte Freiherr von K\u00f6nigsegg, Herzoglich W\u00fcrttembergischer Cammerherr. 13. e) Felix Zweig. Louis-F\u00e9lix, geb. 1739. Felix Ludwig (12) franz\u00f6sischer Generallieutenant 5. November 1744 + 23. Februar 1814 Marie Aim\u00e9e Charlotte De Bailleul-Saint Germain geb. 20. J\u00e4nner 1751 + 11. August 1810 Felix, Kaiserlich Franz\u00f6sischer Obrist.\" width=\"953\" height=\"2334\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/O_Johann_Georg_Nachkommen.jpg 953w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/O_Johann_Georg_Nachkommen-122x300.jpg 122w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/O_Johann_Georg_Nachkommen-418x1024.jpg 418w\" sizes=\"(max-width: 953px) 100vw, 953px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ganz wichtig, zun\u00e4chst das zu erfahren, was bez\u00fcglich der Erziehung der sieben am Leben gebliebenen S\u00f6hne der F\u00fcnft\u00e4lteste namens FRAN\u00c7OIS LOUIS \u00a0oder FRANZ LUDWIG (1732 &#8211; 1800) in seiner bereits an fr\u00fcherer Stelle zitierten Selbstbiografie des Jahres 1788 im Er\u00f6ffnungs-Kapitel \u201eMa naissance, mon \u00e9ducation, celle des mes freres, notre avancement rapide dans la carriere des armes\u201d (= \u201eMeine Erziehung, die meiner Br\u00fcder; unser schnelles Vorankommen in der Milit\u00e4rlaufbahn\u201d) schreibt. Denn daraus entsteht ein anschaulicher Eindruck der offenbar im sog. Schlosse der sieben T\u00fcrme Minfeld(en) durch den Vater JOHANN GEORG ganz gezielt zur Vorbereitung seiner S\u00f6hne auf eine herausragend erfolgreiche Karriere im Milit\u00e4rwesen Frankreichs mit dem N\u00e4chstziel der \u00d6ffnung des Zugangs zu den an sp\u00e4terer Stelle beschriebenen sog. deutschen Regimentern sowie dem Fernziel der Vermehrung der pekuni\u00e4ren Grundlagen wie auch des Ansehens seines Adelsgeschlechtes in des Wortes bester Bedeutung erfolgten spartanischen Erziehung. Dazu seien aneinandergereiht nunmehr drei besonders informative Textausschnitte, jeweils zuerst im franz\u00f6sischen gedruckten Urtext und dann in der freien \u00dcbersetzung ins Deutsche, wiedergegeben:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3384\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-11.jpeg\" alt=\"\" width=\"922\" height=\"743\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-11.jpeg 922w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-11-300x242.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 922px) 100vw, 922px\" \/><\/p>\n<p><em><br \/>\n&#8211; \u201eMit f\u00fcnf meiner Br\u00fcder f\u00fcr den Waffendienst bestimmt, wurde unsere Erziehung von der Konsequenz beherrscht, und ohne uns in das Wasser des Styx <\/em>(A. d. V.: Fluss in der Unterwelt, Wasser des Grauens)<em> zu tauchen, um uns unverwundbar zu machen, mussten wir vor all den \u00dcbeln bewahrt werden, die einer zu sanften Erziehung folgen.\u201d<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3389\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-16-1-819x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"825\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-16-1-819x1024.jpeg 819w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-16-1-240x300.jpeg 240w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-16-1.jpeg 877w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0<em>\u201eW\u00e4hrend der Winterzeiten \u00e4hnelte das Schloss, das mein Vater bewohnte, einem Kriegsschauplatz. Wir machten dort unsere milit\u00e4rischen \u00dcbungen; wir legten uns zum Schlafen auf die blo\u00dfe Erde in einem vom Wohnbereich getrennten Haus, in den vier Winden gelegen, in einem Zimmer, wo es nichts gab, keinen Ofen, keinen Kamin, ohne Felle, ohne Pelzwerk, nichts als eine leichte Decke, und wir w\u00e4lzten uns beim Verlassen des Bettes oft im Schnee.\u201d<\/em><em>&#8211;<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3390\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-18-673x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"1004\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-18-673x1024.jpeg 673w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-18-197x300.jpeg 197w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-18.jpeg 938w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/p>\n<p><em>\u201eWir unternahmen unsere ersten Feld\u00fcbungen ohne jede Art Ausr\u00fcstungen und frei von Bequemlichkeiten; aber wir waren so gesund und robust, unsere jungen K\u00f6rper waren derart auf die Strapazen vorbereitet, dass wir f\u00fcr gar nichts anderes zug\u00e4nglich waren als f\u00fcr diese Entbehrungen. Mit dieser k\u00f6rperlichen Ausstattung allein, bef\u00f6rdert durch die Ermahnungen der Autoren unserer Tage, deren Vorschriften wir anbeteten, haben wir die jungen Leute und unsere Kameraden weit hinter uns gelassen, selbst jene, deren Erziehung wie die unsrige ebenfalls einfach und entbehrend\u00a0<\/em>gewesen<em>\u00a0ist.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Somit treten von den auf diese Weise in strengster soldatischer Disziplin erzogenen und so ganz gezielt auf eine erfolgreiche milit\u00e4rische Laufbahn vorbereiteten S\u00f6hne mit Ausnahme des Dritt\u00e4ltesten KARL HERMANN, geb. 1727, in den Waffendienst ein, und zwar in den Frankreichs, da dieses, wie schon gesagt, seit 1680 Souver\u00e4n in diesem Landstrich der Pfalz ist. Letzteres hat zur Folge, dass die Schulthei\u00dfen der Orte der Herrschaft Guttenberg-L\u00fctzelstein immer wieder, so z. B. 1735, in das steinerne Haus nach Minfeld kommen m\u00fcssen, um dort dem K\u00f6nig von Frankreich (damals dem \u201eSonnenk\u00f6nig\u201d LUDWIG XIV., K\u00f6nig von 1643 \u2013 1715) zu huldigen. Zwar ist die Sprache der Mutter Franz\u00f6sisch gewesen; da die des Vaters aber von seiner Abkunft her Deutsch gewesen ist und dazuhin der Wohnort Minfeld, in dem die Kinderschar aufgewachsen ist, sich im deutschsprechenden Grenzraum befand, w\u00e4hlten die S\u00f6hne als Einrichtungen ihrer Milit\u00e4rausbildung ausnahmslos die bestehenden sog. Deutschen Regimenter aus. In diesen war Deutsch Kommandosprache und dienten vornehmlich Menschen deutscher Zunge, die aus den Frankreich im Westf\u00e4lischen Frieden zugesprochenen \u00f6sterreichischen Teilen sowie sp\u00e4ter annektierten Gebieten des Elsass\u2019 und der Rheinpfalz sowie den deutschen Landen \u00fcberhaupt angeworben wurden. Die Namen dieser \u201eFremdenregimenter\u201d oder auch \u201eDeutschen Regimenter\u201d lauten:<\/p>\n<p>&#8211; das <span style=\"text-decoration: underline;\">R\u00e9giment d&#8217;Alsace<\/span> (Elsass), gegr\u00fcndet 1656,<br \/>\n&#8211; das <u>R\u00e9giment de la Marck<\/u>, gegr\u00fcndet 1680 vom Grafen von K\u00f6nigsmarck;<br \/>\n&#8211; das <u>R\u00e9giment d\u2019Infanterie de Royal Deux-Ponts<\/u> (Zweibr\u00fccken) und<br \/>\n&#8211; das <u>R\u00e9giment de Bouillon<\/u>, die letztgenannten beiden aufgestellt 1757.<\/p>\n<p>Und nach ihrer dort absolvierten Ausbildung setzten sie ihren Dienst als Offiziere in der Regel in diesen Deutschen Regimentern fort. Diese sind in der obigen\u00a0\u00dcbersicht \u201eDie NACHKOMMEN von &#8230;\u201d durch Schr\u00e4gdruck herausgehoben. Ausnahmen bildeten nur:<\/p>\n<p>&#8211; der \u00e4lteste Sohn STANISLAUS VON WIMPFFEN (siehe in der vorstehenden \u00dcbersicht unter Nr. 1), geboren 1721, der zwar zun\u00e4chst durch den Eintritt in das R\u00e9giment\u00a0Royal Deux-Ponts in jungen Jahren die Milit\u00e4rlaufbahn aufnimmt und Kriegsdienste leistet, aber schlie\u00dflich denn doch in die Fu\u00dfstapfen des Gro\u00dfvaters wie Vaters tritt und (was im Vorkapitel N. Umorientierung bereits dargelegt) adeliger Geheimrat und Oberamtmann der Herrschaft Guttenberg und L\u00fctzelstein (demnach in der 3. Generation) wird und zum Schluss im els\u00e4ssischen Molsheim nahe Stra\u00dfburg lebt; au\u00dferdem<\/p>\n<p>&#8211; der dritt\u00e4lteste, 1727 geborene, Sohn KARL HERMANN\u00a0(CHARLES ARMAND DE) VON WIMPFFEN (siehe diesen in der vorstehenden \u00dcbersicht unter Nr. 4) , der in den geistlichen Stand tritt und Kanoniker (Chorherr) zu Wei\u00dfenburg wird.<\/p>\n<p>Damit ist jetzt der sog. J\u00fcngere Hauptast des Von-Wimpffen-Geschlechts faktisch franz\u00f6sisch geworden und f\u00fchlt sich im Fortgang auch dem franz\u00f6sischen K\u00d6NIG LUDWIG XV. (1715 \u2013 1774) bzw. LUDWIG XVI. (1774 \u2013 1792) untertan. Bei den Nachfahren der n\u00e4chsten bis \u00fcbern\u00e4chsten Generation finden sich ebenfalls noch Angeh\u00f6rige der Von Wimpfen in diesen \u201edeutschen\u201d Regimentern. Und fast alle S\u00f6hne k\u00f6nnen mehr oder minder die Erwartungen des Vaters erf\u00fcllen, in ihrer von ihm planvoll angestrebten <em>\u201ecarriere militaire\u201d<\/em>\u00a0(Milit\u00e4rlaufbahn) <em>\u201ehaute fa\u00eete de grandeur et d\u2019illustration\u201d<\/em>\u00a0(Gipfelh\u00f6he der Gr\u00f6\u00dfe und Ber\u00fchmtheit), wie FRANZ LUDWIG in seiner Selbstbiografie sagt, zu erlangen. Schon ein kurzer Blick in die obige Abb. O 1 und dort zum die gesamte Blattbreite f\u00fcllenden Generationsleiste XIII bzw. 11 kann dieses schlagend belegen:<br \/>\nDieses beginnt mit dem \u00c4ltesten\u00a0<u>STANISLAUS VON WIMPFFEN<\/u> (geb. 1721) und endet mit dem J\u00fcngsten\u00a0<u>FELIX LUDWIG VON WIMPFEN<\/u> (geb. 1744). W\u00e4hrend dem erstgenannten wie auch dem viertgenannten Sohn JOSEPH PHILIPP (geb. \u00a01728) keine Berufsbezeichnung beigegeben ist, steht beim zweit\u00e4ltesten Sohn CHRISTIAN PETER (geb. 1725) \u201eMar\u00e9chal des Camp\u201c (Feldmarschall), beim f\u00fcnft\u00e4ltesten Sohn FRANZ LUDWIG (geb. 1732) \u201eGeneral\u201c, beim sechst\u00e4ltesten Sohn GEORG SIEGMUND DOMINIK (geb. 1735) \u201ek. k. Feldmarschall-Lieutenant\u201c und beim siebt\u00e4ltesten = j\u00fcngsten Sohn FELIX (geb. 1744) \u201efranz\u00f6sischer Generallieutenant\u201c zu lesen. Nach der bereits im vorangehenden Kapitel N. Umorientierung wiedergegebenen Einsch\u00e4tzung von Wurzbach haben von diesen S\u00f6hnen<em> \u201emehrere wesentlich zum sp\u00e4teren Glanze des Hauses Wimpffen in den L\u00e4ndern des Continents\u201d\u00a0<\/em>beigetragen. Jetzt wird es auch verst\u00e4ndlich, warum ein Jahrhundert vor diesem (1787) E. G. Waldau, wie ebenfalls bereits gesagt, bewundernd festgestellt hat, die Enkel des JOHANN CARL VON WIMPFFEN bef\u00e4nden sich <em>\u201ein den ansehnlichsten Kriegsposten, als Haubtleute, Obersten, Generale, Hof- und anderen wichtigen Chargen\u201d<\/em>. Und ebenso wird jetzt klar, dass Lore Sporhan-Krempel 1981\/84 anerkennend Folgendes konstatiert hat: <em>\u201eSeine Kinder und Enkel bekleideten hohe Posten an f\u00fcrstlichen H\u00f6fen\u201d. <\/em>Mit \u201eseine Kinder und Enkel\u201d ist der Initiator all derselben im Hof- und Milit\u00e4rwesen Arrivierten JOHANN GEORG gemeint, der ja immerhin bereits selbst den imponierenden Titel Pfalzzweibr\u00fcckenscher Adeliger Hofrat erlangt hatte. Was FRANZ LUDWIG in seiner Selbstbiografie des Jahres 1788 \u00fcber die damals am weitesten gekommenen drei seiner Br\u00fcder berichtet, kann als weiterer Beleg f\u00fcr den Aufstiegswillen wie den Aufstiegserfolg der S\u00f6hnereihe gelten und verdient es, hier (in Beschr\u00e4nkung auf die \u00dcbersetzung) wiedergegeben zu werden:<\/p>\n<p><em>&#8211; \u201eMein \u00e4lterer verstorbener Bruder <\/em>(gemeint der in der obigen \u00dcbersicht unter Nr. 3 zu findende zweit\u00e4lteste Sohn CHRISTIAN PETER, geb. 1725, gest. bereits 1781)<em>, zuletzt Feldmarschall und Tr\u00e4ger des Ordensbandes in Rot im Dienste Frankreichs, verlie\u00df das Regiment D\u2019Alsace als einer der letzten Unterleutnants, kehrte zehn Jahre sp\u00e4ter im Rang eines Hauptmannes zur\u00fcck und traf dort auf mehrere der fr\u00fcheren Leutnants, die sich noch in derselben Rangstufe befanden.\u201d<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211;<\/em><em>\u00a0\u201eEin anderer meiner Br\u00fcder <\/em>(gemeint ist der oben unter Nr. 9 zu findende und in der II. Stammtafel des C. von Wurzbach als der sechst\u00e4lteste Sohn aufgef\u00fchrte GEORG SIEGMUND DOMINIK) FRANZ GEORG (geb. 1735 und gest. 1816) <em>avancierte mit gr\u00f6\u00dfter Raschheit mit 24 Jahren zum Rittmeister \u00fcber 1000 Pferde <\/em>(gemeint Kavalleristen)<em> im Dienste ihrer Majest\u00e4t des Kaisers, ist jetzt Feldmarschall-Leutnant.\u201d<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; \u201eF\u00e9lix <\/em>(gemeint der oben unter Nr. 13 zu findende siebt\u00e4lteste Sohn bzw. J\u00fcngste der Br\u00fcder FELIX LUDWIG, geb. 1744 und gest. 1814) <em>erlangte im Dienste Frankreichs das Leutnantsdiplom in sehr\u00a0jungen Jahren und ist jetzt Brigadegeneral in der kaiserlichen Armee und Kommandeur des Regiments De Bouillon.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Nur \u00fcber den viert\u00e4ltesten in der Br\u00fcderreihe JOSEPH PHILIPP (geb. 1728 und bei Ver\u00f6ffentlichung von Wurzbachs 1888 erschienener Genealogie statt des Todesjahres nur mit \u201e\u2020\u201c versehen und damit damals bereits verstorben gewesen) erfahren wir aus der Lebensbeschreibung des FRANZ LUDWIG bez\u00fcglich dessen Milit\u00e4rt\u00e4tigkeit nichts. Und leider lie\u00df sich auch sonstwo nichts \u00fcber dessen Laufbahn sowie Lebensablauf finden, au\u00dfer dass Wurzbach (siehe das in Gelb gekennzeichnete Generationsband XIVb bzw. 12b) dessen Gattin namens MARIE V. STENGEL und die zwei S\u00f6hne und drei T\u00f6chter umfassende Nachkommenschaft auff\u00fchrt, n\u00e4mlich: \u00a0Zun\u00e4chst den 1808 gefallenen EDUARD (siehe dazu die weiter unten aufgef\u00fchrte Gefallenen-Liste), dann HEINRICH (ohne Angaben), dann die drei T\u00f6chter JOSEPHINE (geb. 1770), VICTORINE (geb. 1773) und CHARLOTTE (geb. 1763) mit jeweils ihren (der II. Stammtafel entnehmbaren adligen) Ehegatten. Wenn Franz Ludwig (siehe oben im ersten der drei zitierten Textteile) schreibt, er sei mit f\u00fcnf seiner Br\u00fcder f\u00fcr den Waffendienst bestimmt gewesen, so darf man wohl annehmen, dass Joseph Philipp ebenfalls diesen ergriffen hat.<\/p>\n<p>Von den (demnach wohl sechs) in den Milit\u00e4rdienst getretenen S\u00f6hnen des JOHANN GEORG haben alle &#8211; mit Ausnahme des verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig fr\u00fch (1781) gestorbenen und in Wurzbachs II. Stammtafel ohne Heiratsvermerk und somit h\u00f6chstwahrscheinl\u00f6ich unverheiratet gebliebenen Zweit\u00e4ltesten CHRISTIAN PETER &#8211; eine mehr oder minder umf\u00e4ngliche Nachkommenschaft. Und so wurden diese zu Gr\u00fcndern der folgenden f\u00fcnf jeweils nach ihrem Vornamen benannten sog. Zweige (siehe in der II. Stammtafel auf der ersten durchgehenden Generationsleiste XIII bzw. 11 von links nach rechts bzw. in der obigen \u00dcbersicht von oben nach unten):<\/p>\n<p><b>&#8211;\u00a0<\/b>vom <strong>a)<\/strong>\u00a0<strong>Stanislaus\u2019 Zweig <\/strong>(durch blaue Lineatur gekennzeichnet),<br \/>\n&#8211; vom <strong>b) Josephs Zweig\u00a0<\/strong>(durch gelbe Lineatur gekennzeichnet), der in der Nachfolgegeneration ausstirbt;<br \/>\n&#8211; vom\u00a0<strong>c)<\/strong>\u00a0<strong>Franzens Zweig\u00a0<\/strong>(durch gr\u00fcne Lineatur gekennzeichnet)<strong>, <\/strong>der<strong>\u00a0<\/strong>sich\u00a0ganz besonders umf\u00e4nglich entwickelt;<strong>\u00a0<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>&#8211; vom<strong> d)\u00a0Georgs Zweig<\/strong> (durch braune Lineatur gekennzeichnet),<br \/>\n<strong>&#8211;\u00a0<\/strong>vom <strong>e)<\/strong>\u00a0<strong>Felix\u2019 Zweig <\/strong>(durch orangene Lineatur gekennzeichnet).<\/p>\n<p>Am 19. Oktober 1781, gl\u00e4nzendster Beweis des Erreichens des Zweckes der ungew\u00f6hnlich harten Erziehung, wird den Begr\u00fcndern der Zweige a) STANISLAUS, c) FRANZ LUDWIG und d) GEORG SIEGMUND DOMINIK (auch: FRANZ GEORG) sowie dem zweit\u00e4ltesten der Br\u00fcderreihe CHRISTIAN PETER von Kaiser Josef II. durch Diplom der ihnen von ihren Ahnen JOHANN FRIEDRICH und JOHANN DIETRICH 1658 \u00fcberkommene <u>Reichsfreiherrenstand<\/u> best\u00e4tigt. Dieses findet sich in der II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach sowie in der obigen \u00dcbersicht in der Weise vermerkt, dass unter deren Namen und dann milit\u00e4rischen Titeln jeweils die Bezeichnung \u201eFreiherr 1781\u201d beigegeben ist. Aus einem mir von Dr. Hans Hermann von Wimpffen in Kopie zugegangenen (an sp\u00e4terer Stelle in Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie eingehender behandelten) Brief, der die Datierung\u00a0<em>\u201eStuttgardt, le 3. Janvier <\/em>(3. Januar)<em> 1807\u201d \u00a0<\/em>tr\u00e4gt und dem \u00c4ltesten der Br\u00fcderreihe STANISLAUS (geb. 1821) an \u201eS. M. Le Roi de Wurtemberg\u201c (Seine Majest\u00e4t den K\u00f6nig von W\u00fcrttemberg), gemeint K\u00d6NIG FRIEDRICH I.) in Sachen \u201eAdelseigenschaft der Von Wimpffen\u201c, geht Folgendes hervor: \u00a0STANISLAUS, geb. 1721, und dessen n\u00e4chst\u00e4lterer Bruder CHRISTIAN PETER, geb. 1725, wurden durch dieses Adelsdiplom des Jahres 1781 der Adelsvereinigung des Niederelsass zugewiesen (<em>\u201eavaient \u00e9t\u00e9 immatricul\u00e9es au Directoire da la basse alsace en 1781\u201d<\/em>). Demgegen\u00fcber war die fr\u00fchere solche des Jahres 1658 an die Aufnahme in die Rittergesellschaft Schwaben gekn\u00fcpft gewesen. Diese Zuordnung zur Adelsvereinigung Niederelsass d\u00fcrfte auch f\u00fcr die gleichzeitig in ihrer Reichsadelseigenschaft best\u00e4tigten Br\u00fcder FRANZ LUDWIG, geb. 1832, und GEORG SIEGMUND DOMINIK bzw. FRANZ GEORG, geb. 1835, gelten. Dieses versteht sich daraus, dass alle diese ja im linksrheinischen, ab 1680 gro\u00dfteils von Frankreich beherrschten, Raum des Elsass\u2019 und der Rheinpfalz aufgewachsen sind und in den dortigen sog. Deutschen Regimentern sich ihre ersten Sporen verdient hatten. Dieses erkl\u00e4rt denn auch, warum Meyers Konversationslexikon des Jahres 1909, das f\u00fcr den am Beginn der II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach stehenden Begriff \u201eJ\u00fcngerer Hauptast\u201c den Begriff \u201ezweite Linie\u201c verwendet und hinter \u201ezweite\u201c in Klammer \u201eels\u00e4ssische\u201c setzt.\u00a0Mit dieser Erneuerung der Adelseigenschaft war eine Wappenerweiterung dergestalt verbunden, dass dem Widder in die Vorderf\u00fc\u00dfe ein goldenes Kreuz gegeben wurde. Damit sah das Wappen so aus, wie es in der Abb. A 9 (dort allerdings nur in nichtfarbiger Form) gezeigt und darunter unter Einbeziehung der Wappenfarben beschrieben ist. Letztere sind:<\/p>\n<p>&#8211; in <u>Rot<\/u> der Schildgrund, die beidseits aus der Krone wachsenden B\u00fcffelh\u00f6rner und die Helmdecken;<br \/>\n&#8211; in <u>Gr\u00fcn<\/u> die drei Berge unter den F\u00fc\u00dfen des Widders (diese in der Wappendarstelllung der Abb. 5 aber fehlend),<br \/>\n&#8211; in <u>Silber<\/u> der Widder sowie die Unterlegung der Helmdecken,<br \/>\n-in <u>Gold<\/u> das Kreuz sowie die beidseitig aus den B\u00fcffelh\u00f6rnern tretenden vier St\u00e4be und die beidseits daran h\u00e4ngenden 7 Lindenbl\u00e4tter.<\/p>\n<p>Hier sei nun als Orientierungshilfe ein kusorisch-gestreuter Vorausblick gegeben, der am Schluss jene Vertreter des Von Wimpffen-Geschlechtes hervorhebt, die vom Grundansatz dieser ausgedehnten Untersuchung her als ganz besondere Zielpersonen gelten:<br \/>\nW\u00e4hrend der vom J\u00fcngsten der Br\u00fcderreihe ausgehende e) Felix\u2019-Zweig, was die Nachkommen betrifft, fast ganz auf Frankreich beschr\u00e4nkt bleibt (siehe hierzu in der II. Stammtafel ganz rechts die in Orange gehaltenen Generationsb\u00e4nder XIVe bzw. 12e bis XVIIe bzw. 15e) und der b) Josephs Zweig (siehe \u00a0das Gelb gehaltene Generationsband XIVb bzw. 12b) in der Folgegeneration ausstirbt, verbreiten sich die anderen drei Zweige, n\u00e4mlich a), c) und d), ab ca. der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert in ihrer Gesamtheit und in mehreren Generationen \u00fcber zahlreiche L\u00e4nder Europas (Frankreich, W\u00fcrttemberg, \u00d6sterreich, Ungarn, Bayern, Preu\u00dfen, Italien, Russland, Spanien) aus, wo sie insbesondere &#8211; der alten Tradition ihres Geschlechts folgend und nicht selten zwischen L\u00e4ndern und Sprachr\u00e4umen wechselnd &#8211; sich als hohe bis h\u00f6chste Milit\u00e4rs, wichtige Funktionstr\u00e4ger an H\u00f6fen wie Kammerherren, Oberstkammerherren, Hofmeister, Gesandte oder Diplomaten, auch als Gro\u00dfgrundbesitzer und nicht selten nebenbei als Milit\u00e4r- oder auch Reiseschriftsteller und somit auch als Reisende \u00fcber Meere und L\u00e4nder, bet\u00e4tigen und vielfach Titulierungen, Ruhm, Ehre und Auszeichnungen aller Art in Empfang nehmen k\u00f6nnen. Der Blick in die in Abbildung A 11a und A 11\bb gezeigten zwei Seiten der Berufs- und T\u00e4tigkeitszusammenstellung der Von Wimpffen des Constantin von Wurzbach d\u00fcrfte ein Beleg f\u00fcr diesen vielf\u00e4ltigen Aufstieg sein. Nicht wenige der im Milit\u00e4rdienst Stehenden opfern in den Kriegen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts (insbesondere in den Napoleonischen Kriegen, im Preu\u00dfisch-\u00d6sterreichischen Krieg 1866, im Ersten Weltkrieg) unter der Fahne \u00d6sterreichs bzw. \u00d6sterreich-Ungarns, Frankreichs und auch Russlands ihr Leben. Dieses findet sich, ohne Vollst\u00e4ndigkeit erheben zu wollen, in der Website des Dr. Hans Hermann von Wimpffen in einer besonderen Rubrik folgenderma\u00dfen zusammengestellt:<\/p>\n<p><strong>Sie starben f\u00fcr<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Simon von Wimpffen gefallen f\u00fcr \u00d6sterreich-Ungarn 1918<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Philipp von Wimpffen gefallen f\u00fcr \u00d6sterreich-Ungarn 1916<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Maximilian von Wimpffen gefallen f\u00fcr \u00d6sterreich-Ungarn 1915<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Grigorij von Wimpffen gefallen f\u00fcr Russland 1806 <\/strong>(zu korrigieren: <strong>1807<\/strong>)<br \/>\n<strong>&#8211; Georg von Wimpffen gefallen f\u00fcr \u00d6sterreich bei Aspern 1809<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Charles de Wimpffen gefallen f\u00fcr Frankreich 1912*<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Clemens August von Wimpffen gefallen f\u00fcr \u00d6sterreich-Ungarn 1866<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Jean de Wimpffen gefallen f\u00fcr Frankreich 1918<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Charles Louis de Wimpffen gefallen f\u00fcr Frankreich bei Borodino 1812<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Edouard de Wimpffen gefallen f\u00fcr Frankreich 1809<br \/>\n<\/strong>Hinzugef\u00fcgt seien noch:<br \/>\n<strong>&#8211; Alphons von Wimpffen, gefallen f\u00fcr \u00d6sterreich-Ungarn 1866<br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; Heinrich Christian, t\u00f6dlich verwundet in den K\u00e4mpfen mit Insurgenten in Dalmatien 1869<br \/>\n<\/strong><strong>*<\/strong>Dessen richtiger Name und Personalien sind:<br \/>\n<strong>Henri Sigismond Louis de Wimpffen<\/strong>, geb. am 30. 09. 1859 in Frankfurt, <strong>umgekommen am 08. 05. 1912<\/strong> bei einem Man\u00f6ver bei Guichen\/Bretagne als Oberstleutnant beim 70. R\u00e9giment d\u2019Infanterie (siehe weitere Angaben \u00fcber diesen im Kapitel R. Franz\u00f6sischer Nebenzweig; zu finden in der II. Stammtafel bei \u201eFranz\u00f6sischer Nebenzweig\u201d Generation (in Gr\u00fcn) XVIIc bzw. 15c unter dem Namen \u201eLudwig\u201d, dort mit \u201efranz. Inf.-Officier\u201d tituliert).<\/p>\n<p>Aus dem in der II. Stammtafel auf der ersten der durchgehenden Generationslinie XIII bzw. 11 in der Mitte sowie in der obigen \u00dcbersicht unter Nr. 7 zu findenden Begr\u00fcnder vom c) Franzens Zweig <u>FRANZ LUDWIG VON WIMPFEN<\/u> (1732 \u2013 1800) und seiner Gattin\u00a0<u>MARIE KUNIGUNDE VON GOY\u00a0<\/u>(1744 \u2013 1820) gehen 12 Kinder hervor, je sechs S\u00f6hne und T\u00f6chter (siehe diese alle in der II. Stammtafel in der zweiten durchgehenden gr\u00fcnen Generationslinie XIVc bzw. 12c). Deren dritt\u00e4ltester Sohn namens <u>FRANZ KARL EDUARD VON WIMPFEN<\/u> (1773 \u2013 1842) wird im Jahr 1797 von Kaiser Franz II. sogar in den <u>Reichsgrafenstand<\/u> erhoben (siehe die durch Rot hervorgehobenen und bis zum unteren Rand der II. Stammtafel reichenden Generationsb\u00e4nder der \u201eGr\u00e4flichen Linie\u201d, die von Generation XIVc bzw. 12c bis Generation XXIc bzw. 19c gehen). Dieser ist das Kapitel S. Gr\u00e4fliche Linie gewidmet. Die GRAFEN VON WIMPFFEN erlangen 1799 das Inkolat (Heimatrecht) in B\u00f6hmen, 1811 in \u00d6sterreich, 1819 die steierm\u00e4rkische und 1840 die tirolische Landsmannschaft, dazu ausgedehnten Grund- sowie Burgen- und Schl\u00f6sserbesitz vor allem in K\u00e4rnten und in der Steiermark sowie den Zugang zum Hochadel und durch Heiraten die Ausbreitung in demselben und dazuhin in den \u00f6sterreich-ungarischen Geldadel. Und der Begr\u00fcnder vom in Kapitel Y. Georgs Zweig behandelten d) Georgs Zweig (siehe dessen Generationsb\u00e4nder von XIIId bzw. 11d bis &#8211; links ganz oben nachtr\u00e4glich weitergef\u00fchrt &#8211; XIXd bzw. 17d) namens GEORG SIEGMUND DOMINIK bzw. FRANZ GEORG VON WIMPFEN (1735 \u2013 1816) gelangt \u00fcber Bayern in den kaiserlich-k\u00f6niglichen Milit\u00e4rdienst von \u00d6sterreich-Ungarn und bringt es bei seiner dann ausschlie\u00dflichen Verwendung in Ungarn bis zum Feldmarschall-Leutnant. Und dessen zweit\u00e4ltester Sohn, der k. k. Oberst DAGOBERT VON WIMPFFEN (1765 \u2013 1836) und seine ungarische Gemahlin ANTONIE VON ER\u00d6S pflanzen dessen Zweig \u00fcber die von ihm ausgehende Linie der WIMPFFEN-MOLLBERG in Ungarn fort. Insbesondere durch die Heirat hochverm\u00f6gender Frauen \u00fcber mehrere Generationen hinweg gelangen diese schlie\u00dflich in die Verwandtschaft mit der zu hohem Reichtum durch Bet\u00e4tigung im Bankenwesen und in der Industrie der k. u. k. Monarchie gekommenen Adelsfamilie der neureichen \u201eRingbarone\u201d VON TODESCO, den einstigen aus der Walachei gekommenen TODESCU. Neben diesem Begr\u00fcnder des d) Georg Zweiges ist dessen \u00e4lterer Bruder MAXIMILIAN VON WIMPFFEN (1770 \u2013 1854), Ritter des Goldenen Vlieses und Feldmarschall, zu finden, dessen h\u00f6chstber\u00fchmt gewordene Pers\u00f6nlichkeit auftaktbildend bereits am Beginn von Kapitel A. Grundlegendes vorgestellt worden ist. Von diesem ausgehend, sollte man den Weg hin zur Folgegeneration XIVc bzw. 12c und dort in dessen langer durchg\u00e4ngiger Sohn- und T\u00f6chterreihe zun\u00e4chst auf den bereits aufgef\u00fchrten zum Grafen aufgestiegenen Sohn FRANZ KARL EDUARD VON WIMPFFEN (1773 &#8211; 1843) nehmen, der unschwer als Vetter des vorgenannten MAXIMILIAN auszumachen ist. Und rechts daneben erscheint Franz Karl Eduards n\u00e4chstj\u00fcngerer Bruder FELIX , besser F\u00c9LIX &#8211; zu erg\u00e4nzen: DE WIMPFFEN (1878 &#8211; 1814), wiederum Vetter von Maximilian. Und wenn man zu dessen einzigem Sohn der Generation XVc bzw. 13c) weitergeht, st\u00f6\u00dft man auf den bereits mehrfach bekanntgemachten \u00a0EMANUEL F\u00c9LIX DE WIMPFFEN (1811 \u2013 1884), dem zus\u00e4tzlich, um dessen ungl\u00fcckliche Rolle als Verlierer der Schlacht bei Sedan im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg von 1870\/71 und als Zielperson ersten Ranges dieser Arbeit hervorzuheben, \u201eder sog. Sedangeneral\u201c beigegeben ist. Diesem ist das ganz besonders umf\u00e4ngliche Kapitel V. Sedangeneral gewidmet.<\/p>\n<p>Als weitere solche Zielpersonen bzw. Zielgruppen gelten: Des Vorgenannten j\u00fcngster Onkel, n\u00e4mlich der weiter rechts von ihm am Ende der durchgehenden Generationslinie XIVc bzw. 12c mit \u201ex = Begr\u00fcnder der W\u00fcrttembergischen Nebenlinie\u201d gekennzeichnete J\u00fcngste (sechste) der S\u00f6hne des Erstgenannten Franz Ludwig namens <span style=\"text-decoration: underline;\">FRIEDRICH<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\">WILHELM VON WIMPFFEN<\/span> (1784 \u2013 1845) mit Gattin <span style=\"text-decoration: underline;\">ELISE GEB. FREIIN VON MOLTKE<\/span> (1795 \u2013 1832), der immerhin auch, was in der II. Stammtafel sich nicht eingebracht findet, den Rang eines K\u00f6niglich-w\u00fcrttembergischen Generalleutnants sowie Adjudanten von K\u00f6nig Wilhelm I. von W\u00fcrttemberg erreicht hat. Des weiteren sind Zielpersonen deren vier Kinder\u00a0(siehe diese und alle Nachgenannten auf den Generationslinien XVc bzw. 13c und XVIc bzw. 14c) des Namens\u00a0<u>KATHARINA<\/u> (1818 \u2013 1875), <u>WILHELM<\/u> (1820 \u2013 1879) mit der Gattin <u>AMALIE GEB. DE ROUX-DAMIANI<\/u> (1837 \u2013 1925), <u>DAGOBERT<\/u> (1821 \u2013 1881) und <u>PAULINE<\/u> (1822 \u2013 1900); dann der Sohn des Wilhelm und der Amalie von Wimpffen namens <span style=\"text-decoration: underline;\">MAXIMILIAN<\/span> (1863 &#8211; 1917) und die Tochter\u00a0<u>SOPHIE CHARLOTTE<\/u> (1861 \u2013 1907) mit (in der II. Stammtafel hinzugebracht) ihrem ersten Ehemann <span style=\"text-decoration: underline;\">THEODOR LEONHARD RUDOLPH VON UNGERN-STERNBERG<\/span> (1857 \u2013 1918\/23) und deren \u00e4lterem Sohn <span style=\"text-decoration: underline;\">ROBERT VON UNGERN-STERNBERG<\/span> alias <span style=\"text-decoration: underline;\">ROMAN UNGERN VON STERNBERG<\/span> (1885 \u2013 1921) der Generation XVIIc bzw. 15c.<\/p>\n<p>Die vorstehende durch Unterstreichung hervorgehobe Namensgruppe hat eine ganz besondere Bedeutung durch den Umstand erlangt, dass alle diese mit dem ehemaligen Reichsst\u00e4dtchen Wimpfen am Neckar der zweiten H\u00e4lfte der 1870er und teilweise beginnenden 1880er Jahre durch den damaligen Zuzug des obengenannten Paares WILHELM und AMALIE (AMELIE) VON WIMPFFEN mit Kindern und umgekehrt die Einwohner Wimpfens mit diesen in enge Ber\u00fchrung gekommen sind, wenngleich deren und ihrer beiden Kinder dortiges Bleiben durch den fr\u00fchen Tod Wilhelms nur von wenigen Jahren Dauer gewesen ist. Dieser und der sog. Sedangeneral sind, wie schon berichtet, zueinander Vettern gewesen. \u00dcber diese alle wird zun\u00e4chst in Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie ausgiebigst zu berichten sein. Dann wird noch Kapitel W. Wilhelm von Wimpffen hinzukommen, wo es erstrangig zun\u00e4chst um die durch deren Tod unrealisiert gebliebenen Pl\u00e4ne der \u00e4lteren Schwester des Wilhelm von Wimpffen, n\u00e4mlich der in M\u00fcnchen lebenden St. Annen-Ehrenstiftsdame FREIFRAU KATHARINA VON WIMPFFEN, in Wimpfen ein arrondiertes Gut zu gr\u00fcnden, dann um die daraus gewachsene Ansiedlung deren vorgenannten Bruders und Familie im Wimpfen der zweiten H\u00e4lfte der 1870er Jahre gehen wird. Schlie\u00dflich wird noch breitgefasst in Kapitel X. Robert alias Roman das schlimme Schicksal des aus der Ehe der o. a. Tochter des Wilhelm und der Amalie von Wimpffen SOPHIE CHARLOTTE mit dem baltischen FREIHERREN UNGERN VON STERNBERG hervorgegangenen Enkels ROBERT VON UNGERN-STERNBERG alias ROMAN UNGERN VON STERNBERG der Generation XVIIc bzw. 15c darzustellen sein.<\/p>\n<p>Die konstatierte Ausbreitung der Von Wimpffen \u00fcber Europas Staaten wie gleichzeitig deren Aufsteigen in der Erfolgs- und Rangleiter wird, um diesbez\u00fcglich einen Schluss zu setzen, schlie\u00dflich auch deutlich in der wiederum auf den Zweiggr\u00fcnder FRANZ LUDWIG bzw. FRAN\u00c7OIS LOUIS r\u00fcckf\u00fchrbaren, weil aus dessen beiden \u00e4ltesten S\u00f6hnen GEORG (1760 &#8211; 1816) und FRANZ KARL EUGEN (1762 &#8211; 1835) der Generation XVIC bzw. 12c herausgewachsenen Entstehung der sog. Russisch-preu\u00dfischen Seitenlinie bzw. dem sog. Franz\u00f6sischen Nebenzweig. Schlaglichter auf deren erreichte H\u00f6he an Bedeutung und \u00a0gehen aus von folgenden Namen:<\/p>\n<p>&#8211; Bez\u00fcglich der \u201eRussisch-preu\u00dfischen Seitenlinie&#8220; (siehe in deren Endgeneration XVIIc bzw. 15c):<br \/>\nWALDEMAR = VLADIMIR bzw. BISCHOF LEONTIY (geb. 1872, erschossen 1919 in Astrachan); siehe N\u00e4heres in Kapitel Q. Russisch-preu\u00dfische Seitenlinie.<\/p>\n<p>&#8211; Bez\u00fcglich des \u201eFranz\u00f6sischen Nebenzweiges&#8220; (siehe in den beiden Textbl\u00f6cken unter der zweiten der vier Generationsleisten XVc bzw.13c):<br \/>\nVIRGINIE (1801 &#8211; 1886) und IRENE (1807 &#8211; 1846), ein Schwesterpaar:<br \/>\nDort sticht jeweils der Nachname REINHARD ins Auge, der sich, wie im rechten der beiden Textbl\u00f6cke zu lesen steht, auf den namhaften aus W\u00fcrttemberg stammenden, doch in Frankreich h\u00f6chst aufgestiegenen und angesehenen FRANZ\u00d6SISCHEN GESANDTEN, BEVOLLM\u00c4CHTIGTEN MINISTER und schlie\u00dflich PAIR VON FRANKREICH namens KARL FRIEDRICH VON REINHARD (1761 &#8211; 1834) bezieht; siehe N\u00e4heres im Kapitel R. Franz\u00f6sischer Nebenzweig sowie auch noch in Kapitel W. Wilhelm von Wimpffen.<br \/>\nWie der Franz\u00f6sische Nebenzweig mit dem Vorgenannten WILHELM VON WIMPFFEN verwandtschaftlich in Verbindung steht und damit auch mit dessen Alterssitz Wimpfen am Neckar in Ber\u00fchrung kommt, l\u00e4sst sich unschwer in der II. Stammtafel ablesen: Dort l\u00e4sst sich das franz\u00f6sische Schwesterpaar VIRGINIE und IRENE (1807 &#8211; 1846) &#8211; als des Vorgenannten Kusinen und dessen Tochter SOPHIE CHARLOTTE (1861 &#8211; 1907) und Sohn MAXIMILIAN (1863 &#8211; 1917) somit als Gro\u00dfkusine bzw. Gro\u00dfvetter der beiden Schwestern bestimmen.<\/p>\n<p>Man sollte sich, zur\u00fcckschauend zur Ausgangsperson dieses zu Ende gehenden Kapitels O. JOHANN GEORG (1689 &#8211; 1767) der Generation XII bzw. 10, den man den \u201eUrvater\u201c der in hohe bis h\u00f6chste Rangstellungen vornehmlich im Milit\u00e4r- und auch Staatswesen vieler Staaten Europas gelangten Von Wimpffen nennen kann, vergegenw\u00e4rtigen, dass wir mit dem Vordringen in der II.\u00a0Stammtafel<br \/>\n&#8211; vorstehend bis zum BISCHOF WALDEMAR (1872 &#8211; 1919 der Generation XVII bzw. 15),<br \/>\n&#8211; zuvor bis zum \u201eROTEN BARON\u201c ROBERT alias ROMAN (1885 &#8211; 1921) ebenfalls der Generation XVII bzw. 15,<br \/>\njeweils f\u00fcnf Generationen weiter reichende Spr\u00fcnge hin zu einem der zahlreichen Urururenkel des Erstgenannten vollzogen haben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 \u2013 1767) der 10. 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