{"id":326,"date":"2016-06-11T15:13:20","date_gmt":"2016-06-11T13:13:20","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=326"},"modified":"2020-01-29T10:43:50","modified_gmt":"2020-01-29T09:43:50","slug":"georgs-zweig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/georgs-zweig\/","title":{"rendered":"Y. Georgs-Zweig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie dem sechst\u00e4ltesten der sieben S\u00f6hne des Johann Georg von Wimpffen FRANZ GEORG VON WIMPFFEN (1735 \u2013 1816) der Generation 11 in den beginnenden 1760er Jahren mit Unterst\u00fctzung von\u00a0PHILIPP FERDINAND\u00a0<\/strong><strong>REGIERENDER F\u00dcRST ZU LIMBURG, BRONKHORST UND STYRUM von B\u00fcrgermeistern und Rat der Stadt N\u00fcrnberg unzutreffenderweise bis zumindest in die zweite H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts zur\u00fcckgehende reichsritterm\u00e4\u00dfige Adelsherkunft bescheinigt wird und dessen Zweig in der n\u00e4chsten (12.) Generation der ruhmvolle FELDMARSCHALL UND RITTER DES GOLDENEN VLIESES MAXIMILIAN VON WIMPFFEN (1770 \u2013 1854) entw\u00e4chst sowie des Vorgenannten einer Bruder DAGOBERT (1765 \u2013 1836) zum Begr\u00fcnder der nach Ungarn und dort \u00fcber die vier weiteren Generationen 13 bis 16 hinweg erfolgte Einheiraten in hochverm\u00f6gende Adelsgeschlechter zu gro\u00dfem Ansehen und Besitz gelangten Linie der WIMPFFEN-MOLLBERG wird.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-430 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Y 1: Die II. Stammtafel der Freiherren und Grafen von Wimpffen des Constantin von Wurzbach von 1888 in ihrer korrigierten, erg\u00e4nzten und erweiterten Form<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nunmehr in der Reihe der f\u00fcnf Zweige der Von Wimpffen (siehe diese in der vorstehend abermals gezeigten II. Stammtafel) in der Generationslinie XIII bzw. 11 den c) Franzens Zweig verlassend und zum d) Georgs Zweig weiterschreitend, gelangen wir damit zu jenem der Zweige, zu dessen Abk\u00f6mmlingen auch DR. HANS H. FREIHERR VON WIMPFFEN\u00a0geh\u00f6rt. Dieser, wie wir schon wissen, promovierte Historiker und herausragende Von Wimpffen-Forscher, hat in seiner Website \u201ewimpffen.hu\u201d bzw. \u201ewimpffen.de\u201d in der Rubrik \u201ebiographien\u201d bzw. \u201ebiographien\u201c fast allen zentralen Personen dieses seines Zweiges gro\u00dfteils umf\u00e4nglichste Lebensdarstellungen gewidmet, die bestens recherchiert und durch aus dem Fundus der Familien\u00fcberlieferung und vor allem von seiner Mutter, der akademischen Malerin CLARA VON BOTH-WIMPFFEN (1907 \u2013 2000), geschaffene Bilddokumente veranschaulicht sind. Am Anfang all dieser dem c) Georgs-Zweig angeh\u00f6rigen Personen, deren Lebenswege nachfolgend in chronologischer Reihenfolge nach dem Zeitpunkt ihrer Geburt hier nat\u00fcrlich nur sehr gerafft und teilweise lediglich in Stichwortform, allerdings da und dort unter Aufnahme anderweitig ermittelter Fakten, wiedergegeben sind, steht, angeh\u00f6rig der<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a011d -,<br \/>\ndessen Begr\u00fcnder<br \/>\n<u>FRAN\u00c7OIS GEORGES DE WIMPFFEN<br \/>\nbzw.<br \/>\nFRANZ GEORG VON WIMPFFEN<\/u>:<br \/>\nvon Aubert Des Bois versehen nur mit dem einen Vornamen<br \/>\nGEORGE,<br \/>\nbei Constantin von Wurzbach in der Lebensbeschreibung Nr. 20,<br \/>\nbezeichnet mit<br \/>\nGEORG SIEGMUND DOMINIK;<br \/>\nnach Geneall.net lautet sein voller Name<br \/>\nFRANZ GEORG JOSEPH LUDWIG SIEGMUND DOMINIK<br \/>\nHEEREMANN VON WIMPFFEN;<br \/>\ngeb. am 24. November 1735<br \/>\nin Minfeld in der Pfalz;<br \/>\ngest. am 13. Februar 1816<br \/>\nh\u00f6chstwahrscheinlich\u00a0in Wien.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser wird 1754 im Alter von 19 Jahren von Pfalzgraf Christian IV. zum Hofjunker in Mannheim ernannt, tritt jedoch 1756 wie zun\u00e4chst alle seine f\u00fcnf Br\u00fcder, der Canonicus in Wei\u00dfenburg\/Elsass gewordene JOSEPH PHILIPP (geb. 1728) ausgenommen, in den Milit\u00e4rdienst Frankreichs, und zwar in das deutsche Regiment \u201eAlsace\u201d. 1759 wird er Major und Kommandeur des deutschen Regiments \u201eComte de La Marck\u201d. Am 31. Dezember 1761 als nunmehriger Kurk\u00f6lnischer Kammerherr heiratet er in Hohenholz\/Westfalen JULIE THERESE FREIIN VON B\u00d6SELAGER AUS DEM HAUSE EGGERM\u00dcHLEN (Aubert Des Bois benamt diese dagegen mit BARONNE DE BOIFLOGER, CHANOISSE, d. h. Stiftsdame, DE HOHENHOLD EN WESTPHALIE). Diese schenkt ihm drei Kinder:\u00a01762 GEORG, 1763 DAGOBERT und 1770 MAXIMILIAN.<\/p>\n<p>Es steht zu vermuten, dass dessen Ausscheiden aus dem franz\u00f6sischen Milit\u00e4rdienst nach rund anderthalb Jahrzehnten und Wechsel nach Kurk\u00f6ln und damit in den im Bereich des Niederrheins sowie des Heiligen R\u00f6mischen Reiches mit der Heirat dieser vorgenannten Dame zusammenh\u00e4ngt. Denn diese stammte aus der westf\u00e4lisch-niederrheinischen ritterschaftlich-freiherrlichen Adelsfamilie der B\u00d6SELAGER-EGGERM\u00dcHLEN, deren Stammschloss Eggerm\u00fchlen im gleichgenannten kleinen Ort im Norden des heutigen Kreises Osnabr\u00fcck in Nordwestfalen unweit der niederl\u00e4ndischen Grenze lag. Aus dem Zeitraum von 1760 \u2013 1763\/64, d. h. vom Vorjahr dieser Ehewerdung bis drei\/vier Jahre danach, stammen sechs mir durch Dr. Hans H. von Wimpffen zugekommene Kopien Urkundenmaterials, dessen Entstehung ganz eindeutig mit diesem sechst\u00e4ltesten der sieben S\u00f6hne des JOHANN GEORG VON WIMPFFEN (1689 &#8211; 1767) namens FRANZ GEORG VON WIMPFFEN VON WIMPFFEN (1735 &#8211; 1816) zusammenh\u00e4ngt und der genealogischen Aussagen wegen unter allen Umst\u00e4nden der Vorstellung sowie dann auch der jeweiligen eingehenden kritischen Interpretation bedarf.<\/p>\n<p>Das Studium dieses Urkundenmaterials in seiner Gesamtheit l\u00e4sst erkennen, dass damals der ca. 25 \u2013 28\/29 Jahre alte \u201eHERR FRANTZ GEORG FREYHERR\u00a0(oder auch BARON) VON WIMPFFEN\u201d, wie er in einigen dieser Unterlagen erscheint, \u00e4hnlich wie in sp\u00e4teren Jahrzehnten (1788 und 1807) seine beiden ins Herzogtum bzw. K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg und damit ebenfalls in deutsche Bereiche aus Frankreich gewechselten Neffen HERMANN (GERMAIN) und CHRISTIAN FRIEDRICH\u00a0VON WIMPFFEN (siehe dar\u00fcber die diesbez\u00fcglichen Ausf\u00fchrungen insbesondere in Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie), sich veranlasst gesehen hat, genauen Nachweis seiner Abstammung durch archivalische Nachforschungen in Richtung auf die M\u00f6glichkeit der Vorweisung von Adelsbriefen sowie einer Genealogie seines Geschlechtes zu f\u00fchren. Inwieweit dieses Bestreben erstrangig durch formelle Zw\u00e4nge wie vor allem die Notwendigkeit des Adelsnachweises im Zuge der Verheiratung sowie des Landes- und Herrschaftswechsels vom K\u00f6nigreich Frankreich in das Gebiet des Heiligen R\u00f6mischen Reiches und dort speziell in das Erzbistum K\u00f6ln am Niederrhein oder eher durch das blo\u00dfe Streben nach Ansehen und daraus sich ergebender Mehrung der Chancen des Aufsteigens in h\u00f6here \u201eChargen\u201d der Hof- und Milit\u00e4rt\u00e4tigkeit initiiert wurde, l\u00e4sst sich zwar nicht mehr schl\u00fcssig eruieren. Doch d\u00fcrfte das Letztere, schaut man auf die von ihm erzielten Bezeugnissungen, die \u00fcber die Anerkennung real gegebener blo\u00dfer nachmittelalterlich-reichsfreiherrlicher Adelseigenschaft weit hinaus hinein in den (wenngleich keineswegs mit der Realit\u00e4t konform gehend!) hochmittelalterlich-ritterschaftlichen Alt- und Schwert-Adel weisen, wichtige oder gar ma\u00dfgebliche Triebfeder der Bem\u00fchungen des Franz Georg gewesen sein.<\/p>\n<p>Es begann damit, dass dieser sich zun\u00e4chst mittels einer Art &#8211; in diesem mit \u201eVorschreiben\u201d bezeichneten &#8211; Empfehlungsbrief des in der Herrschaftsnachbarschaft von Kurk\u00f6ln und damit seiner Person befindlichen PHILIPP FERDINAND REGIERENDER F\u00dcRST ZU LIMBURG, BRONKHORST UND STYRUM (geb. 1734 in Wilhermsdorf\/Mittelfranken, gest. 1794 im hohenlohischen Residenzst\u00e4dtchen Bartenstein) an die B\u00fcrgermeister und den Rat der Freien Reichsstadt N\u00fcrnberg wandte, in dem diese vom Vorgenannten in barocker H\u00f6flichkeit sowie geschraubter Schw\u00fclstig- bis penetranter Aufdringlichkeit gebeten wurden, <em>\u201eHerrn Baron von Wimpffen, CammerHerr Von Chur-k\u00f6ln\u201d\u00a0<\/em>hinsichtlich <em>\u201eFamilienangelegenheiten, worumen Er <\/em>(nach N\u00fcrnberg) <em>die Reyse machet\u201d<\/em>\u00a0mittels ihren <em>\u201eHerrn Traiteuren\u201d<\/em>\u00a0(gemeint: Verfassern und\/oder Schreibern und Verwaltern von Abhandlungen, Vertr\u00e4gen) <em>\u201emit aller Beflei\u00dfenheit &#8230; gef\u00e4llige Dienste\u201d<\/em>\u00a0zu erzeigen. Hierzu sei zun\u00e4chst der diesbez\u00fcgliche Brieftext ungek\u00fcrzt vorgestellt und dann die notwendige Transkription angef\u00fcgt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-161\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121a.jpg\" alt=\"121a\" width=\"1108\" height=\"1907\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121a.jpg 1108w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121a-174x300.jpg 174w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121a-768x1322.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121a-595x1024.jpg 595w\" sizes=\"(max-width: 1108px) 100vw, 1108px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-162\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121b.jpg\" alt=\"121b\" width=\"1108\" height=\"1539\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121b.jpg 1108w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121b-216x300.jpg 216w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121b-768x1067.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121b-737x1024.jpg 737w\" sizes=\"(max-width: 1108px) 100vw, 1108px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121T.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-163 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121T.jpg\" alt=\"Transkription: (Passagen in Aufrechtschrift sind Anmerkungen des Verfassers) Seite 1: \u201eUnsern Freundlichen Gru\u00df und gute Freundschaft zuvor; Hoch- und WohlEdelgebohrne Hoch- und Wohl- Sonders Viel- und geehrte Herren! Ein gewi\u00dfer Herr Baron Von Wimpfen, CammerHerr Von Churc\u00f6lln, der die Ehre haben wird, denen\u00dfelben gegenw\u00e4rtiges Schreiben zu \u00fcberreichen, ist sowohl Was dessen al\u00df Besondres Von dem franz\u00f6sischen Hof, woselbsten Verschiedene Von seiner Famille in distinguirten Chargen stehen, an uns hieher bestens anbefohlen worden, ihne an unsere Sonder Viele und geehrte Herrn weiters zu bef\u00f6rdern und mit einem nachdr\u00fccklichen Vorschreiben zu begleiten, durch welches Er in Stand gesezet werden m\u00f6gte, diejenige Famille angelegenheiten, worumen Er die Rey\u00dfe machet mit Unseren Sonders Viele und geehrte Herrn Traiteuren und einen erw\u00fcnschten Effect und Satisfaction dar\u00fcber erlangen zu k\u00f6nnen; Wenn Wir nun ohnehin das Vergn\u00fcgen haben mit Denen\u00dfelben in genauer Nachbarschaft zu stehen, und uns zum Voraus all allgedeihliches Von dero geneigtheit Versprechen; Al\u00dfo auch zweiflen wir ganz und gar nicht, Unsere Sonders Viele und geehrte Herrn, sondern Seite 2: erw\u00e4hnten Herrn Baron von Wimpfen solches Geh\u00f6r und anwei\u00dfung geben, wodurch Er zu sei- nem Zweck gelangen, uns aber das Vergn\u00fcgen Zugehen m\u00f6gte, an obbemeldter H\u00f6fe, woran allerdings gelegen in Antwort zur\u00fcckmelden zu k\u00f6nnen, da\u00df ihre Addre\u00dfe und Unsere Inter- position bey unserm Sonders Viel- und ge- ehrte Herrn, Von der desiderirten W\u00fcrkung gewe\u00dfen seyen, dagegen uns jedwede Gele- genheit angenehm seyn wird, denen\u00dfelben uns gef\u00e4llige Dienste erzeigen zu k\u00f6nnen und mit aller Beflei\u00dfenheit zu beharrn, Burg Milchling Wilhermsdorf den 30. Marty 1760. Un\u00dferer Hoch- und WohlEdelgebohrner Hoch- und WohlEdlen Sonders Viele und geehrte Herrn, Dienstbilliger Philipp Ferdinand Regierender F\u00fcrst zu Limburg, Bronkhorst und Styrum.\u201c Unten am Rand: links: in Schreibmaschinenschrift der Archiv-Vermerk: StA N\u00fcrnberg S I Lade 149 Nr. 6 rechts: vemerkt sich der Schreiber mit T. W. Buch.\" width=\"722\" height=\"1499\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121T.jpg 722w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121T-144x300.jpg 144w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/121T-493x1024.jpg 493w\" sizes=\"(max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Y 2a (oben) und Y 2b (unten): Beglaubigte Kopie (mit anschlie\u00dfender Transkription) einer aus zwei Blatt bestehenden Abschrift eines mit \u201eNachdr\u00fcckliches Vorschreiben\u201d bezeichneten Empfehlungsschreibens, datiert mit \u201eBurg Milchling Wilhermsdorf den 30. M\u00e4rz 1760\u201d, des \u201ePhilip Ferdinand Regierender F\u00fcrst zu Limburg, Bronkhorst und Styrum\u201d an die Freie Reichsstadt N\u00fcrnberg, auf jedem Blatt unten jeweils versehen mit der archivalischen Aufschrift \u201eStA N\u00fcrnberg S I Lade Nr. 6\u201d sowie auf dem ersten Blatt mit den Z\u00e4hlnummern -38- und 69<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich vers\u00e4umte der <em>\u201edienstbillige\u201d<\/em>\u00a0Herrscher, wie dieser sich am Schluss seines Briefes in seiner Unterzeichnung selbst apostrophiert, es nicht, er\u00f6ffnend des Anempfohlenen hochgestellte franz\u00f6sische Familie ins Feld zu f\u00fchren, aus der am dortigen Hof \u201e<em>Verschiedene <\/em>&#8230; <em>in<\/em> <em>distinguirten<\/em> (d. h. hervorragenden) <em>Chargen<\/em> (\u00c4mtern)\u201d\u00a0st\u00fcnden, womit vor allem an dessen Br\u00fcder CHRISTIAN PETER (1725 \u2013 1781), FRANZ LUDWIG\u00a0(1732 \u2013 1800) und F\u00c9LIX LUDWIG (1744 \u2013 1814) zu denken ist, \u00fcber deren Anf\u00e4nge der milit\u00e4rischen T\u00e4tigkeit sowie des Aufstiegs in den Deutschen Regimentern des zu ihrem Heimatland gewordenen K\u00f6nigreiches Frankreich u. a. m. ja bereits schon in vielerlei Zusammenhang ausgiebig berichtet worden ist.<\/p>\n<p>Durch v\u00e4terliche Abstammung und Erbe war PHILIPP FERDINAND REGIERENDER F\u00dcRST, wie er sich im Schreiben betitelt, Herr \u00fcber die damals zum Heiligen R\u00f6mischen Reich geh\u00f6rigen und an die \u00d6sterreichische Niederlande grenzende GRAFSCHAFT LIMBURG, BRONKHORST UND STYRUM und\u00a0von seiner Mutter PRINZESSIN KAROLINE SOFIE VON HOHENLOHE-WALDENBURG-SCHILLINGSF\u00dcRST her auch Erbe der reichsfreien zum Ritterkanton Altm\u00fchl geh\u00f6renden SCHLOSSHERRSCHAFT WILHERMSDORF mit\u00a0der ehemaligen Wasserburg und Veste SCHLOSS MILCHLING\u00a0in Mittelfranken, wo der vorstehende Empfehlungsbrief laut der abschlie\u00dfenden Datierung am 30. M\u00e4rz 1760 gefertigt worden ist. Als solcher von Einfluss sowie um die Geltendmachung von Herrschafts- und Erbanspr\u00fcchen in keiner Weise verlegen und obgleich von seiner extravaganten Lebensart her um Gewinnung von hohem Lebensgenuss bem\u00fcht und als Schuldenmacher bekannt bis ber\u00fcchtigt (so erringt er z. B. mit Geld hohe Orden, erstreitet die Herrschaften Pinneberg\/Holstein und Oberstein\/Nahe und wird sp\u00e4ter &#8211; 1770 &#8211; wegen Nichtbegleichung seiner Schulden in Gewahrsam genommen), hatte dieser offenkundig mit diesem Empfehlungsschreiben in N\u00fcrnberg Erfolg. Denn zun\u00e4chst wird durch zwei weitere aus der Reihe der mir von Dr. Hans H. von Wimpffen zugestellten sechs (leider z. T. l\u00fcckenhaften) Dokument-Kopien evident, dass die in diesem Empfehlungsschreiben angesprochenen \u201eHerrn Traiteure\u201d des Reichsst\u00e4dtisch-N\u00fcrnberger Archivwesens in Sachen Nachweise des Werdens des VON-WIMPFFEN-GESCHLECHTS bald nach dessen Eingang aktiv werden, was im Blick auf den Zeitpunkt sicherlich sehr viel mehr als nur ein Zufall ist. Ob nun bereits schon direkt f\u00fcr Franz Georg von Wimpffen bestimmt und gar diesem bereits zugestellt oder nur als vorbereitender Akt der sp\u00e4teren Ausstattung desselben mit dem erbetenen genealogischen Materialien zu sehen, Tatsache ist, dass zum einen die diesen zugrunde liegenden Schrifts\u00e4tze dort im Sommer bis Herbst 1760, also bald nach dem im Fr\u00fchjahr desselben Jahres eingegangenen Empfehlungsschreiben, gefertigt worden sind, zum anderen das Werden des Geschlechtes der Von Wimpffen zum Inhalt haben.<\/p>\n<p>Genauso wie das vorstehende Empfehlungsschreiben tragen die beiden vorgenannten handschriftlichen Dokument-Kopien die nachtr\u00e4gliche archivalische Kennzeichnung per Schreibmaschinenschrift \u201eStA N\u00fcrnberg S I Lade 146 Nr. 6\u201d inklusive doppelter Durchnumerierung \u201e-47-\u201d und \u201e83\u201d im ersten Fall sowie \u201e-49-\u201d und \u201e87\u201d im zweiten Fall. Daraus wird nicht nur deren Herkunft aus dem N\u00fcrnberger Archivwesen belegt, sondern aus den eng zusammenliegenden Numerierungen l\u00e4sst sich auch auf die zeitlich nahe beieinander liegende Entstehung der Urschriften schlie\u00dfen, was im Hinblick auf die nur im zweiten Fall vorliegende Datierung \u201eN\u00fcrnberg, den 1. Oct. 1760\u201d elementar wichtig erscheint. Wie n\u00e4mlich die nunmehr angeschlossene Wiedergabe der erstgenannten Dokumentkopie zeigt, stellt diese leider nur einen auf die erste Seite beschr\u00e4nkten Torso einer mehrseitigen Urkunde dar, dem somit nat\u00fcrlich auch au\u00dfer der Unterschrift und dem Siegel des Fertigers oder Beglaubigers auch die Datierung fehlt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-164\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122.jpg\" alt=\"122\" width=\"1286\" height=\"2053\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122.jpg 1286w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122-188x300.jpg 188w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122-768x1226.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122-641x1024.jpg 641w\" sizes=\"(max-width: 1286px) 100vw, 1286px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122T.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-165 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122T.jpg\" alt=\"Transkription: Anmerkung: Hier - wie auch im Falle der nachfolgenden vier Darstellungen - werden zur F\u00f6rderung des Verst\u00e4ndnisses alle auf die einzelnen Generationen des Geschlechtes derer Von Wimpffen gerichteten Namensangaben per Unterstreichung herausgehoben und jeweils mit in Klammer angef\u00fcgter Generationen-Z\u00e4hlung in r\u00f6mischen Ziffern versehen. Und im Rahmen der dann jeweils folgenden Textkommentierung werden die Namen in GRO\u00dfSCHRIFT herausgehoben. Extract aus Herrn E. S. Kerstens von Kerstenstein ge- sammleten Notaminibus die von Wimpfische Familie betr.:\u201c Dieses vornehme Geschlecht ist der Reichsfreyen Ritterschaft incorporiret und besitzt in dem Or- tenauer Bezirk Rohrburg. Ite Linie. Siegmund Heremann von Wimpfen (I) wird wohl derienige Cavallier seyn, von welchen der Freyherr v. Zigesar vermeldet, da\u00df er sich als Obri- sten Ao 1373 durch seine Tapferkeit und Wol- verhalten bey dem damaligen Kaiser Carolo IV. in solchen Credit gesezet, da\u00df er ihn zum Reichs Ritter geschlagen und in Freyherrlichen Reichs Adelichen Standt erhoben; Zumalen der in Kupfer gestochene Stambaum Zu erkenen giebt, da\u00df er noch Ao 1377 im Leben gewesen und im 74ten Jahr verschieden seye. Sie f\u00fchren einen aufspringenden Widder mit gewundenen H\u00f6rnern und vorgeworftenen F\u00fc\u00dfen im Wappen Schild, und haben sowol ihren Namen als Ursprung aus der Reichs Stadt Wim- pfen.\" width=\"1053\" height=\"903\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122T.jpg 1053w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122T-300x257.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122T-768x659.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/122T-1024x878.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1053px) 100vw, 1053px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Y 3: Kopieexemplar I (mit anschlie\u00dfender Transkription) einer leider nur auf deren erstes Blatt und auf die Beschreibung der Generation I beschr\u00e4nkten Gesamt-Genealogie derer Von Wimpffen des Titels \u201eExtract aus Herrn E. S. Kerstens von Kerstenstein gesammleten Notaminibus die von Wimpfische Familie betr.\u201d, deren archivalische Kennzeichnungen in Vergleichung mit denjenigen des nachfolgenden solchen als Entstehungszeit den Sommer bis Fr\u00fchherbst 1760 ausweisen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dass die Urschrift in ihrer G\u00e4nze tats\u00e4chlich eine Gesamt-Genealogie darbringt, ist nicht nur aus der Betitelung derselben mit \u201egesammleten Notaminibus die von Wimpfische Familie betr.\u201d, sondern auch aus dem Umstand zu schlie\u00dfen, dass der Textauftakt mit \u201eI<sup>te<\/sup> Linie\u201d (= I. Generation) \u00fcberschrieben ist. Was dann dort \u00fcber diese Anfangsgeneration zu lesen steht, weckt gr\u00f6\u00dfte Bekanntheitsgef\u00fchle, n\u00e4mlich: <u>Siegmund Heremann von Wimpfen<\/u> sei wohl derjenige \u201eCavalier\u201d = Ritter, von welchem vermeldet werde, dass er sich als Obrist beim damaligen Kaiser Karl IV. durch seine Tapferkeit und sein Wohlverhalten in solchen Kredit gesetzt habe, dass er 1373 zum Reichsritter geschlagen, in den Reichsfreiherren-Adelsstand erhoben und im Jahr 1377 noch am Leben gewesen sowie im Alter von 74 Jahren verschieden sei. Denn alles dies ist in etwa das, was unter vielem anderem bereits in Kapitel B. Sagenahn bei Darlegung der diesbez\u00fcglichen Angaben der Autoren-Gruppe <span style=\"text-decoration: underline;\">J. W. St\u00f6r<\/span> ca. 1750\/60,\u00a0<u>Aubert Des Bois<\/u> 1778, <u>E. H. Kneschke<\/u> 1853, <u>Chr. Cellarius und J. G. Goldtbeeg<\/u> = <u>Gotha<\/u> 1853 sowie <u>C. von Wurzbach<\/u> 1888 \u00fcber den angeblichen Urahnen dieses Namens ausgebreitet und auf dem Hintergrund des Vergleiches mit jenen solchen der Autoren-Gruppe \u00a0<u>G. E. Waldau<\/u> 1787 und <u>L. Sporhan-Krempel<\/u> 1981\/84 als sagenhaft-unzutreffend apostrophiert werden musste. Somit d\u00fcrfte es sich hier wie auch, um dies vorwegnehmend bereits schon klar zu sagen, in der Folge der Vorstellung und Durchleuchtung der Angaben der \u00fcbrigen Dokument-Kopien dieser Provenienz und dieses Zeitraumes er\u00fcbrigen, im Einzelnen sachliche Richtigstellungen zu geben, ausgenommen solche, die neu gegebene Sachmomente betreffen. Hierunter f\u00e4llt die bislang nirgendwoanders zu findende Angabe, dass dieser sog. SIEGMUND HEREMANN VON WIMPFEN\u00a0mit 74 Jahren verschieden sei. Wollte man diese und die Angabe von Wurzbach in seiner I. Stammtafel sowie in seinem Lebenslauf Nr. 38, dass derselbe 1393 in Prag gestorben sei, ernst nehmen, so w\u00fcrde 1419 dessen Todesjahr gewesen sein, was letztlich, betrachtet aus der Sicht des damaligen sehr viel fr\u00fcheren Ablebens der Menschen als heute, zwar einigerma\u00dfen passend, aber dennoch nach all dem in Kapitel B. Sagenahn bereits an widerlegend Gesagten schlichtweg als erfunden bezeichnet werden muss. Was die letzten f\u00fcnf Zeilen der Wappenbeschreibung (aufspringender Widder mit gewundenen H\u00f6rnern und vorgeworfenen F\u00fc\u00dfen als Wappenzeichen) und die abschlie\u00dfende Feststellung betrifft, dass diese Familie sowohl ihren Namen als auch ihren Ursprung aus der Reichsstadt Wimpfen habe, so ist dazu Folgendes herauszustellen: Richtigerweise und anders als bei Wurzbach ist, da auf die damalige Gegenwart bezogen, noch nicht von einem (erst 1781 im Rahmen der Erneuerung der Reichsfreiherren-Eigenschaft und Wappenerweiterung beim Widder dazugekommenen) goldenen Kreuz die Rede. Die abschlie\u00dfende Bezugsetzung des Namens wie des Ursprungs des Geschlechtes der Von Wimpffen (im \u201eExtract&#8220; generell mit einfachem f, nicht mit ff geschrieben) auf die Freie Reichsstadt Wimpfen stellt demgegen\u00fcber nicht mehr als die Wiedergabe dessen dar, was in der Familie der Von Wimpffen unbewiesen m\u00fcndlich \u00fcberliefert gewesen ist.<\/p>\n<p>Wichtiger jedoch als diese vielen unrichtigen wie auch die wenigen richtigen Angaben dieser mit \u201eExtract\u201d (Auszug) \u00fcberschriebenen Genealogischen Darstellung, erscheint der in die Betitelung eingebettete Autorenname KERSTEN (nicht Kersten<u>s<\/u>, denn der Buchstabe \u201es\u201d am Schluss des Vornamens ist als Genetiv-s anzusehen) VON KERSTENSTEIN wie auch der als Lieferant der Angaben \u00fcber die Generation I angegebene FREYHERR VON ZIGESAR anzusehen. Denn diese sind als eine Art bereits vor den uns bekannten Autoren der erstgenannten Autorengruppe AUBERT DES BOIS etc. existent gewesene sog. Urautoren der Von Wimpffen zu bezeichnen. Allerdings lassen sich zum Leidwesen anzustrebender wissenschaftlicher Tauglichkeit deren Namen nirgends fassen, und zwar der Adelsname des Erstgenannten \u00fcberhaupt nicht und der des Zweitgenannten als der eines brandenburgischen Uradelsgeschlechtes VON ZIEGESAR des 13. Jahrhunderts, das sich im 17. Jahrhundert nach Kursachsen und Th\u00fcringen ausgebreitet und im beginnenden 18. Jahrhundert u. a. auch vor\u00fcbergehend im s\u00fcdwestdeutschen Raum (Baden-Durlach, Hohenzollern-Hechingen) verdingt hat, zu dem hin jedoch in Anbetracht des fehlenden Vornamens sich taugliche Ans\u00e4tze leider auch nicht finden lassen. Was aber den eigentlichen Autor dieser unvollst\u00e4ndig vorliegenden und somit dessen Namen nicht hergebenden Dokumentation betrifft, so d\u00fcrfte diese einem der im Empfehlungsbrief angesprochenen \u201evielen geehrten Herrn Traiteure\u201d des N\u00fcrnberger Archivwesens zuzuschreiben sein. Wenn dieser er\u00f6ffnend die sog. Wimpfische Familie als ein vornehmes und in der reichsfreien Ritterschaft inkorporiertes Geschlecht bezeichnet, so ist das zwar insofern richtig, als die Von Wimpffen damals (seit 1658) im Ritterkaton Schwaben (noch nicht in der Adelsvereinigung Niederelsass, dort erst ab 1781 aufgenommen) inkorporiert waren. Unrichtig erscheint dagegen das diesen zugeschriebene, im Ortenauer Bezirk gelegene, Besitztum Rohrburg, was sich bereits in Kapitel L. Adelswerdung ausf\u00fchrtlich widerlegt findet und sich ganz auf der inakzeptablen Linie der von Aubert Des Bois und seinen sp\u00e4teren Adepten f\u00e4lschlicherweise behaupteten \u00fcber zumindest neun Generationen derer Von Wimpffen gegangenen gestreuten Besitzerschaft in Schwaben von Brixenstein, Zabietstein und Ebershausen etc. bewegt. In beiden F\u00e4llen liegt der jeglicher Grundlage entbehrende Versuch vor, dem Von Wimpffen-Geschlecht den Anstrich des Besitzadels und gar Burgortbesitzes (siehe die Grundw\u00f6rter \u201e-burg\u201d bzw. \u201e-stein\u201d) zu verleihen. Es w\u00e4re nat\u00fcrlich von h\u00f6chstem Nutzen, sowohl den einem der Herren Traiteure zuzuschreibenden Gesamttext wie alle auf diesem basierenden Notationen dieses KERSTEN VON KERSTENSTEIN und damit auch jene \u00fcber die anderen Generationen zu kennen. Denn aus diesem quasi Urautor d\u00fcrften AUBERT DES BOIS und dessen o. a. Epigonen entweder direkt oder indirekt \u00fcber den Vorgenannten gesch\u00f6pft haben, so dass die M\u00f6glichkeit einer Vergleichung sicherlich h\u00f6chst gewinnbringend w\u00e4re. Weiterhelfen k\u00f6nnen hier nur diesbez\u00fcgliche &#8211; von mir in Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters leider nicht mehr leistbare &#8211; Recherchen in den Archivbest\u00e4nden der Stadt N\u00fcrnberg. Besten Ansatz d\u00fcrfte die o. a. auf dem Kopieexemplar Nr. I zu findende schreibmaschinenm\u00e4\u00dfige Kennzeichnung \u201eStA N\u00fcrnberg S I Lade 149 Nr. 6\u201d bieten.<\/p>\n<p>Das nunmehr gezeigte weitere Dokument besticht zun\u00e4chst durch die am Kopf in barocker Manier durch Fettschrift und \u00dcbergr\u00f6\u00dfe sowie quellender Schn\u00f6rkelrahmung herausgehobenen Namen der Urheber:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-166\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123a.jpg\" alt=\"123a\" width=\"1263\" height=\"1937\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123a.jpg 1263w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123a-196x300.jpg 196w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123a-768x1178.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123a-668x1024.jpg 668w\" sizes=\"(max-width: 1263px) 100vw, 1263px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-167\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123b.jpg\" alt=\"123b\" width=\"1301\" height=\"1001\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123b.jpg 1301w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123b-300x231.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123b-768x591.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123b-1024x788.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1301px) 100vw, 1301px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123T.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-168\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123T.jpg\" alt=\"Transkription: Anmerkung: Textteile in Aufrechtschrift stellen Erl\u00e4uterungen des Verfassers dar. Wie oben bereits gesagt, werden die auf die einzelnen Generationen des Geschlechtes derer Von Wimpffen gerichteten Namensangaben (und nunmnehr auch die ab hier erscheinenden erheirateten Frauen) per Unterstreichung herausgehoben und jeweils mit in Klammer angef\u00fcgter Generations-Z\u00e4hlung in r\u00f6mischen Ziffern (bei den Frauen mit jeweils der Nummer der Generation des Mannes) versehen. Seite 1: Wir B\u00fcrgermeistere und Rath Des Heiligen R\u00f6mischen Reichs Stadt N\u00fcrnberg, bescheinen und urkunden hiemit jeder- m\u00e4nniglich deme er zu Wi\u00dfen vonn\u00f6then: Da\u00df nach Auswei\u00df derer in hiesigen Archiven befindlichen Nobilitatis Notaminae, und sonstige authentischen Urkundten, das ehemals allhier sich befundene Adeliche Geschlecht derer von Wim- pfen, oder wie sie sich Zu Zeiten geschrieben von W\u00fcmpfen, seinen Ursprung von Siegmund Heremann von Wimpfen (I), aus der Reichs-Stadt Wimpfen geb\u00fcrtig, genommen; welcher Heremann von Wim- pfen sich als Obristen durch seine Tapferkeit und Wolverhalten bey Kayser Carl dem IV. in solchen Credit gesezet , da\u00df die Selbigen ihn im Jahr 1373 in den freyen Reichs Adelstand erhoben und Zum Ritter geschlagen, von welcher Zeit an er und sei- ne Descendenten sich Freyherrn von Wimpfen geschrieben; da\u00df gedachter Heremann von Wim- pfen Ao 1393 gestorben und verschiedene Kinder hinterla\u00dfen, von seinern \u00e4ltesten Sohn Carl August (II), Haubtmann unter den Kaiserl. Kriegs- V\u00f6lkern aber, Johann Dietrich von Wimpfen (IX) abgestammet, de\u00dfen Sohn Johannes von Wim- Seite 2: pfen (X) in Durlach sich mit einer Greite- rin (X) verheyrathet und nachmals Stadtmeister Zu Hagenau worden, auch mehrere Kinder hinterla\u00dfen habe. Welcher, wie wir auch da\u00df besagte Familie das in Frontispicio huj- us Attestati abgemahlte und figurirte Wappen allhier gef\u00fchret, obbemeldten glaubw\u00fcrdigen Nachrichten und Urkun- den gem\u00e4\u00df, hirmit attestiren, auch Zu de\u00dfen Bekr\u00e4ftigung, Gemeiner Stadt Gr\u00f6\u00dferer Insiegel hiervon drucken la\u00dfen. So geschehen N\u00fcrnberg den 1. Oct. 1760. Linkerhand der letzten Zeile steht noch zu lesen: Sederet in grosh. (= gegeben per Gro\u00dfsiegel).\" width=\"761\" height=\"1340\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123T.jpg 761w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123T-170x300.jpg 170w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/123T-582x1024.jpg 582w\" sizes=\"(max-width: 761px) 100vw, 761px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Y 4a und Y 4b: Kopieexemplare Nr. II (mit angeschlossener Transkription) einer auf die beiden Anfangsgenerationen sowie die Gro\u00dfeltern- und Urgro\u00dfvater-Generation des Franz Georg von Wimpffen gerichteten Teil-Genealogie, die am Kopf mit \u201eWir B\u00fcrgermeistere und Rath des Heiligen R\u00f6mischen Reichs Stadt N\u00fcrnberg\u201d (ohne Wiedergabe des laut Text am Kopf dargestellten Wappens) und am Ende mit \u201eN\u00fcrnberg den 1. Oct: 1760\u201d (ohne genaue Wiedergabe der Besiegelung und des Unterschriftleistenden) versehen ist<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man sich zun\u00e4chst den Sinngehalt des vorstehenden Urkundentextes in seiner G\u00e4nze vergegenw\u00e4rtig und dann diesen mit dem Text des nachfolgenden solchen vergleicht, so wird klar, dass beide fast sinngleich sind:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-169\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124.jpg\" alt=\"124\" width=\"1256\" height=\"1910\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124.jpg 1256w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124-197x300.jpg 197w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124-768x1168.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124-673x1024.jpg 673w\" sizes=\"(max-width: 1256px) 100vw, 1256px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124T.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-170\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124T.jpg\" alt=\"Transkription: \u201eles armes de la maison de Wimpffen\u201c. (Die dieser Ank\u00fcndigung folgende Wappendarstellung fehlt, was dadurch angedeutet ist, dass einige von - hier weggelasssene - Leerzeilen folgen.) Wir . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bescheinigen undt thun kund hiermit jederm\u00e4nniglich, da\u00df nach au\u00df wei\u00df deren in hiesigern archive sich befindenden nobilitatis notaminibus undt sonsten authentischen urkunden, da\u00df sich alhier ehmal\u00df befundene freyHerrliche geschlecht derer Von Wimpffen seinen ursprung von heermann Von Wimpffen (I) geb\u00fcrtig au\u00df der statten Wimpffen genommen. Da\u00df dieser heermann Von Wimpffen sich al\u00df obrister durch seine dapferkeithe undt Wohlverhalten bey damaligen Kayser Charles dem IV. in solchen credit gesetzt da\u00df er ihn anno 1373 in seynen reich\u00df adel stand erhoben undt Zum freyen reich\u00df ritter geschlagen. Von welcher Zeit ahn er undt seine Desendentzen sich Frey Herrn Von Wimpffen geschriben, da\u00df gedachter heermann Von Wimpffen, anno 1393 verstorben undt ferschidene Kinder Hinterla\u00dfen, undt da\u00df von dem selben durch de\u00dfen \u00e4lteren Sohn Iten carle auguste (II) Haubtman unter den kaiserlichen truppen abstamete Johan Dietrich Von Wimpffen (IX); de\u00dfen Sohn Johannes Von Wimpffen (X) in Baden Durlach mit Eyner Von greiderin (X) verheurathet, undt nachmal\u00df stattemeister zu hagenau worden, auch mehrere Kinder Hinderla\u00dfen. \u00dcbergigen\u00df bescheinen wir auch da\u00df diese\u00df geschlecht, so lang e\u00df sich alhier befunden sich zur Zeiten Wimpff zu Zeiten Wimpffen geschrieben, undt denen in frontispicio huius attestati abgemahlten undt figurirten Wappen gef\u00fchret; Welche\u00df alle\u00df wir Obgemeldet denen sumariter allegierten authentischen urkunden undt nobilitatis Notaminibus gem\u00e4\u00df Hiermitt attestiret, undt zu de\u00dfen Bekr\u00e4ftigung der gr\u00f6\u00dfern ambt\u00df Insigill hierunter gedrukt worden.\u201c \" width=\"927\" height=\"718\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124T.jpg 927w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124T-300x232.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/124T-768x595.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 927px) 100vw, 927px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Anmerkung<\/span>:<br \/>\nBei der Endkorrektur wurde in der Transkription des vorstehenden Kopieexemplars Nr. III der folgende Fehler entdeckt:<br \/>\nIn der siebtletzten Zeile:\u00a0\u201e\u00dcber<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">g<\/span><\/strong>i<span style=\"text-decoration: underline;\">g<\/span>en\u00df&#8220; =\u00a0\u201e\u00dcberigen\u00df&#8220;.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Y 5: Kopieexemplar Nr. III (mit angeschlossener Transkription) eines Urkundentextes, an dessen Kopf in Franz\u00f6sisch \u201eles armes de la maison de Wimpffen\u201d (das Wappen des Hauses Von Wimpffen) steht und der Einfachheit halber auf die Wiedergabe sowohl der demgem\u00e4\u00df nachfolgenden Wappendarstellung als auch der darunter angegebenen Nennung der Urheber bis auf das anf\u00e4ngliche \u201eWir\u201d wie auch am Ende der Datierung, Siegelung und Angabe des Unterzeichners verzichtet ist<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zweifelsfrei muss man sich hinter dem er\u00f6ffnenden \u201eWir\u201d die Urheber der vorangehend vorgestellten Urkunde denken, n\u00e4mlich die B\u00fcrgermeister und den Rat der Reichsstadt N\u00fcrnberg als h\u00f6chste Instanz derselben. Und in der Tat decken sich die aufgef\u00fchrten einzelnen Inhalte und oft sogar w\u00f6rtlich Textpartien ganz und gar, abgesehen von dem im vorgenannten Text zu findenden zus\u00e4tzlichen Halbsatz \u201e<em>\u00dcberigen\u00df bescheinen wir auch da\u00df diese\u00df geschlecht, so lang e\u00df sich alhier <\/em>(gemeint: in N\u00fcrnberg) <em>befunden sich zur Zeiten Wimpff zu Zeiten Wimpffen geschrieben\u201d<\/em>. Die Feststellung, dass diese in N\u00fcrnberg zeitweise als \u201eWimpff\u201d erscheinen, ist hier wie auch sonstwoher nirgends konkret per Fallangabe belegt, wie \u00fcberhaupt alle anderen Aussagen beider Texte jenen des Kersten von Kerstenstein in dessen vorangestelltem \u201eEtract\u201d und dazuhin den inakzeptablen solchen der erstgenannten Autorengruppe voll und ganz gleichen! Die Tatsache, dass das letztgezeigte Kopieexemplar die archivalische Kennzeichnung \u201eStA N\u00fcrnberg Lade 149 Nr. 126\u201d und die niedrigste Doppel-Durchnumerierung \u201e-43-\u201d sowie \u201e77\u201d gegen\u00fcber allen anderen (siehe dort: \u201e-47-\u201d und \u201e-49-\u201d sowie \u201e83\u201d und \u201e87\u201d) aufweist, d\u00fcrfte Folgendes (neben seiner Herstammung aus der Feder der Herren Traiteure des N\u00fcrnberger Archivwesen) zeigen: Dieser undatierte Kopientext III ist als um ein Weniges \u00e4lter gegen\u00fcber den Kopientexten Nr. I und II, jedoch als j\u00fcnger gegen\u00fcber dem Text des sog. Empfehlungsschreibens vom 30. M\u00e4rz 1760 anzusehen, das mit den niedrigsten Numerierungen \u201e-38-\u201d und \u201e69\u201d bezeichnet ist. Demnach kann man den Kopientext Nr. III als eine Art Vor- und Mustertext betrachten, der als erster Akt der Gef\u00e4lligkeit gegen\u00fcber der zu diesem Datum ausgestellten Bittstellung des Philipp Ferdinand Regierender F\u00fcrst zu Limburg, Bronkhorst und Styrum seitens der sog. Herren Traiteure geleistet worden ist.<\/p>\n<p>Dass dieser Dienst, zumindest aus der Sicht der Von Wimpffen-Forschung, als ein B\u00e4rendienst zu betrachten ist, klang zwar bereits mehrfach an. Bekr\u00e4ftigt wird diese Wertung noch, wenn man die im Kopientext Nr. II und III angef\u00fchrten Stammtr\u00e4ger der Generation II (CARL AUGUST, Hauptmann in den kaiserlichen Truppen), bis hin zu der Generation IX (JOHANN DIETRICH VON WIMPFFEN) und X (JOHANNES VON WIMPFFEN und dessen Gemahlin, der GREITERIN bzw. VON GREIDERIN), auf dem Hintergrund insbesondere der kritischen Aussagen in den Kapiteln B. Sagenahn, N. Umorientierung und O. Johann Georg mit den diesbez\u00fcglichen zuverl\u00e4ssigen anderen Aussagen des Stammbaumes St\u00f6r und der Abhandlung von Lore Sporhan-Krempel unter die Lupe nimmt. Zwar ist die Existenz der beiden letztgenannten m\u00e4nnlichen Glieder in keinerlei Zweifel zu ziehen. Doch ist die Deklaration des mit einer VON GREITER (bei Aubert Des Bois ELISABETH DE GRIEDERINE, bei Wurzbach SALOME VON KREITER AUF DIETSCH; sp\u00e4ter wird noch aus dem noch vorzustellenden Kopienexemplar IV die weitere Namensvariante SARA VON GREITER zu erfahren sein) verheirateten JOHANN(ES) VON WIMPFFEN STATTEMEISTER ZU HAGENAU als den Stamm weiterf\u00fchrender Sohn des JOHANN DIETRICH VON WIMPFFEN falsch. Denn der den Stamm Weiterf\u00fchrende hie\u00df zweifesfrei JOHANN CARL und dessen Gemahlin war KATHARINA VON WEIDMANN. Und dieser war aber der \u00e4lteste der vier S\u00f6hne des JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN und nicht der Sohn dessen in den Kopieexemplaren IV und auch V als solcher erscheinenden \u00e4lteren Bruders JOHANN DIETRICH VON WIMPFFEN. Sehr viel mehr dar\u00fcber, und vor allem auch die Unzutreffendheit der dort und sp\u00e4ter auch von den Adepten Aubert des Bois etc. aufgef\u00fchrten um eine ganze Generation zu fr\u00fch liegenden Lebensdaten all derselben u. v. a. m., wird nach der Pr\u00e4sentation und kritischen Widerlegung der nun sich anschlie\u00dfenden Kopieexemplare Nr. IV und V zu sagen sein!<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wird noch auf das von den Von Wimpffen gef\u00fchrte und im Frontispiz (Titelbild- oder -blatt) abgemalte und mit Figuren versehene, doch hier leider fehlende, Wappen hingewiesen. Und zur Bekr\u00e4ftigung der (angeblichen) Wahrheit all des Gesagten wird noch auf <em>\u201eObgemeldet denen summarisch allegierten authetischenn urkunden und nobilitatis Notaminibus\u201d\u00a0<\/em>(=<em> \u201edie oben genannten summarisch angegebenen authentischen Urkunden und Adelsbriefe\u201d<\/em>) verwiesen. Gemeint sind damit die laut dem ersten Satz in den N\u00fcrnberger Archiven vorhandenen solchen. Um welche es sich genau handelte, bleibt leider offen. Doch ist anzunehmen, dass zu diesen auch die als nicht tauglich anzusehenden \u201egesammleten Notaminibus die von Wimpfische Familie betr.\u201d des KERSTEN VON KERSCHENSTEIN sowie der nach dem Eingang des Empfehlungsschreibens 1760 gefertigte \u201eExtract\u201d mit den dort enthaltenen Angaben des HERRN VON ZIGESAR geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Und nun zun\u00e4chst also des Weiteren:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-171 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125a.jpg\" alt=\"125a\" width=\"1056\" height=\"1729\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125a.jpg 1056w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125a-183x300.jpg 183w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125a-768x1257.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125a-625x1024.jpg 625w\" sizes=\"(max-width: 1056px) 100vw, 1056px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-172 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125b.jpg\" alt=\"125b\" width=\"1023\" height=\"1749\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125b.jpg 1023w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125b-175x300.jpg 175w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125b-768x1313.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125b-599x1024.jpg 599w\" sizes=\"(max-width: 1023px) 100vw, 1023px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-173 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125c.jpg\" alt=\"125c\" width=\"1046\" height=\"1757\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125c.jpg 1046w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125c-179x300.jpg 179w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125c-768x1290.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125c-610x1024.jpg 610w\" sizes=\"(max-width: 1046px) 100vw, 1046px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-174\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125d.jpg\" alt=\"125d\" width=\"1015\" height=\"1724\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125d.jpg 1015w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125d-177x300.jpg 177w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125d-768x1304.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125d-603x1024.jpg 603w\" sizes=\"(max-width: 1015px) 100vw, 1015px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-175 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T1.jpg\" alt=\"Transkription: Seite 1: Copia attestati \u00fcber die Eltern, und Gro\u00dfEltern des Herrn Frantz Georg FreyHerren von Wimpfen Von Gottes Gnaden Philip Ferdinand F\u00fcrst, Regierender Graf Zu Limburg und Bronckhorst in Styrum, Herr zu Wiph, Borc- te(?)lohe, Gehmen, Brug; oberstein, Burg, Milchling, und WillHermsdorf, Erb- Cammerherr des F\u00fcrstentumbs Geldern, und der Grafschaft Z\u00fctefen (heute: Zutphen). Nachdem uns von Herrn Frantz Georg Frey Herrn Von Wimpfen (XIII), F\u00fcrstC\u00f6lnischen Cammer Herrrn, und Kayserlichen K\u00f6niglichen Obristen der Cavallerie in seiner und seiner Agnaten nahmen \u00fcber dasjenige, wa\u00df von de\u00dfen Gro\u00dfVatteren Johann FreyHerrn Von Wimpfen (XI) Pfaltz Zwey Br\u00fcckischern geheimen Rath, und oberAmbtmann der Herrschaft Guttenberg, auch St\u00e4ttmeistern von Hagenau an unsers Herrn Vatters und Gro\u00dfVatters Gnaden gnaden angefordert worden; al\u00dfo in Von Ihme FreyHerrn Johann Von Wimpfen (XI) Von de\u00dfen auf wohlseeligen Vattern, und Mutter Johann Von Wimpfen (X) Stattmeistere in Hagenau, und de\u00dfen Ehegemahlin Sara gebohrner Von Greiter (X) \u00fcberkommenes V\u00e4tterlich, und m\u00fctterliches Erb- Seite 2: theil anforderung geschehen, Al\u00df haben Wir in de\u00dfen betracht, zu g\u00e4ntz- licher Tilgung der Von de\u00dfen obgenannten VorEltern an unseren Vorfahren gemachten Anforderung, und zu zeigung der gegen Ihme Herren Frantz Georg FreyHerrn Von Wim- pfen hegender Besondern confideration, und Freundschaft demselben nur anwart- schaft auf die von der FreyFrau Von Plettenberg gebohrne Von Bodelschwing Von unserm Hau\u00df besitzenden Lehen nehmlich den Schirnbrander Hof der Zehneden von Bodelschwingh, Xcyrl (heute: Uexk\u00fcll), und Th\u00fcngen, wo- Von einige in der Marck und der \u00fcbri Gen in dem Bistum M\u00fcnster befind- lich sind, in casum dannoch Sine praejudi- Cio (ohne Vorentscheidung) cujuscunque (von dessen Seite jedesmal) Verliehen Wogegen gedachter FreyHerr Frantz Georg Von wimpfen Von de\u00dfen Agnaten nun Hin- L\u00e4ngliche g\u00e4nzliche ceshion (= Zession: Rechtsabtretung); und renuncia- tion (Verzicht) auf alle weitere Zukunft sowohl Von diesen, al\u00df de\u00dfen s\u00e4mbtlichen Erben und Erbnehmen machen k\u00f6nnen Praetensionen (Anspr\u00fcche) wir die immer nahmen haben, oder erdacht Worden m\u00f6gen ohne au\u00dfnahme, beyzubringen Seite 3: und uns zu H\u00e4nden Zu stellen sich Ver- bindlich gemacht hat. Zu de\u00dfen mehrerer Vorf\u00fchrung haben Wir gegenw\u00e4rtige Vergleichs Urkunde wohl Wi\u00dfentlich und wohlbedachtlich in duplo aus Zufertigen anbefohlen, das eine Exemplar eigenh\u00e4ndig unterschrieben, und mit unsern F\u00fcrstlichen CabinetsInsiegel behangen, und Ihme Herrn Frantz Georg FreyHerrn Von Wimpfen zu H\u00e4nden stellen, das andere Von demselben unterschrieben, und besiegelte Exem- Plar aber bey unserer Cabinets Registratur Verwahrlich beylegen la\u00dfen, So geschen Styrum an der Ruhr den 20ten May 1763 Locus Sigilli F\u00fcrst(?) Limburg appendentis Zur wahrheit urkund, da\u00df daf\u00fcr von mich selbst Aus communicirten wahren Originale geschriebe- ne copry mit de\u00dfelben gantzen inhalt von worth zu Worth gleichlautendt, und concordant sey habe Ich und beamdter Secretarius und doppel- ter Notarius dieselbe eigenh\u00e4ndig unterschrieben, und mit meinen gewohnlichen Notariat Siegel befestiget Zu M\u00fcnster in Westfahlen den 21ten Novembris 1764 Jahrs Egon Franciscus Hermannus Hie noch Kerikerinik utriusqe Doctor, Siegel Rmi ac Jllmi* Capituli Cathedralis Eccle- siae Monasteriensis Secretarius ??? (letzte Wortteile au\u00dferhalb der Kopiergrenze liegend) * Rmi ac Jllmi = Romani atque Illuminati? Seite 4: Wir Unterschriebener Domprobst Der Hohen Stifftskirchen Zu M\u00fcnster Und Ihro Churf\u00fcrstlichen Gnaden Zu C\u00f6lln Al\u00df zugleich Bischoffen zu M\u00fcnster gehei- men Raths President Beglaubigen und attestieren hiermit durch eigenh\u00e4ndiger Unterschrifft und beygedruckten Uns ange- bohrnen adelichen Insiegel, da\u00df Vorgesetzte Vidimationes (Beglaubigungen) deren attestationen (Bescheinigungen) \u00fcber die Uhralte Freyherrliche Famille Von Wimpfen genand Heerman, und Von derselben f\u00fchrenden Wapen Von der hiesigen Hochw\u00fcrdigen DomCapitulis beay- deten Secretartio, und Notario Doctoren Keri- Kerinik nicht allein selbsth\u00e4ndig geschrie- ben, und unterschrieben, sondern auch ihme dieserhalb um desto gewi\u00dfer V\u00f6lliger Glaube beyZume\u00dfen seye, weilen Er Uhralter Gewohnheit nach, und nicht der Syndicus alle, und Jeder DomCapitulis Sachen auszufertigen, und zu unterschreiben autho- risirt ist; M\u00fcnster in Westfalern den 21ten November 1767sten Jahrs. Friderich Wilhelm von B\u00f6selager hier Stelle Dom-Probst.mpp des Siegels. traduit (\u00fcbertragen) \u00e0 Paris le 11 avril 1772 defolins:(?)\" width=\"848\" height=\"1817\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T1.jpg 848w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T1-140x300.jpg 140w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T1-768x1646.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T1-478x1024.jpg 478w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-176\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/125T2.jpg\" alt=\"Transkription: Seite 1: Copia attestati \u00fcber die Eltern, und Gro\u00dfEltern des Herrn Frantz Georg FreyHerren von Wimpfen Von Gottes Gnaden Philip Ferdinand F\u00fcrst, Regierender Graf Zu Limburg und Bronckhorst in Styrum, Herr zu Wiph, Borc- te(?)lohe, Gehmen, Brug; oberstein, Burg, Milchling, und WillHermsdorf, Erb- Cammerherr des F\u00fcrstentumbs Geldern, und der Grafschaft Z\u00fctefen (heute: Zutphen). Nachdem uns von Herrn Frantz Georg Frey Herrn Von Wimpfen (XIII), F\u00fcrstC\u00f6lnischen Cammer Herrrn, und Kayserlichen K\u00f6niglichen Obristen der Cavallerie in seiner und seiner Agnaten nahmen \u00fcber dasjenige, wa\u00df von de\u00dfen Gro\u00dfVatteren Johann FreyHerrn Von Wimpfen (XI) Pfaltz Zwey Br\u00fcckischern geheimen Rath, und oberAmbtmann der Herrschaft Guttenberg, auch St\u00e4ttmeistern von Hagenau an unsers Herrn Vatters und Gro\u00dfVatters Gnaden gnaden angefordert worden; al\u00dfo in Von Ihme FreyHerrn Johann Von Wimpfen (XI) Von de\u00dfen auf wohlseeligen Vattern, und Mutter Johann Von Wimpfen (X) Stattmeistere in Hagenau, und de\u00dfen Ehegemahlin Sara gebohrner Von Greiter (X) \u00fcberkommenes V\u00e4tterlich, und m\u00fctterliches Erb- Seite 2: theil anforderung geschehen, Al\u00df haben Wir in de\u00dfen betracht, zu g\u00e4ntz- licher Tilgung der Von de\u00dfen obgenannten VorEltern an unseren Vorfahren gemachten Anforderung, und zu zeigung der gegen Ihme Herren Frantz Georg FreyHerrn Von Wim- pfen hegender Besondern confideration, und Freundschaft demselben nur anwart- schaft auf die von der FreyFrau Von Plettenberg gebohrne Von Bodelschwing Von unserm Hau\u00df besitzenden Lehen nehmlich den Schirnbrander Hof der Zehneden von Bodelschwingh, Xcyrl (heute: Uexk\u00fcll), und Th\u00fcngen, wo- Von einige in der Marck und der \u00fcbri Gen in dem Bistum M\u00fcnster befind- lich sind, in casum dannoch Sine praejudi- Cio (ohne Vorentscheidung) cujuscunque (von dessen Seite jedesmal) Verliehen Wogegen gedachter FreyHerr Frantz Georg Von wimpfen Von de\u00dfen Agnaten nun Hin- L\u00e4ngliche g\u00e4nzliche ceshion (= Zession: Rechtsabtretung); und renuncia- tion (Verzicht) auf alle weitere Zukunft sowohl Von diesen, al\u00df de\u00dfen s\u00e4mbtlichen Erben und Erbnehmen machen k\u00f6nnen Praetensionen (Anspr\u00fcche) wir die immer nahmen haben, oder erdacht Worden m\u00f6gen ohne au\u00dfnahme, beyzubringen Seite 3: und uns zu H\u00e4nden Zu stellen sich Ver- bindlich gemacht hat. Zu de\u00dfen mehrerer Vorf\u00fchrung haben Wir gegenw\u00e4rtige Vergleichs Urkunde wohl Wi\u00dfentlich und wohlbedachtlich in duplo aus Zufertigen anbefohlen, das eine Exemplar eigenh\u00e4ndig unterschrieben, und mit unsern F\u00fcrstlichen CabinetsInsiegel behangen, und Ihme Herrn Frantz Georg FreyHerrn Von Wimpfen zu H\u00e4nden stellen, das andere Von demselben unterschrieben, und besiegelte Exem- Plar aber bey unserer Cabinets Registratur Verwahrlich beylegen la\u00dfen, So geschen Styrum an der Ruhr den 20ten May 1763 Locus Sigilli F\u00fcrst(?) Limburg appendentis Zur wahrheit urkund, da\u00df daf\u00fcr von mich selbst Aus communicirten wahren Originale geschriebe- ne copry mit de\u00dfelben gantzen inhalt von worth zu Worth gleichlautendt, und concordant sey habe Ich und beamdter Secretarius und doppel- ter Notarius dieselbe eigenh\u00e4ndig unterschrieben, und mit meinen gewohnlichen Notariat Siegel befestiget Zu M\u00fcnster in Westfahlen den 21ten Novembris 1764 Jahrs Egon Franciscus Hermannus Hie noch Kerikerinik utriusqe Doctor, Siegel Rmi ac Jllmi* Capituli Cathedralis Eccle- siae Monasteriensis Secretarius ??? (letzte Wortteile au\u00dferhalb der Kopiergrenze liegend) * Rmi ac Jllmi = Romani atque Illuminati? Seite 4: Wir Unterschriebener Domprobst Der Hohen Stifftskirchen Zu M\u00fcnster Und Ihro Churf\u00fcrstlichen Gnaden Zu C\u00f6lln Al\u00df zugleich Bischoffen zu M\u00fcnster gehei- men Raths President Beglaubigen und attestieren hiermit durch eigenh\u00e4ndiger Unterschrifft und beygedruckten Uns ange- bohrnen adelichen Insiegel, da\u00df Vorgesetzte Vidimationes (Beglaubigungen) deren attestationen (Bescheinigungen) \u00fcber die Uhralte Freyherrliche Famille Von Wimpfen genand Heerman, und Von derselben f\u00fchrenden Wapen Von der hiesigen Hochw\u00fcrdigen DomCapitulis beay- deten Secretartio, und Notario Doctoren Keri- Kerinik nicht allein selbsth\u00e4ndig geschrie- ben, und unterschrieben, sondern auch ihme dieserhalb um desto gewi\u00dfer V\u00f6lliger Glaube beyZume\u00dfen seye, weilen Er Uhralter Gewohnheit nach, und nicht der Syndicus alle, und Jeder DomCapitulis Sachen auszufertigen, und zu unterschreiben autho- risirt ist; M\u00fcnster in Westfalern den 21ten November 1767sten Jahrs. 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IV (mit angeschlossener Transkription) einer mit \u201eCopia attestati (Wiedergabe eines Zeugnisses) \u00fcber die Eltern, und Gro\u00dfEltern des Herrn Franz Georg FreyHerren Von Wimpfen\u201d \u00fcberschriebenen und als Ausssteller \u201eVon Gottes Gnaden Philip Ferdinand F\u00fcrst, Regierender Graf zu Limburg und Bronckhorst in Styrum, Herr zu Wiph, Borctelohe, Gehmen, Brug; oberstein, Burg, Milchling, und Willhermsdorf\u201d nennenden Urkunde, deren Text vollst\u00e4ndig wiedergegeben und die, versehen mit dem Siegel und der Unterschrift des ausstellenden Herrschers in Styrum an der Ruhr am 20. Mai 1763 ausgefertigt worden ist und anderthalb Jahre sp\u00e4ter am 21. November 1764 zu M\u00fcnster in Westfalen eine Best\u00e4tigung durch Siegelung und Unterschrift des Notars des dortigen Kathedralkapitels, schlie\u00dflich noch des Weiteren stark vier Jahre sp\u00e4ter am 21. November 1767 durch Unterschrift und Siegel des dortigen Domprobstes findet und am 21. April 1772 ins Franz\u00f6sische \u00fcbertragen wird.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Was den Kernzweck dieser Bezeugnissung betrifft, so geht es, wie auf Seite 1 unten bis Seite 3 oben in umst\u00e4ndlichster verklausulierender Art und Weise dargestellt, darum, f\u00fcr den wiederum als \u201eChurk\u00f6lnischer Cammerherr\u201d, jetzt aber auch noch mit \u201eKaiserlich-K\u00f6niglicher Obrist\u201d betitelten Herrn FRANTZ GEORG FREIHERRN VON WIMPFEN der Generation XIII und seiner Agnaten (m\u00e4nnlichen Verwandten) Nachweis zu f\u00fchren \u00fcber das, was von dessen Gro\u00dfvater (somit der Generation XI), hier genannt JOHANN VON WIMPFEN, Stattmeister in Hagenau, und Ehegemahlin SARA GEBORENE VON GREITER und von dessen Vater, hier genannt JOHANN VON WIMPFEN (somit der Generation XII), Pfalz-Zweibr\u00fcckischen Geheimer Rat und Oberamtmann der Herrschaft Guttenberg und auch Stattmeister in Hagenau, \u00fcbernommenes v\u00e4terliches und m\u00fctterliches Erbteil angefordert worden ist, n\u00e4mlich: die Anwartschaft auf das von der FREIFRAU VON PLETTENBERG GEBORENE VON BODELSCHWINGH im Besitz des Hauses Von Wimpfen stehende Lehen in Form des Zehnten von BODELSCHWINGH, XC\u00dcRL\u00a0(heute: UECYLL) und TH\u00dcNGEN\u00a0auf den SCHIRNBRANDER HOF,\u00a0wovon sich einiges (gemeint: dieses Zehnten) in der (gemeint: dortigen) Markung und das \u00dcbrige im Bistum M\u00fcnster befinde. Der Antragsteller Franz Freiherr von Wimpffen verlangt dessen g\u00e4nzliche Rechtsabtretung und Verzicht s\u00e4mtlicher Erben und Erbnehmer auf jegliche Anspr\u00fcche. In welcher Weise letztlich dar\u00fcber befunden worden ist, bleibt offen.<\/p>\n<p>Entscheidend erscheint der Umstand, dass die hier gemachten genealogischen Angaben sich mit jenen fragw\u00fcrdigen der Kopie Nr. II und III decken. Bei dem die Angaben des Notars best\u00e4tigenden Domprobst von M\u00fcnster und gleichzeitig Pr\u00e4sident des Geheimen Rates (von 1764 \u2013 1782) des Namens FRIDERICH WILHELM VON B\u00d6SELAGER\u00a0(1713 \u2013 1782) d\u00fcrfte es sich um einen engen Verwandten der ersten Gattin des Adressaten der Urkunde FRANZ GEORG VON WIMPFFEN handeln, woraus sich das Vorliegen von Befangenheit und Nepotismus ableiten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Und dieses alles bez\u00fcglich der genealogischen Inhalte Gesagte gilt auch f\u00fcr jene solchen des nunmehr darzulegenden Kopieexemplares Nr. V. Dessen Betitelung zeigt an, dass es sich hier um eine Gesamt-Genealogie der Von Wimpffen handelt, die einen vollwertigen Ersatz f\u00fcr das auf nur eine Seite und somit auf die Darstellung der 1. Generation beschr\u00e4nkte Urkunden-Rudiment des Kopieexemplares Nr. I zu leisten imstande ist. Siehe dazu die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-177\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126a.jpg\" alt=\"126a\" width=\"1045\" height=\"1727\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126a.jpg 1045w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126a-182x300.jpg 182w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126a-768x1269.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126a-620x1024.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1045px) 100vw, 1045px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-178\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126b.jpg\" alt=\"126b\" width=\"1076\" height=\"1720\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126b.jpg 1076w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126b-188x300.jpg 188w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126b-768x1228.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126b-641x1024.jpg 641w\" sizes=\"(max-width: 1076px) 100vw, 1076px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-179\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126c.jpg\" alt=\"126c\" width=\"1075\" height=\"1665\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126c.jpg 1075w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126c-194x300.jpg 194w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126c-768x1190.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126c-661x1024.jpg 661w\" sizes=\"(max-width: 1075px) 100vw, 1075px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-180\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126d.jpg\" alt=\"126d\" width=\"1051\" height=\"1758\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126d.jpg 1051w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126d-179x300.jpg 179w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126d-768x1285.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126d-612x1024.jpg 612w\" sizes=\"(max-width: 1051px) 100vw, 1051px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-181\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T1.jpg\" alt=\"Transkription: Anmerkung: Die unregelm\u00e4\u00dfige Platzverteilung der Namen wurde der besseren Verst\u00e4ndlichkeit wegen etwas reguliert und jene der jeweils doppelt (in der Eltern- wie der Nachfolgenera- tion) aufgef\u00fchrten Stammtr\u00e4ger einschlie\u00dflich deren jeweiliger Gemahlin(nen) wieder durch Unterstreichung unter Beigabe der Generationenz\u00e4hlung in R\u00f6mischen Ziffern herausgehoben. Seite 1: Copia attestati \u00fcber das alte Hau\u00df und Her stammung der FreyHerren Von Wimpffen Voraus und oben befindet Sich derenselben nach beschreibung im Kayserlichen Diplomate f\u00fchrendes Wappen mit Schild, Helm, Farben und Figuren richtig abgemahlet Das uhraltes Haus der FreyHerrn Von Wimpffen stammt her aus Kayserlich Freyen Reichsstatt Wimpffen. Einer nahmens Heermann (I) Obrister unter den Kayserlichen truppen distinguirte Sich so durch sein tapferkeit und wohlverhalten, da\u00df ihn Carl der Vierte in Freyen Reichsadel Stand erhoben, und Zum freyen Reichs Ritter geschlagen, Seith selbiger Zeit an haben Sie sich FreyHerrn Von Wimpffen geschrieben und in unterschiedliche Branchen Zertheilet, wie folgent zu erfahrn ist. Heermann war Verheiratet mit Ludophica Von Keit (I), und hatt folgende Kinder erzogen Carolus Augustus Johannes Albertus Fridericus Bartholm\u00e4us gebohren Anno 1353 gebohren Anno 1354 gebohren ohne Descendenten Anno 1356 gestorben Carolus Augustus (II) war Verheiratet in N\u00fcrnberg Anno 1381 mit Maria Eva Freyin Von Ruseck (II) und hat folgende Kinder erzogen, Carolus Augustus der Zweite Fridericus Augustus Gebohren Anno 1383 gebohrn Anno 1385 Fridericus Augustus (III) war Verheiratet Anno 1415 mit Ludovica Theresia Von Wolffskeil (III) Joannes gebohren Anno 1418 Seite 2: Joannes (IV) ware Verheiratet Zu Hagenau in dem Elsas mit Barbara Von Rechtenbach (IV) Joannes der Zweite (V) gebohren Anno 1444 ware Verheiratet in N\u00fcrnberg Anno 1490 mit Barbara Von Knobelsdorff (V) Sebastianus gebohren Joannes der Dritte Anno 1492 gebohren Anno 1494 Joannes der dritte (VI) ware Verheiratet Anno 1520 mit Ludovica Gabriel Von Wildenstein (VI) Sebastianus der Zweiter gebohren Anno 1521 Sebastianus der Zweiter (VII) ware Verheiratet Anno 1545 mit Dorothe Suhsan Von Neustein (VII) Johannes Jacobus gebohren Anno 1547 Joannes Jacobus (VIII) ware Verheiratet Anno 1571 mit Maria Theresia Von Schwartzenberg (VIII) Sebastianus der Dritte Joan Friderich Joan Dieterich Gebohren Anno 1580 gebohren Anno 1581 gebohren Anno 1583 Johann Dietherich (IX) ware Verheiratet in N\u00fcrnberg 1617 mit Maria Von Rosenbach (IX) Caesar Augustus Joan Christoph Joannes der Vierte Gebohren Anno 1618 gebohren Anno 1619 gebohren Anno 1625 Seite 3: Joannes der Vierte (X) ware Verheiratet in Baden Durchlach (gemeint: Durlach) Anno 1654 mit einer Von Greiterin (X) Joannes georgius gebohren Anno 1656 den 30ten octobri Joannes georgius (XI) ware CammerHerr an Chur Pfaltzschen Hof, geheimder Rath und oberAmbtman Von Guttenberg, ware Verheiratet mit einer Von Weidman (XI), und nachmahls mit einer Von Zollern (XI) Von der Ersten Ehe Von der Zweiten Ehe Joannes Georgius Gustavus Leopoldus gebohren Anno 1689 Stattemeister Zu Hagenau Franciscus Ludovicus Gebohren Anno 1695 Joannes georgius (XII) hat sich Verheiratet Anno 1720 mit Dorothe Von Fouquerolli (XII), Er war lang CammerHerr bey dem K\u00f6nig in Pohlen, und ist wirklich (gemeint: Wirklicher) Geheimer Rath bey dem Regierenden Hertzog Von Zweybr\u00fccken, war auch oberAmbtman Von Guttenberg Wir F\u00fcrsten, und Grafen, FreyHerrn und Rittern des Heiligen R\u00f6mischen Reichs bescheinen, bekr\u00e4ftigen, verk\u00fcnden, und thun Zuwi\u00dfen jederm\u00e4nniglich, da\u00df der V\u00f6llige Inhalt obgemelter Genealogie der wahr heit gem\u00e4s und es Zu ersehen ist aus deren Nobili- tatis Notaminibus, so sich w\u00fcrklich noch in den N\u00fcrnbergischen Archiven befinden, wir auch durch andrer offentliche Urkunden, Stam Registeren des Heiligen R\u00f6mischen Reichs, und besonderlich der ber\u00fchmten Seite 4: Gronic Bernard Hertzoged Von Anno 1592 pa- gina 41 : 42: und 43 in f\u00fcnften Buche etc. bescheinen dabey, da\u00df das uhralte Hau\u00df der Frey Herrn Von Wimpffen in allen Zeiten unter die Vor- nembste Frey adeliche geschlechter des Heiligen R\u00f6mischen Reichs gehalten, und gez\u00e4hlt worden, und w\u00fcrklich noch gehalten und gez\u00e4hlt wird, und da\u00df Viele Von die sem alten geschlecht besonderlich die VorEltern des noch lebenden Joannis georgy (XII), und gustav Leo- pold Heereman (XII) gebr\u00fcdere bey Kaysern, und K\u00f6nigen, wie auch in allen H\u00f6fen al\u00df Cam- mer Herrn gestanden, und die Vornembste Chargen Vertretten. Demnach erkennen Wir obgedachter Johann Georg, und Gustav Leopold ihre Vorfahren und descen- denten weiblichen und m\u00e4nnlichen geschlechts Vor rin uhraltes Frey adeliches Haus Von Nahmen, und Wappen, welches Sie Von allen zeiten her ge- f\u00fchret, Wir da\u00dfselbe hieroben abgemahlt stehet, Urkunden, bescheinen, und bekr\u00e4ftigen dabey, da\u00df Jedermann bekannt ist, da\u00df dieses uhraltes Frey Adeliches Hau\u00df einen theil seiner OriginalTitres (Dokumenturschriften), Diplomata (Urkunden), Heyraths contracten (Heiratsveretr\u00e4ge), Theil register, (Teilungsregister) und andere schrifften Verloren, welche gleichfals anderen alten h\u00e4useren in dem dreysig j\u00e4hri gen Krieg einge\u00e4schert worden; Zu mehre rer Bekr\u00e4ftigung dieses innhalts haben Wir uns Aigenh\u00e4ndig unterschrieben, und mit unseren Hier bricht der Text ab, da die, wie anzunehmen, letzte Seite 5 fehlt.\" width=\"764\" height=\"1853\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T1.jpg 764w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T1-124x300.jpg 124w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T1-422x1024.jpg 422w\" sizes=\"(max-width: 764px) 100vw, 764px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-182\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T2.jpg\" alt=\"Transkription: Anmerkung: Die unregelm\u00e4\u00dfige Platzverteilung der Namen wurde der besseren Verst\u00e4ndlichkeit wegen etwas reguliert und jene der jeweils doppelt (in der Eltern- wie der Nachfolgenera- tion) aufgef\u00fchrten Stammtr\u00e4ger einschlie\u00dflich deren jeweiliger Gemahlin(nen) wieder durch Unterstreichung unter Beigabe der Generationenz\u00e4hlung in R\u00f6mischen Ziffern herausgehoben. Seite 1: Copia attestati \u00fcber das alte Hau\u00df und Her stammung der FreyHerren Von Wimpffen Voraus und oben befindet Sich derenselben nach beschreibung im Kayserlichen Diplomate f\u00fchrendes Wappen mit Schild, Helm, Farben und Figuren richtig abgemahlet Das uhraltes Haus der FreyHerrn Von Wimpffen stammt her aus Kayserlich Freyen Reichsstatt Wimpffen. Einer nahmens Heermann (I) Obrister unter den Kayserlichen truppen distinguirte Sich so durch sein tapferkeit und wohlverhalten, da\u00df ihn Carl der Vierte in Freyen Reichsadel Stand erhoben, und Zum freyen Reichs Ritter geschlagen, Seith selbiger Zeit an haben Sie sich FreyHerrn Von Wimpffen geschrieben und in unterschiedliche Branchen Zertheilet, wie folgent zu erfahrn ist. Heermann war Verheiratet mit Ludophica Von Keit (I), und hatt folgende Kinder erzogen Carolus Augustus Johannes Albertus Fridericus Bartholm\u00e4us gebohren Anno 1353 gebohren Anno 1354 gebohren ohne Descendenten Anno 1356 gestorben Carolus Augustus (II) war Verheiratet in N\u00fcrnberg Anno 1381 mit Maria Eva Freyin Von Ruseck (II) und hat folgende Kinder erzogen, Carolus Augustus der Zweite Fridericus Augustus Gebohren Anno 1383 gebohrn Anno 1385 Fridericus Augustus (III) war Verheiratet Anno 1415 mit Ludovica Theresia Von Wolffskeil (III) Joannes gebohren Anno 1418 Seite 2: Joannes (IV) ware Verheiratet Zu Hagenau in dem Elsas mit Barbara Von Rechtenbach (IV) Joannes der Zweite (V) gebohren Anno 1444 ware Verheiratet in N\u00fcrnberg Anno 1490 mit Barbara Von Knobelsdorff (V) Sebastianus gebohren Joannes der Dritte Anno 1492 gebohren Anno 1494 Joannes der dritte (VI) ware Verheiratet Anno 1520 mit Ludovica Gabriel Von Wildenstein (VI) Sebastianus der Zweiter gebohren Anno 1521 Sebastianus der Zweiter (VII) ware Verheiratet Anno 1545 mit Dorothe Suhsan Von Neustein (VII) Johannes Jacobus gebohren Anno 1547 Joannes Jacobus (VIII) ware Verheiratet Anno 1571 mit Maria Theresia Von Schwartzenberg (VIII) Sebastianus der Dritte Joan Friderich Joan Dieterich Gebohren Anno 1580 gebohren Anno 1581 gebohren Anno 1583 Johann Dietherich (IX) ware Verheiratet in N\u00fcrnberg 1617 mit Maria Von Rosenbach (IX) Caesar Augustus Joan Christoph Joannes der Vierte Gebohren Anno 1618 gebohren Anno 1619 gebohren Anno 1625 Seite 3: Joannes der Vierte (X) ware Verheiratet in Baden Durchlach (gemeint: Durlach) Anno 1654 mit einer Von Greiterin (X) Joannes georgius gebohren Anno 1656 den 30ten octobri Joannes georgius (XI) ware CammerHerr an Chur Pfaltzschen Hof, geheimder Rath und oberAmbtman Von Guttenberg, ware Verheiratet mit einer Von Weidman (XI), und nachmahls mit einer Von Zollern (XI) Von der Ersten Ehe Von der Zweiten Ehe Joannes Georgius Gustavus Leopoldus gebohren Anno 1689 Stattemeister Zu Hagenau Franciscus Ludovicus Gebohren Anno 1695 Joannes georgius (XII) hat sich Verheiratet Anno 1720 mit Dorothe Von Fouquerolli (XII), Er war lang CammerHerr bey dem K\u00f6nig in Pohlen, und ist wirklich (gemeint: Wirklicher) Geheimer Rath bey dem Regierenden Hertzog Von Zweybr\u00fccken, war auch oberAmbtman Von Guttenberg Wir F\u00fcrsten, und Grafen, FreyHerrn und Rittern des Heiligen R\u00f6mischen Reichs bescheinen, bekr\u00e4ftigen, verk\u00fcnden, und thun Zuwi\u00dfen jederm\u00e4nniglich, da\u00df der V\u00f6llige Inhalt obgemelter Genealogie der wahr heit gem\u00e4s und es Zu ersehen ist aus deren Nobili- tatis Notaminibus, so sich w\u00fcrklich noch in den N\u00fcrnbergischen Archiven befinden, wir auch durch andrer offentliche Urkunden, Stam Registeren des Heiligen R\u00f6mischen Reichs, und besonderlich der ber\u00fchmten Seite 4: Gronic Bernard Hertzoged Von Anno 1592 pa- gina 41 : 42: und 43 in f\u00fcnften Buche etc. bescheinen dabey, da\u00df das uhralte Hau\u00df der Frey Herrn Von Wimpffen in allen Zeiten unter die Vor- nembste Frey adeliche geschlechter des Heiligen R\u00f6mischen Reichs gehalten, und gez\u00e4hlt worden, und w\u00fcrklich noch gehalten und gez\u00e4hlt wird, und da\u00df Viele Von die sem alten geschlecht besonderlich die VorEltern des noch lebenden Joannis georgy (XII), und gustav Leo- pold Heereman (XII) gebr\u00fcdere bey Kaysern, und K\u00f6nigen, wie auch in allen H\u00f6fen al\u00df Cam- mer Herrn gestanden, und die Vornembste Chargen Vertretten. Demnach erkennen Wir obgedachter Johann Georg, und Gustav Leopold ihre Vorfahren und descen- denten weiblichen und m\u00e4nnlichen geschlechts Vor rin uhraltes Frey adeliches Haus Von Nahmen, und Wappen, welches Sie Von allen zeiten her ge- f\u00fchret, Wir da\u00dfselbe hieroben abgemahlt stehet, Urkunden, bescheinen, und bekr\u00e4ftigen dabey, da\u00df Jedermann bekannt ist, da\u00df dieses uhraltes Frey Adeliches Hau\u00df einen theil seiner OriginalTitres (Dokumenturschriften), Diplomata (Urkunden), Heyraths contracten (Heiratsveretr\u00e4ge), Theil register, (Teilungsregister) und andere schrifften Verloren, welche gleichfals anderen alten h\u00e4useren in dem dreysig j\u00e4hri gen Krieg einge\u00e4schert worden; Zu mehre rer Bekr\u00e4ftigung dieses innhalts haben Wir uns Aigenh\u00e4ndig unterschrieben, und mit unseren Hier bricht der Text ab, da die, wie anzunehmen, letzte Seite 5 fehlt.\" width=\"852\" height=\"1493\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T2.jpg 852w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T2-171x300.jpg 171w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T2-768x1346.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/126T2-584x1024.jpg 584w\" sizes=\"(max-width: 852px) 100vw, 852px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Y 7a, Y 7b, Y 7c und Y 7d: Kopieexemplare Nr. V (mit anschlie\u00dfender Transkription) einer ca. 1763\/64 entstandenen \u201eCopia attestati (= Bezeugten Vervielf\u00e4ltigung) \u00fcber das alte Hau\u00df und Herstammung der FreiHerrren Von Wimpffen &#8230;\u201d mit dem oben aus dem kaiserlichen Diplom entnommenem Wappen mit Schild, Helm, Farben und Figuren, das allerdings hier wie auch die letzte Seite mit Abschlusstext fehlt und somit sich hier ohne Datierung, Siegel und die Unterschrift des Ausstellers, n\u00e4mlich des Regierenden Grafen Philipp Ferdinand zu Limburg, Bronkhorst in Styrum etc., darbietet<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch wenn hier die letzte Seite fehlt und so die Datierung und der Urheber unbezeugt bleiben, so besteht kein Zweifel, dass hinter diesem Text die Person des VON GOTTES GNADEN F\u00dcRSTEN UND REGIERENDEN GRAFEN VON LIMBURG UND BRONKHORST IN STYRUM etc. zu suchen und das Datum der Ausfertigung in die n\u00e4chste N\u00e4he der Jahre 1763\/64 zu legen ist. Denn der Vergleich mit den Kopieexemplaren Nr. IV ergibt eine \u00dcbereinstimmung in dreifacher Weise:<\/p>\n<p>1. Beide sind vom gleichen Scribenten gefertigt,<br \/>\n2. ist beider Inhalt auf die Vorfahren des Adressaten FRANZ GEORG VON WIMPFFEN gerichtet und<br \/>\n3. decken sich die auf die einzelnen Glieder der Vorfahrenkette gerichteten Aussagen voll und ganz.<\/p>\n<p>Diese nunmehr hier vorliegende Gesamtgenealogie greift \u00fcber insgesamt 12 Generationen hinweg, beginnend mit dem angeblichen Stammvater HEERMANN (VON WIMPFFEN) OBRISTER der I. Generation und endend mit JOANNES GEORGIUS (VON WIMPFFEN) der XII. Generation, dem Vater des FRANZ GEORG VON WIMPFFEN der Generation XIII. Neben dem jeweiligen Stammtr\u00e4ger erscheinen jetzt noch die Frau bzw. ggfls. Frauen, au\u00dferdem die in der Regel gegebenen m\u00e4nnlichen Geschwister derselben, dazuhin in fast jedem Fall das Geburts- sowie ggfls. auch Eheschlie\u00dfungsjahr. Die Namen der Stammtr\u00e4ger erscheinen jeweils doppelt, weil diese zuerst auch in der vorausgehenden Generationsebene der jeweiligen m\u00e4nnlichen Nachkommen aufgef\u00fchrt sind. Dar\u00fcber hinaus gehende Angaben erfolgen nur im Falle der Generation I des sog. HEERMANN (VON WIMPFEN) in Gestalt der kurzen Beschreibung dessen Lebensgangs genau nach Art und Inhalt der vorausgehend vorgestellten Kopieexemplare Nr. I \u2013 III; das ist: Darlegung dessen angeblichen Metiers des Obristen bei den kaiserlichen Truppen, Erhebung wegen Tapferkeit und Wohlverhalten durch Kaiser Karl IV. in den Adelsstand des Reichsfreiherren sowie in den Ritterstand, zum Schluss Hinweis auf den dessen Geschlecht durch die Rittererhebung zugekommen sein sollenden Adelsnamen Von Wimpffen. Demgegen\u00fcber beschr\u00e4nkt sich ab der Generation II die Namensnennung jeweils auf den stets in lateinisierter Form wiedergegebenen Vornamen, womit wohl bedeutet werden sollte, dass diese Namen aus alten Urkunden, die sich ja in der Regel der lateinischen Sprache bedienten, hervorgeholt seien, um somit den Eindruck der Richtigkeit und Wahrhaftigkeit bef\u00f6rdern zu helfen. Ins Auge springt auch die den letztgenannten zwei Generationen XI und XII, d. h. der Gro\u00dfvater- und Vatergeneration des Adressaten FRANZ GEORG VON WIMPFFEN, beigegebenen (gleichartigen) Berufsbezeichnungen Kammerherr von Pfalz-Zweibr\u00fccken sowie Geheimer Rat und Oberamtmann von Guttenberg sowie im Falle des einen Onkels des Vorgenanntnen namens GUSTAVUS LEOPOLDUS Stattmeister zu Hagenau.<\/p>\n<p>Die letztgenannten (immerhin als stimmig zu betrachtenden) Betitelungen sollen wie auch an sp\u00e4terer Stelle der Hinweis, dass <em>\u201ediese gebr\u00fcdere bey Kaysern, und K\u00f6nigen, wie auch in allen H\u00f6fen al\u00df Cammer Herrn gestanden, und die Vornembste Chargen Vertretten\u201d\u00a0<\/em>den Aufstieg des Geschlechtes der Von Wimpffen demonstrieren. Wenn aber zuvor zur Versicherung und Bekr\u00e4ftigung der Stimmigkeit der aufgef\u00fchrten Gesamt-Genealogie von in den N\u00fcrnberger Archiven vorhandenen \u201eNobilitatis Notaminibus\u201d (gemeint: Adelsbriefen) und anderen \u00f6ffentlichen Urkunden, Stammregistern des Heiligen R\u00f6mischen Reiches und besonderlich der ber\u00fchmten Chronik des Bernart Hertzog von 1592, Seite 41, 42 und 43 im f\u00fcnften Buche etc. die Rede ist und danach konstatiert wird, dass das uralte Haus der Freiherren von Wimpffen in allen Zeiten zu den vornehmsten Geschlechtern des Heiligen R\u00f6mischen Reiches gez\u00e4hlt worden sei und wirklich noch gehalten werde, so erscheint die Qualifikation \u201euralt\u201d (im Sinne von zumindest mittelalterlich) insofern unrichtig, als diese nachgewiesenerma\u00dfen ja urspr\u00fcnglich den b\u00fcrgerlichen Namen HERMANN getragen haben, denen als N\u00fcrnberger B\u00fcrgerlichen und Angeh\u00f6rigen der sog. Ehrbarkeit mit seit dem Jahr ihrer Einwanderung aus Augsburg 1512 angef\u00fcgter Herkunftsbezeichnung VON WIMPFFEN ein (b\u00fcrgerschaftliches!) Wappen erst 1555 und der freiherrliche Adelsrang ja erst 1658, d. h. nicht im Mittelalter, sondern in der fr\u00fchen Neuzeit zusammen mit einer sog. Wappenbesserung durch die Hinzugabe einer Krone zugesprochen worden ist. Und wenn nun auch die \u201eber\u00fchmte\u201d Chronik des Bernart Hertzog von 1592 mit den Seiten 41 \u2013 43 des f\u00fcnften Buches ins Feld gef\u00fchrt wird, so muss darauf hingewiesen werden, dass deren Untauglichkeit als Beweisst\u00fcck schon im 15. Jahrhundert oder gar schon fr\u00fcher bestandenen alten Adels bereits in Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans dargelegt worden ist, zumal auch dort nur auf Seite 43 und nichts auf den Seiten 41 und 42 \u00fcber den dort aufgef\u00fchrten sog. HANS I. des 15. Jahrhunderts zu finden ist. Jetzt ist auch aufgedeckt, woher Wurzbach, der aus dieser Chronik auch entnommen haben will, dass sein JOHANN oder HANS I. <em>\u201esich &#8230; durch seine namhaften Ritterz\u00fcge und seine Belagerung der Veste Lindbronn im Elsa\u00df im Jahre 1450, ferner aber auch durch seine merkw\u00fcrdigen Reisen in Frankreich und Italien ber\u00fchmt gemacht\u201d<\/em>, sein Wissen hergeholt hat, wobei die letzte auf dessen angebliche Reisen bezogene Partie Wurzbachs hinzugebrachte ureigene Erfindung sein d\u00fcrfte. Und wenn dann noch am Schluss entschuldigend angef\u00fcgt ist, dass dieses uralte freiadlige Haus einen Teil seiner Dokument-Urschriften, Urkunden, Heiratsvertr\u00e4ge, Teilungsverzeichnisse und andere Schriften dadurch verloren habe, dass diese &#8211; genau wie bei anderen alten Adelsh\u00e4usern &#8211; im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg einge\u00e4schert worden seien, so mag das zwar stimmen. Doch kann es sich bei diesem verloren gegangenen Urkundenmaterial in seiner Gesamtheit in keinem Fall um Adelsurkunden und bei den aufgef\u00fchrten Personen, ebenso wie durchweg, um es noch einmal zu sagen, bei den erheirateten Frauen, keineswegs um Adlige gehandelt haben. Denn die Adelseigenschaft und das \u201eVon Wimpffen\u201d\u00a0im Sinne von jetzt nicht mehr nur einer Herkunfts-, sondern einer Adelsbezeichnung, ist diesen ja, um das wieder und wieder schon Gesagte noch einmal herauszutellen, erst 1658, d. h. zehn Jahre nach dem Ende dieses Krieges, zugekommen.<\/p>\n<p>Somit muss man schlussendlich den fraglos richtigen Schluss ziehen, dass die sog. Herrren Traiteure, gleich, ob diese sich auf den HERRN VON ZIGESAR oder auf KERSTEN VON KERSTENSTEIN oder andere Quellen zu st\u00fctzen suchen, mit ihren s\u00e4mtlichen Angaben neben der Realit\u00e4t lagen. Dazu kommt dann noch, dass die Herren Adepten AUBERT DES BOIS oder CELLARIUS-GOLDTBEEG oder auch KNESCHKE und vor allem schlussendlich auch VON WURZBACH, andienungs- und ehrgeizhalber noch t\u00fcchtig dazufabuliert haben. Und dass der Letztgenannte rund 12 \u00bd Jahrzehnte nach dieser \u201eCopia attestati\u201d der beginnenden 1760er Jahre keine Hemmungen hatte, weiteres Unstimmiges bez\u00fcglich der vorausgehenden Jahrhunderte zur\u00fcck fast bis zur Jahrtausendwende hinzuzuspinnen, wird, wie bereits angek\u00fcndigt, noch im Endkapitel Z. R\u00fcck- und Weiterschau auszubreiten sein.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei: Dass auch bei dieser \u201eCopia attestati\u201d die Namensangaben \u00fcber die Generationen I \u2013 VIII und dazuhin die vermeldeten Geburtsjahre sogar der Generationen IX \u2013 XI nachweislich und somit v\u00f6llig zweifelsfrei in keiner Weise der Realit\u00e4t entsprechen, indem diese alle um eine ganze Generation zu fr\u00fch eingeordnet sind, alles das soll hier noch einmal stichwortartig gegen\u00fcberstellend in Tabellenform durch Vergleichung mit den unbezweifelbar stimmigen Angaben der zweitgenannten Autorengruppe \u00a0ausgebreitet werden. Siehe dazu die nachfolgende<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Tabellarische Vergleichung<\/strong>:<br \/>\nAnmerkung:<br \/>\nDie Stammtr\u00e4ger und deren Frauen sind jeweils durch Unterstreichung herausgehoben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/126x_Y_Georgs_Zweig_Tabellarische_Vergleichung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1358 size-full\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/126x_Y_Georgs_Zweig_Tabellarische_Vergleichung.jpg\" alt=\"Z\u00c4H- GENERATIONENFOLGE GENERATIONENFOLGE Z\u00c4HLUNG in Darlegung der in Darlegung der LUNG der vorstehend insbesondere aus N\u00fcrnberger der Ge- Genera- gezeigten \u00fcbereinstimmenden Urkunden gewonnenen neratiotionen gro\u00dfteils unzutreffenden zuverl\u00e4ssigen nen nach nach Angaben Ergebnissen dem Aubert der Kopienexemplare I - V des Stammbaumes von J. W. St\u00f6r Stamm- Des Bois der Jahre 1760 - 1764, (1750\/60) baumvon (1778), mit denen und der Darlegungen von St\u00f6r (ca. dem von Aubert Des Bois (1778), G. E. Waldau 1750\/60) Gotha im Gotha (1853) und von Kneschke (1853) (1787) und der und sowie C. von Wurzbach (1888) sowie von Genealo- Knesch- korrespondieren und die nachverfolgbar sind L Sporhan-Krempel gischen ke (1853) in der vorstehenden (1980\/84), Abhandsowie Transkription des Kopienexemplars Nr. V nachverfolgbar am besten lung von Wurz- sowie in der I. und II. Stammtafel von Wurzbach im Stammbaum von J. W. St\u00f6r Sporhanbach (siehe Abb. 14 und Abb. 34) (siehe Abb. 13 und Abb. 3ID Krempel (1888) (1980\/84} Heermann Sigmund H\u00f6rman von Wim12ffen (von WimJ;1ffen} Ritter Obrister verh. mit Agnes Bracherin I von Kaiser Karl IV. zum Ritter geschlagen und (laut dem Stammbaum von J. W St\u00f6r) 1 in den Stand der Reichsfreiherren erhoben Sigmund Hermann gest. 1393 der Ehrbarkeit angeh\u00f6rig u. Kaufmann; verh. mit verh. mit Agnes Pracherin Ludophica Von Keit (laut Abhandlung v. Sporhan-Krempel} Joannes Carolus Augustus Fridericus u. a. Albertus geb. Bartholom\u00e4us Lienherd bzw. Leonhard geb. 1354 1353 geb. 1356 Kaufmann 2 II verh. mit verh. mit Maria Eva F re~i n Von Ruseck Anna Entzin bzw. Barbara Entzingin Heinrich (der \u00c4ltere), Carolus AuQustus d. Zweite- Fridericus Augustus verh. mit 3 III geb. 1383 ~rh. 1415 gab. 1385 Anna Reiterin ---- mit u. a. Ludovica Theresia Von Wolffskeil Heinrich (der J\u00fcngere} Joannes Femh\u00e4ndler, wird 1515 in N\u00fcmberg IV geb. 1418 B\u00fcrger u. Genannter d. Gr\u00f6\u00dferen Rats 4 verh. in Hagenau im Elsass verh. mit mit Ursula Daxin Barbara Von Rechtenbach ------- Joannes der Zweite u. a. geb. 1444 Dominicus bzw. Dominik V verh. in N\u00fcmberg1490 verf\\ ~ mit in N\u00fcmberg mit Barbara Von Knobelsdorff Ursula Groland(in} 5 Sebastianus und Joannes der Dritte bekommt 1555 vom Kaiser ein VI geb. 1492 J geb. 1494 Widderwappen verliehen, verh. 1520 ertrunken 1556 in N\u00fcmberg mit im Tullnauer Weiher Ludovica Gabriel(a) Von Wildenstein ----- - Sebastianus der Zweiter u. a. VII geb. 1521 Niklas, geb. 1539, und verh. 1545 Christoff bzw. ChristoJ;1h (der \u00c4ltere) mit geb. 1552 6 Dorothe Suhsan Von Neustein verh. 1577 mit Johannes Jacobus Regina B\u00f6heimin bzw. Regina Beheim geb. 1547 -- VIII verh. u. a. 1571 Christoff bzw. Christooh (der J\u00fcngere} mit verh. 1607 mit 7 Maria Theresia von Schwertzenberg Anna Maria Semler(in) Sebastianus der Dritte Joan Friderich - geb. 1580 geb .. 1581 u. a. Joan Dieterich Johann Friedrich - Johann Dietrich geb. 1583 geb. 1615 geb. 1616 verh. 1617 in N\u00fcmberg verh. mit: mit 1645: 1660: IX Maria von Rosenbach 1. Susanna Catharina 1. Maria Magdalaut Wurzbach F\u00fcrlegerin lena L\u00f6ffelmit: 2. Susanna Kre\u00dfin holtzin bzw. 1. Maria Magdalena von L\u00f6ffelholtz zu Goiberg bzw. Kress von L\u00f6ffelholz von 8 2. Maria Bartholomea von L\u00f6ffelholtz zu Goiberg Kressenstein Goiberg 3. Sabine von Crem;__.----. 2. Katharina 4. Anna von Rosenba Barbara L\u00f6f- Caesar Augustus k'&quot; Joan Christoph felholzin bzw. geb.1618 Joan der Vierte geb. 1619 L\u00f6ffelholz v. geb. 1625 Goiberg verh. 1656 in Baden-Durlach &quot;' X mit einer 1. Johann Jacob 1. Susanna Von Greiterin geb. 1646 Maria lt. Wurzbach Johann Paul verh. mit 2. Georg Abraham 2. Maria Salome Kreiter auf Dietsch geb. 1648 Magdalena 3. Han\u00df Christoff 3.Johann Joannes Georgius (lt. Wurzbach: 1.) (Johann Christoph) Paulus geb. 30. 10. 1656, geb. 1652 9 Kammerherr am Kurpf\u00e4zischen Hof, 4. Han\u00df Carl (Johann Carl} Geheimer Rat und Oberamtmann geb. 1654; dieser kam in Pf\u00e4lzische von Guttenberg, Dienste, wurde Zweibr\u00fcckischer Gehei- XI mer Rat und Oberamtmann zu Gutten- verheiratet mit einer Von Weidmann berg und war verh. und nachmals mit in 1. Ehe mit Katharina von Weidmann, einer Von Zollern in 2. Ehe mit Eva von Zollem. von der 1. Ehe: von der 2. Ehe: Ab hier werden die Stammtr\u00e4ger auf Joannes Georgius \u2022 Gustavus Leopoldus der Grundlage der Selbstbiografie des geb. 1689 Stattmeister zu Hagenau Fram;:ois Louis de Wimpffen Franciscus Ludovicus * lautVVurzbach: Johann weitergef\u00fchrt: geb. 1695 Georg II., geb. 02. 07. 1689 Johann Georg XII Der Erstgenannte war lange Kammerherr bei dem geb. 02. \u00b707. 1689 10 K\u00f6nig in Polen und ist Wirklicher Geheimer Rat kam in die Dienste der Pfalz, wurde bei dem Regierenden Herzog von Zweibr\u00fccken, Pfalz-Zweibr\u00fcckischer Geheimer Rat war auch Amtmann von Guttenberg; und Oberamtmann von Guttenberg verh. 1720 mit verh. mit Dorothe Von Fouquerolli Dorothee de Fouquerolle Hinzugef\u00fcgt sind hier abschlie\u00dfend noch die Personalien des Adressaten der linksseitg dargelegten Von Wimpffen-Genealogie, welcher der siebt\u00e4lteste Sohn XI II des vorstehenden EheJ;1aares Johann Geom und Dorothee von Fouguerolle gewesen ist: 11 Frantz Georg von Wim12ffen 1735-1816\" width=\"855\" height=\"2000\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/126x_Y_Georgs_Zweig_Tabellarische_Vergleichung.jpg 855w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/126x_Y_Georgs_Zweig_Tabellarische_Vergleichung-128x300.jpg 128w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/126x_Y_Georgs_Zweig_Tabellarische_Vergleichung-438x1024.jpg 438w\" sizes=\"(max-width: 855px) 100vw, 855px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zwar geht die von F\u00dcRST UND REGIERENDEM GRAFEN VON LIMBURG etc. veranlasste Gesamt-Genealogie der Von Wimpffen von ca. 1763\/64 ab Generation XII mit derjenigen des Stammbaumes St\u00f6r von ca. 1750\/60 sowie der Abhandlung von Waldau von 1787 und auch derjenigen von Sporhan-Krempel von 1980\/84 bez\u00fcglich Generation 10 und damit der Person des Vaters des Adressaten FRANZ GEORG VON WIMPFFEN namens JOHANN GEORG VON WIMPFFEN, geb. am 02. 07. 1689, doch mit Ausnahme der unrichtigerweise dessen Namen bei Wurzbach zugeordneten Z\u00e4hlung \u201eII.\u201d, zusammen. Auch steht es au\u00dfer Zweifel, dass auf die Angaben der II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach ab der Generation XII bedingt und ab Generation XIII, von gelegentlichen datumm\u00e4\u00dfigen Kleinigkeiten abgesehen, nunmehr inhaltlich so gut wie voll Verlass ist. Dass jedoch die in der Gesamt-Genealogie von ca. 1763\/64 aufgef\u00fchrten Angeh\u00f6rigen der vorangehenden Generationen XI, X und IX wie auch diejenigen der in dessen I. Stammtafel angegebenen solchen der vorausgehenden Generation VIII bis zur\u00fcck zu I als irrelevant betrachtet werden m\u00fcssen, ist damit zu erkl\u00e4ren, dass diese voll und ganz der vorstehend linksseitig eingebrachten \u201eCopia Attestati\u201d von ca. 1763\/64 entsprechen, die Wurzbach wie seinen Vorg\u00e4ngern zusammen mit den in den Kopieunterlagen aufgezeigten Dokumenten als Wegweiser gedient haben d\u00fcrfte und ihrerseits in keinerlei Weise als tauglich im Sinne wissenschaftlicher Sachrichtigkeit zu bewerten sind.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die im Gesamt der voranstehenden Kapitel gef\u00fchrten Darlegungen sowie auf die vorliegende \u201eTabellarische Vergleichung\u201d er\u00fcbrigt es sich zwar, weitere Begr\u00fcndungen zum Nachweis der \u00fcberwiegenden Untauglichkeit s\u00e4mtlicher Kopienexemplare Nr. I \u2013 V zu geben. Dennoch sei zur St\u00fctzung der Beweisf\u00fchung, ausgehend vom Adressaten FRANZ GEORG VON WIMPFFEN (1735 \u2013 1816) und r\u00fcckschreitend in der Zeitleiste, punktuell noch Folgendes herausgestellt:<\/p>\n<ol>\n<li>Der Gro\u00dfvater des Adressaten war nicht, wie aus Gen. IX abzuleiten, ein 1656 geborener JOANNES GEORGIUS (bei Wurzbach: JOHANN GEORG I.), sondern, wie Gen. 9 zeigt, JOHANN CARL (HAN\u00df KARL), geb. 1654 und (hierin \u00fcbereinstimmend) Kurpfalz-Zweibr\u00fcckenscher Geheimer Rat und Oberamtmann von Guttenberg, verheiratet zun\u00e4chst mit KATHARINA VON WEIDMANN, dann mit EVA VON ZOLLERN, d. h. mit eben jenen Frauen, welche die \u201eCopia attestati\u201d und auch Wurzbach unrichtigerweise ihrem JOANNES GEORGIUS bzw. JOHANN GEORG I. zuweisen. Kaum zu glauben, dass sich FRANZ GEORG VON WIMPFFEN \u00a0mit den Angaben dieser \u201eCopia attestati\u201d &#8211; ob bewusst oder ob nichtsahnend, das mag offenbleiben &#8211; einen falschen Gro\u00dfvater \u201eaufbinden\u201d lie\u00df!<\/li>\n<li>Der Urgro\u00dfvater und die Urgro\u00dfmutter des FRANZ GEORG waren nicht, wie aus der \u201eCopia attestati\u201d Generation IX abzuleiten, ein angeblich 1583 (statt richtigerweise 1616) geborenerr JOAN DIETERICH VON WIMPFFEN und die angeblich 1617 von diesem erheiratete MARIE VON ROSENBACH, sondern des Letztgenannten 1615 (statt falscherweise 1581) geborener \u00e4lterer Bruder JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN und die von diesem in erster Ehe 1645 geheiratete SUSANNA CATHARINA F\u00dcRLEGER. Was bereits schon mehrfach gesagt wurde, soll hier noch einmal wiederholt werden: Es besteht der sichere Verdacht, dass die Nachwelt &#8211; und zwar die Genealogen wie die Von Wimpffen selbst &#8211; jedwede Erinnerung an den so herabgesunkenen und so unehrenhaft ums Leben gekommenen JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN (1615 \u2013 1668) zu tilgen suchten! Letztlich wohl nur so ist es auch zu verstehen, dass dessen j\u00fcngerer Bruder JOHANN DIETRICH VON WIMPFFEN (1616 \u2013 1679) sp\u00e4ter f\u00e4lschlicherweise in der Genealogie der Von Wimpffen offiziell (siehe in der I. Stammtafel die unrichtige Kennzeichnung desselben als Begr\u00fcnder des sog. \u201eJ\u00fcngeren Hauptastes\u201d) als derjenige erscheint, \u00fcber den die Von Wimpffen zu einem als Milit\u00e4rs hochger\u00fchmten und hochber\u00fchmten Adelsgeschlecht geworden und dazuhin teilweise in den Grafenrang aufgestiegen sind!<\/li>\n<li>Der Ururgro\u00dfvater und die Ururgro\u00dfmutter des Franz Georg von Wimpffen, hie\u00dfen nicht, wie aus Gen. VIII abzuleiten, JOANNES JACOBUS VON WIMPFFEN, geb. 1557, und die angegebene 1571 erheiratete MARIA THERESIA VON SCHWARTZENBERG, sondern, wie bereits mehrfach belegt, CHRISTOPH VON WIMPFFEN und nach dessen 1607 erfolgten Heirat ANNA MARIA SEMLER. Mit solch irriger Zuordnung war offenbar auch der Traditionsfaden nach N\u00fcrnberg und damit hin zu jenem Ort v\u00f6llig abgerissen, wo nach der Einwanderung des von Augsburg her gekommenen HEINRICH HERMANN DEM J\u00dcNGEREN der Generation 4 des Jahres 1512 der Nachname HERMANN durch die Herkunftsbezeichnung \u201eVON WIMPF(F)EN\u201c Erweiterung fand und dieser 1515 als B\u00fcrger sowie als Genannter des Gr\u00f6\u00dferen Rates erscheint und schlie\u00dflich im Jahr 1658, d. h. nach knapp anderthalb Jahrhunderten, die Nachkommen in der 8. Generation aus dem (Zweiten) Stand der N\u00fcrnberger sog. Ehrbarkeit in den freiherrlichen Reichsadelsstand aufgestiegen sind und das \u201eVon Wimpffen\u201c nunmehr zum Adelsnamen geworden war. Man hat offenkundig, um weitere illustre Vorahnen vorzeigen zu k\u00f6nnen, nunmehr kurzerhand die l\u00fcckenschlie\u00dfende Phantasie walten lassen.<\/li>\n<li>Somit kann der Herkunftsfaden niemals \u00fcber einen SEBASTIANUS DEN ZWEITEN der Generation VII, dann zur\u00fcck zu JOANNES DEN DRITTEN der Generation VI, sodann JOANNES DEM ZWEITEN der Generation V usf. bis zur\u00fcck zu einem HEERMANN OBRISTER der Generation I gelaufen sein, sondern nur so, wie es rechterhand davon die Nennungen bei Generation 6 bis zur\u00fcck nach 1 aussagen und wo bei Generation 4 der nachgewiesene N\u00fcrnberg-Auswanderer HEINRICH DER J\u00dcNGERE und davor der ebenso mit Sicherheit existent gewesene HEINRICH DER \u00c4LTERE der Generation 3 etc. erscheinen.<\/li>\n<li>Bez\u00fcglich der Generation I, d. h. des Ahnvaters, ist mit der Nennung von HEERMANN, OBRISTER, der diesem von dem HERRN VON ZIGESAR sowie E. S. VON KERSTEN VON KERSTENSTEIN vorangestellte Vorname SIGISMUND zu vermissen, w\u00e4hrend dieser sowohl bei St\u00f6r als auch bei Sporhan-Krempel jeweils denn doch in deren Generation 1 erscheint, wobei St\u00f6r hier unkritisch die Familientradition der Ritter- und Adelserhebung durch Kaiser Karl IV. des Jahres 1373 dadurch best\u00e4tigt, dass er am Beginn seines Stammbaumes diesen als r\u00fcstungsberwehrten Ritter, benamt mit SIGMUND H\u00d6RMAN VON WIMPFFEN und noch beigegeben <em>\u201evixit <\/em>(d. h. lebte) <em>A:<\/em> (im Jahr) <em>1377\u201d,<\/em>\u00a0darstellt und diesem (richtigerweise), \u201eAGNES BRACHERIN\u201d\u00a0als Gattin zuordnet. Was die diesen Ahnherrn betreffenden Aussagen von L. Sporhan-Krempel betrifft, so findet sich dieser Name der Frau zwar dort wieder; doch ist alles andere \u00fcber diesen Berichtete durch deren \bbereits in Kapitel B. Sagenahn dargelegten S\u00e4tze mit Recht in Zweifel gestellt: <em>\u201eDie Familientradition berichtet, Sigmund habe mit Erlaubnis Kaiser Karls IV., der ihn 1373 zum Ritter geschlagen habe, den Namen \u201avon Wimpffen\u2019 angenommen. Das ist aber sehr zweifelhaft. In ihren Augsburger Jahren nennen sich die Mitglieder der Familie immer nur Hermann. So findet man sie auch in den genealogischen Aufstellungen. Sigmund war mit einer Agnes Pracherin verheiratet, er geh\u00f6rte wohl der Ehrbarkeit an und trieb Handel.\u201d<\/em><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Was die am Schluss zwischen der Generationen-Z\u00e4hlung nach der \u201eCopia attestati\u201d sowie deren Adepten gegen\u00fcber jener nach St\u00f6r sowie Sporhan-Krempel bestehende Differenz von \u20132 betrifft, so kommt diese, wie bereits ausf\u00fchrlichst dargelegt, dadurch zustande, dass bis hin zum Br\u00fcderpaar JOHANN FRIEDRICH und JOHANN DIETRICH bei den Erstgenannten fehlerhafterweise 9, bei den Zweitgenannten richtigerweise nur 8 Generationen aufgef\u00fchrt sind und bez\u00fcglich der Generationen XI und XII der erstgenannten Gruppe eine fehlerhafte Doppelnennung (siehe sowohl in der Copia attestati wie bei Wurzbach die unrichtige zweifache Auff\u00fchrung eines JOANNES GEORGIUS, d. h. eines JOHANNN GEORG I. und eines JOHANN GEORG II.) vorliegt.<br \/>\n<span style=\"text-align: center;\"><br \/>\nNunmehr sei nach dieser \u00fcberlangen Einschiebung, welche die Herkunft des der<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a011d &#8211;<br \/>\nentstammenden<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">FRANZ GEORG VON WIMPFFEN<\/span><br \/>\n(1735 \u2013 1816),<\/p>\n<p>des Begr\u00fcnders des sog. d) Georgs-Zweigs, und gleichzeitig auch das Werden des Von-Wimpffen-Geschlechtes in seiner Gesamtheit kritisch analysiert, die am Anfang begonnene Darlegung dessen Lebensganges weitergef\u00fchrt und zu Ende gebracht:<br \/>\nIm Jahr 1765, also im Nachjahr der Ausstellung der letztgezeigten Urkunde, kauft dieser den s\u00fcdlich von H\u00f6chst\u00e4dt (unweit Neuburg, der Residenz der Neuburger Linie der Wittelsbacher) zur Donau hin gelegenen bescheidenen Adelssitz (\u201eHofmarch oder befreyter Sitz\u201d) Mollberg von dem aus der Rheinpfalz stammenden JOHANN WILHELM VON PHUL, nimmt die Landsassenpflicht an und wird jetzt Untertan des bayrischen Kurf\u00fcrsten. Der Name dieser Gutsherrschaft leitete sich von dem an diese angelehnten waldbewachsenen steilh\u00fcgelartigen sog. Mollberg unweit der Donau ab, auf dem einst eine heute spurlos verschwundene Burg gestanden hatte. Statt jedoch, wie urspr\u00fcnglich beabsichtigt, auf der ein kleines Schloss- sowie ein Wirtschaftsgeb\u00e4ude und einen kleinen Park bergenden 5 Tagewerk umfassenden landwirtschaftlichen Fl\u00e4che sich dem Landbau zu widmen und seiner Familie einen standesgem\u00e4\u00dfen Edelsitz zu bieten, auch seine von der Pfalz her bestehenden Verbindungen zu den Wittelsbachern zu festigen, bezieht er das Gut Mollberg nicht und ver\u00e4u\u00dfert dieses f\u00fcr 4.000 Gulden bald wieder an den Kurf\u00fcrsten von Bayern. Von diesem wird die Edelmannsfreiheit dieses Gutes aufgehoben und der Besitz aufgeteilt verkauft, der um 1780 nur noch einen Bauern sowie einen Fischer und M\u00fcller beherbergt. Franz Georg von Wimpffen bem\u00fcht sich demhingegen, wie sein laut Dr. Hans H. von Wimpffen erhalten gebliebener umf\u00e4nglicher Briefwechsel mit insbesondere Staatskanzler Kaunitz und Kurf\u00fcrst Maximilian zeigt, daf\u00fcr jetzt in \u00f6sterreichische Milit\u00e4rdienste zu treten und sich f\u00fcr den Kaiser zu bem\u00fchen. Nachdem er 1771 aus den Diensten Frankreichs endg\u00fcltig entlassen wird, zieht er 1772 mit seiner Familie weit weg ins ungarische Siebenb\u00fcrgen und \u00fcbernimmt dort zun\u00e4chst das ihm \u00fcbertragene Kommando des die \u00f6stliche Grenze des Habsburgerreiches sch\u00fctzenden und aus Einheimischen der Landschaft Szekely bestehenden Husarenregimentes, das 1769, benannt nach der dortigen Landschaft Szekely, den Namen Szekler-Husarenregiment Nr. 11 bekommen hat. 1773 \u00fcbernimmt er als Hauptmann der Kavallerie das Husarenregiment T\u00f6r\u00f6k und es erfolgt sp\u00e4ter seine Bef\u00f6rderung zum Generalmajor, 1784 zum Feldmarschall-Leutnant; 1791 wird er nach seiner Versetzung nach Pest (heute Budapest) zum Milit\u00e4rberater ernannt. Wann seine erste Gemahlin gestorben ist und er dann JOSEPHA FREIIN VON GASTHEIM(B) geheiratet hat, lie\u00df sich nicht ermitteln. Nach dem Ausbruch der Revolutionskriege der 1890er Jahre sto\u00dfen seine Bewerbungen um eine diesbez\u00fcgliche Truppenverwendung wegen seines hohen Alters auf Ablehung. 1808 erh\u00e4lt er das ungarische Indigenat (Heimatrecht). Bei seinem Tod am 13. Februar 1816 steht er im 81. Lebensjahr. Von ihm hat Clara von Both, die Mutter des Dr. Hans H. von Wimpffen, die nachstehende Bilderinnerung an den Ururururgro\u00dfvater ihres Sohnes geschaffen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/127.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-185 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/127.jpg\" alt=\"127\" width=\"356\" height=\"540\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/127.jpg 704w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/127-198x300.jpg 198w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/127-676x1024.jpg 676w\" sizes=\"(max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: left;\"><strong> Abb. Y 8: Feldmarschall-Leutnant Fran\u00e7ois Georges de Wimpffen (1735 \u2013 1816), Gem\u00e4lde von Clara von Both (1907 \u2013 2000) nach einem zeitgen\u00f6ssischen Stahlstich<\/strong>.<strong><br \/>\n<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\">Den bei 11d begonnenen Gang durch die Generationen des Georgs-Zweiges fortsetzend, kommen wir nunmehr zur<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a012d &#8211;<br \/>\n\u00c4ltester der drei S\u00f6hne des Franz Georg von Wimpffen war<br \/>\n<u>GEORG VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\nlaut Wurzbach<br \/>\ngeboren am 28. November 1762,<br \/>\ngestorben am 25. November 1811<br \/>\nzu Losoncz in Ungarn<br \/>\nals Major in O\u2019Reilly-Chevauxlegers.<br \/>\nVon diesem liegt von Dr. Hans H. von Wimpffen\u00a0keine Lebensbeschreibung vor.<br \/>\nLaut Wurzbach ist dieser verheiratet gewesen mit<br \/>\nN. PELLER VON EHRENBERG.<br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\nJ\u00fcngster der 3 S\u00f6hne des Franz Georg von Wimpffen war<br \/>\n<u>MAXIMILIAN VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeb. am 19. Februar 1770<br \/>\nin M\u00fcnster\/Westfalen;<br \/>\ngest. am 29. August 1854<br \/>\nin Wien:<\/p>\n<p>Es handelt sich bei diesem um, so Wurzbach in seiner II. Stammtafel, den <em>\u201eRitter des Goldenen Vlie\u00dfes und Feldmarschall\u201d<\/em>, dessen Ruhmestaten auf den Schlachtfeldern und ganzes dem Milit\u00e4rdienst \u00d6sterreichs gewidmetes Leben sowie dessen herausgehobene Ruhest\u00e4tte auf dem Heldenberg in Kleinwetzdorf in Kapitel Grundlegendes eine kurze &#8211; den Auftakt dieser Arbeit bildende &#8211; Betrachtung gilt. Ihm, seinem Urururgro\u00dfonkel, hat Dr. Hans H. von Wimpffen dadurch gehuldigt, dass er an der zur Entengasse hin schauenden S\u00fcdfront seines 1982 in Wimpfen am Berg erworbenen Fachwerk-Doppelhauses eine auf diesen bezogene repr\u00e4sentative Wappendarstellung anbringen lie\u00df. Siehe diese in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/128.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-186 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/128.jpg\" alt=\"128\" width=\"377\" height=\"539\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/128.jpg 1452w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/128-210x300.jpg 210w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/128-768x1099.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/128-716x1024.jpg 716w\" sizes=\"(max-width: 377px) 100vw, 377px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 9: Gro\u00dfes ins Auge springendes Wappen im Mittelbereich der r\u00fcckw\u00e4rtigen Giebelfassade der Wohnst\u00e4tte des Dr. Hans H. Freiherr von Wimpffen, dargeboten zu Ehren seines ber\u00fchmten Ahnen Feldmarschall Maximilian von Wimpffen (1770 \u2013 1854)<\/strong>, <strong>Mitglied und Inhaber des Ordens vom Goldenen Vlies<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses pr\u00e4sentiert den nach rechts mit goldenem Kreuz schreitenden wei\u00dfen Widder mit goldenen H\u00f6rnern und damit das Wappentier derer Von Wimpffen. Dieses ist hier aber nicht auf einen fr\u00fch- bis hochgotischen Dreieckschild, sondern auf einen rotgrundigen Renaissance-Rundschild gesetzt, und dessen Hinterbeine bewegen sich \u00fcber die (in der Wappendarstellung der Abb. 5 fehlenden, doch im dazugeh\u00f6rigen Text beschriebenen) drei (hier dunkel)gr\u00fcnen Berge. Hinter dem Rundschild schauen im Wechsel von Schwarz und Gelb die oben beidseits mit dem kleinen Doppeladler des einstigen \u00d6sterreich-Ungarn besetzen vier Enden zweier gekreuzter Feldherrrenst\u00e4be hervor. Dahinter umf\u00e4ngt den Kreisschild die unten vom Ordensband eines Ritters vom Orden des Goldenen Vlieses \u00fcberdeckte goldene Collane mit dem am Ende h\u00e4ngenden Ordenszeichen, n\u00e4mlich dem durch einen Ring gezogenen Widderfell. Dieses &#8211; wie auch der Name und die Wesensart &#8211; dieses 1430 durch den Herzog von Burgund gestifteten Ritterordens ist am Mythos des in der griechischen Sage der Argonauten von Jason und seinen Genossen dem K\u00f6nig Aietes geraubten goldenen Widderfell (= Goldenes Vlies) festgemacht. Der Mythos geht wohl darauf zur\u00fcck, dass sich an Schaffellen, die dort in goldf\u00fchrende Fl\u00fcsse gehalten wurden, Gold festsetzte. Gro\u00dfmeister des 1430 vom Herzog von Burgund gestifteten und 1477 auf die spanische Linie der Habsburger \u00fcbergegangenen Ordens wurde 1700 durch deren Aussterben der \u00f6sterreichische Familienzweig der Habsburger. \u00dcber dem Schildrund prangt eine Freiherrenkrone, erkennbar an ihren sieben sog. Perlen. Durch die Doppelerscheinung des Widders, im Rundschild als Wappentier und im Ordensgeh\u00e4nge als Ordenszeichen, erf\u00e4hrt die St\u00e4rke, Kampfeskraft und Durchsetzungswille atmende Wappensymbolik eine Potenzierung. Diese beeindruckende Wappendarstellung ist dem in der Gruft auf dem \u201eHeldenberg\u201d zu findenden und nachstehend gezeigten Vorbild nachempfunden:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/129.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-187 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/129.jpg\" alt=\"129\" width=\"442\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/129.jpg 1933w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/129-300x212.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/129-768x542.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/129-1024x723.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 442px) 100vw, 442px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 10: Foto der in der Gruft auf dem \u201eHeldenberg\u201d an der Grabplatte des Feldmarschalls Maximilian von Wimpffen zentral angebrachten Wappendarstellung mit insbesondere oben der Freiherrenkrone, zwei gekreuzten Feldherrenst\u00e4ben sowie der Collane und dem am Ordensband des Ritters des Ordens vom Goldenen Vlies h\u00e4ngenden Darstellung des goldenen Widderfells<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die unter der Wappendarstellung gro\u00df aufgemalte Eindatierung \u201eErbaut 1680\u201c bezieht sich auf den dortigen Geb\u00e4udeteil. Diese ausdrucksstarke beeindruckende Huldigung erscheint keineswegs \u00fcberzogen, handelt es sich bei Maximilian von Wimpffen zweifelsfrei doch um jenen Angeh\u00f6rigen der Adelssippe derer Von Wimpffen, welcher, was den erreichten Ruhm und die erlangten Ordensehrungen anbelangt, die Spitze h\u00e4lt. So verwundert es nicht, dass Wurzbach diesem in seiner Genealogie der Freiherren und Grafen von Wimpffen (S. 23 \u2013 30) die H\u00f6chstzahl von knapp 8 Seiten widmet. Doch stellt diesen Dr. Hans von Wimpffen in seiner Rubrik \u201ebiographien\u201d seiner Website \u201ewimpffen.hu\u201d bzw. \u201ewimpffen.de\u201d, nachdem er offenbar mit einer ersten nur zwei Seiten umfassenden Abhandlung nicht zufrieden gewesen ist, j\u00fcngst mit sage und schreibe 23 DIN A4-Seiten in Kleinstschrift bei weitem in den Schatten! Darunter befinden sich rund zwei Dutzend Darstellungen, wovon viele Gem\u00e4lde aus der Hand seiner Mutter Clara de Both stammen und wichtige Szenen aus dem Leben seines hochger\u00fchmten Urururgro\u00dfonkels nachempfinden, dazuhin zeitgen\u00f6ssische Darstellungen sowie Fotografien, darunter Maximilians Wiener Wohnst\u00e4tte und solche von seiner sowie gleichzeitig Radetzkys und Pargfrieders Grabst\u00e4tte; und der Schlacht bei Aspern sind dort allein 5 Seiten gewidmet. Angesichts dieser F\u00fclle und dazuhin der Wurzbach weit hinter sich lassenden minuti\u00f6sen Sachkenntnis, Empathie und Lebendigkeit der Schilderung, stirbt mein Wille, davon hier einen kurzen Abklatsch liefern zu wollen. Stattdessen sei nichts anderes als das Nachlesen empfohlen und soll mit dem hier sowie dem am Anfang des Kapitels A. Grundlegendes Gesagten Gen\u00fcge getan sein.<\/p>\n<p>Wie sehr Dr. Hans H. von Wimpffen sich seinem Urururgro\u00dfonkel Maximilian gegen\u00fcber verpflichtet f\u00fchlt, das zeigt der durch die nachfolgende Abbildung belegte Umstand, dass er vor Jahren in Aspern-Essling an der Gedenkfeier zur 200. Wiederkehr der am 21. und 22. Mai 2009 stattgefundenen Schlacht bei Aspern teilgenommen und dabei dem dortigen Museum das von seiner Frau Mutter geschaffene Gem\u00e4lde des Feldmarschalls Maximilian von Wimpffen \u00fcbergeben hat:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/130.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-188 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/130.jpg\" alt=\"130\" width=\"446\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/130.jpg 1257w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/130-300x241.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/130-768x617.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/130-1024x823.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 11: <\/strong><strong>Dr. Hans Hermann Freiherr von Wimpffen nach der \u00dcbergabe des von seiner Mutter Clara von Both-Wimpffen (1907 \u2013 2000) geschaffenen Gem\u00e4ldes seines Vorfahren Maximilian Freiherr von Wimpffen (1770 \u2013 1854) an das Museum von Aspern-Essling bei der Gedenkfeier zum 200. Jahrtag der Schlacht bei Aspern am 24. Mai 2009<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Schenker steht vorne am linken Bildrand vor der aus dem gleichen Anlass gepflanzten Friedenslinde und neben dem dazugeh\u00f6rigen Gedenkstein, im hinteren Zentrum in den H\u00e4nden zweier Veranstalter der Gedenkfeier das schon von Abb. A 1 her bekannte Portrait des besagten Ahnen.<\/p>\n<p>Dr. Hans H. von Wimpffen sieht sich, um hiermit zu schlie\u00dfen, am Anfang seiner Feldmarschall Maximilian geltenden langen Dokumentation, hinblickend zur St\u00e4tte dessen Begr\u00e4bnisses, veranlasst, Folgendes tadelnd festzustellen:<br \/>\n<em>\u201eAuf dem \u201aHeldenberg\u2019 nahe Wien endete an einem sonnigen Augusttag die bewegte milit\u00e4rische Laufbahn eines Soldaten, dem zwei so grundverschiedene Literaten wie Bruno Brehm und Stefan Heym ein literarisches Denkmal setzten, zu dessen Seite der legend\u00e4re Feldmarschall Radetzky beigesetzt werden wollte, statt neben K\u00f6nigen und Kaisern in der Wiener Kapuzinergruft seine ewige Ruhe zu finden. \u201aEs ist mein Wille\u2019, schrieb \u00d6sterreichs ber\u00fchmtester Soldat in seinem Testament, \u201aan der Seite meines alten Freundes Marschall von Wimpffen beigesetzt zu werden\u2019. Wenige Jahre nach seinem Tod erhielt Maximilian von Wimpffen ein Denkmal auf dem \u201aHeldenberg\u2019, nahe Wien; in Wagram, Wien und Wetzdorf sind Stra\u00dfen nach ihm benannt; doch wenn allj\u00e4hrlich am Todestag Radetzkys das republikanische \u00f6sterreichische Bundesheer einen Kranz niederlegt, am Grab des Besiegers des italienischen Freiheitskampfes von 1848, der italienische Revolution\u00e4re reihenweise hinrichten lie\u00df, bekommt der andere Feldmarschall, der sein Soldatenleben lang f\u00fcr die Befreiung \u00d6sterreichs von der franz\u00f6sischen Fremdherrschaft gek\u00e4mpft hat, nicht einmal einen Blumenstrau\u00df. Und es sind nur drei Schritte, die beide Gr\u00e4ber voneinander trennen.\u201d<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Maximilian von Wimpffen blieb unverheiratet und somit kinderlos. Seines Vaters<br \/>\nd) Georgs Zweig<br \/>\nwurde weitergef\u00fchrt durch dessen nunmehr beschriebenen n\u00e4chst\u00e4lteren Bruder und zweit\u00e4ltesten der drei S\u00f6hne des Vorgenannten namens<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><u>(KARL SIGISMUND) DAGOBERT (HERMANN)\u00a0VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\n<span style=\"line-height: 1.6471;\">geb. lt. Hans H. v. Wimpffen am 1. Mai 1765<br \/>\nangeblich in Ludwigsburg;<br \/>\nverheiratet mit<br \/>\nANTONIE VON ER\u00d6S<br \/>\ngest. lt. Wurzbach am 25. Juli 1836<br \/>\nin Pressburg (heute Bratislawa\/Slowakei)<br \/>\n<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\"> als\u00a0<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">kaiserlich-k\u00f6niglicher Oberst im Ruhestande.<\/span><\/p>\n<p>Der Blick in die II. Stammtafel des Constantin von Wurzbach zeigt, dass dieser als der Begr\u00fcnder der aus dem d) Georgs Zweig gewachsenen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Linie der<br \/>\nW i m p f f e n &#8211; M o l l b e r g<br \/>\n(siehe dazu in Kap. G. Wappenempfang<br \/>\nin Abb. 34 die<br \/>\nII. Stammtafel des C. von Wurzbach,<br \/>\ndort in der in Orange gehaltenen Generationsreihe XIVd bzw. 12d)<\/p>\n<p>anzusehen ist. Wie seine beiden Br\u00fcder Georg und Maximilian ist dieser in den \u00f6sterreichischen Milit\u00e4rdienst getreten, und zwar mit 17 Jahren bei den Szekler-Husaren, wo auch sein Vater begonnen hatte. 1805 als Major am Feldzug in Galizien als Angeh\u00f6riger der Kaiser-K\u00fcrassiere teilnehmend; 1807 zum Oberstleutnant und stellvertretenden Regimentskommandeur beim Dragoner-Regiment Nr. 6 bef\u00f6rdert. 1815 wird er \u201ein Ansuchung seines alt adelichen Geschlechts und Herkommmens, auch seinen pers\u00f6nlich r\u00fchmlichsten Eigenschaften\u201d zum \u201eK. K. wirklichen K\u00e4mmerer\u201d ernannt. 1819 erfolgt seine Bef\u00f6rderung zum Obersten. 1820 verleiht ihm Kaiser Franz das ungarische Indigenat (Heimatrecht) und er erbittet seine Pensionierung, um sich seinen G\u00fctern widmen zu k\u00f6nnen. 1827 erfolgt die Verleihung der ungarischen Staatsb\u00fcrgerschaft. Er war mit ANTONIA (auch: ANTONIE), einer Tochter des ungarischen Obersten und Angeh\u00f6rigen des ungarischen Soldatenadels BARON JOZSEF ER\u00d6S DE BETHLENVAVA und seiner Gattin AGNES, geborener ALMASY DE T\u00d6R\u00d6KZSADANY, verheiratet. Der Ehe entstammen die von Wurzbach in der II. Stammtafel aufgef\u00fchrten vier Kinder: COLOMAN\u00a0(ungarisch: KALMAN), geb. 1813; ADOLF, geb. 1818; BEATRIX, gest. 1843; DIONYS\u00a0(DIENES), gest. 1846. Dagobert (siehe oben) gilt als der Begr\u00fcnder der in Ungarn endg\u00fcltig ans\u00e4ssig gewordenen und \u00fcber seinen \u00e4lteren Bruder Coloman weitergef\u00fchrten Linie Wimpffen-Mollberg, deren Beiname sich merkw\u00fcrdigerweise auf den kleinen verschwundenen Edelsitz bezieht, der bei H\u00f6chst\u00e4dt an der Donau lag und vom Vater Georg (wie bereits bei dessen Lebensbeschreibung dargelegt) nie bezogen wurde und Wurzbach zu mancherlei Fehlschl\u00fcssen bez\u00fcglich mancher Geburtsorte gef\u00fchrt hat. Durch Dr. Hans von Wimpffens Ermittlungen gekl\u00e4rt, soll nunmehr der namengebende einstige, doch \u00fcber nichts mehr als einen Bergnamen ausmachbare Burgsitz Mollberg sowie das nur noch im Wegnamen erhalten gebliebene Gebiet des einstigen Gutshofes mit Schl\u00f6sschen nachstehend im Google Earth 2008 entommenen Luftbild gezeigt werden:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/131.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-189\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/131.jpg\" alt=\"131\" width=\"994\" height=\"1315\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/131.jpg 994w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/131-227x300.jpg 227w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/131-768x1016.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/131-774x1024.jpg 774w\" sizes=\"(max-width: 994px) 100vw, 994px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 12: Die den Namen \u201eMollberg\u201d f\u00fchrende Wegf\u00fchrung sowie den gleichen Namen aufweisende bewaldete kleine Erhebung in der Donauaue bei H\u00f6chst\u00e4dt im Luftbild, letzte Spuren der einstigen gleichnamigen kleinen Edelgutsitzes mit vor Zeiten nahegelegener einstiger Burg<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a013d &#8211;<br \/>\nJ\u00fcngerer der zwei am Leben gebliebenen S\u00f6hne<br \/>\ndes Dagobert von Wimpffen<br \/>\n<u>ADOLF VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeboren lt. Hans H. von Wimpffen<br \/>\nam 11. Juli 1818\u00a0zu Mainz;<br \/>\ngestorben am 2. Oktober 1883\u00a0in Tarna-Mera\/Ungarn:<\/p>\n<p>Seinen Personalien ist in der II. Stammtafel von Wurzbach, herausgestellt in gr\u00f6\u00dferer Schrift, die f\u00fcr dessen Nachkommen geltende Bezeichnung \u201eWimpffen &#8211; Mollberg\u201d sowie in dessen Rubrik \u201eBesonders denkw\u00fcrdige Sprossen des Geschlechts Wimpffen\u201d unter Nr. 1 eine Lebensbetrachtung beigegeben. Wie alle seine Vorfahren dieser Linie wird dieser Kadett des \u00f6stereichischen Heeres, wo er die folgende beachtliche Laufbahn nimmt: 1843 zum Oberleutnant im Khevenm\u00fcller-Regiment Nr. 35 ernannt; 1848\/49 als Hauptmann am Krieg gegen das Revolutionsheer Ungarns teilnehmend und 1850 Major im Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister; 1852 wird er Kommandant des Infanterie-Lehrbataillons, 1858 ist er als Oberst und Kommandant beim Infanterie-Regiment Benedek Nr. 28 zu finden, 1859 als Generalmajor und Brigadier beim 7. Armeekorps in Italien. Dort nimmt er als Generalmajor und Brigadier beim 7. Armeekorps im entstandenen Krieg um die Befreiung Italiens an der blutig-verlustreichen und f\u00fcr \u00d6sterreich verh\u00e4ngnisvollen Schlacht von Solferino vom 24. Juni 1859 teil, wo er den R\u00fcckzug des linken Fl\u00fcgels unter schweren Verlusten seines Verbandes bis 10 Uhr abends deckt und verwundet wird. Wie Dr. Hans von Wimpffen berichtet, nehmen in diesem Italienkrieg, Zeichen der Verschworenheit der Von Wimpffen mit dem Kriegsmetier, mindestens sechs Mitglieder der Familie Von Wimpffen teil: Neben<\/p>\n<p>-ADOLF (1818 \u2013 1883) noch<br \/>\n-GRAF FRANZ EMIL LORENZ (1797 \u2013 1870) als Oberkommandierender der 2. Armee;<br \/>\n-EMMANUEL F\u00c9LIX (1811 \u2013 1883), der sp\u00e4tere \u201eSedangeneral\u201d als Kommandeur der franz\u00f6sischen Garde;<br \/>\n-COLOMAN (1813 \u2013 1880), der \u00e4ltere Bruder des Adolf, seit 1851 Oberstleutnant und in der Schlacht von Solferino verwundet;<br \/>\n-HEINRICH CHRISTIAN (1827 \u2013 1869), ein Urenkel des STANISLAUS, des Gr\u00fcnders des gleichgenannten Zweiges (siehe diesen in der II. Stammtafel in der blauen Generationsreihe XVIa bzw. 14a), am 19. November des vorgenannten Jahres in Dalmation t\u00f6dlich als Hauptmann bei der 2. Armee verwundet in die Hand von Insurgenten geraten und von diesen massakriert; au\u00dferdem<br \/>\n-GRAF ALPHONS (1828 \u2013 1866), zweit\u00e4ltester Sohn des Zweitgenannten, erlegen in Nachod in preu\u00dfischer Gefangenschaft seiner im preu\u00dfisch-\u00f6sterreichischen Krieg bei Skalitz empfangenen Wunde als Fl\u00fcgeladjudant des Kaisers Franz Joseph (siehe dazu die Abbildungen 62 und 63 sowie die dazugeh\u00f6rigen Textstellen).<\/p>\n<p>Nach dem Friedensschluss wird er zur Genesung nach Siebenb\u00fcrgen versetzt und dann wegen seiner Verwundung pensioniert. Nachdem er 1862 seine erste Gattin CLARA GEB. LAUTEREN (25. Dezember 1822 \u2013 23. Oktober 1862) durch Tod verloren hat, verm\u00e4hlt er sich 1863 mit seiner Nichte IRMA FREIIN VON WIMPFFEN (geb. am 11. September 1839), Tochter seines Bruders COLOMAN. Im preu\u00dfisch-\u00f6sterreichischen Krieg des Jahres 1866 wird er wieder reaktiviert und zur Nordarmee Benedek abkommandiert, wo er die dem X. Armeekorps des Generals Gablenz unterstellte \u201eBrigade Wimpffen\u201d bildet. Mit dieser nimmt er ausgangs Juni an dem Gefecht bei Trautenau in B\u00f6hmen teil, dem einzigen solchen, das die \u00f6sterreichische Armee in diesem Krieg einigerma\u00dfen siegreich besteht. Zwar hat seine Brigade wesentlichen Anteil daran, doch nur um den Preis schlimmster Verluste. Wenige Tage danach am 3. Juli 1866 verliert er in der Entscheidungsschlacht bei K\u00f6niggr\u00e4tz den \u00e4lteren seiner beiden S\u00f6hne aus der ersten Ehe CLEMENS AUGUST, geboren zu Mainz am 21. Februar 1845, der Leutnant beim Mecklenburg-Schwerin-Infanterie-Regiment Nr. 57 ist und an den Folgen einer Amputation des rechten Armes und des rechten Beines stirbt. Wie sein Vater hatte dieser sich dem Waffendienst gewidmet, seine Ausbildung im Hainburger Kadetteninstitut begonnen und ab 1860 in der Wien-Neust\u00e4dter Milit\u00e4rakademie zu Ende gebracht. Dort im September 1864 als Lieutenant minderer Geb\u00fchr entlassen und der vorstehend angef\u00fchrten Einheit zugeteilt, wurde er im Mai 1866 zum Lieutenant h\u00f6herer Geb\u00fchr bef\u00f6rdert und machte er den ihm den Tod bringenden Feldzug gegen die Preu\u00dfen in B\u00f6hmen mit. Wurzbach weist darauf hin, dass auch sein Vater Adolf f\u00fcr sein ausgezeichnetes Verhalten vor dem Feinde schon im August 1859 mit dem Orden der eisernen Krone dritter Klasse mit Kriegsdekoration und namentlich im Krieg von 1866 gegen Preu\u00dfen in B\u00f6hmen die allerh\u00f6chste Belobung erhielt und \u00fcbrigens schon fr\u00fcher von Baden, Hessen und Preu\u00dfen Dekorierungen erhalten hat. Der j\u00fcngere Sohn namens DIONYS DAGOBERT, geboren am 6. Juni 1848 in Josefstadt, lebte als Gutsbesitzer in St. Christophen in Nieder\u00f6sterreich und heiratete 1871 IRMA GEB. SZ\u00c1K. Aus deren Ehe gehen CLEMENS, geboren 1872, JOHANN sowie PHILIPP, geboren 1882, hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00c4lterer der zwei am Leben gebliebenen S\u00f6hne des Dagobert von Wimpffen und weiterf\u00fchrendes\u00a0Glied der\u00a0Wimpffen-Mollberg ist<br \/>\n<u>KALMAN (COLOMAN) VON WIMPFFEN,<\/u><br \/>\ngeb. am 1. Februar 1813<br \/>\nin Gy\u00f6ny\u00f6s\/Ungarn, Komitat Heves;<br \/>\ngest. am 11. Januar 1880<br \/>\nin Gy\u00f6ny\u00f6s-Alsavaros\/Ungarn:<\/p>\n<p>Constantin Johannes Ignatius Colomannus, wie sein Taufname lautete, ergriff wie bislang fast alle Angeh\u00f6rigen seiner Linie und auch sein j\u00fcngerer Bruder Adolf die \u00f6sterreichische Milit\u00e4rlaufbahn. Zun\u00e4chst in Friedenszeiten war er in Oberitalien mit Schwerpunkt in Modena, Parma und Cremona im Verband der Infanterieregimenter Nr. 44 und 32 eingesetzt. Nach dem Ausbruch der dortigen Revolution k\u00e4mpfte er 1848 in der Armee Radetzky, wurde in der Schlacht von Novara verwundet und danach nach Komarom in Nordungarn beordert. Nach Niederschlagung der Revolution kehrte er zu seinem Regiment Nr. 32 nach Norditalien zur\u00fcck, wurde Kommandant eines Grenadierbataillons und 1851 zum Oberstleutnant bef\u00f6rdert. In der Schlacht von Solferino des Jahres 1859 wurde er erneut verwundet und ging zwei Jahre sp\u00e4ter mit 48 Jahren in den Ruhestand.<\/p>\n<p>Mit bereits 26 Jahren hatte er seine Kusine IRMA (auch: MARIA) ER\u00d6S VON BETHLENVALVA, geheiratet, die eine Tochter des Bruders seiner Mutter ANTONIA namens JANOS ER\u00d6S DE BETHLENVALVA aus dessen Ehe mit ANNA MIKLOSSY und Erbin eines betr\u00e4chtlichen Verm\u00f6gens in Gestalt der G\u00fcter Tiszas\u00fcly, Nagy-Mihaly und Tarna-Mera in Nordungarn gewesen ist. Somit verwaltete er als Pension\u00e4r, fortab sich seines ungarischen Vornamens KALMAN\u00a0bedienend, die G\u00fcter seiner Frau, jedoch, wie Dr. Hans H. von Wimpffen feststellt, mit sehr bescheidenem Erfolg. Denn als er 1880 mit knapp 67 Jahren stirbt und in der Familiengruft der Er\u00f6s Tiszas\u00fcly an der Thei\u00df beerdigt wird, hinterl\u00e4sst er seiner Frau IRMA und seinen drei Kindern IRMA, geb. am 11. November 1839, BEATRIX, geb. am 12. August 1842, und JOHANN (ungarisch IVAN, sp\u00e4ter bezeichnet IVAN I.), geb. am 12. April 1847, zwar immerhin nicht weniger als 63.872 Forint; doch betragen die Schulden 87.305 Forint, wogegen das Jahresgehalt eines Obersten damals nur zwischen 3.000 und 4.000 Forint betr\u00e4gt. Das Vormundschaftsgericht gew\u00e4hrt der Witwe Aufschub, so dass einige der G\u00fcter im Besitz der Familie bleiben k\u00f6nnen. Und es dauert 8 Jahre, bis die Schulden getilgt sind. Kalman hatte unerm\u00fcdlich in einem Skizzenblock Menschen, Tiere, Landschaften skizziert und eine gro\u00dfe Anzahl von \u00d6lgem\u00e4lden, vor allem aber gro\u00dfformatige Tuschezeichnungen, hinterlassen. Diese gingen aber im Zweiten Weltkrieg ausnahmslos verloren, w\u00e4hrend ein Skizzenbuch mit gro\u00dfteils italienische Landschaften wiedergebenden Tuschezeichnungen, die offenbar schon zu Beginn seiner milit\u00e4rischen Laufbahn entstanden sind, erhalten geblieben ist.<\/p>\n<p>\u00dcberschauend ist herauszustellen, dass die Einheirat von Dagobert und seines Sohnes Coloman in das ungarische Soldaten-Adelsgeschlecht der ER\u00d6S DE BETHLENVALVA mit den dem Milit\u00e4r verschriebenen Wimpffen-Mollberg bestens zusammenging und diese in ungarische Lebensart hineingewachsen sind, ein Umstand, der sich auch in der Wandlung der deutschen Vornamen ins Ungarische zeigt. Dar\u00fcber hinaus haben diese Verbindungen der keineswegs mit G\u00fctern gesegneten Linie Wimpffen-Mollberg den Aufstieg in gehobene Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse dergestalt beschert, dass sie in Erg\u00e4nzung ihrer erreichten hohen milit\u00e4rischen Rangstellung G\u00fcterbesitzer zu werden begannen. Dieses Prozess setzt sich bei den nun zu schildernden drei Folgegenerationen potenziert fort:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a014d &#8211;<br \/>\nEinziger Sohn von Kalman (Coloman)<br \/>\nund fortf\u00fchrendes Glied der Wimpffen-Mollberg<br \/>\n<u>JOHANN = IVAN I. VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeb. laut Dr. Hans H. von Wimpffen am 16. April 1847<br \/>\nin Cremona\/Italien;<br \/>\ngest. am 24. Mai 1895<br \/>\nin Papa\/Nordwestungarn:<\/p>\n<p>Der Geburtsort Cremona ergibt sich daraus, dass sein Vater COLOMAN (KALMAN) damals als k. u. k. Hauptmann im \u00f6sterreichischen Infanterieregiment Nr. 44 in der Lombardei stationiert gewesen ist. Einer der Paten der Taufe nach katholischem Gebrauch des IVAN MARIA JOHANN NEPOMUK DAGOBERT DIONISIOS genannten Sohnes des Hauptmanns COLOMAN und der MARIA BARONIN VON WIMPFFEN, GEB. ER\u00d6S DE BETHLENVALVA, war u. a. der k. u. k. Oberst GUSTAV (ADOLF FELIX) GRAF VON WIMPFFEN (1805 \u2013 1880), der sp\u00e4tere Gatte der FREIIN PAULINE VON WIMPFFEN (1822 \u2013 1900). Seine fr\u00fche Jugend verbrachte Ivan in italienischen Garnisonen des genannten Regiments, so dass er neben der deutschen und ungarischen Sprache der Eltern auch die Italienische Sprache lernte. Mit sechs Jahren ist er in Palmanova (Venetien), doch ab 1857, d. h. ab dem zehnten Lebensjahr, in der Hauptstadt der Steiermark Graz zu finden, wo er die k. u. k. Musterhauptschule und danach 6 Klassen der Realschule besucht und dann, der Familientradition folgend, die Milit\u00e4rausbildung aufnimmt. 1871 tritt er in ein ungarisches Kavallerieregiment ein und wird dort zum Leutnant und 1874 nach Wechsel zum Husarenregiment Nr. 3 zum Oberleutnant bef\u00f6rdert. Laut der II. Stammtafel von Wurzbach heiratet er zun\u00e4chst HERMINE GR\u00dcNWALD, die aber schon am 12. August 1873 stirbt. 1880, 33 Jahre alt, verheiratet er sich trotz der Verweigerung der Zustimmung der vorgesetzten Milit\u00e4rbeh\u00f6rden und gegen die Bedenken des Regimentskaplans in Wien wieder, und zwar mit ALOISIA FRANZISKA MARIA TODESCO, geboren am 22. Mai 1850. Diese kennt er seit Mitte der 1860er Jahre; denn deren Schwester FRANZISKA (1846 \u2013 1921) hatte 1864 einen nahen Verwandten der Familie von Wimpffen, n\u00e4mlich ALEXANDER BARON ER\u00d6S VON BETHLENFALVA, den Neffen seiner Gro\u00dfmutter ANTONIA (GEB. ER\u00d6S VON BETHLENVALVA) und Vetter seiner Mutter MARIA (GEB. ER\u00d6S VON BETHLENVALVA) geheiratet.<\/p>\n<p>ALOISIA war das vierte Kind und die zun\u00e4chst uneheliche Tochter der 1818 in Wien als Tochter des Gold- und Silberschmiedes JOSEF CHALUPETZKY und der HENRIETTE TREFFZ geborenen HENRIETTE CAROLINA CHALLUPETZKY, die nach ihrer Heirat mit GUSTAV DREYHAUSEN VON EHRENREICH (1839 \u2013 1884) den Namen JETTY DREYHAUSEN VON EHRENREICH gef\u00fchrt und zun\u00e4chst drei Kinder gehabt hatte, aber geschieden worden war und in jungen Jahren unter dem Namen JETTY TREFFZ eine wegen ihrer Sch\u00f6nheit des Aussehens wie ihrer Stimme europaweit bekannte und gefeierte Soubrette gewesen war. Nach ihrer R\u00fcckkehr in ihre Geburtsstadt Wien hatte diese in einer ehe\u00e4hnlichen Partnerschaft mit dem m\u00e4rchenhaft verm\u00f6genden \u00f6sterreichischen Textilunternehmer, Gro\u00dfhandelsmann, Privatbankier erster Klasse und Kunstm\u00e4zen MORITZ (seit 1861 RITTER VON) TODESCO (1816 \u2013 1873) gelebt. Dieser entstammte der aus der Walachei eingewanderten j\u00fcdischen Familie der TODESCU\u00a0und war einer der neureichen und von der alten Gesellschaft nur der Zweiten Gesellschaft zugerechneten sog. Ringbarone, deren gesellschaftliche Stellung trotz ihres unendlichen Reichtums somit eingeschr\u00e4nkt war und die ihr Ansehen durch Heiratsverbindungen mit altadligen Familien insbesondere des Schwertadels zu verbessern suchten. Und die vielfach in beschr\u00e4nkten Einkommens- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnissen befindlichen oder gar in Schulden steckenden Mitglieder des Schwertadels betrachteten ihrerseits die Einheirat in die Kreise der Ringbarone als willkommenes Mittel, zu Geld und G\u00fctern sowie gesteigertem Ansehen zu gelangen. Mit diesem zusammenwohnend, war Jetty dessen Hausfrau und Mutter seiner Kinder geworden. Die liberal denkende hohe Wiener Gesellschaft sanktionierte diese stadtbekannte Liaison und tat, als betrachte sie Jetty als legitime Gattin des Barons Todesco. Jetty und Moritz Todesco unterhielten einen bekannten K\u00fcnstlersalon. Von Todesco hatte Jetty einige Kinder, die aber nicht alle von diesem anerkannt wurden, weil der Erzeuger der ersten Kinder ein italienischer Architekt gewesen war. Zwar hatte Todesco 1863 ALOISIA\u00a0als eigene Tochter anerkannt und adoptiert, aber ihre Mutter Jetty hatte schon kurz zuvor diesen verlassen und 1862 im Alter von 44 Jahren den \u201eWalzerk\u00f6nig\u201d JOHANN STRAU\u00df SOHN (1825 \u2013 1899) geheiratet. Diese sollen dadurch zusammengekommen sein, dass Strau\u00df sich einmal unter den G\u00e4sten des Barons im Palais befunden, dort am Fl\u00fcgel zusammen mit dem weltber\u00fchmten Geiger HENRY VIEUXTEMPS aufgespielt und dabei der Funke der gegenseitigen Liebe gez\u00fcndet hatte. Jetty soll dar\u00fcber offen mit Todesco gesprochen haben, der sie freigab, die Kinder sogar in seinem Haus belie\u00df und die langj\u00e4hrige Geliebte durch ein ansehnliches Geschenk zur reichen Frau machte. Diese ist durch die Heirat ihrer Tochter ALOISIA\u00a0Schwiegermutter des IVAN VON WIMPFFEN\u00a0geworden, der den Widerst\u00e4nden seiner vorgesetzten Milit\u00e4rbeh\u00f6rde und der katholischen Kirche trotzt und kurzerhand aus der letztgenannten austritt, unitarisch-evangelisch wird und dies bis zu seinem Lebensende auch bleibt. Jetty Strau\u00df erliegt 1878 im 60. Lebensjahr einem Schlaganfall, den sie, wie es hei\u00dft, wegen Aufregung durch den Empfang eines erpresserischen Briefes eines Sohnes erlitten haben soll. Aus der Zeit ihrer k\u00fcnstlerischen Laufbahn soll sie zumindest noch einen unehelichen Sohn gehabt haben. Sie ruht im Wiener Friedhof Hietzing, Maxingstra\u00dfe 15, Gruppe XIII, Nr. 73. An einem unmittelbar nach ihrem Tod von einigen ihrer sechs in der amtlichen Dokumentation angef\u00fchrten Kinder begonnenen h\u00e4sslichen Erbstreit soll sich die Tochter Aloisia nicht beteiligt haben.<\/p>\n<p>ALOISIA lebte weitab von Wien als Offiziersgattin in gottverlassenen ungarischen Garnisonst\u00e4dten und brachte 1880 im S\u00fcdwesten gelegenen \u00d3gyalla (heute: Hurbanovo\/Slowakei) ihren ersten Sohn IVAN (II.) und 1882 den zweiten solchen namens PHILIPP zur Welt. Im vorgenannten Jahr wurde deren Vater IVAN I. zum Hauptmann und sp\u00e4ter zum Major bef\u00f6rdert; und 1890 finden wir diesen als Oberstleutnant in der nordwestungarischen Barock-, Kirchen- und Schlossstadt Papa am Fu\u00dfe des Bakonywaldes zur Kleinen Ungarischen Tiefebene hin. Wie Dr. Hans H. von Wimpffen vermutet, hat Ivan I. sich nach dorthin zum 7. Husarenregiment versetzen lassen, weil er annahm, eines Tages das luxuri\u00f6s ausgestattete Gest\u00fct von Nagyvazsony-Nagycsepelypuszta nebst Schloss \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen. Dieses hatte EDUARD VON TODESCO, der neben seinem 1873 verstorbenem Bruder MORITZ VON TODESCO die Gesch\u00e4fte innehatte, 1774 gegr\u00fcndet und zusammen mit dem von den GRAFEN ZYCHY erworbenen Schloss zu einem weithin bekannten Gesamtanwesen ausgebaut. J\u00e4hrlich fanden jetzt dort gro\u00dfe Pferderennen statt. <em>\u201eDas eint\u00f6nige Garnisonsleben\u201d, <\/em>so Dr. Hans H. von Wimpffen,<em> \u201eist durch Ausbildung, Pferdedressur, Reiterspiele sowie kleine und gro\u00dfe Man\u00f6ver in der Umgebung von Papa gekennzeichnet. Hin und wieder kommen h\u00f6here Milit\u00e4rs in die Stadt, um die Truppe zu inspizieren. Anschlie\u00dfend finden im Hotel Griff Empf\u00e4nge, im Schloss des Grafen Esterhazy in Papa glanzvolle B\u00e4lle statt. Dieses soldatische, doch letztlich eint\u00f6nige Leben &#8211; es ist die l\u00e4ngste Friedensepoche der k. u. k. Monarchie &#8211; wird 1890 durch ein verh\u00e4ngnisvolles Ereignis gest\u00f6rt: Beim morgendlichen Ausritt treffen Wimpffen und seine Ordonanz auf der Landstrasse nach Savar auf eine entgegenkommende Kutsche, in der Graf Esterhazy &#8211; der gr\u00f6\u00dfte Grundbesitzer der Gegend &#8211; und der F\u00fcrst Festetics Richtung Papa fahren. Die beiden erwidern nicht den milit\u00e4rischen Gru\u00df von Wimpffen, m\u00f6glicherweise unbeabsichtigt. Dieser wendet sein Pferd und stellt die beiden zur Rede. Im sp\u00e4teren Bericht des F\u00fcrsten Festetics an Wien wird es hei\u00dfen, der Oberstleutnant v. Wimpffen habe diese beiden Herren \u201aauf skandal\u00f6se Weise insultiert\u2019. &#8211; Die \u201aAff\u00e4re\u2019 leitet den gesellschaftlichen Boykott von Ivan von Wimpffen, dem Neffen eines ruhmreichen Feldmarschalls und namhafter Generale, ein. Die Heirat der Schwester seiner Frau <\/em>(gemeint: FRANZISKA VON TODESCO, 1846 \u2013 1921, verheiratet in erster Ehe mit ALEXANDER BARON ER\u00d6S VON BETHLENVALVA, 1811 \u2013 1906, in zweiter Ehe mit PHILIPP VON LIECHTENSTEIN, 1837 \u2013 1901) <em>\u00e4ndert auch nichts an dieser Situat<\/em>ion. <em>Zwar erh\u00e4lt er noch die Einladungen des Kaisers zu den Sitzungen des ungarischen Oberhauses, der zweiten Kammer des ungarischen Parlaments, dessen erbliches Mitglied er ist, doch er nimmt an den Sitzungen nicht teil. Seine ganze Energie widmet er von nun an dem Milit\u00e4rdienst in seinem 7. ungarischen Husarenregiment in Papa. Vorbei die gro\u00dfen aristokratischen Jagdgesellschaften, die glanzvollen B\u00e4lle, Einladungen; er ist zwar ein beliebter Offizier seines Regiments, doch die gesellschaftlichen Nachwirkungen der Mesalliance zehren an der Gesundheit des gro\u00dfen, stattlichen Mannes.- Am 24. Mai 1895 stirbt der Oberstleutnant Ivan von Wimpffen v\u00f6llig unerwartet an Herzinfarkt mit 48 Jahren. Er wird in Papa, im Also-Temet\u00f6-Friedhof mit milit\u00e4rischen Ehren beigesetzt. Sein Grab wurde in der Zeit des Kommunismus (1948 \u2013 1990) eingeebnet. &#8230; Seine Frau <\/em>(deren Todesdatum ist nicht bekannt) <em>wurde am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Auch ihr Grab ist nicht mehr.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Diese Zitierung, mit der die Schilderung des Lebens von Ivan I. von Wimpffen abgeschlossen wird, stammt aus der Website \u201ewimpffen.hu\u201d bzw. \u201ewimpffen.de\u201d (Rubrik \u201ebiographien\u201d) seines Urenkels Dr. Hans H. von Wimpffen, die anregen soll, dort in den f\u00fcnf Seiten Kleinstschrift des Titels \u201eIvan I.\u201d nachzulesen und so einen sehr viel genaueren und zudem mit Verve und hervorragender Sachkenntnis auf der Basis intensiver Recherchen in der vorhandenen Literatur und vor allem auch vor Ort betriebener Forschungen zu gewinnen. Angeschlossen werden sollen hier noch die vier dessen Text beigegebenen Bilddokumentationen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/132.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-190 size-medium aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/132-216x300.jpg\" alt=\"132\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/132-216x300.jpg 216w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/132-768x1068.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/132-737x1024.jpg 737w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/132.jpg 915w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 13: Oberstleutnant im 7. Husarenregiment Baron Ivan I. von Wimpffen (1847 \u2013 1895), Gem\u00e4lde von Clara von Both (1907 \u2013 2000)<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/133.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-191 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/133-202x300.jpg\" alt=\"133\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/133-202x300.jpg 202w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/133-688x1024.jpg 688w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/133.jpg 719w\" sizes=\"(max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 14: Ivan I. von Wimpffen (1847 \u2013 1895) im Vorjahr seines Todesjahres, Photographie aus dem Jahr 1894<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/134.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-192 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/134-165x300.jpg\" alt=\"134\" width=\"165\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/134-165x300.jpg 165w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/134-564x1024.jpg 564w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/134.jpg 608w\" sizes=\"(max-width: 165px) 100vw, 165px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 15: Die S\u00e4ngerin Jetty Treffz (1818 \u2013 1878), verehelichte und geschiedene Dreyhausen von Ehrenreich, zeitweilige Lebensgef\u00e4hrtin des Moritz Ritter von Todesco (1816 \u2013 1873), sp\u00e4tere Gemahlin des \u201eWalzerk\u00f6nigs\u201d Johann Strau\u00df Sohn (1825 \u2013 1899) und Schwiegermutter von Ivan I. von Wimpffen<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/135.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-193 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/135-300x196.jpg\" alt=\"135\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/135-300x196.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/135-768x502.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/135-1024x669.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/135.jpg 1077w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 16: Das heute als Hotel mit Reitschule dienende, einst zum Gest\u00fct der Ritter von Todesco geh\u00f6rende, vorherige Schloss der Grafen Zichy Nagyvazsony, Komitat V\u00e9szprem in Nordwestungarn, 2009 nach der Restaurierung erstellte Fotografie<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie nachfolgend gezeigt, schlugen beide S\u00f6hne des Ivan und der Aloisia von Wimpffen, so wie dies zuvor die Vorfahren \u00fcber vier Generationen (seit deren Ururgro\u00dfvater und Zweiggr\u00fcnder FRANZ GEORG VON WIMPFFEN) dies getan hatten, die milit\u00e4rische Laufbahn ein, indem sie in Husaren-Regimenter eintraten. Und sie k\u00e4mpften als Offiziere im Ersten Weltkrieg in der \u00f6sterreich-ungarischen Armee mit f\u00fcr sie schlimmen bis schlimmsten Folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a015d &#8211;<br \/>\nJ\u00fcngerer der beiden S\u00f6hne des Ivan I. von Wimpffen<br \/>\n<u>PHILIPP VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeb. am 9. November 1882<br \/>\nin \u00d3gyalla\/Ungarn,\u00a0heute Hurbanovo in der Slowakei;<br \/>\ngest. am 16. Mai 1915 an den Folgen seiner Verwundung<br \/>\nim Ersten Weltkrieg bei Krzcin\/Polen:<\/p>\n<p>Wie sein \u00e4lterer Bruder Ivan (II.) trat er nach 6 Klassen Gymnasium in die Kavallerie-Kadettenschule in M\u00e4hrisch-Wei\u00dfkirchen ein, wo er das Abitur bestand. Dann trat er in das Husaren-Regiment Nr. 3 Graf Hadik \u00fcber, wurde aber bald als Ausbilder f\u00fcr Kavallerieoffiziere nach Wien versetzt. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kehrte er zu seinem Regiment zur\u00fcck und wurde mit diesem nach Artasow, nahe Lemberg, versetzt. Was er dann als Kavallerist bei den Reiterangriffen gegen die russischen Stellungen Schreckliches erlebte und welche \u00c4nderungen vor allem bez\u00fcglich der bislang bunten Uniformen getroffen wurden, l\u00e4sst sich in der Website des Dr. Hans H. von Wimpffen nachlesen, dazuhin das Drama, wie er, der Rittmeister und F\u00fchrer der 3. Eskadron, bei Krzcin an der Weichsel durch einen Lungenschuss und einen S\u00e4belhieb durch die angreifenden russischen Truppen schwer verwundet, gefangen genommen, wieder befreit und dann todeswund im Zug Richtung Wien gebracht wird, unterwegs aber stirbt. Sein nach Wien \u00fcberf\u00fchrter Leichnam bekommt im Wiener Zentralfriedhof ein Ehrengrab, wo neben ihm zwei Jahre sp\u00e4ter sein am 14. Mai 1817 in Wien verstorbener \u201eVetter\u201d (im \u00fcbertragenen Sinne) RITTMEISTER MAX(IMILIAN) VON WIMPFFEN, Angeh\u00f6riger der W\u00fcrttembergischen Nebenlinie (siehe \u00fcber diesen in Kapitel W. Wilhelm von Wimpffen berichtet), begraben wird. Von Philipp und seinem \u00e4lteren Bruder Ivan hat sich aus gl\u00fccklichen Vorkriegszeiten die nachstehend gezeigte Fotografie erhalten:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/136.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-194 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/136-1024x676.jpg\" alt=\"136\" width=\"660\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/136-1024x676.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/136-300x198.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/136-768x507.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/136.jpg 1069w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 17: Ivan und Philipp von Wimpffen auf dem Bock einer abfahrbereiten Kutsche in Neusiedl am See am 8. August 1907<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Philipp von Wimpffen war mit VILMA (WILMA) VON THOMKA verheiratet und seine Ehe blieb kinderlos. Diese starb 1979 mit 91 Jahren im kleinen ungarischen Dorf Nyirtass nach einem durch die Vertreibung des Jahres 1945 aus ihrem Wohnplatz Kassa (in der heutigen Sklowakei) ver\u00e4nderten zwar bescheidenen, doch von Gesundheit begleiteten Leben und wurde auf dem dortigen Friedhof beerdigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00c4lterer der beiden S\u00f6hne des Ivan I. von Wimpffen<br \/>\n<u>IVAN II. VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeb. am 12. Januar 1880<br \/>\n&#8211; wie sein Bruder &#8211;<br \/>\nin \u00d3gyalla\/Ungarn, heute Hurbanovo in der Slowakei;<br \/>\ngest. am 20. September 1944<br \/>\nin K\u00f6lesd\/Ungarn\u00a0(Transdanubien, Komitat Tolna):<\/p>\n<p>Dessen Schullaufbahn und Ausbildungsgang zum Offizier deckt sich mit der- bzw. demjenigen des j\u00fcngeren Bruders. Nach der Reifepr\u00fcfung in das Husarenregiment Nr. 5 Graf Radetzky eingetreten, das den Namen des engen Freundes seines Urgro\u00dfonkels Marschall Maximilian von Wimpffen tr\u00e4gt und als eines der vornehmsten Regimenter der k. u. k. Armee g\u00edlt, wird er 1900 zum Leutnant bef\u00f6rdert. Bei einem Regimentsball in Pressburg soll der fesche schwarzhaaarig- braun\u00e4ugige stattliche Husarenoffizier zu vorger\u00fcckter Stunde nach einem feurigen Tanz dem Fr\u00e4ulein ILONA SCHERZ DE VASZOJA (1877 \u2013 1940) die Ehe versprochen haben. Diese wird am 10. Juni 1902 in Pressburg mit \u201eAllerh\u00f6chster Gnade\u201d gegen die Zusicherung von 3.000 Kronen j\u00e4hrlichen Nebeneinkommens seitens der Mutter des Br\u00e4utigams geschlossen. Die Braut entstammt einer deutschst\u00e4mmigen Pressburger Patrizierfamilie, die ein kleines Gut in Vaszoja (heute in der Slowakei) besitzt. In Pressburg in der Bel-Matyas-Stra\u00dfe im Hause von Ilonas Familie bezieht das junge Paar eine Wohnung und 1903 kommt dort der Sohn IVAN (III.) zur Welt; eine Tochter namens MARIA verlieren sie schon im Kleinkindalter. 1906 wird er zum Oberleutnant bef\u00f6rdert. In den folgenden Jahren ist er mit seiner Eskadron in wechselnden Standorten wie u. a. Neusiedl am See oder Pressburg stationiert. 1908 erfolgt die Verlegung seines Husarenregiments Nr. 5 nach Galizien mit Standort Lancut, wohin die Familie bald nachzieht. 1910 ist er als Kommandant eines Pionierzugs nach Komarom an der Donau (Nordungarn) zur Durchf\u00fchrung von Schwimm\u00fcbungen eingesetzt. Dort wird ihm, Oberleutnant Ivan Freiherr von Wimpffen-Mollberg, wie es hei\u00dft, vom Regimentskommando eine besondere Anerkennung f\u00fcr seine Fachkenntnis, seinen unerm\u00fcdlichen Diensteifer und seine musterg\u00fcltige Arbeitswilligkeit ausgesprochen. Am 1. Mai 1914 wird er zum Rittmeister mit gleichzeitiger \u00dcbernahme des Kommandos des Pionierzuges des Regiments in Komarom ernannt. Die damaligen Regimentsakten bezeichnen ihn als einen Menschen mit eisernem Charakter, ebensolcher Willensst\u00e4rke mit hervorragenden Geistesgaben, umsichtig und energisch, tapfer und unerschrocken, f\u00fcr jeden selbst\u00e4ndigen Posten hervorragend geeignet, von allerbester Einwirkung auf Untergebene und den Geist der Truppe und einen in jeder Lage hervorragend verwendbaren Offizier. Kurz danach erfolgt der \u00dcbertritt in das ungarisch-siebenb\u00fcrgische 11. Elite-Szekler-Husarenregiment, in dem sein Ururgro\u00dfvater Feldmarschall-Leutnant Franz Georg vor rund 1 \u00bd Jahrhunderten seine Milit\u00e4rlaufbahn begonnen hat. Dort \u00fcbernimmt er das Kommando \u00fcber die 6. Eskadron.<\/p>\n<p>Mit dieser zieht er in den beginnenden Ersten Weltkrieg. Im Verband der 6. Kavalleriedivision st\u00f6\u00dft sein Regiment in Galizien voran und nimmt an den dortigen gro\u00dfen Gefechten Anteil. Wie der 18. Juni 1915 dann zum Schicksalstag des Rittmeisters Ivan II. von Wimpffen und dieser von Kugeln in Lunge und Leber und am rechten Oberschenkel getroffen wird, in russische Gefangenschaft ger\u00e4t, dort beinamputiert, schlie\u00dflich auf Betreiben der d\u00e4nischen Wimpffen-Verwandten beim Roten Kreuz aus dem Gefangenenlager in St. Petersburg entlassen, nach \u00d6sterreich \u00fcberstellt wird und er, mit 35 Jahren zum Kr\u00fcppel geschossen, schlie\u00dflich in Wien seine dorthin schon bereits 1914 vom galizischen Lancut hingezogene Familie wiederfindet, l\u00e4sst sich im Einzelnen der Website von Dr. Hans H. von Wimpffen entnehmen, dazuhin auch N\u00e4heres \u00fcber die Ivan II. von Wimpffen w\u00e4hrend und nach dem Kriegseinsatz verliehenen vier Ordensauszeichnungen. Zwar kann er Anfang April 1916 zusammen mit seiner Familie zum Standort des 11. Husarenregiments in Szombathely (Steinamanger) in Westungarn unweit der \u00f6sterreichischen Grenze zur Steiermark hin zur\u00fcckkehren und beim Regimentskommando eine Stelle als Adjudant des Kommandeurs einer Ersatz-Eskadron \u00fcbernehmen; auch wird er bald zum Major und noch vor Kriegsende zum Oberstleutnant bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Doch muss er im ungarischen Szombathely den aus der milit\u00e4rischen Niederlage gewachsenen Waffenstillstand mit den Alliierten vom November 1918 und den daraus wachsenden Zusammenbruch der Habsburgermonarchie mit dem Regierungsverzicht von Kaiser Karl I., der Aufl\u00f6sung der kaiserlich-k\u00f6niglichen Armee und Proklamierung der Republik erleben. Der Umstand, dass im Zuge der Niederlage erfolgenden vielen politischen Umgestaltungen die Tschechoslowakei neugegr\u00fcndet wird, bringt es mit sich, dass das Gut der Famiie Scherz de Vaszowa von den neuen Machthabern enteignet wird. Und die f\u00fcr Ungarn optierende Familie verkauft das Haus in der Mel-Matyas-Stra\u00dfe im nun der Tschechoslowakei zugeschlagenen Pressburg (Slowakisch Bratislawa) und w\u00e4hlt Ungarn zu ihrer neuen Heimat. Am 1. M\u00e4rz 1820 wird Admiral Horthy von der Nationalversammlung zum Reichsverweser Ungarns erkl\u00e4rt und der in unersch\u00fctterlicher Treue zum Hause Habsburg stehende Iwan II. von Wimpffen gibt sich 1921 als der F\u00fchrer jener Kavallerieoffiziere, die sich in der Kaserne zu Szombathely versammeln und erkl\u00e4ren, die Versuche des ehemaligen Kaisers Karl I., in Ungarn als K\u00f6nig an die Macht zu gelangen, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu unterst\u00fctzen. Doch wird dieser \u201eK\u00f6nigsputsch\u201d von nationalistischen Offizieren und bewaffneten Studenten gestoppt und der \u201eFeuergeist\u201d Ivan von Wimpffen wird auf Gehei\u00df des neuen Machthabers zum Putschisten und Hochverr\u00e4ter erkl\u00e4rt. Zu den peinlichen Widerspr\u00fcchen der Familiengeschichte geh\u00f6rt, dass den Reihen des sog. Studentenbataillons auch sein damals achtzehnj\u00e4hriger Sohn Ivan Philipp angeh\u00f6rt hat. Nicht nur, dass er, der Kriegsinvalide, Misshandlungen erdulden muss; er erh\u00e4lt Hausarrest, darf Szombathely nicht verlassen und schlie\u00dflich wird ihm sogar seine Offizierspension gestrichen. Mit Frau und Kind muss er in eine \u00e4rmliche Wohnung und sp\u00e4ter in ein g\u00e4nzlich heruntergekommenes Anwesen ziehen. Der Polizeipr\u00e4sident teilt ihm mit, wenn es ihm in Ungarn nicht passe, k\u00f6nne er nach \u00d6sterreich verschwinden und in Wien &#8211; damals Schicksal vieler ehemaliger Milit\u00e4rs sowie Invaliden &#8211; betteln gehen. Allein die materielle Unterst\u00fctzung des Bischofs von Szombathely Graf Janos Mikes erm\u00f6glicht ihm ein bescheidenes Auskommen. 1925 teilt ihm das Kriegsministerium mit, dass ihm eine Pension von 235 Kronen bewilligt werde, wozu noch 48 Kronen Wohngeld kommen. Die Folgejahre verbringt er in Szombathely im Kreise seiner ehemaligen Regimentskameraden. Nach dem Tod seiner Frau Ilona im Jahr 1940, die in Szombathely ihre letzte Ruhest\u00e4tte findet, siedelt er nach K\u00f6lesd in S\u00fcdungarn auf das Gut seines ehemaligen Regimentskameraden Baron Andor Jeszensky um. Dort lebt er v\u00f6llig zur\u00fcckgezogen bis zu seinem Tod im zweitletzten Jahr des Zweiten Weltkrieges 1944. Er wird auf dem Friedhof in K\u00f6lesd beerdigt. Man darf annehmen, dass seine Einsamkeit und sein k\u00f6rperliches und seelisches Leidenm\u00fcssen als Beinamputierter und als zum Staatsalmosenempf\u00e4nger herabgew\u00fcrdigte einstig hochgestellte Offiziers- und Adelspers\u00f6nlichkeit durch den beachtlichen Aufstieg seines einzigen Sohnes IVAN III. PHILIPP in seiner vielseitigen T\u00e4tigkeit als Journalist, Radiokommentator und zuletzt Diplomat wohl immer wieder Momente der Freude und Genugtuung und damit des Vergessens geschenkt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a016d &#8211;<br \/>\nEinziger Sohn von Ivan II. von Wimpffen<br \/>\n<u>IVAN III. PHILIPP VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeb. am 15. Juli 1903<br \/>\nin Pressburg (Ungarisch Poszony), heute Bratislava\/Slowakei;<br \/>\ngest. am 30. Mai 1990<br \/>\nin Wien;<br \/>\nHeirat 1929 mit<br \/>\n<u>CLARA BOTH DE BOTFALVA UND BAJNA<\/u>,<br \/>\ngeb. am 12. Dezember 1907<br \/>\nin Iklad-Domony\/Ungarn;<br \/>\ngest. am 27. Mai 2000<br \/>\nin Bakonys\u00e1g\/Ungarn:<\/p>\n<p>Dieser soll sich nach dem Willen des Vaters und der nunmehr \u00fcber sechs Generationen reichenden Familientradition der milit\u00e4rischen Laufbahn widmen und in noch jungen Jahren in eine Kadettenanstalt eintreten. Nach der Verlegung des Standortes des Husarenregimentes Nr. 5 seines Vaters und Nachzug der Familie von Pressburg nach Lancut in Galizien im Jahre 1908 wird jedoch das Ziel der milit\u00e4rischen Ausbildung aufgegeben. Er besucht dort die galizische Volksschule. Als sein Vater 1914 mit seinem neugew\u00e4hlten 11. Husarenregiment in den Krieg zieht, beschlie\u00dft die Mutter, den Wohnsitz nach Wien zu verlegen, um dort das erwartete baldige Ende des Krieges abzuwarten. Nach der Fahrt mit dem Zug bis nach Pressburg geht es mit einem Fiaker weiter. Auf halbem Weg f\u00e4ngt der Landauer Feuer und vernichtet das gesamte mitgef\u00fchrte Gep\u00e4ck. Ohne Hab und Gut kommen sie in Wien an und beziehen im Hotel Lamm ein Zimmer und mit Hilfe von Verwandten bald eine Wohnung. Nachdem der Vater 1916 als beinamputierter Kriegsinvalide nach Wien heimkehrt und dann sich mit Familie am Standort seines Husarenregiments Nr. 11 in K\u00f6szeg (deutsch: G\u00fcnz), gelegen im Nordwesten Ungarns an der Grenze zur Steiermark hin, niedergelassen hat, besucht Ivan dort die k. u. k. Realschule, wo er das Abitur ablegt.<\/p>\n<p>Danach l\u00e4sst er sich an der juristischen Fakult\u00e4t der Universi\u00e4t Budapest immatrikulieren. 1925 setzt er sein Studium in Paris an der Sorbonne fort und erh\u00e4lt 1929 das Diplom der \u00c9cole des Siences Politiques der Universi\u00e4t Paris. W\u00e4hrend seines dortigen Studiums lernt er seine sp\u00e4tere Frau, CLARA BOTH VON BOTFALVA UND BAJNA, geboren am 12. Dezember 1907 in Iklad-Domony\/Ungarn, kennen, die an der Kunstakademie Paris Malerei studiert. Diese schlie\u00dfen 1929 in Budapest die Ehe. Damit verbinden sich die Wimpffen-Mollberg mit einer aus \u00e4ltestem ungarischen Adel stammenden Familie, deren nachstehend gezeigtes Wappen das Ergebnis einer im 15. Jahrhundert erfolgten Wappenvermehrung darstellt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/137.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-195 size-medium aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/137-249x300.jpg\" alt=\"137\" width=\"249\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/137-249x300.jpg 249w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/137.jpg 637w\" sizes=\"(max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 18: Das Wappen der Familie der Clara Both de Botfalva (1907 \u2013 2000), der Gattin von Ivan III. von Wimpffen-Mollberg, \u00fcbernommen aus der Urkunde einer Wappenvermehrung durch den K\u00f6nig Mathias Corvinus<\/strong> <strong>von 1460<\/strong>.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses findet sich in einer vereinfachten Form in Wimpfen am Berg am Fachwerkhaus von HANS H. FREIHERR VON WIMPFFEN an der Schauseite zur unteren Hauptstra\u00dfe hin auf dem Laden des ostw\u00e4rtigen der vier Fenster des dritten Stockwerks in Schwarz und Rot und Wei\u00df und Blau neben dem Wappen derer Von Wimpffen zur Schau gestellt. Folgend der Website des Dr. Hans H. von Wimpffen, Rubrik \u201ebiographien\u201d, \u201eClara von Wimpffen\u201d, soll kurz zusammenfassend deren Herkunft aufgezeigt werden:<br \/>\nIm 9. Jahrhundert soll deren Urgeschlecht der OSLI DE GENERE CSORNA an der ungarischen Landnahme beteiligt gewesen sein. Dieses war einer der 108 St\u00e4mme des magyarischen Heeres, das nach der Eroberung des Karpathenbeckens die Aufgabe erhielt, an der Westgrenze des k\u00fcnftigen Reiches die Gegend des heutigen s\u00fcdwestlich vom Neusiedler See gelegenen Sopron (deutsch \u00d6denburg) zu besiedeln, die dieses im 13. Jahrhundert zugewiesen bekam. (\u00dcbrigens ist Sopron = \u00d6denburg zuf\u00e4llig jene Stadt, zwischen der und der Stadt Bad Wimpfen nach dem Zweiten Weltkrieg sich nach der Vertreibung des dortigen Anteils der deutschst\u00e4mmigen Bev\u00f6lkerung eine St\u00e4dtepartnerschaft entwickelte &#8211; Verbindung begonnen 1951, besiegelt 1991 &#8211; und dazuhin im ehemaligen Heiliggeistspital Wimpfen das dieser Stadt und ihrer Umgebung gewidmete \u201e\u00d6denburger Heimatmuseum\u201d entstanden ist!) Im Verlauf der kommenden Jahrhunderte erwarben die Nachkommen des vorgenannten Geschlechts zahlreiche Herrschaften und Burgen und sie geh\u00f6rten im Mittelalter zu den angesehensten Baronen der ungarischen K\u00f6nige. Drei von ihnen bekleideten im K\u00f6nigreich Ungarn die h\u00f6chsten \u00c4mter. Im obigen schr\u00e4ggestellten mit Helm, Helmdecke und Helmkleinod \u00fcppig besetzten Wappenschild findet sich ein in Schwarz gehaltener Geharnischter mit gespannter Armbrust, der von der Schw\u00e4rzung her als ein Mitglied der sog. Schwarzen Armee des sagenumsponnenen K\u00f6nigs und T\u00fcrkenbezw\u00edngers Matthias Corvinus des 15. Jahrhunderts gilt und womit darauf abgehoben ist, dass JANOS BOTH DER \u00c4LTERE VON BOTFALVA, Vizek\u00f6nig (Banus) von Kroatien, 1493 bei Brinia im Kampf gegen die T\u00fcrken gefallen sowie Andreas Both von Botfalva und Bajna, Vizek\u00f6nig von Kroatien, Dalmatien und Slavonien, als Mitglied dieser \u201eSchwarzen Armee\u201d an vielen K\u00e4mpfen dieses S\u00f6ldnerheeres beteiligt gewesen ist. JANOS BOTH verteidigte 1521 vergeblich die Burg Nandrofehewar (Belgrad) und GASPAR BOTH 1566 mit Erfolg seine Stammburg Botszent-Gy\u00f6rgy gegen die T\u00fcrken. In den folgenden Jahrhunderten widmeten sich die Mitglieder dieser Familie dem Rechtsberuf und dem Kriegshandwerk. Der Urgro\u00dfvater der Clara von Both, GYULA BOTH, war oberster Richter der oberungarischen Stadt Eperjes, ihr Gro\u00dfvater MENYHERT I. BOTH k\u00f6niglicher Ankl\u00e4ger des ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Prozesses von 1882\/83 gegen 15 j\u00fcdische Angeklagte aus dem Dorf Tisza-Eszlar wegen angeblichen Ritualmordes gewesen, der diesen wenige Tage vor dessen Beginn in den Freitod aus Gewissensgr\u00fcnden (weil er dem Antisemitismus keinen Vorschub leisten wollte) trieb, schlie\u00dflich mit dem Freispruch der Angeklagten endete und der in unserem Jahrhundert u. a. Stoff f\u00fcr ein Drama von Arnold Zweig (1913 \u201eRitualmord in Ungarn\u201d) und mehrfach f\u00fcr den Film (z. B. 1947 von G. W. Pabst \u201eDer Proze\u00df\u201d) abgegeben hat. Dessen Sohn MENYHERT II. BOTH, der Vater von Clara Both, brach sein Jurastudium ab, wurde Kunstmaler mit dem Schwerpunkt Portrait- und Genremalerei, er\u00f6ffnete 1887 in Budapest eine Schule f\u00fcr Kunstmalerei und bet\u00e4tigte sich auch als Kunstkritiker. Er starb 1919 in Budapest an den Folgen der spanischen Grippe und erhielt von der Stadt Budapest ein Ehrengrab; seine Gattin und Mutter der Clara Both ERZSEBETH BOTH GEB. BAGHY DE SZECSENY folgte ihm 83-j\u00e4hrig im Jahr 1958.<\/p>\n<p>CLARA BOTH war Elevin der Klosterschule \u201eSacre Coeur\u201d in Budapest gewesen. In den Ferien hatte sie mit den Eltern ausgedehnte Reisen nach Italien und Frankreich unternommen und 1911 \u2013 1913 mit der Familie in M\u00fcnchen gelebt, wo der Vater einen Lehrauftrag an der Akademie aus\u00fcbte. Nach Krieg und Revolution war sie nach Paris zum &#8211; wie schon gesagt &#8211; Studium der Malerei gegangen.<\/p>\n<p>Im Jahr der Eheschlie\u00dfung 1928 nach Budapest heimgekehrt, begann Ivan III. Philipp von Wimpffen unter der Protektion von MIKLOS KOZMA, einem ehemaligen Regimentskameraden seines Vaters, sich als Journalist zu bet\u00e4tigen und fand mit Unterst\u00fctzung seines Onkels (Bruders der Mutter) EDUARDV SCHERZ VON VASZOJA nach wenigen Jahren journalistischer T\u00e4tigkeit Zugang zum im Aufbau begriffenen Ungarischen Rundfunk (Magyar Radio). Seit 1907 bei Telefon Hirmondo Chefsprecher und somit auch erster solcher des staatlichen ungarischen Rundfunks, war dort Eduard Scherz als \u201eEde bacsi\u201d (Onkel Ede) zur Legende geworden. So lag es auf der Hand, dass dieser f\u00fcr seinen Neffen zum einflussreichen Protektor und Ivan Philipp von Wimpffen, als Anfang der 1930er Jahre die Direkt\u00fcbertragungen eingef\u00fchrt wurden, zu den ersten Live-Reportern geh\u00f6rte. Zum Leiter der Auslandabteilung des Ungarischen Rundfunks ernannt, bereiste er viele L\u00e4nder. Doch verlagerte sich der Schwerpunkt der T\u00e4tigkeit immer mehr in die L\u00e4nder der \u201eAchsenm\u00e4chte\u201d. Aber wenn englische, amerikanische oder franz\u00f6sische Politiker Ungarn besuchten, war Ivan von Wimpffen deren Interviewer; seine Gespr\u00e4che mit Sir Josiah Stamp, Galeazzo Ciano und Neville Chamberlain haben Schlagzeilen gemacht. Doch h\u00e4tte ein Lapsus linquae 1936 beinahe seiner Karriere ein Ende bereitet. Denn als er anl\u00e4sslich des in M\u00fcnchen im Krankenhaus erfolgten Todes des ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Gyula G\u00f6mb\u00f6s, eines Bewunderers von Adolf Hitler und des \u201eDritten Reiches\u201d, gerade noch rechtzeitig vom angeflogenen Flugplatz M\u00fcnchen-Riem aus den M\u00fcnchener Hauptbahnhof erreicht hat, um den Beginn der angeordneten Staatsfeierlichkeiten zu dessen Tode zu kommentieren, und seine \u00dcbertragung mit den Worten \u201eVerehrte H\u00f6rer, mit aufrichtiger Freude kann ich Ihnen mitteilen, dass es gelungen ist, die Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des Todes des verstorbenen Ministerpr\u00e4dsidenten Gyula G\u00f6mb\u00f6s zu \u00fcbertragen\u201d beginnt, geht ein Aufschrei durch die Reihen der Anh\u00e4nger des Ministerpr\u00e4sidenten und der nationalistischen Politiker. Denn diese beziehen seine \u201eaufrichtige Freude\u201d auf den Tod des Ministerpr\u00e4sidenten. Nur mit M\u00fche gelingt es ihm, glaubhaft zu machen, dass sich diese Freude auf seine gerade noch gelungene Ankunft auf dem Bahnhof bezog. Er beh\u00e4lt seine Stelle als Leiter der Auslandssabteilung des Ungarischen Rundfunks, aus dessen innerer T\u00e4tigkeit die nachfolgende Fotografie stammt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/138.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-196 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/138-1024x672.jpg\" alt=\"138\" width=\"660\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/138-1024x672.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/138-300x197.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/138-768x504.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/138.jpg 1067w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 19: Ivan Philipp von Wimpffen (1903 \u2013 1990), Leiter der Auslandabteilung des Ungarischen Rundfunks (Radio Magyar), im Tonstudio, Foto aus den 1930er Jahren<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Er avanciert zu den bekanntesten Reportern des Landes. Kaum ein Gast der ungarischen Ministerien, der nicht vor seinem Mikrofon sitzt und die meisten Berichte \u00fcber den V\u00f6lkerbund stammen von ihm. 1937 liegt der Schwerpunkt seiner Reportert\u00e4tigkeit in Berlin, wo er z. B. den ungarischen Reichsverweser Horty nach Kiel zur Flottenparade mitbegleitet und bei der das Schlachtschiff \u201ePrinz Eugen\u201d vom Stapel l\u00e4uft. Die und seines Kollegen \u00dcbertragung vom Baukran aus kommt auch in die Wochenschau, wobei das Publikum sich \u00fcber die beiden befrackten ungarischen Reporter neben den uniformierten solchen vom Reichsrundfunk und den vielen Milit\u00e4rs belustigt.<\/p>\n<p>Was seine Frau Clara Both von Wimpffen anbelangt, so bringt diese nicht nur zwei S\u00f6hne auf die Welt, 1931 GEORGE IVAN und 1834 HANS HERMANN, sondern in den beginnenden 1930er Jahren nimmt sie eine T\u00e4tigkeit als Portrait-Malerin auf. In dieser Zeit entsteht z. B. ein Portrait jenes Bischofs von Szombathely namens GRAF JANOS MIKES, der ihrem Schwiegervater Mitte der 1920er Jahre geholfen hatte, die Zeit der Pensionsstreichung zu \u00fcberstehen. Gleichzeitig er\u00f6ffnet sie in Budapest ein Atelier f\u00fcr Innenarchitektur und entwirft in Zusammenarbeit mit K\u00fcnstlern und Handwerkern eigene Einrichtungsgegenst\u00e4nde, so die gesamte Inneneinrichtung der Villa des ber\u00fchmten ungarischen Schriftstellers Lajos Zilahy. Aus der Zeit des beginnenden Zweiten Weltkriegs stammt die sie nachstehend zeigende k\u00fcnstlerische Fotografie:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/139.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-197 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/139-300x216.jpg\" alt=\"139\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/139-300x216.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/139-768x554.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/139-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/139.jpg 1277w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 20: Clara von Wimpffen (1907 \u2013 2000) im Jahr 1940 (Photo: Angelo, Budapest)<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach dem Freitod ihres Bruders GY\u00d6RGY BOTH 1943 \u00fcbernimmt sie dessen G\u00fcter und zieht nach Kistape-Bikacs im Komitat Tolna im s\u00fcdlichen Zentralungarn, wo sie das nachstehend gezeigte Schl\u00f6sschen bewohnt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/140.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-198 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/140-1024x715.jpg\" alt=\"140\" width=\"660\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/140-1024x715.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/140-300x209.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/140-768x536.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/140.jpg 1285w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 21: Sommerschloss in Gy\u00f6ry-major bei Kistape auf einem historischen Gem\u00e4lde (heute nicht mehr vorhanden)<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenig zuvor hatte die erfolgreiche Journalistent\u00e4tigkeit ihres Gatten beim Ungarischen Rundfunk geendet und war dieser in den diplomatischen Dienst als Presseattachee an der ungarischen Botschaft in Spanien getreten. Hierzu die nachfolgende<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/141.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-199 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/141-1024x733.jpg\" alt=\"141\" width=\"660\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/141-1024x733.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/141-300x215.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/141-768x549.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/141.jpg 1075w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 22: Ivan III. von Wimpffen im Kreise der Botschafter (Vierter von links in der ersten Reihe) in Madrid anl\u00e4sslich einer Milit\u00e4rparade 1943<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie es und warum es dort im Gefolge der unterschiedlichen politischen Str\u00f6mungen sowie Besch\u00e4ftigung eines j\u00fcdischen Emigranten zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Milit\u00e4rattachee kommt und nach einer fl\u00fcchtigen Freundschaft mit der Tochter eines j\u00fcdischen Industriellen Iwan von Wimpffen Ende 1943 dort abberufen wird, l\u00e4sst sich im Einzelnen in der besagten Website nachlesen. Er verl\u00e4sst den diplomatischen Dienst und zieht sich auf das Landgut seiner Frau in Kistape zur\u00fcck. Dort erlebt er mit der Familie im November 1944 den Einmarsch der Roten Armee und die Zerst\u00f6rungen der einmarschierenden russischen Truppen. Zun\u00e4chst schafft er es, 1946 erneut in den Staatsdienst aufgenommen und durch Kultusminister Gyula Ortulay zum Ministerialrat im ungarischen Kultusministerium berufen zu werden. Als 1948 jedoch die Kommunisten die Macht \u00fcbernehmen und Ungarn eine Volksrepublik wird, enthebt man ihn seines Postens. Seine Frau wird zur gleichen Zeit gezwungen, in einer Kolchose zu arbeiten. Siehe dazu die aus dieser Zeit von dieser stammende Fotografie, aus deren verh\u00e4rmtem Blick und hohlen Wangen die Schwere ihrer Situation zu lesen ist und die zutiefst anr\u00fchrt, wenn man den Vergleich mit der gezeigten solchen von einem knappen Jahrzehnt zuvor trifft:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/142.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-200 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/142-300x216.jpg\" alt=\"142\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/142-300x216.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/142-768x553.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/142-1024x737.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/142.jpg 1281w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 23: Clara von Wimpffen (1907 \u2013 2000) im Jahr 1948 als Arbeiterin in einer Kolchose beim \u201eAufbau des Sozalismus\u201d in Bikacs<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazuhin wird im selben Jahr ihre offenbar zerfallene Ehe mit Ivan von Wimpffen geschieden. Nach der gewaltsamen Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes durch sowjetische Truppen des Jahres 1956 versucht sie, sich aus den schlimmen Zw\u00e4ngen und dem deprimierenden Niedergang der sozialen Gegebenheiten durch die Flucht in die USA zu befreien. Sie verl\u00e4sst am 1. Dezember 1956 Ungarn und ihr Fluchtweg f\u00fchrt bei Nacht und Nebel \u00fcber Osli, jenen Grenzort, der vor 700 Jahren ihrem Urahn geh\u00f6rt hat. Sie l\u00e4sst sich mit ihrem \u00e4lteren damals 25-j\u00e4hrigen GEORGE IVAN in Chicago nieder, w\u00e4hrend der j\u00fcngere 22-j\u00e4hrige Sohn HANS HERMANN ein Studium in der Bundesrepublik Deutschland beginnt. In Chicago arbeitet sie in der Firma Denoyer and Geppert als Kunstmalerin. Gleichzeitig nimmt sie wieder ihre Arbeit als Portrait- und Landschaftsmalerin auf. An die 300 Werke verlassen in gut 30 Jahren ihr Atelier. Zu den bekanntesten Werken geh\u00f6ren die nachstehend gezeigten drei Gem\u00e4lde:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/143.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-201 size-medium aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/143-216x300.jpg\" alt=\"143\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/143-216x300.jpg 216w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/143-768x1068.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/143-736x1024.jpg 736w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/143.jpg 923w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 24: Clara von Both (1907 \u2013 2000), Portrait des amerikanischen Gesch\u00e4ftsmannes, konservativen Politikers, vielmaligen Senators seines Heimatstaates Arizona und Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Barry Goldwater (1909 \u2013 1998)<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/144.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-202 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/144-217x300.jpg\" alt=\"144\" width=\"217\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/144-217x300.jpg 217w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/144-768x1062.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/144-740x1024.jpg 740w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/144.jpg 927w\" sizes=\"(max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 25: Clara von Both (1907 \u2013 2000), Portrait des Stefan Kardinal Wyschinski (1901 \u2013 1981), das sich im Polnischen Museum in Chicago befindet\u00a0<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/145.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-203 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/145-200x300.jpg\" alt=\"145\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/145-200x300.jpg 200w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/145-681x1024.jpg 681w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/145.jpg 710w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 26: Clara von Both (1907 \u2013 2000), Altarbild in de<\/strong><strong>r St. Stephen Church in Chicago\/USA<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diesen soll noch ein Foto folgen, das die K\u00fcnstlerin bei ihrer Arbeit zeigt, dazuhin eine Selbstdarstellung aus der Zeit ihres Lebens in den USA:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/146.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-204 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/146-217x300.jpg\" alt=\"146\" width=\"217\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/146-217x300.jpg 217w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/146-768x1063.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/146-740x1024.jpg 740w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/146.jpg 933w\" sizes=\"(max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 27: Farbfotografie der Clara von Both (1907 \u2013 2000) bei der Herstellung des Altargem\u00e4ldes in der St. Stephen Church in Chicago<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/147.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-205 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/147-199x300.jpg\" alt=\"147\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/147-199x300.jpg 199w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/147-679x1024.jpg 679w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/147.jpg 708w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 28:<\/strong> <strong>Clara von Both (1907 \u2013 2000),<\/strong> <strong>Selbstbildnis, entstanden in den USA zu nicht festgehaltenem Zeitpunkt<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ihr 1948 von ihr geschiedener und als aristokratischer Klassenfeind aus seiner Staatsstellung beim Kultusministerium entlassener Mann IVAN III. VON WIMPFFEN muss sich zun\u00e4chst als Hilfsarbeiter in einer verstaatlichen Imkerei verdingen und wird dann 1951 als Fremdsprachenkorrespondent bei einer Import-Firma angestellt. Von 1952 bis 1956 arbeitet er in derselben Funktion beim staatlichen Reiseunternehmen IBUSZ. Auch er verl\u00e4sst nach der Niederschlagung des Volksaufstandes Ungarn &#8211; und zwar 1958, also zwei Jahre sp\u00e4ter als seine geschiedene Frau. Und zwar kehrt er nach \u00d6sterreich zur\u00fcck und wird wieder \u00f6sterreichischer Staatsb\u00fcrger. In Wien findet er zun\u00e4chst Anstellung im staatlichen \u00d6sterreichischen Reiseb\u00fcro. Wenig sp\u00e4ter wird er Direktor des \u201ePalais P\u00e1llfy\u201d (Kulturveranstaltungs- und Ausstellungszentrum) am Josefsplatz. Er verstirbt am 30. Mai 1990 im Wiener Josefskrankenhaus im 87. Lebensjahr und wird auf dem Wiener Friedhof Grinzing beigesetzt.<\/p>\n<p>Clara von Both will in den USA trotz ihres dortigen Reussierens nicht sterben und begraben werden, sondern in ihrem Heimatland Ungarn. In diesem waren zu Beginn der 1990er Jahre die sowjetischen Truppen abgezogen und hatte sich die endg\u00fcltige \u00d6ffnung nach dem Westen und die Entwicklung zur Republik mit der Aufnahme in den Europarat und dem Assoziierungsabkommen vollzogen. Somit kehrte sie &#8211; nun schon 87 Jahre alt &#8211; 1994 nach fast vier Jahrzehnten dorthin zur\u00fcck. Ihr damals schon in Bad Wimpfen ans\u00e4ssiger j\u00fcngerer Sohn Hans Hermann (N\u00e4heres \u00fcber diesen innerhalb der nachstehenden Generation 17d) erwarb f\u00fcr sie ein Haus im unweit von der Komitatsstadt Papa auf halbem Wege zwischen Neusiedlersee und Plattensee im \u00dcbergangsgebiet vom Bakonywald zur ungarischen Tiefebene hin gelegenen Stra\u00dfendorf Bakonys\u00e1g. Die Wahl dieses Ortes, so schreibt der besagte Sohn, war kein Zufall; denn der habe vor der kommunistischen Macht\u00fcbernahme (mit anschlie\u00dfend erfolgter Enteignung des Gro\u00dfgrundbesitzers) dem Grafen Esterhazy geh\u00f6rt und in jener Gegend h\u00e4tten einst die Hauptman\u00f6ver des 7. Husarenregiments stattgefunden, in dessen Verband IVAN I. VON WIMPFFEN, der Gro\u00dfvater ihres Mannes, Dienst getan hatte. Dass sie bereits Jahre vor der R\u00fcckkehr nach Ungarn bei diesem zu Besuch in Bad Wimpfen gewesen ist, darauf d\u00fcrfte das im Anfangsteil in der Abb. 4 gezeigte Gem\u00e4lde des Hirtenm\u00e4dchens mit Schafen in Wimpfen im Tal hinweisen, das die Datierung \u201e1990\u201d tr\u00e4gt. Im \u00dcbrigen sind die aus der Reihe der in der Website des Dr. Hans H. von Wimpffen unter der Rubrik \u201eBilder\u201d gezeigten 7 + 54 = 61 fast ausnahmslos undatierten und unbenannten Gem\u00e4lde aus ihrer Hand, in denen zwar die Landschaft \u00fcberwiegt, doch in der Regel in dieser Tiere, insbesondere Pferde und auch Schafe, auch Hunde in kleinen bis gr\u00f6\u00dferen Gruppen und auch alle m\u00f6glichen Gespanne stehen oder sich bewegen und in ihrer Idyllik an vergangene Zeiten des Adels und der Naturn\u00e4he erinnern, vorwiegend auf ihre Heimatlamd Ungarn gerichtet und d\u00fcrften in der Zeit nach ihrer R\u00fcckkehr nach dort entstanden sein. Daraus seien gezeigt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/148.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-206 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/148-217x300.jpg\" alt=\"148\" width=\"217\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/148-217x300.jpg 217w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/148-768x1062.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/148-741x1024.jpg 741w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/148.jpg 931w\" sizes=\"(max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 29: Clara von Both (1907 \u2013 2000): Perdegruppe am Fluss<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/149.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-207 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/149-300x198.jpg\" alt=\"149\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/149-300x198.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/149-768x507.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/149-1024x675.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/149.jpg 1078w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 30: Clara von Both (1907 \u2013 2000): M\u00e4dchen mit ihrer kleinen Schafherde auf dem Weg l\u00e4ngs eines Baches gehend<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/150.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-208 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/150-300x215.jpg\" alt=\"150\" width=\"300\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/150-300x215.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/150-768x550.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/150-1024x734.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/150.jpg 1292w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 31: Clara von Both (1907 \u2013 2000): Pferdegespann in einem T\u00e4lchen zwischen zwei Waldhainen nahe eines Geh\u00f6ftes<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hinzu kommt, dass sich bei ihr auch ein gro\u00dfes Faible f\u00fcr die Darstellung von wichtigen nachempfundenen Szenen aus dem milit\u00e4rischen Leben des ruhmvollen Wimpffen-Geschlechtes entwickelt hat, woraus \u00fcber die bereits in Abb. 1, 79, 85, 127 und 132 hinaus vorgestellten solchen hier noch zwei weitere gezeigt werden sollen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/151.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-209 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/151-300x211.jpg\" alt=\"151\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/151-300x211.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/151-768x541.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/151-1024x722.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/151.jpg 1054w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 32: Clara von Both (1907 \u2013 2000): Divisionsgeneral F\u00e9lix de Wimpffen (1744 \u2013 1814), siegreicher Verteidiger von Thionville gegen die Armee der Emigranten<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/152.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-210 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/152-300x211.jpg\" alt=\"152\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/152-300x211.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/152-768x539.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/152-1024x719.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/152.jpg 1058w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 33: Clara von Both (1907 \u2013 2000): Die kaiserlichen Feldmarsch\u00e4lle Reichsfreiherr Maximilian Hermann von Wimpffen (1770 \u2013 1854), Generalstabschef der siegreichen \u00f6sterreichischen Armee bei Aspern (1809), und Josef Wenzel Graf Radetzky (1766 \u2013 1858), \u00dcberwinder der Revolution 1848\/49 in Italien (rechts im Bild) zu Gast bei Josef Gottfried von Pargfrieder, Sch\u00f6pfer des \u00f6sterreichischen Nationalmuseums \u201eHeldenberg\u201c bei Glaubendorf (Nord\u00f6sterreich); Ausschnitt aus einem Gem\u00e4lde \u201eRosenkreuzer\u201d von Clara von Both.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Clara von Wimpffen, geb. Both von Botfalva und Bajna, starb am 27. Mai 2000 in Bakonys\u00e1g\/Ungarn im 93. Lebensjahr. Ihre Urne wurde am 28. November 2001 im Budapester Kerepesi-temet\u00f6 im Ehrengrab ihres Vaters Menyhert II. Both von Botfalva beigesetzt. Mit ihr starb das letzte Mitglied dieses Zweiges der Familie. Vor ihrem Haus in Bakonys\u00e1g wurde das nachstehend gezeigte Gnadenkreuz aufgestellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/153.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-211 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/153-198x300.jpg\" alt=\"153\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/153-198x300.jpg 198w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/153-674x1024.jpg 674w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/153.jpg 708w\" sizes=\"(max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 34: Das nach dem Tod von Clara von Wimpffen, geborene Both von Botfalva, vor ihrem Haus in Bakonys\u00e1g aufgestellte Gnadenkreuz<\/strong>.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dessen Inschrift lautet: \u201eIsten dics\u00f6s\u00e9g\u00e9re emmelttette Wimpffen Iv\u00e1nne Both Kl\u00e1ra A.D. MM\u201d \u00a0(\u201eZur Ehre Gottes errichtet Iv\u00e1nne Both Kl\u00e1ra anno domini 2000\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">=====<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8211; G e n e r a t i o n \u00a017d &#8211;<br \/>\n\u00c4lterer der beiden S\u00f6hne von Ivan III. von Wimpffen<br \/>\n<u>GEORGE IVAN VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeboren am 13. April 1931<br \/>\nin Budapest,<br \/>\ngestorben am \u00a002. Januar 2016<br \/>\nin Weaton\/ USA.<\/p>\n<p>Hier sei am besten die von Dr. Hans H. von Wimpffen erstellte kurze Lebensbeschreibung so gut wie w\u00f6rtlich wiedergegeben, die erkennen l\u00e4sst, in welches Joch des Abstiegs die kommunistische Macht\u00fcbernahme in Ungarn des Jahres 1948 auch diesen im Gesamt der Familie gebracht hat: George Iwan von Wimpffen, geboren am 13. April 1931 in Budapest als Sohn des IVAN FREIHERRN VON WIMPFFEN\u00a0(1903 \u2013 1990) und der KLARA BOTH VON BOTFALVA\u00a0(1907 \u2013 2000). Nach Absolvierung der Grundschule trat er in das Jesuiten-Gymnasium in Pecs (F\u00fcnfkirchen) ein und setzte seine Studien bei den Pr\u00e4monstratensern in G\u00f6d\u00f6ll\u00f6 im Komitat Pest fort. Nach der Macht\u00fcbernahme der Kommunisten in Ungarn wurde der Pr\u00e4monstratenser-Orden ebenso aufgel\u00f6st wie die von diesem Orden unterhaltenen Schulen. George Wimpffen musste das Gymnasium kurz vor dem Abitur verlassen und erlernte in der Folgezeit den Beruf eines Eisendrehers. 1952 trat er den Milit\u00e4rdienst in der ungarischen Volksarmee an und wurde als \u201eKlassenfeind\u201d einem Bau-Bataillon in Varpalota zugeteilt. Nach zwei Jahren Milit\u00e4rdienst erhielt er eine Anstellung als Lehrling und nach der Gesellenpr\u00fcfung als Dreher in der Autobusfaberik \u201eIkarus\u201d. Nach Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes 1956 verlie\u00df er mit der Mutter seine Heimat und lie\u00df sich mit dieser in Chikago in den USA nieder. Er wurde im Elektronikunternehmen \u201eZenith\u201d angestellt und war ma\u00dfgeblich an der Entwicklung eines Sicherheitssystems f\u00fcr Busfahrer beteiligt. In den 1970er Jahren verlie\u00df er diese Firma und machte sich mit der Gr\u00fcndung des Unternehmens f\u00fcr Werkzeugmechanik \u201eSavex\u201d in Wheaton, Illlinois, selbst\u00e4ndig. Er hat einen Sohn namens MAXIMILIAN GEORGE.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">J\u00fcngerer der beiden S\u00f6hne von Ivan III. von Wimpffen<br \/>\n<u>HANS HERMANN VON WIMPFFEN<\/u>,<br \/>\ngeb. am 13. November 1834<br \/>\nin Budapest:<\/p>\n<p>Was dessen Person betrifft, so sollen die im Er\u00f6ffnungskapitel A \u00fcber diese gemachten sporadischen Angaben hier nun vervollst\u00e4ndigt werden. Wie ich von ihm erfahren konnte, hat schon sein Vater Wimpfen am Neckar, jenem St\u00e4dtchen, aus dem sein Geschlecht laut Familien\u00fcberliefeung ausgegangen ist und seinen Namen abgeleitet hat, ob seiner beeindruckenden mittelalterlichen Silhouette und herausgehobenen Lage \u00fcber dem Neckarfluss Bewunderung gezollt. Und er selbst hat das auch ihn nicht minder beeindruckende Bad Wimpfen bereits in der Zeit des begonnenen Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte an der Universit\u00e4t Heidelberg besucht und dabei sogar 1957 noch den Gr\u00fcnder der renommierten B\u00e4ckerei und Weinstube Feyerabend, Ehrenobermeister der B\u00e4ckerinnung, Alt-Gemeinderat und Ehrenb\u00fcrger sowie K\u00fcnder der Vergangenheit Wimpfens in Schrift- wie Heimatsprache FRIEDRICH FEYERABEND\u00a0(1871 \u2013 1959) vor seinem Tode kennengelernt. Auch hat er, wie in Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans zu ersehen, bereits 1959 u. a. im els\u00e4ssischen Haguenau auf die Herkunft seines Geschlechtes gerichtete Forschungen nach Urkunden u. a. m. betrieben. Dass dieser dann 1982 durch den Kauf, den Bezug und die aufw\u00e4ndige denkmalgerechte Restaurierung des Fachwerk-Doppelhauses Ebner in der Unteren Hauptstra\u00dfe 25 Bad Wimpfen mit R\u00fcckfront zur Entengasse hin sogar zum Wohnsitz w\u00e4hlte, geht darauf zur\u00fcck, dass er bei einem seiner Wimpfen-Besuche darauf gesto\u00dfen war, dass dieses ihm imponierende historische Geb\u00e4ude zum Verkauf anstand und kurzentschlossen zugegriffen hat.<\/p>\n<p>Seine Person und sein schulisches und berufliches Werden sowie sp\u00e4teres T\u00e4tigsein umrei\u00dft dieser selbst stichwortartig in seinem Lebenslauf, den er der \u00d6ffentlichkeit im Rahmen seiner bereits angesprochenen Website \u201ewimpffen.hu\u201d bzw. \u201ewimpffen.de\u201d in der Rubrik \u201ebiographien\u201d unter dem Titel \u201eHans Hermann von Wimpffen\u201d vorstellt. Der Text desselben sei nunmehr nahezu wortgetreu wiedergegeben:<\/p>\n<p>Hans Friedrich Hermann von Wimpffen-Mollberg, geboren am 13. November 1934 in Budapest. Sohn des nachmaligen Diplomaten Ivan III. und der Clara Both von Botfalva. Nach humanistischem Gymnasium und Milit\u00e4rdienst Ausbildung zum Hauer im Bergwerk Pet\u00f6fibanya. Studium an den Universit\u00e4ten <strong>Heidelberg<\/strong> Politische Wissenschaften, Mittlere und Neuere Geschichte, Soziologie und V\u00f6lkerrecht (Dolf Sternberger, Hans von Eckart, Alfred Weber, Karl L\u00f6with, Carl J. Friedrich, Zbigniev Brezinski, Prof W. Conze, Hans G. Gadamer), <strong>Universit\u00e4t Hamburg <\/strong>(Ralf Dahrendorf, Prof. Schelsky, Prof. Fritz Fischer, Prof. Constantopoulos), <strong>Universit\u00e4t Paris <\/strong>(Sorbonne) (Prof. M. Duverger, Prof. Castellan, Prof. Charlier); <strong>Universit\u00e4t W\u00fcrzburg<\/strong> (Prof. Friedrich A. Frhr. von der Heydte, Prof. J. Storost, Prof. H. Euler, Prof. U. Noack, Prof. G. K\u00fcchenhoff, Prof. Rudolf Morsey). Promotion 1968 \u201eDie K\u00e4mpfe der 2. Armee 1942\/43 am Don. Ein Beitrag zur Koalitionskriegf\u00fchrung im Zweiten Weltkrieg\u201d.<br \/>\n&#8211; 1961 \u2013 1962: Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk, der \u201eStimme Amerikas\u201d (VoA) und Radio Television Fran\u00e7aises RTF (Paris); Erg\u00e4nzung des Studium durch Medienwissenschaft am \u201eHans-Bredow-Institut\u201d der <strong>Universit\u00e4t Hamburg<\/strong> (PD Gerhard Maletzke).<br \/>\n&#8211; 1965 \u2013 1999: Redakteur beim Bayerischen Rundfunk\/Fernsehen. Entwickelte Sendekonzepte (Formate) f\u00fcr politische Bildung (\u201eMacht des B\u00fcrgers\u201d, \u201eDialoge auf Kanal o89&#8230;\u201d); Gesundheit (betrifft: Gesundheit, \u201eDie Sprechstunde\u201d, Ratschl\u00e4ge f\u00fcr die Gesundheit, AlfaMed); Tiersendungen (Zeit f\u00fcr Tiere, Tiere suchen ein Zuhause); Sendereihe f\u00fcr Behinderte (\u201eStolpersteine\u201d).<br \/>\n&#8211; \u201eIn Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Dienste\u201d erhielt Wimpffen am 5. 12. 1983 das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, verliehen durch den Bundespr\u00e4sidenten Karl Carstens. Laudatio von Kultusminister Professor Hans Maier am 27. Januar 1984<em>:<br \/>\n\u201eSie sind seit 1965 als Redakteur beim Bayerischen Rundfunk t\u00e4tig und seit 1971 Leiter der Redaktion Gesellschaftswissenschaften und Medizin. Sie gestalteten in dieser Zeit herausragende Sendungen zur politischen Bildung sowie mehrere Sendereihen. Vor allem die \u201aSprechstunde\u2019 ist ein Beispiel f\u00fcr eine informative und attraktive Sendung, die wissenschaftliche oder medizinische Themen allgemeinverst\u00e4ndlich darstellt und zur gesundheitspolitischen Aufkl\u00e4rung der Bev\u00f6lkerung beitr\u00e4gt. Seit nunmehr 11 Jahren brachte es die \u201aSprechstunde\u2019, die au\u00dfer dem WDR \u00fcbrigens in allen Dritten Programmen l\u00e4uft, auf rund 500 Sendungen. Ihre Fernsehzsendereihe \u201aDie ersten 365 Tage im Leben eines Kindes\u2019 wurde zum weltweiten Erfolg; sie wurde in mehr als 100 L\u00e4ndern im Fernsehen gezeigt. Seit 1977 sind Sie stellvertretender Programmbereichsleiter \u201aErziehung und Ausbildung\u2019 des Bayerischen Fernsehens\/ARD.- F\u00fcr Ihre hervorragende journalistische Arbeit, insbesondere die F\u00f6rderung des Gesundheitsbewu\u00dftseins durch ansprechende Fernsehsendungen hat Ihnen der Herr Bundespr\u00e4sident das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Ich habe die Ehre, Ihnen diesen Orden aush\u00e4ndigen zu d\u00fcrfen.\u201d<br \/>\n<\/em>Weitere Ehrungen sind:<em><br \/>\n<\/em>&#8211; \u201e<em>Der Bundespr\u00e4sident der Republik \u00d6sterreich hat auf Antrag des Bundesministers f\u00fcr Wissenschaft und Forschung und auf Vorschlag der Bundesregierung mit Entschlie\u00dfung vom 18. Februar 1991 dem stellvertretenden Hauptabteilungsleiter beim Bayerischen Rundfunk, Herrrn Dr. Hans Hermann von Wimpffen das \u00f6sterreichische Ehrenkreuz f\u00fcr Wissenschaft und Kunst verliehen.\u201d<br \/>\n<\/em>&#8211; Aus der Laudatio von B\u00fcrgermeister Singer, Bad W\u00f6rishofen:<br \/>\n<em>\u201eBad W\u00f6rishofen ist Herr Dr. Hans Friedrich Hermann von Wimpffen als Programmgestalter seit \u00fcber einem Jahrzehnt verbunden. Durch seine Sendungen ist Bad W\u00f6rishofen bekannter, ber\u00fchmter geworden. Die Sendungen, die er initiiert hat, werden in vielen Sprachen der Welt aussgestrahlt, sie alle tragen zum guten Ruf unseres Heilkurortes bei; auch diese Sendung wird \u00fcber die Deutsche Welle in der ganzen Welt in Englisch, in Franz\u00f6sisch, in Spanisch und in einigen afrikanischen Sprachen zu sehen sein. F\u00fcr besondere Verdienste bei der Verbreitung der Lehre Sebastian Kneipps im Rahmen einer Vielzahl von Ver\u00f6ffentlichungen in Rundfunk und Fersehen wird Herrn Dr. Hans Hermann von Wimpffen die Verdienstmedaille der Stadt Bad W\u00f6rishofen verliehen. Bad W\u00f6rishofen, den 8. August 1997.\u201d<br \/>\n<\/em>&#8211; Ebenfalls ausgezeichnet wurde Wimpffen f\u00fcr seine Verdienste um den Tierschutz in Deutschland: Aus den H\u00e4nden von Dr. Andreas Grassm\u00fcller erhielt er den \u201eGoldenen Elefanten\u201d. Dr. A. Grasm\u00fcller in einem Schreiben vom 25. 09. 1991<em>:<br \/>\n\u201eF\u00fcr Ihre zahlreichen Sendungen in Sachen Tier- und Umweltschutz verleiht Ihnen die Akademie f\u00fcr Tierschutz den \u201aGoldenen Elefanten\u2019.\u201d<br \/>\n<\/em>Wimpffen ist Mitglied des Ordo Sancti Constantini Magni, dessen Komtur er war.<\/p>\n<p>Den Lebenslauf der Website von Dr. Hans H. von Wimpffen illustrieren die nachfolgend gezeigten sechs Fotos, deren Titel (in Klammer Erg\u00e4nzungen des Verfassers) folgenderma\u00dfen lauten:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/154.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-212 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/154-300x300.jpg\" alt=\"154\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/154-300x300.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/154-150x150.jpg 150w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/154.jpg 605w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 35:<\/strong> <strong>Soldat 1954 \u2013 1956 (in Ungarn)<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/155.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-213 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/155-300x215.jpg\" alt=\"155\" width=\"300\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/155-300x215.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/155.jpg 737w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 36: Im Bergwerk Pet\u00f6fibanya (in Ungarn): Mittagspause, 1. Selbst\u00e4ndiges Bergarbeiter-Bataillon Pet\u00f6fibanya, Pf. 1213. Photo von E. L\u2019Ami<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/156.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-214 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/156-300x286.jpg\" alt=\"156\" width=\"300\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/156-300x286.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/156-768x731.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/156.jpg 873w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 37: Staatsminister Prof. Dr. Hans Maier (bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes)<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/157.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-215 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/157-300x194.jpg\" alt=\"157\" width=\"300\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/157-300x194.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/157.jpg 742w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 38: Anl\u00e4sslich eines Besuchs in der VR China. Empfang beim Pr\u00e4sidenten des Volkskongresses (Gesamtaufnahme)<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/158.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-216 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/158-250x300.jpg\" alt=\"158\" width=\"250\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/158-250x300.jpg 250w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/158-768x922.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/158-853x1024.jpg 853w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/158.jpg 868w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 39: (Teilaufnahme zu Abbildung Nr. 157)<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/159.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-217 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/159-300x206.jpg\" alt=\"159\" width=\"300\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/159-300x206.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/159.jpg 582w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 40: Dr. Hans von Wimpffen \u00fcbergibt 2009 das Gem\u00e4lde, das seinen Vorfahr, den Feldmarschall Maximilian von Wimpffen, darstellt, stammend aus der Hand seiner Mutter Clara von Both Wimpffen, an die Vorsitzende des Museumsvereins Aspern-Essling, Margarete Pelikan; Photo von Karl Juris<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die beiden ersten Fotos dieser Reihe, die den Vorgenannten als ungarischen Soldaten bzw. als in Ausbildung stehenden Hauer im ungarischen Bergwerk Pet\u00f6fibanya zeigen, stehen in zu denken gebendem Kontrast zu den nachfolgenden vier anderen solchen, die, um hier seinen im Lebenslauf zu findenden vollen Namen zu gebrauchen, DR. HANS FRIEDRICH HERMANN VON WIMPFFEN im Zuge seiner erfolgreichen h\u00f6chst \u00f6ffentlichkeitswirksamen beruflichen T\u00e4tigkeit als Rundfunk- und Fernsehredakteur in Bayern, als Empf\u00e4nger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und anderer namhafter Auszeichnungen sowie als vom Pr\u00e4sidenten des Volkskongresses der Volksrepublik China Empfangenen, schlie\u00dflich als im Ruhestand sich mit Passion der Vermittlung der geschichtlichen Bedeutung seines Adelsgeschlechtes derer Von Wimpffen Widmendem darstellen. Dass er nach dem Besuch des Gymnasiums in eine Lehre praktischer und dazuhin weniger gesch\u00e4tzter Berufsart eintrat, liegt auf der Linie der Berufswerdung des \u00e4lteren Bruders GEORGE IVAN und braucht nach all dem vielen hierzu Gesagten keiner Erl\u00e4uterung mehr. Umso anerkennenswerter und bewunderungsw\u00fcrdiger, was er, der trotz des durch den Zweiten Weltkrieg erfolgten Fallens in die Mittellosigkeit mit dem ihm w\u00e4hrend seines Studiums monatlich gew\u00e4hrten Stipendium in H\u00f6he von 150 DM nicht existieren und die Mittel f\u00fcr dasselbe gr\u00f6\u00dftenteils durch Nebenarbeit verdienen musste, aus sich gemacht hat. Hinzu kommt, und was er der Stadt Bad Wimpfen, der Namengeberin seiner Familie, durch die Wahl derselben zu seinem Wohnort und dazuhin Kauf und Renovation eines seiner eindr\u00fccklichsten Fachwerkhauskomplexe im Hinblick auf deren Bedeutung als historisch-denkmaltr\u00e4chtige Kleinstadt gegeben hat.<\/p>\n<p>Um das letzterw\u00e4hnte Verdienst zu illustrieren, sei hier die f\u00fcr sich sprechende und somit kommentarlose Pr\u00e4sentation von dreimal je zwei Fotografien abgeschlossen, welche die Vorderfront des von Dr. Hans H. von Wimpffen in den beginnendern 1980er Jahren erworbenen und musterhaft und unter vielerlei Eigenarbeit sanierten sog. Hauses Ebner zun\u00e4chst jeweils in seinem alten, dann im neuen Zustand gegen\u00fcberstellend darbieten:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-218 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160-221x300.jpg\" alt=\"160\" width=\"353\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160-221x300.jpg 221w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160-768x1041.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160-756x1024.jpg 756w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160.jpg 845w\" sizes=\"(max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 41a: Schr\u00e4gblick von Nordwesten her auf die um 1840 verputzte Vorderfront des Fachwerkhauses Ebner, Hauptstra\u00dfe 25, mit den Nachbarh\u00e4usern und einer Menge davorstehender nicht mehr identifizierbarer Personen; Fotografie, die den um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bestehenden Zustand darstellt<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/161.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-219 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/161-225x300.jpg\" alt=\"161\" width=\"329\" height=\"439\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/161-225x300.jpg 225w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/161-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/161.jpg 821w\" sizes=\"(max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 41b: In etwa derselbe Blick, der den heutigen Zustand wiedergibt, wie dieser sich nach dem Kauf durch Dr. Hans H. von Wimpffen und Sanierung der 1980er Jahre herausgebildet hat; Fotografie vom 20. M\u00e4rz 2016<\/strong> <strong>von Rudolf Fischer, Bad Wimpfen<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/162.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-220 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/162-207x300.jpg\" alt=\"162\" width=\"333\" height=\"483\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/162-207x300.jpg 207w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/162-768x1112.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/162-707x1024.jpg 707w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/162.jpg 854w\" sizes=\"(max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 42a: Schr\u00e4gblick von Nordwesten her auf das wohl in den 1920er oder 1930er Jahren vom Verputz befreite Fachwerkhaus Ebner, Hauptstra\u00dfe 25, mit Nachbarh\u00e4usern und einer Anzahl davorstehender unbekannter Personen; Fotografie, die den Zustand der ausgehenden 1930er Jahre wiedergibt<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/163.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-221 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/163-200x300.jpg\" alt=\"163\" width=\"325\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/163-200x300.jpg 200w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/163.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 325px) 100vw, 325px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 42b: In etwa derselbe Blick, der den heutigen Zustand zeigt; Fotografie vom 20. M\u00e4rz 2016 von Rudolf Fischer, Bad Wimpfen<\/strong>;<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/164.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-222 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/164-198x300.jpg\" alt=\"164\" width=\"359\" height=\"544\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/164-198x300.jpg 198w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/164-768x1161.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/164-677x1024.jpg 677w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/164.jpg 1157w\" sizes=\"(max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Abb. Y 43a:\u00a0<\/strong><strong>Blick die Untere Hauptstra\u00dfe abw\u00e4rts mit im Hintergrund dem N\u00fcrnberger T\u00fcrmchen und rechts in Schr\u00e4gsicht dem Fachwerkhaus Ebner, Hauptstra\u00dfe 25; Fotografie, welche die Gegebenheiten von kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erkennen l\u00e4sst<\/strong>;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/165.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-223 aligncenter\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/165-225x300.jpg\" alt=\"165\" width=\"377\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/165-225x300.jpg 225w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/165-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/165.jpg 821w\" sizes=\"(max-width: 377px) 100vw, 377px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 43b: In etwa derselbe Blick, der den heutigen Zustand wiedergibt; Fotografie vom 20. M\u00e4rz 2016 von Rudolf Fischer, Bad Wimpfen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was Dr. Hans H. von Wimpffens lebensbegleitende T\u00e4tigkeit als Erforscher der Geschichte seines eigenen Adelsgeschlechtes anbelangt, so wurde dar\u00fcber nicht nur bereits im Er\u00f6ffnungskapitel A. Grundlegendes berichtet, sondern es kamen im Rahmen des Durchschreitens der einzelnen Kapitel immer wieder schlaglichtartig Teilbereiche seiner weitgespannten diesbez\u00fcglichen Forschungsarbeit zur Geltung. Und im hier nunmehr zu Ende zu bringenden Kapitel Y. Georgs-Zweig soll zusammenh\u00e4ngend, wenngleich in gebotener K\u00fcrze, das eingebracht werden, was dieser \u00fcber die Repr\u00e4sentanten desselben wie als Historiker sowie Angeh\u00f6riger desselben zusammengetragen hat. Wie umfassend und tiefgreifend er, der bei der Nachkorrektur des Jahres 2019 auch schon 84-J\u00e4hrige, trotz wachsenden Alters t\u00e4tig gewesen ist, das beweist z. B. der Umstand, dass er im Dezember 2016, damals bereits 81 Jahre alt, Madrid, die Hauptstadt Spaniens, und damit jenen Ort aufgesucht hat, wo sein Vater in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs als Diplomat gearbeitet und die er selbst als um die Zehnj\u00e4hriger erlebt hat. Hauptzweck dieses Besuches war, dort bislang vergeblich zu greifen gesuchtes archivalisches Material \u00fcber einen zwar als Milit\u00e4r namhaften, doch hinsichtlich seiner genauen Abstammung von den Genealogen merkw\u00fcrdigerweise nur unzureichend verorteten Von Wimpffen-Abk\u00f6mmling zu finden. Gemeint ist:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">DON LLUIZ DE WIMPFFEN,<br \/>\nzu Deutsch:<br \/>\nBARON LUDWIG VON WIMPFFEN<br \/>\n(1758 \u2013 1831).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00dcber diesen war zwar aus Constatin von Wurzbachs Standardwerk (siehe dort in der Hauptrubik \u201eBesonders denkw\u00fcrdige Sprossen des Geschlechts Wimpffen\u201d dessen Lebenslauf Nr. 33, Seite 12) Folgendes aufhorchen Lassende zu erfahren (Namen hier durch Gro\u00dfbuchstaben hervorgehoben, in Klammer gesetzte Textteile vom Verfasser zwecks Erl\u00e4uterung stammend):<br \/>\nDON LUIS DE WIMPFFEN, <em>geboren am 10. October 1758 in Altkirch\/Elsass<\/em> (im Sundgau, ca. 30 km westlich von Basel gelegen)<em>, gest. zu Madrid am 29. Dezember 1831; Sohn von DON JOS\u00c9 LUIS<\/em> (zu Deutsch: BARON JOSEPH LUDWIG) DE WIMPFFEN <em>und der<\/em> ANASTASIA VON ZURBACH. <em>Er war Patrizier von Solothurn<\/em> (an der Aare in der Nordschweiz gelegen), <em>k\u00f6niglich spanischer Generallieutenant, Chef des Generalstabes und Inhaber eines seinen Namen f\u00fchrenden sog. Schweizer-Regimentes und wurde ausgezeichnet mit dem Gro\u00dfkreuz des k\u00f6niglichen Milit\u00e4rordens vom heiligen Ferdinand und des Ordens von Sanct Hermenegild, sonst noch vielfach namentlich mit dem Ehrenzeichen f\u00fcr die Schlacht bei<\/em> (im spanischen Baskenland gelegenen) <em>Vittoria<\/em> (im Juni 1813)<em>, in welcher er sich besonders hervorgethan hat.\u201c <\/em>Doch muss Wurzbach abschlie\u00dfend folgendes Einschr\u00e4nkende feststellen:<em> \u201eZu welcher Linie des Hauses Wimpffen Don Luis geh\u00f6rt, mit dem dieser spanische Zweig erlosch, dar\u00fcber fehlen alle sicheren Angaben.\u201d<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was die Besch\u00e4ftigung von Dr. Hans H. von Wimpffen mit DON LLUIZ DE bzw. BARON LUDWIG VON WIMPFFEN betrifft, so liegen von ihm nicht weniger als drei Arbeiten vor, die folgende Titel tragen:<br \/>\na. \u201eDon Lluiz Baron de Wimpffen&#8220;; gefunden 2013 im Internet unter: wimpffen.hu, dort in der Rubrik <em>\u201e<\/em>biographien\u201c (umfassend etwas mehr als 2 DIN A4-Seiten);<br \/>\nb. \u201eDon Lluiz Baron de Wimpffen: Spaniens Morgarten lag in Katalonien&#8220;; gefunden 2016 im Internet unter: wimpffen.hu, dort in der Rubrik \u201eschlachten\u201c (umfassend 4 1\/2 DIN A4-Seiten);<br \/>\nc. \u201eDon Lluiz Baron de Wimpffen&#8220;; gefunden 2019 im Internet unter: wimpffen.de, dort in der Rubrik\u00a0<em>\u201e<\/em>biographien\u201c (umfassend 5 DIN A4-Seiten).<br \/>\nAus dem<br \/>\n&#8211; am Schluss des Textes c) zu findenden Hinweis, dass das Stadtarchiv Madrid wertvolle Unterlagen \u00fcber den Werdegang und die Milit\u00e4rkarriere desselben, darunter sein Testament, enthalte, dazuhin<br \/>\n&#8211; aus der dem Text angef\u00fcgten langen Liste der diesem DON LUIZ geltenden Literatur in deutscher und spanischer Sprache<br \/>\nkann geschlossen werden, dass in diesen die wichtigten Fakten der vor einigen Jahren in Madrid von Dr. Hans H. von Wimpffen erfolgten Archivforschungen eingeflossen sind.<br \/>\nVerglichen mit den obigen Angaben des Constantin von Wurzbach, ergibt sich hinsichtlich der Herkunft des Don Lluiz die anderslautende Angabe, dass dessen Mutter ANASTASIA ZURBACH (also nicht: ANASTASIA VON ZURBACH) gehei\u00dfen hat, demnach anscheinend nicht aus dem Adel, und zwar aus Illfurth im Elsass, gestammt hat. Und der Vater JOSEPH LOUIS DE WIMPFFEN sei <em>\u201eNachkomme<\/em><em>\u00a0des JEAN LEOPOLD VON WIMPFFEN aus Colmar\u201c\u00a0<\/em>gewesen.\u00a0In Wurzbachs II. Stammtafel ist zwar ein JEAN LEOPOLD DE WIMPFFEN\u00a0nicht auffindbar; doch in der Generationsreihe XII (nach Wurzbach) bzw. 10 (nach Sporhan-Krempel) findet sich am Ende ein GUSTAV LEOPOLD, geb. 1700, \u00fcber dessen am Anfang derselben stehenden \u00e4ltesten Bruder JOHANN GEORG, geb. 1689 und gest. 1767, Dr. Hans H. von Wimpffen in der oben an zweiter Stelle angef\u00fchrten Arbeit b Folgendes konstatiert, wobei\u00a0die in Klammer gesetzten Textteile meinerseitige korrigierende bzw. erg\u00e4nzende Anmerkungen, die Unterstreichungen meinerseitige Hervorhebungen darstellen:<br \/>\n<em>\u201e<u>Johann Georg von Wimpffen<\/u>\u00a0war Kanzler\u00a0<\/em>(richtig ist: Hofjunker)\u00a0<em>des aus Polen vertriebenen K\u00f6nigs\u00a0<\/em>(und vor\u00fcbergehend das Herzogtum Pfalz-Zweibr\u00fccken regierenden)\u00a0<em>Stanislas Leszczinsky; von seinen 8 S\u00f6hnen traten 7\u00a0<\/em>(richtig: 6, wovon 5 die Begr\u00fcnder der Zweige a) bis e) geworden sind) i<i>n den milit\u00e4rischen Dienst von Frankreich, Russland und \u00d6sterreich, ein\u00a0<\/i><u><i>Neffe<\/i><\/u>\u00a0<em>von ihm<u>,<\/u>\u00a0<u>Ludwig, der sp\u00e4tere Don Lluiz<\/u>, trat in das in franz\u00f6sischen Diensten stehende deutsche Regiment Alsace <\/em>(und zwar bereits mit 16 Jahren)\u00a0<em>ein. So kam es, dass in der Zeit der franz\u00f6sischen Revolution und der Napoleonischen \u00c4ra zahlreiche Mitglieder dieser Familie in den europ\u00e4ischen Armeen dienten und sich in vielen Schlachten der Epoche auszeichneten: Thionville, Mainz, Austerlitz, Aspern, Wagram,\u00a0<u>Vitoria<\/u>\u00a0<\/em>(dieses, wie schon zu erfahren war, bezogen auf den gesuchten Don Lluiz)<em>, Leipzig sind eng mit dem Namen Wimpffen verbunden.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Da zwischen JOHANN GEORG (geb. 1689) und dessen angeblichem Neffen DON LLUIZ\u00a0(geb. 1758) ein Altersunterschied von 69 Jahren besteht, was nicht nur einer Generation, sondern zumindest zwei Generationen entspricht, erscheint die Feststellung, dass der Letztgenannte <span style=\"text-decoration: underline;\">ein Neffe<\/span> des Erstgenannten (also Angeh\u00f6riger der \u00a0n\u00e4chsten Generation) sei, nur eingeschr\u00e4nkt zutreffend. Der nachfolgende\u00a0Versuch der r\u00fcckw\u00e4rts schreitenden genealogischen Herleitung der Herkunft des Don Lluiz ergibt folgendes Wahrscheinlichere:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">GENERATION 12:<br \/>\nDON LLUIZ DE WIMPFFEN<br \/>\n(1758 &#8211; 1831)<br \/>\nGENERATION 11:<br \/>\nDessen (oben angef\u00fchrter)<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Vater<\/span><br \/>\nwar:<br \/>\nDON JOS\u00c9 LUIS DE WIMPFFEN,<br \/>\ngeb. sch\u00e4tzungsweise<br \/>\nca. 1730<br \/>\nGENERATION 10:<br \/>\nDes Erstgenannten<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Gro\u00dfvater<\/span><br \/>\nwar<br \/>\n(laut Dr. Hans H. von Wimpffen):<br \/>\nJEAN LEOPOLD DE WIMPFFEN,<br \/>\n&#8211; Lebensdaten nicht bekannt &#8211;<br \/>\ngeboren sch\u00e4tzungsweise<br \/>\nwenig nach 1700.<br \/>\nH\u00f6chstwahrscheinlich war dieser ein j\u00fcngerer Bruder von<br \/>\nJOHANN GEORG (1689 -1767),<br \/>\nFRANZ LUDWIG (geb. 1693),<br \/>\nGUSTAV LEOPOLD (geb. 1700).<br \/>\nSiehe diese<br \/>\nin C. von Wurzbachs II. Stammtafel<br \/>\nin der Generationsleiste XII bzw. 10<br \/>\nzu finden in den Anf\u00e4ngen des hier anstehenden<br \/>\nKapitels Y. Georgs Zweig<br \/>\nin Abb. Y 1!<br \/>\nDiesen JEAN LEOPOLD DE WIMPFFEN m\u00fcsste man sich also<br \/>\nam Ende dieser Generationsreihe 10 eingeschoben denken.<br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\nSomit w\u00e4re<br \/>\nJOHANN GEORG<br \/>\nein <span style=\"text-decoration: underline;\">Gro\u00dfonkel<\/span> des<br \/>\nDON LLUIZ DE WIMPFFEN<br \/>\nund dieser demnach dessen<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Gro\u00dfneffe<\/span><br \/>\ngewesen.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei: Mit vollem Recht und genau so wie von Dr. Hans H. von Wimpffen (siehe oben) konstatiert, ist dieser DON LLUIZ in die lange Reihe all jener Abk\u00f6mmlinge der Adelsfamilie VON WIMPFFEN einzureihen, die im Milit\u00e4rwesen der wichtigsten Staaten Europas hohe bis h\u00f6chste Rangstellungen erreicht und im Zuge der Franz\u00f6sischen Revolution sowie des Aufstieges von Napoleon von 1893 bis 1815 in Europa nicht abrei\u00dfenden Kriegsgeschehens hohe bis h\u00f6chste Rangstellungen als Milit\u00e4r, beste Verdienste und h\u00f6chste Auszeichnungen errungen haben. Die Berechtigung solch hoher Einsch\u00e4tzung wird evident, wenn man insbesondere in den vorgenannten Abhandlungen des Dr. Hans H. von Wimpffen b und c weiterliest und daraus (in Raffung) folgendes Weitere \u00fcber das Leben des DON LLUIZ, dessen milit\u00e4rischen Rangaufstieg sowie insbesondere Anteil am Kampf um die Befreiung Spaniens vom Joche Napoleons erf\u00e4hrt:<\/p>\n<p>Nachdem die Schweiz mit der spanischen Krone im Sommer 1804 einen Vertrag geschlossen hat, wonach diese derselben auf die Dauer von 30 Jahren 6 Regimenter von je rund 1.900 Mann katholischen Glaubens zur Verf\u00fcgung stellt, verl\u00e4sst Don Lluiz als Major sein bisheriges sog. Deutsches Regiment (seit 1892 das 53. R\u00e9giment d\u2019Infanterie genannt), l\u00e4sst sich in Solothurn in der Schweiz nieder und wird im beginnenden Oktober als Oberst mit der F\u00fchrung des vom Kanton Solothurn aufgestellten und im Dienste des spanischen K\u00f6nigs stehende sog. Schweizerregiment des verstorbenen Philipp Schwaller betraut. 1805 \u00fcbernahm er das Schweizerregiment Schmid. Jetzt unter dem Namen \u201eWimpffen Nr. 1\u201d bzw. \u201ePrimero Wimpffen\u201d steht dieses 1807 mit seinen stark 2.000 Mann, darunter etwas mehr als die H\u00e4lfte Deutsche (haupts\u00e4chlich aus dem Elsass, seiner Heimat) und stark ein Viertel Schweizer, in Tarragona und in Barcelona sowie auf der Insel Madas und nimmt dieses am Freiheitskampf Spaniens teil, das in die Kriege von NAPOLEON BONAPARTE gegen Gro\u00dfbritannien hineingezogenen und von franz\u00f6sischen Truppen besetzt worden ist. Dies beginnt damit, dass sich Don Lluiz wie auch noch drei andere Regimentskommandanten der sechs im solchen im Dienste des K\u00f6nigs von Spanien weigern, von der spanischen in die franz\u00f6sische Armee eingegliedert zu werden und sich 1808, nachdem an Stelle des mit Familie nach Frankreich gebrachten K\u00f6nigs von Spanien der Bruder Napoleons JOSEPH BONAPARTE getreten ist, in die nunmehr im Zuge des beginnenden Volksaufstandes sich entwickelnden Guerillak\u00e4mpfe mit Hilfe herangezogener Freiwilliger aus den D\u00f6rfern hineinbegibt.<br \/>\nAn deren Anfang steht die am 6. Juni 1808 in der sog. Schlacht bei Bruc (El Bruch), einem kleinen mittelkatalonischen Dorfe am Fu\u00dfe des weltber\u00fchmten Klosters Montserrat, stattgefundene erfolgreiche Abwehr des Angriffes eines 3.800 Mann starken franz\u00f6sischen Truppenverbandes unter dem Kommando des erfahrenen Kavalleriegenerals FRAN\u00c7OIS XAVIER DE SCHWARZ\u00a0(1762 \u2013 1826), womit der Untergang der napoleonischen Hegemonie in Europa begonnen haben und die NAPOLEON BONAPARTE sp\u00e4ter in seiner Verbannung auf Sankt Helena zu folgendem Ausspruch veranlasst haben soll: \u201eSpanien hat mich umgebracht.\u201d Mit dieser befasst sich Dr. Hans H. von Wimpffens ganz speziell in der oben bereits angef\u00fchrte\u00a0Betrachtung b.\u00a0Indem er dieser den Beititel\u00a0\u201eSpaniens Morgarten lag in Katalonien\u201d gibt, vergleicht er diese mit der im Jahr 1315 am Morgarten stattgefundenen siegreichen ersten Freiheitsschlacht der Eidgenossen, wobei er auf das folgende f\u00fcr die Befreiung Spaniens ebenfalls zum Mythos gewordende Ereignis abhebt: Nach der um dieses sich rankenden Legende hat\u00a0der das Kommando der Verteidiger f\u00fchrende Oberst Lluis de Wimpffen die folgende die \u00dcbermacht der Angreifer erfolgreich abwehrende Idee des Guerillaf\u00fchrers Vicente aufgenommen: Um die demoralisierende Wirkung des ber\u00fchmten \u201eTrommelschlages von Austerlitz\u201d wissend, wies er einen Unterleutnant von Solothurn und einen Guerillaf\u00fchrer an, in den Ausl\u00e4ufern des Monserrat eine weitreichende Echostelle zu suchen; dort lie\u00df er 14 gro\u00dfe Armeetrommeln postieren, deren Tambouren beim Herannahen der Feinde auf ein vereinbartes Zeichen hin m\u00e4chtige vom Echo vielf\u00e4ltig verst\u00e4rkte Trommelwirbel mit dem Erfolg erzeugten, dass Brigadadegeneral Schwarz sich im Glauben, es sei Verst\u00e4rkung im Anmarsch, veranlasst sah, das Zeichen zum R\u00fcckzug zu geben.<\/p>\n<p>Siehe hierzu die<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/166.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-224 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/166-1024x695.jpg\" alt=\"166\" width=\"660\" height=\"448\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/166-1024x695.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/166-300x204.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/166-768x521.jpg 768w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/166.jpg 1937w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong> Abb. Y 44: Fotodokumentation von der 200-Jahr-Feier des Sommers 2008 zum Gedenken der Schlacht von El Bruch am 6. Juni 1808: Die \u201eAzules\u201d (Blaue) genannten Soldaten in den blauen Uniformen des Regiments Suizo Nr. 1 Wimpffen vor dem heute am n\u00f6rdlichen Ortseingang stehenden Denkmal, das an die \u201eLegende der Tambouren von El Bruch\u201d erinnert<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim zweiten mit Artillerie verst\u00e4rkten Angriff eine Woche sp\u00e4ter am 14. Juni 1808 braucht es, da das Schweizerregiment Wimpffen Verst\u00e4rkung erhalten hat und sich in g\u00fcnstigerer Position befindet, keiner Tambouren mehr, um die in zwei Kolonnen anr\u00fcckenden Angrifsswellen nach schwerem Beschuss, Inbrandsetzungen und Stra\u00dfenk\u00e4mpfen schlussendlich abzuwehren. Es bedarf jedoch noch vieler Jahre weiteren Kampfes, so &#8211; wie einleitend bereits herausgestellt &#8211; u. a. am Schluss im Juni 1813 der Beteiligung an der siegreichen Schlacht der vereinigten spanisch-portugiesisch-englischen Trupppen unter dem Oberbefehl von SIR ARTHUR WELLESLEY, dem sp\u00e4teren HERZOG VON\u00a0WELLINGTON, bei Vitoria gegen die franz\u00f6sischen Truppen unter JOSEPH BONAPARTE, in der DON LLUIZ DE WIMPFFEN sich wiederum besonders hervortut und die Ordensdekoration mit dem Wahlspruch \u201eRecompensa de la batalla de Vitoria\u201d (\u201eBelohnung f\u00fcr die Schlacht von Vitoria\u201d) erh\u00e4lt. Im Jahr 1814, da der K\u00d6NIG FERDINAND VII. in das befreite Spanien zur\u00fcckkehren kann, steigt er zum k\u00f6niglich-spanischen Generallieutenant und Chef des Generalstabes auf. Dass der namhafte Adelsgenealoge Wolfgang von Wurzbach DON LLUIZ DE WIMPFFEN rund ein Dreivierteljahrhundert nach der in Spanien keineswegs vergessenen Schlacht bei El Bruch den damals in aller Namen gestandenen General nicht mehr genealogisch einzuordnen vermocht hatte, d\u00fcrfte vor allem damit zusammenh\u00e4ngen, dass aus seiner Ehe mit ANASTASIA ZURBACH keine Kinder hervorgegangen sind und somit dieser spanische Zweig der VON WIMPFFEN nach nur einer Generation ausgestorben und so vergessen gemacht worden ist.<br \/>\nNicht nur, dass es sich lohnt, noch Genaueres aus Dr. Hans H. von Wimpffens drei Websites, insbesondere in der oben unter c aufgef\u00fchrten j\u00fcngsten und ausf\u00fchrlichsten solchen \u201ewimpffen.de\u201c (dort in der Rubrik \u201eBiographien\u201c) \u00fcber diesen als Milit\u00e4r ganz au\u00dfergew\u00f6hnlich t\u00fcchtig gewesenen und in der Geschichte Spaniens zu Namen und Nachruhm gekommenen DON LLUIZ DE WIMPFFEN nachzulesen.<\/p>\n<p>Hier sei abschlie\u00dfend jetzt auch noch Gelegenheit genommen, den bislang aus Platzgr\u00fcnden vollst\u00e4ndig \u00fcbergangenen Lebenslauf des zweitj\u00fcngsten der sechs am Leben gebliebenen S\u00f6hne des Begr\u00fcnders vom c) Franzens Zweig FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1735 &#8211; 1800) namens DAGOBERT SIGISMUND VON WIMPFFEN (1782 &#8211; 1862) darzulegen. Dieser ist in Constantin von Wurzbachs II. Stammtafel (siehe diese ganz oben in Abb. Y 1) innerhalb der durchg\u00e4ngigen gr\u00fcnen Generationsleiste XIVc bzw. 12c an zweitletzter (elfter) Stelle der Geschwisterreihe zu finden. Demgegen\u00fcber sind die dort an erster und zweiter sowie achter, neunter und zw\u00f6lfter (letzter) Stelle erscheinenden f\u00fcnf Br\u00fcder desselben bereits sukzessive (die genaue Reihenfolge deren Geburt in den letzten beiden F\u00e4llen verkehrend) ausgiebigst in den folgenden Kapiteln behandelt worden:<br \/>\n&#8211; Q. Russisch-preu\u00dfische Seitenlinie (dort zun\u00e4chst: GEORG VON WIMPFFEN, 1760 &#8211; 1807, richtigerweise 1806);<br \/>\n&#8211; R. Franz\u00f6sischer Nebenzweig (dort zun\u00e4chst: FRANZ KARL EUGEN VON WIMPFFEN, 1762 &#8211; 1835);<br \/>\n&#8211; S. Gr\u00e4fliche Linie (dort zun\u00e4chst: FRANZ KARL EDUARD VON WIMPFFEN, 1773 &#8211; 1842),<br \/>\n&#8211; T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie (dort insbesondere: FRIEDRICH WILHELM VON WIMPFFEN, 1784 &#8211; 1845) und<br \/>\n&#8211; V. Sedangeneral (dort insbesondere zun\u00e4chst des Vorgenannten Vater: EMMANUEL F\u00c9LIX DE WIMPFFEN, 1778 &#8211; 1814 bzw. korrigiert 1813.<\/p>\n<p>Dabei wurde evident, dass vier der vorbeschriebenen f\u00fcnf S\u00f6hne des FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN, ausgenommen der Zweit\u00e4lteste (in Frankreich verbliebene und dort den Zivildienst als Forst- und Wasserbauinspektor aufgenommene) FRANZ KARL EUGEN, in den Milit\u00e4rdienst getreten sind und dort hohe bis h\u00f6chst Rangstellungen erreicht haben. Letzteres gilt auch f\u00fcr DAGOBERT SIGISMUND VON WIMPFFEN, der wie sein zweit\u00e4ltester Bruder FRANZ KARL EUGEN lebens\u00fcbergreifend in Frankreich verblieben ist. Ihm hat Constantin von Wurzbach die folgende Lebensbeschreibung Nr. 8 (siehe Seite 6\/7) gewidmet (Personen- und Ortsnamen hier durch Gro\u00dfschrift hervorgehoben):<br \/>\n<em>\u201e<\/em>DAGOBERT SIGISMUND<em> (geb. auf <\/em>SCHLOSS G\u00dcNTHERSBURG BEI FRANKFURT A. M<em>. am 7. Februar 1782, gest. zu <\/em>CA\u0112N\u00a0<em>1852<\/em>\u00a0(richtig: 1862), &#8230; <em>Ein Sohn des <\/em>GENERALS FRANZ LUDWIG aus dessen Ehe mit MARIA KUNIGUNDE VON GOY<em>, trat er jung in die franz\u00f6sische Armee, erk\u00e4mpfte sich im Feldzuge 1807 gegen Preu\u00dfen das Kreuz der Ehrenlegion, wohnte dann den Feldz\u00fcgen gegen Oesterreich 1809, gegen Ru\u00dfland 1812 bei, wurde 1814 Major, 1822 Oberst im 7. Chasseur-Regimente, 1834 Brigadegeneral und Commandant des Departements de l\u2019Orne, Commandeur der Ehrenlegion und starb im Alter von 80 Jahren. Er ist ein j\u00fcngerer Bruder <\/em>FRANZ KARL EDUARDS<em>, sp\u00e4teren <\/em>GRAFEN WIMPFFEN &#8230; und EMANUEL F\u00c8LIX\u2019 OHEIM. &#8230; <em>Aus seiner am 18. Dezember 1826 mit<\/em>\u00a0ANATOLIE VON CAUVIGNY\u00a0<em>geschlossenen Ehe sind keine Kinder vorhanden &#8230; .&#8220;<\/em><em>\u00a0<\/em><br \/>\nDiesem hat\u00a0\u00a0Dr. Hans H. von Wimpffen in seiner Website \u201ewimpffen.de\u201c in der Rubrik \u201eBiographien\u201c eine zwei Seiten umfassende und somit jene des C. von Wurzbach an Detailreichtum wesentlich \u00fcberbietende Lebensbeschreibung zuerkannt, die den anderslautenden franz\u00f6sischen Namen und Titel<br \/>\n\u201eDAGOBERT SIGISMOND LAURENT BARON DE WIMPFFEN\u201c<br \/>\ntr\u00e4gt und (unter Beigabe gelegentlicher meinerseitiger Anmerkungen in Aufrechtschrift) folgenderma\u00dfen lautet:<br \/>\n<em> \u201eDagobert Sigismond Laurent Baron de Wimpffen, geboren am 7. Februar 1782 als Sohn des Generals Franz Ludwig Freiherr von Wimpffen und der Kunigunde von Goy. Gestorben 1862 in Bavent\/Normandie<\/em>\u00a0(somit nicht, wie C. von Wurzbach angibt, in Ca\u0113n, sondern im wenige Kilometer nord\u00f6stlich davon im unweit der Seine-Bucht im K\u00fcstend\u00e9partement Calvados gelegenen kleinen Dorf Bavent):<strong><br \/>\n<\/strong><em> Seine milit\u00e4rische Karriere begann 1798 als 15-J\u00e4hriger in der franz\u00f6sischen Revolutionsarmee im Rang eines Unterleutnants. Doch der ,Volksvertreter&#8216; Merlin de Thionville sorgte daf\u00fcr, dass der junge Kadett und Neffe des Verteidigers von Thionville<\/em> (Dietenhofen)<em> Felix von Wimpffen <\/em>(1744 \u2013 1814)<em>, der dieses 1792 gegen die Interventionsarmeen Preu\u00dfens, \u00d6sterreichs und der franz\u00f6sischen royalistischen Emigranten erfolgreich verteidigte, wurde von den Jakobinern, besonders von Marat, des Verrats an der Republik angeklagt und in die Illegalit\u00e4t gezwungen. Merlin de Thionville lie\u00df den jungen Kadetten aus der Armee entfernen, in die Wimpffen erst ein Jahr sp\u00e4ter am 22. Dezember 1799 zur\u00fcckkehren konnte. Er erhielt den Rang eines Leutnants im 44. Bataillon, wurde jedoch wenig sp\u00e4ter Adjutant des Generals Thuring. Am 6. August wurde er zum 9. Husarenregiment versetzt und nahm in diesem Regiment an den K\u00e4mpfen der franz\u00f6sischen Revolutionsarmee am Rhein teil. 1805 wird er ins Lager von Boulogne abkommandiert und nimmt in den folgenden Jahren an den K\u00e4mpfen der Grande Armee teil: Eylau, Jena, Austerlitz, Aspern, Wagram sind die einzelnen Stationen. In der Schlacht von Saalfelden wird er durch zwei Schwerthiebe am Kopf schwer und in der Schlacht von Aspern und Wagram erneut verwundet und in die Armee kann er erst nach einem Jahr zur\u00fcckkehren. Mit Beginn des Russlandfeldzugs wird er Escadronchef der 9. Chevaux-l\u00e9gers. In der Schlacht von Witebsk leitet er mehrere Angriffe gegen die russische Kavallerie, wenig sp\u00e4ter ist sein Regiment an der Einnahme von Moskau beteiligt. Napoleon ernennt ihn zum Major und Kommandeur des 1. kroatischen Husarenregiments. Beim R\u00fcckzug geh\u00f6rt er mit seinem Regiment zur Escorte des Kaisers, \u00fcberquert mit ihm die Beresina und ,fut du petit nombre de ceux qui resterent sous le drapeau jusqu\u2019au moment o\u00f9 l\u2019Empereur partit pour la France&#8216; &#8211; schreibt Charles Mulli\u00e9 in seiner Biographie. Es folgen die Schlachten bei Dresden und Leipzig.<br \/>\n<\/em><em>Der Major de Wimpffen geh\u00f6rt zu den ersten, die sich nach Elba Napoleon anschlie\u00dfen. Bei Waterloo kommandiert er das 2. Lancier-Regiment. Nach Abdankung des Kaisers ernennt ihn der K\u00f6nig zum Oberstleutnant bei den Calvados-Dragonern, 1820 erfolgt die Bef\u00f6rderung zum Oberst und Kommandeur\u00a0<\/em><em>des Ordens Saint Louis. Am 25. April 1821 erh\u00e4lt er das Offizierskreuz der Ehrenlegion, zwei Jahre sp\u00e4ter wird er zum Kommandeur der Legion d\u2019Honneur ernannt.<strong><br \/>\n<\/strong>1823 nimmt er am Feldzug in Spanien teil, nach dessen Ende der spanische K\u00f6nig Dagobert de Wimpffen den Sankt-Ferdinand-Orden verleiht. Am 16. Juni 1834 erfolgt die Bef\u00f6rderung zum Mar\u00e9chal de Camp und die Ernennung zum Milit\u00e4rbefehlshaber des D\u00e9partements Hautes-Pyren\u00e9es. Er beendet seine milit\u00e4rische Laufbahn als Milit\u00e4rbefehlshaber des D\u00e9partements Orne. <\/em><br \/>\n<em> Nach seiner Pensionierung zieht er sich nach Bavent zur\u00fcck. Seine Ehe mit <\/em>ANATOLIE DE CAUVIGNY<em>\u00a0blieb kinderlos. Sein Verm\u00f6gen vermachte er der Gemeinde Bavent, wo er auch seine letzte Ruhest\u00e4tte fand.\u201c<br \/>\n<\/em>Somit reiht sich, um nunmehr abschlie\u00dfend zu resumieren, DAGOBERT SIGISMUND VON WIMPFFEN bzw. DAGOBERT SIGISMOND DE WIMPFFEN (geb. 1782 auf Schloss G\u00fcnthersburg bei Frankfurt a. M. &#8211; gest. 1862 in Bavent unweit Ca\u0113n\/Normandie), der Zweitj\u00fcngste der sechs S\u00f6hne des Begr\u00fcnders vom c) Franzens Zweig FRANZ LUDWIG VON (FRAN\u00c7OIS LOUIS DE) WIMPFFEN (1735 &#8211; 1800), in die nur durch den in den Zivildienst Frankreichs als Forst- und Wasserbauinspektor getretenen Zweit\u00e4ltesten FRANZ KARL EUGEN (1762 &#8211; 1835) unterbrochene Folge jener f\u00fcnf anderen S\u00f6hne ein, die in den Milit\u00e4rdienst getreten sind und dort ohne Ausnahme hohe bis h\u00f6chste Rangstellungen erreicht, dazuhin lebensbegleitend an den vom letzten Jahrzehnt des 18. bis fast hin zur Mitte der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts durch Europa gezogenen sog. Koalitionskriegen (Revolutionskriege, Napoleonische Kriege, Freiheitskriege) und somit an den damals Europa \u00fcberzogenen unz\u00e4hligen Schlachten teilgenommen, mehr oder minder viele Verwundungen erlitten haben sowie mit hohen bis h\u00f6chsten Orden ausgezeichnet worden sind. Im Falle des Vorgenannten kommen wir beim Durchz\u00e4hlen der aufgef\u00fchrten Teilnahme an Schlachten auf etwas mehr als ein Dutzend Orte und auf drei schwere bis schwerste Verwundungen. Die von Dagobert Sigismund erreichten H\u00f6chststufen der Ordens-Auszeichnung und des Offiziers-Dienstgrades sowie Umfanges seines Befehlsbereiches waren:\u201eKommandeur der Legion d\u2019Honneur\u201c (1823), \u201eMar\u00e9chal de Camp&#8220; = \u201eFeldmarschall\u201c und \u201eD\u00e9partement-Milit\u00e4rbefehlshaber\u201c (1834). Im Gegensatz zu allen seinen f\u00fcnf Br\u00fcdern ist er ohne Nachkommnen geblieben, so dass &#8211; im Gegensatz zu allen diesen &#8211; in Constantin von Wurzbachs II. Stammtafel vom Namen desselben und demjenigen seiner Gattin nichts Weiterf\u00fchrendes ausgeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie dem sechst\u00e4ltesten der sieben S\u00f6hne des Johann Georg von Wimpffen FRANZ GEORG VON WIMPFFEN (1735 \u2013 1816) der Generation 11 in den beginnenden 1760er Jahren mit Unterst\u00fctzung von\u00a0PHILIPP FERDINAND\u00a0REGIERENDER F\u00dcRST ZU LIMBURG, BRONKHORST UND STYRUM von B\u00fcrgermeistern und Rat der Stadt N\u00fcrnberg unzutreffenderweise bis zumindest in die zweite H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts zur\u00fcckgehende reichsritterm\u00e4\u00dfige &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/georgs-zweig\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Y. 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