{"id":311,"date":"2016-06-11T15:12:37","date_gmt":"2016-06-11T13:12:37","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=311"},"modified":"2020-01-01T11:33:49","modified_gmt":"2020-01-01T10:33:49","slug":"wuerttembergische-nebenlinie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/wuerttembergische-nebenlinie\/","title":{"rendered":"T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie die drei der Generation 12 angeh\u00f6renden Neffen des Franz Ludwig bzw. S\u00f6hne des Zweiggr\u00fcnders STANISLAUS VON WIMPFFEN (1721 \u2013 1793) namens CHRISTIAN FRIEDRICH DE WIMPFFEN (1756 \u2013 1824),\u00a0GERMAIN (HERMANN) DE WIMPFFEN (1754 \u2013 1820) vor\u00fcbergehend, doch FRANZ LUDWIG DE WIMPFFEN (1752 &#8211; 1823) bleibend im Herzogtum bzw. K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg Fu\u00df fassen und deren Vetter\u00a0FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN (1784 \u2013 1845), J\u00fcngster der sechs S\u00f6hne des Franz Ludwig, im Dienste von K\u00f6nig Wilhelm I. von W\u00fcrttemberg es bis zum Generalmajor und zu dessen Generaladjudanten bringt und wie aus diesem in der Residenz Stuttgart eine W\u00fcrttembergische Nebenlinie der Freiherren von Wimpffen herausw\u00e4chst, die dort \u00fcber 5 \u00bd Jahrzehnte hinweg bis Mitte der 1860er Jahre im Milit\u00e4r- , Adjudanten-, Kammerfrauen- und Kammerherrendienst steht.<\/strong><\/p>\n<p>Nunmehr wieder zu den Freiherren von Wimpffen zur\u00fcckkehrend, jedoch die begonnene systematische Beschreibung der Nachkommen des in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig ausgiebigst behandelten Begr\u00fcnders des Franzens-Zweiges FRAN\u00c7OIS\u00a0LOUIS (FRANZ LUDWIG) DE (VON) WIMPFFEN\u00a0(1732 &#8211; 1800) unterbrechend, seien zun\u00e4chst kurzgefasst die in das Herzogtum bzw. ab 1806 K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg, im ersten Fall dauerhaft, im zweiten und dritten Fall nur vor\u00fcbergehend, gef\u00fchrten Lebenswege der drei am Leben gebliebenen S\u00f6hne dessen \u00e4ltesten Bruders namens STANISLAUS GUSTAV LUDWIG (1721 \u2013 1793) geschildert, der laut der II. Stammtafel von Wurzbach mit JULIE LUDOVICA DE LATOUR-FOISSAC (gest. 27. Juni 1795) verheiratet gewesen ist.<br \/>\nDiese alle sind zu finden in der nachfolgenden<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-42-e1560508026375.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2838 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-42-e1560508026375-1024x359.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-42-e1560508026375-1024x359.jpeg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-42-e1560508026375-300x105.jpeg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-42-e1560508026375.jpeg 1550w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 1: Ausschnitt der II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach, zeigend oben die Zweiggr\u00fcnder vom a) Stanislaus\u2019 Zweig, b) Josephs Zweig und c) Franzens Zweig der Generation XIII bzw. 11 sowie die Nachkommen der erstgenannten beiden Zweiggr\u00fcnder, markiert mit Blau bzw. Gelb<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was die als Zielpersonen angef\u00fchrten drei am Leben gebliebenen S\u00f6hne des \u00c4ltesten der Zweiggr\u00fcnder STANISLAUS GUSTAV LUDWIG VON WIMPFFEN anbelangt, so ist der Blick auf die blau hervorgehobene Generationsleiste XIVa bzw. 12a zu richten, wo dessen 10 Namen umfassende Kinderreihe in der Altersfolge, darunter 6 S\u00f6hne und 4 T\u00f6chter, aufgereiht ist; die Gesuchten sind:<br \/>\n&#8211; Der an 3. Stelle zu findende FRANZ LUDWIG, geb. am 16. Februar 1752;<br \/>\n&#8211; der an 4. Stelle stehende HERMANN (franz\u00f6sisch: GERMAIN), geb. am 8. August 1854, gest. am 11. M\u00e4rz 1818; sowie<br \/>\n&#8211; der die 7. Stelle einnehmende CHRISTIAN FRIEDRICH, geb. am 5. April 1856, gest. am 20. Dezember 1824.<br \/>\nDer an 1. Stelle der Geschwisterreihe genannte GEORG wie auch die an der 8. und 9. Stelle stehenden Br\u00fcder VICTOR und GUSTAV sind als \u201ejung gestorben\u201d\u00a0bezeichnet, und die an 2., 5. und 6. Stelle zu findenden drei Schwestern DOROTHEA, geb. am 31. Juli 1749, LUISE, geb. am 7. Juli 1761 und gest. 1827, sowie ROSALIE, geb. am 23. Mai 1762 und gest. am 16. Juli 1835, sind jeweils als \u201eStiftsdame\u201d ausgewiesen, die erstgenannte zu Roeremond (Niederlande), die zweit- und drittgenannte zu Metz (Lothringen), w\u00e4hrenddem der an 10. und letzter Stelle zu findenden 4. Tochter namens VICTORINE keinerlei Angaben beigegeben sind.<\/p>\n<p>Diese Abschweifung macht aus dem folgenden Grund zentralen Sinn: Die vorgenannte Bruder-Dreierschaft kann n\u00e4mlich quasi als Vorl\u00e4uferin oder Schrittmacherin der R\u00fcckwanderung der im Gange des 18. Jahrhunderts durch die letztendliche Niederlassung des j\u00fcngsten Sohnes des JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN namens JOHANN KARL (siehe in Kapitel N. Umorientierung) in den unter die Regentschaft von Ludwig XIV. gekommenen Amtsort Minfeld am Rande vom Elsass franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrger gewordenen Von bzw. De Wimpffen in das Heilige R\u00f6mische Reich und damit R\u00fcckkunft in das deutsche Sprachgebiet sowie in diesem Falle speziell in das Herzogtum bzw. ab 1806 K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg gelten, wo schlie\u00dflich vor\u00fcbergehend eine W\u00fcrttembergische Nebenlinie entstanden ist. Diese findet sich nachstehend dargestellt in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-51-e1560788142968.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-3001 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-51-e1560788142968-1024x604.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-51-e1560788142968-1024x604.jpeg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-51-e1560788142968-300x177.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 2: Ausschnitt der nachbearbeiteten II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach, zeigend mittig rechts die W\u00fcrttembergische Nebenlinie der Von Wimpffen mit ihrem Begr\u00fcnder, den im Generationsband 12c rechtsau\u00dfen zu findenden j\u00fcngsten Sohn des FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1732 &#8211; 1800) namens FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN (1784 &#8211; 1845<\/strong>).<strong> \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser ist dort unschwer als Vetter der drei Vorgenannten zu erkennen, nachdem deren Vater STANISLAUS ein Bruder deren Vaters FRANZ LUDWIG gewesen ist. Vergegenw\u00e4rtigt man sich dessen Geburtsjahr 1784 (zu erinnern gilt, wie in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig ausgef\u00fchrt, geboren in Kirn an der Nahe!) und vergleicht man dieses mit den Geburtsjahren der vorgenannten drei els\u00e4ssischen Vettern FRANZ LUDWIG , HERMANN\/GERMAIN und CHRISTIAN FRIEDRICH, die schon in den 1750er Jahren geboren sind, wie auch die der o. a. vier Kusinen, so wird klar, dass dieser knapp 3 bis 3 1\/2 Jahrzehnte und damit um eine gute Generation j\u00fcnger als diese alle gewesen ist, ein Umstand, der auf den Altersunterschied der V\u00e4ter (Stanislaus 11 Jahre \u00e4lter als der Bruder Franz Ludwig) plus die Stellung des Friedrich Wilhelm am Ende der 12-k\u00f6pfigen Geschwisterreihe zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Was deren aller T\u00e4tigkeit in W\u00fcrttemberg und vornehmlich ganz speziell in Stuttgart betrifft, so wurden von mir, um die bestehende \u00e4u\u00dferst l\u00fcckenhafte \u00dcberlieferung aufzuhellen und Unklarheiten zu beseitigen, im August und Oktober 2013 im Archiv der Stadt Stuttgart diesbez\u00fcglich umf\u00e4ngliche Quellen-Recherchen durchgef\u00fchrt. Diese mussten sich allerdings, was die untere Zeitgrenze anbelangt, aus Zeitmangel auf das ausgehende 18. Jahrhundert beschr\u00e4nken, konnten aber im Hinblick auf die schlie\u00dflich wieder erfolgte Abwanderung der dort entstandenen W\u00fcrttembergischen Nebenlinie bereits bei den ausgehenden 1860er\/beginnenden 1870er enden. Wenn bei der nunmehr beginnenden Beschreibung der Lebenswege der o. a. drei Stanislaus-S\u00f6hne &#8211; entgegen der \u00fcblichen Reihenfolge &#8211; mit dem J\u00fcngsten, n\u00e4mlich<\/p>\n<p>&#8212;\u00a0CHRISTIAN FRIEDRICH VON WIMPFFEN, urspr\u00fcnglich CHRISTIAN FR\u00c9D\u00c9RIC DE WIMPFFEN, laut der II. Stammtafel von Wurzbach geb. am 5. April 1756, gest. am 20. November (laut der Lebensdarstellung Nr. 5 von Wurzbach dagegen am 20. Dezember) 1824 in Wonoklos in B\u00f6hmen, begonnen wird, so deshalb, weil dieser als Erster der drei Br\u00fcder nach W\u00fcrttemberg abgewandert ist. Da, wie gesagt, die diesbez\u00fcgliche Quellensuche erst ab der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert einsetzte, m\u00fcssen wir uns bei der Lebensbeschreibung desselben zun\u00e4chst fast ganz auf das beschr\u00e4nken, was bei Constantin von Wurzbach zu erfahren ist. Nach dessen vorgenannter Lebensdarstellung vollzog sich Christian Friedrichs Lebensgang so:<br \/>\nUrspr\u00fcnglich war dieser, wie es die vorstehend angef\u00fchrten drei seiner vier Schwestern realisiert haben, anf\u00e4nglich f\u00fcr den geistlichen Stand bestimmt, gab aber nachmals diese Laufbahn auf und trat als Hofjunker und Gardelieutenant (wie ca. 1 \u00bd Jahrzehnte zuvor schon sein Onkel Franz Ludwig) in herzoglich-w\u00fcrttembergische Dienste. Dort soll Christian Friedrich in seinen <em>\u201eOheimen Franz Ludwig und Hermann einflu\u00dfreiche Verwandte\u201d<\/em>\u00a0besessen haben. Diese Feststellung ist dahingehend zu korrigieren, dass der Begriff \u201eOheim\u201d nur f\u00fcr Franz Ludwig, aber nicht f\u00fcr Hermann zutrifft, der ja einer von seinen zwei \u00fcberlebten Br\u00fcdern gewesen ist. Christian Friedrich sei, so Wurzbach, 1782 (er war damals also erst ca. 26 Jahre alt) aus diesen Diensten W\u00fcrttembergs wieder ausgeschieden und Lieutenant im k. u. k. Husaren-Regiment Wurmser geworden. Dies geschah demnach zu der Zeit, da sein Onkel Franz Ludwig &#8211; siehe in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig &#8211; die Leitung des Kriegsd\u00e9partements des Herzogtums W\u00fcrttemberg und die Fortsetzung seiner Weiterarbeit dort bereits schon 6 Jahre zuvor aufgegeben und sich jetzt nach dem Kauf der Bornburg bei Frankfurt vorl\u00e4ufig im Residenzst\u00e4dtchen des F\u00fcrstentums Salm-Kyburg Kirn an der Nahe niedergelassen hatte. Somit kann dieser, der Onkel, in W\u00fcrttemberg kaum mehr Einfluss auf das Fortkommen des Christian Friedrich ausge\u00fcbt haben. Und das gilt erst recht f\u00fcr seinen Bruder Hermann, der, wie wir sp\u00e4ter sehen werden, erst lange nach der 1789 ausgebrochenen Franz\u00f6sischen Revolution nach W\u00fcrttemberg und somit dorthin zu einer Zeit gekommen ist, da Christian Friedrich dieses ja l\u00e4ngst wieder verlassen hatte. Dieser habe die Stelle als Offizier der k. u. k. Armee , so hei\u00dft es n\u00e4mlich weiter, 1786 quittiert und darauf die Herrschaft Wonoklos in B\u00f6hmen erworben, wo er k\u00fcnftig gelebt habe und auch gestorben sei. Aus seiner 1786 mit MARIA ANNA FREIIN geborenen SCHERZER VON KLEINM\u00dcHL (in Von Wurzbachs laufendem Text jedoch ver\u00e4ndert: VON SCHERZER-KLEINM\u00dcHL) geschlossenen Ehe seien zahlreiche Kinder hervorgegangen. In der blau gekennzeichneten Generationsreihe XVa bzw. 13a der II. Stammtafel finden sich insgesamt 8 solche verzeichnet, darunter am Anfang der \u00c4lteste der 7 S\u00f6hne namens CHRISTIAN FRANZ ANTON, geb. am 7. Juli 1787. Aus dessen Ehe mit MARGARETHA ENGELTHAL VON EHRENHORST, geb. am Juli 1792, sind dem Erstgenannten 5 Enkel und in der Folgegeneration \u00fcber FRANZ CAJETAN ANTON, geb. am 3. Februar 1829, und dessen Gattin BERTHA GR\u00c4FIN KOTTULINSKY, geb. am 7. September 1839, 5 Urenkel gewachsen. Offenbar bem\u00fchte sich dieser nach seiner Heirat und dem Gutskauf in B\u00f6hmen um Nachweise des Werdens sowie der Adelserlangung seines Geschlechtes, was in Anbetracht seiner nunmehrigen Existenz als Gutsbesitzer eher aus Prestige- denn aus Existenzgr\u00fcnden geschehen sein d\u00fcrfte. Wie aus der mir von Dr. Hans H. von Wimpfen zugesandten Kopie eines in Franz\u00f6sisch abgefassten Antwortbriefes dessen Vaters STANISLAUS hervorgeht, der mit <em>\u201eMolsheim, le 21 aout<\/em> (21. August) <em>1788\u201d<\/em>\u00a0datiert ist, hatte CHRISTIAN FRIEDRICH zu diesem Zweck den Vater angeschrieben und unter Hinweis auf eine offenbar in seiner eigenen Hand befindliche Genealogie seines Geschlechts um die Zusendung einer Kopie eventuell vorhandener Adelsbriefe gebeten. Die aus dem damals dem Vater als Wohnsitz dienenden els\u00e4ssischen St\u00e4dtchen Molsheim, gelegen am Fu\u00dfe der Vogesen 30 km westlich von Stra\u00dfburg, geschickte Antwort klingt h\u00f6chst ungehalten: Die in Christians H\u00e4nden befindliche Genealogie befinde er zwar f\u00fcr gut. Anderes, gemeint wohl, mehr als diese Genealogie aussagt, besitze er jedoch nicht. Und er sehe keinen Grund, sich mit der Suche nach dem Adel der Ahnen abzuqu\u00e4len, welcher sich schlechtenfalls auf eine Spanne von 400 Jahren erstrecke, die er nachweisen k\u00f6nne<em>. \u201eWegen ihrem bekannten adelichen Herkommen\u201d\u00a0<\/em>seien sie in das Niveau all der anderen Adligen gehoben worden. Und seitdem der h\u00f6chste Rat des Elsass\u2019 die Familie in den Baronrang durch einen vom K\u00f6nig unterschriebenen Brief erhoben habe, seien sie immer als in der H\u00f6he der Gr\u00f6\u00dfe der deutschen diplomierten Barone stehend betrachtet worden. Solches sei der gegenw\u00e4rtige Stand. &#8211;\u00a0Wir werden auf diese \u201edas adlige Herkommen\u201d der De oder Von Wimpffen betreffende ebenso unwirsche wie nebul\u00f6se briefliche Aussage von STANISLAUS DE WIMPFFEN,\u00a0des \u00c4ltesten unter den sieben \u00fcberlebten S\u00f6hnen des FRANZ LUDWIG DE WIMPFFEN\u00a0und Gr\u00fcnders des nach ihm benannten a) Stanislaus-Zweiges, gegen\u00fcber seinem seinen Hilfe suchenden j\u00fcngsten der am Leben gebliebenen drei S\u00f6hne CHRISTIAN FRIEDRICH im Endkapitel Z. R\u00fcck- und Weiterschau zur\u00fcckkommen. Genau wie Christian Friedrich trat auch sein \u00e4lterer (bereits in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig hinsichtlich seiner erfolgreichen Verteidigung von Thionville des Jahres 1792 umschriebener) Bruder namens<\/p>\n<p>&#8212;\u00a0<u>HERMANN VON WIMPFFEN<\/u>, urspr\u00fcnglich <u>GERMAIN DE WIMPFFEN<\/u>, zun\u00e4chst in den Milit\u00e4rdienst Frankreichs. Dies geht zun\u00e4chst aus der II. Stammtafel von Wurzbach in Verbindung mit dessen Lebensbeschreibung Nr. 25 hervor, wonach dieser der Sohn des (ersten) Zweigstifters a) STANISLAUS GUSTAV LUDWIG VON WIMPFFEN und seiner Ehefrau JULIE LUDOVICA GEB. LATOUR-FOISSAC gewesen ist und am 8. August 1754 geboren und am 11. M\u00e4rz 1818 gestorben sein soll. Dieser diente, so sagt Wurzbach weiter, vor\u00fcbergehend zun\u00e4chst in der franz\u00f6sischen Armee, in welcher er bis zum Range eines Generallieutenants aufstieg. Nachdem er seinen Abschied genommen hatte, bekleidete er das Amt eines Maire (B\u00fcrgermeisters) in Neuf-Breisach bis zu seinem Tode. Aus seiner Ehe mit THERESE VON KO\u00dfMANN, gestorben 1830, hinterlie\u00df er zwei T\u00f6chter, die in der II. Stammtafel, Generation XVa bzw.13a, folgenderma\u00dfen aufgef\u00fchrt sind: CONSTANZE, geb. 1794, verm\u00e4hlt mit LESCOTET DE MENNEVAL, ermordet in Spanien 1813, und ALBERTINE CLOTILDE, geb. 1806, verm\u00e4hlt mit ARISTIDES G\u00c9HIN, gest. am 19. August 1873. Anders als Wurzbach beschreibt Dr. Hans H. von Wimpffen dessen Leben sehr viel intensiver in seiner Website wimpffen.hu, Rubrik \u201ebiographien\u201d, durch eine ausf\u00fchrliche 4 \u00bd DIN A4-Seiten umfassende Lebensdarstellung des Titels \u201eGermain (Hermann) de Wimpffen\u201d. Diese st\u00fctzt sich, weit \u00fcber die vorstehenden Angaben des C. von Wurzbach hinausgehend, haupts\u00e4chlich auf das Studium der folgenden neueren els\u00e4ssischen Quellen der 1970er und 1980er Jahre:<br \/>\n&#8211; Alphonse Halter, Wimpffen, der Maire der Vaubanfeste; in: Derni\u00e8res Nouvelles d\u2019Alsace vom 6. Mai 1970;<br \/>\n&#8211; Alphonse Halter-Roger Herrrscher-Jules Roth, Neuf Brisach, Colmar 1981.<br \/>\nDa sich, wie aus dieser ebenso farben- wie detail- und aufschlussreichen Betrachtung hervorgeht, der Lebensweg dieses Hermann bzw. Germain \u00fcberraschenderweise auch Wimpfen am Neckar, die vermutliche Ahnenstadt seines Geschlechtes, wenngleich offenbar nur einen mehr oder minder kurzen Zeitraum im ausgehenden 18. Jahrhundert, ber\u00fchrt hat, soll diese Betrachtung ausnahmsweise ungek\u00fcrzt wiedergegeben werden, wobei die gelegentlich in Aufrechtschrift wiedergegebenen <span style=\"line-height: 1.6471;\">Partien meinerseitige Erl\u00e4uterungen darstellen:<br \/>\n<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">\u201e<\/span><em style=\"line-height: 1.6471;\">Germain (Hermann) de Wimpffen, geboren am 8. Oktober 1749 <\/em><span style=\"line-height: 1.6471;\">(laut Wurzbach dagegen am 8. August 1754) <\/span><em style=\"line-height: 1.6471;\">in Neuwiller\/Elsass, gestorben am 3. Februar 1820 <\/em><span style=\"line-height: 1.6471;\">(laut Wurzbach jedoch am 11. M\u00e4rz 1818) <\/span><em style=\"line-height: 1.6471;\">in Neuf-Brisach\/Elsass.-<br \/>\n<\/em><em>Der Vater, Stanislas Gustave-Louis de Wimpffen, war Rat und Kammerherr am f\u00fcrstlichen Hofe von Pfalz-Zweibr\u00fccken und erblicher Gro\u00dfvogt der Herrschaft Guttenberg. Entsprechend der milit\u00e4rischen Tradition seiner Familie trat er am 19. Februar 1768 mit 19 Jahren in das Regiment de la Mark ein, in welchem zahlreiche Mitglieder seiner Familie Dienst taten und das zur Zeit seines Eintritts vom Bruder seines Vaters, Christian de Wimpffen, als Oberst befehligt wurde. In diesem Regiment nahm er als Unter-Lieutenant an den Feldz\u00fcgen der franz\u00f6sischen Armee zur Eroberung von Korsika teil.-<br \/>\n<\/em><em>Am 4. August 1781 wurde er ins Regiment Bouillon als Capitaine de grenadiers <\/em>(Grenadier-Hauptmann) <em>\u00fcbernommen. Aufgrund seines tapferen Verhaltens wurde er vom Inspecteur der Truppe als 2. M\u00e9stre de camp <\/em>(2. Feldmarschall) <em>vorgeschlagen und in dieser Eigenschaft nahm er in den folgenden Jahren an allen K\u00e4mpfen des Regiments Bouillon teil, so am amerikanischen Freiheitskampf unter dem General Lafayette und an der Eroberung von Mahon und Gibraltar. Er zeichnete sich in diesen K\u00e4mpfen besonders aus und der K\u00f6nig Ludwig XVI. bewilligte ihm eine au\u00dfenordentliche Belohnung von 300 Livres. Am 28. Januar 1791 ernannte ihn der K\u00f6nig zum Ritter des Saint-Louis Ordens und bef\u00f6rderte ihn wenig sp\u00e4ter zum Oberstleutnant im Regiment Deux-Ponts (Zweibr\u00fccken). Auch in diesem Regiment, dessen Angeh\u00f6rige zum gr\u00f6\u00dften Teil Els\u00e4sser und Pf\u00e4lzer waren, dienten zahlreiche Mitglieder der Familie Wimpffen.-<br \/>\n<\/em><em>Am 20. Mai 1792 verlie\u00df er sein Regiment, da er zum Kommandanten der Stadt Philippeville ernannt wurde. Damit verteidigten drei Mitglieder seiner Familie wichtige franz\u00f6sische Grenzbefestigungen gegen die vereinigten Armeen Preu\u00dfens, \u00d6sterreichs und der Emigranten:<br \/>\n&#8211; Felix de Wimpffen als Kommandant der Festung Thionville,<br \/>\n&#8211; Francois Louis de Wimpffen Neuf-Brisach und<br \/>\n&#8211; Hermann de Wimpffen Philippeville.<\/em><br \/>\n(Siehe hierzu die bereits in Kapitel P. erfolgten diesbez\u00fcglichen Ausf\u00fchrungen in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig)<em>.-<br \/>\n<\/em><em>Die Ereignisse in Paris Anfang August, insbesondere das Niedermetzeln der Schweizergarde, der Sturz der Monarchie lie\u00dfen bei ihm die ersten Zweifel an einer demokratischen Entwicklung wach werden. Im Herzen ein Royalist, vom Verstand her ein Girondist, entschloss er sich als erster der drei Gener\u00e4le das Kommando niederzulegen und zu emigrieren. Er ging nach Deutschland und lie\u00df sich zun\u00e4chst in D\u00fcsseldorf nieder, damals ein Zentrum der franz\u00f6sischen Emigranten. Das Angebot, in der Armee der emigrierten Prinzen ein Kommando zu \u00fcbernehmen, lehnte aber ab, wahrscheinlich mit R\u00fccksicht auf die beiden Verwandten, die trotz der Pariser Ereignisse zur Revolution standen. Durch seine ablehnende Haltung hat er ein Zusammentreffen mit seinem Onkel, der Thionville gegen die Armeen der Preu\u00dfen, \u00d6sterreicher und der Emigranten verteidigt hat, vermeiden k\u00f6nnen.-<br \/>\n<\/em><em>Die kommenden Jahre verbrachte er in D\u00fcsseldorf, siedelte dann\u00a0nach Wimpfen am Neckar,\u00a0in die Stadt seiner Vorfahren, und er trat um die Jahrhundertwende in den Dienst des Herzogs von W\u00fcrttemberg. Dieser beauftragte ihn mit Organisationsaufgaben bei der Armee.-<br \/>\n<\/em><em>Neben seinen Aufgaben als Milit\u00e4rorganisator erhielt er auch diplomatische Auftr\u00e4ge: Im Juli 1806 wurde er als w\u00fcrttembergischer Gesandter nach Berlin und Dresden geschickt.-<br \/>\n<\/em><em>Das sich anbahnende B\u00fcndnis W\u00fcrttembergs mit Napoleon f\u00f6rderte die milit\u00e4rische Karriere von Hermann von Wimpffen; wenige Tage vor Abschluss eines B\u00fcndnisvertrages zwischen Frankreich und W\u00fcrttemberg, am 7. Oktober 1805, wurde er zum Oberst in der w\u00fcrttembergischen Armee ernannt, drei Jahre sp\u00e4ter, am 5. November 1808 zum Generalmajor bef\u00f6rdert. In dieser Eigenschaft nahm er an allen Kampfhandlungen w\u00fcrttembergischer Rheinbundtruppen teil, bis ein Dekret Napoleons vom 26. August 1811, das alle in fremden Dienste stehenden franz\u00f6sischen Offiziere verpflichtet, nach Frankreich zur\u00fcckzukehren, ihn zwingt, die w\u00fcrttembergische Armee zu verlassen und nach Frankreich zur\u00fcckzukehren. Der dankbare K\u00f6nig von W\u00fcrttemberg gew\u00e4hrte ihm eine Pension auf Lebenszeit in H\u00f6he von 900 Franken.-<br \/>\n<\/em><em>Am 2. Februar 1812 kehrte Wimpffen nach Frankreich zur\u00fcck und lie\u00df sich in der els\u00e4ssischen Grenzfestung Neuf-Brisach nieder. Hier war sein Onkel Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen w\u00e4hrend der Revolution Gouverneur, hier lebte seine Schwester, Rosalie de Wimpffen und seine Frau, Therese Kossmann, eine geb\u00fcrtige Neuf-Brisacherin.-<br \/>\n<\/em><em>Nach seiner R\u00fcckkehr richtete er sofort ein Gesuch an Napoleon, \u201amir den Dienstrang eines Brigadegenerals zu verleihen und mich entweder im Milit\u00e4rdienst oder als Diplomat\u2019 zu verwenden.-<br \/>\n<\/em><em>Napoleon, der inmitten der Vorbereitungen seines Russlandfeldzuges war, hat das Gesuch Wimpffens unbeantwortet gelassen; w\u00e4re er in w\u00fcrttembergischen Diensten geblieben, h\u00e4tte er nach Russland marschieren m\u00fcssen, und er w\u00e4re wahrscheinlich nicht zur\u00fcckgekehrt. So aber verbrachte er die Tage und Wochen in Neuf-Brisach.-<br \/>\n<\/em><em>Nach der Verbannung Napoleons auf die Insel Elba, richtete Wimpffen erneut ein Gesuch, jetzt an den Kriegsminister und erbat eine Verwendung; diesmal beanspruchte er die Platzkommandantur von Neuf-Brisach, die ein napoleontreuer Offizier, der General Dermoncourt, bekleidet hatte.-<br \/>\n<\/em><em>Napoleons R\u00fcckkehr der 100 Tage verz\u00f6gerten die Beantwortung seines Antrags; deshalb schrieb er am 20. Juli 1815 erneut an den neuen Kriegsminister und bewarb sich um die Festungskommandantur. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt. Wenig sp\u00e4ter erfolgte jedoch seine Ernennung zum B\u00fcrgermeister (Maire) von Neuf-Brisach.-<br \/>\n<\/em><em>Seine Antr\u00e4ge auf Gew\u00e4hrung einer Pension aufgrund seiner Zugeh\u00f6rigkeit zur franz\u00f6sischen Armee vor und w\u00e4hrend der Revolution wurden stets abgelehnt. Hermann de Wimpffen war bei Ludwig XVIII. in Ungnade gefallen. Man hat nicht vergessen, dass er sich 1792 dem Ruf, sich der Emigrantenarmee anzuschlie\u00dfen, verweigerte; es wurde ihm vorgehalten, eine Pension vom ehemaligen Rheinbundk\u00f6nig von W\u00fcrttemberg anzunehmen, kurz, er musste sehen, wie er seine Familie aus dem Gehalt eines B\u00fcrgermeisters durchbringt.-<br \/>\n<\/em><em>Im Kriegsministerium war man jedoch \u00fcber die offensichtliche Unrechtm\u00e4\u00dfigkeit der Ablehnung des Pensionswunsches eines um Frankreich verdienten Offiziers im klaren &#8211; immerhin trug er eine der h\u00f6chsten Auszeichnungen des Ancien r\u00e9gimes, so dass der Kriegsminister sich gezwungen sah, eine geheime Untersuchung \u00fcber die Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Generalmajors von Wimpffen anzuordnen.-<br \/>\n<\/em><em>Die Untersuchung wurde von der Gendarmerie durchgef\u00fchrt; darin wurde festgestellt, \u201adass der Generalmajor de Wimpffen als ganzes Verm\u00f6gen ein Haus und einen Garten besitzt, was sehr wenig in dieser Stadt bedeutet und dass er heute noch einem gewissen Roux (de Damiani) eine ziemlich bedeutende Summe schuldig ist <\/em>(bei dem Gl\u00e4ubiger k\u00f6nnte es sich um den sp\u00e4teren Schwiegervater seines unter Generation XVc bzw. 13c erscheinenden Neffen Wilhelm von Wimpffen namens Baron Philipp von Roux-Damiani, handeln), <em>die dieser ihm geborgt hatte f\u00fcr den Kauf des Hauses und f\u00fcr welche er Zinsen zu zahlen habe. Der Baron habe zu seinen Lasten seine Tochter, die Witwe eines in Spanien gefallenen franz\u00f6sischen Offiziers und deren Kind. Als Existenzmittel besitzt der Baron blo\u00df ein ihm vom gro\u00dfherzoglichen Hofe von Baden bezahltes Gehalt.\u2019 &#8211;<br \/>\n<\/em><em>Der Untersuchungsbericht hat offensichtlich nichts Positives f\u00fcr den General bewirkt.-<br \/>\n<\/em><em>Dann, Monate sp\u00e4ter, schrieb der Pr\u00e4fekt des Departements Haut-Rhin, Casd\u00e9ja, einen Bittbrief an den Kriegsminister, den ehemaligen napoleonischen General Gouvion-St. Cyr, um Wimpffen eine Pension des Ritterordens Saint Louis, dessen Mitglied er war, zu erwirken. In einem Brief, datiert v. 14. September 1818, hie\u00df es: \u201aMonseigneur, Euere Exzellenz haben mehrere Briefe erhalten vom Baron de Wimpffen, Mar\u00e9chal de Camp (diesen Rang bekleidete von Wimpffen in der alten franz\u00f6sischen Armee) ohne Pension, dessen ganz besonderen Verh\u00e4ltnisse in den zust\u00e4ndigen \u00c4mtern Ihres Ministeriums untersucht worden sind. Sehr betr\u00fcbt hat der alte und tapfere Offizier im Generalsrang an Euere Exzellenz einen Pensionsantrag an den Ritterorden Saint Louis gerichtet und Monseigneur versprach ihm in Ihrem Brief v. 17. August letzthin, dieses Gesuch an den K\u00f6nig zu unterbreiten. Ohne Verm\u00f6gen, doch sehr ehrenw\u00fcrdig, hat M. de Wimpffen wirkliche Anrechte auf die G\u00fcte des K\u00f6nigs. Seine ihm vom K\u00f6nig von W\u00fcrttemberg gew\u00e4hrte Pension kann f\u00fcr seine und seiner Familie Bed\u00fcrfnisse nicht gen\u00fcgen. Zugunsten des Baron de Wimpffen als Administrateur von Neuf-Brisach ist festzuhalten, dass dieser sich angestrengt hat, dem St\u00e4dtchen zu einem Wohlstand zu verhelfen. Diesbez\u00fcglich hat er sich am 31. M\u00e4rz 1816 an den Pr\u00e4fekt von Colmar gewandt, damit Neuf-Brisach ein Teil des Bannes von Vogelsheim als Bannmeile zugesprochen wurde. M. de Wimpffen hat dabei geltend gemacht, dass Neuf-Brisach vielleicht die einzige Stadt in Frankreich ist, welche \u00fcber keinen Bann verf\u00fcgt, deren Bewohner aber \u00be des Gebiets von Vogelsheim besitzen und deren Interessen nur durch die Verwaltung der Stadt gut gew\u00e4hrt werden k\u00f6nnen.\u2019-<br \/>\n<\/em><em>Es ist anzunehmen, dass der Pr\u00e4fekt lediglich einen Vorwand gesucht hat, um den Kriegsminister auf die missliche Situation des Generals aufmerksam zu machen, denn die Frage der Bannmeile hatte mit dem Saint-Louis-Orden herzlich wenig zu tun. Wie auch immer, Gouvion-St. Cyr hat den Antrag bef\u00fcrwortet und der K\u00f6nig hat schlie\u00dflich die Pension ab September 1818 gew\u00e4hrt. Doch der innerlich gebrochene General Germain von Wimpffen konnte die Vorz\u00fcge dieses k\u00f6niglichen Gunstbeweises nicht lange genie\u00dfen: Anfang 1820 erkrankte er an einer schweren Lungenentz\u00fcndung und starb wenig sp\u00e4ter am 3. Februar 1820. Er wurde auf dem Friedhof der Stadt Neuf-Brisach beerdigt.-<br \/>\n<\/em><em>Der Lebensweg des Germain-Hermann von Wimpffen war ein typisch els\u00e4ssischer; welches Land war sein Vaterland? Frankreich oder das Heilige R\u00f6mische Reich deutscher Nation? Vor der franz\u00f6sischen Revolution war das f\u00fcr viele Els\u00e4sser ein Problem, das jedoch durch die Zugeh\u00f6rigkeit zur Armee eines K\u00f6nigs oder eines regierenden F\u00fcrsten keine allzu gro\u00dfe Bedeutung besa\u00df. Man lebte zwar im franz\u00f6sischen K\u00f6nigreich, diente aber in einem deutschen Regiment &#8211; oder umgekehrt.-<br \/>\n<\/em><em>Viele Mitglieder der Familie Wimpffen begannen ihre milit\u00e4rische Karriere in den deutschsprachigen (nicht in deutschen) Regimentern der franz\u00f6sischen Armee: Edouard de Wimpffen, gefallen 18909 bei Wagram im Regiment Bouillon; Germain de Wimpffen im Regiment Bouillon; Christian de Wimpffen im Regiment de la Marck (dessen Kommandeur er wurde); Felix de Wimpffen, der siegreiche Verteidiger von Thionville, begann seine milit\u00e4rische Laufbahn ebenfalls im Regiment de la Marck und wurde sp\u00e4ter Oberst des Regiments Bouillon; Francois Louis de Wimpffen trat im jugendlichen Alter ins Regiment de la Marck ein, w\u00e4hrend sein Vater im deutsch-pf\u00e4lzischem Regiment in franz\u00f6sischen Diensten \u201aRoyal Deux-Ponts\u2019 diente; Georges Fran\u00e7ois de Wimpffen (geb.<\/em> <em>1760<\/em>; gemeint: der Gr\u00fcnder des Zweiges d) namens FRANZ GEORG, allerdings geb. 1735<em>)\u00a0<\/em><em>begann seine Laufbahn im deutschsprachigen Regiment \u201aAlsace\u2019 und beendete diese als \u00f6sterreichischer Feldmarschall-Leutnant.-<br \/>\n<\/em><em>\u00dcber diese \u201adeutschen\u2019 Regimenter in franz\u00f6sischen Diensten sind unz\u00e4hlige B\u00fccher geschrieben worden, meist als Anklage gegen die F\u00fcrsten, die gegen \u201agutes Geld\u2019 ihre Landeskinder verkauft haben sollen. Liest man jedoch die zeitgen\u00f6ssischen Dokumente, Briefe, Lebensbeschreibungen, sie ergeben ein v\u00f6llig anderes Bild. F\u00fcr den einfachen Soldaten war es ziemlich gleichg\u00fcltig, f\u00fcr welchen K\u00f6nig oder F\u00fcrsten er leiden und sterben musste &#8211; der Dienst in einem preu\u00dfischen Regiment war ungleich h\u00e4rter und unbarmherziger als in diesen deutschen Regimentern der franz\u00f6sischen Armee. In diesen Regimentern galt die Muttersprache als Kommandosprache &#8211; daf\u00fcr stritten die Politiker der \u00d6sterreichisch-Ungarischen Monarchie bis ans Ende der k. u. k. Armee. Und, nachdem das Elsass Teil Frankreichs geworden ist, musste man sich damit abfinden und, statt verteilt auf das ganze K\u00f6nigreich, blieb man im eigenen Kampfverband.-<br \/>\n<\/em><em>Wie sehr diese Regimenter sich zum franz\u00f6sischen K\u00f6nigreich geh\u00f6rig betrachteten, beweisen nicht nur ihre Ruhmestaten, sondern auch die Tatsache, dass ihre Tradition niemals von einer deutschen Armee &#8211; auch nicht in der Zeit der deutschen Besatzung nach 1870 &#8211; sondern nur von der franz\u00f6sischen Armee fortgef\u00fchrt wurde bzw. werden: Das Regiment \u201aRoyal Deux-Ponts\u2019 hei\u00dft in der modernen franz\u00f6sischen Armee \u201aInfanterie de Ligne Nr. 99\u2019, das ehemalige \u201aRegiment de la Marck\u2019 ist heute das \u201a77. Infanterieregiment\u2019; und es ist anzunehmen, dass die 2001 beschlossene Abschaffung der Wehrpflicht diese Traditionslinie nicht unterbrechen wird.-<br \/>\n<\/em><em>Dem jungen Offizier Germain de Wimpffen erging es wie all seinen Br\u00fcdern und Verwandten als die Revolution ausbrach: anf\u00e4nglich waren sie alle \u201abei der Stange\u2019 geblieben, hofften auf eine konstitutionelle Monarchie und verteidigten die Revolution an vorderster Front; den drei Festungskommandanten, Germain in Philippeville, Francois Louis in Neuf-Brisach und Felix in Thionville haben die Emigranten, vereint mit den \u00d6sterreichern und Preu\u00dfen vorteilhafte Bedingungen f\u00fcr die Kapitulation, f\u00fcr die \u00dcbergabe der Grenzbefestigungen angeboten, und alle drei haben abgelehnt, w\u00e4hrend Longwy und Verdun unter ihren franz\u00f6sischen Kommandanten beinahe kampflos kapitulierten. Doch als der K\u00f6nig hingerichtet wurde, war es vorbei mit der Illusion einer konstitutionellen Monarchie. Vom Wohlfahrtsausschuss des Robespierre als Verr\u00e4ter, Girondisten, verkappte Royalisten verfolgt, und in vielen F\u00e4llen knapp der Guillotine entgangen, verlie\u00dfen sie nicht nur ihre Regimenter, sondern auch ihr Vaterland: Germain de Wimpffen trat der w\u00fcrttembergischen Armee bei, ebenso sein Onkel, Fran\u00e7ois Louis, der Sieger von Thionville <\/em>(hier irrt der Autor; denn dieser trat nach seiner Freilassung aus der Conciergerie und dem Entgehen der Guillotine wieder in den franz\u00f6sischen Armeedienst)<em>; Felix de Wimpffen ging in der Normandie in den Untergrund; Francois Georges verlie\u00df Frankreich f\u00fcr immer und stellte sich in den Dienst des deutsch-r\u00f6mischen Kaisers.-<br \/>\n<\/em><em>Hatten die Vertreter des Terrors recht als sie diese Offiziere als verkappte Royalisten bezeichneten, die sie am liebsten hingerichtet h\u00e4tten wie den siegreichen General Custine? W\u00e4ren sie Royalisten gewesen, sie h\u00e4tten das Angebot der Prinzen-Armee angenommen und die ihnen anvertrauten Festungen \u00fcbergeben und der Weg w\u00e4re nach Paris frei geworden. Nach dem Fall der zwei starken Grenzfestungen Longwy und Verdun konnte man bei den Invasoren zu recht annehmen, auch die \u00fcbrigen Festungen w\u00fcrden kapitulieren, denn sie wurden alle von ehemaligen Offizieren der k\u00f6niglichen Armee befehligt &#8211; doch es kam anders. Die sog. \u201averkappten Royalisten\u2019 hielten zur Revolution, hielten dem Ansturm stand und wurden schlie\u00dflich vom Konvent belobigt. Die Generale Custine, Lafayette, Dumouriez, Wimpffen, Luckner waren vielleicht in ihrem Herzen dem K\u00f6nig verbunden, doch ihr Verstand vertrat die Prinzipien Freiheit, Gleichheit (vor dem Gesetz), Br\u00fcderlichkeit. Nicht sie, sondern die Bef\u00fcrworter des Terrors, Robespierre, Saint-Just, Marat, Hebert und wie sie alle hie\u00dfen, haben diese Prinzipien verraten &#8211; die Gener\u00e4le waren nicht Gegner der Revolution, sondern einer aufziehenden, f\u00fcr jeden erkennbaren Schreckensherrschaft.-<br \/>\n<\/em><em>Der franz\u00f6sische Mar\u00e9chal de camp und w\u00fcrttembergische Generalmajor Germain-Hermann de Wimpffen war mit einer Neuf-Brisacherin verheiratet: Th\u00e9rese Kossmann, Tochter eines Arztes <\/em>(demnach einer Nicht-Adligen, wogegen Wurzbach diese ja mit ,Therese von Ko\u00dfmann&#8216; benamt)<em>, mit der er zwei T\u00f6chter hatte: Constance, geboren 1796 <\/em>(nach Wurzbach geb. 1794)<em>, war mit dem Oberstleutnant Lescotet de Meneval <\/em>(bei Wurzbach geschrieben: Menneval) <em>verheiratet, der 1811 in Spanien im Kampf gegen eine Guerilla-Einheit fiel, weshalb die \u00e4lteren Quellen behaupten, er sei ermordet worden<\/em> (siehe auch Wurzbach, der ja \u201aermordet in Spanien 1813\u2019 angibt).<em> Sie hatten eine Tochter, Honorine Benedicte, die sp\u00e4ter in Neuf-Brisach den Capitaine de Dussancy heiratete. Die zweite Tochter, Albertine, wurde 1803 geboren, auch sie heiratete einen Milit\u00e4r: Charles Gehin, Adjutant der Festung Neuf-Brisach.-<br \/>\n<\/em><em>Das Haus des Generals von Wimpffen in Neuf-Brisach wurde bei der Bombardierung 1945 zerst\u00f6rt. Es stand am Place d\u2019Armes Nr. 4. Der Garten befand sich dort, wo heute die H\u00e4user Nr. 2 und 4 in der \u201aRue du 28. Regiment\u2019 befinden.-<br \/>\n<\/em><em>Die beiden T\u00f6chter wurden nach ihrem Tode ebenfalls in Neuf-Brisach im Familiengrab beerdigt, das alle Kriege \u00fcberdauert hat und heute (2006) noch vorhanden ist. Eine in Holz geschnitzte Frauengestalt wurde vom Grab abmontiert und im Museum Vauban der Stadt aufgestellt.\u201d &#8211;<br \/>\n<\/em>In Anbetracht des Umstandes, dass Dr. Hans H. von Wimpffen in dieser Biographie des Hermann\/Germain de Wimpffen eine F\u00fclle von Bezugspunkten darlegt, die Angeh\u00f6rige des Geschlechts der Von Wimpffen mit den sog. Deutschen Regimentern Frankreichs verband, dazuhin die Vielzahl von Ausf\u00fchrungen \u00fcber deren aller Einstellung und Umgang mit den Ereignissen der Franz\u00f6sischen Revolution lie\u00dfen sich zwar eine Unmenge von Bezugsetzungen zu gleichgerichteten Darlegungen der Vorkapitel herstellen. Dies zu tun, soll jedoch allein dem Leser \u00fcberlassen bleiben. Nicht \u00fcbergangen werden kann dagegen das Auseinanderdriften der Geburts- und Sterbedaten von Wurzbach (8. August 1754 und 11. M\u00e4rz 1818) einerseits und Dr. Hans H. von Wimpffen (8. Oktober 1749 und 3. Februar 1820) andererseits. Bez\u00fcglich der Richtigkeit des um fast 5 Jahre fr\u00fcher liegenden Geburtsdatums des Letztgenannten bestehen insofern berechtigte Zweifel, als in dem bereits in Kapitel O. Johann Georg\u00a0erw\u00e4hnten Brief in franz\u00f6sischer Sprache an den K\u00f6nig Friedrich von W\u00fcrttemberg, der die Datierung <em>\u201eStuttgardt, le 3 Janvier 1807\u201d\u00a0<\/em>(<em>Stuttgart, 3. Januar 1807<\/em>) und die Unterschrift \u201e<em>Le Baron de Wimpffen\u201d\u00a0<\/em>(gemeint der eine der beiden Br\u00fcder des Hermann\/Germain namens Franz Ludwig\/Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen) tr\u00e4gt, der Briefschreiber die auf sich bezogene Wendung <em>\u201e\u00e0 l\u2019ain\u00e9 d\u2019une famille\u201d\u00a0<\/em>(<em>an den Erstgeborenen oder \u00c4ltesten einer Familie<\/em>) gebraucht und sich damit als den \u00c4ltesten der Bruderreihe deklariert. Anders verh\u00e4lt es sich wohl mit dem von Dr. Hans H. von Wimpffen angegebenen um knapp 2 Jahre fr\u00fcheren Todesdatum; denn das erscheint aus dem \u00f6rtlichen damaligen Todes- und Begr\u00e4bnisgeschehen in Neuf-Breisach gesch\u00f6pft. Somit wurde ein Kompromiss in der Weise ausgew\u00e4hlt, dass in der \u00dcberschrift des hier anstehenden Kapitels T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie hinter dem Namen \u201eHERMANN bzw. GERMAIN\u201d die Lebensdaten 1754 \u2013 1820 beigegeben sind.<br \/>\nHier sei der Vollst\u00e4ndigkeit halber noch einmal das \u00fcber Hermann\/Germain herausgestellt, was bereits in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig ausgesagt worden ist: Am 6. M\u00e4rz 1892 finden wir diesen als einen der Trauzeugen bei der in seinem Wohnort Neu-Breisach stattgefundenen Eheschlie\u00dfung seiner Kusine namens (MARIE DOROTHEE) LOUISE BARONNE DE WIMPFFEN (1764 \u2013 1841), Tochter von General oder auch Mar\u00e9chal de Camp et arm\u00e9e du Roi et Commandant des troupes fran\u00e7aises Sur le haut Rhin (Feld- und Armeemarschall der franz\u00f6sischen Truppen des K\u00f6nigs am Hochrhein) FRAN\u00c7OIS DE WIMPFFEN, wie dieser in der Heiratsurkunde erscheint, und dessen Gattin MARIE CUNEGONDE DE LA GAY (merkw\u00fcrdigerweise entgegen der an fr\u00fcherer Stelle zweifesfrei richtig angegebenen Namensbezeichnung GOY), mit LEON THEOPHILE DE LI\u00c8VREVILLE, der damals Aide de camp (Adjudant) deren Vaters gewesen ist. Auf Hermann\/Germain wird noch einmal in anderem Zusammenhang an sp\u00e4terer Stelle (in Kapitel V. Sedangeneral ) hinzuweisen sein.<br \/>\nWenn abschlie\u00dfend noch angemerkt wird, dass meine Recherchen des Jahres 2013 im Stadtarchiv Stuttgart hinsichtlich der Person des immerhin von ca. 1800 \u2013 1811\/12 im Herzogtum bzw. K\u00f6nigreich W\u00fcrtttemberg als Milit\u00e4r und Diplomat besch\u00e4ftigt gewesenen HERMANN\/GERMAIN VON bzw. DE WIMPFFEN keinerlei Zeugnisse dergleichen T\u00e4tigseins erbracht haben, so erkl\u00e4rt sich dies daraus, dass dieser jeweils \u00fcber\u00f6rtlich in W\u00fcrttemberg in seiner Gesamtheit und dar\u00fcber hinaus im Kriegsgeschehen bzw. in diplomatischer Mission t\u00e4tig gewesen ist. Und was eventuell im Stadtarchiv Bad Wimpfen auffindbare Spuren seines angeblichen zeitlich wohl ziemlich begrenzten Wohnaufenthaltes im Wimpfen der ausgehenden 1790er Jahre betrifft, so fanden sich bei der genauen Durchsicht der Ratsprotokolle der Jahre 1795 &#8211; 1801 keine solchen. Da die Chancen, solche in anderen urkundlichen Unterlagen des Stadtarchivs Wimpfen zu finden, als schlecht eingesch\u00e4tzt werden m\u00fcssen, wurde auf die Weiterf\u00fchrung der Suche solcher verzichtet.<\/p>\n<p>Anders als Christian Friedrich und Hermann\/Germain kehrte der als der \u00c4lteste der drei Br\u00fcder anzusehende<br \/>\n<strong>\u00a0<\/strong>&#8212;\u00a0<strong>\u00a0<\/strong><u>FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN<\/u>, urspr\u00fcnglich <u>FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN<\/u> &#8211;\u00a0wohlgemerkt der Vetter des Friedrich Wilhelm von Wimpffen (1784 \u2013 1845), nicht zu verwechseln mit dessen gleichnamigem Vater, d. h. dem gleichnamigem Onkel des hier zur eingehenden Betrachtung Kommenden:<br \/>\nLaut Wurzbach geb. (dort zu finden in der Lebensbeschreibung Nr. 17) am 10. (demgegen\u00fcber in dessen der II. Stammtafel am 16.) Februar 1752; gest. am 17. Januar 1823 in Stuttgart., nicht mehr nach Frankreich zur\u00fcck und fand sein Grab in Stuttgart. Folgen wir Wurzbach weiter, so diente dieser <em>\u201evorerst als k\u00f6niglich franz\u00f6sischer Hauptmann im deutschen Regimente La Mark (1775 \u2013 1785), wurde noch General in franz\u00f6sischen Diensten und kam dann als wirklicher geheimer Rath und erster Kammerherr der K\u00f6nigin Witwe von W\u00fcrttemberg nach Stuttgart, wo er als Minister und Obersthofmeister des K\u00f6nigs starb.\u201d<span style=\"color: #ff0000;\">\u00a0<\/span><\/em><span style=\"color: #000000;\">Mit der vorgenannten sog. K\u00f6niginwitwe ist die englische K\u00f6nigstochter CHARLOTTE MATHILDE VON GRO\u00dfBRITANNIEN (1766 \u2013 1828) gemeint, die (wie bereits in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig \u00a0erw\u00e4hnt) im Mai 1897 mit FRIEDRICH VON W\u00dcRTTEMBERG (1754 \u2013 1816) die Ehe schloss, der in kurzer Folge im ausgehenden Jahr der Eheschlie\u00dfung zum HERZOG, 1803 zum KURF\u00dcRSTEN und 1806 zum K\u00d6NIG VON W\u00dcRTTEMBERG (von Napoleons Gnaden) aufgestiegen ist und dem 1816 im Herrscheramt sein Sohn K\u00d6NIG WILHELM I. VON W\u00dcRTTEMBERG (1781 &#8211; 1867) gefolgt ist.<br \/>\n<\/span>Aus Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig wissen wir bereits ebenfalls, dass dieser bereits 1788 ein Reisewerk geschrieben und sp\u00e4testens 1797 (und h\u00f6chstwahrscheinlich bereits schon einige Jahre fr\u00fcher) sich im Dienste des vorgenannten damals noch als Erbprinz bzw. ab ausgangs 1897 als Herzog von W\u00fcrttemberg fungierenden sp\u00e4teren K\u00f6nigs FRIEDRICH VON W\u00dcRTTEMBERG befunden hat; auch dass dieser in den Jahren 1797\/1798\/1799 ein zun\u00e4chst in englischer Sprache unter dem Vornamenspseudonym FRANCIS ALEXANDER STANISLAUS BARON DE WIMPFFEN, in dann auch franz\u00f6sischer und deutscher Sprache unter dem auf den Vornamen beschr\u00e4nkten Autorennamen BARON DE WIMPFFEN bzw. FREIHERR VON WIMPFEN ein umf\u00e4ngliches Werk \u00fcber seine (wie er in der deutschen Ausgabe sagt) \u201eneueste\u201c Reise nach Saint Domingo herausgegeben hat. Besonders aufschlussreich ist, dass dessen deutsche Ausgabe der Jahre 1798\/99 dem vorbeschriebenen ehemaligen Erbprinzen, jetzt Herzog von Wirtemberg, als seinem <em>\u201egn\u00e4digsten Herrn\u201c, <\/em>demgegen\u00fcber er\u00a0<em>\u201edie h\u00f6chste Gnade habe, in tiefster Unterth\u00e4nigkeit zu<\/em> seyn\u201c, gewidmet ist. Damit erscheinen die oben dargelegten Angaben von Wurzbach, dass dieser zun\u00e4chst in den Diensten der K\u00f6niginwitwe getreten und dann in denen des K\u00f6nigs (die jeweils angegebenen Betitelungen seien hier vorerst ausgeklammert) gestorben sei, als die Wirklichkeit zeitm\u00e4\u00dfg verkehrend betrachtet werden. Dazuhin brachte meine\u00a0ausf\u00fchrliche Spurensuche im Stadtarchiv Stuttgart des Jahres 2013 bez\u00fcglich der Dienstt\u00e4tigkeiten und Dienstr\u00e4nge dieses Franz Ludwig, Fakten, durch welche die vorstehenden Angaben von Wurzbach in der Tat gewisse Korrekturen erfahren m\u00fcssen. Hier nun die gefundenen Tatsachen in chronologischer Folge (wichtige Orte und \u00d6rtlichkeiten durch Unterstreichung herausgehoben):<br \/>\n<strong>&#8211; 1799<\/strong><strong>:<\/strong> Erstmalig lie\u00df dieser sich in Stuttgart erst 1799 (und nicht, wie dies laut der vorstehenden Ausf\u00fchrungen realiter gewesen ist, bereits schon 1797 oder gar fr\u00fcher) in den sog. Seelbeschreibungen der Stadt <u>Stuttgart<\/u> als Haushaltsvorstand Nr. 321 des Namens und Berufs <em>\u201evon Wimpf<u>i<\/u>n, Kammerherr\u201d<\/em>\u00a0nachweisen, dessen Wohnplatz sich in der <em>\u201e<u>Reichen Vorstadt<\/u>\u201d<\/em>\u00a0befand. Das war die ausgedehnte nordw\u00e4rtige Vorstadt, die sich um das damalige B\u00fcrger-Hospital (mit Spitalkirche) erstreckte. Diese hatte das Pr\u00e4dikat \u201ereich\u201d deshalb erhalten, weil sie im Gegensatz zum alten unregelm\u00e4\u00dfig, engstens bebauten und somit als h\u00e4sslich, schmutzig und ungesund empfundenen alten Stadtkern regelm\u00e4\u00dfig und weitr\u00e4umiger bebaut sowie h\u00f6her gelegen war, folglich als ges\u00fcnder und damit als das \u201ebessere Viertel\u201d galt. Der Genannte wohnte dort zur Miete. Laut \u201eSeelbeschreibung\u201d der Jahre 1794 und 1800 befand sich Haus Nr. 321 im Besitz des dieses ebenfalls bewohnenden Buchh\u00e4ndlers Franz Christian L\u00f6fflund. Da <em>\u201eKammerherr von Wimpf<u>i<\/u>n\u201d<\/em>\u00a0sich dort im letztgenannten Jahr 1800 nicht mehr als Mitbewohner, stattdessen <em>\u201eFrau Petif Wittib\u201d<\/em>\u00a0aufgef\u00fchrt findet, ist zu schlie\u00dfen, dass er die Wohnung um diese Zeit gewechselt hat. In seiner Eigenschaft als herzoglich-w\u00fcrttembergischer Kammerherr d\u00fcrfte diesem die Bedienung, Handreichung und insbesondere Begleitung beim Ausfahren, Ausreiten und Au\u00dferhausgehen des Herrschers und\/oder seiner Gemahlin sowie anderer im Schlosse anwesender hoher bis h\u00f6chster Herrschaften sowie auch das \u00dcberbringen von Botschaften und Leistung von notwendigen Diensten inner- und au\u00dferhalb der Hofhaltung der verschiedensten Art, au\u00dferdem die Organisation der herrschaftlichen Reisen und deren Begleitung auf diesen als eine Art Gesellschafter und Helfer in allen Dingen oblegen haben. In dieser herrschernahen T\u00e4tigkeit war er freilich nicht allein, sondern es \u00fcbten diese Funktion am Hofe immer mehrere solche aus, \u00fcber denen ein Oberstkammerherr stand. F\u00fcr die vorgenannten Jahre 1799 und 1800 l\u00e4sst sich nach den Best\u00e4nden des Landesarchivs Baden-W\u00fcrttemberg Stuttgart nachweisen, dass mit Franz Ludwig von Wimpffen der w\u00fcrttembergische Erste Staats- und Conferenz-Minister und wirkliche Geheime Rat JOHANN KARL REICHSGRAF VON ZEPPELIN (1767 \u2013 1801) im Briefwechsel stand, der Jugendfreund und Reisebegleiter des fr\u00fcheren Erbprinzen (seit Ende 1797 Herzogs) Friedrich von W\u00fcrttemberg durch Deutschland, Holland und Frankreich gewesen und 1897 als Oberkammerherr mit Takt und Geschicklichkeit die o. a. eheliche Verbindung Friedrichs mit der, nimmt man die vielbelachten Satirebilder des zeitgen\u00f6ssischen englischen Karikaturisten JAMES GILLRAY (1757 \u2013 1815) ernst, nicht minder als ihr Gatte \u00fcberbeleibten und angeblich mit einer Mitgift von 80.000 \u00a3 ausgestatteten CHARLOTTE MATHILDE VON GRO\u00dfBRITANNIEN (1766 &#8211; 1828) zustandegebracht hatte. Ob und, wenn ja, in welcher Art und Weise der im Zusammenhang mit der Herausgabe der englischen Fassung seines Reisewerkes \u00fcber Saint Domingo am 23. April 1797 in London zeichnende Untertan und in dessen Diensten Befindliche, wie er zeichnete, \u201eFREIHERR VON WIMPFEN\u201c in Sachen Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der oben genannten glanzvollen Eheschlie\u00dfung in London tangiert gewesen ist, muss leider offenbleiben.<br \/>\n<strong>&#8211; 1804:<\/strong> Im Adress-Verzeichnis des vorgenannten Jahres finden wir diesen dann als <em>\u201evon Wimpf<u>e<\/u>n, Kammerher<\/em>r\u201d verzeichnet, der in einer der vielen von h\u00f6chsten bis niedersten adligen wie nichtadligen Hofbediensteten und Milit\u00e4rs und deren Familien bewohnten sog. Logiren der <em>\u201e<u>ehemaligen Akademie<\/u>\u201d\u00a0<\/em>wohnt. Mit dieser war der hinter dem K\u00f6niglichen Residenz-Schloss sich anf\u00fcgende m\u00e4chtige Baukomplex gemeint, der einst die 1770 von Herzog Karl Eugen als \u201eMilit\u00e4rakademie\u201d auf der Solitude begr\u00fcndete und hernach von 1775 \u2013 1793 in Stuttgart bestandene ber\u00fchmte \u201e(Hohe) Carlsschule\u201d beherbergt hatte. Hier gilt es, noch einmal zu erinnern, dass in den Anf\u00e4ngen dieser in milit\u00e4rischer Strenge gef\u00fchrten Elite-Bildungs- und Erziehungeinrichtung die beiden \u00e4ltesten S\u00f6hne des FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1732 \u2013 1800) namens GEORG (1760 \u2013 1807) und FRANZ KARL EUGEN VON WIMPFFEN (1762 \u2013 1835) als Z\u00f6glinge aufgenommen gewesen sind. In welch illustrer Wohnnachbarschaft sich der aus seinen von Frankreich okkupierten Stammlanden nach W\u00fcrttemberg eingewanderte von Wimpffen-Abk\u00f6mmling Franz Ludwig befand, geht hervor aus<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/072.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-112 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/072-1024x638.jpg\" alt=\"072\" width=\"660\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/072-1024x638.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/072-300x187.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/072-768x478.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/072.jpg 1288w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 3: Die im Adressbuch der Stadt Stuttgart verzeichnete (auf die Vorst\u00e4nde <\/strong><strong>der jeweiligen Familie beschr\u00e4nkte) Bewohnerschaft der sog. ehemaligen Akademie des Jahres 1804<\/strong>,<\/li>\n<\/ul>\n<p>wo der Gesuchte in der 5. Zeile zu finden ist. Von besonderer Bedeutung erscheint vorwegnehmend, dass unter den vielen Adelsnamen auch die Nachnamen und Betitelungen \u201evon Moltke, Ober-Lieutenant\u201d und \u201evon L\u00fczow, Ober-J\u00e4germeister\u201d und damit jene Namen erscheinen, welche die Herkunft der an sp\u00e4terer Stelle im Zusammenhang mit FRIEDRICH WILHELM zu umrei\u00dfenden ELISABETH (auch: ELISE) VON MOLTKE aufzeigen, deren Mutter FRIEDERIKE VON L\u00dcTZOW gewesen ist und durch deren Heirat des Jahres 1817 mit FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN dessen Adelsgeschlecht sich insbesondere mit dem der VON MOLTKE und letztlich auch mit dem der VON L\u00dcTZOW verband.<br \/>\n<strong>&#8211; ca. 1805\/06 \u2013 1807: <\/strong>Nicht \u00fcbersehen werden darf die bereits schon mehrfach erw\u00e4hnte und mir von Dr. Hans H. von Wimpffen \u00fcbergebene Kopie eines Bittbriefes in franz\u00f6sischer Sprache des Franz Ludwig an den K\u00f6nig Friedrich von W\u00fcrttemberg unterzeichnet ist, der mit \u201eStuttgardt, le 3 Janvier 1807\u201d und \u201eLe Baron de Wimpffen\u201d beginnt; dazu die Kopie des an \u201eChambellan (= Kammerherr) Baron de Wimpffen\u201d gegangenen Antwortbriefes des K\u00f6nigs vom 9. Januar 1807. Franz Ludwig bringt in seinem Brief vor, dass sein in zur\u00fcckliegender Zeit im Dienste von K\u00f6nig Friedrich von W\u00fcrttemberg als \u201eColonel\u201d (Hauptmann) gestandener Bruder Hermann de Wimpffen in einem amtlichen Schreiben aufgefordert worden sei, seine Adelsb\u00fccher vorzulegen. Dieses Verlangen geschah sicherlich zum Zwecke der nach altem Herkommen f\u00fcr den Hofzutritt und die Hofw\u00fcrde wie auch f\u00fcr die Verleihung der K\u00e4mmererw\u00fcrde abverlangten sog. Adels- oder auch Ahnenprobe. Unter Hinweis auf seine Eigenschaft als \u00c4ltester (der drei Br\u00fcder) weist er unter der Vorlage entsprechender Dokumente darauf hin, dass sowohl sein Onkel Christian als auch sein Vater Stanislaus Louis (siehe diese aufgef\u00fchrt in der II. Stammtafel in den Anf\u00e4ngen der Generation XIII a &#8211; Stanislaus\u2019 Zweig) im Jahr 1781 in den eingesessenen Adel des Niederelsass immatrikuliert worden seien und die bis in das 13. Jahrhundert zur\u00fcckreichende adlige Abstammung durch einen im Besitz seines Vaters gekommenen Abstammungsbrief des Namens \u201eMemorialis\u201d (lat.: zum Andenken) \u00fcber die Bezeichnung \u201ed\u2019adlichen Wohlbekannten Herkommen\u201d belegt sei. Dass diese zeitlich vier Jahrhunderte \u00fcber die nachweisbare erste Adelssprechung des Jahres 1656 hinausreichende Eindatierung der Adelswerdung mehr als fragw\u00fcrdig erscheint, das wird \u00fcber das bis hierher im Gang durch die bisherigen Kapitel (so vor allen Dingen in Kapitel L. Adelswerdung) bereits diesbez\u00fcglich Gesagte hinaus noch genauer und schl\u00fcssig in den beiden Kapiteln Y. Georgs Zweig und Z. R\u00fcck- und Weiterschau zu belegen sein. Dazuhin, so argumentiert Franz Ludwig weiter, habe zu Beginn der Franz\u00f6sischen Revolution das Direktorium diese Beweise \u00f6ffentlich niedergelegt und gesiegelt. Was den (franz\u00f6sischen) Baron-Titel betreffe, so h\u00e4tten die Wimpffen diesen laut einer Verordnung von Louis XIV. angenommen, der allen in der Provinz Elsass immatrikulierten Edelleuten zur Zeit deren Wiederzusammenf\u00fchrung mit Frankreich zugekommen sei. Auch f\u00fcge er einen Brief des Direktors der Ritterschaft Baron de Wangen an seinen Vater bei, durch den dieser 1789 in der Eigenschaft eines Mitglieds dieser Adelsvereinigung zur Versammlung der Generalst\u00e4nde berufen worden sei. Der h\u00f6flich-entschuldigende Antwortbrief von K\u00f6nig Friedrich von W\u00fcrttemberg an seinen \u201elieben Kammerherren Baron de Wimpffen\u201d spricht von einer irrigen Auslegung seiner Weisungen durch das Kriegsministerium und es w\u00fcrden somit die besagten Dokumente nicht abverlangt, sondern ihm zur\u00fcckgegeben, um in der Zukunft in der Art besten Gefallens dar\u00fcber zu verf\u00fcgen.<br \/>\n<strong>&#8211; 1811:<\/strong> In diesem Jahr l\u00e4sst sich Franz Ludwig von Wimpffen an zwei Stellen fassen: Zum einem im Personen-Register des Stuttgarter Adressbuches durch den folgenden Eintrag: <em>\u201e<u>Friedrichstra\u00dfe 2<\/u> &#8230; Wimpffen, Frhr., Major, Kammerherr und Adjutant Seiner Majest\u00e4t d. K\u00f6nigs (a. D.)\u201d<\/em>. Das Haus Friedrichstra\u00dfe 2 lag schr\u00e4g gegen\u00fcber der Innenfront des im Nordwesten des Stadtberings gelegenen sog. Friedrichs-Thores. Zum andern erscheint dieser im alphabetischen Namensverzeichnis dieses Adressbuches in der folgenden anderen Form: <em>\u201e<u>im K\u00f6niglichen alten Schlosse &#8230; K\u00f6nigliches Schlo\u00df-Nebengeb\u00e4ude<\/u>\u201d\u00a0v. Wimpfen, Major, erster Kammerherr ihrer Maj. der K\u00f6nigin\u201d<\/em>. Also d\u00fcrfte sich damals dessen Funktion am w\u00fcrttembergischen Hofe in der Weise ver\u00e4ndert haben, dass er als Kammerherr jetzt nicht mehr K\u00f6nig Friedrich, sondern der K\u00f6niginwitwe Charlotte Mathilde, und zwar aufgestiegen zum ersten solchen, zugeordnet war. Damit h\u00e4ngt vermutlich auch der angef\u00fchrte Wohnungswechsel zusammen. H\u00f6chst aufschlussreich ist es, aus dem Personenregister die vielen dortigen adligen und nichtadligen Mitbewohner des Nebengeb\u00e4udes des Alten Schlosses sowie deren gro\u00dfteils hohen bis h\u00f6chsten milit\u00e4rischen und (meist gleichzeitigen) hofdienstm\u00e4\u00dfigen Funktionen zu erfahren und somit wahrzunehmen, in welch teilweise ranghoher Umgebung der links an 8. Stelle zu findende Franz Ludwig von Wimpffen damals zu wohnen f\u00fcr w\u00fcrdig befunden worden ist:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"234\">F\u00fcrst Hohenl.-Schillingsf\u00fcrst, Capitaine des Gardes, Generallieutenant<\/td>\n<td width=\"244\">von Sp\u00e4th, Rittmeister, K\u00f6niglicher Fl\u00fcgeladjudant<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"234\">Freiherr von Dillen, General-Ober-Intendant, Generallieutenant<\/td>\n<td width=\"244\">von Bernhausen, Kammerherr<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">von Collignon, Hauptmann, Cadetten-Institut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">Graf von Jenison, Oberst-Kammerherr<\/td>\n<td width=\"244\">von Dillmann, Hauptmann, Cadetten-Institut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von L\u00fczow, Oberstj\u00e4germeister<\/td>\n<td width=\"244\">Hahn, Aufseher, Cadetten-Institut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von M\u00fcnchhausen, Hofmarschall<\/td>\n<td width=\"244\">Reichert, Aufseher, Cadetten-Institut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von Scheeler, General-Lieutenant, Generaladjudant<\/td>\n<td width=\"244\">Mann, Aufseher, Cadetten-Institut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von Vellnagel, Staats-Sekret\u00e4r<\/td>\n<td width=\"244\">Schwilg, Aufseher, Cadetten-Institut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"234\">von Wimpffen, erster Kammerherr Ihro Majest\u00e4t der K\u00f6nigin<\/td>\n<td width=\"244\">Reichert, Aufseher, Cadetten-Institut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Reinhard, Hauptmann, Trabanten-Wachtmeister<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von Geismar, Reichs-General-Ober-Post-Direktor<\/td>\n<td width=\"244\">von D\u00fcvernoy, Leibmedicus<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">Frau von K\u00f6nigseck<\/td>\n<td width=\"244\">von Bernard, Geheimer Hofrat<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"234\">von Beulwitz, Obrist, Direktor der geheimen Kriegskanzlei<\/td>\n<td width=\"244\">Lehr, Hofrat, Privat-Bibliothekar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Schinz, Hofprediger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von Moltke, Obrist<\/td>\n<td width=\"244\">Holland, Jagd-Sekret\u00e4r<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">Graf von Beroldingen, Obrist<\/td>\n<td width=\"244\">Pfau, Bibliothekar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von Breuning, Oberst-Lieutenant<\/td>\n<td width=\"244\">Hirsch, Hof-Fourier<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">Prinz von Hohenlohe Kirchberg, Oberst-Lieutenant, K\u00f6niglicher Fl\u00fcgeladjudant<\/td>\n<td width=\"244\">Barmann, Bereiter<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\">von L\u00fczow, Rittmeister, K\u00f6niglicher Fl\u00fcgeladjudant<\/td>\n<td width=\"244\">Beck, Kammerdiener<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>&#8211; 1823:<\/strong> Schlie\u00dflich ist im Kirchenregister der Stadt Stuttgart dessen Tod wie folgt vermerkt: <em>\u201e1823 am 17. Januar: Franz Freiherr v. Wimpfin <\/em>(statt richtigerweise Wimpf<u>e<\/u>n)<em> 1. Geheimer=Rath und 1. Kammerherr der K\u00f6nigin Majest\u00e4t Witwe, ledig, alt 72 Jahr \u2013 Entkr\u00e4ftung.\u201d<\/em>\u00a0Die dort angegebenen Funktionen seiner letzten Lebenszeit am Hofe vertragen sich mit jenen von Wurzbach (siehe oben) angegebenen solchen als <em>\u201eMinister und Obersthofmeister des K\u00f6nigs\u201d<\/em>\u00a0nicht und sind dahingehend zu korrigieren, dass dieser, wie aus dem oben Gesagten hervorgeht, zun\u00e4chst bis ca. 1811 die \u00c4mter des Wirklichen Geheimen Rates und Kammerherrn von K\u00d6NIG FRIEDRICH VON W\u00dcRTTEMBERG und danach, d. h. zuletzt, die des ersten Kammerherrn der K\u00d6NIGIN bzw. (ab 1816) K\u00d6NIGINWITWE CHARLOTTE MATHILDE VON W\u00dcRTTEMBERG GEB. PRINZESSIN VON GRO\u00dfBRITANNIEN innegehabt hat. Als Obersthofmeister und erster Kammerherr war er laut dem neuen Rangreglement der K\u00f6niglichen Hofbediensteten, Beamten und Offiziere des Jahres 1811 immerhin in die zweitoberste der damaligen 10 Klassen eingestuft und stand z. B. einem Generalleutnant gleich. Unverr\u00fcckbar fest steht Karl Ludwig von Wimpffens N\u00e4he zur vorgenannten u. a. mit dem franz\u00f6sischen Sprache bestens vertrauten, hoch gebildeten, sehr verm\u00f6genden sowie vom Volke bestens gesch\u00e4tzten K\u00f6nigin (ab 1806) bzw. K\u00f6nigin-Witwe (ab 1816) Charlotte Mathilde. Ganz sicher hat diese ihren ersten Kammerherrn, der ein Bewunderer des gro\u00dfen franz\u00f6sischen Erziehungsphilosophen und Schriftstellers Jean-Jacques Rousseau gewesen ist, auch wegen seiner in j\u00fcngeren Jahren unternommenen gro\u00dfen Reisen und daraus sch\u00f6pfenden sp\u00e4teren schriftstellerischen T\u00e4tigkeit gesch\u00e4tzt. Wie Wurzbach schreibt, wurde dieser bekannt <em>\u201edurch<\/em> <em>seine Reisen in Amerika und im Innern Africas, die er von 1788 \u2013 1791 unternahm\u201d<\/em>.<br \/>\nDie Reisen desselben (u. a. auch nach England, dem Heimatland der K\u00f6nigin) sind bereits vorausnehmend in anderem Zusammenhang im Rahmen von Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig durch das dort gezeigte Bildgut der Abb. P 14, P 15a u. P 15b sowie P 16a u. P16b mit anschlie\u00dfenden Erl\u00e4uterungen mehr oder minder herausgestellt worden. Nachzuholen ist hier die genauere Vorstellung des dort nur kurz gestreiften dreib\u00e4ndigen Reisewerkes der Jahre 1813 und 1814, das folgenden Titel tr\u00e4gt:<br \/>\n&#8211; Briefe eines Reisenden, geschrieben aus England und Frankreich, einem Theil von Afrika, und aus Nord-Amerika, von dem Freyherrn von Wimpffen, wirklichem Geheimen Rath und erstem Kammerherrn von Ihro Majest\u00e4t, der K\u00f6nigin von W\u00fcrtemberg; aus der franz\u00f6sischen Handschrift \u00fcbersetzt und herausgegeben von P. J. Rehfu\u00e9s, Hofrath und Bibliothek\u00e4r Sr. K\u00f6nigl. Hoheit des Kron=Prinzen von W\u00fcrtemberg, und korrespondierendem Mitglied der italienischen Akademie zu Florenz.<br \/>\nErster Band. Darmstadt, 1813. bey Heyer und Leske;<br \/>\nZweyter Band. Darmstadt, 1814. bey Heyer und Leske;<br \/>\nDritter Band. Darmstadt, 1814. bey Heyer und Leske.<\/p>\n<p>Siehe dazu:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/073.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-113 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/073-715x1024.jpg\" alt=\"073\" width=\"660\" height=\"945\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/073-715x1024.jpg 715w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/073-210x300.jpg 210w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/073-768x1099.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/073.jpg 1307w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 4: Die Titelseite des zweiten Bandes der vorgenannten 1814 und 1815 in drei Folgeb\u00e4nden erschienenen \u201eBriefe eines Reisenden, geschrieben aus England &#8230; \u201d\u00a0des (Franz Ludwig) Freiherrn von Wimpffen, herausgegeben von Hofrat und Bibliothekar des Kronprinzen von W\u00fcrttemberg J. P. Rehfu\u00e9s<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach der Titelseite des Ersten Bandes steht die folgende dem Herrscher geltende Widmung zu lesen:<br \/>\n<em>\u201eSr. Majest\u00e4t, Friederich, dem Ersten K\u00f6nig von W\u00fcrttemberg\u201d<\/em>. Dieser ist eine l\u00e4ngere mit \u201eSire\u201c \u00fcberschriebene Erl\u00e4uterung angef\u00fcgt, die mit den folgenden Worten endet: <em>\u201eIhnen diesen \u00f6ffentlichen Bewei\u00df der innigsten Anh\u00e4nglichkeit und tiefsten Ehrfurcht zu geben, womit ich stets seyn werde, Sire, Ew. K\u00f6niglichen Majest\u00e4t Stuttgart, d. Nov. 1813. allerunterth\u00e4nigster Freyherr von Wimpffen.\u201d<\/em>\u00a0Durch die im Buchtitel dem Verfasser zugeordneten Bezeichnungen \u201ewirklichem Geheimen Rath und erstem Kammerherrn von Ihro Majest\u00e4t, der K\u00f6nigin von W\u00fcrtemberg\u201d wird die oben getroffene Feststellung, dass FRANZ LUWIG VON WIMPFFEN zuerst im Dienste des K\u00f6nigs (gemeint: Friedrich von W\u00fcrttemberg) und danach der K\u00f6nigin bzw. der K\u00f6niginwitwe (gemeint: Charlotte Mathilde von W\u00fcrttemberg) und nicht umgekehrt stand, erh\u00e4rtet. Die wiederum in sog. Briefe gefasste Betrachtung der im Rahmen einer gro\u00dfen Reise \u00fcber Land und noch mehr \u00fcber die \u201ehohe See\u201d besuchten Objekte ist gespickt mit einer F\u00fclle aus der Brille monarchischen sowie bildungsheischenden Denkens gespeisten historischen, philosophischen, moralisierenden Ideengutes. F\u00fcr Interessierte besteht die M\u00f6glichkeit des digitalen Abrufes des gesamten Werkes \u00fcber\u00a0\u201eGoogle, Original from University of Michigan, Full view 1,2,3\u201d.<\/p>\n<p>Wenn wir uns nunmehr, die noch nicht behandelten Lebensl\u00e4ufe des Viert- und des F\u00fcnft\u00e4ltesten der S\u00f6hne des FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN namens F\u00c9LIX (1778 \u2013 1813) und DAGOBERT SIGISMUND (1782 \u2013 1862) \u00fcberspringend und damit zur\u00fcckstellend, dem sechsten und j\u00fcngsten Sohn desselben namens<br \/>\n&#8212;\u00a0<u>FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN<\/u>, geboren &#8211; wie wir schon wissen &#8211; am 27. August 1784 in Kirn an der Nahe, gestorben am 16. M\u00e4rz 1845 in Stuttgart, zuwenden, soll zun\u00e4chst das aufgef\u00fchrt werden, was Wurzbach in Nr. 18 seiner Lebensbeschreibungen \u00fcber dieses hinaus \u00fcber diesen (durchweg Richtiges) zu berichten wei\u00df:<br \/>\n<em>\u201eEin Sohn des Freiherren Franz Ludwig und der Marie Kunigunde von Goy &#8230; trat er fr\u00fch in w\u00fcrttembergische Kriegsdienste, in welchen er zuletzt Generalmajor und Generaladjudant des K\u00f6nigs <\/em>(gemeint Wilhelm I.) war. <em>1817 verm\u00e4hlte er sich mit Elise geborene Freiin von Moltke (geb. 27. Mai 1793, gest. 8. August 1832). Die Kinder aus dieser Ehe: zwei S\u00f6hne Wilhelm und Dagobert, welche Beide ihre Zweige fortpflanzten, und zwei T\u00f6chter, deren j\u00fcngste, Pauline, sich mit ihrem Vetter Gustav Adolf Felix, einem j\u00fcngeren Bruder des k. k. Feldzeugmeisters verheiratete, sind aus der Stammtafel ersichtlich <\/em>(siehe diese im letzten der gr\u00fcn markierten Generationsb\u00e4nder XVc bzw. 13c).\u201d<em><br \/>\n<\/em>Ob es der Zufall so gewollt hat oder ob die vorbeschriebenen damals in der w\u00fcrttembergischen Residenz Stuttgart bzw. in W\u00fcrttemberg t\u00e4tigen beiden um eine ganze Generation \u00e4lteren Vettern FRANZ LUDWIG und HERMANN = GERMAIN hier mitgewirkt haben, Tatsache ist, dass alle diese drei zun\u00e4chst in den Milit\u00e4rdiensten ihres franz\u00f6sischen Heimatlandes gestandenen De Wimpffen-Abk\u00f6mmlinge um 1810 sich gleichzeitig in den Diensten des K\u00f6nigreiches W\u00fcrttemberg finden. Dieses wird besonders darin evident, dass die nunmehr ebenfalls in chronologischer Folge dargelegten Ergebnisse der auf FRIEDRICH WILHELM bezogenen ergiebigen Recherchen im Stadtarchiv Stuttgart, was die Jahresangeben betrifft, zun\u00e4chst mit den vorhergehenden auf Franz Ludwig und Germain bezogenen solchen korrespondieren:<br \/>\n<strong>&#8211; 1811: <\/strong>Fr\u00fchestens l\u00e4sst sich FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN (damals also 27 Jahre alt) in Stuttgart im Adressbuch des genannten Jahres in der (wenig s\u00fcdw\u00e4rtig des Hospital-Komplexes verlaufenden) <em>\u201e<u>Rothe Stra\u00dfe Nr. 197<\/u>\u201d<\/em>\u00a0und damit, wie fr\u00fcher sein Vetter Franz Ludwig, der zu dieser Zeit in einem Nebengeb\u00e4ude des Alten Schlosses wohnt, in der \u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">Reichen Vorstadt<\/span>\u201d wohnend &#8211; als \u201e<em>v. Wimpfen, Major beim Generalstaab\u201d<\/em>\u00a0vermerkt finden. Als Hausbesitzer ist die Kammerherren-Witwe von Palm vermerkt; die \u00fcbrigen Hausbewohner sind: die Obristen-Witwe von Gemmingen und die ledige Dame von Poulanger, die Unterricht im Stricken und in der franz\u00f6sischen Sprache erteilt.<br \/>\n<strong>&#8211; 1817:<\/strong> Dessen bereits angesprochene und nachfolgend immer wieder erscheinende Heirat mit ELISABETH (auch: ELISE) VON MOLTKE am 6. Dezember 1817 ist im gedruckten chronologischen Kirchenregister wie folgt dokumentiert (Passagen in Aufrechtschrift = Anmerkungen des Verfassers; diese Anmerkung gilt auch f\u00fcr die nachfolgenden Zitierungen): <em>\u201eDecember. Schl. <\/em>(gemeint: registriert im Bezirk der Schlosskirche) <em>6. <\/em>(Dezember) <em>Herr Friedrich Wilhelm Heinrich Freih. v. Wimpfen, Cammerherr, Obrist u. Adjutant S. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs <\/em>(gemeint: WILHELM I. VON W\u00dcRTTEMBERG; also jetzt auch Kammerherr und Adjudant des K\u00f6nigs sowie als Offizier vom Major zum Oberst bef\u00f6rdert)<em>, Command. des Milit\u00e4r=Verdienst=Ordens 2ter Classe, Ritter des Kaiserl. Russ. St. Annen=Ordens 2ter Classe und des Oesterr. Leopolds=Ordens, auch Offizier der K\u00f6n. Franz\u00f6\u00df. Ehren Legion, led.- Fr\u00e4ul. Elisabethe Marie Louise v. Moltke, Herzogl. Mecklenburgischen Gereral=Majors Fr\u00e4ulein Tochter.\u201d\u00a0<\/em>Aus dem damit \u00fcbereinstimmenden alphabetischen Familienregister von Paul N\u00e4gele lassen sich, mit den anderen bereits zitierten Quellen korrespondierend, die folgenden erg\u00e4nzenden Fakten entnehmen: Der vollst\u00e4ndige Name des Vaters und der Vor- und M\u00e4dchenname der Mutter der Braut lauten <em>\u201eAdolf von Moltke\u201d\u00a0<\/em>bzw.<em> \u201eFriederike geb. von L\u00fctzow\u201d<\/em>. Die durch diese Heirat entstandene verwandtschaftliche Verbindung zwischen dem franz\u00f6sisch-w\u00fcrttembergischen Hause der Von Wimpffen und dem d\u00e4nisch-mecklenburgischen Hause der Von Moltke d\u00fcrfte in Anbetracht der den beiden Adelsgeschlechtern zu eigenen Freiherrenw\u00fcrde sowie des von den V\u00e4tern in beiden F\u00e4llen erreichten milit\u00e4rischen Ranges des Generalmajors beidseitig als in vollem Ma\u00dfe standesgerecht gegolten haben.<br \/>\n<strong>&#8211; 1818: <\/strong>Unter den aus dieser Ehe hervorgegangenen 4 Kindern, je 2 Jungen und M\u00e4dchen, war die am 10. 11. 1818 in Stuttgart geborene KATHARINA (auch: KATHARINE) die \u00c4lteste. Deren Vorname ist sicherlich von KATHARINA GEB. GRO\u00dfF\u00dcRSTIN VON RUSSLAND (1788 &#8211; 1819) hergeholt, die im Januar 1816 die zweite Gattin von K\u00d6NIG WILHELM (I.) VON W\u00dcRTTEMBERG geworden ist, nachdem ausgangs August 1814 dessen Ehe mit CHARLOTTE VON BAYERN 1792 &#8211; 1872) f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt worden war. Katharina blieb, wie es in adligen Familien gern und auch bei den Von Wimpffen immer wieder geschah, ledig und wurde Mitglied (Stiftsdame, sp\u00e4ter Ehrenstiftsdame) eines sog. Damenstifts, und zwar des 1667 f\u00fcr unversorgte Mitglieder des bayerischen Landadels gegr\u00fcndeten Damenstifts St. Anna in M\u00fcnchen an der Damenstiftstra\u00dfe, einer in der S\u00e4kularisationszeit nach und nach mehr oder minder insbesondere durch die Abschaffung des gemeinsamen Lebens verweltlichten und jetzt auch f\u00fcr Protestantinnen und nichtadlige Damen offenen Versorgungsanstalt. Dass diese nach M\u00fcnchen ging, ist h\u00f6chstwahrscheinlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass eine dort lebende (an sp\u00e4teren Stellen noch in Erscheinung tretende) Tante (Schwester der fr\u00fch verstorbenen Mutter), FRAU VON S\u00c9V\u00c9RIN, GEB. FREIIN VON MOLTKE, Gattin des KK. Russischen Gesandten in M\u00fcnchen, Einfluss nahm.<br \/>\n<strong>&#8211; 1820:<\/strong> Es folgte am 21. Juni 1820 die Geburt des ersten Sohnes WILHELM (erw\u00e4hnt als wichtige Zielperson bereits in den Kapiteln A. Grundlegendes und P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig), so genannt nach dem damals regierenden w\u00fcrttembergischen K\u00f6nig. W\u00e4hrend die Geburt dessen \u00e4lterer Schwester Katharina nicht einzusehen versucht wurde, ergab die diesbez\u00fcgliche Nachschau im Stuttgarter Kirchenregister im Falle von Wilhelm die folgende ungek\u00fcrzt wiedergegebene instruktive umf\u00e4ngliche (mit bisher anderweitig Gefundenen voll \u00fcbereinstimmenden) Eintragung von dessen Geburt sowie der vier Tage danach vollzogenen Taufe:<br \/>\n<em>-\u201eKind, Kirche, Geb. u. Get. <\/em>(geboren und getauft)<em>: 21. und 25. Juni. Marie Paul Wilhelm \u2013 <\/em>(offenbar in Erweiterung der Vornamengebung) <em>29. Aug. u. 30. Sept.<\/em> <em>Friedrich Wilhelm Paul Dagobert Carl Julius<br \/>\n<\/em><em>-Vater: Herr Friedrich Wilhelm v. Wimpfen, wirklicher Kammerherr Oberst und Adjutant S. M. des K\u00f6nigs \u2013 <\/em>(bezogen auf den 29. u. 30. Sept.) <em>Herr Friedrich Wilhelm Heinrich Freiherr v. Wimpfen, wirklicher Kammerherr, Obrist u. Adjutant des K\u00f6nigs Majest\u00e4t<br \/>\n<\/em><em>-Mutter: Frau Elisabethe Marianne Louise von Moltke, Hofdame bei I. M. d. regier. K\u00f6nigin \u2013 <\/em>(bezogen auf den 29. u. 30. Sept.) <em>Freifrau Elisabeth Marianne Louise, geb. Freiin von Moltke, Hofdame der K\u00f6nigin Majest\u00e4t <\/em>(gemeint mit \u201eI. M. d. regier. K\u00f6nigin\u201d: Ihre Majest\u00e4t die regierende K\u00f6nigin PAULINE VON W\u00dcRTTEMBERG, die K\u00d6NIG WILHEM I. VON W\u00dcRTTEMBERG nach dem fr\u00fchen pl\u00f6tzlichen Tod seiner zweiten Gemahlin KATHARINA VON RUSSLAND in dritter Ehe geheiratet hat.<br \/>\n<em>-Tauf-Pathen: Se. Majest\u00e4t der K\u00f6nig <\/em>(Wilhelm)<em> &#8211; Ihre Majest\u00e4t die K\u00f6nigin <\/em>(Pauline) <em>&#8211; Ihre kaiserliche Hoheit die Frau Gro\u00dff\u00fcrstin Marie von Russland, Erbgro\u00dfherzogin von Weimar <\/em>(1786 \u2013 1859; j\u00fcngste Schwester der verstorbenen w\u00fcrttembergischen K\u00f6nigin Katharina; verheiratet mit Erbgro\u00dfherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar) <em>&#8211; <\/em>(bezogen auf den 29. u. 30. Sept.) <em>Se. Maj. der K\u00f6nig &#8211; Ihre Majest\u00e4t die K\u00f6nigin &#8211; Hr. Baron <\/em>(Karl)<em> von Seckendorf, Obrist-Hofmeister des K\u00f6nigs &#8211; <\/em>(dessen) <em>Fr.<\/em> (Melanie)<em> von Seckendorff <\/em>(geb. von Spiegel aus Weimar)<em>, Staatsdame Ihrer Maj. der K\u00f6nigin<\/em> <em>&#8211; Frau Generalin von Moltke <\/em>(Mutter bzw. Schwiegermutter der Eheleute von Wimpfen)<em> &#8211; Abw. <\/em>(abwesend<em>) Hr. Obrist Dagobert von Wimpfen <\/em>(gemeint: Dagobert Sigismund von Wimpffen, der n\u00e4chstj\u00fcngere Bruder des Vaters und demnach Onkel des T\u00e4uflings (siehe die am Ende dieses Kapitels angef\u00fcgten Darlegungen zu dessen Lebensgang)\u00a0<em>&#8211; Hr. v. Moltke, Russischer Legationsrat <\/em>(vermutlich ein Onkel oder Bruder der Mutter).\u201d<br \/>\nDas an der Spitze der \u00fcblicherweise langen Liste der Paten stehende k\u00f6nigliche Paar sowie diesem folgend die aus dem russischen Kaiserhaus der Romanow stammende Anverwandte und danach schlie\u00dflich der h\u00f6chstgestellte W\u00fcrdentr\u00e4ger der Hofbeamtenschaft l\u00e4sst die damalige hohe gesellschaftliche Rangstellung der Von Wimpffen-Familie innerhalb der Stuttgarter Hofgesellschaft sp\u00fcren, welche daraus erwachsen sein d\u00fcrfte, dass damals gleich zwei ihrer Repr\u00e4sentanten in hohe w\u00fcrttembergische Offiziers- und Hofbediensteten\u00e4mter aufgestiegen waren und diese jeweils wohl gut versahen. Und immerhin fungierte die Mutter des T\u00e4uflings als Hofdame der K\u00f6nigin. Von den bei Wurzbach in der II. Stammtafel (siehe letztes derGenerationsb\u00e4nder XVc bzw. 13c) angegebenen drei Vornamen WILHELM MAX. (MAXIMILIAN) PAUL ist der mittlere im Hinblick auf die Taufakten eigentlich als falsch anzusehen.<br \/>\n<strong>&#8211; 1821 und 1822:<\/strong> Am 29. August 1821 folgte die Geburt des zweiten Sohnes DAGOBERT und am 13. Juni 1822 die der zweiten Tochter bzw. des vierten und letzten Kindes, die nach dem Vorbild der K\u00f6nigin der Vorname PAULINE gegeben wurde. Die kurzgefasste Eintragung der Geburt und Taufe der Letztgenannten im Stuttgarter Kirchenregister des vorgenannten Jahres, wo wiederum K\u00f6nig Wilhelm und K\u00f6nigin Pauline als Paten genannt sind und die Mutter wieder als Hofdame der K\u00f6nigin bezeichnet ist, lautet:<br \/>\n<em>-\u201eKind: Hofk<\/em>. (Hofkirche) <em>13. Juli und 11. Aug. Pauline Wilhelmine<br \/>\n<\/em><em>-Vater: Hr. Friedrich Wilhelm Heinrich Freiherr von Wimpffen <\/em>(der Nachname ist jetzt also mit ff geschrieben!)<em>, wirklicher Kammerherr Obrist, Adjutant Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs<br \/>\n<\/em><em>-Mutter: Fr. Elisabethe Marianne Louise, geb. Freiin von Moltke, Hofdame d. K\u00f6nigin Majest\u00e4t<br \/>\n<\/em><em>-Taufpaten: Se. Majest\u00e4t der K\u00f6nig, Ihre Majest\u00e4t die K\u00f6nigin.\u201d<br \/>\n<\/em><strong>&#8211; 1829<\/strong>, d. h. 7 Jahre danach bzw. 6 Jahre nach dem Tod des Vetters Franz Ludwig, findet sich FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN im Personenverzeichnis des Stuttgarter Adressbuches als im <em>\u201eK\u00f6niglichen Schlo\u00dfbau\u201c,<\/em> d. h. im <u>Neuen Schloss<\/u>, wohnend und mit \u201e<em>v. Wimpfen, Generalmajor\u201c<\/em> verzeichnet. Somit war dieser in der Offiziers-Stufenleiter noch weiter hochgestiegen. Seinem Namen beigef\u00fcgt ist <em>\u201ev. Wimpfen, Fr\u00e4ulein\u201d<\/em>, was sich, wie an sp\u00e4terer Stelle zu ersehen, auf dessen bei ihm und seiner Familie wohnende ledig gebliebene zweitj\u00fcngste seiner 6 Schwestern AMALIE VON WIMPFFEN (geb. am 8. November 1774 in Stuttgart) bezieht. Dieselbe Eintragung, doch mit der erweiterten Titulierung <em>\u201eGeneral-Major, Adjutant des K\u00f6nigs\u201d, <\/em>findet sich in der nachfolgend gezeigten<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/074.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-114 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/074-662x1024.jpg\" alt=\"074\" width=\"660\" height=\"1021\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/074-662x1024.jpg 662w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/074-194x300.jpg 194w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/074-768x1188.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/074.jpg 794w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 5: Alphabetische Auflistung (oben) jener Hofbediensteten sowie Milit\u00e4rs im \u201eStuttgarter Adress-Buch u. Wegweiser &#8230;\u201d des Jahres 1829, die damals ihren Wohnsitz im Stuttgarter \u201eK\u00f6niglichen Schlo\u00dfbau\u201d hatten<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>&#8211; 1832:<\/strong> \u00dcberraschenderweise blieb die intensive Suche im Stuttgarter Kirchenregister nach dem durch andere Quellen belegten fr\u00fchen Tod der Gattin und Mutter ELISABETH (ELISE) VON WIMPFFEN, GEB. VON MOLTKE, im Alter von nur 37 Jahren am 8. August 1832 erfolglos, so dass angenommen werden muss, dass diese anderswo, vielleicht am Ort einer ausw\u00e4rtigen Behandlung oder Kur, verstorben ist.<br \/>\nDurch die hohe milit\u00e4rische Rangstellung sowie die N\u00e4he zur Person von K\u00d6NIG WILHELM I. VON W\u00dcRTTEMBERG infolge der Zuordnung des Vaters zu diesem als Adjudant sowie das gesellschaftliche hohe Ansehen der Wimpffen-Familie war den beiden S\u00f6hnen<br \/>\n&#8212;\u00a0<u>WILHELM VON WIMPFFEN<\/u> und <u>DAGOBERT VON WIMPFFEN<\/u> die Gunst beschieden, Spielkameraden und Jugendfreunde des knapp 3 bzw. 2 Jahre j\u00fcngeren KRONPRINZEN KARL VON W\u00dcRTTEMBERG (geb. am 06. M\u00e4rz 1823) sein zu d\u00fcrfen. Wie aus den nachfolgend aufgef\u00fchrten und mit den bisherigen genealogischen Angaben \u00fcbereinstimmenden weiteren greifbaren Adressbuch-Eintragungen der nachfolgenden anderthalb Jahrzehnte hervorgeht, hatte die zusammen mit der bereits genannten Schwester bzw. Tante Amalie von Wimpffen nach dem Tod der Mutter Elisabeth (Elise) von Wimpffen 6 Personen umfassende Wimpffen-Familie ihren Wohnsitz jetzt nicht mehr im Neuen Schloss, sondern jetzt in der nordw\u00e4rtig an den Schlossgarrten grenzenden <u>Neckarstra\u00dfe Nr. 16<\/u>.<br \/>\n<strong>&#8211; 1833 und 1834:<\/strong> Die in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/075.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-115 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/075-1024x446.jpg\" alt=\"075\" width=\"660\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/075-1024x446.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/075-300x131.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/075-768x335.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/075.jpg 1056w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 6: Der auf den Wohnplatz Neckarstra\u00dfe 16 bezogene Auszug des Wohnungsverzeichnisses des Stuttgarter Adressbuches<\/strong> <strong>1833 <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>gezeigte Eintragung nennt nicht allein den Namen des Haushaltsvorstandes (Friedrich Wilhelm) <em>\u201ev. Wimpffen\u201d<\/em>\u00a0und dessen Titel, milit\u00e4rischen Rang und Hofdienst-Funktionen <em>\u201eFreiherr, General-Major, K. Kammerherr, Adjutant des K\u00f6nigs Majest\u00e4t\u201d, <\/em>sondern f\u00fchrt auch die diesem verliehenen nicht wenigen Verdienstorden sowie am Schluss dessen Ehrenbetitelung \u201e<em>Officier der K. Franz. Ehren=Legion\u201d\u00a0<\/em>auf. Au\u00dferdem ist unten die bei ihm und seinen hier \u00fcblicherweise nicht angef\u00fchrten vier Kindern wohnende Schwester jetzt mit vollem Namen aufgef\u00fchrt: <em>\u201ev. Wimpffen, Amalie, Freifr\u00e4ulein\u201d<\/em>. Sicherlich hat diese den jetzt verwitweten Bruder sowie die zwei Neffen und zwei Nichten in der Haushaltsf\u00fchrung, so weit sie es mit ihren jetzt 58\/59 Jahren konnte, unterst\u00fctzt. Interessanterweise wohnte damals im selben Geb\u00e4ude au\u00dfer dem Hausbesitzer Generalmajor a. D. Freiherr von Jett die \u00fcber 30 Jahre (um 1830 bis zu dessen Tod 1864) mit K\u00f6nig Wilhelm I. als Geliebte verbunden gewesene attraktive K\u00d6NIGLICHE HOFSCHAUSPIELERIN AMALIE VON STUBENRAUCH\u00a0(1805 \u2013 1876), und zwar zusammen mit ihrer Mutter, der Witwe WALDBURGA VON STUBENRAUCH,\u00a0ehe sie in ihr in der Nachbarschaft des K\u00f6niglichen Schlosses liegendes eigenes Haus Neckarstra\u00dfe 3 zog. Allerdings ist hier merkw\u00fcrdigerweise vor derem Namen das \u201evon\u201d zu vermissen. Wir d\u00fcrfen wohl annehmen, dass Friedrich Wilhelm von Wimpffen in seiner Funktion als Kammerherr und Adjudant von K\u00f6nig Wilhelm der Pflicht mancherlei diesbez\u00fcglicher diskreter Dienste schweigend nachzukommen hatte.-<br \/>\nLaut der im Internet zu findenden Genealogischen Zusammenstellung von William Addams Reitwiesner des Titels \u201eThe<em>\u00a0<\/em>Ancestors of Roman, Baron von Ungern-Sternberg (1885 &#8211; 1921)<em>\u201d<\/em> ist dem nunmehr bereits<em>\u00a0<\/em>zumindest zweieinhalb Jahrzehnte in Stuttgart und damit im K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg lebenden und am Hof t\u00e4tigen Friedrich Wilhelm von Wimpffen\u00a0unter der Datierung \u201eStuttgart, 6. November 1834\u201c der Freiherrentitel zuerkannt worden, der bislang wohl allein auf der von seinem Vetter Franz Ludwig 1807 (siehe oben) brieflich berichteten Immatrikulation der De Wimpffen in den eingesessenen Adel des Niederelsass des Jahres 1781 sowie dem durch K\u00d6NIG LOUIS XIV. zuerkannt gewesenen Baronstitel und -rang\u00a0basierte. Somit waren Friedrich Wilhelm von Wimpffen mit Familie und Nachkommen quasi endg\u00fcltig im K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg angekommen und als landess\u00e4ssige Adlige formal angenommen.<br \/>\n<strong>&#8211; 1839 und 1840:<\/strong> Bez\u00fcglich der Wimpffen-Familie (Personen, Hoffunktionen und Dienstgrad des Friedrich Wilhelm von Wimpffen) finden sich in diesen beiden Jahren zwar unver\u00e4ndert die Eintragungen des vorbeschriebenen Jahres 1833. Als Wohnsitz ist jedoch 1839 &#8211; und dies bis 1847 &#8211; die <u>Friedrichstra\u00dfe 2<\/u> aufgef\u00fchrt. Somit wohnt die Familie jetzt genau dort, wo 1811 auch der Vetter Franz Ludwig von Wimpffen gewohnt hatte. W\u00e4hrend 1840 als Besitzer dieses Hauses der Privatkaufmann namens Wergo genannt ist, findet sich ab 1841 Friedrich Wilhelm von Wimpffen selbst als solcher aufgef\u00fchrt. Die Wimpffen besitzen offenbar somit nunmehr in der w\u00fcrttembergischen Residenzstadt Stuttgart eine eigene Heimstatt. Dass die beiden nunmehr 19 \u2013 21 bzw. 18 \u2013 20 Jahre alten S\u00f6hne Wilhelm und Dagobert sich aber inzwischen, der Haustradition folgend, vom Elternhaus gel\u00f6st hatten und mit dem Ziel, die Offizierslaufbahn in der w\u00fcrttembergischen Armee einzuschlagen, Kriegsschul-Kadetten der Kavallerie in der Garnison Ludwigsburg geworden waren, das geht aus einem 19-seitigen Brief des Jahres 1840 hervor, aus dem auch der bereits mehrfach beschriebene verwandtschaftliche Konnex der Von Wimpffen mit den Von Moltke evident wird. Denn geschrieben hat diesen der damalige 40-j\u00e4hrige Hauptmann im Generalstab des (IV.) s\u00e4chsischen Armeekorps und sp\u00e4tere Generalfeldmarschall HELMUTH KARL BERNHARD VON MOLTKE (1800 \u2013 1891) unter der Datierung <em>\u201eMangadino am Lago Maggiore dem 2ten Novmbr\u201d\u00a0<\/em>an seinen Vater FRIEDRICH PHILIPP VICTOR VON MOLTKE (1768 \u2013 1845). In diesem berichtet er \u00fcber seine nach einer Badekur in Ilmenau (Th\u00fcringen) angetretene lange Reise von dort \u00fcber Stuttgart, T\u00fcbingen, Basel und den Rheinfall bei Schaffhausen ins Tessin, bei der er Gelegenheit nimmt, nach seiner Ankunft in <u>Stuttgart<\/u> am Sonntag, dem 25. Oktober 1840, im Rahmen eines eint\u00e4gigen Aufenthalts mit Quartiernahme im \u201e<em>Marquardtschen Hotel, der beste Gasthof den ich irgend gefunden\u201d <\/em>dort\u00a0die Familie seiner vor 8 Jahren (wie bereits dargestellt) im Alter von nur 37 Jahren verstorbenen Kusine ELISABETH (ELISE) VON WIMPFFEN GEB. VON MOLTKE zu besuchen. Nachdem er in seinem Brief &#8211; und zwar mit dem Auge des genialen Milit\u00e4rstrategen und in bewundernswert treffsicherer Sprache &#8211; die Neckarlandschaft und den Rebenbewuchs des Stuttgarter Talkessels, dann den Blick des Vormittags vom Turm der Stiftskirche \u00fcber die Stadt und schlie\u00dflich seine Eindr\u00fccke vom Besuch im Alten Schloss geschildert hat, setzt er seinen Brief folgenderma\u00dfen fort (Unterstreichungen = Hervorhebungen des Verfassers):<br \/>\n<em>\u201eVormittag fuhr ich noch nach Cannstatt wo ich ein k\u00f6stliches Bad in einem Sauerbrunnen nahm. Dieser sprudelt Mannesstark und zwei Fu\u00df hoch in einer gro\u00dfen Marmorschale empor. Er hat einen h\u00f6chst angenehmen Geschmack. Nach der Parade besah ich noch die k\u00f6nigl. St\u00e4lle mit 250 Landbesch\u00e4lern. Im Reitstall bewunderte ich einige \u00e4chte Araber, kleine Schimmel, die kaum 4\u2019 10\u2019\u2019 ma\u00dfen und von denen man auf englischen Stuten die gr\u00f6\u00dften Pferde im Stall gezogen hatte. Der K\u00f6nig <\/em>(Wilhelm I.) <em>kam dr\u00fcber zu. Er geht \u00f6fters in seine St\u00e4lle, der Zutritt ist auch eigentlich untersagt. Inde\u00df gr\u00fc\u00dfte er freundlich. Nachmitags besuchte ich <u>Wimpfens<\/u>, welche mich sehr freundlich aufnahmen. Die <u>beiden Vettern<\/u> sind jetzt Lieutenants bei dem Cavallerie Regmt. in Ludwigsburg, <u>der General<\/u> wollte sie gleich am folgenden Tage herein citiren, aber ein Platz auf der Post war schon auf Morgens 5 Uhr gel\u00f6set.\u201d<\/em><br \/>\nDie damals 20 bzw. 19 Jahre alten beiden \u201eVettern\u201d (2. Grades) Wilhelm und Dagobert scheinen also damals die erste Sprosse der Offiziers-Stufenleiter erreicht zu haben. Mit <em>\u201eder General\u201d<\/em>\u00a0ist der 56 Jahre alte Vater (und Gatte der verstorbenen Kusine) Generalmajor Friedrich Wilhelm von Wimpffen gemeint.<br \/>\n<strong>&#8211; 1841:<\/strong> Der im zitierten Moltke-Brief des Jahres 1840 mit <em>\u201eLieutenants\u201d<\/em>\u00a0angegebene Dienstgrad der beiden Wimpffen-S\u00f6hne ist insofern etwas zu korrgieren, als im Adressbuch des vorgenannten Jahres im Abschnitt \u201e<em>Milit\u00e4retat\u201d<\/em>\u00a0in der <em>\u201eRubrik VI. Reiterei\u201d<\/em>\u00a0die folgenden anderslautenden Eintragungen ins Auge springen:<br \/>\nS. 28: <em>\u201eI. Regiment (Garnison Ludwigsburg) Unter Lieutnant Wilhelm von Wimpffen (aggreditiert<\/em>)\u201d, gemeint: best\u00e4tigt;<br \/>\nS. 30:<em> \u201eIV. Regiment (Garnison Ludwigsburg) Unter Lieutnant Dagobert von Wimpffen (zugeteilt)\u201d<\/em>, gemeint: unbest\u00e4tigt.<br \/>\nDemnach hatten diese zur Zeit des Moltke-Besuches im Jahr 1840 wie auch noch 1841 erst die Vorstufe der Offizierslaufbahn erreicht.<br \/>\n<strong>\u00a0&#8211;\u00a0<\/strong><strong>1844:<\/strong> Jetzt ist (S. 116) deren Vater FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN\u00a0mit <em>\u201eFreiherr, Generalmajor (a. D.)\u201d<\/em>\u00a0betitelt; das bedeutet, dass sich dieser jetzt (nun 60\/61 Jahre alt) im Ruhestand befindet.<br \/>\n<strong>&#8211;\u00a0<\/strong><strong>1845: <\/strong>Das Adressbuch enth\u00e4lt zwar wieder auf S. 270 die vorgenannte Betitelung, doch h\u00e4lt das Stuttgarter Kirchenregister kurzgefasst dessen Ableben in Stuttgart unter dem <em>\u201e16. M\u00e4rz 1845 &#8230; im Alter von 61 Jahren und 7 Monaten\u201d<\/em>\u00a0fest und gibt als Todesursache <em>\u201eEntkr\u00e4ftung\u201d\u00a0<\/em>an. Hier sowie r\u00fcckschauend auf den ebenfalls in Stuttgart erfolgten Tod des Jahres 1823 von Karl Ludwig von Wimpffen, dazu vorausschauend auf den an sp\u00e4terer Stelle zu konstatierenden Tod der Schwester des Friedrich Wilhelm Amalie wahrscheinlich des Jahres 1855, ist die bislang nicht verfolgte und somit nicht beantwortbare Frage zu stellen, ob sich unter den rund 1700 erhalten gebliebenen Grabstellen des Stuttgarter Hoppenlaufriedhofs nicht auch die des einen oder anderen oder gar der drei Vorgenannten zu finden sind.<strong><br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; 1847:<\/strong> Nunmehr sind auf S. 264 als Bewohner der <u>Friedrichstra\u00dfe 2<\/u> au\u00dfer wieder <em>\u201eWimpffen v., Amalie Fr\u00e4ulein\u201d<\/em>\u00a0jetzt erstmalig<em> \u201eWimpffen v. <\/em>(gemeint: Wilhelm),<em> Lieutnant bei d. k. <\/em>(k\u00f6niglichen) <em>Garde\u201d und \u201eWimpffen v., <\/em>(gemeint: Dagobert), <em>Lieutnant im k. <\/em>(k\u00f6niglichen IV.) <em>Reiterregiment\u201d\u00a0<\/em>aufgef\u00fchrt. Demnach haben die nunmehr bereits 27 bzw. 26 Jahre alten S\u00f6hne jetzt &#8211; und dies wohl schon seit einigen Jahren &#8211; die Einstiegsstufe der Offizierslaufbahn erreicht. Und zwar ist der \u00c4ltere Angeh\u00f6riger der aus 170 Mann in sch\u00f6nstem Uniformschmuck bestehenden vielbewunderten K\u00f6niglichen Leibgarde zu Pferd geworden, die insbesondere den Ehrenwachdienst im Schlossgel\u00e4nde im Umfeld des K\u00f6nigs und seiner Familie sowie auch repr\u00e4sentative Aufgaben wahrzunehmen hatte. W\u00e4hrenddem ist der J\u00fcngere immer noch dem <em>\u201e4. Reiterregiment\u201d<\/em>\u00a0zugeordnet, das 1845 von der Reiterkaserne Ludwigsburg jedoch in die Reiterkaserne Stuttgart gewechselt war und 1847 zur Niederhaltung der Maikrawalle in Stuttgart sowie dar\u00fcber hinaus in den beiden Folgejahren 1848\/49 der Unterdr\u00fcckung der revolution\u00e4ren Bewegungen auch in w\u00fcrttembergischen Landen eingesetzt gewesen ist. Der Umstand, dass die beiden Br\u00fcder jetzt neben dem Vater als Bewohner des Geb\u00e4udes <u>Friedrichstra\u00dfe 2<\/u> aufgef\u00fchrt sind, l\u00e4sst den Schluss zu, dass diese nunmehr die Freiheit genie\u00dfen, au\u00dferhalb des Standplatzes ihrer Truppe wohnen zu d\u00fcrfen. Im vorgenannten Jahr ist erstmalig, und zwar als im <u>Neuen Schloss<\/u> wohnend, deren j\u00fcngere jetzt 25 Jahre alte Schwester PAULINE VON WIMPFFEN\u00a0aufgef\u00fchrt, die im Einwohnerverzeichnis des vorgenannten Jahres sowie auch in den beiden Folgejahren 1848 und 1849 als <em>\u201eWimpffen v., Fr\u00e4ulein, Hofdame\u201d<\/em>, dem weiblichen Pendant des Kammerherren, erscheint und au\u00dfer der im Schlosse in derselben Funktion noch <em>\u201eFrl. Auguste von Seckendorff\u201d<\/em>\u00a0t\u00e4tig gewesen ist. Bei der Letztgenannten handelt es sich um die Tochter von OBRIST-HOFMEISTER\u00a0BARON KARL UND BARONIN MELANIE VON SECKENDORFF, die sich 1820 unter den zahlreichen Taufpaten des Wilhelm von Wimpffen verzeichnet finden.<br \/>\n<strong>&#8211; 1848: <\/strong>In diesen Jahren erscheinen die beiden Wimpffen-Br\u00fcder jetzt nicht mehr als in der Friedrichstra\u00dfe 2, sondern in der von Norden her auf die K\u00f6nigsstra\u00dfe und das Marstallgeb\u00e4ude und damit auf den Ostbereich des Schlossgartens hinlaufenden <u>Kronenstra\u00dfe Nr. 30<\/u> wohnend. Au\u00dferdem zeigt sich DAGOBERT VON WIMPFFEN\u00a0bei seiner Einheit zum<em> \u201eOberlieutnant\u201d<\/em>\u00a0bef\u00f6rdert.<br \/>\n<strong>&#8211; 1849 \u2013 1852<\/strong>: Im Folgejahr 1850 hat WILHELM VON WIMPFFEN\u00a0bei seiner Einheit ebenfalls den Rang eines Oberleutnants erreicht und ist ab 1851 zusammen mit der Tante Amalie wieder als in der <u>Friedrichstra\u00dfe 2<\/u> wohnend angegeben, w\u00e4hrend Dagobert von Wimpfen in den vorgenannten vier Jahren im Einwohnerverzeichnis aus nicht ersichtlichen Gr\u00fcnden (wahrscheinlich anderw\u00e4rtige Verwendung im Zuge des ausw\u00e4rtigen Einsatzes des 4. Reiterregiments zur Niederhaltung der Kravalle bzw. revolution\u00e4ren Umtriebe) nicht mehr aufgef\u00fchrt ist. Dies gilt auch ab 1850 f\u00fcr deren j\u00fcngere Schwester, die bisherige im Neuen Schloss wohnende HOFDAME PAULINE VON WIMPFFEN. Letzteres erkl\u00e4rt sich daraus und wie bereits in Kapitel S. Gr\u00e4fliche Linie angesprochen, dass diese am 17. 02. 1850, d. h. mit 27 \u00bd Jahren, denn doch &#8211; anders als ihre ledig gebliebene und Stiftsdame gewordene Tante KATHARINA VON WIMPFFEN &#8211; geheiratet hat; und zwar in Triest einen ihrer zahlreichen in Europa verstreuten Vettern, n\u00e4mlich den um 16 \u00bd Jahren \u00e4lteren GRAFEN GUSTAV ADOLF FELIX VON WIMPFFEN (geb. am 28. 12. 1805 zu Troppau &#8211; gest. am 25. 04. 1880 zu Meran). \u00dcber diesen sowie \u00fcber diese f\u00fcr den w\u00fcrttembergischen Freiherrenzweig bedeutsame Eheschlie\u00dfung und die daraus hervorgegangenen zwei Kinder wird gesondert im Folgekapitel U. Verwandtschaftliche Verkn\u00fcpfungen berichtet werden. Pauline von Wimpffen ist \u00fcbereinstimmend 1866 im Gotha als \u201ek. bayer. Theresien-Ordens-Dame\u201c, in der an sp\u00e4terer Stelle in Abb. W 5 erscheinenden Traueranzeige f\u00fcr ihre 1875 verstorbene Tante Katharina als \u201eTheresien-Ordensdame\u201d sowie bei Wurzbach (1888) als \u201ek\u00f6niglich bayrische Theresien-Ordensdame\u201d bezeichnet. Da diese Betitelung bereits 1866 und 1875, d. h. vor dem Tod ihres 1880 verstorbenen Gatten auftaucht, kann angenommen werden, dass diese nicht Insassin, sondern lediglich Wohlt\u00e4terin des M\u00fcnchener Theresienstifts vermutlich mit Anwartschaft der Aufnahme bei eingetretener Witwenschaft gewesen ist. Um dies hier vorwegzunehmen: Durch diese Heirat der Pauline von Wimpffen erfuhr die gering verm\u00f6gende freiherrliche w\u00fcrttembergisch-bayrische Nebenlinie der Von Wimpffen zweifellos eine Aufwertung ihres Ansehens und eine Bef\u00f6rderung ihrer Selbsteinsch\u00e4tzung.<br \/>\nDer Glanz, den die gr\u00e4fliche Linie auszustrahlen begann, spiegelt sich in der zweitfr\u00fchesten auf die von Wimpffen bezogenen Tagebucheintragung der Eveline von Massenbach des Jahres 1852 wider. Nach dieser unternimmt im November des genannten Jahres das w\u00fcrttembergische Thronfolgerpaar eine ganz besonders lange und mit vielen Begegnungen mit h\u00f6chsten Herrschern Europas und weltlichen W\u00fcrdentr\u00e4gern sowie Besichtigungen und Vergn\u00fcgungen verbundene Reise \u00fcber den Spl\u00fcgenpass nach Oberitalien und durch dieses bis Venedig, von dort nach Triest, schlie\u00dflich nach Wien und M\u00fcnchen und wieder zur\u00fcck nach Stuttgart. Die \u00dcberquerung der Adria wird im Tagebuch so beschrieben: <em>\u201eTriest: \u00dcberfahrt auf der Santa Lucia, <u>Admiral Graf Wimpffen<\/u>. V\u00f6llige Windstille, Triest und seine Flotte waren mit bengalischem Feuer erleuchtet.\u201d\u00a0<\/em>Der angegebene Admirals-Titel und Name bezieht sich auf den in Kapitel S. Gr\u00e4fliche Linie ausf\u00fchrlich beschriebenen \u00e4ltesten der drei S\u00f6hne des GRAFEN FRANZ KARL EDUARD VON WIMPFFEN, n\u00e4mlich auf den 1849 zum Gouverneur von Triest und Statthalter der dortigen k. und k. K\u00fcstenlande ernannten sowie provisorisch das Kommando \u00fcber die \u00f6sterreichische Kriegs- und Handelsmarine f\u00fchrenden und sp\u00e4ter als Generalfeldzeugmeister amtierenden GRAFEN FRANZ EMIL LORENZ VON WIMPFFEN, der 02. 04. 1797 in Prag geboren und am 26. 11. 1870 in G\u00f6rz gestorben ist und dessen au\u00dferordentlichen Glanz ausstrahlendes Leben ebenfalls im vorgenannten Kapitel W\u00fcrdigung findet.<br \/>\nZweifellos geh\u00f6rten die Stuttgarter Von Wimpffen damals, auch ohne diese Versippung mit der zu Grafen erhobenen Wimpffen-Linie, zu den Spitzenpersonen der damaligen Stuttgarter Hofgesellschaft. Dies geht vor allem auch aus dem 1987 im Druck erschienenen und die Jahre 1851 \u2013 1866 umspannenden Tagebuch der BARONIN EVELINE VON MASSENBACH (1830 \u2013 1904), der Tochter des FREIHERREN HERMANN VON MASSENBACH (1799 \u2013 1847), dem Oberstleutnant und Fl\u00fcgeladjudanten, sp\u00e4ter (1829) Generalmajor und erster Adjudant von K\u00d6NIG WILHELM I. VON W\u00dcRTTEMBERG, hervor, aus dem bereits mehrfach Stellen, die sich auf Angeh\u00f6rige des Adelsgeschlechts der von Wimpffen beziehen, zitiert worden sind. Wie die Genannte in ihrem Tagebuch berichtet, war sie nach dem Tod ihres Vaters 1847 von der KRONPRINZESSIN\u00a0(seit 1846 bzw. K\u00d6NIGIN\u00a0ab 1864) OLGA VON W\u00dcRTTEMBERG\u00a0(1822 \u2013 1892), der Tochter von ZAR NIKOLAUS I. VON RUSSLAND und ALEXANDRA FJODOROWNA, GEB. CHARLOTTE PRINZESSIN VON PREU\u00dfEN, zur Probe als Hoffr\u00e4ulein eingestellt und 1851 von dieser endg\u00fcltig zu ihrer speziellen Hofdame, dem weiblichen Pendant des Kammerherren, erw\u00e4hlt worden und hat dann sp\u00e4ter bis zum Tod der K\u00f6nigin Olga im Jahr 1892 die Funktion der dem gesamten w\u00fcrttembergischen Hofstaat vorstehenden Staatsdame ausge\u00fcbt. Eveline von Massenbach war in Stuttgart im (oben bereits beschriebenen) sog. Akademie-Geb\u00e4ude unter den dort wohnenden vielen Familien des Stuttgarter Hofes aufgewachsen. Bald zur &#8211; mit der Kronprinzessin Olga bestvertrauten &#8211; Hofdame, aufgestiegen, hatte sie diese auf ihren vielen Reisen nach Russland, Frankreich, England, Italien und der Schweiz etc. sowie bei deren h\u00e4ufigen sommerlichen Badekuren in internationalen B\u00e4dern des s\u00fcd- und gesamtdeutschen Raumes etc. zu begleiten. Durch all das lernte diese die Stuttgarter und dar\u00fcber hinaus die internationale Hofgesellschaft aufs Beste kennen. Zur erstgenannten geh\u00f6rten, was die M\u00e4nnlichkeiten anbelangt, auch die Gebr\u00fcder WILHELM und DAGOBERT VON WIMPFFEN. Denn Eveline von Massenbach schreibt in der auf die Zeit um 1850 bezogenen \u201eEinleitung \u00fcber Stuttgarter Verh\u00e4ltnisse\u201d ihres Tagebuches Folgendes (Unterstreichungen = Heraushebungen des Verfassers): <em>\u201eVon\u00a0den M\u00e4nnern der damaligen Gesellschaft sind besonders anzuf\u00fchren<\/em>:\u00a0<em>drei Prinzen zu Hohenlohe-\u00d6hringen: Hugo, Fritz und Felix, die beiden Herren von H\u00fcgel, Karl und Julius, ersterer mit einer Russin &#8230; verm\u00e4hlt &#8230; , Julius, der sch\u00f6ne k\u00f6nigliche Stallmeister, eine Zeitlang Hofmarschall des Kronprinzen, mit dem Hause Neipperg eng befreundet; ferner der Kanzler der Universit\u00e4t T\u00fcbingen, Dr. von W\u00e4chter, fr\u00fcherer Lehrer des Kronprinzen, der Pr\u00e4sident der Kammer, F\u00fcrst Konstantin Zeil &#8230; <u>beide Barone von Wimpffen, Wilhelm und Dagobert<\/u>, <\/em>(einstige!) <em><u>Spielkameraden des Kronprinzen<\/u>, und mehrere Offiziere, die er in seine musikalischen Unternehmungen heranzog.\u201d<\/em><br \/>\nSicherlich hat nicht allein der Umstand, dass die damals um die drei\u00dfig Jahre z\u00e4hlenden beiden Barone Spielgef\u00e4hrten des 2 \u00be bzw. 1 \u00bd Jahre j\u00fcngeren KRONPRINZEN KARL\u00a0(geb. am 21. M\u00e4rz 1823; ) gewesen waren, zu ihrer hochgestellten Position in der Stuttgarter Gesellschaft gef\u00fchrt; sondern es d\u00fcrften auch die hohen milit\u00e4rischen und hofdienstm\u00e4\u00dfigen Positionen ihres vor rund f\u00fcnf Jahren verstorbenen Vaters zu dieser vordersten gesellschaftlichen Stellung beigetragen haben. Als Beleg der Fortdauer dieser Rangstellung kann, chronologisch um einige Jahre vorausgreifend, ein Tagebucheintrag der Eveline von Massenbach vom 25. Juni 1856 (Wilhelm war jetzt 36, Dagobert knapp 35 Jahre alt) gelten:<br \/>\n\u201e<em>Kaiser Alexander <\/em>(gemeint: ZAR\u00a0&#8211; ab 1855 &#8211; ALEXANDER II., Bruder der KRONPRINZESSIN OLGA, deren prunkvolle Hochzeit mit KRONPRINZ KARL VON W\u00dcRTTEMBERG im Sommer 1846 in Sankt Petersburg gefeiert worden war) <em>\u00fcberraschte seine Mutter<\/em> (gemeint: ZARIN ALEXANDRA FJODOROWNA) <em>mehrere Male von Kissingen aus mit seinem Besuch. Dann wurden in dem gro\u00dfen Saal des Hotels Bellevue unter dem Dache der wohlwollenden, freigebigen, immer gerne mit der Jugend sich freuenden F\u00fcrstin th\u00e9 dansants improvisiert. Man lie\u00df die Bl\u00fcte der jungen Herrn aus Stuttgart kommen, <u>u. a. beide Wimpffen<\/u>, Baron Otto Walterskirchen, den neuen \u00f6sterreichischen Sekret\u00e4r o. A.\u201d<br \/>\n<\/em><strong>&#8211; 1854:<\/strong> Jetzt tauchen beide Br\u00fcder in Stuttgart wieder zusammen auf, und zwar laut S. 152 und 434 des Einwohnerverzeichnisses (zusammengefasst): WILHELM\u00a0nach wie vor als Oberleutnant der K\u00f6niglichen Leibgarde zu Pferd, DAGOBERT\u00a0jedoch jetzt als Oberleutnant und Kommandant der K\u00f6niglichen Feldj\u00e4gerschwadron, einer milit\u00e4rischen Sondereinheit, die beim Volke besonders beliebt, in der Feldj\u00e4gerkaserne (sp\u00e4tere Infanterie- bzw. Roteb\u00fchlkaserne) stationiert, nach preu\u00dfischem Vorbild insbesondere mit Erkundungs- und Kurierdiensten im Bereich um den K\u00f6nig und seine Familie, den Hof und die Regierung betraut gewesen ist. \u00dcber diese Funktion wuchs Dagobert auch in die eines der Adjudanten des seit 1853 den Rang eines Generalleutnants f\u00fchrenden Kronprinzen Karl hinein, wobei er dem Adjudanten und Leiter der kronprinzlichen Hofhaltung FREIHERR KARL VON BERLICHINGEN\u00a0unterstellt war. Die Br\u00fcder haben jetzt vor\u00fcbergehend zusammen mit Tante Amalie einen gemeinsamen Wohnsitz im 1. Stock vom zur Feldj\u00e4gerkaserne geh\u00f6renden <em>\u201eherrschaftlichen Geb\u00e4ude\u201d<\/em>\u00a0<u>Gartenstra\u00dfe 11<\/u>, wo parterre noch der Trompeter der K\u00f6niglichen Feldj\u00e4gerschwadron namens M\u00f6\u00dfner wohnt.<br \/>\n<strong>&#8211; 1855:<\/strong> Die Angaben dieses Jahres sind identisch mit denen des Vorjahres, doch mit dem Unterschied, dass Wilhelm jetzt wieder in der <u>Friedrichstra\u00dfe 2<\/u> wohnt.<br \/>\n<strong>&#8211; 1856:<\/strong> Diese Gegebenheiten setzen sich in diesem Jahr fort, doch mit dem Unterschied, dass Tante AMALIE VON WIMPFFEN jetzt und auch sp\u00e4ter nicht mehr erscheint. Daraus ist mit Sicherheit zu schlie\u00dfen, dass diese im Vorjahr im hohen Alter von 80 oder 81 Jahren verstorben ist. Am 23. September 1856 schlie\u00dft der wie sein Bruder bislang ledig gebliebene 36 Jahre alte Wilhelm von Wimpffen in Stuttgart die Ehe mit der erst 19-j\u00e4hrigen AMALIE (auch AM\u00c9LIE) AUGUSTE VON ROUX-DAMIANI, geb. am 02. 03. 1837 in M\u00fcnchen als Tochter des kaiserlich-russischen Staatsrates BARON PHILIPP VON ROUX-DAMIANI. \u00dcber die Angetraute trifft die Tagebuchschreiberin Eveline von Massenbach anl\u00e4sslich ihrer Schilderung eines im September 1856 stattgefundenen Aufenthaltes des w\u00fcrttembergischen Hofes in Z\u00fcrich im Hotel Baur mit Promenaden zu Wasser und zu Land zusammen mit den verschiedensten hinzukommenden G\u00e4sten und anschlie\u00dfendem Aufenthalt im immer wieder besuchten Friedrichshafen u. a. die folgende recht g\u00fcnstig wertende Feststellung<em>:<br \/>\n\u201eAuch <u>Wilhelm von Wimpffen<\/u> brachte <u>seine sympathische junge Frau, geb. Bona von Damiani<\/u>. Herr von Neurath, Titoff, Basarow <\/em>(Fu\u00dfnote:<em> Russischer Probst in Stuttgart<\/em>)<em>, Kanzler W\u00e4chter <\/em>[Fu\u00dfnote:<em> Karl Georg W\u00e4chter (1797 \u2013 1880, Prof. in T\u00fcbingen, Kanzler und Kammerpr\u00e4sident, seit 1852 in Leipzig)<\/em>]<em> kamen abwechselnd als Touristen.\u201d<\/em><br \/>\nUnd aus demselben Tagebuch ist, datiert mit \u201eAugust 1856\u201c, zu erfahren, dass Dagobert von Wimpffen als Adjudant des Kronprinzen &#8211; genau wie auch der ihm vorgesetzte andere Adjudant und Leiter der kronprinzlichen Hofhaltung Karl von Berlichingen &#8211; entlassen worden ist. Eveline von Massenbachs diesbez\u00fcgliches (zweifellos sicheres) kritisches Urteil lautet:<br \/>\n<em>\u201e<u>Er<\/u> <\/em>(gemeint: Dagobert) <em><u>war ein rechtschaffener Mann, aber sehr rechthaberisch und pedantisch, man hatte viel Geduld mit ihm<\/u>.\u201d<br \/>\n<\/em><strong>&#8211; 1857: <\/strong>Dass die Entlassung aber nur eine vor\u00fcbergehende gewesen ist und offenbar der Jugendfreund Kronprinz Karl und auch K\u00f6nig Wilhelm letztlich die Hand \u00fcber ihn gehalten haben, das geht zum einen aus der Tatsache hervor, dass Dagobert im Einwohner- und Bewohnerverzeichnis des vorgenannten Jahres, S. 71 und 284, nach wie vor als <em>\u201eRittmeister, Adj. Sr. K. H. d. Kronprinzen\u201d<\/em>, doch nunmehr sogar im neu erbauten und ausgangs 1854 eingeweihten Kronprinzenpalais beim Schlossplatz (an der Stelle des heutigen Kunstmuseums und der Buchhandlung Wittwer sowie ostw\u00e4rtig des 1859 fertiggestellten K\u00f6nigsbaus) <u>K\u00f6nigsstra\u00dfe 32<\/u> wohnend registriert ist. Zum anderen begleitet er im vorgenannten Jahr in seiner Adjudanten-Eigenschaft das kronprinzliche Paar auf zwei ihrer zahlreichen vergn\u00fcglichen Reisen, die im Tagebuch der Eveline von Massenbach folgenderma\u00dfen festgehalten sind:<br \/>\n-28. Februar 1857<strong>:<\/strong> Teilweise per Bahn ist das kronprinzliche Paar mit Gefolge \u00fcber Karlsruhe bis Marseille und dann per Schiff nach Nizza zum Treffen mit der ZARIN-WITWE ALEXANDRA FEODOROWNA, der Muttter der KRONPRINZESSIN OLGA, gereist und wohnt dort bestens in der Villa Orestis:<br \/>\n<em>\u201eIhr Gefolge: Zeppelin <\/em>(gemeint: Fritz Graf Zeppelin, damaliger Adjudant und Leiter der kronprinzlichen Hofhaltung)<em>, <\/em>(Dagobert) <em><u>Wimpffen<\/u> und ich, ist im Erdgeschoss nicht weniger gut untergebracht.\u201d<br \/>\n<\/em>-04. Juli 1857 w\u00e4hrend eines Sommeraufenthalts in Wildbad:<br \/>\n<em>\u201eDie Kaiserin <\/em>(gemeint die vorgenannte Zarinwitwe) <em>l\u00e4\u00dft mich weiterhin rufen, ihr vorzulesen &#8230; &#8211; Ich bin zwei- oder dreimal mit<\/em> (Dagobert) <em><u>Wimpffen<\/u> und Muchanow (<\/em>Fu\u00dfnote:<em> Russischer Staatsrat und Kammerherr) zu Pferd ausgeritten.\u201d<br \/>\n<\/em>Und aus den Jugenderinnerungen (\u201eWas ich als Kind erlebt\u201d, Stuttgart 1901) der Erfolgs-Schriftstellerin TONY SCHUMACHER (geb. 1848 und gest. 1931 in Ludwigsburg) erfahren wir aus dem Jahr des in Stuttgart stattgefundenen spektakul\u00e4ren und gro\u00df gefeierten sog. Zweikaisertreffens zwischen dem ZAREN ALEXANDER II. und dem KAISER NAPOLEON III. des Jahres 1857 die folgende Dagobert von Wimpffen ber\u00fchrende Begebenheit, welche die vorgenannte Autorin den Tagebucheintragungen ihres Vaters, dem w\u00fcrttembergischen GENERAL und Kommandeurs der Artillerie des Landes FIDEL VON BAUR-BREITENFELD, entnommen hat (die Einlassungen in Klammern und Unterstreichungen stellen Erl\u00e4uterungen des Verfassers dar):<br \/>\n\u201e<em>Am 24.<\/em>\u00a0(September 1857) <em>erwartete ich nachmittags auf dem Bahnhof in Ludwigsburg als Gouverneur <\/em>(dieser Stadt)<em> die Ankunft des Kaisers von Ru\u00dfland, mit mir waren General von Donop und Regierungsdirektor Freiherr von Linden. Um drei Uhr kamen der Kronprinz <\/em>(Karl) <em>und die Kronprinzessin <\/em>(Olga) <em>an, begleitet von der <span style=\"text-decoration: underline;\">Hofdame Baronin Cecile von Kahlden<\/span> und dem <u>Major Dagobert von Wimpfen<\/u>. Man wartete fast drei Viertelstunden, in welcher Zeit die kronprinzlichen Herrschaften freundlich und gespr\u00e4chig waren. Endlich kam der kaiserliche Zug an. Alexander stieg aus, umarmte seine Schwester und seinen Schwager, richtete einige freundliche Worte an uns, und nun stiegen die kronprinzlichen Herrschaften mit ihm ein, worauf der Zug eilend weiter ging. In Feuerbach erwartete der K\u00f6nig (<\/em>WILHELM I.\u00a0VON W\u00dcRTTEMBERG)<em> den\u00a0Kaiser und f\u00fchrte ihn auf die kronprinzliche Villa <\/em>(Villa Berg)<em>, wo derselbe Wohnung nahm.\u201d<br \/>\n<\/em>Am Folgetag, dem 25. September, kam auch Napoleon, der Kaiser der Franzosen, mit der Eisenbahn in einem langen dreiteiligen Salonwagen in Stuttgart an und fand im Schloss die herzliche Begegnung der beiden Kaiser mit anschlie\u00dfendem l\u00e4ngerem erstem Zusammensein in den Zimmern Napoleons statt. Diesem schlossen sich \u00fcber vier Tage hinweg im Rahmen einer Folge gro\u00dfartiger von allen anwesenden vielen F\u00fcrstlichkeiten, Diplomaten und den ersten Damen und Herren Stuttgarts begleiteten Besuchen und Besichtigungen der baulichen und kulturellen Besonderheiten Stuttgarts mit Umgebung sowie Diners, Theaterbesuchen etc. eine F\u00fclle von Gespr\u00e4chsbegegnungen der beiden Kaiserlichen \u00a0Majest\u00e4ten statt. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<em><br \/>\n<\/em>Jedoch schlug die Absicht K\u00f6nig Wilhelms von W\u00fcrttemberg, seine enge Verwandtschaft mit dem Zaren, seinem Onkel, f\u00fcr eine Befriedung der insbesondere durch den vorausgegangenen Krimkrieg verfeindeten zwei Gro\u00dfm\u00e4chte Russland und Frankreich zu nutzen, fehl; denn der Zar gab Napoleon bei diesem Zweikaisertreffen, das am 28. September nach dem gemeinsamen Besuch des Volksfestes auf dem Cannstatter Wasen mit Landwirtschaftlichem Fest per Pferd in der kronprinzlichen Villa Berg im Rahmen eines Dejeuners mit einer abermaligen langen Besprechung der beiden Kaiser endete, so etwas wie gr\u00fcnes Licht f\u00fcr sein Vorgehen gegen \u00d6sterreich in Norditalien. Dadurch wurde der Grund f\u00fcr den n\u00e4chsten (wiederum die \u00f6sterreichischen wie die franz\u00f6sischen Wimpffen-Militairs insbesondere in der schrecklichen Schlacht von Solferino gegeneinander f\u00fchrenden) Krieg zwischen \u00d6sterreich des Jahres 1859 einerseits und Sardinien\/Frankreich (Sardischer Krieg) andererseits gelegt.<br \/>\nHierzu sei zur Belebung eine zeitgen\u00f6ssische Bilddarstellung angef\u00fcgt, welche die folgende Beschriftung tr\u00e4gt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Scan-20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2220 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Scan-20.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"892\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Scan-20.jpg 1008w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Scan-20-300x265.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 1008px) 100vw, 1008px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong><strong><strong>Abb. T 7: \u201eEinkunft des K\u00f6nigs v. W\u00fcrttemberg u. der Kaiser Napoleon u. Alexander im Einlas des Volksfestes zu Cannstat am 28. Sept. 1857. Holzschnitt nach einer Zeichnung\u201c<\/strong><\/strong><\/strong>.<strong><strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/strong><\/strong><strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/strong>Mittig vorne reitet K\u00d6NIG WILHELM, zu seiner Rechten KAISER NAPOLEON, zu sein\u00a0Linken, eine Tschapka (Ulanenhelm) tragend, KAISER (ZAR) ALEXANDER. Wir d\u00fcrfen annehmen, dass sich DAGOBERT VON WIMPFFEN in Anbetracht seiner Rangstellung als Adjudant des Kronprinzen und vielleicht auch sein \u00e4lterer Bruder WILHELM VON WIMPFFEN in dieser, wie GENERAL FIDEL BAUR VON BREITENFELD schreibt,\u00a0\u201elangen gl\u00e4nzenden Kavalkade\u201c befunden hat.<br \/>\nAllerdings erscheint Wilhelm von Wimpffen im angesprochenen Jahr in den Adressangaben nicht mehr als <em>\u201eRittmei\u00dfter b. d. k. Garde\u201c<\/em>, sondern als <em>\u201eRittmeister b. den Feldj\u00e4gern\u201d<\/em>\u00a0und hat dieser demnach jene Schwadron Kavallerie \u00fcbernommen, die drei Jahre zuvor noch als seinem Bruder Dagobert unterstellt vermerkt ist. Dazuhin wohnt Wilhelm jetzt mit seiner jungen Frau in der unweit der Ostflanke des Katharinenhospitals auslaufenden <u>Seestra\u00dfe Nr. 7<\/u>. Als Hausbesitzer des Geb\u00e4udes ist angegeben: B\u00f6hme, G., der jedoch Alleenplatz Nr. 4 wohnt. Mitbewohner sind: Fauntleroi, k. u. k. Renti\u00e8re; v. Holtzschuer, Regier.-Pr\u00e4sident a. D.; Sattler, Marktmeister; Sattler, k. Stadtrathsw(it)we.<strong><br \/>\n<\/strong><strong>&#8211; 1858: <\/strong>Da die Rittmeister-Dienstgrade der nunmehr immerhin jetzt 39 bzw. 38 Jahre alten von Wimpffen-Br\u00fcder im Einwohnerverzeichnis (S. 93 und 259 bzw. 95 und 267) geblieben sind, ist anzunehmen, dass Dagobert von Wimpffen &#8211; entgegen der vorstehenden Klassifizierung &#8211; damals den Majors-Rang noch nicht erreicht hatte. Wilhelm mit Gattin haben ihren Wohnplatz abermals gewechselt und wohnen jetzt in der <u>Neckarstra\u00dfe Nr. 34a<\/u> und damit nunmehr auf der Gegenseite (S\u00fcdseite) des Schloss- und Schlossgarten-Zentrums. Mitbewohner sind: eine Witwe namens Dinar und der Baron von Luck. In einem im Winter 1858 von Eveline von Massenbach vorgenommenen Tagebucheintrag werden die offensichtlich bestehenden menschlichen wie beruflichen Grenzen der beiden Wimpffen-Br\u00fcder im Zusammenhang mit einer Notiz der zweifelsfrei h\u00f6chst urteilsf\u00e4higen Schreiberin \u00fcber die Interessen und Aktivit\u00e4ten des Kronprinzen Karl folgenderma\u00dfen aufgezeigt, wobei nat\u00fcrlich die in der Vorliebe f\u00fcr M\u00e4nnerfreundschaften sich spiegelnden starken homoerotischen Neigungen desselben unausgesprochen bleiben:<br \/>\n<em>\u201eDer Kronprinz liebte ernste Lekt\u00fcre, vor allem die klassische, war aber trotz allem desoevriert <\/em>(Fu\u00dfnote:<em> Unt\u00e4tig, besch\u00e4ftigungslos<\/em>)<em>, hatte auch wenig passende Umgebung. <u>Baron Dagobert von Wimpffen<\/u>, sein jetziger Adjudant, ein <u>phlegmatischer Biedermann<\/u>, <u>Wilhelm Wimpffen<\/u> <\/em>(Fu\u00dfnote:<em> K\u00f6niglicher Kammerherr<\/em>)<em>, der andere Jugendfreund, <u>eine sympathische Natur, aber mehr enfant terrible als f\u00f6rdernd<\/u>, jetzt neu verheiratet.\u201d<br \/>\n<\/em>Die Betitelung des \u00e4lteren der beiden Br\u00fcder in der Fu\u00dfnote zeigt, dass dieser &#8211; ganz nach dem Vorbild seines verstorbenen Vaters wie auch Gro\u00dfvetters &#8211; parallel zu seinem milit\u00e4rischen Rang noch in das hochgestellte Hofdienstamt des Kammerherrn, dessen Funktionen und Pflichten bereits an fr\u00fcherer Stelle beschrieben worden sind, einger\u00fcckt war. Dies gilt jedoch auch f\u00fcr den J\u00fcngeren Dagobert, obgleich sich der Kammerherrn-Titel diesem wie auch Wilhelm in den aufgefundenen Stuttgarter Quellen kein einziges Mal zugeordnet findet. \u00dcber den obigen Tagebucheintrag hinaus kommt die konstatierte Begrenzung der Geistigkeit Dagoberts auch zum Ausdruck in zweien der nunmehr wiedergegebenen vier weiteren Tagebucheintragungen, die sich auf die von Mai bis September 1858 gegangene lange Reise der Kronprinzessin (in Begleitung des Kronprinzen) in ihr Heimatland Russland beziehen. Hierbei hatte Dagobert sich bei dieser Reise in und durch das ferne Zarenreich mit vielerlei Kontakten zu zahlreichen hohen und h\u00f6chsten Herrschern und Pers\u00f6nlichkeiten des kulturellen, politischen und hofm\u00e4\u00dfigen Lebens als Reisebegleiter (\u201eReisemarschall\u201d, wie man am Hof auch sagte) zu bet\u00e4tigen und zu bew\u00e4hren. Ins Blickfeld kommen in den Eintragungen nat\u00fcrlich nur wenige Splitter \u00fcber die von den Genannten besuchten hochger\u00fchmten Aufenthaltsorte der Zarenfamilie und russischen Aristokratie wie die Residenzen Petersburg und Zarskoje Selo oder die Sommerresidenz Peterhof, westw\u00e4rtig von Sankt Petersburg am Finnischen Meerbusen (das \u201erussische Versailles\u201c, der Geburts- und Heiratsort der Kronprinzessin), der Sommersitz Oranienbaum, die Klosterinsel Wallam im Ladogasee u. v. a. m.:<br \/>\n-25. Juni in Peterhof: <em>\u201eDer gute <u>Dagobert Wimpffen<\/u> besucht mich jedenTag<\/em> <em>&#8211; <u>ein guter Junge, aber ohne Horizont<\/u>.\u201d<br \/>\n<\/em><em>-0<\/em>7. Juli in Petersburg: <em>\u201eIch verbrachte den Tag in der Stadt, war in der Festung &#8230; &#8211; dann ging ich zu Fr\u00e4ulein Nelidow, die sich zu freuen schien, mich wiederzusehen.- <u>Wimpffen<\/u> schlo\u00df sich mir an, wir a\u00dfen mit Lobstein (<\/em>Fu\u00dfnote:<em> W\u00fcrtt. Geheimer Legationsrat a. D., k\u00f6niglicher Kammerherr) zu Mittag &#8230; .\u201d<br \/>\n<\/em><i>&#8211;<\/i>13. September in Petersburg: <em>\u201eAm Abend kommen <u>Wimpffen<\/u> und Slepzow (<\/em>Fu\u00dfnote:<em> Russischer Staatsrat), als Adjudanten dem Prinzen zugeteilt, die mit Zufriedenheit von der Reise <\/em>(nach Nischny Nowgorod) <em>erz\u00e4hlen.\u201d<br \/>\n<\/em><i>&#8211;<\/i>19. September auf der R\u00fcckfahrt \u00fcber Swinem\u00fcnde: <em>\u201eAlle wurden herausgetrommelt. Man machte <u>Wimpffen glauben<\/u>, <u>die Komtesse Lakonska (Vorspeise zum Fr\u00fchst\u00fcck) w\u00fcrde ihm sehr gefallen. Er glaubte wirklich, es handle sich um eine Dame und beeilte sich!<\/u>\u201d<br \/>\n<\/em>Offenbar wurde der Genannte, obgleich Kammerherr, Reisemarschall und Rittmeister, von der Hofgesellschaft nicht ganz f\u00fcr voll genommen.<br \/>\n<strong>&#8211; 1859: <\/strong>Die Personenangaben und die Wohnpl\u00e4tze haben sich zwar nicht ver\u00e4ndert. Doch ist in diesem Jahr als Mitbewohner des RITTMEISTERS UND KAMMERHERREN WILHELM VON WIMPFFEN\u00a0im Geb\u00e4ude <u>Neckarstra\u00dfe 34a<\/u> \u00fcber die an fr\u00fcherer Stelle Genannten hinaus noch angegeben: <em>\u201eRoux de Damiani, Baron\u201d<\/em>. Es d\u00fcrfte sich bei diesem um den Vater oder einen Bruder der Amalie von Wimpffen gehandelt haben, der damals sich offenbar l\u00e4nger in Stuttgart &#8211; aus welchen Gr\u00fcnden auch immer &#8211; aufgehalten und im selben Hause gewohnt hat. Als in der Stuttgarter Hofgesellschaft jetzt Schw\u00e4tzereien im Umlauf sind, Amalie von Wimpffen habe ein Verh\u00e4ltnis mit dem geistreichen Sekret\u00e4r der russischen Gesandtschaft BARON FELIX VON MEYENDORFF, nimmt die Hofdame Eveline von Massenbach im beginnenden Jahr 1859 diese mit den folgenden aufschlussreichen Zeilen in Schutz, wobei ihr Gatte Wilhelm abermals eine abwertende Beurteilung findet:<br \/>\n<em>\u201eSeiner geistig bedeutenden, rechtschaffenen aber reizlosen Frau (Schwester der Frau von Staal) gab er wohl Anla\u00df zur Eifersucht, doch habe ich nie an ein wirkliches Verh\u00e4ltnis zu <u>A. W.<\/u> geglaubt. Frauen, die <u>unbedeutende M\u00e4nner<\/u> haben, sind so leicht der Verleumdung ausgesetzt.\u201d<br \/>\n<\/em>Und kurz dahinter trifft Eveline von Massenbach \u00fcber die junge Gemahlin des Wilhelm von Wimpffen die folgende h\u00f6chst positive Wertung:<br \/>\n<em>\u201eAu\u00dfer <u>Amelie Wimpffen<\/u> geh\u00f6ren Edith Fleischmann geb. Gr\u00e4fin Metfort, Louise Beroldingen geb. Gr\u00e4fin Lodron, Pauline Gr\u00e4fin Salm-Hoogstraten <u>zu den\u00a0<\/u><\/em><em><u>ge<\/u><\/em><em><u>feiertsten Damen der Stuttgarter Aristokratie<\/u>.\u201d<br \/>\n<\/em>Da sich die Tagebuchschreiberin mit \u201eAmelie\u201d von Wimpffen, wie diese von ihr genannt wird, bestens versteht, bildet sich, was aus sp\u00e4teren Eintragungen hervorgeht, zwischen beiden wie auch zu Wilhelm von Wimpffen ein zu gegenseitigen Besuchen f\u00fchrendes Freundschaftsverh\u00e4ltnis.<br \/>\n<strong>&#8211; 1860: <\/strong>\u00c4nderungen der Wohnpl\u00e4tze beider gibt es nicht. Doch tr\u00e4gt Dagobert von Wimpffen im Gegensatz zum immer noch mit Rittmeister bezeichneten \u00e4lteren Bruder Wilhelm jetzt den Majors-Titel. Dies geht hervor aus:<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/076.jpg\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-116 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/076-300x266.jpg\" alt=\"076\" width=\"416\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/076-300x266.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/076.jpg 614w\" sizes=\"(max-width: 416px) 100vw, 416px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. T 8:\u00a0Die im Stuttgarter\u00a0Einwohner-Verzeichnis des Jahres 1860 (S. 71) aufgef\u00fchrten\u00a0Namen und\u00a0Titel bzw.\u00a0Dienstbezeichnungen\u00a0jener am w\u00fcrttembergischen K\u00f6nigshof t\u00e4tigen Haushaltsvorst\u00e4nde, die damals im Kronprinzenpalais, K\u00f6nigsstra\u00dfe 32, ihren Wohnsitz hatten<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dort ist DAGOBERT VON WIMPFFEN\u00a0also unmittelbar nach dem Kronprinzen (Karl) mit <em>\u201eMajor, Adjut. S. K. H. d. Kronprinzen\u201d\u00a0<\/em>verzeichnet. Diesem folgt das oben bereits im Zusammenhang mit der geschilderten Szene des sog. Zweikaisertreffens 1857 neben Dagobert in Erscheinung getretende Hoffr\u00e4ulein (Cecile) von Kahlden sowie das Hoffr\u00e4ulein (Eveline) von Massenbach. Dann folgen zw\u00f6lf Hofbedienstete niederer bis niederster Charge, n\u00e4mlich drei Kammerfrauen, je eine Wei\u00dfzeug-Verwalterin, Garderobe-Jungfrau, Jungfrau, N\u00e4hterin, K\u00f6chin, schlie\u00dflich drei Hofknechte und ein Portier. Um eine Vorstellung des im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rten Geb\u00e4udes zu geben, sei hier beigegeben die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/077.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-117 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/077.jpg\" alt=\"077\" width=\"974\" height=\"869\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/077.jpg 974w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/077-300x268.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/077-768x685.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 974px) 100vw, 974px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 9: Das kurz vor Weihnachten 1854 mit einem gro\u00dfen Ball eingeweihte Kronprinzenpalais, Haupt-Wohnplatz nicht nur von Kronprinz Karl und Kronprinzessin Olga von W\u00fcrttemberg, sondern auch Wohnsitz (im Parterre bzw. 2. Stock) einer Reihe Hofbediensteter, darunter dem Major und kronprinzlichen Adjudanten Dagobert von Wimpffen in den Jahren 1857 \u2013 1863.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Sommer 1860 begibt sich das Thronfolgerpaar \u00fcber Ostende zu einem Badeaufenthalt auf die Isle of Wigth. Und von dort aus wird u. a. auch London besucht. Dar\u00fcber hei\u00dft es in einer Eintragung der Vorgenannten vom 16. August: <em>\u201eMontags waren Ihre K\u00f6niglichen Hoheiten meist unter sich. <\/em>(Dagobert)<em> <u>Wimpffen<\/u> und ich wollten \u00fcber die Hauptbr\u00fccken Londons in die City gelangen, was eine charakteristische Fahrt abgab.\u201d<br \/>\n<\/em><strong>&#8211; 1861: <\/strong>Wieder erbringt die Sichtung des Einwohnerverzeichnisses weder Wohnplatz- noch Status\u00e4nderungen. Im Laufe dieses Jahres macht Eveline von Massenbach gleich drei die Von Wimpffen ber\u00fchrende Eintr\u00e4ge, deren erster die obige Feststellung der bestandenen Freundschaft zwischen dieser und dem Von-Wimpffen-Ehepaar best\u00e4tigt. Und zwar steht dort, bezogen auf den Juni, Folgendes zu lesen:<br \/>\n<em>\u201eIch gehe oft <u>zu den Wimpffen<\/u> <\/em>(gemeint ist das seit 1858 in der Neckarstra\u00dfe 34a wohnende Ehepaar Wilhelm und Amelie von Wimpffen) <em><u>in ihren h\u00fcbschen Garten<\/u>.\u201d<\/em><br \/>\nUnter dem 14. September 1861 hei\u00dft es:<br \/>\n<em>\u201eAusflug zu Pferd zum Lager von K\u00f6ngen, Wiedersehen mit dem General Miller <\/em>[Fu\u00dfnote: <em>Moritz von Miller, Kriegsminister, General der Infanterie (1792 \u2013 1866)<\/em>], <em>Mittagessen in Boihingen bei den Thumb.- Die Kronprinzessin ist solch eine elegante Reiterin, ich folge <u>mit<\/u> <\/em>(Dagobert) <em><u>Wimpffen<\/u> auf einem Pferd des Grafen Beroldingen &#8230;\u201d<\/em><br \/>\nIm Oktober 1861, geschrieben in der <em>\u201eVilla\u201d<\/em>, das ist die 1845 \u2013 1853 f\u00fcr das Thronfolgerpaar im Stil der Neoreniassance erbaute \u201eVilla Berg\u201d, hei\u00dft es:<br \/>\n<em>\u201eDer K\u00f6nig leidet sehr an Schwindelanf\u00e4llen, er schickt seinen Sohn, ihn bei der Kr\u00f6nung in K\u00f6nigsberg <\/em>(Fu\u00dfnote:<em> Kr\u00f6nung K\u00f6nig Wilhelms I. von Preu\u00dfen am 18. Oktober 1861<\/em>)<em> zu vertreten. General Hardegg, Graf C. von Beroldingen,<\/em> (Dagobert) <em><u>Wimpffen<\/u> begleiten ihn.\u201d<br \/>\n<\/em>In dieses Jahr f\u00e4llt auch die Geburt des ersten Kindes des Wilhelm und der Amalie von Wimpfen, einer Tochter namens SOPHIE CHARLOTTE (auch: SOPHIA CHARLOTTA), geb. am 25. 07. 1861 in Stuttgart. Hierzu sei<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/078.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-118\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/078-750x1024.jpg\" alt=\"078\" width=\"660\" height=\"901\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/078-750x1024.jpg 750w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/078-220x300.jpg 220w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/078-768x1049.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/078.jpg 1416w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. T 10: Der Geburts- und Taufschein der Sophie Charlotte von Wimpffen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>gezeigt. Aus diesem ist zu ersehen, dass <em>\u201eS. K. Hoheit der Kronprinz <\/em>(Karl) <em>von W\u00fcrttemberg\u201d<\/em>\u00a0neben der Tante m\u00fctterlicherseits <em>\u201eFrau von Severin, Gattin des KK. russ. Gesandten in M\u00fcnchen\u201d\u00a0<\/em>bei der am 31. August 1861 in der Stuttgarter Hofkirche stattgefundenen Taufe als Zeugen fungierten. Die Zeugenschaft des Kronprinzen wirft ein Licht auf das zwischen diesem und in fr\u00fchen Jugendzeiten entstandene freundschafliche Verh\u00e4ltnis, das ganz offenkundig auch in deren Erwachsenen-Alter erhalten geblieben ist.<br \/>\n<strong>&#8211; 1862: <\/strong>Immer noch bestehen laut Einwohnerverzeichnis wohnplatz- sowie titel- und t\u00e4tigkeitssm\u00e4\u00dfig die Gegebenheiten der beiden Vorjahre. Was die Bewohner des Geb\u00e4udes <u>Neckarstra\u00dfe 34a<\/u> betrifft, so hei\u00dfen diese jetzt wie folgt: Wimpffen von, Wilhelm, Rittmeister; von Fleischmann, Legationssekret\u00e4r<strong>; <\/strong>Stolz, Direktors-Witwe; Wilhelmi, Hofschauspielerin. Am 28. Dezember des genannten Jahres erfolgt die folgende aufschlussreiche weitere Tagebuch-Eintragung<em>:<br \/>\n\u201e<u>Dagobert von Wimpffen<\/u> verl\u00e4\u00dft den Hof wegen einer t\u00f6richten Heirat &#8211; Pauline Salm ist sehr aufrichtig \u00fcber Fragen des Hofes.\u201d<\/em><br \/>\nAlso hat DAGOBERT VON WIMPFFEN im vorgenannten Jahr geheiratet; und zwar (siehe in der II. Stammtafel) die am 02. Mai 1842 (in Starnberg) geborene LUISE LANG. Dass Eveline von Massenbach diese Heirat \u201et\u00f6richt\u201d nennt, hat nicht allein den Grund darin, dass die Braut erst 20 Jahre alt und Dagobert somit 21 Jahre \u00e4lter als diese gewesen ist, sondern weil es sich um eine nichtadlige Dame gehandelt hat. Die Heirat eines Angeh\u00f6rigen des Adels und gar des Hofadels mit einer B\u00fcrgerlichen verstie\u00df ganz eindeutig gegen den Sittenkodex des Adels wie Hofes und d\u00fcrfte somit von der Stuttgarter Hofgesellschaft als Mesalliance gegei\u00dfelt worden sein. Zweifellos stellt der von der Tagebuchschreiberin ihrer Nachricht vom Abgang Dagoberts angef\u00fcgte lakonische Satz, <em>\u201ePauline Salm\u201d<\/em>\u00a0&#8211; damit ist die zur h\u00f6chsten Stuttgarter Aristokratie gerechnete GR\u00c4FIN PAULINE SALM-HOOGSTRATEN gemeint &#8211; \u201eist <em>sehr aufrichtig \u00fcber Fragen des Hofes\u201d<\/em>, nichts anderes als die versteckte Andeutung dar, dass die Hofkreise der Liaison in abwertender Sch\u00e4rfe begegnet sind. Somit d\u00fcrfte der Abschied des KAMMERHERRN, MAJORS UND ADJUDANTEN DES KRONPRINZEN DAGOBERT VON WIMPFFEN\u00a0vom w\u00fcrttembergischen Hof unvermeidlich gewesen sein. Dar\u00fcber hinaus zog dieser es sogar vor, sich raschestens ganz aus dem Blickfeld desselben zu begeben, indem er in die k\u00f6niglich-bayrische Residenzstadt M\u00fcnchen und damit in das Herkunftsland seiner Frau sowie Wohnort sowohl seiner Tante m\u00fctterlicherseits von Severine als auch seiner \u00e4lteren Schwester Katharina \u00fcbersiedelte.<br \/>\n<strong>&#8211; 1863: <\/strong>Wieder finden sich in diesem Jahr zwei Tagebuch-Eintr\u00e4ge: Zun\u00e4chst unter dem 7. Januar 1863:<br \/>\n\u201e<em>Schokolade bei H. Toll, <u>A<\/u><\/em><u>(melie)<em>. Wimpffen<\/em><\/u><em> &#8211; Edith Fleischmann.\u201d<\/em>\u00a0. Dann folgt unter dem 12. Mai 1863: <em>\u201e\u00dcbersiedlung in die Villa. \u2013 W. Spitzemberg ersetzt <u>D. Wimpfen<\/u>.\u201d<\/em><br \/>\nDer vom w\u00fcrttembergischen Hof geschiedene Dagobert von Wimpffen wurde demnach in seiner Funktion als Adjudant und Reisemarschall durch den Onkel der Eveline von Massenbach OBRISTKAMMERHERR, GENERALLEUTNANT UND GENERALADJUDANT VON K\u00d6NIG WILHELM I. VON W\u00dcRTTEMBERG FREIHERR WILHELM VON SPITZEMBERG (1825 \u2013 1888) ersetzt, zu dem KRONPRINZ\u00a0bzw. (ab 1864 nach dem Tod seines Vaters) K\u00d6NIG KARL eine tiefe Freundschaft und langes intimes, sprich homophiles, Verh\u00e4ltnis pflegte. Dieses hinderte diesen anscheinend nicht und ergab sich vielleicht gerade wegen der anr\u00fcchigen Beziehung, gegen diesen auch Groll zu empfinden und diesen hofamtsm\u00e4\u00dfig (nur auf begrenzte Zeit nat\u00fcrlich) herabzustufen. Die angef\u00fchrten Tagebuch-Eintr\u00e4ge stellen verst\u00e4ndlicherweise die Dagobert von Wimpffen geltenden letzten solchen dar. Im Blick darauf, dass sich dessen Name und Titel im Stuttgarter Einwohnerverzeichnis des o. g. Jahres (S. 73) immer noch, wenngleich letztmalig, findet, ist anzunehmen, dass dieser erst im Laufe des Jahres 1863 weggezogen ist. Im Vergleich zu 1860 (siehe Abb. 76) zeigen sich von den niedrigen Chargen des Hofes dort sechs verschwunden. Daf\u00fcr finden sich im Parterre jetzt au\u00dfer der Kanzlei des kronprinzlichen Hofmarschallamtes und der \u00d6konomieverwaltung noch die Russische Kapelle verzeichnet, die f\u00fcr die dem russisch-orthodoxen Glauben angeh\u00f6rige Kronprinzessin Olga sowie f\u00fcr eine Reihe von in Stuttgart wohnenden niederen bis hohen russischen Funktionstr\u00e4gern des Hofes elementar wichtig gewesen ist:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><u>K\u00f6nigsstra\u00dfe 32<\/u>, herrschaftliches Geb\u00e4ude: Palais Sr. K. Hoh. des Kronprinzen:<br \/>\nCanzlei des kronprinzlichen Hofmarschall-Amtes p. (gemeint: parterre)<br \/>\nOeconomieverwaltung p.<br \/>\nv. Wimpffen, Dagobert, Major und Adjutant des Kronprinzen p.<br \/>\nRussische Kapelle p.<br \/>\nv. Kahlden, C\u00e4cilie, Fr\u00e4ul. 2. (gemeint: 2. Stock)<br \/>\nv. Ma\u00dfenbach, Evel., Fr\u00e4ul. 2.<br \/>\nv. Rokoff, Kammerfrau 2.<br \/>\nv. K\u00f6stlin, Kammerfrau 2.<br \/>\nv. Lingen, Kammerfrau 2.<br \/>\nOpitz, Wei\u00dfzeugverwalterin<br \/>\nSpringer, N\u00e4herin<br \/>\nScharpf, G. A., Portier p.<\/p>\n<p>Da Wilhelm von Wimpffen in seinem milit\u00e4rischen Amt als Rittmeister und Kommandant der Feldj\u00e4gerschwadron schon im Laufe des Vorjahres durch FREIHERR JOSEPH VON ELLRICHSHAUSEN ZU ASSUMSTADT (1832 \u2013 1906) abgel\u00f6st worden war, findet sich dieser im Einwohner-Verzeichnis (S. 79 und S. 133) jetzt wie folgt verzeichnet: <em>\u201e<u>Kepplerstra\u00dfe 24<\/u>\u201d<\/em>\u00a0(also nicht mehr Neckarstra\u00dfe 34a wohnend);<em> \u201ev. Wimpffen, Wilh., Frhr., Rittmeister bei d. K. Leibgarde.\u201d\u00a0<\/em>Demnach ist dieser in sein fr\u00fchere Einheit zur\u00fcckbeordert worden; doch d\u00fcrfte er, da jetzt die fr\u00fchere weitere Bezeichnung \u201eund Commandant\u201d fehlt, dort wahrscheinlich nicht mehr in die ehemalige Leitungs-Funktion einger\u00fcckt sein. Am 26. 07. 1863 kommt in Stuttgart dessen zweites und letztes Kind, der Sohn MAX(IMILIAN) PAUL, auf die Welt, \u00fcber dessen Leben wie auch \u00fcber das der Tochter SOPHIE und (ganz besonders) deren \u00e4ltesten Sohnes ROBERT\u00a0bzw. ROMAN\u00a0in den Kapiteln W. Wilhelm von Wimpffen und X. Robert alias Roman noch eingehend zu berichten sein wird.<br \/>\n<strong>&#8211; 1864: <\/strong>Jetzt nach dem Wegzug Dagoberts erscheint im Einwohnerverzeichnis (S. 87) nun nur noch sein Bruder &#8211; und weiter in <u>Kepplerstra\u00dfe 24<\/u> wohnend &#8211; zusammen mit den Mitbewohnern so: <em>\u201ev. Wimpffen, Wilhelm, Freiherr, Rittmeister a. D. p.; Ford, Fr. Cl., engl. Gesandtschafts-Secret\u00e4r, p. u. 1; Spingler, A., Traiteurs We., 3; Watkin, J. S., engl. Oberst, 2\u201d<\/em>. WILHELM VON WIMPFFEN\u00a0ist demnach jetzt in den Ruhestand getreten, was insofern wundernimmt, als dieser erst 44 Jahre alt ist. Da dieser im Einwohner-Verzeichnis von Stuttgart des nachfolgenden Jahres 1865 sowie in den dortigen Verzeichnissen der zweiten H\u00e4lfte der 1860er sowie der ersten H\u00e4lfte der 1870er Jahre ebenfalls nicht mehr auffindbar ist, erscheint es sicher, dass dieser nach seiner Pensionierung mit seiner Frau und seinen noch im Kleinkindalter stehenden beiden Kindern ebenfalls aus Stuttgart weggezogen ist. Es ist zu vermuten, dass der Wegzug mit dem unr\u00fchmlichen Abgang des Bruders Dagobert in der Weise in Zusammenhang steht, dass die durch die Mesalliance desselben erfolgte Rufsch\u00e4digung mehr oder minder sich auch auf Wilhelm und seine Familie \u00fcbertragen hat. M\u00f6glicherweise h\u00e4ngt dessen Abgang auch damit zusammen, dass im Sommer 1864 K\u00d6NIG WILHELM gestorben und der bisherige KRONPRINZ KARL an seine Stelle getreten war, der im Zuge seiner anderen politischen Einstellung nicht nur ma\u00dfgebliche politische Kader austauschte, sondern auch manche Ver\u00e4nderungen personeller Art im Bereich der Hofchargen vornahm. Zun\u00e4chst blieb es mir\u00a0offen, wohin Wilhelm von Wimpffen mit Familie gezogen ist und wo diese im Zeitraum von ca. 1864\/65 bis ca. 1875, da diese, wie bereits gesagt, Wimpfen am Berg als ihren k\u00fcnftigen Wohnort ins Auge gefasst hatte, gewohnt hat. Was Dr. Hans H. von Wimpffen mir als seine sichere Vermutung mitgeteilt hatte, n\u00e4mlich dass Wilhelm von Wimpffen mit Frau und Kindern ebenfalls nach M\u00fcnchen, dem Wohnort sowohl seiner \u00e4lteren Schwester Katharina als nunmehr auch seines Bruders Dagobert mit Frau und den bald hintereinander geborenen beiden Kindern gezogen sei, hat sich im Sommer 2015 durch Folgendes best\u00e4tigt: Unter den mir damals von meinem Jahrgangskameraden Otto Maisenh\u00e4lder \u00fcbergebenen, die Geschwister Katharina, Wilhelm, Dagobert und Pauline von Wimpffen betreffenden, Kopien von rund einem Dutzend Briefen und Urkundentexten befand sich eine auf den Nachlass der damals verstorben gewesenen Erstgenannten beziehende Verf\u00fcgung des Landgerichts Wimpfen (Landrichter Ce\u00dfner) vom 24. 02. 1875 sowie ein am 10. M\u00e4rz 1875 vom K\u00f6niglichen Stadtgericht M\u00fcnchen (Stadtrichter Barth) ausgestelltes Erbschaftszeugnis, aus denen \u00fcbereinstimmend hervorgeht, dass damals nicht nur Dagobert, sondern auch sein Bruder Wilhelm zu M\u00fcnchen wohnhaft gewesen ist. Denn in der erstgenannten Verf\u00fcgung hei\u00dft es u. a.:<br \/>\n<em>\u201eDie Intestaterben derselben <\/em>(gemeint: der Katharina von Wimpffen) <em>sind 1. Freiherr Wilhelm von Wimpffen, 2. Freiherr Dagobert von Wimpffen, 3. Gr\u00e4fin Pauline von Wimpffen, s\u00e4mtlich Geschwister der Verstorbenen, gew\u00f6hnlich zu M\u00fcnchen wohnend\u201d. <\/em> Im zweitgenannten in M\u00fcnchen ausgestellten Erbschaftszeugnis steht u. a.: <em>\u201eWilhelm Freiherr von Wimpffen, kgl. w\u00fcrtt. Kammerherr dahier, 2. Dagobert Freiherr von Wimpffen, kgl. w\u00fcrttemb. Kammerherr dahier\u201d<\/em>.<br \/>\nSomit d\u00fcrfte die vorgenannte Annahme von Dr. Hans H. von Wimpffen best\u00e4tigt sein.<br \/>\nAus der vorbeschriebenen Ehe des Bruders Dagobert von Wimpffen geht im vorgenannten Jahr 1864 das erste Kind hervor, n\u00e4mlich KATHARINA FRIEDERIKA, geb. am 05. 06. 1864 in Starnberg, gest. bereits am 14. 02. 1895 in M\u00fcnchen.<br \/>\n<strong>&#8211; 1865: <\/strong>Es folgt als zweites Kind ein Junge: WILHELM FRIEDRICH, geb. am 26. 04. 1865 ebenfalls in Starnberg, gest. am 23. 10. 1911 ebenfalls in M\u00fcnchen. Wie schon gesagt, ist Wilhelm von Wimpffen ab jetzt in den Einwohnerverzeichnissen Stuttgarts nicht mehr aufzufinden.<br \/>\n<strong>&#8211; 1866: <\/strong>In dem Ende 1866 aufgegebenen Tagebuch der Eveline von Massenbach ist AMALIE VON WIMPFFEN\u00a0unter dem 29. Oktober letztmalig &#8211; und zwar wieder h\u00f6chst positiv sowie zusammen ihrem Gatten WILHELM VON WIMPFFEN, folgenderma\u00dfen erw\u00e4hnt:<br \/>\n<em>\u201e<u>A. Wimpffen<\/u> kommt mit <u>Mann und Kind<\/u>.- Ich finde sie so behaglich.\u201d<br \/>\n<\/em>Da die Familie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Stuttgart wohnt, muss man sich dem Kurzsatz entweder \u201e<em>gefahren\u201d oder \u201eangereist\u201d\u00a0<\/em>hinzugef\u00fcgt denken. Es ist wohl anzunehmen, dass von den beiden Kindern die damals knapp 5 \u00bd\u00a0Jahre \u00e4ltere Sophie und nicht der erst knapp 3 \u00bd Jahre alte Max(imilian) bei diesem Besuch nach Stuttgart mitgenommen worden ist.<br \/>\n<strong>&#8211; 1869<\/strong>: Dem in diesem Jahr geborenen dritten und letzten Kind des Dagobert und der Luise von Wimpffen namens PAULA SOPHIA, geb. am 08. 09. 1869, und zwar nicht wie die beiden Geschwister in Starnberg, sondern angeblich (unerkl\u00e4rbarerweise) in Ludwigsburg, ist nur ein kurzes Leben beschieden.<br \/>\n<strong>&#8211; 1870: <\/strong>Denn es stirbt bereits im Alter von nur 9 Monaten am 11. 06. 1870 in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Wie WILHELM VON WIMPFFEN mit Familie zur Mitte der 1870er Jahre dem namengebenden Ort seines Geschlechtes Wimpfen am Neckar die Ehre antut, nach dorthin zu ziehen und dort seinen Lebensabend zu verbringen und was sich denn dort in den wenigen Jahren bis seinem fr\u00fchen Tod und wenig danach bez\u00fcglich des Lebens seiner Angeh\u00f6rigen ereignet, wird ausf\u00fchrlichst im Kapitel W. Wilhelm von Wimpffen zu schildern sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die drei der Generation 12 angeh\u00f6renden Neffen des Franz Ludwig bzw. S\u00f6hne des Zweiggr\u00fcnders STANISLAUS VON WIMPFFEN (1721 \u2013 1793) namens CHRISTIAN FRIEDRICH DE WIMPFFEN (1756 \u2013 1824),\u00a0GERMAIN (HERMANN) DE WIMPFFEN (1754 \u2013 1820) vor\u00fcbergehend, doch FRANZ LUDWIG DE WIMPFFEN (1752 &#8211; 1823) bleibend im Herzogtum bzw. K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg Fu\u00df fassen und deren Vetter\u00a0FRIEDRICH &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/wuerttembergische-nebenlinie\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">T. 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