{"id":299,"date":"2016-06-11T15:12:02","date_gmt":"2016-06-11T13:12:02","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=299"},"modified":"2020-02-12T18:49:53","modified_gmt":"2020-02-12T17:49:53","slug":"zweiggruender-franz-ludwig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/zweiggruender-franz-ludwig\/","title":{"rendered":"P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie der F\u00fcnft\u00e4lteste der sieben \u00fcberlebten S\u00f6hne des Johann Georg namens\u00a0FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN bzw. FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1732 \u2013 1800) der Generation 11, der von seiner Kindheit bis zu seinem Tod in wechselnden franz\u00f6sischen und deutschen Herrscherdiensten, Regionen und Positionen im Milit\u00e4r- und Kriegsdienst u. a. als langj\u00e4hriger Kriegsratspr\u00e4sident in W\u00fcrttemberg unter Herzog Karl Eugen bis zuletzt als franz\u00f6sischer General und Pr\u00e4sident des Revisionsgerichts in Mainz unter Napoleon steht, \u00fcber seine sechs S\u00f6hne, von denen f\u00fcnf sich dem Waffendienst zuwenden, zum Begr\u00fcnder des in vier Staaten Europas (Frankreich, \u00d6sterreich-Ungarn, Russland, Deutschland) und innerhalb des letztgenannten in zahlreiche L\u00e4nder weitzerstreuten sog. Franzens-Zweiges der Von Wimpffen wird.<\/strong><\/p>\n<p>Nach diesem vorausschauenden Exkurs hei\u00dft es, wieder zur schrittweisen Darstellung der Generationen zur\u00fcckzukehren und aus der weitgespannten Generation Nr. XIII bzw. 11 sich dem bereits schon mehrfach herausgestellten f\u00fcnft\u00e4ltesten Sohn des vorbehandelten JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 \u2013 1767) und Gattin ANTOINETTE DOROTHEA MAZILLE DE FOUQUEROLLE (deren Geburts- und Todesdaten nicht bekannt) namens BARON FRAN\u00c7OIS LOUIS DE bzw. FREIHERR FRANZ LUWIG VON WIMPFFEN zuzuwenden. Bez\u00fcglich dessen und seiner Gattin Grunddaten liegen die folgenden klaren Aussagen vor:<br \/>\n&#8211; FRAN\u00c7OIS DE WIMPFFEN (wie Aubert Des Bois ihn nennt) bzw. LOUIS-FRAN\u00c7OIS\u00a0DE WIMPFFEN-BORNEBOURG (nach Barbier) ist\u00a0geboren am 02. 04. 1732 im \u201eSchlosse der sieben Th\u00fcrme\u201d Minfelden, gelegen im Herrschaftsbereich der Pfalzgrafschaft Pfalz-Zweibr\u00fccken, gestorben am 24. 05. 1800 in Mainz; seine Gattin:<br \/>\n&#8211; MARIE KUNIGUNDE VON GOY, geb. am 31. 07. 1743 (laut Wurzbach: am 1. August 1744), gest. in Frankfurt a. M. am 24. 01. 1820; Heirat in Jesberg am 17. 09. 1759; Tochter des CHRISTIAN FRIEDRICH GOY,\u00a0Hessen-Darmst\u00e4dtischer Hofrat und der MARIA MARGARETHA GEB. HEISTER.<\/p>\n<p>Das Leben des Vorgenannten soll nunmehr ganz speziell in ausf\u00fchrlicher Weise dargestellt werden. Dies geschieht nicht allein im Blick auf seinen Status des Gro\u00dfvaters des angezielten sog. Sedangenerals EMMANUEL F\u00c9LIX DE WIMPFFEN (1811 \u2013 1884) sowie gleichzeitig Gro\u00dfvaters des in dieser Untersuchung herausragend wichtig erscheinenden Freiherren WILHELM VON WIMPFFEN\u00a0(1820 \u2013 1879), sondern auch, weil dieser, wie bereits berichtet, der Begr\u00fcnder des Franzens-Zweiges gewesen ist, der wohl, weil besonders umf\u00e4nglich, als der bedeutendste Zweig der Von Wimpffen gelten kann. Hierbei k\u00f6nnen wir vor allem aus der schon mehrfach zitierten Autobiografie des Zweiggr\u00fcnders FRAN\u00c7OIS LOUIS bzw. FRANZ LUDWIG selbst sch\u00f6pfen, die 8 + 215 = 223 Seiten umfasst und eine h\u00f6chst aufschlussreiche Quelle seines Lebensganges bis hin in die Zeit vor dem Beginn der Franz\u00f6sischen Revolution des Jahres 1789 darstellt. Siehe dazu die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/043.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-78 \" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/043-571x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"394\" height=\"707\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/043-571x1024.jpg 571w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/043-167x300.jpg 167w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/043-768x1378.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/043.jpg 982w\" sizes=\"auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. P 1: Die Titelseite der Autobiografie des Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen \u201eM<\/strong><strong>\u00c9<\/strong><strong>MOIRES DU G<\/strong><strong>\u00c9<\/strong><strong>N<\/strong><strong>\u00c9<\/strong><strong>RAL BARON DE WIMPFFEN, <\/strong><strong>\u00c9<\/strong><strong>CRITS PAR LUI M<\/strong><strong>\u00ca<\/strong><strong>ME. TOME PREMIER, contenant sa vie priv<\/strong><strong>\u00e9<\/strong><strong>e et militaire &#8230; \u201d, erschienen 1788 in Paris<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von der am Titelende zu findenden Bezeichnung \u201eTome premier\u201d (Erster Teil) her ist auf einen nachgefolgten auf die letzten beiden Lebensjahrzehnte gerichteten \u201eTome deuxi\u00e8me\u201d (Zweiter Teil) zu schlie\u00dfen, der aber offenbar nicht mehr zustande gekommen ist.<\/p>\n<p>Der Autor stellt sein Werk, wie die unter den Titel desselben zwischen ein Strichpaar gesetzten zwei Reimzeilen zeigen, unter eine Sentenz des gro\u00dfen franz\u00f6sischen Dramatikers JEAN RACINE (1639 \u2013 1699) aus dessen Trag\u00f6die\u201ePh\u00e8dre\u201d (Ph\u00e4dra) gestellt ist und wie folgt lautet:<\/p>\n<p>\u201eEh ! ne devroit-on pas des signes certains<br \/>\nReconno\u00cetre le coeur des perfides humains!\u201d<br \/>\nFrei und nachreimend \u00fcbersetzt:<br \/>\n\u201eAch, muss man nicht gewisse Zeichen nennen,<br \/>\nDas Herz der falschen Menschen zu erkennen!\u201d<\/p>\n<p>Was der Dichter dort den K\u00f6nig von Athen Theseus zu seinem Sohn Hippolyte, nachdem dieser von seiner Stiefmutter Ph\u00e4dra, da er deren Liebe zu ihm nicht erwidert, verleumdet worden ist, grundlos bemisstrauend sagen l\u00e4sst, findet sich auch schon im f\u00fcr Jean Racine Vorbild gewesenen Drama des Euripides (431 n. Chr.) \u201eMedea\u201d geschrieben. Das was der Autor Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen seinen Lesern damit sagen will, wird erst am Schluss dieses Kapitels (siehe dort) im Zusammenhang mit in der Zeit kurz vor dem Erscheinen dieser Selbstbiografie gegen ihren Verfasser von den Zeitungen Frankreichs ausgesprochenen Beschuldigungen des Gedankendiebstahls bei der Schaffung seiner 1787 ver\u00f6ffentlichten Reformschrift \u201eR\u00e9fonte de L\u2019\u00e9conomie de l\u2019arm\u00e9e fran\u00e7aise &#8230;\u00a0\u201d durchschaubar werden.<\/p>\n<p>Aus dieser Selbstbiografie l\u00e4sst sich die obige Feststellung, dass er im \u201eSchlosse der sieben Th\u00fcrme\u201d Minfeld(en) geboren sei, aus der folgenden Passage der \u201eSection premi\u00e8re\u201d belegen:<\/p>\n<p><em>\u201eJe suis n\u00e9 en 1732, dans un ch<\/em><em>\u00e2<\/em><em>teau appartenant \u00e1 la Maison palatine, situ\u00e9 \u00e1 deux lieues de la petite ville de Bergzabern, au duch\u00e9 des Deux-Ponts.\u201d<br \/>\n<\/em>(<em>= \u201eIch bin 1732 in einem dem Herrschaftshause Pfalz geh\u00f6renden und zehn Meilen entfernt von der Stadt Bergzabern im Herzogtum Zweibr\u00fccken gelegenen Schlosse geboren.\u201d<\/em>)<\/p>\n<p>Danach befasst er sich dort zun\u00e4chst interessanterweise mit der Herkunft seines Geschlechts und will u. a. wissen, dass dieses bereits zu Anfang des 10. Jahrhunderts<\/p>\n<p><em>\u201eles villes, aujourd\u2019hui libres et imp\u00e9riales, de Wimpffen, sur le Necker\u201d<\/em><br \/>\n(<em>\u201edie St\u00e4dte, heute Freie Reichsst\u00e4dte, Wimpfen am Neckar\u201d<\/em>)<\/p>\n<p>besessen habe.<\/p>\n<p>Wir werden auf seine diesbez\u00fcglichen (der historischen Wahrheit baren!) Thesen und darauf, dass diese unverst\u00e4ndlicherweise sogar noch von namhaften Genealogen der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts \u00fcbernommen worden sind, noch mehrfach ausf\u00fchrlich und kritisch, ganz besonders im Schlusskapitel Z. R\u00fcck- und Weiterschau, zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p>Die Beschreibung dessen milit\u00e4rischer Laufbahn beginnt sowohl laut Brockhaus- als auch laut Meyers Konversations-Lexikon und genau so bei Dr. Hans H. von Wimpffen mit der Feststellung, dass dieser am \u00d6sterreichischen Erbfolgekrieg (1740\/41 \u2013 1748) &#8211; und zwar laut dem Vorgenannten am Rhein und in den Niederlanden &#8211; teilgenommen habe. Im Blick darauf, dass Franz Ludwig beim Ausbruch dieses nur wenige Staaten Europas verschonenden langen Krieges erst 8 Jahre und an dessen Ende nicht mehr als 16 Jahre alt gewesen ist, m\u00f6chte man annehmen, dass diese Angabe falsch ist. Doch gefehlt! Denn im ersten Abschnitt seiner Selbstbiografie steht (aus heutiger Sicht erschreckenderweise) unter v. a. noch Folgendes, hier in \u00dcbersetzung, zu lesen:<\/p>\n<p><em>\u201eKaum konnten wir deutsch schreiben und lesen &#8230; als wir in die Armee gegeben wurden, die einen im Alter von 10 und 11, die anderen von 12 und 15 Jahren, inmitten des Krieges, der sich alsdann in Bayern abspielte und uns alle Kraft abverlangte.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Zweifelsfrei hebt der Schreiber mit dem Hinweis der sich in Bayern abspielenden mittleren Kriegsphase auf die Jahre 1743\/44 ab, wo zun\u00e4chst eine franz\u00f6sische Armee vom Elsass her der Armee der Bayern gegen die vom Main her anr\u00fcckenden britisch-hannoversche Armee zu Hilfe eilte, aber nach den verlorenen Schlachten bei Dettingen an der Iller und Simbach am Inn beider R\u00fcckzug hinter den Rhein in Winterquartiere und im Folgejahr ein Gegensto\u00df mit dem Erfolg der R\u00fcckeroberung der vorder\u00f6sterreichischen Lande um den Breisgau sowie Bayerns erfolgte. Sp\u00e4testens an der zweitgenannten Phase dieses schlimmen Krieges des Jahres 1744 m\u00fcssen zumindest drei oder gar vier der Wimpffen-S\u00f6hne, darunter der damals 12-j\u00e4hrige Franz-Ludwig, als mehr oder minder Kinder-Soldaten, wie man heute sagen w\u00fcrde, teilgenommen haben. Dies geht aus der folgenden von diesem in seiner Biografie breit erz\u00e4hlten damaligen Begebenheit hervor, die hier nat\u00fcrlich nur gestreift werden kann:<br \/>\nEin Soldat des R\u00e9giment d&#8217;Alsace berichtete damals am Tag der Wieder\u00fcberschreitung des Rheins durch die franz\u00f6sische Armee (wie es sich sp\u00e4ter herausstellte, f\u00e4lschlicher- oder irrt\u00fcmlicherweise) seiner Mutter (Doroth\u00e9e de Wimpffen), dass dabei ihre drei S\u00f6hne umgekommen seien, der eine sei get\u00f6tet worden, die zwei anderen seien ertrunken.<br \/>\nDie Teilnahme Franz Ludwigs und zweier oder gar dreier seiner Br\u00fcder in den franz\u00f6sischen \u201edeutschen\u201d Regimentern D&#8217;Alsace und De la Marck und auch in den restlichen Jahren 1745 \u2013 1748 des vorgenannten Krieges &#8211; und dies in der Tat nach derjenigen geschilderten am Rhein, u. a. jetzt auch in den Niederlanden &#8211; ist dadurch belegt, dass Franz Ludwig schlie\u00dflich die Kampf- und Schlachten-Orte auff\u00fchrt, wo er und seine Br\u00fcder im Weitergang dieses Krieges, wie er zum Schluss sagt, tagt\u00e4glich neuen Gefahren aussetzt gewesen sind, n\u00e4mlich von:<\/p>\n<p>&#8211; der Schlacht bei Pfaffenhof(f)en in Bayern (1745),<br \/>\n&#8211; der Schlacht bei Roucoux (Roucourt ) bei L\u00fcttich (Oktober 1746),<br \/>\n&#8211; der Schlacht bei Lawfeld (Lauffeldt) in Flandern (Anfang Juli 1747),<br \/>\n&#8211; der Belagerung von Ma\u00ebstricht (Maastricht) in den Niederlanden (Fr\u00fchjahr 1748).<\/p>\n<p>Leider rei\u00dft hier, d. h. am Ende des ersten Abschnitts der Biografie, der Erz\u00e4hlfaden ab und beginnt \u201eSection II\u201d erst 8 Jahre sp\u00e4ter im Jahr 1756 damit, dass er jetzt das deutsche R\u00e9giment d\u2019Alsace (nicht das deutsch-pf\u00e4lzische R\u00e9giment Royal Deux Ponts, wo er, wie Andere meinen, seine Offiziersausbildung absolviert haben soll), als \u201ecapitaine en second\u201d = Sekondehauptmann im Alter von 24 Jahren verl\u00e4sst, um das Kommando einer Grenadierkompanie des Regiments der Infanterie Royal Deux Ponts zu \u00fcbernehmen. Dieses wird im Blick auf den damals beginnenden Siebenj\u00e4hrigen Krieg (1756 \u2013 1763) durch den namengebenden Herzog von Zweibr\u00fccken in seinen Landen f\u00fcr den Dienst f\u00fcr das die Oberherrschaft f\u00fchrende Frankreich aufgestellt. Er nimmt in diesem von \u00d6sterreich im B\u00fcndnis mit den meisten Staaten Europas gegen das mit Gro\u00dfbritannien und auch Portugal verb\u00fcndete Preu\u00dfen vergeblich insbesondere um die Wiedergewinnung Schlesiens sowie auch um Kolonialgebiete gef\u00fchrten Krieg an Feldz\u00fcgen der Jahre 1757 \u2013 1760 teil. Voll Stolz berichtet er diesbez\u00fcglich in seiner Biografie weiter, dass er, gew\u00f6hnt durch die harte und entbehrungsreiche Kindheit, fast immer an der Spitze seiner zu drei Vierteln aus einst unter den F\u00fcrsten jedweder Staaten Europas gedienten M\u00e4nnern, teilweise einstigen Deserteuren, bestandenen Kompanie marschiert sei und niemals andere Nahrung an Brot und frischen oder getrockneten Fr\u00fcchten als im Beisein seiner Soldaten zu sich genommen habe. Seine Pferde h\u00e4tten meist die weniger jungen und weniger kr\u00e4ftigen Grenadiere besteigen d\u00fcrfen. Auf diese Weise habe er auf seine Leute <em>\u201epour la vie et la mort\u201d\u00a0<\/em>(<em>= <\/em>\u201e<em>auf Leben und Tod\u201d<\/em>) z\u00e4hlen k\u00f6nnen<em>.<\/em> In gro\u00dfer Breite schildert er sein Handeln und Erleben in der von Frankreich gegen Preu\u00dfen verlorenen Schlacht bei Ro\u00dfbach in Sachsen (November 1757) sowie im Gefecht bei Sandershausen bei Kassel (Juli 1758), in das er bereits als Regimentsmajor eingetreten ist und in dem sein linkes Auge durch einen Schuss zertr\u00fcmmert wird. Der auf Lebenszeit durch seine Verwundungen am Kopf Entstellte erh\u00e4lt den von K\u00f6nig Ludwig XIV. zur Belohnung der verdienstvollsten Offiziere 1693 gestifteten Orden des Heiligen Ludwig (Ludwigskreuz) ersten (= untersten) Grades verliehen, womit der klingende Titel \u201eChevalier de l\u2019Ordre royale et militaire de Saint Louis\u201d verbunden ist. Im in Frankfurt am Main 1758\/59 verbrachten Winterquartier des Regiments ist er bei MARIA MARGARETHA GOY GEB. HEISTER (1722 \u2013 1793) untergebracht, der Witwe des am 20. 12. 1692 in Marburg geborenen und am 24. 10. 1748 in Frankfurt a. M. verstorbenen hessen-darmst\u00e4dtischen HOFRATES UND GESANDTEN BEIM OBERRHEINISCHEN KREISKONVENT ZU FRANKFURT AM MAIN DR. JUR. CHRISTIAN FRIEDRICH GOY. Dieser soll laut der vorgenannten Selbstbiografie Sohn eines franz\u00f6sischen R\u00e9fugi\u00e9 (hugenottischen Glaubensfl\u00fcchtlings) des als solcher am franz\u00f6sischen Hof bekannten Namens DE GOY oder GOUX gewesen sein. Dort kann er seine Wunde ausheilen. Als am Morgen des 13. April 1759 der Befehl zum Aufbruch eintrifft, verspricht die einzige erst 16 Jahre z\u00e4hlende Tochter seiner Gastgeberin namens MARIA KUNIGUNDE VON GOY, geb. am 31. 07. 1743 in Frankfurt a. M. und auch dort gest. am 24. 01. 1820, dem scheidenden 26 Jahre alten Gast FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN ihre Hand.<\/p>\n<p>Und diese l\u00f6st ihr Versprechen f\u00fcnf Monate sp\u00e4ter auch ein; denn am 17. September 1759 heiraten die beiden im Feldlager von Jesberg (Nordhessen) <em>\u201eim Beisein des Regimentsgeistlichen und von 60.000 Franzosen als Trauzeugen\u201d<\/em>. <em>\u201eCette femme\u201d<\/em>, so schlie\u00dft der Genannte stolz seinen diesbez\u00fcglichen Bericht, <em>\u201eest la m\u00e8re de mes douze enfants, parmi lesquels se trouvent six fils dont cinq sont destin\u00e9s pour le metier des armes.\u201d\u00a0<\/em>(<em>= \u201eDiese Frau ist die Mutter meiner zw\u00f6lf Kinder, unter denen sich sechs S\u00f6hne befinden, von denen f\u00fcnf f\u00fcr das Waffenhandwerk bestimmt sind<\/em>.\u201d) Nach K\u00e4mpfen der Jahre 1759 und 1760 insbesondere bei Bergen (Landgrafschaft Hessen-Kassel), Frankenberg (Eder) und dem erfolgreichen Gefecht bei Korbach (am S\u00fcdrand vom Sauerland gelegen) ist dieser Feldzugabschnitt beendet. Das erste Kind, das ihnen geboren wird, ist der am 12. Oktober 1760 zu Frankfurt am Main zur Welt gekommene und nach seinem Gro\u00dfvater v\u00e4terlicherseits JOHANN GEORG benannte Sohn GEORG (siehe \u00fcber diesen in Kapitel Q. Russisch-preu\u00dfische Seitenlinie).<\/p>\n<p>Die nachstehend gezeigte<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/044.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/044-377x1024.jpg\" alt=\"044\" width=\"293\" height=\"796\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/044-377x1024.jpg 377w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/044.jpg 701w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 2:\u00a0Die hier zusammengefassten Seiten 45 und 46 der\u00a0\u201eM\u00e9moires du G\u00e9n\u00e9ral Baron de Wimpffen &#8230;\u201d des Jahres 1788<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>gibt eine Textstelle von Franz Ludwigs Selbstbiografie wieder, welche die folgenden Lebensereignisse anspricht:<\/p>\n<p>&#8211; die Entstellung seines Gesichts durch eine Verwundung,<br \/>\n&#8211; das Eheversprechen,<br \/>\n&#8211; das Ereignis der Heirat im Kreise der Truppe,<br \/>\n&#8211; die von seiner Frau geborenen zw\u00f6lf Kinder, wovon f\u00fcnf f\u00fcr den Waffendienst ausersehen worden sind.<\/p>\n<p>Jetzt versucht Fran\u00e7ois-Louis de Wimpffen, die im Hinblick auf seine streng protestantische Gattin im Ehevertrag enthaltene Auflage zu erf\u00fcllen, sich in einem protestantischen Gebiet des franz\u00f6sischen K\u00f6nigreiches niederzulassen. Somit ersucht er seinen K\u00f6nig um die Erlaubnis, k\u00fcnftig in jenen w\u00fcrttembergischen Truppenteilen dienen zu d\u00fcrfen, die als franz\u00f6sische Hilfstruppen im Fortgang des Siebenj\u00e4hrigen Krieges eingesetzt sind. Dieses hat Erfolg und auch <em>\u201es<\/em>eine durchlauchtigste Hoheit\u201d (gemeint: Herzog Carl Eugen von W\u00fcrttemberg) pflichtet seinem Plan bei, das Kommando von 6.000 Mann w\u00fcrttembergischer Infanterie \u00fcbernehmen zu d\u00fcrfen, die dieser der Krone Frankreichs gestellt hat. Als dieser Plan aber durch den Ablauf des Subsidienvertrages sich als hinf\u00e4llig erweist, wird Wimpffen nach Spanien geschickt, um dort jene Hilfstruppen unterzubringen, die der w\u00fcrttembergische Herzog dem spanischen K\u00f6nig (Karl III. aus dem Hause Bourbon) f\u00fcr den Kampf gegen das im Siebenj\u00e4hrigen Krieg auf der Seite Gro\u00dfbritanniens und Preu\u00dfens stehende Portugal zur Verf\u00fcgung zu stellen gedenkt. Doch zerschl\u00e4gt ein unerwarteter Waffenstillstand auch diesen Plan. Im Gefolge der Empfehlungen des herzoglich-w\u00fcrttembergischen Kriegsministers hat er jetzt daf\u00fcr die Ehre, am spanischen Hof den K\u00f6nig begleiten zu d\u00fcrfen. Unverrichteter Dinge nach Stuttgart im Jahr 1763, d. h. um die Zeit des endg\u00fcltigen Friedensschlusses und der Verlegung der Residenz von Stuttgart nach Ludwigsburg sowie des Baubeginns von Schloss Solitude, zur\u00fcckgekehrt, beginnt f\u00fcr ihn ein langer Zeitabschnitt, w\u00e4hrend dem er als w\u00fcrttembergischer Kammerherr eingebunden ist <em>\u201ein den Strudel der unaufh\u00f6rlichen Vergn\u00fcgungen und Feste des herzoglichen Hofes\u201d.<\/em> Fast neun Seiten seiner Lebensbeschreibung sind gef\u00fcllt mit der Lobpreisung der gro\u00dfen Qualit\u00e4ten des Herrschers (KARL EUGEN, 1728 &#8211; 1793, Herzog von 1744 \u2013 1793), dessen Hofes mit seinen Festen und Lustbarkeiten aller Art, vergn\u00fcglichen Reisen sowie der Einmaligkeit, Vielfalt und Elite des Theaters, der Oper, der Orchester und des Balletts in Europa, der Jagden und der Pferdezucht etc., dazu der dem Herzog zu Diensten stehenden Truppe von 15.000 Mann sowie der Schar von 200 Kavalieren und bis zu 20 F\u00fcrsten und Reichsgrafen (bei nur wenig mehr als 600.000 Menschen im Land!), welcher auch er angeh\u00f6rt. Zwar stellt die Schilderung dieses Hofglanzes ein Zeitzeugnis aus dem Zenit des w\u00fcrttembergischen Absolutismus\u2019 unter Herzog Karl Eugen dar; doch \u00fcbergeht der zum H\u00f6fling und G\u00fcnstling gewordene Milit\u00e4r de Wimpffen die schlimmen Schattenseiten, die da sind: Verschwendung und Zerfall der Moral, \u00c4mterkauf, Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung der Menschen sowie, was das eigentliche Ressort des Schreibers betrifft, gewaltsame Aushebung zum Milit\u00e4r und Verkauf von Soldaten an fremde L\u00e4nder und vieles andere mehr. 1770 wird er vom Herrscher zum Generalmajor erhoben und wenig sp\u00e4ter begibt er sich in dieser Funktion an die H\u00f6fe von Dresden, Wien und M\u00fcnchen.\u00a0Aubert Des Bois erw\u00e4hnt diesen in seiner im Zeitraum dieser T\u00e4tigkeit entstandenen Von-Wimpffen-Genealogie folgenderma\u00dfen: \u201eactuellement G\u00e9n\u00e9ral-Major &amp; Chambellan au service du Duc de Wirtemberg\u201d (\u201egegenw\u00e4rtig Generalmajor und Kammerherr im Dienste des Herzogs von W\u00fcrttemberg\u201d).\u00a0<span style=\"line-height: 1.6471;\">In den nunmehr vergangenen etwas mehr als ein Dutzend Jahren seiner T\u00e4tigkeit in W\u00fcrttemberg von ca. 1763 \u2013 1776 sind zu dem schon genannten \u00e4ltesten &#8211; noch am 12. Oktober 1760 in Frankfurt geborenen &#8211; ersten Sohn GEORG (SIGISMUND HERMANN) ein zweiter Sohn und dann f\u00fcnf T\u00f6chter gekommen, die alle in den w\u00fcrttembergischen Residenzen Ludwigsburg bzw. Stuttgart geboren worden sind. Siehe hierzu die<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/034-1024x618.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-3305 size-large\" title=\"zoooom\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/034-1024x618-1024x618.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/034-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/034-1024x618-300x181.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 3: Die korrigierte und erweiterte II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach, wo diese Kinder, aufgereiht nach dem Alter, alle in der die gesamte Blattbreite f\u00fcllenden Generationsreihe XIVc bzw. 12c<\/strong> <strong>erscheinen<\/strong>.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\"> Diese sind: zuerst der Zweit\u00e4lteste namens FRANZ, der in Verbeugung vor dem Herrscher, die Beinamen KARL EUGEN erh\u00e4lt, geb. am 21. 02. 1762 in Ludwigsburg oder Stuttgart; dann die T\u00f6chter (MARIE DOROTH\u00c9E) LUISE (geb. am 01. oder 02. 08. 1764 in Stuttgart), HENRIETTE (geb. am 24. 04. 1866 in Ludwigsburg), JOSEPHINE (geb. am 24. 01. 1769 oder 1770 in Ludwigsburg), ADELHEID (KUNIGUNDE DOROTH\u00c9E), geb. am 05. 11. 1772 in Stuttgart, AMALIE (geb. am 08. 10. 1774 in Stuttgart); schlie\u00dflich kommt noch der dritte Sohn FRANZ KARL EDUARD hinzu, der am 02. 01. 1776 ebenfalls in Stuttgart geboren wird. Der Herzog erweist <\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">seinem General de Wimpffen 1774 auch die besondere Gnade, seinen \u00e4ltesten Sohn\u00a0<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">GEORG in die 1773 auf der Solitude durch Umbildung des dort 1770 gegr\u00fcndeten Milit\u00e4rwaisenhauses eingerichtete \u201eMilit\u00e4rakademie\u201d, die sp\u00e4tere 1781\/82 in eine Universit\u00e4t umgestaltete hochger\u00fchmte \u201eHohe Carlsschule\u201d, geben zu d\u00fcrfen. Zwar erw\u00e4hnt seine Selbstbiografie nur die Aufnahme dieses \u00c4ltesten in dieselbe; doch findet sich in der Liste der Z\u00f6glinge der Voreinrichtung des Jahres 1771 neben dem Namen des \u00c4ltesten \u201eGeorg Sigismund Hermann von Wimpfen zu Frankfurt\u201d auch der des Zweit\u00e4ltesten \u201eKarl Franz Eugen von Wimpfen, der J\u00fcngere von Ludwigsburg\u201d angegeben. Im selben Jahr 1774 empf\u00e4ngt er auch noch die allergr\u00f6\u00dfte Gnade f\u00fcr Angeh\u00f6rige des milit\u00e4rischen Dienstes in W\u00fcrttemberg, n\u00e4mlich die Zuweisung eines mit seinem Namen benannten und aus zwei Bataillonen bestehenden 6. Infanterie-Regiments (\u201eF\u00fcsilier-Regiment Wimpffen\u201d), au\u00dferdem die Leitung des sog. Kriegsd\u00e9partements (Kriegsministerium, Fachbereich Milit\u00e4r) &#8211; und dies alles bei doppeltem Gehalt in H\u00f6he von 4.000 Gulden pro Jahr. Somit ist dieser damals laut dem von 1700 bis 1820 gehenden Stuttgarter Familienregister mit \u201eK. Kammerherr, Kriegsratspr\u00e4sident\u201d tituliert. <\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">Als solcher legt er dem Herzog, in dessen Landen die mitregierendesog. Landschaft (auch \u201eLandst\u00e4nde\u201c im Sinne von \u201eLandtag\u201c genannt) im sog. Erbvergleich des Jahres 1770 u. a. geforderten Beschr\u00e4nkung des Milit\u00e4rs auf das Notwendigste sowie der Verminderung der hohen Ausgaben f\u00fcr dasselbe Rechnung tragen, andererseits jedoch eine neu struktuierte Truppenmacht erm\u00f6glichen soll, die im Bedarfsfalle leicht auf eine doppelte St\u00e4rke von 20.000 Mann gebracht werden kann. Zwar wird dieser Plan vom Herzog zun\u00e4chst gebilligt, doch \u00e4ndert dieser seinen Sinn und befiehlt Wimpffen, einen anderen Plan zu entwerfen, der ihn, da seine Vorliebe f\u00fcr den Soldatenstand sonstigen Liebhabereien Platz gemacht hat, in den Stand setzen soll, auf Kosten des Milit\u00e4rhaushaltes f\u00fcr jene gr\u00f6\u00dfere Summen aufzuwenden. Auch dieser Plan kommt nicht zur Ausf\u00fchrung. Schlie\u00dflich wird am 1. Dezember 1775 das F\u00fcsilier-Regiment Von Wimpffen auf die bestehenden Regimenter aufgeteilt und im Herbst 1776 ein weiterer vom Herzog selbst erarbeiteter Plan ins Werk gesetzt, durch den u. a. sogar Wimpffens eigenes Regiment wie auch die Regimenter der beiden Prinzen Friedrich und Ludwig ganz aufgel\u00f6st werden. Als Wimpffen diesen herzoglichen Plan nicht billigt, teilt ihm der Herzog mit, er habe bei seiner letzten Verbindung mit ihm erkannt, dass er es als eine Gnade empfinde, nicht mehr mit der F\u00fchrung des Milit\u00e4rd\u00e9partements belastet zu sein und er ihn deshalb davon befreie, dagegen seine Stellung und Besoldung als General erhalten bleibe. Schlie\u00dflich sieht sich FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN, der durch seinen rasanten Aufstieg in W\u00fcrttemberg manche Neider geweckt und durch sein unnachgiebiges Eintreten f\u00fcr die Erhaltung einer stattlichen schlagkr\u00e4ftigen Armee sich viele Feinde geschaffen hat,\u00a0<span style=\"line-height: 1.6471;\">wie er schreibt,\u00a0<\/span><em style=\"line-height: 1.6471;\">\u201eabscheulicher Intrige und Fallenstellerei in vielerlei Formen\u201d<\/em><span style=\"line-height: 1.6471;\">\u00a0ausgesetzt und gen\u00f6tigt, die Entbindung auch von seinem Amte des Generals bei Erhaltung der Bez\u00fcge nach seinem Abgang f\u00fcr ein Jahr zu bewirken. Seine ma\u00dfgeblichen Kritiker, Neider und Gegner d\u00fcrften die Angeh\u00f6rigen der F\u00fchrungsschicht<\/span><\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\"><span style=\"line-height: 1.6471;\">\u00a0W\u00fcrttembergs, der sog. Ehrbarkeit, gewesen sein; denn diese widerstrebte dem Prassen und der Despotie des zwiesp\u00e4ltigen Landesvaters eminent und konnte,\u00a0<\/span><\/span>Landschaft = Landst\u00e4nde, die sich 1514 im \u201eT\u00fcbinger Vertrag\u201c ein Mitspracherecht bei der Erhebung von Steuern und im Kriegswesen mitsprechenden und eminent dem Prassen des Herzogs widerstrebenden Landst\u00e4nde sowie der sog. w\u00fcrttembergischen Ehrbarkeit)<\/p>\n<p>Er bringt seine gro\u00dfe Familie zun\u00e4chst in Frankfurt am Main unter, wo ja die Schwiegermutter lebt, und geht jetzt auf Reisen von Hof zu Hof, um anderswo sein Gl\u00fcck zu suchen und dabei vor allem seine heeresorganisatorischen F\u00e4higkeiten zu verwerten. Zun\u00e4chst wird ihm ausgangs 1776 vom spanischen Botschafter das Amt eines Feldmarschalls angeboten und er schl\u00e4gt vor, <em>\u201enach Amerika zu gehen und dort 200 Offiziere und 400 Unteroffiziere anzuf\u00fchren\u201d<\/em>\u00a0oder <em>\u201ein Spanien ein seinen Namen f\u00fchrendes Regiment zu bilden und zu rekrutieren\u201d<\/em>\u00a0oder <em>\u201ein Deutschland zu bleiben, beauftragt dort Rekruten anzuwerben\u201d<\/em>. Demnach hat er keinerlei Skrupel, dass er sich zum Handlanger solcher Herrscher machen will, die Landeskinder insbesondere zur Finanzierung ihres Prunklebens und der Bew\u00e4ltigung ihres Schuldenwesens willen an fremde L\u00e4nder als Kanonenfutter zu verkaufen. Dass solche Beauftragung nicht zustande kommt, ist nicht zuletzt auf die von seiner streng protestantischen Gattin im Blick auf die f\u00fcnf T\u00f6chter desselben Glaubens einerseits und das streng katholische Spanien andererseits geltend gemachten Bedenken zur\u00fcckzuf\u00fchren. Anschlie\u00dfend findet er nach Besuchen in Prag sowie in Wien, wo ihm im April 1780 sogar die vor dem Ende des Lebens stehende Kaiserin (MARIA THERESIA) eine Audienz gew\u00e4hrt, weder in \u00d6sterreich noch sp\u00e4ter in Bayern bzw. der Bayrischen Pfalz ein Unterkommen. Gl\u00fccklicherweise lernt ihn w\u00e4hrend seines halbj\u00e4hrigen Aufenthaltes in Wien der in herausragender Staatsstellung befindliche REICHSGRAF JOHANN DE FRI\u00c8S\u00a0(1719 \u2013 1785) kennen und sch\u00e4tzen.<br \/>\nDieser bietet ihm\u00a0die Zeugenschaft bei der Schenkung von einer halben Million Gulden an seinen \u00e4ltesten Sohn 20.000 Gulden als eine Art Lohn der Mitwirkung bei diesem Rechtsakt an, deren Annahme de Wimpffen als <em>\u201eindiable pour le soutien physique de ma nombreuse famille\u201d\u00a0<\/em>(\u201e<em>unerl\u00e4sslich f\u00fcr die materielle St\u00fctzung meiner zahlreichen Familie\u201d<\/em>) betrachtet und somit nicht verweigert. Zwar versetzten ihn seine sonstigen Misserfolge in tiefe Verzweiflung. Damit hat er jedoch die Mittel, die im Norden von Frankfurt am Main gelegene ehemalige Bornburg, seit dem sp\u00e4teren Kauf im Jahr 1690 durch Johann Jakob G\u00fcnther auch die \u201eG\u00fcnthersburg\u201d genannt, als Land- und Wohnsitz seiner Familie zu erwerben und somit als Burgenbesitzer st\u00e4rkere Geltung im Sinne des dem Wimpffen-Geschlecht fehlenden Ranges des eingesessenen Land- und Besitzadels gewinnen zu k\u00f6nnen. Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen nennt diese an einer Stelle seiner Biografie mit Stolz \u00fcberh\u00f6hend <em>\u201emon ch\u00e2teau pr\u00e8s de Francfort sur le Mein\u201d\u00a0<\/em>(\u201e<em>mein Schloss bei Frankfurt am Main\u201d<\/em>)<i>;\u00a0<\/i>sonst spricht er aber bescheidener von seinem <em>\u201emaison de campagne\u201d\u00a0<\/em>(\u201e<em>Landhaus\u201d<\/em>) bzw. noch einfacher von<em> \u201ema campagne\u201d<\/em>\u00a0(\u201e<em>mein Landsitz\u201d\u00a0<\/em>oder<em> \u201eLandbesitz\u201d<\/em>)<em>.<\/em> Die Erwerbung und der Bezug dieser maroden und durch allerlei H\u00e4nde gegangenen alten Burganlage ist wohl der Grund, dass er in sp\u00e4teren Urkunden manchmal unter dem Namen FRAN\u00c7OIS-LOUIS DE WIMPFEN-BORNEBOURG erscheint und in Lexikon-Werken des beginnenden 19. Jahrhunderts unter diesem Namen gef\u00fchrt ist. Und dass dieser in Meyers Gro\u00dfem Konversations-Lexikon von 1888\/90 sowie 1909 als FRANZ LUDWIG HEROLD VON WIMPFFEN, FREIHERR VON WIMPFFEN-<u>BERNEBURG<\/u> erscheint und auch dessen j\u00fcngerer Bruder FELIX (geb. 1744) und sein Neffe MAX(IMILIAN) (geb. 1770) sowie Sohn FRANZ KARL EDUARD (geb. 1776) mit dieser falschen Namenserweiterung erscheinen, d\u00fcrfte wohl auf eine irrt\u00fcmliche \u00dcbertragung aus dem M\u00e4dchennamen der ersten Gattin des vorgenannten Sohnes namens VICTORINE PRINZESSIN VON ANHALT-<u>BERNBURG<\/u>-SCHAUMBURG zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Auf der Bornburg bzw. G\u00fcnthersburg kommen sein 9., 10. und 11. Kind auf die Welt, n\u00e4mlich: der vierte Sohn F\u00c9LIX, der sp\u00e4tere Vater des absch\u00e4tzig nach der verlorenen Schlacht bei Sedan des Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieges von 1870\/71\u00a0mit\u00a0\u201eSedangeneral\u201d betitelten EMMANUEL F\u00c9LIX DE WIMPFFEN, geb. am 02. 11. 1778 auf der Bornburg, wie es hei\u00dft, dessen Lebensgang sich ausf\u00fchrlichst in Kapitel V. Sedangeneral dargestellt findet; dann die sechste und letzte Tochter SOPHIE, geb. am 15. 01. 1781 auf der Bornburg, wie auch hier gesagt ist; schlie\u00dflich der f\u00fcnfte Sohn DAGOBERT SIGISMUND, geb. am 07. 02. 1782 auf \u201eSchlo\u00df G\u00fcnthersburg\u201d, wie dieses jetzt benamt ist.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst denkt er an nichts anderes, als <em>\u201enach all diesen Katastrophen\u201d<\/em>\u00a0sich an einem einsamen Ort in den W\u00e4ldern und Bergen Hessens zur\u00fcckzuziehen, um hier unerkannt zu leben und in Frieden zu sterben.<\/p>\n<p>Da gelingt es ihm im April des Jahres 1782, seine knapp 18 Jahre alte \u00e4lteste Tochter (MARIE DOROTHEE) LUISE (1764 \u2013 1841) als Ehrendame (gemeint: Hofdame, das weibliche \u00c4quivalent des Kammerherren) bei der F\u00dcRSTIN JOHANNA FRANZISKA VON SALM-KYRBURG (1765 \u2013 1790) unterzubringen. Diese war eine Tochter des F\u00dcRSTEN KARL FRIEDRICH\u00a0VON HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN\u00a0(1724 \u2013 1785), die kurz zuvor den im Eifelst\u00e4dtchen Kirn an der Nahe residierenden, sowohl im Heiligen R\u00f6mischen Reich wie in Frankreich immatrikulierten und voll und ganz franz\u00f6sischer Lebensart huldigenden F\u00dcRSTEN FRIEDRICH III. VON SALM-KYRBURG (1745 \u2013 1794), Sohn des den ehemaligen WILDGRAFEN VON DHAUN und RHEINGRAFEN VON STEIN entwachsenen F\u00dcRSTEN PHILIPP JOSEPH VON SALM-KYRBURG (1709 \u2013 1779), geheiratet hatte. Diese Indienststellung seiner \u00e4ltesten Tocher sowie die Liebensw\u00fcrdigkeit und Adelshoheit dieses elegant in franz\u00f6sischer Weise sich kleidenden und eng mit der Pariser Gesellschaft verbundenen Herrschers, der in Paris geboren und erzogen sowie in der franz\u00f6sischen Milit\u00e4rakademie Angers zum Offizier ausgebildet worden war und nach acht Milit\u00e4rdienstjahren in \u00d6sterreich in franz\u00f6sischen Diensten als Colonel (Hauptmann) gestanden hatte, veranlasste Franz Ludwig von Wimpffen, seinen Land- und Burgsitz an den PRINZEN FRIEDRICH VON NASSAU-USINGEN (1738 \u2013 1816) zu vermieten und das als liebensw\u00fcrdig empfundene salm-kyrburg\u2019sche Residenzst\u00e4dtchen Kirn an der Nahe als den Ort seiner, wie er denkt, wohlverdienten Ruhe zu w\u00e4hlen. Siehe dazu die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/045.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-80 size-full\" title=\"Zoooom\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/045.jpg\" alt=\"045\" width=\"872\" height=\"647\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/045.jpg 872w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/045-300x223.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/045-768x570.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 872px) 100vw, 872px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 4: Zeitgen\u00f6ssische Ansicht des Residenzst\u00e4dtchens der F\u00fcrsten und fr\u00fcheren Wild- und Rheingrafen von Sayn-Kyrburg, Aufenthaltsort von Baron Franz Ludwig von Wimpffen und Familie der 1780er Jahre, Geburtsort von dessen \u00e4ltestem der sechs S\u00f6hne namens Friedrich Wilhelm (1784 \u2013 1845); Stich von Heinrich Hugo von um 1790<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zwar wissen wir \u00fcber dessen dortiges Leben und Tun so gut wie nichts. Aus dem Roman von Gabriele Loges des Titels \u201eParis, Sigmaringen oder Die Freiheit der Amalie Zephyrine von Hohenzollern\u201d (2013) ist jedoch wenigstens zu erfahren, dass es den um zwei Jahrzehnte \u00e4lteren Gatten F\u00dcRST FRIEDRICH III. VON SALM-KYBURG\u00a0gedr\u00e4ngt hat, seiner blutjungen, bei der Heirat in Stra\u00dfburg im November 1781 noch keine 17 Jahre alten, Frau JOHANNA FRANZISKA ein angenehmes Leben in franz\u00f6sischer Manier zu bieten. Und dazu stellte er f\u00fcr diese, so steht es dort zu lesen, im April 1782 sowohl eine franz\u00f6sische als auch eine deutsche Hofdame ein. Es stand zun\u00e4chst zu vermuten, dass die franz\u00f6sische solche Franz Ludwigs Tochter LUISE gewesen ist. Demgegen\u00fcber steht in den k\u00fcrzlich (ausgangs 2015) unter dem Doppeltitel in origin\u00e4rer franz\u00f6sischer und (gegen\u00fcberstellend) deutscher Sprache erschienenen Memoiren dieser AMALIE ZEPHYRINE des Titels \u201eHistoire de la vie de la Princesse Am\u00e9lie Z\u00e9phyrine de Hohenzollern-Sigmaringen, n\u00e9e Princesse de Salm-Kyrburg, ma m\u00e8re, \u00e9crite par elle-m\u00eame, re\u00e7ue apr\u00e9s sa mort.- Lebensgeschichte der F\u00fcrstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen, geborene Prinzessin von Salm-Kyrburg, meiner Mutter, von ihr eigenh\u00e4ndig verfasst, nach ihrem Tod erhalten. 1760 \u2013 1831. Bearbeitet von Christina Egli unter Mitwirkung von Doris Muth. Herausgegeben von Edwin Ernst Weber\u201d Folgendes zu lesen: <em>\u201eEr <\/em>(gemeint F\u00fcrst Friedrich III.) <em>brachte ihr <\/em>(gemeint dessen Frau Johanna Franziska) <em>drei <\/em>(also nicht nur zwei) <em>Hofdamen mit, zwei franz\u00f6sische und eine weitere deutsche. Fr\u00e4ulein von Wimpfer<sup>50<\/sup> <\/em>(im franz\u00f6sischen Originaltext ist deren Name mit \u201eM<sup>elle<\/sup> de Wimpfer\u201d<em>\u00a0<\/em>angegeben) <em> wartete in Kirn auf sie.\u201d\u00a0<\/em>Sicher erscheint, dass die vorgenannte deutsche Hofdame mit LUISE DE\u00a0bzw. VON WIMPFFEN\u00a0identisch ist; denn bei dieser an sp\u00e4terer Stelle noch einmal in gleicher Weise mit dem Schlussbuchstaben \u201er\u201d statt \u201en\u201d geschriebenen Namensschreibung d\u00fcrfte es sich um nichts anderes als einen \u00dcbertragungsfehler des Transkriptors handeln; au\u00dferdem lautet die dem Namen \u201eFr\u00e4ulein von Wimpfer\u201d beigegebene Fu\u00dfnote Nr. 50 folgenderma\u00dfen:<br \/>\n<em>\u201e\u00dcber Fr\u00e4ulein von Wimpffer ist nichts bekannt, au\u00dfer dass sie sp\u00e4ter als Mme Li\u00e8vreville in den Rechnungsb\u00fcchern von Amalie erscheint. Vermutlich erhielt sie von ihr eine Rente.\u201d<br \/>\n<\/em>An sp\u00e4terer Stelle wird sich herausstellen, dass der vorstehende Name der Luise von Wimpffen durch ihre Heirat des Jahres 1792 tats\u00e4chlich zugekommen ist, ein Umstand, der auch aus der II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach hervorgeht: Siehe dort an 3. Stelle der Generationskette XIVc bzw. 12c, wo unter deren Namen LUISE \u201e<em>vm. von Li\u00e8vreville\u201d <\/em>( = verm\u00e4hlte von Li\u00e8vreville)<em> steht<\/em>.<br \/>\nNunmehr Hofdame der F\u00dcRSTIN JOHANNA FRANZISKA VON SALM-KYRBURG GEBORENER VON HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN, d\u00fcrfte LUISE VON WIMPFFEN direkt und d\u00fcrften zumindest indirekt auch ihr Vater\u00a0FRANZ LUDWIG\u00a0und ihre Mutter MARIA KUNDIGUNDE VON WIMPFFEN an dem folgenden im August desselben Jahres 1782 in und bei Kirn stattgefundenen Gro\u00dfereignis teilgehabt haben, n\u00e4mlich der im Piaristenkloster Kirn (dem heutigen Rathaus) vollzogenen Eheschlie\u00dfung zwischen der \u00fcber die vorgenannten beiden Quellen dem Leser schon bekannt gewordenen PRINZESSIN AMALIE ZEPHYRINE VON SALM KYBURG (1760 \u2013 1841) mit dem F\u00dcRSTEN ANTON ALOYS VON HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN (1762 \u2013 1831), dem \u00e4lteren Bruder der vorgenannten F\u00dcRSTIN JOHANNA FRANZISKA VON SALM KYBURG, GEBORENER PRINZESSIN VON HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN, dazuhin der anschlie\u00dfend auf dem \u00fcber dem Nachbarort lahnabw\u00e4rts namens Hochstetten thronenden barocken Schlosssitz Dhaun erfolgten prunkvollen Hochzeitsfeier. Damit vollzog sich der zweite Akt jener knapp ein Jahr vorher am 29. November 1781 in Stra\u00dfburg vorausgegangenen Eheschlie\u00dfung der Vorgenannten mit dem F\u00dcRSTEN FRIEDRICH III. VON SALM-KYRBURG, indem dadurch eine Kreuzverbindung zwischen diesen zwei Geschwisterpaaren der F\u00fcrstenh\u00e4user SALM-KYBURG und HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN zustandekam. Mit der erstgenannten Stra\u00dfburger Hochzeit war bereits das Eheversprechen, d. h. die Verlobung, des zweitgenannten Paares verbunden gewesen. Diese Doppelverbindung sollte f\u00fcr das Residenzst\u00e4dtchen Kirn und das Haus Von Salm-Kyrburg insofern von pr\u00e4gender Bedeutung werden, als sich das Geschwisterpaar FRIEDRICH und AMALIE ZEPHYRINE \u00e4u\u00dferst gut verstand. Und dazuhin empfand die wie ihr Bruder in Paris geborene, franz\u00f6sisch erzogene und aufgewachsene sowie die deutsche Sprache nur unzul\u00e4nglich beherrschende Zephyrine sich am eher provinziellen Sigmaringer Hof fremd und unwillkommen und das Leben in der kleinen Residenzstadt unertr\u00e4glich einengend. Somit verlie\u00df sie Anfang Mai 1785 in einer Nacht- und Nebelaktion, ihr einziger Sohn CHARLES (KARL) war gerade zehn Wochen alt und ihre Ehe bestand erst 3 \u00bd Jahre, den dortigen Hof und ihr Kind heimlich in M\u00e4nnerkleidung f\u00fcr immer und fl\u00fcchtete nach Kirn zu ihrem Bruder und ihrer Schw\u00e4gerin, die sich, wie so oft und wohl auch ihre Hofdame LUISE VON WIMPFFEN gerade in Paris aufhielten. Nachdem Amalie Zephyrine Johanna Franziskas angebeteten Bruder verlassen hatte, war das zun\u00e4chst gute Verh\u00e4ltnis der beiden Schw\u00e4gerinnen zwar bleibend sehr getr\u00fcbt.<\/p>\n<p>Doch verstanden sich alle drei gemeinsam darin, dass sie ihr Leben ganz nach franz\u00f6sischer Fa\u00e7on f\u00fchrten. Dazu geh\u00f6rten vor allem die von ihnen j\u00e4hrlich gepflegten Winteraufenthalte in Paris und Umgebung mit Vergn\u00fcgungen wie die Teilnahme an B\u00e4llen und anderen Festlichkeiten sowie der Besuch von Theatervorstellungen und Badepl\u00e4tzen, w\u00e4hrend das Residenzst\u00e4dtchen Kirn mit dem sehr modernen und bequemen salm-kyburg\u2019schen Stadthaus, dem diesem nahegelegenen neu erbauten Haus des Herrscherpaares, dem Theater, dazuhin unterhalb der ruin\u00f6sen Stammsitzes der Kyrburg f\u00fcr die Schwester vom F\u00fcrsten zu bauen begonnenen Schloss Amalienlust, der haupts\u00e4chlichste Aufenthalts- und Vergn\u00fcgungsplatz der Sommerzeit gewesen ist. Siehe dazu:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-81 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046a-239x300.jpg\" alt=\"046a\" width=\"239\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046a-239x300.jpg 239w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046a.jpg 687w\" sizes=\"auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 5<\/strong>: <strong>Johanna Franziska von Hohenzollern-Sigmaringen, F\u00fcrstin zu Salm-Kyrburg (1765 \u2013 1790), Gattin von F\u00fcrst Friedrich III. zu Salm-Kyrburg (1745 \u2013 1794), bei der Luise von Wimpffen im Fr\u00fchjahr 1782 Hofdame wurde und zur Ersten Hofdame avan\u00e7ierte<\/strong>.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-82 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046b-222x300.jpg\" alt=\"046b\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046b-222x300.jpg 222w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046b-768x1038.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046b-757x1024.jpg 757w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046b.jpg 824w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. P 6: : F\u00fcrst Friedrich III. (1745 \u2013 1794) von Salm-Kyrburg, der Gatte von Johann Franziska, geborene von Hohenzollern-Sigmaringen (1765 \u2013 1790), und Bruder der mit dem F\u00fcrsten Anton Alois von Hohenzollern (1762 \u2013 1831) verheirateten Amalie Zephyrine von Salm-Kyrburg (1760 \u2013 1841)<\/strong>.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-83 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046c-234x300.jpg\" alt=\"046c\" width=\"234\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046c-234x300.jpg 234w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046c-768x983.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046c-800x1024.jpg 800w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/046c.jpg 812w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. P 7: Amalie Zephyrine von Salm-Kyrburg, F\u00fcrstin zu Hohenzollern-Sigmaringen (1760 \u2013 1841), die nach dem fr\u00fchen Tod ihrer Schw\u00e4gerin F\u00fcrstin Johanna Franziska zu Salm-Kyrburg, geborene Prinzessin von Hohenzollern-Sigmaringen des Jahres 1790 von dieser Luise von Wimpffen, sp\u00e4tere Madame de Li\u00e8vreville, als Hofdame \u00fcbernommen hat<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sicherlich hatte LUISE VON WIMPFFEN als zun\u00e4chst Hofdame und bald, wie aus Zephyrines Memoiren zu erfahren, Erste Hofdame deren Schw\u00e4gerin Johanna Franziska, engste Ber\u00fchrung und mehr oder minder Anteil an deren illustrem mond\u00e4nem Lebensstil mit Hin- und Herreisen zwischen Kirn und Paris und vielem anderem mehr. Und was das Leben ihrer Eltern im Nahest\u00e4dtchen Kirn betrifft, so kommt dort das letzte der zw\u00f6lf am Leben gebliebenen Kinder des Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen, n\u00e4mlich sein sechster Sohn FRIEDRICH WILHELM (geb. am 27. August 1784) zur Welt. Wie schon angedeutet, werden wir uns mit diesem und mehr noch mit dessen \u00e4lterem Sohn WILHELM (1820 \u2013 1879) und dessen Nachkommen sowie auch mit dessen j\u00fcngerem Bruder DAGOBERT (1821 \u2013 1881) an sp\u00e4terer Stelle (siehe die Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie und W. Wilhelm von Wimpffen) ausgiebigst zu befassen haben, insbesondere weil Wilhelm mit Familie, um es noch einmal herauszustellen, im beginnenden Deutschen Kaiserreich seine letzten Lebensjahre in Wimpfen am Berg verbracht hat und dadurch die Stadt Wimpfen zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Ehre zuteil wurde, von einem Angeh\u00f6rigen des den Namen dieser Stadt tragenden Adelsgeschlechtes derer Von Wimpffen zum st\u00e4ndigen Wohnplatz auserkoren zu werden.<\/p>\n<p>Die Sorge um die Zukunft seiner gro\u00dfen Kinderschar n\u00f6tigt FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN\u00a0jedoch, seine Anstrengungen wieder aufzunehmen, um doch wieder eine seiner Herkunft und fr\u00fcheren herausragenden Funktion im Milit\u00e4rwesen gem\u00e4\u00dfe T\u00e4tigkeit zu finden. Und so bricht er ausgangs Mai 1785 nach Brandenburg auf, um im Hochsommer in Breslau und Potsdam bei den Man\u00f6vern assistieren zu k\u00f6nnen. Unterwegs gelingt es ihm &#8211; und er scheint sehr stolz darauf zu sein &#8211; , in Wabern bei Fritzlar an der Seite des LANDGRAFEN FRIEDRICH II. VON HESSEN-KASSEL (1720 \u2013 1785), der sich dort zur Falkenjagd befindet, am Diner teilnehmen zu d\u00fcrfen. Dieser sagt ihm auf seine Bitte hin die Aufnahme seines neun Jahre alten dritt\u00e4ltesten (sp\u00e4ter in \u00d6sterreich zum Grafen und Gro\u00dfgrundbesitzer aufgestiegenen) Sohnes FRAN\u00c7OIS-CHARLES EDUARD (geb. 1776) in sein 60-k\u00f6pfiges Kadettenkorps zu. Wimpffen kann sich in seiner Selbstbiografie nicht genug darin tun, die Vorz\u00fcge dieses Korps zu umrei\u00dfen und dann \u00fcber viele Seiten derselben hinweg den Landgrafen in h\u00f6chsten T\u00f6nen zu loben und etwa die Pracht seiner Schlossanlagen Wilhelmsh\u00f6he und Wei\u00dfenstein bewundernd in allen Einzelheiten zu beschreiben, obgleich derselbe vor wenigen Jahren im amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg an Gro\u00dfbritannien um die 16.000 seiner Soldaten als S\u00f6ldner zum Zwecke der Finanzierung seines 20.000 Mann umfassenden stehenden Heeres sowie seiner Prunkbauten verkauft hat. Im August h\u00e4lt ihn ein starkes Augenleiden in den G\u00e4rten und Wassern von Hofgeismar bei Kassel fest. Und so gelangt er erst Ende September \u00fcber Magdeburg nach Berlin. Der am Ende des Lebens stehende K\u00d6NIG FRIEDRICH II. (DER GRO\u00dfE) VON PREU\u00dfEN (1712 \u2013 1786) will ihn, wie ihm brieflich mehrfach versichert wird, kennenlernen und gr\u00fcndlich erforschen, um ihn eventuell an die Spitze eines umf\u00e4nglichen Korps leichter Truppen zu stellen. Doch kommt der Empfang, haupts\u00e4chlich der nicht wiederhergestellten Gesundheit des K\u00f6nigs wegen, ebenso wie die Verwendung im preu\u00dfischen Heeresdienst nicht zustande. Somit verl\u00e4sst er Berlin Anfang November erfolglos und er tritt \u00fcber Schlesien die Heimreise an.<\/p>\n<p>Wieder zu Hause bei den Seinen, macht er in der Weihnachts- und Nachweihnachtszeit des Jahres 1785 eine schwere k\u00f6rperliche und seelische Krisenzeit durch. Doch veranlassen ihn seine Gef\u00fchle f\u00fcr und die Sorge um die Kinder, am 4. Januar 1786 zur Feder zu greifen und mit gro\u00dfem erzieherischem Eifer einen 35 Seiten seiner Biografie f\u00fcllenden sog. Brief zu beginnen, den er mit \u201eLettre philosophique, morale et sentimentale que j\u2019\u00e8cris \u00e0 mes enfants\u201d (\u201ePhilosophischer, moralischer und gef\u00fchlsgetragener Brief, den ich an meine Kinder schreibe\u201d) betitelt. Von diesem soll hier nur ein kleiner Ausschnitt wiedergegeben werden, aus dem die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr diese ungew\u00f6hnliche Briefsch\u00f6pfung hervorgehen:<br \/>\n\u201e<em>Puissent mes nouveaux et derniers malheurs vous servir d\u2019exemple! Ils doivent vous apprendre que la f\u00e9licit\u00e9 de la vie ne se trouve que dans la mod\u00e9ration; et quoiqu\u2019il soit impossible de former un plan de morale qui puisse convenier \u00e0 tous les caracteres, j\u2019aime cependant \u00e0 me flatter que ce que j\u2019ai \u00e0 vous dire pourra contribuer \u00e0 votre bonheur.\u201d<br \/>\n<\/em>(= \u201e<em>M\u00f6gen meine neuerlichen und letzten Ungl\u00fccke Euch als Beispiel dienen! Sie sollten Euch lehren, dass das Lebensgl\u00fcck sich nur in der M\u00e4\u00dfigung findet; und obwohl es unm\u00f6glich erscheint, einen Moralplan zu schaffen, der zu allen Charakteren passt, w\u00fcrde es mir gefallen, wenn das, was ich Euch sage, zu Eurem Gl\u00fcck beitragen k\u00f6nnte.\u201d<\/em>)<\/p>\n<p>Nach der R\u00fcckkehr von seiner Reise nach Preu\u00dfen schafft er mit dem gleichen &#8211; jetzt auf Milit\u00e4rreformen Frankreichs gerichteten &#8211; Eifer einen h\u00f6chst umf\u00e4nglichen Plan einer Umorganisation der franz\u00f6sischen Armee sowie der totalen Umbildung der Milit\u00e4rausgaben und legt diesen der Regierung, dem Kriegsrat und dem K\u00d6NIG LUDWIG XVI. vor, wodurch dieser k\u00fcnftig eine furchteinfl\u00f6\u00dfende Fu\u00dftruppe von 300.000 Mann zur Verf\u00fcgung haben und durch die trotz Heraufsetzung der Besoldung vom Marschall bis zum einfachen F\u00fcsilier eine j\u00e4hrliche Kosteneinsparung von 12 Millionen erzielt werden soll. Dessen Titel lautet: \u201eR\u00e9fonte de L\u2019\u00e9conomie de l\u2019arm\u00e9e fran\u00e7aise ou Extrait du d\u00e9veloppement d\u2019un plan militaire, avec un grand tableau pr\u00e9sent\u00e9 par le G\u00e9n\u00e9ral, Baron de Wimpffen de Bornebourg au mois d&#8217;Octobre 1787\u201d. Doch st\u00f6\u00dft dieser in allen \u00f6ffentlich zirkulierenden Bl\u00e4ttern Europas und der Hauptstadt Paris \u00fcberall auf Ablehnung. Es wird ihm vor allem vorgeworfen, er habe seine Ideen den Memoiren seines (zweit\u00e4ltesten) Bruders CHRISTIAN PETER DE WIMPFFEN (1725 \u2013 1781) entnommen, der schon 1781 als franz\u00f6sischer Feldmarschall, Ritter des Ludwigordens und Kommandant des Regiments La Marck verstorben und von dem 1780 in London das folgende Werk erschienen war: \u201eCommentaires des M\u00e9moires du comte de Saint-Germain, ministre et secr\u00e9taire d\u2019\u00c8tat au d\u00e9partement de la guerre\u201d. Mit gro\u00dfer Entschiedenheit stellt der Beschuldigte den Vorwurf folgenderma\u00dfen in Abrede: <em>\u201eIch erkl\u00e4re, dass &#8230; ich kein Schriftst\u00fcck meines Bruders, weder w\u00e4hrend seines Lebens noch nach seinem Tod, gesehen habe, ausgenommen einige br\u00fcderliche Briefe, in denen niemals die Frage des Projekts noch des Systems enthalten war.\u201d<\/em>\u00a0Und er f\u00fcgt erh\u00e4rtend hinzu, dass sein Bruder zwar ununterbrochen 38 Jahre im Milit\u00e4rdienst Frankreichs gestanden und zu allen Kriegsdingen und Kabinettsangelegenheiten bef\u00e4higt gewesen sei; doch sei dieser weder in einem fremden Land gereist, noch habe er in einem solchen gedient oder praktische Erfahrungen im Bereich der Truppenstrategie und des Truppenunterhalts kennengelernt. Er dagegen habe die Grundlagen seines Planes haupts\u00e4chlich bei seinen Instruktionsreisen mit dortigen Offizieren in \u00d6sterreich sowie insbesondere bei seiner letzten Reise in Preu\u00dfen gefunden. Dort erf\u00fcllten die Offiziere ohne Ausnahme ihre Pflichten mit gr\u00f6\u00dfter Treue und P\u00fcnktlichkeit, jedes Wort und jeder Schritt verrate Beseeltheit und gro\u00dfe Passion f\u00fcr ihren Beruf, und das m\u00fcsse zum Ausgleich der \u00dcberlegenheit auf die Soldaten der anderen Nationen \u00fcbertragen werden. Sein diesbez\u00fcglich richtungweisender Leitsatz lautet:<br \/>\n<em>\u201eJe voyois briller dans leurs yeux comme dans leur langage, la flamme dont ils br\u00fblent sans cesse pour un m\u00e9tier qu\u2019is font avec le m\u00eame enthousiasme dans l\u2019obscurit\u00e9 de la nuit qu\u2019\u00e0 la clart\u00e9 du jour, &#8230;\u201d<br \/>\n<\/em>(\u201e<em>Ich sah in ihren Augen wie in ihrer Rede die Flamme, die in ihnen ohne Zweifel f\u00fcr ihren Beruf brennt, den sie mit demselben Enthusiasmus in der Dunkelheit der Nacht wie in der Klarheit des Tages, im Frieden wie im Kriege aus\u00fcben.\u201d<\/em>)<br \/>\nMit diesem Verlangen tritt Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen in die Fu\u00dfstapfen des franz\u00f6sischen Generals und Kriegsministers unter Ludwig XVI. von 1775 \u2013 1777 CLAUDE LOUIS COMTE DE SAINT-GERMAIN (1707 \u2013 1778), der die franz\u00f6sische Armee nach dem sp\u00e4ter auch von Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen gew\u00e4hlten preu\u00dfischen Vorbild hatte reorganisieren wollen, aber auf gro\u00dfen Widerstand gesto\u00dfen war, in der franz\u00f6sischen Armee die preu\u00dfische Disziplin einzuf\u00fchren, und deshalb hatte zur\u00fccktreten m\u00fcssen. Wenn Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen sein Ideengut denn doch abgeschrieben haben sollte, so also nicht aus Memoiren des Bruders, sondern aus den Kommentierungen derselben des Comte de Saint-Germain! Was er \u00fcber seine Kritiker denkt und diesen sagen will, das spricht er in seinem am Anfang dieses Kapitels vorgestellten Leitspruch seiner 1788, d. h. im Nachjahr des Erscheinens seiner \u201eR\u00e9fonte &#8230;\u00a0\u201d ver\u00f6ffentlichten, Selbstbiografie aus. Siehe diesen Leitspruch in der obigen Abb. P 1 sowie im angeschlossenen Textbereich dessen Interpretation!<\/p>\n<p>Immerhin gelingt es ihm, in den ausgehenden 1780er Jahren in der franz\u00f6sischen Armee wieder Fu\u00df zu fassen, wobei es unklar bleibt, zu welchem genauen Zeitpunkt dies geschehen ist. Wurzbachs diesbez\u00fcgliche Zeitangabe \u201e1706\u201d beruht offenkundig auf einem Druckfehler und die diesbez\u00fcglichen Jahresangabe der Brockhaus-Enzyklop\u00e4die sowie von Meyers Gro\u00dfem Konversations-Lexikon \u201e1770\u201d sind schlichtweg falsch. Die von Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen 1789 des Weiteren verfassten und ver\u00f6ffentlichten \u201eLettres du g\u00e9n\u00e9ral baron de Wimpffen de Bornbourg \u00e0 Messeigneurs les \u00c9tats G\u00e9n\u00e9raux du Royaume de France: concernant les moyens de couvrir le d\u00e9ficit sans augmentation d\u2019emprunts ou d\u2019impots, sans commotion ni bouleversement quelconque, sans retranchement ni reforme et sans troubler aucun corps\u201d (\u201eBriefe an die Hochherrlichen Generalst\u00e4nde des Franz\u00f6sischen K\u00f6nigreiches, welche die Mittel betreffen, das Defizit ohne Vermehrung der Anleihen oder Steuern zu decken und ohne Erregung und Umsturz welcher Art auch immer und ohne Streichungen und ohne eine K\u00f6rperschaft in Aufruhr\/Unruhe zu bringen\u201d) sind allerdings noch in Frankfurt verlegt. Schon aus dem Titel derselben ist das Heraufbrauen der am 14. Juli desselben Jahres 1789 mit dem Sturm auf die Bastille einsetzenden Franz\u00f6sischen Revolution zu sp\u00fcren, Zeichen der Sensitivit\u00e4t des Autors Francois Louis de Wimpffen bez\u00fcglich des Zeitgeschehen und des Ganges der Geschichte.<\/p>\n<p>Es steht zu vermuten, dass sein Wiedereintritt in den Milit\u00e4rdienst Frankreichs nach rund 25-j\u00e4hriger Abwesenheit vor allem auch durch Anregung und Unterst\u00fctzung der ihm, wie vorstehend deutlich geworden, gewogenen F\u00fcrstenfamilie von Salm-Kyburg zustande gekommen ist. Hierzu muss man wissen, dass im Jahr 1787, also wenig vor dessen Wiederkehr nach Frankreich, das 1782 von F\u00dcRST FRIEDRICH III. VON SALM-KYRBURG haupts\u00e4chlich mit Mitteln aus der enormen Mitgift seiner Gattin am rechten Ufer der Seine beim Quai d\u2019Orsay zu errichten begonnene pr\u00e4chtige Adelspalais unter dem Namen H\u00f4tel de Salm als deren neuer luxuri\u00f6ser Pariser Wohnsitz bezogen worden ist, der zweifelsfrei im ersten Jahrf\u00fcnft seines Bestehens auch immer wieder die Erste Hofdame LUISE DE WIMPFFEN der F\u00dcRSTIN JOHANNA FRANZISKA VON SALM-KYRBURG beherbergt hat. Siehe hierzu<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/047.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-84\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/047.jpg\" alt=\"047\" width=\"828\" height=\"613\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/047.jpg 828w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/047-300x222.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/047-768x569.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 8: Fotografie der Mittelpartie des von 1782 bis 1787 f\u00fcr den F\u00fcrsten Friedrich III. von Salm-Kyrburg in Paris am rechten Seineufer beim Quai d\u2019Orsay erbauten prachtvollen Palais Salm (seit 1804 Palais und Museum der 1802 gegr\u00fcndeten Ehrenlegion)<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenngleich letztlich sich der auf gro\u00dfem Fu\u00df lebende F\u00fcrst Friedrich denn doch mit dieser damals in Paris zu den sch\u00f6nsten Adelspalais z\u00e4hlenden Wohnst\u00e4tte eine unbezwingbare Schuldenlast aufb\u00fcrdete, wurde eine prunkvolles Er\u00f6ffnungsfest veranstaltet, zu dem alles, was in Paris Rang und Namen hatte, eingeladen war. Und bald wurde dieses ein Treffpunkt der hochadligen Oberschicht des vorrevolution\u00e4ren Frankreich, der die Salm-Kyburg jetzt umsomehr in der Winterzeit beherbergte, w\u00e4hrenddem sie sich in ihrer deutschen bescheideneren Stammresidenz Kirn nach wie vor hautps\u00e4chlich in der Sommerzeit aufhielten.<\/p>\n<p>Die Anfangszeit der Franz\u00f6sischen Revolution sieht FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN im Jahr 1890 nachweislich als franz\u00f6sischen Generallieutenant. Und in den aus der Franz\u00f6sischen Revolution 1791\/92 erwachsenden Revolutions- bzw. Koalitionskriegen zwischen Frankreich und den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten ist er im November 1791 als Gouverneur der Grenzbefestigungsstadt Neuf-Brisach (Neu-Breisach) im S\u00fcd-Elsass eingesetzt. Als solcher weist er mit Entr\u00fcstung die Antr\u00e4ge eines Emiss\u00e4rs der ausgewanderten Prinzen ab, der von ihm nichts Geringeres verlangt, als die \u00dcbergabe der Stadt. Genau so verteidigt im Folgejahr 1792 sein j\u00fcngster Bruder F\u00c9LIX LUDWIG DE WIMPFFEN (1744 \u2013 1814) als Generallieutenant die franz\u00f6sische Festungsstadt Thionville (Diedenhofen) in Nord-Lothringen 55 Tage lang mit gr\u00f6\u00dfter Ausdauer und siegreicher Tapferkeit. Und zu gleicher Zeit verteidigt deren beider Neffe GERMAIN (HERMANN) DE WIMPFFEN (siehe diesen in der II. Stammtafel des C. von Wurzbach in der Generationreihe XIVa bzw. 12a an 4. Stelle; die dort angegebene Lebensspanne lautet: 8. August 1754 &#8211; 11. M\u00e4rz 1818), ein Sohn von STANISLAUS GUSTAV LUDWIG DE WIMPFFEN, dem Stammvater vom a) Stanislaus-Zweig, gewesen ist und sich in der Zeit von K\u00f6nig Ludwig XVI. als Offizier in zahlreichen Feldz\u00fcgen des Regiments Bouillon sowie im amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg unter General Lafayette besonders ausgezeichnet hatte, erfolgreich die heute in S\u00fcdwestbelgien gelegene Festungsstadt Philippeville (Philippsburg) gegen die vereinigten Armeen Preu\u00dfens, \u00d6sterreichs und der Emigranten. Man sieht: Die vorgenannten drei Von Wimpffen-Abk\u00f6mmlinge, die bislang der Krone Frankreichs verpflichtet und dieser treu dienende Milit\u00e4rs gewesen waren, haben sich in den Dienst der Revolution und der Verteidigung ihrer demokratischen Errungenschaften gegen deren Widersacher, die Emigranten sowie das K\u00f6nigreich Preu\u00dfen und das Kaiserreich \u00d6sterreich, gestellt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Im Weitergang des zur Schreckensherrschaft eskalierenden Revolutionsgeschehens triften die politische Haltung und milit\u00e4rischen Wege der drei Vorgenannten allerdings auseinander, wor\u00fcber &#8211; unter Einschiebung weiterer Teile der Biographie des GERMAIN\/HERMANN sowie der gesamten solchen des F\u00c8LIX LOUIS\/FELIX LUDWIG &#8211; Folgendes zu sagen ist:<\/p>\n<p>&#8212; GERMAIN DE WIMPFFEN = HERMANN VON WIMPFFEN (laut Wurzbach: 1754 \u2013 1818; laut Dr. Hans H. von Wimpffen richtigerweise : 1749 &#8211; 1820):<br \/>\nDieser sieht sich durch den im August 1792 stattgefundenen Sturm auf die Tuilerien und die Absetzung des K\u00f6nigs Ludwig XIV. veranlasst, Frankreich zu verlassen und &#8211; nach Dr. Hans H. von Wimpffen &#8211; sich zun\u00e4chst im Zentrum der franz\u00f6sischen Emigranten D\u00fcsseldorf, dann vor\u00fcbergehend sogar in Wimpfen, der wahrscheinlichen Namengeberin seines Geschlechts, niederzulassen, was Letzteres im Einzelnen allerdings sp\u00e4ter in Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie noch abzukl\u00e4ren sein wird. Am 6. M\u00e4rz 1892 finden wir diesen als einen der Trauzeugen bei der in Neu-Breisach stattgefundenen Eheschlie\u00dfung der (schon mehrfach genannten) Kusine namens (MARIE DOROTHEE) LOUISE BARONNE DE WIMPFFEN (1764 \u2013 1841), Tochter von General oder auch Mar\u00e9chal de Camp et arm\u00e9e du Roi et Commandant des troupes fran\u00e7aises Sur le haut Rhin (Feld- und Armeemarschall der franz\u00f6sischen Truppen des K\u00f6nigs am Hochrhein) FRAN\u00c7OIS DE WIMPFFEN, wie dieser in der Heiratsurkunde erscheint, und MARIE CUNEGONDE DE LA GAY (merkw\u00fcrdigerweise entgegen der an fr\u00fcherer Stelle zweifelsfrei richtig angegebenen Namensbezeichnung Goy), mit LEON THEOPHILE DE LI\u00c8VREVILLE, der damals Aide de camp (Adjudant) ihres Vaters gewesen ist. Um die Jahrhundertwende tritt Germain de Wimpffen schlie\u00dflich in den Dienst des Herzogs von W\u00fcrttemberg und ist dort als Milit\u00e4rorganisator und Offizier sowie zeitweise auch als Diplomat t\u00e4tig. Von dort kehrt er auf Verlangen Napoleons 1812 wieder nach Frankreich zur\u00fcck und l\u00e4sst sich im els\u00e4ssischen Neu-Breisach nieder, wo seine Schwester, die STIFTSDAME ROSALIE\u00a0(1762 \u2013 1835), und seine von dort stammende Gattin THERESE GEB. KOSSMANN\u00a0(gest. 1830) leben. Dort k\u00e4mpft er lange vergeblich um eine Pension f\u00fcr seine fr\u00fchere Zugeh\u00f6rigkeit zur franz\u00f6sischen Armee und seine vor und in der Revolution f\u00fcr Frankreich geleisteten milit\u00e4rischen Dienste und wird schlie\u00dflich zum Maire (B\u00fcrgermeister) der Stadt ernannt. Zwei Jahre nach endlicher Pensionsgew\u00e4hrung stirbt er und wird auf dem Friedhof von Neuf-Brisach begraben. \u00dcber Germain wird an sp\u00e4terer Stelle in Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie in anderem Zusammenhang im Rahmen der ausf\u00fchrlichen Schilderung seines gesamten Lebensganges sehr viel Weiteres zu sagen sein.<\/p>\n<p>&#8212; F\u00c9LIX LOUIS DE WIMPFFEN = FELIX LUDWIG VON WIMPFFEN (1744 \u2013 1814):<br \/>\nHaupts\u00e4chlich laut einem diesem geltenden Auszug von Adolphe Robert et Gaston Cougny, \u201eBiographie extraite du dictionaire des parlamentaires fran\u00e7ais de 1789 \u00e0 1889\u201d; au\u00dferdem nach: Wikipedia, der freien Enzyklop\u00e4die, des Titels \u201eFelix von Wimpffen (General)\u201d sowie Wurzbach, Dr. Hans H. von Wimpffen u. a. m. stellt sich dessen Leben folgenderma\u00dfen dar:<br \/>\nGeboren am 5. November 1744 in Minfeld, entschied sich dieser, der J\u00fcngste in der langen Geschwisterreihe, wie dies &#8211; in Wirkung der spartanischen Erziehung durch ihren Vater JOHANN GEORG (1689 &#8211; 1767) &#8211; fast alle seine Br\u00fcder getan hatten, f\u00fcr die Milit\u00e4rlaufbahn und trat bereits elfj\u00e4hrig in das deutsche Regiment De Deux Ponts ein. Er wurde dort Fahnenjunker (Offizieranw\u00e4rter), nahm 1768\/69 als Capitaine (Hauptmann) im deutschen Regiment De la Marck an der Niederschlagung des Aufstandes unter Paoli in Korsika teil, erlangte den Grad des Lieutenant-Colonel (Oberstleutnants) und wurde mit dem Orden und Grad des Chevalier de Saint-Louis ausgezeichnet. Indem sich Frankreich ab 1778 am Amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg beteiligte, nahm er als Kommandeur des deutschen Regimentes De Bouillon u. a. an der Belagerung von Mahon, der Hauptstadt der damals englischen Mittelmeerinsel Menorca sowie von Gibraltar des Jahres 1782 teil. 1783 nach dem Frieden mit England von Paris nahm er, den Grad des Brigadier (Brigadegenerals) innehabend und eine Pension von 1.000 \u00c8cus erlangend, seinen Abschied und zog sich auf das Gut seiner Frau THERESE GEB. BAYEULE DE ST. GERMAIN (laut Wurzbach: MARIE AIM\u00c9E CHARLOTTE DE BAILLEUL-SAINT GERMAIN; 20. 01. 1751 \u2013 11. 08. 1810) im Ca\u00ebn nahen und unweit der Atlantikk\u00fcste gelegenen \u00d6rtchen Saint-Martin-des-Entr\u00e9es in der Normandie zur\u00fcck. Er bet\u00e4tigte sich nunmehr auch als dem Feld der Menschenerziehung zugewandter Schriftsteller, was an sp\u00e4terer Stelle bei der Vorstellung seines Buchwerkes \u201eLe Manuel de X\u00e9folius\u201c deutlich werden wird.<br \/>\nBeim Ausbruch der Revolution wurde er am 28. M\u00e4rz 1789 zum Abgeordneten des Adels der Ballei von Ca\u00ebn\/Normandie der nun zusammentretenden Generalst\u00e4nde mit der Bildung der Nationalversammlung gew\u00e4hlt; diese Funktion \u00fcbte er bis zum 30. 09. 1891 aus. Dort erwies er sich als moderater Anh\u00e4nger der Reformen und schloss er sich als einer der Ersten dem dritten Stande an und verfasste den Protest gegen die Vorherrschaft des Adels, der vom Dritten Stand getrennt bleiben wollte. Er war Mitglied des Milit\u00e4r- und des Pensionskomitees und forderte die Reorganisation der Armee.\u00a0Auch hatte er Anteil an der Ver\u00f6ffentlichung des sog. Roten Buchs. Aber er widersetzte sich der g\u00e4nzlichen Unterdr\u00fcckung des Adels, obgleich er f\u00fcr die Aufhebung von dessen Privilegien stimmte. Doch blieb er stets gem\u00e4\u00dfigt und sein Vorschlag, eine demokratische Monarchie zu errichten, wurde allgemein als Ironie betrachtet.<br \/>\nZweifelsfrei ist Felix Ludwig von Wimpffen das folgende sowohl von Wurzbach als auch von Dr. Hans von Wimpffen aufgef\u00fchrte Schriftwerk zuzuweisen:<br \/>\n&#8211; Project de loi sur les d\u00e9lits et les peines militaires, Paris: Imprimerie National 1791, 25 Seiten.<br \/>\nDieses hat er wie auch eine ganzen Reihe anderer auf das Milit\u00e4rwesen gerichteter Schriftwerke in den Jahren 1789 bis 1793 seiner T\u00e4tigkeit als Abgeordneter der Nationalversammlung und Mitglied des Milit\u00e4rausschusses gefertigt. Die Titel dieser in den verschiedensten Kompendien (vor allem in: 1.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.wimpffen.hu\">wimpffen.hu<\/a>\u00a0&#8211; Rubrik Literatur; 2. French Revolutionary Pamphlets. Usteri Collection, Zentralbibliothek Z\u00fcrich) aufgefundenen Schrifts\u00e4tze, die oft kein Dutzend, doch auch manchmal um die zwei Dutzend Seiten umfassen und ebenfalls alle mit \u201eWimpffen, F\u00e9lix, Baron de\u201d \u00fcberschrieben und am Schluss mit \u201eParis, Imprimerie Nationale\u201d sowie meist auch mit Datierung und oft auch mit Seitenzahl versehen sind, lauten:<br \/>\n&#8211; Discours de M. Baron F\u00e9lix de Wimpffen prononc\u00e9 dans la s\u00e9ance de mardi matin, 15. d\u00e9cembre 1789, et imprim\u00e9 par ordre de l\u2019assembl\u00e9e nationale.- Paris: Imprimerie Nationale, 1789, 11 Seiten.<br \/>\n&#8211; Observations pr\u00e9liminaires sur le plan du ministre de la guerre; par Le Bon F\u00e9lix de Wimpffen, du 18 avril 1790. &#8211; Paris, Imprimerie Nationale, 7 Seiten.<br \/>\n&#8211; Rapport du comit\u00e9 militaire fait \u00e0 l\u2019assembl\u00e9e nationale; par M. F\u00e9lix de Wimpffen, du 3 juillet 1790.- Paris, Imprimerie Nationale, 1790, 20 Seiten.<br \/>\n&#8211; Discours sur les pensions militaires, prononc\u00e9s par M. le Baron F\u00e9lix de Wimpffen, dans la s\u00e9ance du jeudi matin, 31 d\u00e9cembre 1789.- Paris: Imprimerie Nationale, 1790, 7 Seiten.<br \/>\n&#8211; Projet et d\u00e9cret sur la chose militaire prec\u00e9d\u00e9 d\u2019un discours; par M. le baron F\u00e9lix de Wimpffen, d\u00e9put\u00e9 de Caen.- Paris: Imprimerie Nationale, 1790, 22 Seiten.<br \/>\n&#8211; Rapport sur le retraite des sous-officiers et soldats, fait au nom du Comit\u00e9 militaire. Paris, Imprimerie Nationale, 1790, ohne Nennung der Seitenzahl.<br \/>\n&#8211; Observatioins pr\u00e9liminaires sur le plan de Ministre de la Guerre, Paris 1790.- Imprimerie Nationale, ohne Nennung der Seitenzahl.<br \/>\n&#8211; Projet de d\u00e9cret sur la chose militaire pr\u00e9c\u00e9d\u00e9 d\u2019un discours.- Paris Imprimerie Nationale, 1790, ohne Nennung der Seitenzahl.<br \/>\n&#8211; Projet de loi sur les d\u00e9lits et les peines militaires; par M. F\u00e9lix de Wimpffen, d\u00e9put\u00e9 de Calvados.- Paris: Imprimerie Nationale, 1791, 26 Seiten. Dieser Schriftsatz d\u00fcrfte mit dem erstgenannten solchen identisch sein.<br \/>\n&#8211; Rapport sur le remboursement des charges, offices et emplois militaires.- Paris, Imprimerie Nationale, 1791, ohne Nennung der Seitenzahl.<br \/>\n&#8211; Les Sept \u00e9l\u00e9ments qui constituent l\u2019ensemble de l\u2019Art de Guerre.- Paris, Imprimerie Nationale, 1791, ohne Nennung der Seitenzahl.<br \/>\nHinzu kommt noch eine im Druck erschienene Briefbotschaft, die vom Besagten in der Zeit als Oberbefehlshaber (Divisionsgeneral) der konstitutionellen Armee der K\u00fcsten von Cherbourg in der Normandie gefertigt wurde:<br \/>\n&#8211; F\u00e9lix Wimpffen, g\u00e9n\u00e9ral en chef de l\u2019arm\u00e9e des c\u00f4tes de Cherbourg et de forces arm\u00e9es d\u00e9partementales du Nord et de l\u2019Ouest de la R\u00e9publique fran\u00e7aise &#8230; Aux bons citoyens de Paris, salut, Verlag G. Le Roy, 1793.<br \/>\nEine wohl in der Zeit nach seinem Wiederauftauchen aus dem Versteck in Bayeux im Jahr XI (das ist der Zeitraum vom 23. September 1802 bis 23. September 1803) entstandene Briefbotschaft ist von Dr. Hans H. von Wimpffen wie folgt ausgewiesen:<br \/>\n&#8211; Wimpffen, General F\u00e9lix Louis Baron de, General de Division (1744 \u2013 1814): R\u00e9pose pr\u00e9cise au pr\u00e9cis que vient de faire para\u00eetre le citoyen Godefroy la Madelaine, concernant l\u2019Affaire de la Terre de Tour par le G\u00e9n\u00e9ral de Division F\u00e9lix Wimpffen, Tuteur &amp; Curateur des Mineurs d\u2019Albignac (gemeint wohl: Alvignac\/Pyren\u00e9es), Imprimerie de Jean Claude Leblond, rue St. Nicolas, no 9, Bayeux, An XI.<br \/>\nAuch haben sich von diesem aus dem Zeitraum der vorbeschriebenen Abgeordneten-T\u00e4tigkeit eine ganze Reihe von Bildnissen erhalten, von denen hier einige vor allem deshalb gezeigt werden, weil im Gegensatz dazu von all seinen gro\u00dfteils ebenfalls zu hohem milit\u00e4rischem Rang und Namen gekommenen Br\u00fcdern, Fran\u00e7ois Louis eingeschlossen, leider nichts dergleichen gefunden werden konnte:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85 size-medium aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048a-225x300.jpg\" alt=\"048a\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048a-225x300.jpg 225w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048a-768x1023.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048a-769x1024.jpg 769w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048a.jpg 1367w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 9: Vorderansicht (Crayon noir-Gouache), beschriftet mit \u201eMr. Le Baron F\u00e9lix de Wimpffen, deput\u00e9 du Departement du Calvados a l\u2019ahsembl\u00e9e nationale 1789\u201d (Herr Baron F\u00e9lix de Wimpffen, Deputierter des D\u00e9partements Calvados der Nationalversammlung 1789), unten bezeichnet mit \u201eLambert fecit\u201d<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048b-164x300.jpg\" alt=\"048b\" width=\"228\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048b-164x300.jpg 164w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048b-768x1404.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048b-560x1024.jpg 560w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/048b.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. P 10a und P 10b: Zwei Profilansichten (Version 1: Stich \u2013 Version 2: Gem\u00e4lde) des F\u00e9lix de Wimpffen (1744 \u2013 1814) im Mus\u00e9e de Versailles, Salle des Mar\u00e9chaux<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als 1792 die Revolutionskriege zwischen Frankreich und den europ\u00e4ischen Koalitionen sowie den Emigrantenkorps beginnen, tritt F\u00e9lix Louis wieder in die Armee als Generallieutenant ein. Wie oben schon angedeutet, verteidigt er im Sp\u00e4tsommer dieses Jahres \u00fcber f\u00fcnfundf\u00fcnfzig Tage erfolgreich die Festungsstadt Thionville (Diedenhofen) in Nord-Lothringen (D\u00e9partement Moselle) gegen die Preu\u00dfen. Dabei lehnt er das \u00fcber den Unterh\u00e4ndler PRINZ VON HOHENLOHE offerierte Angebot des die preu\u00dfisch-\u00f6sterreichische Koalitionsarmee f\u00fchrenden PRINZEN VON BRAUNSCHWEIG ab, die \u00d6ffnung der Befestigungstore und \u00dcbergabe des Platzes mit einer Million Francs zu belohnen. Als ihm von dem nach der Absetzung des K\u00f6nigs nun regierenden Nationalkonvent das Amt des Kriegsministers angeboten wird, lehnt er dessen Annahme ab. Stattdessen \u00fcbernimmt er 1793 den Oberbefehl \u00fcber die konstitutionelle Armee der K\u00fcsten von Cherbourg in der Normandie. Als Ausgang Mai\/Anfang Juni desselben Jahres nach der Hinrichtung der f\u00fchrenden Girondisten deren ge\u00e4chtete Anh\u00e4nger in die St\u00e4dte des im Norden des Landes gelegenen 14. D\u00e9partements Calvados fl\u00fcchten und die Schreckensherrschaft der Jakobiner ausbricht, verweigert er die vom Konvent verlangte Auslieferung derselben, verhaftet dessen Deputierte, ruft die n\u00f6rdlichen D\u00e9partements zum bewaffneten Widerstand auf und f\u00fchrt einen erbitterten Partisanenkrieg. Doch wird im Juli sein Parteig\u00e4ngerkorps, die Vorhut bei Pacy-sur-Eure und das Hauptcorps bei Vernon in der \u201eBataille sans larmes&#8220; = \u201eSchlacht\u00a0ohne Tr\u00e4nen&#8220; von Br\u00e9court vom 13. Juli 1893, geschlagen und das zu befestigen gesuchte Caen kann nicht gehalten werden. So l\u00f6st sich das Korps auf. Da ein Preis auf seinen Kopf ausgesetzt wird, muss er sich unter verschiedenen Decknamen in Bayeux verborgen halten.<br \/>\nDie Angaben \u00fcber seine R\u00fcckkehr in die \u00d6ffentlichkeit sind sehr verschieden. Einerseits wird behauptet, er habe sich aus seinem Versteck wieder 1796 hervorgetraut, nachdem die Terrorherrschaft Robespierres durch dessen und seiner Anh\u00e4nger Hinrichtung im Sommer 1794 beseitigt und im Konvent die gem\u00e4\u00dfigten Republikaner ma\u00dfgeblichen Einfluss gewonnen sowie im September 1795 der Nationalkonvent sich aufgel\u00f6st und sich das Direktorium gebildet hatte. Viele andere sekund\u00e4re Quellenwerke und auch manche Lexika geben dagegen (wohl richtigerweise) an, dass er nach England gefl\u00fcchtet und von dort erst 1799 wieder zur\u00fcckgekehrt sei und Napoleon Bonaparte, der sich durch den Staatsstreich mit Aufl\u00f6sung des Direktoriums vom 18. Brumaire des Jahres VIII, d. h. vom 9. 11. 1799, zum Ersten Konsul aufschwang und am 2. 12. 1804 zum erblichen Kaiser der Franzosen erhoben wurde, ihn zun\u00e4chst zum Divisionsgeneral und sp\u00e4ter zum Leiter der \u201ekaiserlichen Gest\u00fcte\u201d ernannt habe. So sieht es auch Wurzbach, der schreibt, er sei zum \u201eGeneralinspekteur der Gest\u00fcte\u201d nach dem 18. Brumaire, ernannt worden. Auch schreibt dieser \u00fcber Felix Ludwig u. a. noch Folgendes: <em>\u201eEr hielt treu zur Sache des K\u00f6nigs an nahm eifrigen Antheil an der Erhebung der Vend\u00e9e\u201c (1803)\u201d<\/em>. Das hei\u00dft &#8211; abgesehen von der falschen Jahresangabe (die Erhebungen in der Vend\u00e9e fanden 1793 \u2013 1796 und 1799\/1800 statt) &#8211; nicht, dass er die absolute Monarchie wiederherstellen wollte, sondern er d\u00fcrfte, wie Dr. Hans H. von Wimpffen meint, ein Anh\u00e4nger der konstitutionellen Monarchie gewesen sein. Demgegen\u00fcber wird die Wiederkehr des Felix Ludwig in der o. a. franz\u00f6sischen Biografie des\u00a0Adolphe Robert et Gaston Cougny (ohne Angabe einer Emigration nach England) und die Einsetzung als Gest\u00fctsleiter sowie die restlichen Stationen seines Lebens folgenderma\u00dfen beschrieben (Textteile in Klammer sind Erg\u00e4nzungen des Verfassers):<br \/>\n<em>\u201eDie Konsularregierung gibt ihm seinen Rang des Divisionsgenerals zur\u00fcck, und der Kaiser <\/em>(gemeint: der <u>sp\u00e4tere<\/u> Kaiser Napoleon Bonaparte) <em>ernennt ihn zum Generalinspekteur der Gest\u00fcte am 24. Juli 1808 <\/em>(laut anderer Quellen schon am 24. Juli 1806). <em>B\u00fcrgermeister von Bayeux, 1809 zum Baron von Frankreich ernannt, hat er die Traditionen des liebensw\u00fcrdigen Geistes und der h\u00f6flichen Eleganz des Ancien R\u00e9gime <\/em>(d. h. der alten Regimentsform) <em>bewahrt; er starb <\/em>(am 23. Februar 1814)<em> einige Wochen vor dem Sturz des <\/em>(durch die Absetzung und Abdankung von Napoleon I. untergegangenen franz\u00f6sischen) <em>Kaiserreiches und wurde auf dem Friedhof von Saint-Germain-de-la-Lieue, heute vereinigt mit derjenigen von Saint-Martin-des-Entr\u00e9es (Calvados), begraben.- Man hat von ihm: <\/em>(das Werk) <em>Manuel de X\u00e9pholius und die Memoiren.\u201d<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die vorerw\u00e4hnten \u201eM\u00e9moires\u201c, in denen laut der auf Seite 3344 der F\u00e9lix Louis de Wimpffen geltenden Lebensdarstellung im \u201eDictionaire historique, ou Biographie Universelle classique &#8230;\u201c (Paris 1826) \u00a0<em>\u201esich kostbare Details der Revolutionsgeschichte\u00a0finden&#8220;<\/em>, nirgends wiedergegeben aufgefunden werden konnten, ist der vorgenannte\u00a0\u201eLe Manuel de X\u00e9pholius\u201c u. a. in zentralen Bibliotheken Frankreichs erhalten geblieben. Siehe hierzu<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-26.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3442\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-26-613x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"613\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-26-613x1024.jpeg 613w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-26-180x300.jpeg 180w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-26.jpeg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 613px) 100vw, 613px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. P 11: Das ohne den Namen des Verfassers F\u00c9LIX LOUIS DE WIMPFFEN (1744 \u2013 1814) gebliebene Titelblatt des 331 Seiten umfassenden Werkes \u201eLe Manuel de X\u00e9folius\u201c (\u201eDas Lehrbuch von X\u00e9folius\u201c); verlegt vom \u201eGrand Orient (de France)\u201c im Jahre 1788, versehen mit dem Stempel einer nicht ausmachbaren franz\u00f6sischen Bibliothek<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">Der hier wiedergegebene volle Titel des vorgenannten 1788 ohne Nennung des Autors, d. h. anonym, erschienenen Werkes wird von Wurzbach fehlerhafterweise dem vom Hauptvornamen FELIX her namensgleichen Neffen des Autors, n\u00e4mlich F\u00c9LIX (EMMANUEL) DE WIMPFFEN (1778 \u2013 1813), welcher der Vater des sog. Sedangenerals EMMANUEL F\u00c9LIX DE WIMPFFEN (1811 \u2013 1884) gewesen ist, zugeordnet. Es liegt schon allein von der Tatsache her, dass jener im Jahr des Erscheinens dieses Werkes 1788 erst 10 Jahre alt gewesen ist, auf der Hand, dass nur der zur vorangehenden Generation geh\u00f6rende FELIX LUDWIG VON WIMPFFEN (1744 \u2013 1814) der Autor dieses Werkes gewesen sein kann. Und \u00fcber diese Schrift als solche schreibt Wurzbach, dass sie in nur 100 Exemplaren gedruckt und als Geschenk verteilt worden und der Autor vermutlich Mitglied des Freimaurer-Ordens gewesen sei. Letzteres erscheint in der Tat deshalb stimmig, weil die unten auf dem Titelblatt befindliche Aufschrift \u201eAU GRAND ORIENT\u201c als Verleger die im Jahr 1773 in der Tradition der Aufkl\u00e4rung mit Sitz in Paris gegr\u00fcndete freimaurerische Gro\u00dfloge namens \u201eGrand Orient de France\u201d ausweist. Diese war eine der \u00e4ltesten solchen Europas, die sich politisch in Auseinandersetzung mit ethisch-moralischen Werten liberal bet\u00e4tigte und gerade in der Zeit vor der Franz\u00f6sischen Revolution ihre vorhandene Beliebtheit bei den liberalen Parteien verst\u00e4rkte. Best\u00e4tigend kommt hinzu die zuoberst auf dem Titelblatt m\u00e4chtig gro\u00df hervorgehobene Klassifizierung<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eLE MANUEL\u201c<br \/>\n=<br \/>\n\u201eDAS\u00a0LEHRBUCH&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">in Verbindung mit au\u00dferdem einem dem Gesamttitel beigegebenen<br \/>\n(und hier mit in Klammern gesetzten Anmerkungen versehenene)<br \/>\nSinnspruch:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eQui que tus sois, tu y trouvera ton lot\u201d<br \/>\nzu Deutsch:<br \/>\n<em>\u201eWer du auch seiest, du wirst dort<\/em><br \/>\n(gemeint in diesem Buch)<br \/>\n<em>dein Los<\/em> (im Sinne von Lebensgl\u00fcck) <em>finden.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Best\u00e4tigenderweise gibt eine handschriftliche Charakterisierung seitens der Biblioth\u00e8que Les Fontaines Chantilly\/Oise dem 331 Seiten umfassenden und in CLXVI (166) \u201eLivres\u201d gegliederten Werk den folgenden aufschlussreichen Beititel (in Klammern Gesetztes = Erkl\u00e4rungen des Verfassers):<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eManuel de religion naturelle, d\u2019\u00e9sprit comme en produisaient les philosophies des loges de ce temps\u201d<br \/>\n=<br \/>\n\u201eLehrbuch der Naturreligion, vom Geiste wie ihn die Philosophien der Logen<br \/>\ndieser Zeit hervorbrachten\u201c<br \/>\n(gemeint die den\u00a0Idealen der Humanit\u00e4t, Toleranz und Br\u00fcderlichkeit verpflichteten Freimaurerlogen dieser Zeit).<\/p>\n<p>Im Jahr 1862 (und sogar laut Dr. Hans H. von Wimpffen noch einmal 1997) is\u222bt in Paris ein Nachdruck dieses Werkes erschienen, dessen Titelseite ganz genau dem Vorbild der Urausgabe entspricht:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-29.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3444\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-29-752x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"899\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-29-752x1024.jpeg 752w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-29-220x300.jpeg 220w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-29.jpeg 932w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Abb. P 12: Die von unbekannter Hand mit\u00a0\u201epar WIMPFEN (F\u00e9lix de)&#8220; als dem Namen des\u00a0Verfassers beschriftete sowie mit dem \u201eBIBLIOTH\u00c8QUE\u00a0Les Fontaines 60 &#8211; CHANTILLY\u201c\u00a0lautenden Stempel versehene Titelseite des 1862 in Paris von der Librairie de L. Hachette et Compagnie wieder aufgelegten Werkes \u201eLe\u00a0Manuel de X\u00e9folius\u201c, deren zwischen Betitelung mit Sinnspruch oben und Verlegernamen und -adresse unten das von Zierart umspielte Monogramm G. F. auf den nicht identifizierbaren Herausgeber hindeuten d\u00fcrfte<\/strong>.<\/p>\n<p>Dieses Herausgebers nachstehend gezeigtes Vorwort l\u00e4sst sp\u00fcren, dass dieses Erziehungswerk &#8211; nicht zuletzt der fehlenden Nennung des Autors wegen &#8211; immer wieder R\u00e4tsel aufgegeben hat:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-22.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3431 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-22-1024x784.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"505\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-22-1024x784.jpeg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Scan-22-300x230.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 13: Das von der Hand des unbekannten Erg\u00e4nzers des Titelblattes mit dem Namen des Autors richtiggestellte Vorwort des Herausgebers im 1862 in Paris wiedererschienenen \u201eLe Manuel de X\u00e9folius\u201c<\/strong>.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser berichtet dort, dass zahlreiche Recherchen, dieses Buch wiederzufinden, fruchtlos geblieben seien. Eine einzige Person h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen, dass es zu 60 unter die Freunde verteilten Exemplaren gedruckt worden sei und sein Autor der (17)93 guillotinierte F\u00e9lix de Wimpfen gewesen w\u00e4re. Doch f\u00fcgt ein Richtigwissender, der sicherlich mit dem Erg\u00e4nzer des Titelblattes identisch ist, am Rand handschriftlich dem \u201eguillotin\u00e9 en 93\u201c korrigierend<em> \u201emort en 1814 (voici Larousse)\u201c<\/em> (= gestorben 1814 &#8211; siehe Larousse) hinzu, wobei mit dem beigef\u00fcgten Namen \u201eLarousse\u201c sicherlich der ber\u00fchmte\u00a0<strong>\u201e<\/strong>Grand dictionaire universelle du XIX si\u00e8cle&#8220; von Pierre Larousse gemeint ist.<\/p>\n<p>Die mit \u201eR\u00e9sum\u00e9\u201c = \u201eZusammenfassung&#8220; \u00fcberschriebene Charakterisierung der heutigen\u00a0\u201eBiblioth\u00e8que du Grand Orient de France (GODF). Centre de documentation ma\u03c2onnique\u201c einer 1993 erschienen 38-seitigen Brosch\u00fcre von Charles Porset, betitelt mit\u00a0\u201eLe Manuel de X\u00e9folius (1788) et la question du bonheur\u201c = \u201eDas Lehrbuch des X\u00e9folius (1788) und die Frage des Gl\u00fccks\u201c (Num\u00e9ro d\u2019inventaire: 2501), lautet folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p><em>\u201eUne \u00e9tude sur ce rare et curieux livre pr\u00f4nant la morale naturelle qui indique comme lieu de parution ,Au Grand Orient&#8216; sur la page de garde. Il est probablement l\u2019oevre du Baron Louis-F\u00e9lix de Wimpffen qui aurait \u00e9t\u00e9 membre de la Loge Th\u00e9mis \u00e0 l\u2019orient de Caen.\u201c<\/em><br \/>\n=<br \/>\n<em>\u201eEine Untersuchung \u00fcber das seltene und eigenartige Buch, das die Naturmoral preist, wie der Ort des Erscheinens ,Au Grand Orient\u2019 auf der Titelseite \u00a0anzeigt. Es ist wahrscheinlich das Werk des Barons Louis-F\u00e9lix de Wimpfen, der Mitglied der Loge Th\u00e9mis \u00e0 l\u2019orient von Caen gewesen ist.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Sonach gewinnt man den Eindruck, wenngleich das Wort \u201ewahrscheinlich\u201c die Feststellung abschw\u00e4cht und die Reihenfolge des Doppel-Vornamens umgedreht ist, dass unsere Gegenwart den anonymen Autor des \u201eLE MANUEL DE X\u00c9FOLIUS\u201c zweifelsfrei entschl\u00fcsselt hat; und dazuhin findet sich durch die Feststellung, dass derselbe Mitglied der Loge \u201eTh\u00e9mis \u00e0 l\u2019orient\u201c von Caen gewesen ist, der den von den Inhalten dieses Werkes her getroffenen Gedankenschluss, dieser m\u00fcsse Freimaurer gewesen, endg\u00fcltig best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Wie bereits gesagt, blieb die Suche nach der laut der Biografie des FELIX (F\u00c8LIX) LUDWIG (LOUIS) VON (DE) WIMPFFEN von Adolphe Robert und Gaston Cougny von diesem hinterlassenen \u201eMemoires\u201d erfolglos. Daf\u00fcr war im Internet und ist auch in der langen Reihe der \u201eBiographien\u201c von Dr. Hans H. von Wimpffen im Titel\u00a0\u201eGeneral Felix I. von Wimpffen\u201c die folgende auf diesen mitbezogene Darstellung zu finden:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/A_Voyage_to_Saint_Domingo_by_Alexander_Stanislaus_de_Wimpffen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-3414 size-large\" title=\"zoooom\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/A_Voyage_to_Saint_Domingo_by_Alexander_Stanislaus_de_Wimpffen-1024x689.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/A_Voyage_to_Saint_Domingo_by_Alexander_Stanislaus_de_Wimpffen-1024x689.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/A_Voyage_to_Saint_Domingo_by_Alexander_Stanislaus_de_Wimpffen-300x202.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/A_Voyage_to_Saint_Domingo_by_Alexander_Stanislaus_de_Wimpffen.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 14: Das Titelblatt der Reisebeschreibung \u201eVOYAGE TO SAINT DOMINGO, IN THE YEARS 1788, 1789, AND 1790. By FRANCIS ALEXANDER STANISLAUS, BARON DE WIMPFFEN. TRANSLATED FROM THE ORIGINAL MANUSCRIPT, WHICH HAS NEVER BEEN PUBLISHED, By J. WRIGHT\u201c, erschienen in London <\/strong>(angegebenes &#8211; offenkundig fehlgedrucktes &#8211; \u00a0Erscheinungsjahr M.DCC CXVII handschriftlich korrigiert zu M.DCC XCVII)<strong> 1797<\/strong>\u00a0<strong>mit auf dem Blatt\u00a0davor der Profildarstellung des \u201eM. LE BARON FELIX DE WIMPFFEN, D\u00e9put\u00e9 du Baillage de Caen. \u00e1 l\u2019Assembl\u00e9e Nationale de 1789\u201c<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das vorstehend gezeigte in englischer Sprache in einem einzigen Band erschienene Reisewerk wurde gleichzeitig auch in franz\u00f6sischer Sprache, allerdings verteilt auf zwei B\u00e4nde, ver\u00f6ffentlicht, dessen Titelseite (unter Weglassung der Vornamenkette des Autors sowie der Namensschreibweise folgenderma\u00dfen\u00a0lautete:<br \/>\n&#8211; Voyage \u00e0 Saint-Domingue, pendant les ann\u00e9es 1788, 1789 et 1790; par le Baron de Wimpffen, Tome premier. A Paris 1797. Chez Cocheris Imprimeur-Libraire, clo\u00eetre Saint-Benoit, no. 352, Sections des Thermes, Au cinqui\u00e8me de la Republique.-<br \/>\n&#8211; Tome second, Paris 1798.<\/p>\n<p>Gleichzeitig erschien eine ebensolche, d. h. auch auf zwei B\u00e4nde verteilte, \u00a0deutsche Ausgabe, die ebenfalls unter Weglassung der Vornamen des Autors und Schreibung des Nachnamens statt mit ff, nur mit f, dazuhin unter Weglassung der Reisejahre und merkw\u00fcrdigerweise Ersetzung des Wortes \u201evoyages\u201c = \u201eReisen\u201c durch \u201eneueste Reisen&#8220;, au\u00dferdem noch mit auf die Inhalte abhebender Erweiterung der Betitelung sowie auf die im Titel der englischen Ausgabe zu findenden Hinweis auf die zugrunde gelegene franz\u00f6sische handschriftliche Vorlage des Verfassers hinweist<span style=\"color: #000000;\">:<\/span><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Des Freyherrn von Wimpfen neueste Reisen nach San Domingo oder Nachrichten \u00fcber die geographischen, physischen, statistischen, moralischen und politischen Verh\u00e4ltnisse dieser Insel aus dem Franz\u00f6sischen nach einer ungedruckten Handschrift des Verfassers, Erster Theil Erfurt, bei Beyer und Maring, 1798.<br \/>\n&#8211; \u201eZweiter\u00a0Theil&#8220; erscheinend unter dem gleichen Titel, Erfurt bei Beyer und Maring 1799.<br \/>\nSiehe hierzu:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-32.jpg\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3520\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-32-649x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"461\" height=\"727\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-32-649x1024.jpg 649w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-32-190x300.jpg 190w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-32.jpg 1220w\" sizes=\"auto, (max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 15a:\u00a0<\/strong><strong>Das Titelblatt von Erster Theil der vorbeschriebenen deutschen Ausgabe, erschienen 1798 in Erfurt, versehen mit dem (einstigen) Besitzer-Stempel der Bibliothek der Universi\u00e4t Greifswald<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-31.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3510\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-31-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"459\" height=\"689\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-31-683x1024.jpg 683w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-31-200x300.jpg 200w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-31.jpg 1082w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 15b: Das Titelblatt von Zweiter Theil der vorbeschriebenen deutschen Ausgabe, erschienen in Erfurt 1798<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die vorstehend gezeigten Titelbl\u00e4tter sind der DIGITALEN BIBLIOTHEK Mecklenburg-Vorpommern entnommen worden, woraus der gesamte Text der beiden Teilb\u00e4nde zu greifen ist.<\/p>\n<p>In der Rubrik \u201eLiteratur\u201c der Website des Dr. Hans H. von Wimpffen \u201ewimpffen.hu\u201c ist eine mehr als elf Jahrzehnte sp\u00e4ter erschienene franz\u00f6sische Neuausgabe aufgef\u00fchrt, deren urspr\u00fcnglich angegebenem (jetzt wieder mit \u201eff\u201c geschriebenem) Verfassernamen \u201eBaron de Wimpffen\u201c nunmehr die ver\u00e4nderte Vornamenkette \u201eFran\u03c2ois Louis Alexandre\u201c beigegeben und der Urtext unter Heranziehung von Urkunden durch die Brille eines von der in den Reisejahren aufd\u00e4mmernden Franz\u00f6sischen Revolution her Schauenden Kommentierung findet:<br \/>\n&#8211; Wimpffen, Fran\u03c2ois Louis Alexandre Baron de: Saint-Dominigue \u00e0 la veille de la R\u00e9volution. Annot\u00e9s d\u2019apr\u00e8s les Documents d\u2019Archivs et les M\u00e9moires du Baron de Wimpffen per Albert Savine. Collection historique illustr\u00e9e, Paris 1911, Louis Michaud Editeur.<\/p>\n<p>Zuguterletzt ist noch eine aktuelle 594-seitige, nach dem Muster der deutschen Ur-Ausgabe betitelte und mit dem in der englischen Erstausgabe zu findenden, abgesehen von der Streichung von \u201eFrancis\u201c, vollen Verfassernamen versehene, Taschenbuch-Ausgabe aufzuf\u00fchren:<br \/>\n&#8211; Alexander Stanislas de Wimpffen. Des Freiherrn von Wimpfen neueste Reisen nach Saint Domingo oder Nachrichten \u00fcber die geographischen, physischen, statistischen, moralischen und politischen Verh\u00e4ltnisse dieser Insel aus dem Franz\u00f6sischen nach einer ungedruckten Handschrift des Verfassers (Reprint of the Original from 1799); EOD Reprint provided by University Library of Greifswald 2012.-<\/p>\n<p>Die, um wieder zur Urausgabe zur\u00fcckzukommen, dem Titelblatt der oben er\u00f6ffnend gezeigten englischen Ausgabe als Devise beigegebene Zitierung des franz\u00f6sischen Philosophen und Essayisten Michel de Montaigne (1533 &#8211; 1592) lautet:<\/p>\n<p><em>Les Voyages font bons, non pour rapporter seulement combien de pas\u00a0<\/em><em>a \u00a0SANCTA ROTUNDA \u00a0ou la couleur des cale\u00e7ons de la \u00a0SIGNORA\u00a0<\/em><em>LIVIA, mais pour frotter et limer notre cervelle contre celle\u00a0d\u2019autrui.<br \/>\n=<br \/>\nDie Reisen bringen Gutes, nicht nur um dar\u00fcber zu berichten, wieviele Schritte es zur SANCTA ROTUNDA\u00a0sind oder \u00fcber die Farbe der Unterhose der SIGNORA LIVIA, sondern sich vor Augen f\u00fchren und unser Gehirn gegen\u00fcber anderen Menschen zu \u00f6ffnen.<\/em><\/p>\n<p>Diese, das Mittel der Ironie heranziehende, Devise versucht, dem Leser die Wertung des Reisens im Sinne des Begegnens und Kennenlernens der Menschen \u00fcber Grenzen und Erdteile hinweg darzulegen. Dahinter darf man wohl die philanthropische Geisteshaltung des die Entstehung dieses Reisewerkes \u00a0vielleicht mehr oder minder unterst\u00fctzten und deshalb gegen\u00fcber der Titelseite auf einer Art Ehrenseite in Konterfei, Namen und Betitelung hinzugebrachten F\u00c9LIX LOUIS (FELIX LUDWIG) DE (VON) WIMPFFEN vermuten. Auch steht zu vermuten, dass dieses Vorblatt nicht zuletzt dazu dienen sollte, den nachnamensgleichen Sch\u00f6pfer dieser Reisebeschreibung in das strahlende Licht dessen von besonderem Ruhm begleiteten Lebens zu r\u00fccken.<\/p>\n<p>Was den Inhalt dieser in sog. Briefe gegliederten Schrift (Band 1: Erster Brief &#8211; Sechzehnter Brief &#8211; Band 2: Siebzehnter Brief &#8211; Vierzigster Brief ) anbelangt, so ist, folgend haupts\u00e4chlich<br \/>\n&#8211; Marie Biloa Onana, Der Sklavenaufstand von Haiti. Ethnische Differenzierung und Humanit\u00e4tsideale in der Literatur des 19. Jahrhunderts, 2010, K\u00f6ln . Weimar . Wien,<br \/>\nkurzfassend (von den vielen belehrend-wertenden Beschreibungen der besonderen Pflanzen- und Tierwelt, der Menschen &#8211; Einheimischen wie Hinzugekommenen &#8211; und ihres Tuns, den Krankheiten und vielem anderen mehr hier nicht zu reden) Folgendes herauszuheben:<br \/>\nDer Autor reiste 1788 nach Saint Domingue (gemeint damit ist sowohl die Hauptstadt Santo Domingo der heutigen Dominikanischen Republik als auch die heute Hispaniola gehei\u00dfene Insel in der Karibik) und verlie\u00df diese 1792 zur Zeit der ersten durch das Gedankengut der Franz\u00f6sischen Revolution ausgel\u00f6sten revolution\u00e4ren Unruhen und damit bevor diese dann 1795 aus spanischer unter franz\u00f6sische Hoheit gelangten. In diesem aus sog. Briefen bestehenden Werk gibt er subjektiv und gef\u00fchlsbetont seine dortigen Erlebnisse und Eindr\u00fccke wieder. Vor allem kritisiert er die in vorrevolution\u00e4rer Zeit seitens der wei\u00dfen spanischen und franz\u00f6sischen Plantagenbesitzer gegen\u00fcber den aus Mulatten und Schwarzen bestehenden Arbeitern ausge\u00fcbte Sklaverei sowie das Rassenvorurteil sowie deren Konsequenzen und f\u00fchrt all dies auf die misslungene Kolonialpolitik Frankreichs zur\u00fcck. Doch bleibt er den Freiheitsbestrebungen der Sklaven gegen\u00fcber durchaus pessimistisch eingestellt. Es fehle den Sklaven an Erziehung und diese h\u00e4lt er f\u00fcr eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Freiheit. Aus diesem Grund w\u00e4ren die \u201eAmis des Noirs\u201c (Freunde der Schwarzen) aus seiner Sicht eine Sekte, Feinde der Wei\u00dfen und Unruhestifter. Diese h\u00e4tten durch ihre philanthropische Rethorik diese zum Aufstand aufgewiegelt und somit ihren schw\u00e4rmerischen, realit\u00e4tsfeindlichen Prinzipien geopfert. Vor allem aber kritisiert er die Bestrebungen franz\u00f6sischer Revolution\u00e4re, die Errungenschaften der Franz\u00f6sischen Revolution auf Saint-Domingue \u00fcbertragen zu wollen.<\/p>\n<p>Die vorstehend aufgelistete \u00fcber zwei Jahrhunderte reichende Folge von Ver\u00f6ffentlichungen dieses Reisebuches in drei Sprachen, denen &#8211; wie in der wechselnden Betitelung mehrfach gesagt ist &#8211; eine Handschrift in franz\u00f6sischer Sprache zugrunde lag, gibt insofern R\u00e4tsel auf, als bei der franz\u00f6sischen wie auch \u00a0deutschen Urausgabe von 1797\/98 bzw. 1798\/99 der Verfasser ohne seine Vornamen nur als BARON VON WIMPFFEN bzw. FREIHERR VON WIMPFEN (dieser hier gegen\u00fcber der englischen und franz\u00f6sischen Ausgabe nicht mit \u201eff\u201c, sondern mit \u201ef\u201c geschrieben) erscheint. Irritierend kommt dazu, dass die in der englischen Ausgabe sowie in allen Folgeausgaben erscheinende Vornamenkette \u00a0ziemlich unterschiedlich (zun\u00e4chst FRANCIS ALEXANDER STANISLAUS = \u00a0FRANZ ALEXANDER STANISLAUS, dann FRAN\u00c7OIS LOUIS ALEXANDRE = FRANZ LUDWIG ALEXANDER und schlie\u00dflich nur ALEXANDER STANISLAS) lautet. Die Verwirrung wird perfekt durch den Umstand, dass in der Genealogie der Adelsfamilie De bzw. Von Wimpf(f)en kein solcher all dieser Vornamensformen auffindbar ist. So sucht man ALEXANDER in dieser vergebens, und wenn man sich an STANISLAUS h\u00e4lt, so sto\u00dfen wir zwar in Generation XIII bzw. 11 auf STANISLAUS GUSTAV LUDWIG (1721 &#8211; 1793), den Begr\u00fcnder vom a) Stanislaus\u2019 Zweig, und in Generation XIV bzw. 12 auf \u00a0STANISLAUS F\u00c9LIX GUSTAV AIM\u00c9 (1787 &#8211; 1843), den Sohn des Begr\u00fcnders vom e) F\u00e9lix\u2019 Zweig F\u00c8LIX LUDWIG (1744 &#8211; 1814); doch lauten bei diesen beiden nicht nur die Beivornamen v\u00f6llig anders, sondern der Letztgenannte ist erst 1787 und damit nur ein Jahr vor dem Beginn der im fraglichen Buch beschriebenen Reise nach Sankt Domingo geboren; und der Erstgenannte kommt als Autor auch deshalb nicht in Frage, weil er in seinem letzten Lebensdrittel nach dem Tod seines Vaters JOHANN GEORG (geb. 1689, gest. 1767) dessen Funktion des Oberamtmannes des Amtsbezirkes Minfeld ausge\u00fcbt hat.<br \/>\nDes R\u00e4tsels L\u00f6sung ergibt sich aus dem \u00a0Studium<br \/>\n&#8211; zum einen der der deutschen Urausgabe von 1798\/99 er\u00f6ffnend beigef\u00fcgten <span style=\"text-decoration: underline;\">Zuwidmung<\/span>\u00a0in Verbindung,<br \/>\n&#8211; zum andern mit dem Auftakt und dem Ende des dieser folgenden langen sog. <span style=\"text-decoration: underline;\">Vorrede<\/span>.<br \/>\nSiehe hierzu zun\u00e4chst:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-33.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3529\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-33-628x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"473\" height=\"771\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-33-628x1024.jpg 628w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-33-184x300.jpg 184w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-33.jpg 1158w\" sizes=\"auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 16a: Die erste Seite der dem Titelblatt \u201eDes Freiherren von Wimpffen neueste Reisen nach Saint Domingo &#8230; &#8220; folgenden Weihung (im Sinne von Zuwidmung), die dem Herzog (seit ausgangs 1797) Friedrich II. und sp\u00e4teren Kurf\u00fcrsten ab 1803 sowie schlie\u00dflich K\u00f6nig ab 1806 Friedrich I. von W\u00fcrttemberg <strong>(1754 &#8211; 1816)\u00a0<\/strong>gilt<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Ueberzeugt und getr\u00f6stet, da\u00df \u00a0I h-<br \/>\nr e \u00a0H e r z o g l i c h e \u00a0 D u r c h l a u c h t \u00a0das<br \/>\ngeringe schwache Opfer nicht nach sei-<br \/>\nnem unbedeutenden Werth, sondern<br \/>\nnach der F\u00fclle der Empfindungen sch\u00e4-<br \/>\nzen, wage ich es,\u00a0dieses litterarische<br \/>\nWerk \u00a0<\/em><em>H \u00f6 c h s t d e n e n s e l b e n \u00a0zu F\u00fc\u00dfen<br \/>\nzu legen, um dadurch jene gr\u00e4nzen-<br \/>\nlose Dankbarkeit, Ehrfurcht und Ver-<br \/>\nehrung zu bezeichnen, womit ich die<br \/>\nh\u00f6chste Gnade habe, in tiefster Unter-<br \/>\nth\u00e4nigkeit zu seyn\u201c,<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ihrer Herzogl. Durchlaucht<br \/>\n<\/strong>und<br \/>\n<strong>des Gn\u00e4digsten Erbprinzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">London d. 15. Ap. 1797 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0unterth\u00e4nigster Dr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Freiherr von Wimpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Schluss zeigt, dass der hier als Huldigender und genau wie im Buchtitel als Autor nur mit seinem Titel und Nachnamen erscheinende \u201eFreiherr von Wimpfen\u201c damals sich im Dienst des vorgenannten Herrschers befunden hat. Die Datierung \u201eLondon, den 15. April 1797\u201c geht mit dem Umstand, dass der urspr\u00fcngliche ERBPRINZ FRIEDRICH erst ausgangs 1797 nach dem am 23. Dezember 1797 erfolgten Tod von HERZOG FRIEDRICH EUGEN (1732 &#8211; 1797) Herzog geworden ist, insofern zuammen, als der Druck des ersten Bandes erst im Nachjahr 1798 erfolgt und so noch Anpassungen in Richtung der Titelerg\u00e4nzungen (so vor allem die auf der ersten Widmungsseite unten an die oben verwendete Betitelung \u201eDem Durchlauchtigsten Erbprinzen\u201c unten angef\u00fcgte Korrektur \u201e*) Jezt regierenden Herzogen\u201c) vorgenommen werden konnten. Die erstgenannte Unterbetitelung \u201eGeneral-Lieutenant in russischem \u00a0Dienste\u201c hebt darauf ab, dass dieser in 1780er Jahren in den Diensten Russlands gestanden und 1783 im Krieg gegen die T\u00fcrkei zum Generalleutnant bef\u00f6rdert worden war und ein Truppenkorps bei Cherson befehligt hatte.<br \/>\nAus dem sich ergebenden Sachverhalt, dass der Autor damals, d. h. in den Jahren 1797 und 1798 Untertan, weil in dessen Dienste stehend, von HERZOG FRIEDRICH VON W\u00dcRTTEMBERG (1754 &#8211; 1816) gewesen ist, dazuhin, dass er sich im Zeitraum der Ingangsetzung der Ver\u00f6ffentlichung seines Reisewerkes in London befunden hat, und die Datierung seiner Widmung\u00a0nur einen starken Monat vor der dort am 18. Mai 1797 stattgefundenen Hochzeit dieses Herrschers mit CHARLOTTE AUGUSTE MATHILDE VON GRO\u00dfBRITANNIEN (1766 &#8211; 1826) stattgefunden hat, legt den Schluss nahe, dass es sich bei diesem ohne Vornamen erscheinenden Autor um FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1752 &#8211; 1823) &#8211; nicht zu verwechseln mit dessen im angehenden Kapitel erstlinig behandelten gleichnamigen Onkel, dem Begr\u00fcnder des c) Franzens Zweigs (1732 &#8211; 1800) &#8211; gehandelt hat. Denn, wie im Rahmen des Kapitels T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie\u201c unter Vorzeigung eindeutiger von mir 2013 im Stuttgarter Stadtarchiv gefundenem Archivmaterial belegt ist, war dieser im Zeitraum von sp\u00e4testens 1799 bis zu seinem dortigen Tode im Jahr 1823 in Stuttgart ans\u00e4ssig, wo er zuerst als Kammerherr, sp\u00e4ter Major und erster Kammerherr sowie Adjudant \u201eSeiner Majest\u00e4t des K\u00f6nigs\u201c (gemeint ist: der vorgenannte ehemalige ERBPRINZ, ab 1797 HERZOG, ab 1803 KURF\u00dcRST und schlie\u00dflich ab 1806 K\u00d6NIG FRIEDRICH I. VON W\u00dcRTTEMBERG), schlie\u00dflich sp\u00e4testens ab 1811 als Major, Wirklicher Geheimer Rath und Erster Kammerherr der vorgenannten (jetzt) K\u00d6NIGIN\u00a0(ab 1816 K\u00d6NIGINWITWE)\u00a0CHARLOTTE AUGUSTE MATHILDE VON W\u00dcRTTEMBERG (1766 &#8211; 1826). Nunmehr wird jedoch offenbar, dass der (damals ja immerhin schon 47 Jahre alte) Besagte schon vor 1799, n\u00e4mlich sp\u00e4testens ab 1797, doch h\u00f6chstwahrscheinlich bereits einige Jahre zuvor, in des damaligen, wie oben gesagt ist,\u00a0\u201eDurchlauchtigsten Erprinzen von Wirtenberg\u201c Diensten gestanden ist.<\/p>\n<p>Siehe au\u00dferdem als weiteren erg\u00e4nzenden Beleg:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-36.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3532\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-36-684x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"482\" height=\"722\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-36-684x1024.jpg 684w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-36-200x300.jpg 200w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scan-36.jpg 982w\" sizes=\"auto, (max-width: 482px) 100vw, 482px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 16b:\u00a0<strong>Das der Zuwidmung folgende erste Blatt der mehr als ein Dutzend Seiten umfassenden\u00a0\u201eVorrede\u201c.<\/strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nIn dieser Vorrede legt der sich \u201eFreiherr von Wimpfen\u201c nennende und schreibende, doch ungek\u00fcrzt FRANZ LUDWIG FREIHERR VON WIMPFFEN (1752 &#8211; 1823) hei\u00dfende (und seinen Adelsnamen sp\u00e4ter mit \u201eff\u201c schreibende) Verfasser er\u00f6ffnend Folgendes dar:<br \/>\nIm Jahre 1788, d. h. schon in etwa ein Jahrzehnt zuvor, habe er \u201eBriefe\u00a0eines Reisenden\u201c herausgebracht, die aus einem gr\u00f6\u00dferen Werke, das er zusammen mit seiner \u201eReise nach dem Vorgebirge der guten Hoffnung\u201c (damit ist das Kap der Guten Hoffnung an der S\u00fcdspitze Afrikas gemeint) herausgenommen waren und das er \u201ewollte drucken lassen\u201c, d. h. das nicht zum Druck gekommen ist. Dieses alles geht damit zusammen, dass dieser die urspr\u00fcngliche Absicht, ein umf\u00e4ngliches Reisewerk, worin dessen Reise zur S\u00fcdspitze Afrikas enthalten war, im Jahr 1814, d. h. ein gutes Vierteljahrhundert sp\u00e4ter, realisiert hat. Dessen umfangreicher Titel, der \u00e4hnlichst wie jener der oben einleitend aufgezeigten in London 1797 erschienenen Reisebeschreibung gefasst ist, lautet:<br \/>\n&#8211; \u201eBriefe eines Reisenden, geschrieben aus England und Frankreich, einem Theil von Afrika, und aus Nord=Amerika, von dem Freyherrn von Wimpffen, wirklichen Geheimen Rath und erstem Kammerherrn von Ihro Majest\u00e4t, der K\u00f6nigin von W\u00fcrttemberg; aus der franz\u00f6sischen Handschrift \u00fcbersetzt und herausgegeben von P. J. Rehfues, Hofrath und Bibliothek\u00e4r Sr. K\u00f6nigl. Hoheit des Kronprinzen von W\u00fcrtemberg, und korrespondierendem Mitglied der italienischen Akademie zu Florenz. Erster Band. Darmstadt, 1814. bey Heyer und Leske.\u201c<br \/>\n&#8211; Zweyter Band 1814 und Dritter Band 1815 erschienen.<br \/>\nGenau wie die \u00e4ltere, auf Sankt Domingo gerichtete, Reisebeschreibung ist diese in sog. Briefe gegliedert; und auch der belehrend-bildungsheischende Stil wie die behandelten Inhaltsbereiche \u00e4hneln dieser voll und ganz. Der in Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie eingebrachte vollst\u00e4ndige Lebenslauf des FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1752 &#8211; 1823) sowie die dort zu findenden weiteren Angaben \u00fcber dieses 1814\/15 erschienene Reisewerk werden helfen, Folgendes mit Sicherheit sagen zu k\u00f6nnen: Es steht au\u00dfer Frage, dass hinter den vorgestellten beiden Reisewerken die gleiche, d. h. dessen Person, steht. Damit erkl\u00e4rt es sich denn auch, dass die Titelfassung der deutschen Ausgabe seines zeitm\u00e4\u00dfig in der Mitte stehenden Reisewerkes von 1798\/99 nach Sankt Domingo sich der Formulierung \u201eDes\u00a0Freiherrn von Wimpfen <span style=\"text-decoration: underline;\">neueste<\/span> Reisen &#8230;\u201c bedient.<br \/>\nFragt sich abschlie\u00dfend nur noch, was diesen veranlasst haben k\u00f6nnte, im in London in Englisch 1897 ver\u00f6ffentlichten Werk statt richtigerweise FRANCIS LEWIS oder FRAN\u00c7OIS LOUIS oder FRANZ LUDWIG das Vornamen-Pseudonym FRANCIS ALEXANDER STANISLAUS zu verwenden bzw. in der franz\u00f6sischen und deutschen Fassung sich auf den Nachnamen BARON DE WIMPFFEN bzw. FREIHERR VON WIMPFEN zu beschr\u00e4nken? Keine rechte Antwort wissend, soll nunmehr die Schilderung des Lebensganges des F\u00c9LIX LOUIS DE (FELIX LUDWIG VON) WIMPFFEN (1744 &#8211; 1814) abgeschlossen und dann noch eine kurze Betrachtung seiner Nachkommenschaft angef\u00fcgt werden:<br \/>\nDas diesem im ausgehenden 18. Jahrhundert zugekommene Amt des Leiters der Gest\u00fcte Frankreichs, war zwar eine &#8211; entgegen seiner beruflichen Anf\u00e4nge sowie im Zeitabschnitt der Franz\u00f6sischen Revolution stattgehabten Phasen milit\u00e4rischer F\u00fchrungst\u00e4tigkeit &#8211; unkriegerisches Metier; doch war dieses f\u00fcr die Versorgung der franz\u00f6sischen Truppen mit Pferden h\u00f6chst wichtig. Er soll dieses Amt bis zu seinem oben bereits vermerkten Tod innegehabt haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der abschlie\u00dfende Blick in die erweiterte und korrigierte II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach hin zum Ende der Generationsreihe XIII bzw. 11 weist diesen,\u00a0um noch einmal darauf hinzuweisen, als den Stammvater des letzten der f\u00fcnf Zweige, dem e) Felix-Zweig, aus.\u00a0Aus diesem gehen, wie der Weiterblick auf den Generationsabschnitt XIVe bzw. 12e zeigt, die zwei S\u00f6hne namens<br \/>\n&#8211; CHRISTIAN FELIX VICTOR (1780 &#8211; 1833) und der oben bereits erw\u00e4hnte<br \/>\n&#8211; STANISLAUS LOUIS GUSTAV AIM\u00c9 (1787 &#8211; 1843) hervor.<br \/>\nUnd aus dem \u00c4lteren w\u00e4chst eine weiterhin fast ausnahmslos in Frankreich ans\u00e4ssige gebliebene Nachkommenschaft. Aus dieser sei allein der am Anfang der dreiteiligen Generationsleiste XVIIe bzw. 15e stehende<br \/>\n&#8211; GEORG OSWALD, geb. am 01. 09. 1842 (wie aus der diesem von Wurzbach beigegebenen Biografie Nr. 37 hervorgeht) zu Pau in Frankreich und gest. (wie anderen Quellen entnommen) am 11. 11. 1910 in Forchheim\/Main. Haupts\u00e4chlich Wurzbachs &#8211; hier verk\u00fcrzt dargebrachter &#8211; Lebensdarstellung Nr. 37 folgend, wurde dieser als Knabe nach \u00d6sterreich gegeben, genoss im Kadetteninstitut zu Marburg eine milit\u00e4rische Vorbildung, kam 1858 in die Wiener-Neust\u00e4dter Akademie und aus dieser 1862 als Lieutenant minderer Geb\u00fchr in das Infanterie-Regiment K\u00f6nig der Belgier Nr. 27. Im Feldzuge gegen D\u00e4nemark 1864 wurde er bei Oeversee am Kopfe schwer verwundet.\u00a01866 stieg er im \u00f6sterreichischen Milit\u00e4rdienst bis zum Oberlieutnant auf und kam sp\u00e4ter in das milit\u00e4r-geographische Institut. 1885 verm\u00e4hlte er sich mit MARIE (THERESIA SYLVESTRA) FREIIN HORNECK VON WEINHEIM, Dame des k\u00f6niglich bayrischen Elisabethordens und lebte in den ausgehenden 1880er Jahren auf Schloss Kreuzwertheim am Main.<\/p>\n<p>&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN\/FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1732 &#8211; 1800), um nunmehr endlich wieder mit der hier erstrangig anstehenden Schilderung dessen Lebens und Wirkens zu Ende zu kommen, setzt &#8211; anders als sein vorstehend aufgef\u00fchrter j\u00fcngster Bruder FELIX LUDWIG wie auch dessen zuvor umschriebener Neffe HERMANN\/GERMAIN &#8211; den Dienst in der franz\u00f6sischen Revolutionsarmee bleibend fort: 1892\/93 f\u00fchrt er eine Division der franz\u00f6sischen Rheinarmee, die unter dem Befehl von General ALEXANDRE VICOMTE BEAUHARNAIS\u00a0(1760 \u2013 1794), dem Gatten der JOS\u00c9PHINE DE BEAUHARNAIS, der sp\u00e4teren ersten Gemahlin von NAPOLEON BONAPARTE, steht. Dieser und auch Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen werden allerdings in der nun beginnenden Schreckensherrschaft der Jakobiner als Royalisten und Aristokraten und damit als Feinde der Republik betrachtet und, beschuldigt von Mitgliedern des herrschenden Nationalkonvents, als Konterrevolution\u00e4re angeklagt und aus ihren milit\u00e4rischen Funktion entlassen sowie in Paris im Gef\u00e4ngnis Conciergerie, dem \u201eVorzimmer des Todes\u201d, eingekerkert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Fran\u00e7ois Louis der im April 1792 erstmals eingesetzten Guillotine entkommen kann, wird Alexandre Beauharnais im Juli 1894 hingerichtet. Und auch F\u00fcrst Friedrich III. von Salm-Kyrburg entgeht dieser nicht. Zun\u00e4chst muss dieser nach einer sommerlichen Reise mit zwei der Hofdamen sowie dem Mitte Dezember 1789 geborenen Sohn und sp\u00e4teren Thronfolger Friedrich (IV.) von Paris nach Kirn am fr\u00fchen Morgen des 23. August 1790 den nach pl\u00f6tzlich immer wieder einsetzenden Hustenanf\u00e4llen unerwartet eingetretenen Tod seiner gerade 25 Jahre alten Gemahlin JOHANNA FRANZISKA erleben. In diesem Zusammenhang sto\u00dfen wir jetzt wieder auf LUISE VON WIMPFFEN, indem wir in den Memoiren der damals in Kirn anwesend gewesenen AMALIE ZEPHYRINE Folgendes berichtet finden:<br \/>\n<em>\u201eMan kann nicht sagen, dass diese arme junge Frau <\/em>(gemeint: Johanna Franziska)<em> in ihrem Leben sehr geliebt wurde. Im Allgemeinen fand man sie k\u00fchl und wenig gef\u00fchlvoll. Dennoch wurde ihr Tod beklagt, insbesondere von ihrer Ersten Hofdame, Fr\u00e4ulein von Wimpfer, die sp\u00e4tere Madame de Li\u00e8vreville.\u201d<br \/>\n<\/em>Und im Fortgang des Tagebuchs hei\u00dft es nach einer insbesondere der Person und dem Tod der Schw\u00e4gerin sowie ihrem hinterlassenen Sohn u. a. m. geltenden Passage weiter:<br \/>\n<em> \u201eWir verlie\u00dfen also Kirn mit meinem Bruder, seinem Sohn, einer Hofdame meiner verstorbenen Schw\u00e4gerin,<sup>116<\/sup><\/em> <em>die ich in meine Dienste nahm.\u201d\u00a0<\/em>Die aufschlussreiche Fu\u00dfnote 116 lautet wie folgt: <em>\u201eEs handelt sich sicherlich um Fr\u00e4ulein von Wimpfer, denn Amalie zahlte ihr sp\u00e4ter eine Rente.\u201d<br \/>\n<\/em>Demnach wurde ausgangs August 1790, die seit April 1782, also etwas mehr als acht Jahre, im Dienste der F\u00fcrstin JOHANNA FRANZISKA VON SALM-KYRBURG gestandene und deren haupts\u00e4chlich wechselnd in Paris und Kirn verbrachtes Leben geteilte LUISE VON WIMPFFEN von deren Schw\u00e4gerin ZEPHYRINE VON SALM-KYRBURG \u00fcbernommen und war, so steht zu vermuten, bis in etwa zu ihrer Verehelichung mit dem Adjudanten ihres Vaters LEON THEOPHILE DE LI\u00c8VREVILLE im M\u00e4rz 1792, d. h. als solche noch knapp zwei Jahre t\u00e4tig. Nach wie vor f\u00fchrt der nunmehrige Witwer F\u00dcRST FRIEDRICH III. VON SALM-KYRBURG, wie die Schwester schreibt, <em>\u201evergiftet durch die Revolution\u201d\u00a0<\/em>einen h\u00f6chst aufwendigen \u00fcberzogenen Lebensstil und somit sein Verm\u00f6gen in die Zerr\u00fcttung und die Finanzen seines kleinen Landes in den Ruin, so dass das Reichskammergericht 1792 sogar eine Konkursverwaltung einsetzen muss. Er verl\u00e4sst, entgegen dem Rat seiner Schwester, Paris und Frankreich nicht, weil er die sonst bef\u00fcrchtete Konfiszierung seines Besitzes in Frankreich verhindern will. Und er, der zun\u00e4chst der Revolution durchaus positv gegen\u00fcberstand und als einziger deutscher Reichsf\u00fcrst gegen den Krieg mit dem revolution\u00e4ren Frankreich votiert hatte, kritisiert auch ziemlich heftig die nun die Oberhand gewinnenden Jakobiner. Nach einer Hausdurchsuchung im Palais Salm im Februar 1794 erfolgt Anfang April seine Festnahme und Festsetzung im Gef\u00e4ngnis Conciergerie und am 23. Juli 1794, demselben Tag, da Alexandre de Beauharnais sein Leben verliert, findet seine Hinrichtung durch die Guillotine statt.<\/p>\n<p>Der Tod des Bruders F\u00dcRST FRIEDRICH III. VON SALM-KYRBURG wie auch der des ALEXANDRE BEAUHARNAIS unter dem Fallbeil findet sich in den Memoiren der die schlimmen Schreckensjahre unter uns\u00e4glichen M\u00fchen und gro\u00dfen Entbehrungen \u00fcberstehenden AMALIE ZEPHYRINE tief beklagt. Schon 1792 befinden sich in deren Obhut und Erziehung sowohl ihr 1789 geborener und 1790 mutterlos sowie 1794 dann noch vaterlos gewordener Neffe FRIEDRICH VON SALM-KYBURG (sp\u00e4ter als Erbnachfolger der IV.) als auch die beiden aus der 1785 nach beider Einverst\u00e4ndnis getrennten Ehe des ALEXANDRE und der JOS\u00c9PHINE DE BEAUHARNAIS hervorgegangenen Kinder EUG\u00c8NE, geb. 1781, und HORTENSE, geb. 1883. Es mag zwar die Tatsache der aufopferungsvollen Obsorge derselben f\u00fcr das letztgenannte Geschwisterpaar die neuerdings wieder durch die Bearbeiterinnen Christina Egli und Doris Muth unter Hinweis auf den Experten f\u00fcr die Biografie der Kaiserin Jos\u00e9phine Bernard Chevalier mit dem Hinweis, dass diese Behauptung wegen des Fehlens entsprechender Belege weder best\u00e4tigt noch widerlegt werden k\u00f6nne, die These vieler Historiker n\u00e4hren, dass Amalie Zephyrine die langj\u00e4hrige Geliebte des Vaters der beiden Kinder Alexandre de Beauharnais gewesen sei. Doch stellt sich diese Frage im Rahmen dieser den Von Wimpffen geltenden Untersuchung ja nicht. Wenn aber dennoch dieser wie jenem hier so viel Platz einger\u00e4umt wurde, so ist das folgenderma\u00dfen zu begr\u00fcnden: Zum einen damit, dass mindestens \u00fcber den Zeitraum von 1782 \u2013 1792, also \u00fcber ein ganzes Jahrzehnt hinweg, eine Verbindung der Familie des Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen mit derjenigen der von Salm-Kyrburg bestanden hat, zum anderen, weil die Kenntnis dieser Verbindung hilft, die These deren Einflusses auf dessen R\u00fcckkehr in sein Heimatland Frankreich zu verifizieren.<\/p>\n<p>Nach dem eine knappe Woche nach der Hinrichtung des ALEXANDRE DE BEAUHARNAIS und des F\u00dcRSTEN FRIEDRICH III. VON SALM-KYRBURG am 27.\/28. Juli 1794 erfolgten Sturz und der Hinrichtung Robbespierres und dann auch seiner Anh\u00e4nger und der \u00dcbernahme der Herrschaft durch das Direktorium kommt FRANCOIS LOUIS DE WIMPFFEN schlie\u00dflich frei und kann in die Dienste der franz\u00f6sischen Armee zur\u00fcckkehren. Denn unter der Realisierung der eingef\u00fchrten allgemeinen Wehrpflicht (lev\u00e9e en masse) und der weiteren Bedrohung durch die Koalitionstruppen werden erfahrene und t\u00fcchtige milit\u00e4rische F\u00fchrer dringender denn je gebraucht. Er wird schlie\u00dflich Divisionsgeneral und inzwischen hat im November\/Dezember 1799, worauf schon hingewiesen, NAPOLEON BONAPARTE, der Beste unter den franz\u00f6sischen Gener\u00e4len, den Sturz des Direktoriums bewirkt und sich zum Ersten Konsul emporgeschwungen. Auch ist die Vollendung der besitzrechtlichen \u00dcbergabe aller linksrheinischen Gebiete des Heiligen R\u00f6mischen Reiches deutscher Nation an Frankreich \u00fcber den Kongress von Rastatt des Jahres 1799 im Gange. Zum Schluss ist Fran\u00e7ois L\u00f6uis de Wimpffen Pr\u00e4sident des franz\u00f6sischen Revisionsgerichts in Mainz, das 1897 zum vierten Mal franz\u00f6sisch geworden ist. In dieser Eigenschaft stirbt er am 24. Mai 1800 im Alter von 68 Jahren und wird dort auf dem Friedhof der Peterskirche beerdigt. Seine am 24. Dezember 1820 in Frankfurt am Main im Alter von 75 \u00bd Jahren gestorbene Frau MARIE CONIGONDE (MARIA KUNIGUNDE), die ihm durch all die vielen milit\u00e4rischen Wirkungsbereiche und weitverstreuten Wirkungsst\u00e4tten in Frankreich und im dem Untergang entgegengehenden Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nation gefolgt ist und ein Dutzend Kinder geboren und aufgezogen und wohl ma\u00dfgeblich miterzogen hat, \u00fcberlebte ihn noch zwei Jahrzehnte und konnte somit den vom Gro\u00dfvater JOHANN GEORG vorbereiteten ausnahmslosen Aufstieg ihrer \u00fcberlebten sieben S\u00f6hne wohl noch sehr viel mehr als ihr Gatte wahrnehmen.<\/p>\n<p>Nachzutragen ist, dass FRAN\u00c7OIS BARON DE WIMPFFEN\u00a0oder auch nur FRAN\u00c7OIS WIMPFFEN, so ist jetzt, wohl Wirkung der Franz\u00f6sischen Revolution, sein Verfasser-Name, in den ausgehenden 1790er Jahren weiterhin eifrig und haupts\u00e4chlich als milit\u00e4rischer Schriftsteller t\u00e4tig gewesen ist, dessen gleichzeitig auch in deutscher sowie teilweise auch in englischer Sprache erschienenen Schriften sich insbesondere mit der Erziehung der Jugend f\u00fcr den Heeresdienst und der Reform der Heeresorganisation und -finanzierung, doch auch mit der im Zuge des Vordringens von Frankreich unter Napoleon Bonaparte zum Rhein hin und dar\u00fcber hinaus mit der politischen Neugestaltung des, wie er sagt, \u201eEmpire Germanique\u201d befassten. Die jeweils mit Erl\u00e4uterung versehenen Titel derselben lauten:<\/p>\n<p>&#8211; Le militaire exp\u00e9riment\u00e9 ou l\u2019instruction du G\u00e9n\u00e9ral de Division Fran\u00e7ois Wimpffen \u00e0 ses fils et \u00e0 tout jeune homme destin\u00e9 au metier des armes.- Par cette instruction, le G\u00e9n\u00e9ral Wimpffen conduit tout militaire depuis le plus petites exp\u00e9ditions guerri\u00e8res jusque\u2019aux grandes batailles, qui seul decident du destin des empires. Redig\u00e9 en floreal de l\u2019an VI. Paris chez Magimel, Libraire pour l\u2019Art militaire, quai des Augustines, no. 73, An VI (1797\/98).<br \/>\nEnglische Ausgabe:<br \/>\n&#8211; Macdonald, M.: L\u2019officier exp\u00e9riment\u00e9; London 1798 und 1804<br \/>\nDeutsche Ausgabe:<br \/>\n&#8211; Des Franz\u00f6sischen Divisions-Generals Franz Wimpffen Unterricht f\u00fcr seine S\u00f6hne und alle jungen Leute, die sich den Kriegsdiensten widmen wollen. Aus dem Franz\u00f6sischen \u00fcbersetzt; Dresden 1799 in der Waltherischen Hofbuchhandlung.<br \/>\nAu\u00dferdem nur als unver\u00f6ffentlichtes Manuskript vorliegend:<br \/>\n&#8211; The experienced soldiers. Ins Englische \u00fcbertragen von Jonathan Barnett.<br \/>\nHervorzuheben gilt insbesondere das Werk:<br \/>\n&#8211; Les Loisiers du G\u00e9n\u00e9ral de Division Fran\u00e7ois Wimpffen, depuis trente jours qu\u2019il est \u00e0 Paris; ou indices sur l\u2019empire d\u2019allemagne dit l\u2019Empire Germanique: Avec un Apper\u00e7u des moyens qui peut employer le Congr\u00e8s de Rastadt, afin de parvenir promptement \u00e0 des r\u00e9sultats tr\u00e8s-heureux pour les \u00c9lecteurs eccl\u00e9siastiques et pour les Princes et Comtes s\u00e9culiers, qui ont perdu leur souverainet\u00e9 \u00e0 la rive gauche du Rhin. Germinal An VI, Avril 1798.- Siehe dazu:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050a-188x300.jpg\" alt=\"050a\" width=\"374\" height=\"596\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050a-188x300.jpg 188w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050a-768x1225.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050a-642x1024.jpg 642w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050a.jpg 1030w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. P 17a: Das Titelblatt der vorstehend aufgef\u00fchrten Ver\u00f6ffentlichung \u201eLes Loisiers du G\u00e9n\u00e9ral de Division Fran\u00e7ois Wimpffen &#8230; \u201d (\u201eMu\u00dfe des Divisionsgenerals Franz Wimpffen &#8230; &#8222;) des Jahres 1798<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-89 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050b-196x300.jpg\" alt=\"050b\" width=\"375\" height=\"574\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050b-196x300.jpg 196w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050b-768x1173.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/050b.jpg 1106w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. P 17b: Das in Section I \u2013 XI mit anschlie\u00dfender \u201eConclusion\u201d (Schlussfolgerung) gegliederte Themenverzeichnis der vorgenannten, als Reformschrift<\/strong> <strong>anzusehenden, Ver\u00f6ffentlichung<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dieser in Paris ver\u00f6ffentlichten Schrift versucht er, Mittel und Wege aufzuzeigen, die den (1797 er\u00f6ffneten) sog. Rastatter Kongress bef\u00e4higen, f\u00fcr jene geistlichen und weltlichen Herrscher, die nach dem vorausgegangenen Frieden von Campo Formio ihre linksrheinischen Territorien an Frankreich verloren haben, zu einem raschen und gl\u00fccklichen Ergebnis der Entsch\u00e4digung zu kommen. Die in Rastatt tagende Reichsdeputation, welcher die schwierige Aufgabe obliegt, dar\u00fcber zu beschlie\u00dfen, welche der betroffenen weltlichen F\u00fcrsten und mit welchen der in ihrer Gesamtheit der S\u00e4kularisation anheimfallenden rechtsrheinischen geistlichen Territorien entsch\u00e4digt werden sollen, bricht ihre T\u00e4tigkeit 1799 jedoch durch den Ausbruch des Zweiten Koalitionskrieges ohne Beschlussfassung und damit ohne rechtskr\u00e4ftigen Friedensschluss ab. Es erstaunt, mit welcher Sachkenntnis der Autor in den Abschnitten I \u2013 X die komplizierten unterschiedlichen weltlichen und kirchlichen Herrschaftsstrukturen des Heiligen R\u00f6mischen Reiches Deutscher Nation zu analysieren versteht, dann in Sect. XI. (\u201eMon opinion sur les r\u00e9sultats du Congr\u00e8s de Rastadt\u201d) seine Meinung \u00fcber die dort ins Auge gefassten Ma\u00dfnahmen darlegt und schlie\u00dflich auf den Schlussseiten 83 und 84 (\u00fcberschrieben mit \u201eConclusion\u201d) seine Schlussfolgerungen zieht. Seine diesbez\u00fcgliche Kompetenz r\u00fchrt zweifellos davon her, dass er \u00fcber gute vier Jahrzehnte hinweg, beginnend im \u00d6sterreichischen Erbfolgekrieg in den ausgehenden 1740er Jahren und endend in den auslaufenden 1780er Jahren mit der R\u00fcckkunft nach Frankreich, so gut wie ununterbrochen in zahlreichen \u00fcber die\u00a0Gesamtheit verstreuten Landschafts- und Herrschaftsbereiche des Heiligen R\u00f6mischen Reiches kriegsteilehmend bis milit\u00e4rstrategisch und -politisch rege und umsichtig t\u00e4tig gewesen ist. Hinzu kommt die mit einer in der Reichsstadt Frankfurt am Main Beheimateten geschlossene Ehe.<br \/>\nDer Titel der deutschen Ausgabe dieser h\u00f6chst beachtenswerten \u00fcbernationalen politischen Wegweisung lautet:<br \/>\n&#8211; \u201eMu\u00dfe des franz\u00f6sischen Divisionsgenerals Franz Wimpffen, seit drei\u00dfig Tagen, da\u00df er in Paris ist &#8211; oder Bemerkungen \u00fcber das Deutsche Reich&#8220;, Paris 1798.<br \/>\nDurch seinen im Jahre 1800 erfolgten Tod hat er den 1802\/03 durch den sog. Reichsdeputationshauptschluss in Gang gebrachte und vollzogene herrschaftspolitische Umordnung in Form der Aufl\u00f6sung der Geistlichen Herrschaften und Einverleibung in die Weltlichen Territorien und somit die konkrete L\u00f6sung der ihn umtreibenden besitz- und herrschaftspolitischen Problematik nicht mehr erlebt. Hinzu kam noch die in diesen Beschluss einbezogene Aufhebung fast aller Reichsstadt-Gerechtigkeiten und damit die Zuordnung von Wimpfen am Neckar zur Landgrafschaft Hessen, d. h. jenes Landst\u00e4dtchens, das laut der Selbstbiografie des Franz Ludwig von Wimpffen f\u00fcr seine Sippe nicht nur namengebend gewesen sei, sondern sich (freilich ist dieses, wie im Endkapitel Z. R\u00fcck- und Weiterschau klargelegt, als pure Erfindung zu betrachten!) sogar in hochmittelalterlichen Zeiten in deren Besitz und unter der reichsv\u00f6gtlichen Herrschaftsaus\u00fcbung derselben befunden haben soll.<\/p>\n<p>Damit ist die intensive Betrachtung des Lebens des nach der Z\u00e4hlung von St\u00f6r der Generation 11 bzw. XIII nach derjenigen von Wurzbach angeh\u00f6renden Gr\u00fcnders des Franzens-Zweiges FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN\/FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1732 \u2013 1800) mit gleichzeitig k\u00fcrzeren oder l\u00e4ngeren Blicken auf die Lebensg\u00e4nge einiger seiner gleich ihm in den Milit\u00e4rdienst getretenen Br\u00fcder, so vor allem des \u00e4ltesten derselben F\u00c9LIX LOUIS\/FELIX LUDWIG (1744 &#8211; 1814), sowie dessen Neffen GERMAIN\u00a0bzw. HERMANN (1754 &#8211; 1820) und FRANZ LUDWIG (1852 &#8211; 1923), abgeschlossen. Nat\u00fcrlich wird im Fortgang da und dort noch, wie es sich ergibt, \u00fcber den einen oder anderen derselben schlaglichtartig Weiteres sowie ganz besonders \u00fcber den hier unerw\u00e4hnt gebliebenen n\u00e4chstj\u00fcngeren Bruder und Begr\u00fcnder des Zweiges d) FRANZ GEORG (1735 &#8211; 1816), gesondert in Kapitel Y. Georgs-Zweig, zu berichten sein. Auch wenn Franz Ludwig vergleichweise hier ungew\u00f6hnlich viel Raum gegeben wurde, so d\u00fcrfte dessen daf\u00fcr haupts\u00e4chlich verwendete Selbstbiografie bei weitem so wenig wie seine im laufenden wie im abschlie\u00dfenden Text nur angerissenen milit\u00e4r- und erziehungsbezogenen Werke ausgesch\u00f6pft worden sein. Sich mit ihm intensiv zu befassen, steht diesem auch deshalb zu, weil aus ihm der die gesamte untere H\u00e4lfte der II. Stammtafel von Wurzbach einnehmende m\u00e4chtigste der Zweige der Von Wimpffen, der c) Franzens Zweig, gewachsen ist, der \u00fcber weite Teile Europas und auch nach den USA Verbreitung gefunden hat und nunmehr im Fortgang schrittweise durchleuchtet werden soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der F\u00fcnft\u00e4lteste der sieben \u00fcberlebten S\u00f6hne des Johann Georg namens\u00a0FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN bzw. 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