{"id":329,"date":"2016-06-11T15:13:29","date_gmt":"2016-06-11T13:13:29","guid":{"rendered":"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/?page_id=329"},"modified":"2020-01-25T13:48:40","modified_gmt":"2020-01-25T12:48:40","slug":"rueck-und-weiterschau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/rueck-und-weiterschau\/","title":{"rendered":"Z. R\u00fcck- und Weiterschau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie &#8211; kritische R\u00fcckschau &#8211; der namhafte hochdekorierte, auf die Erforschung des Adels gerichtete, Genealoge\u00a0<\/strong><strong>CONSTANTIN VON WURZBACH \u00a0(1818 &#8211; 1893) in seinem Spezialwerk des Jahres 1888\u00a0\u201eD<\/strong><strong>ie Freiherren und Grafen von Wimpffen\u201c deren Generationen I bis VIII durchg\u00e4ngig falsch benamt und umschreibt, dar\u00fcber hinaus deren Generation IX h\u00f6chst fehlerbesetzt darstellt, wobei er \u00e4ltere genealogische Darstellungen des 18. und 19. Jahrhunderts, die diesem Geschlecht unstatthafterweise sogar eine Reihe den Adelsnamen VON WIMPFFEN tragender\u00a0<\/strong><strong>sog. vorurkundlicher<\/strong><strong>\u00a0Vertreter des 10.\/11. bis 14. Jahrhunderts zuschreiben, unkritisch und teilweise noch verst\u00e4rkend \u00fcbernimmt; und was dazuhin &#8211; Versuch wegweisender Weiterschau unter Bezugsetzung zu den Zielorten &#8211; der Von-Wimpffen-Forschung der Zukunft noch an vielem unklar Gebliebenem und L\u00fcckenhaftem zu erhellen bleibt.<\/strong><\/p>\n<p>Am Schluss des vorstehenden Kapitels Y. Georgs-Zweig sind wir in die Generation 17d eingetreten und haben wir mit der Lebensbeschreibung des dieser angeh\u00f6renden DR. HANS HERMANN FREIHERRN VON WIMPFFEN\u00a0sowohl die Gegenwart als auch unseren gedanklichen Ausgangspunkt erreicht. Damit erscheint die bislang mit 25 und damit fast allen Buchstaben des Alphabets gekennzeichnete Wanderung durch die Generationen des HERMANN-VON WIMPFFEN-GESCHLECHTES beendet. Nat\u00fcrlich musste beim Gang durch die Zeitl\u00e4ufte mit der Vorstellung der ebenso langen wie breitgef\u00e4cherten\u00a0Ahnenreihe desselben sowohl eine Begrenzung auf die wichtigsten Glieder als auch die Setzung von Schwerpunkten mit erstrangigem Blick auf jene erfolgen, die in engerem Zusammenhang mit der Stadt Wimpfen stehen:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Somit genoss innerhalb der Abfolge dieser stattlichen Anzahl von k\u00fcrzeren und l\u00e4ngeren sowie da und dort \u00fcberlang erscheinenden Kapiteln der im hessischen Exklavenst\u00e4dtchen Wimpfen der zweiten H\u00e4lfte der 1880er und beginnenden 1890er Jahre, wenngleich nur wenig mehr als ein halbes Jahrzehnt, dort niedergelassen gewesene WILHELM VON WIMPFFEN (1820 \u2013 1879) mit Angeh\u00f6rigen, au\u00dferdem dessen Vater FRIEDRICH WILHELM (1784 &#8211; 1845), der Begr\u00fcnder der sog. W\u00fcrttembergischen Nebenlinie, dazuhin bevorzugt noch dessen ungeratener und Stoff f\u00fcr eine reiche (teils triviale) Literatur bietender Enkel ROBERT VON UNGERN-STERNBERG alias ROMAN UNGERN VON STERNBERG (1886 \u2013 1921) ganz besondere Zuwendung.<\/li>\n<li>Dass daneben auch noch dem Vetter des vorgenannten Wilhelm von Wimpffen, n\u00e4mlich dem franz\u00f6sischen \u201eSEDANGENERAL\u201d\u00a0EMMANUEL F\u00c9LIX DE WIMPFFEN (1811 \u2013 1884), ein noch sehr viel gr\u00f6\u00dferer Raum gew\u00e4hrt worden ist, geht erstrangig darauf zur\u00fcck, dass diese Arbeit aus der Schaffung des auf den Zeitraum von 1870 \u2013 1918 und damit in ihren Anf\u00e4ngen auf den Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg von 1870\/71 und das daraus hervorgegangene Werden des Deutschen Kaiserreiches herausgewachsen ist. Mitantrieb hierf\u00fcr hat auch das zwischen der W\u00fcrttembergischen Nebenlinie und HELMUTH VON MOLTKE, dem Bezwinger dieses \u201eSedangenerals\u201d, bestehende Verwandtschaftsverh\u00e4ltnis gebracht.<\/li>\n<li>Ins Auge springt auch die Tatsache, dass dem zwei Jahrhunderte \u00e4lteren JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN (1615 \u2013 1668) als dem, wie es sich &#8211; entgegen den vom I. und II. Stammbaum des Constantin von Wurzbach gegebenen Klassifikationen &#8211; herausgestellt hat, Ahnherren sowohl (\u00fcber dessen Sohn GEORG ABRAHAM) des sog. \u00c4lteren Hauptastes wie auch (\u00fcber dessen Sohn JOHANN CARL) des sog. J\u00fcngeren Hauptastes und \u00fcberdies Ersterringer der Adelseigenschaft, breitester Raum zugestanden worden ist. Das erkl\u00e4rt sich daraus, dass diese zentrale Schl\u00fcsselperson der Von Wimpffen von den f\u00fchrenden Alt-Genealogen str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt bis aus dem Angedenken gestrichen und bislang deren erstrangige Bedeutung nur in der provinziellen Fachliteratur durch Georg Ernst Waldau (1787) und Dr. Lore Sporhan-Krempel (1981\/84) behandelt worden ist. Somit erschien dessen intensive Herausstellung \u00fcberf\u00e4llig.<\/li>\n<li>Und auch au\u00dfergew\u00f6hnlich viel Platz wurde Johann Friedrichs ein starkes Jahrhundert sp\u00e4ter gewirkten Urenkel FRAN\u00c7OIS LOUIS DE bzw. FRANZ LUDWIG VON WIMPFFEN (1732 \u2013 1800) einger\u00e4umt, der ja der Begr\u00fcnder des sog. Franzens-Zweiges gewesen ist und dessen gro\u00dfe Nachkommenschaft sich im 18.\/19. Jahrhundert \u00fcber zahlreiche Staaten Europas wie auch die L\u00e4nder des Heiligen R\u00f6mischen Reiches bzw. des Deutschen Bundes ausgebreitet hat, wozu auch die Grafen von Wimpffen sowie die mit diesen durch Einheirat doppelt verbundene \u201eW\u00fcrttembergische Nebenline\u201d geh\u00f6ren. Bef\u00f6rdernd trat noch der Umstand hinzu, dass dessen Selbstbiografie des Jahres 1788 in ihrer Bedeutung als Quelle sowohl des Werdens des Geschlechtes an sich (wenngleich diesbez\u00fcglich massivst zu hinterfragen) als auch dessen \u00fcber vielerlei Herrschaftsbereiche gegangene Hinwendung zum Milit\u00e4rmetier bislang unerschlossen geblieben ist und somit der Offenlegung dringend bedurfte.<\/li>\n<li>Dass dar\u00fcber hinaus auch der GEORGS-ZWEIG und vor allem dessen Linie der WIMPFFEN-MOLLBERG eine fast l\u00fcckenlose Zuwendung fand, versteht sich daraus, dass diesem DR. HANS HERMANN FREIHERR VON WIMPFFEN (geb. 1934 in Budapest) angeh\u00f6rt, dessen Person nat\u00fcrlich im Hinblick auf seine in den beginnenden 1980er Jahren erfolgte Niederlassung in Bad Wimpfen am Neckar und zudem auf seinen Rang des gegenw\u00e4rtig f\u00fchrenden Erforschers der Geschichte seines Geschlechtes Anfang und Ende dieser Arbeit gilt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dass nach dem Durchlaufen von insgesamt 19 Generationen der Von Wimpffen (siehe am Ende des Kapitels Y. Georgs-Zweig das Erreichen der Generation 19c der Gegenwart) nunmehr noch ein den letzten Buchstaben des Alphabets tragendes Kapitel Z zur Verf\u00fcgung steht, kommt mir bestens zupasse. Denn schlussendlich gilt es nunmehr noch, wie bereits vor allem im auslaufenden Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans herausgestellt, die von den Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts \u00fcbereinstimmend aufgef\u00fchrten sog. vorurkundlichen Vertreter des Von-Wimpffen-Geschlechts einer ebenso gr\u00fcndlichen wie kritischen Betrachtung zu unterziehen. Gemeint sind damit all jene Personen, die zeitlich vor dem in Kapitel B. Sagenahn behandelten Ahnherren des 14. Jahrhunderts namens SIGISMUND HEEREMANN bzw. <span style=\"text-decoration: underline;\">SIEGMUND<\/span> HEEREMANN VON WIMPFFEN (nach Wurzbach und Vorg\u00e4ngern) oder SIGMUND H\u00d6RMANN VON WIMPFFEN (nach St\u00f6r) bzw. richtigerweise SIGMUND HERMANN (nach Sporhan-Krempel), bereits schon im 11. oder gar schon im 10. Jahrhundert existiert und den Adelsnamen VON WIMPFFEN getragen haben und verwandtschaftliche, sprich blutsm\u00e4\u00dfige, Vorl\u00e4ufer desselben und seiner Nachfahren gewesen sein sollen. Auf deren fragestellende kritische Erw\u00e4hnung verzichten zu wollen, hie\u00dfe, die grundlegende Regel historischer Forschung, n\u00e4mlich die Suche nach der Wahrheit, zu missachten!<\/p>\n<p>Somit sei hier nun zun\u00e4chst zusammenfassend dargestellt, was bei den an fr\u00fcherer Stelle zur Gruppe I zusammengefassten Autoren, eingeschlossen die bereits mehrfach diesbez\u00fcglich zitierte\u00a0Autobiographie des FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WMPFFEN sowie \u00fcber die Anf\u00e4nge der VON WIMPFFEN (Falsches!) zu lesen steht:<br \/>\n(Anmerkung: Die hier wie auch in der sich anschlie\u00dfenden Reihe zitierter Textstellen vorgenommenen Unterstreichungen und teilweise auch Schreibung in Gro\u00dfbuchstaben haupts\u00e4chlich von Namen und auch Zeitangaben etc. stellen in der Regel Hervorhebungen des Verfassers dar, die helfen sollen, die weitgehende inhaltliche \u00dcbereinstimmung dieser Aussagen in ihrer Gesamtheit zu erkennen.)<\/p>\n<p>1. Den diesbez\u00fcglichen Anfang machte der schon vielfach zitierte FRAN\u00c7OIS-ALEXANDRE AUBERT (DE LA CHESNAYE) DES BOIS in Band 12 seines \u201eDictionaire de la Noblesse contenant les g\u00e9n\u00e9alogies, l\u2019histoire et la chronologie des familles nobles de France, l\u2019explication de leurs armes et l\u2019\u00e9tat des grandes Terres du royaume\u201d (Paris 1778). Denn einleitend ist dort in apodiktischer Art und Weise ohne jede Beweisf\u00fchrung Folgendes konstatiert:<br \/>\n&#8211; Zun\u00e4chst am Ende der Seite 830 in den letzten 7 Zeilen:<br \/>\n<em> \u201eWIMPFFEN: Cette Maison, l\u2019une des plus anciennes du Cercle de Soabe,<br \/>\nporte le nom de la ville imp\u00e9riale de Wimpffen, sur le Necker, qui le<br \/>\nlui a donn\u00e9; ce qui fait remonter son origine \u00e0 l\u2019\u00e9poque des Fiefs.\u201d<\/em><br \/>\nUnd erkl\u00e4rend wird in etwas kleinerer Schrift hinzugesetzt:<br \/>\n<em>\u00a0\u201eElle a pris, d\u00e8s ce temps-l\u00e0, ses alliances dans les plus nobles Maisons de<br \/>\n<\/em><em>la Suabe &amp; de la Franconie. Elle poss\u00e9doit dans cette partie de l\u2019empire des<br \/>\nbiens consid\u00e9rables; mais elle en a \u00e9t\u00e9 d\u00e9pouill\u00e9e dans les diff\u00e9rentes guerres<br \/>\nqui ont agit\u00e9 cette partie de l\u2019Allemagne.\u201d<br \/>\n<\/em>-Fortsetzend wird am Anfang der Seite 831 in den ersten 4 Zeilen konkret hingewiesen auf:<br \/>\n<em>\u201eHERMANN DE WIMPFFEN, dont il existe encore une M\u00e9daille, le distingua au<br \/>\ndernier Tournois de Magdebourg; mais la filiation suivie de cette Maison, de<br \/>\nl\u00e9galement prouv\u00e9e, ne commence qu\u2019\u00e0 SIGISMOND-HERMANN, dont nous allons<br \/>\nparler.&#8220;<br \/>\n<\/em>Siehe hierzu den franz\u00f6sischen Originaltext in der<br \/>\n<a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-46-e1560684689639.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-2973 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-46-e1560684689639-1024x373.jpeg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-46-e1560684689639-1024x373.jpeg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-46-e1560684689639-300x109.jpeg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-46-e1560684689639.jpeg 1641w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Z 1: Der Anfang des in der oben genannten Genealogie des Fran\u00e7ois Louis (de la Chesnaye) des Bois (1787) dem Ursprung der (DE) WIMPFFEN\u00a0geltenden<\/strong>\u00a0<strong>Textes<\/strong>.<strong> \u00a0\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcbersetzt (und das Wesentliche jetzt durch Unterstreichung herausgehoben): <em>\u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">WIMPFFEN<\/span>: Dieses Haus, eines der \u00e4ltesten im <span style=\"text-decoration: underline;\">Schw\u00e4bischen Kreis<\/span>, tr\u00e4gt den Namen der <span style=\"text-decoration: underline;\">Reichsstadt Wimpffen am Neckar<\/span>, die ihm diesen gegeben hat; dieses f\u00fchrt sich auf die <span style=\"text-decoration: underline;\">Zeit des Lehenswesens<\/span> zur\u00fcck. &#8211; Dieses ist schon in der damaligen Zeit seine Verbindungen mit den <span style=\"text-decoration: underline;\">edelsten H\u00e4usern Schwabens und Frankens<\/span> eingegangen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Es<\/span>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">besa\u00df in diesem Bereich des Reiches betr\u00e4chtliche G\u00fcter<\/span><\/em><em>. <span style=\"text-decoration: underline;\">Aber es ist deren in den verschiedenen Kriegen, die diesen Teil Deutschlands beunruhigt haben, beraubt worden.<\/span> &#8211;<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">HERMANN VON WIMPFFEN<\/span>, von dem noch eine <span style=\"text-decoration: underline;\">Medaille<\/span> <\/em>(oder auch: <em>Gedenkm\u00fcnze<\/em>)<em> existiert, die ihn beim <span style=\"text-decoration: underline;\">letzten Turnier von Magdeburg<\/span> auszeichnete; aber die nachweisbare Abstammungsfolge dieses Hauses beginnt erst bei <span style=\"text-decoration: underline;\">SIGISMUND-HERMANN<\/span>\u00a0, \u00fcber den wir nun sprechen.\u201d<\/em><\/p>\n<p>2. Wie bereits schon in Kapitel P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig kritisch angesprochen, steht in der rund ein Jahrzehnt sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten Selbstbiografie dieses FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN des Titels \u201eLa vie priv\u00e9e et militaire du G\u00e9n\u00e9ral Baron de Wimpffen\u201d aus dem Jahr 1788 und damit in einem von einem Angeh\u00f6rigen des Geschlechtes der Von Wimpffen selbst geschriebenen Werk folgendes \u00c4hnliche bis Identische und dazuhin Reichlichere &#8211; insbesondere, was die hier im Gegensatz zum vorangehenden Autor gegebenen Zeitangaben betrifft &#8211; \u00fcber die fr\u00fche Geschichte desselben auf den Seiten 2 bis 4 zu lesen:<br \/>\n<em>\u201eMa famille, originaire de la Suabe, y poss\u00e9doit d\u00e9j\u00e0 au commencement du dixieme siecle les villes, aujourd\u2019hui libres et imp\u00e9riales, de Wimpffen, sur le Necker. Cette possession fut vendue par Dagobert de Wimpffen au chapitre de Worms, pour 1300 marcs d\u2019argent, somme qui \u00e9quivaloit alors \u00e0 un demi-million d\u2019\u00e8cus de nos jours, sous la restriction qu\u2019Arnould de Wimpffen, frere de Dagobert, seroit \u00e9lu \u00e9v\u00eaque: ce qui fut fait en 1044, o\u00f9 il succ\u00e9da au second degr\u00e9 \u00e0 Hatzego, comte de Nassau.- Conrad de Wimpffen, qui \u00e9toit en 1329 chanoine au m\u00eame chapitre, ayant consenti que ce domaine f\u00fbt c\u00e9d\u00e9 \u00e0 l\u2019empereur et \u00e0 l\u2019empire, ce fut vainement que ses deux neveux, qui furent mari\u00e9e, l\u2019un \u00e0 Gabrielle de Walds\u00e9e ou de Colloredo, et l\u2019autre \u00e0<\/em><em>\u00a0Marie de Schevazenberg, reclamerent le patrimoine de leurs anc\u00eatres; &#8230; .&#8220;<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Siehe hierzu wiederum den franz\u00f6sischen Originaltext in<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-48.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"Zoooom aligncenter wp-image-2977 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-48-406x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"406\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-48-406x1024.jpeg 406w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-48-119x300.jpeg 119w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-48.jpeg 1084w\" sizes=\"(max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Z 2: Beschreibung des Fran\u03c2ois Louis de Wimpffen der Herkunft seiner Familie in seiner Selbstbiografie des Jahres 1788 auf den Seiten 2 bis 4<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu Deutsch:<em><br \/>\n\u201eMeine Familie, <span style=\"text-decoration: underline;\">aus Schwaben<\/span> stammend, <span style=\"text-decoration: underline;\">besa\u00df dort bereits am Beginn des 10. Jahrhunderts die heutigen<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\">freien Reichsst\u00e4dte Wimpffen am Neckar<\/span>. Dieser Besitz wurde von <span style=\"text-decoration: underline;\">Dagobert von Wimpffen<\/span> dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Domkapitel zu Worms<\/span> f\u00fcr <span style=\"text-decoration: underline;\">1300 Mark Silber<\/span>, eine Summe, die heute einer halben Million Taler entspricht, unter dem Vorbehalt, dass <span style=\"text-decoration: underline;\">Arnold von Wimpffen<\/span>, der <span style=\"text-decoration: underline;\">Bruder von Dagobert<\/span>, zum <span style=\"text-decoration: underline;\">Bischof<\/span> gew\u00e4hlt w\u00fcrde: dies erfolgte <span style=\"text-decoration: underline;\">1044<\/span>, wo er in zweiter Stufe auf <span style=\"text-decoration: underline;\">Hatzego, Graf von Nassau<\/span>, folgte.- <span style=\"text-decoration: underline;\">Conrad von Wimpffen<\/span>, der <span style=\"text-decoration: underline;\">1329<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\">Domherr desselben Kapitels<\/span> war und <span style=\"text-decoration: underline;\">zugestimmt hatte, sein Besitztum an den Kaiser und das Reich abzutreten<\/span>, <span style=\"text-decoration: underline;\">bem\u00fchte sich vergeblich<\/span>, dass <span style=\"text-decoration: underline;\">seine beiden Neffen<\/span>, die verheiratet waren, der eine mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Gabriele von Waldsee oder von Colloredo<\/span>, der andere mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Maria von Schwarzenberg<\/span>, <span style=\"text-decoration: underline;\">das Patrimonium ihrer Vorfahren zur\u00fcckforderten<\/span>; <strong>&#8230;<\/strong> .&#8220;\u00a0<\/em><\/p>\n<p>3. Und inhaltlich ebenfalls gleich, wenn auch kurzgefasst, berichtet 1853, d. h. weitere 65 Jahre sp\u00e4ter, ERNST HEINRICH KNESCHKE in \u201eDie Grafenh\u00e4user der Gegenwart in heraldischer, historischer und genealogischer Beziehung, Band 12\u201d, Seite 676, und genau so wieder 1870, wie folgt:<br \/>\n<em>\u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">Grafen v. Wimpffen<\/span> &#8230; Sehr altes <span style=\"text-decoration: underline;\">schw\u00e4bisches<\/span> Geschlecht, welches zur <span style=\"text-decoration: underline;\">reichsunmittelbaren Ritterschaft Schwaben<\/span>, <span style=\"text-decoration: underline;\">Canton Ortenau<\/span>, geh\u00f6rte, und dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Craichgau<\/span> entsprossen ist. Die <span style=\"text-decoration: underline;\">Heermann v. Wimpffen oder W\u00fcmpffen<\/span> tauchen aus dem Dunkel der Zeit in der <span style=\"text-decoration: underline;\">ersten H\u00e4lfte des 11. Jahrhunderts<\/span> auf: <span style=\"text-decoration: underline;\">Dagobert<\/span> verkaufte die beiden Neckarst\u00e4dte: <span style=\"text-decoration: underline;\">Wimpfen<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\">am Berge und Wimpfen im Thale<\/span> dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Hochstifte Worms<\/span> mit der Bedingung, dass sein <span style=\"text-decoration: underline;\">Bruder Arnold<\/span> zum <span style=\"text-decoration: underline;\">Bischof<\/span> desselben erw\u00e4hlt wurde, wie <span style=\"text-decoration: underline;\">1044<\/span> geschah. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Sigmund Heeremann v. Wimpffen,<\/span> Herrn auf Brixenstein, Zabietstein, Ebershausen etc. in Schwaben, Kaiser Carls IV. Feldobersten, welchem der Kaiser 1373 auf dem Reichstage zu Speier den eigenh\u00e4ndigen Ritterschlag ertheilte, &#8230; .\u201d<\/em><\/p>\n<p>4. Und im selben Jahr 1853 schreiben sehr viel ausf\u00fchrlicher CHRISTOPH CELLARIUS und JULIUS GERHARD GOLDTBEEG in \u201eGenealogisches Taschenbuch der freiherrlichen H\u00e4user\u201d (Gotha, Verlag Perthes), Seite 539\/540, Folgendes:<br \/>\n<em>\u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">Wimpffen<\/span> &#8230; <span style=\"text-decoration: underline;\">Schw\u00e4bisches<\/span> Geschlecht, das<\/em>\u00a0zur <em><span style=\"text-decoration: underline;\">reichsunmittelbaren Ritterschaft in Schwaben<\/span>, <span style=\"text-decoration: underline;\">Canton Ortenau<\/span>, geh\u00f6rte und dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Craichgau<\/span> entsprossen war.- In\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">jene graue Vorzeiten<\/span> der deutschen Geschichte, wo es weder Chroniken noch Urkunden gab, verliert sich der Ursprung der\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Heeremann von Wimpffen<\/span> (oder <span style=\"text-decoration: underline;\">W\u00fcmpffen<\/span>, wie sie sich auch vor Zeiten geschrieben), und nur in nebelhaften Gestalten tauchen einzelne Ahnen daraus hervor. Der <span style=\"text-decoration: underline;\">fr\u00fcheste bekannte Stammherr<\/span>, den uns die Tradition aus diesem Geschlechte aufbewahrt hat, ist der <span style=\"text-decoration: underline;\">Verk\u00e4ufer<\/span> der beiden <span style=\"text-decoration: underline;\">Neckarst\u00e4dte Wimpffen\u00a0\u201aam Berge\u2019 und\u00a0\u201aim Thale\u2019<\/span> im damaligen <span style=\"text-decoration: underline;\">Craichgau<\/span> gelegen, n\u00e4mlich <span style=\"text-decoration: underline;\">Dagobert v. W.<\/span> , der diese St\u00e4dte um <span style=\"text-decoration: underline;\">1300 Mark Silber<\/span> dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Hochstifte Worms<\/span> unter der Bedingung verkaufte, da\u00df <span style=\"text-decoration: underline;\">sein Bruder Arnold<\/span>\u00a0zum <span style=\"text-decoration: underline;\">Bischof<\/span> desselben gew\u00e4hlt w\u00fcrde; dieser folgte denn auch in Erf\u00fcllung der gestellten Bedingung im Jahr <span style=\"text-decoration: underline;\">1044<\/span> dem Bischofe <span style=\"text-decoration: underline;\">Hatzego<\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"> von Nassau<\/span>. Ferner werden noch aus jener Zeit genannt: <span style=\"text-decoration: underline;\">Conrad v. W.<\/span>\u00a0, ebenfalls <span style=\"text-decoration: underline;\">Canonicus des Wormser Capitels<\/span>, der im J. <span style=\"text-decoration: underline;\">1329<\/span> in die <span style=\"text-decoration: underline;\">Abtretung der beiden St\u00e4dte an Kaiser und Reich<\/span> einwilligte, und <span style=\"text-decoration: underline;\">dessen zwei Neffen<\/span>, der eine mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Gabriele geb. von Wallsee (Colloredo)<\/span> , der andere mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Marie geb. von Schwarzenberg<\/span> verm\u00e4hlt, welche <span style=\"text-decoration: underline;\">erfolglose Versuche zur R\u00fcckgewinnung des Patroziniums<\/span> machten. Endlich erscheint noch ein anderer <span style=\"text-decoration: underline;\">Heeremann von Wimpffen<\/span>, von dem noch eine auf das letzte <span style=\"text-decoration: underline;\">Magdeburger Turnier<\/span> gepr\u00e4gte <span style=\"text-decoration: underline;\">Medaille<\/span> besteht.- Die ununterbrochene und urkundlich erwiesene Stammreihe des Hauses beginnt indessen erst mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Sigmund Heeremann von Wimpffen,<\/span>\u00a0Herrn von Brixenstein, Zabietstein, Ebershausen etc. in Schwaben und Kaiser Karls IV. Feldobersten.\u201d<\/em><\/p>\n<p>5. Und auch ganz \u00e4hnlich wei\u00df CONSTANTIN VON WURZBACH weitere 35 Jahre sp\u00e4ter im Er\u00f6ffnungs-Kapitel seines einschl\u00e4gigen Werkes \u201eDie Freiherren und Grafen von Wimpffen &#8230; \u201d des Jahres 1888 des Titels \u201eZur Genealogie der Freiherren und Grafen von Wimpffen\u201d auf Seite 3 \u00fcber die, wie er sagt, in die <em>\u201evorurkundliche Zeit\u201d<\/em> geh\u00f6renden Tr\u00e4ger des Namens\u00a0Wimpffen in ausf\u00fchrlichster Form Folgendes zu berichten, wobei er abschlie\u00dfend noch allerlei eigentlich gar nicht Dazugeh\u00f6riges beigibt:<br \/>\n(Anmerkung: Die meisten Zielbegriffe sind bei diesem durch Fettdruck oder Sperrdruck wiedergegeben, werden aber hier in Fortsetzung der oben begonnenen Hervorhebung ver\u00e4ndert durch Unterstreichung gekennzeichnet, ausgenommen die nicht wenigen Schluss-Angaben der zweitgenannten Textpartie, welche die angezielten Namenstr\u00e4ger gar nicht ber\u00fchren.)<br \/>\n<em>\u201eDas Geschlecht der<\/em>\u00a0<em><span style=\"text-decoration: underline;\">Wimpffen<\/span> oder <span style=\"text-decoration: underline;\">W\u00fcmpffen<\/span> , wie es sich vor Zeiten geschrieben, ist <span style=\"text-decoration: underline;\">sehr alt<\/span>, urkundlich aber l\u00e4sst es sich <span style=\"text-decoration: underline;\">nur bis in die erste H\u00e4lfte des elften Jahrhunderts<\/span> zur\u00fcckf\u00fchren, in welcher <span style=\"text-decoration: underline;\">Dagobert<\/span><strong>\u00a0<\/strong>die beiden <span style=\"text-decoration: underline;\">Neckarst\u00e4dte Wimpfen am Berge und Wimpfen im Thale<\/span> um <span style=\"text-decoration: underline;\">1300 Mark Silber<\/span> dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Hochstifte Worms<\/span> unter der Bedingung verkaufte, da\u00df sein <span style=\"text-decoration: underline;\">Bruder <\/span><\/em><span style=\"text-decoration: underline;\">Arnold<\/span><em><strong>\u00a0<\/strong>(Nr. 3) zum <span style=\"text-decoration: underline;\">Bischof von Worms<\/span> gew\u00e4hlt werde. Sie sind demnach ein <span style=\"text-decoration: underline;\">schw\u00e4bisches<\/span> Geschlecht, das zur <span style=\"text-decoration: underline;\">reichsunmittelbaren Ritterschaft in<\/span>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Schwaben Canton Ortenau<\/span> geh\u00f6rte und aus dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Craichgau<\/span> stammte. Wir gedenken dieses Umstandes und noch anderer Tr\u00e4ger dieses Namens, welche in die <span style=\"text-decoration: underline;\">vorurkundliche Zeit<\/span> geh\u00f6ren, auch in der Uebersicht der besonders denkw\u00fcrdigen Sprossen des Hauses Wimpffen bei den Namen <span style=\"text-decoration: underline;\">Arnold,<\/span>\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Conrad<\/span>,<\/em> <span style=\"text-decoration: underline;\">Heeremann<\/span><em>. Der <span style=\"text-decoration: underline;\">erste Wimpffen<\/span>, von welchem sich eine ununterbrochene Stammesfolge dieses Geschlechtes bis auf die Gegenwart fortf\u00fchren l\u00e4\u00dft, ist <span style=\"text-decoration: underline;\">Sigismund Heeremann<\/span> (38), mit welchem auch unsere I.<\/em>\u00a0Stammtafel anhebt.\u201d<br \/>\n\u00dcber <span style=\"text-decoration: underline;\">Arnold<\/span> und dessen Einsetzung in das Amt des Bischofs von Worms CONSTANTIN VON WURZBACH innerhalb dessen unter Nr. 3, Seite 5 und 6, \u00a0dargestellten Lebenslaufes Folgendes (teilweise \u00fcber das von den vorstehend zitierten Autoren Hinausgehende):<br \/>\n\u201e<em><span style=\"text-decoration: underline;\">Arnold<\/span><\/em>\u00a0<em>geh\u00f6rt zu den fr\u00fchesten\u00a0bekannten Sprossen dieser Familie<\/em>\u00a0(gemeint die Von Wimpffen),<em> welche die beiden\u00a0im damaligem <span style=\"text-decoration: underline;\">Craichgau<\/span> gelegenen St\u00e4dte <span style=\"text-decoration: underline;\">Wimpfen am Berge und Wimpfen im Thale<\/span> besa\u00df, bis <span style=\"text-decoration: underline;\">Dagobert von Wimpffen<\/span>\u00a0sie um <span style=\"text-decoration: underline;\">1300 Mark Silber<\/span> dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Hochstifte Worms<\/span> unter der Bedingung verkaufte, dass sein <span style=\"text-decoration: underline;\">Bruder<\/span>, eben dieser <span style=\"text-decoration: underline;\">Arnold<\/span>, zum <span style=\"text-decoration: underline;\">Bischofe desselben<\/span> gew\u00e4hlt w\u00fcrde, was denn auch\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">1044<\/span>, nach dem Tode des <span style=\"text-decoration: underline;\">15.<\/span> Bischofs <span style=\"text-decoration: underline;\">Hatzego von Nassau<\/span>, sofort in Erw\u00e4gung gezogen wurde. Allein es gelang dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Kaiser (Heinrich III.)<\/span>, vorher noch seinen <span style=\"text-decoration: underline;\">Kanzler\u00a0Adelger<\/span>\u00a0auf diesen <span style=\"text-decoration: underline;\">Bischofsstuhl<\/span> zu bringen, so da\u00df der <span style=\"text-decoration: underline;\">Domherr Arnold von Wimpffen<\/span> erst <span style=\"text-decoration: underline;\">f\u00fcnf Monate sp\u00e4ter<\/span> nach Adelgers fr\u00fchem Tode, als der <span style=\"text-decoration: underline;\">17.<\/span> Wormser Bischof die vertragsm\u00e4\u00dfig gew\u00e4hrleistete <span style=\"text-decoration: underline;\">Inthronisation<\/span> empfangen konnte. Arnold regierte <span style=\"text-decoration: underline;\">20 Jahre und 8 Monate<\/span> &#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">bis 1065<\/span> &#8211; w\u00e4hrend welcher Zeit, <span style=\"text-decoration: underline;\">1048<\/span>, eine Papstwahl zum Worms in seinem Beisein stattfand, als welcher der <span style=\"text-decoration: underline;\">Graf Bruno von Dachsburg als Leo IX<\/span>. hervorging. <span style=\"text-decoration: underline;\">1052<\/span> kam dieser Papst nochmals mit vielen Bisch\u00f6fen und F\u00fcrsten <span style=\"text-decoration: underline;\">nach Worms<\/span>, um mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Kaiser\u00a0Heinrich \u00a0III.<\/span> zu einer <span style=\"text-decoration: underline;\">Besprechung<\/span> zusammenzutreffen und daselbst das <span style=\"text-decoration: underline;\">Weihnachtsfest<\/span> zu begehen. &#8211; Die <span style=\"text-decoration: underline;\">Chronik des Wormser<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\">Hochstiftes<\/span> nennt noch einen <span style=\"text-decoration: underline;\">Conrad von\u00a0Wimpffe<\/span><\/em><em><span style=\"text-decoration: underline;\">n<\/span>\u00a0als dessen <span style=\"text-decoration: underline;\">18. Probst<\/span>, welcher <span style=\"text-decoration: underline;\">1329<\/span> gew\u00e4hlt, <span style=\"text-decoration: underline;\">noch im selben<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\">Jahre starb<\/span>. Er soll w\u00e4hrend seiner Regierung in die <span style=\"text-decoration: underline;\">Abtretung der beiden erw\u00e4hnten St\u00e4dte an Kaiser und Reich<\/span> gewilligt haben. Seine <span style=\"text-decoration: underline;\">beiden Neffen<\/span>, von denen der eine mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Gabrie<\/span><\/em><em><span style=\"text-decoration: underline;\">le geborenen von Wallsee\u00a0(Colloredo)<\/span>, der andere mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Marie geborenen von\u00a0Schwarzenbe<\/span><\/em><em><span style=\"text-decoration: underline;\">rg<\/span>\u00a0verm\u00e4lt war, machten <span style=\"text-decoration: underline;\">sp\u00e4ter<\/span> jedoch <span style=\"text-decoration: underline;\">erfolglose Versuche zur R\u00fcckgewinnung des Patrimoniums<\/span>. Dieser Conrad von Wimpffen ist aber nicht mit\u00a0Conrad Wimpina, der auch als Conrad von\u00a0Wimpfen genannt erscheint, zu verwechseln. Letzterer der eigentlich Conrad Koch oder Cocus hie\u00df, um 1460 zu Buchheim geboren und im Kloster Ammerbach am 17. Mai 1531 gestorben ist, warb ein ber\u00fchmter Canonist, Doctor der Theologie, anf\u00e4nglich zu Leipzig, dann zu Frankfurt a. d. Oder und Domherr zu Brandenburg und Havelberg. Er schrieb Theologisches und Poetisches, und steht sein Leben beschrieben in dem von Christ. Gotth. Wilisch herausgegebenen \u201aCommentarius poeticus de Alberti animosi Saxonum ducis expeditionibus bellicis autore Conrad Wimpina\u2019 (Altenburg 1725, 8<sup>o<\/sup>).\u201d<br \/>\n<\/em>Und in Wurzbachs Lebenslauf Nr. 2, Seite 10, \u00a0hei\u00dft es, was auch jeweils am Schlusse schon von AUBERT DES BOIS, FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN sowie CELLARIUS-GOLDTBEEG angesprochen ist, erg\u00e4nzend sowie konkretisierend:<br \/>\n<em>\u201e<\/em><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>H<\/em><em>eeremann\u00a0<\/em><\/span><em><span style=\"text-decoration: underline;\">von Wimpffen<\/span> f\u00e4llt noch in <span style=\"text-decoration: underline;\">eine Zeit zur\u00fcck, welche vor jener liegt, mit der unsere Stammtafel anhebt<\/span>. <span style=\"text-decoration: underline;\">Heeremanns Name<\/span> hat sich durch eine auf das letzte <span style=\"text-decoration: underline;\">Magdeburger Turnier<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\">1036<\/span> gepr\u00e4gte <span style=\"text-decoration: underline;\">Medaille<\/span> erhalten. Dieses Turnier ist besonders deshalb bemerkenswerth, weil auf demselben <span style=\"text-decoration: underline;\">eine h\u00fcbsche, aber feile Dirne als Preis<\/span> ausgesetzt war.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n<p>Wenn man nunmehr die von den vorgenannten f\u00fcnf Autoren aufgef\u00fchrten Spuren fr\u00fchester bis fr\u00fcher sog. laut Von Wurzbach vorurkundlicher Vertreter der Von Wimpffen, die vom beginnenden 10. bis zum ausgehenden 14. Jahrhundert und damit \u00fcber volle f\u00fcnf Jahrhunderte reichen, in Zusammenfassung aller Angaben derselben in chronologischer Reihenfolge vergleichend zusammenstellt, so ergibt sich folgendes gro\u00dfteils in sich \u00fcbereinstimmendes (doch falsches!) Zeit-, Zahlen-, Namens- und Faktenbild:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Das <strong>Haus<\/strong>\u00a0<strong>Wimpffen<\/strong>,\u00a0eines <strong>der \u00e4ltesten<\/strong> im <strong>Schw\u00e4bischen Kreis,\u00a0<\/strong>habe seinen <strong>Namen<\/strong> von der\u00a0<strong>Reichsstadt Wimpfen am Neckar<\/strong> erhalten, f\u00fchre seinen <strong>Ursprung in die Zeit des Lehenswesens<\/strong> zur\u00fcck, sei damals <strong>Verbindungen mit vielen Adelsh\u00e4usern Schwabens<\/strong>\u00a0eingegangen und habe <strong>in diesem Bereich betr\u00e4chtliche G\u00fcter<\/strong> besessen; doch sei es dieser in den <strong>verschiedenen Kriegen<\/strong>, die diesen Teil Deutschlands heimsuchten, <strong>beraubt worden<\/strong>. So\u00a0AUBERT DES BOIS (1778).<\/li>\n<li>Seine aus <strong>Schwaben<\/strong><strong>\u00a0stammende Familie<\/strong>, so stellt ein Jahrzehnt sp\u00e4ter FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN (1788) in seiner Selbstbiografie pr\u00e4ziser fest, habe die beiden nunmehrigen freien Reichsst\u00e4dte <strong>Wimpfen am Neckar schon zu Beginn des 10. Jahrhunderts<\/strong> besessen und (anders als der von deren Verlust durch Kriege redende Aubert Des Bois) berichtet er weiter, dass ein\u00a0<strong>Dagobert von Wimpffen<\/strong>\u00a0diese dem <strong>Domkapitel zu Worms<\/strong> f\u00fcr <strong>1300 Mark Silber<\/strong>, unter dem Vorbehalt, dass sein <strong>Bruder Arnold von Wimpffen\u00a0<\/strong>zum <strong>Bischof von Worms<\/strong> gew\u00e4hlt w\u00fcrde, was auch\u00a0<strong>1044<\/strong> in zweiter Folge nach <strong>Hatzego, Graf von Nassau<\/strong>, erfolgt sei. Dieser Verkauf wird\u00a0denn auch genau so von KNESCHKE (1853 und 1870) und CELLARIUS-GOLDTBEEG im GOTHA (1853) erw\u00e4hnt und erf\u00e4hrt dann eine Erweiterung von WURZBACH (1888) durch die folgenden Sachverhalte: Es sei die Ernennung des <strong>Arnold<\/strong>, des <strong>Bruders von Dagobert<\/strong>, zwar in Erw\u00e4gung gezogen worden,\u00a0doch sei es dem <strong>Kaiser (Heinrich III.)<\/strong> gelungen, vorher noch seinen <strong>Kanzler Adelger auf den Bischofsstuhl<\/strong> zu bringen. Durch <strong>dessen fr\u00fchen Tod<\/strong> h\u00e4tte jedoch Arnold <strong>schon 5 Monate sp\u00e4ter als 17. Wormser Bischof<\/strong> die vertragsm\u00e4\u00dfig gew\u00e4hrleistete <strong>Inthronisation<\/strong> empfangen. Arnold habe <strong>20 Jahre und 8 Monate &#8211; bis 1065<\/strong>\u00a0<strong>&#8211;<\/strong> regiert.<\/li>\n<li>Alle die vorgenannten Autoren (au\u00dfer\u00a0FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN) weisen die Von Wimpffen des Weiteren in das <strong>11. Jahrhundert<\/strong> dadurch hinein<span style=\"line-height: 1.6471;\">, dass sie von einem (offenbar <strong>Rittersmann<\/strong>)\u00a0<\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">Heeremann von Wimpffen<\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\"> reden, von dem eine diesen auszeichnende <\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">Medaille des letzten Magdeburger Ritterturniers<\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\"> existiere, das WURZBACH dem Jahr <\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">1036<\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\"> zuordnet und bei dem eine <\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">h\u00fcbsche, aber feile Dirne als Preis <\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\"><span style=\"line-height: 1.6471;\">ausgesetzt gewesen sei.<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6471;\">Was die von AUBERT DES BOIS und dann auch von FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN angegebene <strong>Herkunft aus und Hinweisung des Hauses Wimpffen zu <\/strong><\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">Schwaben und Franken<\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\"> betrifft, so erweitern die nachfolgenden Autoren sukzessive diese Angabe, indem sie \u00fcbereinstimmend von der Lage Wimpfens im <strong>Kraichgau <\/strong>und\u00a0Zugeh\u00f6rigkeit desselben zum <\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">Schw\u00e4bischen Kreis<\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\">, <\/span><strong style=\"line-height: 1.6471;\">Ritterkanton Ortenau<\/strong><span style=\"line-height: 1.6471;\"><span style=\"line-height: 1.6471;\"><span style=\"line-height: 1.6471;\">, sprechen.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li>Zusammen mit FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFEN\u00a0und dem GOTHA wei\u00df WURZBACH\u00a0noch das folgende weitere, die Besitzgeschichte von Wimpfen am Neckar durch die Von Wimpffen betreffende Ereignis des zweiten Viertels des 14. Jahrhunderts zu berichten: Im Jahr\u00a0<strong>1329<\/strong> wurde, wie die <strong>Chronik des Wormser Hochstifts<\/strong> ausweise, ein <strong>Conrad von Wimpffen<\/strong> zu dessen <strong>18. Probst<\/strong> gew\u00e4hlt, der aber <strong>noch im selben Jahr starb<\/strong>. Dieser soll w\u00e4hrend seiner Regierung in die <strong>Abtretung von Wimpfen am Berg und Wimpfen im Tal<\/strong> (aus der Hand des Hochstifts Worms) an <strong>Kaiser und Reich<\/strong> eingewilligt haben. <strong>Zwei<\/strong>\u00a0(nicht benannte)\u00a0<strong>Neffen<\/strong>\u00a0desselben, wovon der eine mit <strong>Gabriele geborenen von Wallsee (Colloredo)<\/strong>, der andere mit <strong>Marie geborenen von Schwarzenberg<\/strong>\u00a0verheiratet gewesen sei, machten <strong>sp\u00e4ter <\/strong>(man kann annehmen <strong>ca.\u00a01330\/40<\/strong>)\u00a0<strong>vergebliche Versuche, das Patrimonium<\/strong> (\u00fcber Wimpfen am Berg und im Tal) <strong>zur\u00fcckzugewinnen<\/strong>.<\/li>\n<li>WURZBACH\u00a0schlie\u00dft, konform gehend mit AUBERT DES BOIS\u00a0und KNESCHKE, seine Hinweise auf die angeblich fr\u00fchesten Vertreter der Von Wimpffen mit der Feststellung, der <strong>erste Wimpffen<\/strong>, von welchem sich eine <strong>nachweisbare ununterbrochene Stammesfolge bis auf die Gegenwart<\/strong> <strong>fortf\u00fchren<\/strong> <strong>lasse<\/strong>, sei &#8211; der am Anfang dessen I. Stammtafel aufgef\u00fchrte und mit dem <strong>Sterbejahr 1393<\/strong> versehene &#8211; (gemeint:\u00a0<strong>Sigismund<\/strong>)<strong> Heeremann von<\/strong>\u00a0<strong>Wimpffen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Des Letztgenannten Lebensgang wurde bereits in Kapitel B. Sagenahn ausf\u00fchrlichst dargelegt und vor allem im Blick auf die von DR. LORE SPORHAN-KREMPEL\u00a0(1981\/84) auf der Basis ihrer Quellenforschungen getroffenen v\u00f6llig als die der vorgenannten Genealogen anderslautenden Aussagen dort als \u201esagenhaft\u201d deklariert, was sich zuletzt in Kapitel Y. Georgs-Zweig (siehe dort in \u201eTabellarische Vergleichung\u201d, Generation I bzw. 1) in anderem Zusammenhang noch einmal bekr\u00e4ftigt findet. Es sei hier noch einmal wiederholt und damit die\u00a0Kette der von vorgenannten Autoren dargebotenen Sachverhalte als blo\u00dfe Erfindungen abklassifiziert: Laut der vorgenannten Autorin trieb dieser in Augsburg angesiedelte, doch bislang wohl nirgendwo (letztlich auch nicht von dieser) prim\u00e4rquellenm\u00e4\u00dfig belegte, \u201eSIGMUND HERMANN\u201d, wie diese ihn nennt, Handel. Demnach ist dieser <span style=\"text-decoration: underline;\">keineswegs ein Rittersmann<\/span>, so wie Aubert des Bois und seine sp\u00e4teren Adepten und auch der sich jedoch ab Generation 2 voll zuverl\u00e4ssig erweisende J. W. ST\u00d6R\u00a0(ca. 1750\/60) diesen unkritisch &#8211; wohl in Verbeugung vor seinen Auftraggebern, den aufstrebenden drei S\u00d6HNEN DES\u00a0JOHANN GEORG VON WIMPFFEN namens GEORG ABRAHAM, JOHANN CHRISTOPH und JOHANN KARL\u00a0&#8211; darstellen, <span style=\"text-decoration: underline;\">sondern ein Handelsmann<\/span> gewesen. Und aus Lore Sporhan-Krempel ist des Weiteren korrigierend, fundiert und unwiderlegbar, zu entnehmen, dass der Name \u201eVON WIMPFFEN\u201d bei dem ca. 1485 geborenen und 1512 von Augsburg nach N\u00fcrnberg ausgewanderten HEINRICH (DEM J\u00dcNGEREN) der 4. Generation zum ersten Male als eine Art Beiname (\u201edoch wohl zur Unterscheidung von den anderen Herm\u00e4nnern\u201d) kreiert worden, als Adelsname aber erst 1658 den Gebr\u00fcdern JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN (1615 &#8211; 1668) und JOHANN DIETRICH VON WIMPFFEN (1616 &#8211; 1679) durch Kaiser Leopold zugekommen ist. Von Sporhan-Krempel zwar nicht erw\u00e4hnt, doch zweifelsfrei unverr\u00fcckbar feststehend, ist dazuhin noch auf die Tatsache hinzuweisen, dass die Verleihung des Widderwappens an die\u00a0\u201eHERMAN\u201d, wie es in der Verleihungsurkunde von K\u00f6nig Ferdinand hei\u00dft, als noch B\u00fcrgerlichem und Angeh\u00f6rigem des Zweiten Standes oder der sog. Ehrbarkeit in N\u00fcrnberg erst am 18. August 1555 unter DOMINIK der Generation 5 erfolgt ist. Wenn man alles dieses bedenkt und noch die Tatsache hinzunimmt, dass\u00a0es nicht weniger als sieben Nachfolgegenerationen des omin\u00f6sen Ahnen SIGMUND HERMANN bis hin zum oben angef\u00fchrten Br\u00fcderpaar JOHANN FRIEDRICH und JOHANN DIETRICH VON WIMPFFEN der Generation 8 bedurfte, bis der nunmehrige Adelsname \u201eVON WIMPFFEN\u201c in vollem Ma\u00dfe den Urnamen \u201eHERMANN\u201d verdr\u00e4ngt hatte, so wird klar: Die Suche nach vor diesen in Wimpfen und seinem Umraum ans\u00e4ssig gewesenen Ahnen derselben kann nur \u00fcber diesen Urnamen HERMANN erfolgen bzw. der evtl. gelingende Nachweis von \u00e4lteren Tr\u00e4gern des Namens VON WIMPFFEN des 14. bis zur\u00fcck ins 10.\/11. Jahrhundert vermag logischerweise letztlich nicht mehr, als nur Namens-, nicht aber Blutsverwandte aufzusp\u00fcren.<\/p>\n<p>Diese simple Tatsache haben die \u201eVON WIMPFFEN\u201d jedoch offenbar im Zuge des von den Adelsgeschlechtern des 18. und 19. Jahrhunderts wachsend kultartig betriebenen Strebens, sich als von altem bis uraltem Adel (Uradel) sowie Schwertadel abstammend auszuweisen (siehe hierzu vor allem die Ausf\u00fchrungen in den Anf\u00e4ngen des Kapitels Y. Georgs-Zweig) wie auch die Feststellung von\u00a0Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen des Besitzes von Wimpfen am Berg und im Tal durch die Von Wimpffen bereits zu Beginn des 10. Jahrhunderts!), geflissentlich \u00fcbersehen lassen, genau so denn auch die offenbar erstrangig diesen und weniger der Wissenschaft zu Diensten gestandenen Genealogen. Und aus solchem Streben wuchs die vorstehend dargestellte Legung von F\u00e4hrten der Existenz angeblicher Von Wimpffen des 14. Jahrhunderts bis zur\u00fcck gar ins 10.\/11. Jahrhundert, deren Nonsens nunmehr im Einzelnen klargelegt werden soll:<\/p>\n<p>I. Wenn Aubert des Bois bei seiner Suche in der Fr\u00fchzeit auf einen \u201eHERMANN DE WIMPFFEN\u201d \u00fcber eine auf das letzte Magdeburger Turnier (laut Wurzbach im Jahr 1036 gepr\u00e4gte) Gedenkm\u00fcnze st\u00f6\u00dft und Wurzbach dazuhin dar\u00fcber noch wissen will, dass bei diesem als Preis eine h\u00fcbsche, aber feile (gemeint: k\u00e4ufliche) Dirne ausgesetzt war, so bedeutet das so gut wie nichts; denn die Genealogen sind sich schon lange darin einig, dass die in den Turnierb\u00fcchern, so z. B. erstmals von Georg R\u00fcxner 1530, beschriebenen Begebenheiten der ersten (bis 1235 gegangenen) 14 Turniere frei erfunden sind und somit Wurzbachs Kommentar hinsichtlich der Dirne als Preis\u00a0nur Kopfsch\u00fctteln erzeugen kann.<\/p>\n<p>II. Sucht man in der von \u201eWikipedia, der freien Enzyklop\u00e4die&#8220;, dargebotenen zuverl\u00e4ssigen Liste der Bisch\u00f6fe von Worms nach jenen von Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen und allen nachfolgenden Genealogen im Zusammenhang mit dem angeblichen Verkauf von Wimpfen am Berg und Wimpfen im Tal des Jahres 1044 durch einen DAGOBERT VON WIMPFFEN an das Hochstift Worms angegebenen Folge von drei Wormser Bisch\u00f6fen namens<br \/>\n&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">HATZEGO VON NASSAU<\/span> (<span style=\"text-decoration: underline;\">15.<\/span> solcher <span style=\"text-decoration: underline;\">bis 1044<\/span>),<br \/>\n&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">ADELGER<\/span> (16. solcher) und<br \/>\n&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">ARNOLD<\/span>, Bruder des DAGOBERT VON WIMPFFEN (<span style=\"text-decoration: underline;\">17.<\/span> solcher) 5 Monate nach Adelgers fr\u00fchem Tode, regierend <span style=\"text-decoration: underline;\">20 Jahre und 8 Monate bis 1065<\/span>,<br \/>\nso hat man zun\u00e4chst den Eindruck, denn doch pl\u00f6tzlich einigerma\u00dfen f\u00fcndig zu werden. Denn dort ist, was die Namen (in den ersten beiden F\u00e4llen in Form von akzeptablen Varianten) und die Regierungszeiten, nicht was die Z\u00e4hlung deren Nacheinanderfolge, betrifft, Folgendes \u00dcbereinstimmende zu entnehmen:<br \/>\n&#8211; 20. Wormser Bischof: <span style=\"text-decoration: underline;\">AZECHO<\/span> von 1025 <span style=\"text-decoration: underline;\">bis<\/span> 18. Januar <span style=\"text-decoration: underline;\">1044<\/span>;<br \/>\n&#8211; 21. Wormser Bischof: <span style=\"text-decoration: underline;\">ADALGAR<\/span> von 3. Februar 1044 &#8211; 20. Juli 1044, also nur knapp ein halbes Jahr amtierend;<br \/>\n&#8211; 22. Wormser Bischof: <span style=\"text-decoration: underline;\">ARNOLD I.<\/span> oder <span style=\"text-decoration: underline;\">ARNULF<\/span> von 1044 <span style=\"text-decoration: underline;\">bis<\/span> zum 1. Mai <span style=\"text-decoration: underline;\">1065<\/span> und damit in der Tat, wenn man als Amtsbeginn August 1044 ansetzt, in dem von Wurzbach angegebenen Zeitraum von <span style=\"text-decoration: underline;\">20 Jahren und 8 Monaten<\/span>\u00a0amtierend.<br \/>\nDamit ist jedoch weder der Nachname VON WIMPFFEN des ARNOLD, noch dessen behauptetes Bruderverh\u00e4ltnis zum angeblichen DAGOBERT VON WIMPFFEN nachgewiesen. Und sollten diese wirklich ein Bruderpaar gewesen sein und den Nachnamen VON WIMPFFEN getragen haben, so ist dieser mit Sicherheit als Herkunftsbezeichnung im Sinne eines Heimatnamens und nicht als Adelsname einzustufen.<br \/>\n<span style=\"line-height: 1.6471;\">Dementsprechend und speziell bezogen auf die diesbez\u00fcglichen (oben dargelegten) Feststellungen von Kneschke des Jahres 1870 (Verkauf des Jahres 1044 von Wimpfen am Berg und Wimpfen im Tal durch einen DAGOBERT VON WIMPFFEN an das Hochstift Worms) meldet<br \/>\n&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Carl Christ<\/span> in seiner Untersuchung \u201eZur \u00e4lteren Geschichte des unteren Neckarthals, besonders von Wimpfen\u201d, 1872, im Unterabschnitt \u201eVIII. Gelegentliche Bemerkungen. 1) Die Herren von Wimpffen\u201d Bedenken an; zwar stellt er er\u00f6ffnend Folgendes heraus:<br \/>\n<em>\u201eAus Wimpfen, welches bekanntlich im sp\u00e4ten Mittelalter zum Kraichgau gerechnet wurde, der einen besonderen schw\u00e4bischen Ritterkanton bildete, stammt das Geschlecht der sp\u00e4ten Reichsgrafen und Freiherrn &lt; von Wimpffen &gt; , welches nach seiner Auswanderung aus dem Heimatsort zur reichsunmittelbaren Ritterschaft im Canton Ortenau gez\u00e4hlt wurde.\u201c<br \/>\n<\/em>Daraus gewinnt man zwar den Eindruck, dass er die zu seiner Zeit von Wurzbach, Kneschke, den Gotha und zur\u00fcck bis Aubert des Bois und Fran\u03c2ois Louis de Wimpffen vertretene irrige Ansicht vertritt, diesen sei die Adelseigenschaft bereits dort und damit schon fr\u00fcher als erst in der 2. H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts in N\u00fcrnberg zugekommen. Dieses und dann noch die von allen diesen Vorgenannten getroffene falsche Feststellung, diese seien nach ihrer Auswanderung aus dem \u201eHeimatsort\u201c zur reichssunmittelbaren Ritterschaft im Canton Ortenau gez\u00e4hlt worden, l\u00e4sst Carl Christ zwar zun\u00e4chst ganz auf der Linie der Obengenannten liegend erscheinen. Doch legt er dann <\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">die Aussage von Kneschke bez\u00fcglich des Verkaufs der St\u00e4dte Wimpfen am Berg und im Tal an das Hochstift Worms des Jahres 1044 durch einen, wie er ihn nennt, ,Dagobert Hermann von Wimpffen\u2019 dar und erkl\u00e4rt dazu Folgendes:<br \/>\n<em>\u201eDie Wahl eines Bischoffs Arnold von Worms wurde nun allerdings a. 1044 durch K\u00f6nig Heinrich III. besch\u00e4ftigt<\/em> (hier liegt ein Druckfehler vor; es muss \u201ebest\u00e4tigt\u201d statt \u201ebesch\u00e4ftigt\u201d hei\u00dfen):\u00a0<em>(Schannat I p. 338), allein falsch ist, dass damals, wo Wimpfen schon lange im Besitze der Wormser Kirche war (vergl. oben S. 284), dieser Ort derselben erst f\u00fcr 1300 Mark Silber verkauft worden w\u00e4re. Merkw\u00fcrdig bleibt es hierbei jedoch, dass die angegebene Summe Geldes dieselbe ist, wie diejenige, welche K\u00f6nig Heinrich VII. a. 1227 f\u00fcr seine Belehnung mit Wimpfen durch den Wormser Bischoff Heinrich, zu zahlen verspricht (vergl. oben S. 290).\u201d<br \/>\n<\/em>Was Carl Christ hier gegen Kneschkes Feststellungen einwendet, ist nat\u00fcrlich auch als g\u00fcltig f\u00fcr die gleichgerichteten Feststellungen der anderen Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts anzusehen.\u00a0<\/span><span style=\"line-height: 1.6471;\">Dass Carl Christs im vorgenannten Text getroffene Feststellung, zum Zeitpunkt des behaupteten Verkaufs Wimpfens im Jahre 1044 an das Bistum Worms sei dieses <em>\u201eschon lange im Besitze der Wormser Kirche\u201d<\/em>\u00a0gewesen, richtig ist, das l\u00e4sst sich aus den nachfolgenden Zitierungen der folgenden schon an fr\u00fcheren Stellen erw\u00e4hnten beiden Dissertationen ableiten, in welchen die Besitzgeschichte Wimpfens durch das Bistum Worms behandelt wird:<br \/>\n<\/span>Zun\u00e4chst geht es um:<br \/>\n&#8211;\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klaus-Peter Schroeder<\/span>, \u201eWimpfen. Verfassungsgeschichte einer Stadt und ihres Verh\u00e4ltnisses zum Reich von den Anf\u00e4ngen bis zum Ende des 15. Jahrhunderts\u201d, 1973, Seite 5:<br \/>\n<em>\u201eDer Zeitpunkt, zu dem die Wormser Kirche in dem Gebiet um Wimpfen Fu\u00df fa\u00dfte,\u00a0l\u00e4\u00dft sich<\/em><em>\u00a0nicht mehr bestimmen; sicher ist nur, dass dies bereits sehr fr\u00fch erfolgt sein mu\u00df, wahrscheinlich im Zuge der Missionierung dieses Gebietes im 7. und 8. Jahrhundert, zumal jene Landschaft auch den Ausgangspunkt f\u00fcr den weiteren Vorsto\u00df nach dem Osten darstellen sollte.- So wird Wimpfen dann auch schon in den fr\u00fchesten \u00dcberlieferungen als im Besitz der Wormser Bisch\u00f6fe erw\u00e4hnt. Wann und wie es unter deren Herrschaft gelangte, ist v\u00f6llig unklar; es sei denn man folgt Schannat in der Annahme, da\u00df K\u00f6nig Sigebert um die Mitte des 7. Jahrhunderts Wimpfen dem Wormser Bischof Amandus \u00fcbertragen habe.&#8220;<br \/>\n<\/em>Wie dem auch sei, was in der nunmehr anzuf\u00fchrenden weiteren Dissertation von<br \/>\n&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">R\u00fcdiger J\u00fclch<\/span>,\u00a0\u201eDie Entwicklung des Wirtschaftsplatzes Wimpfen\u00a0bis zum Ausgang des Mittelalters &#8230;\u00a0\u201d, 1959, Seite 14, zu finden ist, das bekr\u00e4ftigt die Annahme von Carl Christ, dass sich Wimpfen 1044 l\u00e4ngst im Besitz des Bistums Worms befunden hat. Denn, bezogen auf den 20. Bischof von Worms namens BURCHARD I., welcher der Vorg\u00e4nger des o. a. AZECHO gewesen ist und vom Jahr 1000 bis zum 18. Januar 1044 regiert hat, steht dort &#8211; hier gerafft &#8211; Folgendes zu lesen:<br \/>\n<em>\u201e &#8230; Bischof Burchard I. &#8230; unterstanden rechts des Rheins der gesamte Lobdengau, der Elsenzgau, der Gartachgau sowie ein Teil des Kraichgaues und des Neckargau dem Bischof von Worms \u201ain temporalibus quam spiritualibus\u2019<\/em> (d. h. weltlich wie geistlich).<em>\u201d<br \/>\n<\/em>Zweifelsfrei kann hierzu auch der am Rande des Kraichgaus, den Neckargau ber\u00fchrend und dem Gartachgau nahegelegene, Doppelort Wimpfen am Berg und im Tal gerechnet werden.\u00a0Wollte man trotzdem das Besitzrecht des Wormser Bistums an Wimpfen im Zeitraum von Bischof Burchard I. bezweifeln, so erscheint das insofern unerheblich, als zumindest das von Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen und den nachfolgenden Genealogen behauptete vorherige solche durch die Familie der Von Wimpffen sowie der Verkauf seitens derselben an das Bistum Worms deshalb aus der Luft gegriffen, weil es ja eine solche damals nach all dem vielen oben Gesagten noch gar nicht gegeben haben kann.<br \/>\nUnd was den von Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen wie dem Gotha und Wurzbach dem Wormser Domkapitel 1329 zugeordneten 18. Domprobst namens CONRAD VON WIMPFFEN betrifft, der 1329 eingewilligt haben soll, dass die beiden damals angeblich dem Bistum Worms unterstellten Orte Wimpfen am Berg und im Tal an Kaiser und Reich abgetreten wurden, so sind auch hier mehr als nur Bedenken ob der Richtigkeit der Abgaben anzumelden. Denn die damalige ehemalige staufische Doppelstadt Wimpfen am Neckar war zu dieser Zeit bereits auf dem Wege, die Rechte einer allein dem Kaiser als Oberherren unterstellten Freien Reichsstadt zu erringen. Somit hatte damals das Hochstift Worms an Wimpfen in seiner Gesamtheit keinerlei (von Zehnt- und G\u00fcltrechten in den Gemarkungen Wimpfens sowie Unterhaltspflichten f\u00fcr die Stadtkirche Sankt Maria abgesehen) keinerlei Herrschafts- und Besitzrechte mehr und ist die von den drei vorstehenden Autoren getroffene Behauptung, dass dieses damals vom Hochstift Worms an Kaiser und Reich abgetreten worden sei, als unsinnige Erfindung anzusehen. Und wenn dann noch davon die Rede ist, dass zwei Neffen des angeblichen Urhebers dieser unm\u00f6glich auf solchem Wege und \u00fcberhaupt erfolgt sein k\u00f6nnenden Abtretung ins Spiel gebracht werden, deren Namen merkw\u00fcrdigerweise ungesagt und die auch unbelegt bleiben, daf\u00fcr aber die Respekt einfl\u00f6\u00dfenden Namen deren dem Adel entstammenden Frauen GABRIELE GEBORENEN VON WALLSEE (COLLOREDO) und MARIE GEBORENEN VON SCHWARZENBERG ins Feld gef\u00fchrt werden, so schl\u00e4gt das dem Fass den Boden aus. Man muss mehr als nur den Verdacht haben, dass Wurzbach diese Angaben als eine Art Beiwerk in der Absicht dazugibt, beim Leser den Eindruck gr\u00fcndlicher Recherche und Gewicht im Sinne berichteten wahrhaftigen Geschehens zu verleihen, was nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die anderen hinzugef\u00fcgten Sachverhalte gilt, n\u00e4mlich: Papst Leo IX. und dessen Zusammentreffen des Jahres 1052 mit Kaiser Heinrich III. in Worms sowie die Umschreibung des wirklich existent gewesenen CONRAD KOCH, sp\u00e4teren CONRAD VON WIMPFFEN oder CONRADUS WIMPINA des 15.\/16. Jahrhunderts, wobei ausgerechnet jetzt zum ersten Male (warum nicht auch schon vorher im Rahmen der die Von Wimpffen direkt betreffenden Aussagen!) &#8211; nat\u00fcrlich das Werden der Von Wimpffen nicht tangierende &#8211; Belege geliefert werden.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.6471;\"><span style=\"line-height: 1.6471;\"><span style=\"line-height: 1.6471;\">Mag man auch dem Vorl\u00e4ufer FRAN\u00c7OIS LOUIS DE WIMPFFEN (1732 &#8211; 1800) seine bez\u00fcglich der Herkunft seines Geschlechtes getroffenen Falschbehauptungen im Hinblick darauf, dass dieser ein Glied des VON-WIMPFFEN-GESCHLECHTS und somit von Befangenheit bestimmt gewesen ist, noch verzeihen; doch f\u00fcr den als den Adepten sowie zweifelsfrei noch Verst\u00e4rker der Fehlangaben desselben zu sehenden und durch die Verleihung des Ritterkreuzes des Franz-Josephs-Ordens und des Ordens des Eisernen Kreuzes mit Erhebung in der erblichen \u00f6sterreichischen Ritterstand vom Kaiser h\u00f6chstrangig ausgezeichneten Genealogen des Adels CONSTANTIN VON WURZBACH RITTER VON TANNENBERG (1818 &#8211; 1893) darf das nicht gelten! Dieser versucht unter Mitnutzung dergleichen unrichtiger Feststellungen des anderen \u00e4lteren Autors Aubert Des Bois wie den sp\u00e4teren Autoren seines Jahrhunderts Kneschke und Cellarius-Goldtbeeg alles, um den zu namhafte Feldherren als Vorfahren vorweisen k\u00f6nnenden und teilweise zu \u00f6sterreichisch-ungarischen Grafen aufgestiegen gewesenen Von Wimpffen des ausgehenden 19. Jahrhunderts den folgenden Gefallen zu erweisen: Ihnen (wider die historische Wahrheit) zu bescheinigen, dass ihr Geschlecht von uraltem Adel mit den \u00fcber die Zeiten ihnen nach Aubert Des Bois stets zu Eigen gewesenem Burg- und Herrschaftspl\u00e4tzen namens Brixenstein, Zabietstein, Ebershausen etc. gewesen sei und sich immer schon erstrangig dem Waffenhandwerk verschworen h\u00e4tte.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Zum Abschluss dieser auf Genealogen des ausgehenden 18. bis ausgehenden 19. Jahrhunderts gerichteten Kritik, dr\u00e4ngt es mich zur deren Bekr\u00e4ftigung noch Folgendes anzuf\u00fcgen:<br \/>\nEs steht f\u00fcr mich au\u00dfer jedem Zweifel, dass das, was der Historiker KLAUS GRAF in der \u201eZusammenfassung\u201c\u00a0seiner am 10. 02. 2015 im Internet ver\u00f6ffentlichten Abhandlung<br \/>\n\u201eFiktion und Geschichte: Die angebliche Chronik Wenzel Grubers, Greisenklage, Johann Hollands Turnierreime und eine\u00a0Zweit\u00fcberleiferung von Jakob P\u00fcterichs Ehrenbrief in den Trenbach-Chronik (1590)\u201c<br \/>\nnicht minder hinsichtlich mancher Chronisten des Adels\u00a0der beginnenden Neuzeit treffend konstatiert, auch leider noch f\u00fcr manche solche des ausgehenden 18. bis ausgehenden 19. Jahrhunderts G\u00fcltigkeit besitzt; n\u00e4mlich:<br \/>\n<em>\u201eFr\u00fchneuzeitliche\u00a0Adelschroniken sind durchwirkt von Fiktionen. Seit dem Zeitalter Maximilians I. war die gelehrte Historiographie bem\u00fcht, m\u00f6glichst alte und glanzvolle Urspr\u00fcnge und eine m\u00f6glichst l\u00fcckenlose Stammreihe darzulegen. \u00dcberlieferungsl\u00fccken wurden kreativ durch Erfindungen oder hypothetischer Rekonstruktionen geschlossen.\u201c<br \/>\n<\/em>Graf beruft sich u. a. auf die Abhandlung von Gerhard Wolf, betitelt<br \/>\n\u201eM\u00e4zene, Sammler,\u00a0Chronisten. Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schw\u00e4bischen Adels (2012)&#8220;,<br \/>\nindem er zun\u00e4chst \u00fcber dieses Geschlecht Folgendes konstatiert und anschlie\u00dfend das mit der Vorgehensweise der o. a. Genealogien des ausgehenden 18. bis ausgehenden 19. Jahrhunderts Zusammengehende zitiert:<br \/>\n<em> \u201eF\u00e4lschungen, Fiktionen, kombinatorische Erfindungen, historisierende R\u00fcckprojektionen haben in der fr\u00fchen Neuzeit Konjunktur; Traditionen werden auf breiter Front erfunden oder zurechtgebogen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dieser kritischen Einsch\u00e4tzung entw\u00e4chst, nunmehr voranblickend, f\u00fcr die Von Wimpffen-Forschung die zwingende Notwendigkeit, umsomehr Spuren echter Ahnen zu suchen, wobei logischerweise nat\u00fcrlich dem bis 1504 gef\u00fchrten Urnamen HE(E)R(E)MANN und nicht jenem sodann bis zur Adelserhebung 1658 nicht mehr als die Herkunft ausweisenden Beinamen VON WIMPFFEN\u00a0nachzugehen ist. Wenn dennoch das Letztere hier abschlie\u00dfend noch einmal ausgiebig geschieht, so deshalb:<br \/>\n&#8211; 1. Um zu zeigen, dass es im ausgehenden Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit, der Zeitperiode des Humanismus, wie dies 1512 auch der aufstrebende\u00a0HEINRICH HERMANN (DER J\u00dcNGERE) der Generation 4 getan hat, unz\u00e4hlige Personen gab, die sich den Namenszusatz VON WIMPFEN oder \u00e4hnlich im Sinne einer respektheischenden Herkunftsbezeichnung zulegten und dies auch durften;<br \/>\n&#8211; 2. Um den Unterschied all dieser sog. Herkunftsnamen gegen\u00fcber der Adelsbezeichnung VON WIMPFFEN deutlich zu machen:<\/p>\n<p>Wir beginnen mit <span style=\"text-decoration: underline;\">sechs Namenstr\u00e4gern<\/span>, die von Stadtarchivar\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">G\u00fcnther Haberhauer<\/span>\u00a0in seiner 2012 erschienenen \u201eIllustrierten Chronik der Stadt Bad Wimpfen\u201d (in anderem Zusammenhang) unter der Rubrik \u201eBedeutende Pers\u00f6nlichkeiten in der Wimpfener Geschichte&#8220;, Seite 288 und 289, aufgef\u00fchrt werden:<br \/>\n&#8211; \u00a0RUDOLPHUS DE WIMPINA, Dominikaner-Frater, geboren 1311, ein \u00fcberregional bekannter Maler, der die ersten Wandmalereien in der Kirche und im Kreuzgang der Dominikanerkirche Wimpfen am Berg sowie auch solche in der Dominikanerkirche St. Maria in Mergentheim gefertigt hat;<br \/>\n&#8211; KONRAD VON WIMPFEN, bedeutender Wundarzt, der 1345 von Bischof Otto II. nach W\u00fcrzburg berufen wurde;<br \/>\n&#8211;\u00a0PETRUS SCHWAN DE WIMPFEN, geboren in Wimpfen, Rektor der Universit\u00e4t Heidelberg: 1457 philosophische (Artisten-)Fakult\u00e4t, 1463 juristische (Kirchenrecht-)Fakult\u00e4t;<br \/>\n&#8211; CONRAD KOCH WIMPINA (siehe diesen oben schon von Wurzbach\u00a0umschrieben),\u00a0angeblich geboren von Wimpfener Eltern in Buchen (oder Wimpfen?) um 1465, bekannt als Conradus Wimpina, Konventsbruder und Lektor im Wimpfener Dominikanerkloster, Lehrer Tetzels, 1506 Gr\u00fcndungsrektor der Universit\u00e4t Frankfurt a. O., Verfasser von Gegenthesen gegen Luthers 95 S\u00e4tze, gestorben am 15. Mai 1531;<br \/>\n&#8211; GEORGIUS SYMMETER DE WIMPINA (GEORG SIMMLER), Melanchthons Lehrer in Pforzheim, Verfasser der ersten griechischen Grammatik in Deutschland, gestorben 1537;<br \/>\n&#8211; JOHANNES ALBERTUS DE WIMPINA, den wir in Kapitel E. Sybilla und Wilhelm bereits (siehe dort auch die Abb. E 7) als Arzt und Verfasser von auf den Schrittmacher in der Medizin seiner Zeit THEOPHRASTUS PARACELSUS VON HOHENHEIM bezogenen medizinischen Schriften sowie als Urenkel von HAN\u00df HERMANN (VON WIMPFFEN) DEM \u00c4LTEREN, dem \u201eItalienfahrer\u201c, kennengelernt haben und dessen Namen von G\u00fcnther Haberhauer Folgendes beigef\u00fcgt wird: Arzt (Beziehungen zu Paracelsus) und Philosoph; 1563 &#8211; 1570 F\u00fcrstlich-Bayerischer Hofmedicus,\u00a01574 Pr\u00e4ceptor in Vaihingen.<br \/>\nDie an dritter bis f\u00fcnfter Stelle Genannten waren unter dem Namen SCHWAN bzw. KOCH bzw. SIMMLER geboren\u00a0und hatten, wie das damals in der Zeit der geistigen Bewegung des Humanismus bei Wissenschaftlern und auch namhaften Geistlichen und \u00c4rzten etc. \u00fcblich, ihrem Vornamen und b\u00fcrgerlichen Nachnamen ihren Herkunfts- und h\u00f6chst wahrscheinlich gleichzeitig auch meist Geburtsort in Latein beigef\u00fcgt. Demgegen\u00fcber hat der Erstgenannte seinen (nicht mehr ausmachbaren) Nachnamen durch VON WIMPFEN ersetzt. Und der urspr\u00fcngliche Name des von G\u00fcnther Haberhauer an letzter Stelle als JOHANNES ALBERTUS DE WIMPINA Aufgef\u00fchrten lautet im Hinblick darauf, dass dessen Urgro\u00dfvater HANS (DER \u00c4LTERE) HERMANN, seinem Bruder HEINRICH (DEM J\u00dcNGEREN) folgend, seinem Vor- und Nachnamen den Herkunftsnamen VON WIMPFFEN angeh\u00e4ngt hatte, folgenderma\u00dfen: HANS (HAN\u00df) bzw. JOHANNES ALBERT HERMANN VON WIMPFFEN.<\/p>\n<p>Diese sechs Beispiele stellen Parallelbeispiele der in der 1897 ver\u00f6ffentlichten Untersuchung des damaligen Oberlehrers an der Realschule Wimpfen JOHANNES JULIUS ECK des Titels \u201eStudierende aus Wimpfen bis 1650\u201d aufgef\u00fchrten gewaltigen Zahl solcher Studenten dar, die sich im Zeitalter des Humanismus auf dieselbe Weise, n\u00e4mlich durch die Anh\u00e4ngung an ihren Vornamen (unter Weglassung ihres Nachnamnens) bzw. an ihren vollen Namen der lateinischen Herkunftsbezeichnung \u201ede Wimpina\u201d (auch \u201eWumpina\u201d, \u201eWynpina\u201d oder \u00e4hnlich) sowie auch gelegentlich einfach nur \u201eWimpfen\u201d o. \u00e4. oder h\u00f6chst h\u00e4ufig auch \u201eWimpinensis\u201d oder \u201eWympinensis\u201d o. \u00e4. zubenannt haben.<br \/>\nWichtig ist es, auch noch zu wissen, dass unter den von J. J. ECK aufgef\u00fchrten langen Namenskolonnen der Matrikel der Studierenden der Universi\u00e4ten Heidelberg, Leipzig, T\u00fcbingen, Erfurt, K\u00f6ln, Freiburg, Ingolstadt, Frankfurt a. O., Wittenberg, Wien, Bologna, Padua der Jahre 1302 \u2013 1573 der Nachname HERMANN\u00a0oder H\u00d6RMANN\u00a0o. \u00e4. nicht auftaucht, \u00fcber den bei seinem Erscheinen zu suchende weitere konkrete Spuren hin zu den Vorl\u00e4ufern der Von Wimpffen namens HERMANN gelegt sein w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Bei den folgenden\u00a0in der oben angef\u00fchrten Dissertation\u00a0von\u00a0R\u00dcDIGER J\u00dcLCH zu\u00a0findenden weiteren sechs\u00a0Namenstr\u00e4gern\u00a0der Seiten 32, 36 und 37 handelt es sich zweifelsfrei ebenfalls um Beispiele des sp\u00e4ten bis ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit der vorgenannten Art. Dort ist genau so, im ersten Fall dem Vornamen, in den anderen F\u00e4llen dem Vor- und Zunamen, der Herkunftsort, der sich meist wohl auch mit dem Geburtsort deckt, beigef\u00fcgt. Auch hier liegt in jedem Fall nicht eine Adelsbezeichnung, sondern eine Herkunftsbezeichnung vor:<br \/>\n&#8211; GERHARD VON WIMPFEN, RICHTER ZU HEILBRONN (1341);<br \/>\n&#8211; HANS MULICH VON WIMPFEN, B\u00dcRGER ZU STUTTGART (1442);<br \/>\n&#8211; KASPAR WINDENMACHER VON WIMPFEN, B\u00dcRGER ZU STUTTGART (1452);<br \/>\n&#8211; WILHELM GRESSER VON WIMPFEN, KLERIKER DES WORMSER BISTUMS (1496);<br \/>\n&#8211; HERMANN HEINRICH VON WIMPFEN, B\u00dcRGER ZU N\u00dcRNBERG (1517);<br \/>\n&#8211; DOKTOR SIMEON ENGELHARD VON WIMPFEN, B\u00dcRGER ZU SPEYER (1529).<br \/>\nWie bereits schon in Kapitel D. Auswanderer Heinrich gesagt, handelt es sich bei dem an zweitletzter Stelle Genannten h\u00f6chstwahrscheinlich um den als echten Vorl\u00e4ufer der VON WIMPFFEN anzusehenden HEINRICH HERMANN (DE J\u00dcNGEREN), geb. ca. 1485 in Augsburg, (siehe oben: Urgro\u00dfonkel von JOHANNES ALBERTUS DE WIMPINA), der von dort 1512 in N\u00fcrnberg eingewandert ist, sich dann zur Unterscheidung von den Andern (vor allem den in Augsburg Zur\u00fcckgebliebenen solchen) HEINRICH HERMANN VON WIMPFFEN genannt hat und dort 1515 in das B\u00fcrgerrecht einger\u00fcckt sowie Genannter des Gr\u00f6\u00dferen Rats geworden ist.<\/p>\n<p>Hier sei noch eine, was dem hier anstehenden Sachbereich \u201eHerkunftsbezeichnung VON WIMPFEN&#8220; betrifft, weitere Erg\u00e4nzung angeschlossen, die nicht \u00fcbersehen werden darf:<br \/>\nEin im Soldbuch des Deutschen Ritterordens von 1410\/11 aufgef\u00fchrter TYCZE VON WIMPEN (der Nachname also geschrieben nur mit \u201ep\u201d statt mit \u201epff\u201d), der vom Bearbeiter, gef\u00fchrt unter Nr. 776, mit \u201eTITZE VON WIMPFFEN\u201d transkribiert und unter Hinweis auf das \u201eGothaische Genealogische Taschenbuch der Freiherrlichen H\u00e4user 1849 und 1853\u201d sowie auf Kneschke, Band 9, mit dem (angeblich!) <em>\u201eseit Mitte des 11. Jahrhunderts erw\u00e4hnten\u201d<\/em>\u00a0und mit <em>\u201eSigmund HEEREMANN (oder H\u00f6rmann; so der urspr\u00fcngliche Name des Geschlechts) von Wimpffen, Herrn auf Brixenstein, Zabietstein, Ebershausen etc.\u201d\u00a0<\/em>in Verbindung gebracht und somit in der besagten Weise katalogisiert wurde, ist abschlie\u00dfend dann noch folgenderma\u00dfen konkret umschrieben:<br \/>\n\u201e<em>Titze von Wimpffen war Diener oder Geselle des Herrn Erkinger von Seinsheim und ist mit ihm im Herbst 1410 nach Preu\u00dfen gezogen. Am 10. Oktober jenes Jahres, wohl bald nach der Ankunft im Ordensland, geriet er in der Schlacht bei Polnisch Krone in Gefangenschaft. W\u00e4hrend dieser erhielt er vom Deutschen Orden 30 englische Nobeln und 6 preu\u00dfische Mark als Unterst\u00fctzung.\u201d<br \/>\n<\/em>Auch wenn man die Namensangleichung akzeptiert, so d\u00fcrfte das \u201evon Wimpffen\u201d im Namen dieses Dieners oder Gesellen des (Adels-)Herrn ERKINGER VON SEINSHEIM, BARON VON SCHWARZENBERG (ca. 1362 \u2013 1437), wie er in geni.com\/people erweiternd genannt ist, nichts anderes und nichts mehr (wie bei dem im Hagenau des 15. Jahrhunderts ans\u00e4ssigen sog. HANS I. VON WIMPFFEN) als eine Herkunfts- und keine Adelsbezeichnung sein.<\/p>\n<p>Schlussendlich sei noch auf die von J. J. ECK in den Quartalbl\u00e4ttern des Historischen Vereins f\u00fcr das Gro\u00dfherzogtum Hessen NF 2. 1897 ver\u00f6ffentlichte Untersuchung \u201eWimpfener Grabdenkm\u00e4ler in Rom\u201c verwiesen, wonach in der Heiligen Stadt drei Grabinschriften von aus Wimpfen stammenden B\u00e4ckern (lateinisch \u201epistor\u201c) entdeckt wurden, welche im Zeitalter des vergehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit die Bewohner der Heiligen Stadt mit dem hochbegehrten Brot deutscher Art versorgt haben und sich auf der Grabinschrift in zwei F\u00e4llen dem Vor- und Nachnamen die Herkunftsbezeichnung \u201eDE WIMPINA\u201c bzw. in einem Fall \u201eDE WIPINA\u201c beigef\u00fcgt findet. Zwei von diesen wurden im ber\u00fchmten und viel besuchten, ganz nahe beim Dome Sankt Peter gelegenen\u00a0Campo Santo dei Tedeschi (Friedhof der Deutschen) gefunden, n\u00e4mlich:<br \/>\n&#8211; a. die Grabplatte des, wie es hei\u00dft, MATTHEUS FOLTZ DE WIPINA PISTOR (gest. 1546); siehe diese in der nachfolgenden<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Matth\u00e4us_Foltz_Wimpfen_Rom_2-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2700\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Matth\u00e4us_Foltz_Wimpfen_Rom_2-1-1024x714.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Matth\u00e4us_Foltz_Wimpfen_Rom_2-1-1024x714.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Matth\u00e4us_Foltz_Wimpfen_Rom_2-1-300x209.jpg 300w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Matth\u00e4us_Foltz_Wimpfen_Rom_2-1.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li><strong>Abb. Z 3: Die (verkantet ins Bild gebrachte) mit einer in den Stein gemei\u00dfelten beeindruckenden Ansicht des Verstorbenen versehene Grabplatte des B\u00e4ckers aus Wimpfen Mattheus Foltz auf dem Historischen Friedhof der Deutschen in Rom.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n&#8211; b. der Grabstein, geltend dem, wie es hei\u00dft, SEBASTIANO VOLTZ PISTORI EX WIMPINA OPIDO (Todesjahr unklar).\u00a0Im letzten Fall<br \/>\n&#8211; c. handelt es sich um einen Grabstein, der sich in einem ebenfalls Deutschen vorbehaltenen Stiftungsareal bei der inmitten von Rom gelegenen Kirche dell\u2019 Anima findet, der dem, wie es hei\u00dft WENDELINO WALCK DE WIMPINA ET\u00a0SEBASTIANE QUECKEL GERMANIS CONIUGIBUS COCORDISSIMIS PISTRORIBUS OBIERE, somit (Roms) Deutscher vereinigter B\u00e4ckerinnung angeh\u00f6rend\u00a0(gest. 1536 bzw. 1538), gilt. Wendelin Walck d\u00fcrfte aus dem damals der Reichsstadt Wimpfen zu eigenen Nachbarort Biberach gestammt haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Schlussgedanken<\/span> zu den obigen vielen Beispielen der Anf\u00fcgung an den Vor- und Nachnamen bzw. den Vornamen allein der Herkunftsbezeichnung in Form VON WIMPFEN oder DE WIMPINA und \u00e4hnlich:<br \/>\nAllein schon die Masse der \u00fcber zumindest drei Jahrhunderte reichenden Beispiele d\u00fcrfte \u00fcberzeugen, dass alle diese Bezeichnungen &#8211; genau wie jene der N\u00fcrnberger HERMANN der 1. bis 4. Generation &#8211; keine Adelsbezeichnungen darstellen. Was die letztgenannte dreiteilige Beispielgruppe anbelangt, so f\u00e4llt die Lebenszeit der unter a und c aufgef\u00fchrten aus Wimpfen gekommenen und in Rom 1546 bzw. 1536 oder 1638 gestorbenen und begrabenen beiden B\u00e4cker zweifelsfrei in jenen Zeitraum, in dem der Fernkaufmann HEINRICH HERMANN (DER J\u00dcNGERE), geb. ca. 1485 und gest. 1636, gelebt und sich im Zuge seines 1512 erfolgten Umzuges von Augsburg nach N\u00fcrnberg (parallel zu den drei vorgenannten B\u00e4ckern) fortan, zum Zwecke der F\u00f6rderung der Charakterisierung seiner Person seinen Herkunftsort vorweisend, HEINRICH HERMANN VON WIMPFFEN genannt hat!<\/p>\n<p>Noch einmal sei auf Carl Christ (1870) zur\u00fcckgegriffen, um hier, getrennt von den vorstehenden vielen anderen, ein in das 13. Jahrhundert zur\u00fcckreichendes Beispiel der Namensanf\u00fcgung durch die Herkunftsbezeichnung DE WIMPHEN sowie des 14. Jahrhunderts VON WIMPFEN zu pr\u00e4sentieren und das erstgenannte wegen seiner besonderen Bedeutung au\u00dfergew\u00f6hnlich\u00a0umf\u00e4nglich zu kommentieren. Und zwar f\u00fcgt dieser im zweitletzten Abschnitt seines Aufsatzes unter Berufung auf die eben (1870) erschienene \u201eGeschichte der Reichsstadt Wimpfen &#8230;\u201d von Ludwig Frohnh\u00e4user Folgendes an (Namen der Zielpersonen hier zur Heraushebung in Gro\u00dfbuchstaben wiedergegeben):<br \/>\n<em>\u201eIm 13. Jahrhundert begegnen wir einem \u201aWILHELMUS DE WIMPHEN\u2019 als Reichsschulthei\u00df oder k\u00f6niglichem Vogte (Frohnh\u00e4user 31, 32, 34, 35).<\/em> <em>Desgleichen kommt im 14. Jahrhundert (nach Kneschke) ein \u201aSIGMUND VON WIMPFEN\u2019, gleichfalls als Reichsvogt \u00fcber Wimpfen vor.\u201d<br \/>\n<\/em>Was den Zweitgenannten SIGMUND VON WIMPFEN des 14. Jahrhunderts betrifft, so kann dieser quasi ausgeklammert werden: Denn nicht nur, dass dieser\u00a0sich weder bei Frohnh\u00e4user noch in dem im selben Jahr 1870 erschienenen Parallelwerk des August von Lorent \u201eWimpfen am Neckar. Geschichtlich und topographisch &#8230;\u201d erw\u00e4hnt findet. Sondern bei diesem handelt es sich mit Sicherheit um den in allen genealogischen Werken seit Aubert Des Bois (1778) bis Von Wurzbach (1888) wider die Realit\u00e4t als Adelsherr \u00fcber Brixenstein, Zabietstein und Ebershausen etc. sowie bei Cellarius-Goldtbeeg (1853) von \u00a0Letztgenannten sowie auch sogar Reichsvogt \u00fcber seine beiden Ahnenst\u00e4dte Wimpfen am Berg und im Tal, schlie\u00dflich und vom letztgenannten Verfasser als Kaiserlicher Feldhauptmann konstatierten Stammhalter der Generation 1 namens SIGMUND (laut Sporhan-Krempel) HERMANN oder (laut St\u00f6r) H\u00d6RMANN, der in Kapitel B mit \u201eSagenahn\u201c betitelt und dort ausf\u00fchrlichst beschrieben zwar existent gewesen sein; doch sind, wie vielf\u00e4ltig gezeigt, der diesem zugeordnete Feldhauptmann-Titel und gar noch die Eigenschaft \u201eReichsvogt \u00fcber Wimpffen\u201d (siehe die dazu in Kapitel B. Sagenahn zu findenden Ausf\u00fchrungen!), dazuhin auch nicht Besitzerschaft der o. a. Reihe Streuherrschaften und au\u00dferdem der ihm au\u00dfer dem Nachnamen HE(E)R(E)MAN(N) oder auch H\u00d6RMAN(N) zugeordnete Adelsname DE WIMPFFEN bzw. VON WIMPFFEN als blo\u00dfe Erfindungen anzusehen. Hier sei nur noch einmal unter Bezugnahme auf Sporhan-Krempel gesagt, dass dieser Kaufmann von Beruf gewesen ist und sein Nachname (allein) HERMANN gelautet hat. Von einer Adelseigenschaft desselben kann somit nicht die Rede sein.<br \/>\nIm Hinblick auf die zun\u00e4chst durch Frohnh\u00e4user unbezweifelbar bewiesene, sp\u00e4ter (1983) insbesondere durch Horst G\u00f6rlich \u201eHerkunft und Verwandte des Wilhelm von Wimpfen. Ergebnisse neuer Urkundenforschung\u201d vielf\u00e4ltig erh\u00e4rtete Tatsache, dass dieser bei Carl Christ erstgenannte\u00a0WILHELMUS DE WIMPHEN\u00a0sowohl als \u201escultetus de Wimpina\u201d = Schulthei\u00df von Wimpfen\u201d (1222, 1231, 1236, 1238) bzw. \u201edispensator\u201d = K\u00f6niglicher Verwalter des zur Pfalz geh\u00f6rigen Krongutes (1234, 1244, 1250, 1253) als auch als \u201escultetus de Hagenowe\u201d = Schulthei\u00df von Haguenau im Elsass (1240, 1241, 1242, 1243) sowie auch als \u201eadvocatus\u201d = Vogt (1234, 1244, 1250, 1253) und \u201eminister regis\u201d = K\u00f6niglicher Verwaltungsbeamter (1234) und schlie\u00dfliich als \u201eburggravis de Trifels\u201d = Burggraf der Reichsfeste Trifels im Pf\u00e4lzer Wald (1251) sowie \u201eprovisor imperialium\u201d = Verwalter der dortigen Reichskleinodien (1253) nachgewiesen ist, liegt der Gedanke nahe, dass in dessen Person denn doch ein \u00e4lterer Ahnherr des Geschlechtes derer \u201eVon Wimpffen\u201d vorliegen k\u00f6nnte. Denn \u00fcber den Namen \u201ede Wimphen\u201d sowie die an Wimpfen gekn\u00fcpften hohen Funktionen desselben hinaus, dehnte sich dessen T\u00e4tigkeitskreis auch auf das Nordelsass (Hagenau) und den Pf\u00e4lzer Wald (Trifels) und damit nach dorthin aus, wo die sp\u00e4teren \u201eVon Wimpffen\u201d des beginnenden 17. Jahrhunderts nachweislich bleibend Fu\u00df fassten. Doch spricht dessen in mehrfachen Formen der Jahre 1238, 1240, 1255, 1257 erhaltenes Wappensiegel des Vorgenannten dagegen, das keinen Widder (H\u00f6rnermann), sondern jeweils einen nach links bzw. rechts gerichteten Adlerkopf (oder m\u00f6glicherweise auch Reiherkopf) mit Hals zeigt.<br \/>\nSiehe hierzu in<a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-50-e1560694703899.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2978 \" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-50-e1560694703899-728x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"514\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-50-e1560694703899-728x1024.jpeg 728w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-50-e1560694703899-213x300.jpeg 213w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Scan-50-e1560694703899.jpeg 763w\" sizes=\"(max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. 4: Die dem o. a. Aufsatz von Horst G\u00f6rlich entnommene Darstellung vom besch\u00e4digten (Wachs-)Siegel des \u201edomino Willehelmo, sculteo de Wimpina\u201c (Herrn Wilhelm, Schulthei\u00df von Wimpfen) des Jahres 1238<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zweifel ergeben sich auch aus dem Umstand, dass die urspr\u00fcnglich als \u201eHe(e)r(e)mann\u201d erschienenen \u201eVon Wimpffen\u201d als von N\u00fcrnberg aus in die Rheinpfalz und von dort auch ins Elsass und\u00a0<u>eingewandert<\/u> und damit <u>nicht als urspr\u00fcnglich dort eingesessen gewesen<\/u> beschrieben sind. Und wenn man trotzdem nach verbindenden genealogischen Gliedern forscht, dann st\u00f6\u00dft man auf eine h\u00f6chst sp\u00e4rliche Quellenlage in Gestalt folgender weniger und zudem kaum fassbarer Fakten und Personen: Nach G\u00f6rlich, Seite 377, besa\u00df der stauferkaiserliche Ministeriale Wilhelmus de Wimphen zwei Kinder namens WILHELM\u00a0und\u00a0ELISABETH,\u00a0die nur einmal in der den G\u00fctern beim Hipfelhof geltenden Urkunde der Schenkung an das Hospital Wimpfen vom 8. Dezember 1250 genannt sind. Nicht nur, dass von denen keinerlei Nachkommnen zu greifen sind, sondern (siehe dort auf Seite 376 die Abb. 8 \u201eStammtafel des Verwandtschaftskreises um Wilhelm von Wimpfen &#8230;\u201d) die urkundlich ausmachbaren sechs Neffen des Schenkers desselben f\u00fchrten andere Nachnamen, n\u00e4mlich \u201eVON ZWINGENBERG\u201d, \u201eVON KOCHENDORF\u201d, \u201eVON KIRCHART\u201d und \u201eVON HEILBRONN\u201d. Zeitlich r\u00fcckw\u00e4rtig wie vorw\u00e4rtig l\u00e4sst sich kein mit WILHELMUS DE WIMPHEN\u00a0und seinen Kindern verbundenes Glied finden. Und (siehe hierzu: den Aufsatz von Hans-Heinz Hartmann \u201eRappenau und die Ritterstiftskirche Wimpfen\u201c, in: Bad Rappenauer Heimatbote, Heimatgeschichtliche Ver\u00f6ffentlich des Heimat- und Museumsvereins Bad Rappenau Nr. 25, Dezember 2014, S. 31 &#8211; 34) der schon vor diesem in einer Wormser Bischofsurkunde des Jahres 1190 genannte Reichsministeriale RAVEN (manchmal auch als RABEN oder RABAN zitiert) DE WIMPINA, der ein Rabenwappen f\u00fchrt und Erbauer der namengebenden Ravensburg bei Sulzfeld im Kraichgau und namengebend f\u00fcr Wimpfens Nachbarort Rappenau geworden ist, steht genealogisch isoliert ohne Konnex nach unten da; und nach oben folgen ihm seine vier S\u00f6hne namens RABAN VON RAVENSBURG, CONRAD VON SULZFELD bzw. VON RAVENSBURG, DIETER I VON SULZFELD bzw. VON RAVENSBURG und HEINRICH VON SULZFELD bzw. VON HELMSTATT. Deren teilweise wech\bselnden Beinamen richten sich nach ihren jeweiligen Wohn- und Herrschaftssitzen, was schlagend ausweist, dass das \u201eVON WIMPFFEN\u201c in deren Vaters Name nichts mit einem Konstanz besessenen Adelsnamen solcher Art zu tun hat. Genau so verh\u00e4lt es sich um den nach Lorent 1234 in einem Streit zwischen dem Abt des Klosters Sch\u00f6ntal mit den Herren von Berlichingen unter den Schiedsrichtern aufgetretenen WILHELMUS ADVOCATUS DE WIMPINA. Und bei dem ebenfalls nach Lorent 1240 als Reichsvogt unter einer Urkunde, in welcher sein Bruder Heinrich M\u00fcnch von Bilversheim ein ewiges Licht in das Kloster Seligenthal stiftet, erscheinenden CONRADUS MONACHUS WIMPINENSIS ET CIVIUM CIVITATIS EIUSDEM\u00a0handelt es sich, wie aus der Eintragung hervorgeht, um einen aus einer Familie des Namens M\u00dcNCH\u00a0hervorgegangenen M\u00f6nch, von dem aus sich ebenfalls keinerlei genealogische Verbindung zu einer Sippe \u201eVON WIMPFFEN\u201d ziehen l\u00e4sst.\u00a0Dementsprechend taucht WILHELMUS DE WIMPHEN bzw. WILHELMUS DE WIMPINA in Wurzbachs 1888, d. h. knapp zwei Jahrzehnte nach dem Werk von Ludwig Frohnh\u00e4user geschaffenen Von-Wimpffen-Genealogie gar nicht auf. Dies \u00fcberrascht jedoch, wenn man demgegen\u00fcber erkennt, dass dieser Autor sich, wie oben gezeigt, so sehr beflei\u00dfigt hat, den damaligen hochrangigen insbesondere \u00f6sterreichischen Vertretern des Von- Wimpffen-Geschlechts den Gefallen zu erweisen, alle jene seit Aubert Des Bois (1778) und Fran\u00e7ois Louis de Wimpffen (1788) etc. aufgef\u00fchrten Namen von fragw\u00fcrdigen Vorg\u00e4ngern nicht nur durch deren Auff\u00fchrung zu best\u00e4tigen, sondern inhaltlich noch zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Aus wissenschaftlich-genealogischer Sicht ist es demnach in keiner Weise vertretbar, die von Wurzbach und Vorg\u00e4ngern aufgef\u00fchrten fr\u00fchen Namenstr\u00e4ger des 11. bis 14. Jahrhunderts, dazuhin nat\u00fcrlich auch nicht Wilhelmus de Wimphen bzw. de Wimpina, als fr\u00fche Glieder des Geschlechtes der Von Wimpffen zu bezeichnen; d. h.: diese sind bestenfalls lediglich mit diesem Geschlecht als namensgleich oder namensverwandt, doch in keiner Weise blutsverwandt anzuerkennen. Die Fragw\u00fcrdigkeit ihrer Aufnahme in die Wimpffen-Genealogie d\u00fcrfte selbst durch deren Kategorisierung bei Wurzbach (siehe oben) als <em>\u201eandere Tr\u00e4ger dieses Namens, welche in die vorurkundliche Zeit geh\u00f6ren\u201d<\/em>\u00a0immerhin angedeutet sein. Wie in ab Kapitel B. Sagenahn bis Kapitel K. Unterpfleger Christoph gezeigt, gehen dar\u00fcber hinaus die von Constantin von Wurzbach pr\u00e4sentierten fr\u00fchen Stammtr\u00e4ger seiner \u201eVON WIMPFFEN\u201d sowie deren Frauen und auch die beigegebenen Geschwister dessen Generationen I und II \u2013 VIII so gut wie in nichts mit dem als zweifelsfrei ab Generation 2 fundiert anzusehenden Stammbaum des J. W. St\u00f6r (ca. 1750\/60) zusammen. Und auch noch bei den Generationen IX bis XI und gar XII des sog. J\u00fcngeren Hauptastes (siehe in den Kapiteln L. Adelswerdung \u2013 N. Umorientierung) gibt es bei Wurzbach allerlei widerspr\u00fcchliche Umgereimtheiten. Da die Grundgegebenheiten bei Wurzbach mit denjenigen der \u00e4lteren Geneaologien der Von Wimpffen von Aubert des Bois (1778) und Cellarius-Goldtbeeg (1853) sowie auch mit den genealogischen Angaben der 1788 erschienenen Biografie des Franz Ludwig von Wimpffen korrespondieren, ist anzunehmen, dass Wurzbach vornehmlich aus diesen allen gesch\u00f6pft hat.<\/p>\n<p>Dazu d\u00fcrften weitere falsche Familien\u00fcberlieferungen getreten sein: Siehe dazu vor allem die in Verbindung mit dem Zweiggr\u00fcnder FRANZ GEORG (1735 \u2013 1816) getroffenen diesbez\u00fcglichen Feststellungen in den Anf\u00e4ngen des Kapitels Y. Georgs-Zweig, wonach in den 1760er Jahren von diesem mehr als fragw\u00fcrdige genealogische Zeugnisse veranlasst worden sind, sowie den in Kapitel T. W\u00fcrttembergische Nebenlinie erw\u00e4hnten omin\u00f6sen Brief des Jahres 1788 des Zweiggr\u00fcnders STANISLAUS (1721 &#8211; 1793) an seinen j\u00fcngsten Sohn CHRISTIAN FRIEDRICH (1756 &#8211; 1824) in Sachen Adelsnachweise! Die beiden letztgenannten von Mitgliedern des Hauses der Von Wimpffen erfolgten Aktivit\u00e4ten in Sachen Herkunft und Adelswerdung in Verbindung mit den vorstehenden eindeutig als unzutreffend nachgewiesenen genealogischen Setzungen der in dieselbe Zeit fallenden Selbstbiografie von 1788 des FRAN\u00c7OIS LOUIS (1732 &#8211; 1800) n\u00e4hren den Verdacht, dass letztlich die VON WIMPFFEN selbst ma\u00dfgeblich zur Verf\u00e4lschung des Bildes ihrer Herkunft im Sinne einer Vorverlegung ihrer Adelswerdung um nicht weniger als sechs Jahrhunderte und mehr sowie Verdrehung derselben hin zu urspr\u00fcnglichem Schwert- wie Burg- und Gebietsbesitzadel beigetragen haben.<\/p>\n<p>Immerhin deuten auch CHRISTOPH CELLARIUS &#8211; JULIUS GERHARD GOLDTBEEG in ihrem 1853 in Gotha erschienen genealogischen Taschenbuch auf die den fr\u00fchen Nennungen denn doch innewohnende Unklarheit und Fragw\u00fcrdigkeit in folgender Weise &#8211; dies sei hier wiederholend herausgestellt &#8211; \u00a0durch folgenden Satz ihrer auf das Werden des Geschlechts gerichteten Einleitung hin:<br \/>\n<em>\u201eIn jene graue Vorzeiten der deutschen Geschichte, wo es weder Chroniken noch Urkunden gab, verliert sich der Ursprung der Heeremann von Wimpffen (oder W\u00fcmpffen, wie sie sich auch vor Zeiten geschrieben) und nur in nebelhaften Gestalten tauchen einzelne ihrer Ahnen daraus hervor.\u201d<br \/>\n<\/em>Doch wollen diese letztlich nicht sehen, dass eine Blutsverwandtschaft all der zu findenden fr\u00fchen Tr\u00e4ger des Namens \u201eVon Wimpf(f)en\u201d mit den sp\u00e4teren \u201eHermann\u201d oder \u201eH\u00f6rmann\/Hoermann\u201d oder \u201eHeeremann\u201d und \u00e4hnlich \u00a0aus wissenschaftlich-realer Sicht in keiner Weise statthaft ist. Denn, um es noch einmal zu sagen: Der 1512 bestenfalls als Angeh\u00f6riger der sog. Ehrbarkeit oder des Zweiten Standes von Augsburg nach N\u00fcrnberg gekommene HEINRICH DER J\u00dcNGERE trug den (b\u00fcrgerlichen) Nachnamen HERMANN und legte sich erst jetzt (wahrscheinlich zum Zwecke der Unterscheidung von den dort Zur\u00fcckgeliebenen) den nicht mehr als eine Herkunftsbezeichnung darstellenden Beinamen (Cognomen) VON WIMPFFEN zu, der dann erst eineinhalb Jahrhunderte sp\u00e4ter durch die Verleihung der Reichsfreiherrenw\u00fcrde an das Br\u00fcderpaar JOHANN FRIEDRICH (1615 \u2013 1668) und JOHANN DIETRICH (1616 \u2013 1679) des Jahres 1658 zur Adelsbezeichnung geworden ist.<\/p>\n<p>F a z i t:<br \/>\nDie von Aubert des Bois und Franz Ludwig von Wimpffen sowie von deren Adepten Ernst Heinrich Kneschke, Christoph Cellarius und Julius Gerhard Goldtbeeg sowie von deren \u201eVervollkommner\u201d Constantin von Wurzbach behauptete Existenz von mit den erst 1658 zu solchen zu Freiherren erhobenen Von Wimpffen blutsverwandten Tr\u00e4gern desselben Namens und Adels der fr\u00fchen Neuzeit (d. h. zur\u00fcck bis 1500), des sp\u00e4ten Mittelalters (d. h. zur\u00fcck bis ca. 1250), des hohen Mittalters (d. h. zur\u00fcck bis ca. 1050) und gar noch weiter zur\u00fcck ins ausgehende fr\u00fche Mittelalter (10. Jahrhundert), dazuhin die von diesen Autoren angeblichen Abk\u00f6mmlingen der Von Wimpffen zugeordnete zeitweilige Besitzerschaft von Wimpfen am Neckar, steht im Widerspruch zu den historischen Realit\u00e4ten. Das d\u00fcrfte auch der folgende am 30. November 2014 von Dr. Hans H. von Wimpffen mir gegen\u00fcber ins Gespr\u00e4ch gebrachte Umstand nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen, dass \u201e<em>die Familie derer Von Wimpffen ein ungarischer Genealoge des 19. Jahrhunderts mit dem ebenfalls aus N\u00fcrnberg stammenden Gens Hermann aus dem X. Jh. in Verbindung gebracht hat. (Kezai Simon Kepes Chronica aus dem XIII. Jh.).\u201d<\/em>\u00a0Und genau so gilt dies f\u00fcr die folgenden gleichzeitig vom Vorgenannten ins Feld gef\u00fchrte Von Wimpffen-Sammlung des ungarischen M\u00e4zens names Miclos von Jankovich des 19. Jahrhunderts gelten, \u00fcber die bereits im Zusammenhang mit der 1555 erfolgten Wappenverleihung an Dominicus Hermann (siehe Kapitel G. Wappenempfang und dort in der Abschrift der Urkunde der Wappenverleihung der Abb. 3 unten der diesbez\u00fcgliche Wappenstempel) Aussagen getroffen worden sind: <em>\u201eDarunter <\/em>(gemeint in der vorgenannten Sammlung)\u201d, so berichtet der Vorgenannte, \u201e<em>befanden sich auch Urkunden mit Hinweisen auf die Br\u00fcder Arnold, Conrad und Hermann-Wimpffen im XI. Jh. Wie mir das Staatsarchiv Ungarns mitgeteilt hat, ist ein Konvolut Hermann-Wimpffen im 2. Weltkrieg in Buda durch einen Bombenangriff vernichtet worden (neben einem Gro\u00dfteil des Archivmaterials).\u201d<\/em>\u00a0Bei dem durch eine ungarischen Genealogen des 19. Jahrhunderts zusammengebrachten Urkundenmaterial wie dem in der genannten Sammlung des 19. Jahrhunderts angeblich vorhandenen gewesenen, doch im Zweiten Weltkrieg vernichteten solchen kann es sich im Hinblick auf all das oben Gesagte bestenfalls nur um solches von Art der vorgenanntenn falsch liegenden Genealogen des 18. und 19. Jahrhunderts gehandelt haben. Denn das Zusammenbringen der Familie <em>\u201ederer von Wimpffen mit dem ebenfalls aus N\u00fcrnberg stammenden Gens Hermann aus dem X. Jahrhundert\u201d<\/em> einerseits wie <em>\u201eUrkunden mit Hinweisen auf die Br\u00fcder Arnold, Conrad und Hermann-Wimpffen im XI. Jahrhundert\u201d<\/em> andererseits erscheint mir in jedem der beiden F\u00e4lle als ein Widerspruch in sich, weil hierdurch die \u201eHermann\u201d und die \u201eWimpffen\u201d unstatthafterweise bereits 3 bzw. 5 Jahrhunderte vor deren eigentlichem namenm\u00e4\u00dfigem Zusammenwachsen des Jahres 1512 (damals Hinzutreten zu dem Urnamen \u201eHermann\u201d die Herkunftsbezeichnung \u201evon Wimpffen\u201d) und 4 \u00bd bzw. 6 \u00bd Jahrhunderte vor deren namenm\u00e4\u00dfiger Verkn\u00fcpfung zur Adelsbezeichnung im Jahre 1658 (damals \u201eJohan Friderich und Johan Dietrichen von Wimpfen genand Herman gebr\u00fcderen\u201d) zueinandergebracht sind.<\/p>\n<p>Umsomehr besteht allerdings m. E. abschlie\u00dfend die Notwendigkeit, auf der Basis des noch mancherlei Unklarheiten, Widerspr\u00fcchlichkeiten und offenkundige L\u00fccken aufweisenden Kenntnisstandes \u00fcber das Werden wie das Sein des Geschlechtes der Von Wimpffen zu versuchen, k\u00fcnftiger Von Wimpffen-Forschung kurze Wegweisungen f\u00fcr eine Komplettierung durch sp\u00e4tere Generationen zu geben. Die diesem Zweck dienende Vorgehensweise sollte m. E., so wie dies schon von Dr. Hans H. von Wimpffen von Beginn seiner diesbez\u00fcglichen Forschungst\u00e4tigkeit an gehandhabt worden ist, erstrangig auf die Orte ihres Aufgetretenseins mit dortiger Gewinnung weiteren und vor allem prim\u00e4ren Quellenmaterials gerichtet sein. Chronologisch gesehen, w\u00e4re zu beginnen in:<\/p>\n<p>1. <u>Bad Wimpfen<\/u>:<br \/>\nDort konnte bislang \u00fcber die Durchsicht des die Jahre 1422 bis 1432 erfassenden \u201eGerichtebuches\u201d hinaus noch nichts geschehen, in den vorhandenen Best\u00e4nden des Stadtarchivs eine konkrete Spur jenes laut Sporhan-Krempel in den Anf\u00e4ngen des 15. Jahrhunderts vom damals wirtschaftlich eher stagnierenden bis r\u00fcckschreitenden kleinen Wimpfen am Neckar, wohl eine bessere Zukunft suchend,\u00a0nach dem sehr viel gr\u00f6\u00dferen und damals m\u00e4chtig aufstrebenden Augsburg am Lech ausgewanderten Handelsmannes SIEGMUND HERMANN aufzudecken. Nach dem, was \u00fcber diesen sagenbelegten Vertreter der Generation 1 berichtet werden konnte, erscheint es nicht einmal sicher, ob dessen bestens zu seinem erfundenen Rittermetier passender, da h\u00f6chst kriegerisch klingender, Vorname &#8211; und dies besonders in der von Aubert des Bois und Adepten bis hin zu Wurzbach verwendeten Form SIGISMOND bzw.\u00a0SIGISMUND &#8211; \u00fcberhaupt richtig ist; denn m\u00f6glicherweise ist dieser, hergeholt vom Sohn von KAISER KARL IV., n\u00e4mlich KAISER (von 1410 &#8211; 1437) SIGISMUND, diesem zugedichtet worden. Dieser Gedanke erscheint naheliegend, weil die von Kneschke \u00fcber den Gotha bis hin zu Wurzbach wie den Lexikonwerken des beginnenden 20. Jahrhunderts stets und \u00fcbereinstimmend verwendete andere Form HE(E)REMANN (im Sinne des Heerf\u00fchrers) mit Sicherheit nichts anderes als eine Verf\u00e4lschung des Urnamens der als Handelsleute t\u00e4tigen HERMANN zum Zwecke einer Passung der Namensteile in ihrer Gesamtheit auf dem Hintergrund des Umdeklarierens zu Rittersleuten darstellen d\u00fcrfte. \u00dcber diesen Erstahnen SIEGMUND HERMANN hinaus m\u00fcsste im Wimpfen des 13.\/14. Jahrhunderts auch nach dessen Vorfahren wie dann auch im Wimpfen des 15.\/16 Jahrhunderts nach dessen n\u00e4chsten Angeh\u00f6rigen sowie dort evtl. verbliebenen Hermann-Verwandten geforscht werden.\u00a0Wenngleich die diesbez\u00fcgliche Einsicht in das bereits in den Kapiteln A. Grundlegendes und B. Sagenahn angesprochene von Professor Dr. Hamman, Darmstadt, f\u00fcr das Stadtarchiv Bad Wimpfen geschaffene \u201eRepertorium der Reichsst\u00e4dtischen Best\u00e4nde&#8220;, wie die im ausgehenden Kapitel B. Sagenahn vorgenommene Auflistung der dort vorhandenen h\u00f6chst d\u00fcrftigen Archivmaterialien des 13.\/14. und wenig besser auch des 15.\/16. Jahrhunderts erwarten l\u00e4sst, kaum Erfolg verspricht, sollte die Weitersuche nicht aufgegeben werden.<\/p>\n<p>2. <u>Augsburg<\/u>\u00a0und\u00a0<u>Kaufbeuren<\/u>:<br \/>\nWas die Urkundenlage in Augsburg, bezogen auf das 14.\/15. Jahrhundert (Zeit der dortigen Einwanderung der HERMANN sehr wahrscheinlich von Wimpfen her) betrifft, so d\u00fcrfte diese (siehe die vor allem in Kapitel H. Kaufbeureen-Augsburger H\u00f6rmann auf der Basis von Wolfgang Reinhard, \u201eAugsburger Eliten des 16. Jahrhunderts, Prosopographie &#8230; 1500 \u2013 1620\u201d erfolgte Personenerfassung) wohl kaum bessere Aussichten f\u00fcr eine erfolgreiche Nachbesserung der bisher erzielten fruchtlosen Suchergebnisse als die in Wimpfen bieten. Wenn hier gleichzeitig die Schwesterreichsstadt Kaufbeuren ins Spiel gebracht worden ist, so weil dort offenbar die H\u00d6RMANN, wie diese sich dort sp\u00e4ter auch in Augsburg schrieben, fr\u00fcher wohl als die HERMANN in Augsburg erscheinen und es deshalb nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass die von Wimpfen am Neckar weggegangenen solchen vielleicht \u00fcber Kaufbeuren nach Augsburg gelangt sein k\u00f6nnten. Wie dem auch sei: Dass Kaufbeuren eine mit den H\u00f6rmann und damit mit den Von Wimpffen im weiteren Sinne vom 14.\/15. Jahrhundert \u00fcber alle Jahrhunderte bis heute hinweg verbundene Stadt und deshalb zumindest als ein Feld der erg\u00e4nzenden Von Wimpffen-Forschung anzusehen ist, d\u00fcrfte auf der Hand liegen.<\/p>\n<p>3. <u>Haguenau<\/u> im Elsass und auch andere dortige St\u00e4dte wie <u>Weissenau<\/u>, <u>Molsheim<\/u>, <u>Schlettstad<\/u>t, <u>Neu-Breisach<\/u>, <u>Altkirch<\/u>, <span style=\"text-decoration: underline;\">Andlau<\/span>,\u00a0<u>Stra\u00dfburg<\/u>\u00a0u. a. m.:<br \/>\nWie vor allem in Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans deutlich wird, besteht bez\u00fcglich des im Hagenau des 15. Jahrhunderts durch den Chronisten Bernhard Hertzoger \u00fcberlieferten sog. HANS (I.) VON WIMPFEN und dessen angebliche Nachkommen sowie auch bez\u00fcglich des durch den Chronisten J. D. Schoepflin aufgef\u00fchrten und als Enkel des Vorgenannten bezeichneten sog. HERMANNUS \u00c0 WIMPFEN des 14. Jahrhunderts noch vielerlei Aufkl\u00e4rungsbedarf, dem nur \u201evor Ort\u201d in den jeweiligen Archiven nachgegangen werden kann. Wie mir Dr. Hans H. von Wimpffen, der ja bereits 1959 im Archiv der Stadt Haguenau zu recherchieren begonnen hat, mitteilte, sind viele Best\u00e4nde von St\u00e4dten des Elsass\u2019 nach Stra\u00dfburg verlagert worden, wo der Vorgenannte im Sommer 2016 oder auch sp\u00e4ter zu ermitteln beabsichtigte. Dass man der Hoffnung auf Erfolg bez\u00fcglich dortiger Recherchen allerdings ebenfalls mit einer geh\u00f6rigen Portion Pessimismus gegen\u00fcberstehen muss, das ergibt sich insbesondere aus dem bereits insbesondere in Kapitel I. Mysteri\u00f6ser Hans Dargelegten, ganz abgesehen davon, dass der Gedanke, der im Wimpfen wie im Haguenau der Mitte bis zweiten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts als staufischer Reichsvogt u. a. m. t\u00e4tig gewesene WILHELMUS DE WIMPFEN k\u00f6nne in irgendeiner Weise blutsverwandtschaftlich mit den sp\u00e4teren Von Wimpffen etwas zu tun haben, als v\u00f6llig abwegig zu betrachten ist (siehe dazu insbesondere die vorstehenden diesbez\u00fcglichen Ausf\u00fchrungen). Was die o. a. Kette els\u00e4ssischer St\u00e4dte anbelangt, so besteht dagegen gr\u00f6\u00dfte Hoffnung der Gewinnung von Ergebnissen, welche die sp\u00e4teren ab dem in etwa ausgehenden bzw. beginnenden 17.\/18. Jahrhundert dort einzuwandern begonnenen oder dort um die Zeit der Franz\u00f6sischen Revolution von 1789\/99 t\u00e4tig gewordenen zahlreichen sp\u00e4teren Angeh\u00f6rigen des Geschlechtes der Von Wimpffen betrifft (siehe dazu insbesondere das in den Kapiteln N. Umorientierung bis P. Zweiggr\u00fcnder Franz Ludwig Gesagte).<\/p>\n<p>3. <u>N\u00fcrnberg<\/u>:<br \/>\nWenn wir die sukzessive in vielerlei der durchschrittenen Kapitel pr\u00e4sentierten aus Best\u00e4nden des Stadt- und Staatsarchivs N\u00fcrnberg stammenden insgesamt sp\u00e4rlichen und teilweise in sich auch l\u00fcckenhaften Urkundenzeugnisse betrachten, so wird deutlich, dass dort noch zahlreiche unerfasste Sch\u00e4tze ruhen, die bei ihrer vollst\u00e4ndigen Hebung wesentlich dazu beitragen k\u00f6nnten, das noch ziemlich undeutliche Bild \u00fcber die Glieder jener sechs Generationen 4 bis 9, die dort seit der Einwanderung von HEINRICH DEM \u00c4LTEREN (gest. 1535) des Jahres 1512 bis\u00a0zum tragischen Ende des JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFFEN (1615 &#8211; 1668) und bis zur Abwanderung dessen j\u00fcngeren Bruders JOHANN DIETRICH VON WIMPFFEN (1616 \u2013 1678) und der S\u00f6hne des Erstgenannten GEORG ABRAHAM (geb. 1648), HANS CHRISTOPH (geb. 1652) und HANS KARL (geb. 1654) im ausgehenden 17. Jahrhundert dort gelebt und vor allem als Fernkaufleute oder auch als Amtstr\u00e4ger t\u00e4tig gewesen sind, nicht zu vergessen auch die in den Urkunden und historischen Betrachtungen weniger in Erscheinung tretenden weiblichen Glieder derselben. Als Fingerzeig sei der Hinweis auf die z. B. im Stadtarchiv N\u00fcrnberg, so steht zum hoffen, noch ruhenden umf\u00e4nglichen Best\u00e4nde S I Lade 149 Nr. 6 gegeben, die ja, so zeigt es die H\u00f6chstnummerierung \u201e-49-\u201d (unten mittig) und \u201e87\u201d (unten rechts) einerseits und andererseits der Umstand, dass mir nur sechs Blatt derselben zu Gesicht gekommen sind, nur zum allergeringsten Teil ausgesch\u00f6pft sind.<\/p>\n<p>4. <u>Madrid<\/u>:<br \/>\nDass jetzt ausgerechnet die spanische Hauptstadt als weiterer Zielpunkt der Gewinnung von archivalischem Material aufgef\u00fchrt wird, geht darauf zur\u00fcck (siehe dazu das auslaufende Kapitel Y. Georgs Zweig), dass Dr. Hans H. von Wimpffen dabei ist, dort im Staatsarchiv k\u00fcrzlich gewonnenes umf\u00e4ngliches Urkundenmaterial auszuwerten, das helfen soll, die genaue Herkunft und das Leben sowie vor allem auch die Lebensleistung des DON LLUIZ (1758 \u2013 1831) vollends offenzulegen. Damit ist ein Beispiel von unz\u00e4hligen solchen angesprochen, die auf Grund der weiten Zerstreuung des Geschlechtes der Von Wimpffen im Laufe der letzten drei Jahrhunderte in allen m\u00f6glichen Gegenden Deutschlands sowie L\u00e4ndern Europas wie auch der \u00fcbrigen Welt (insbesondere auch in den USA oder auch in Kanada) der Abkl\u00e4rung insbesondere auf Einzelpersonen gerichteter Gegebenheiten harren.<\/p>\n<p>&#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211;<\/p>\n<p>Wenn wir abschlie\u00dfend \u00fcber das hier ein letztes Mal nachfolgend in der<br \/>\n<a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034.jpg\"><br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"zoooom aligncenter wp-image-430 size-large\" src=\"http:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/034-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abb. Z 5: Die II. Stammtafel der Freiherren und Grafen v. Wimpffen des Constantin von Wurzbach (1888) in ihrer korrigierten, erg\u00e4nzten und erweiterten Form<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>pr\u00e4sentierte Gesamt der ADELSFAMILIE VON WIMPFFEN werfen und gleichzeitig uns deren in den Kapiteln A bis Z ausgebreiteten Grundstrukturen zu vergegenw\u00e4rtigen suchen,\u00a0so werden wir gewahr, dass nur bei dreien der vielen herausgestellten Personen die Gegenwart erreicht worden ist, n\u00e4mlich im Falle von:<\/p>\n<p>&#8211; 1. DR. HANS H. VON WIMPFFEN (geb. 1934) der\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Generation 17d<\/span>\u00a0aus dem Georgs-Zweig, zu finden am Ende des Nachtrages ganz oben links;<br \/>\n&#8211; 2. FRANZ MICHAEL VON WIMPFFEN (geb. 1959) aus der Gr\u00e4flichen Linie des Franzens-Zweiges der <span style=\"text-decoration: underline;\">Generation 18c<\/span> und seiner Gattin VERONIKA, GEB. FREIIN VON OW-WACHENDORF (geb. 1958), zu finden unten mittig in der zweituntersten Generationsleiste; dazuhin noch darunter deren drei Kinder namens<br \/>\n&#8211; OLYMPIA, AMELIE und EMANUEL VON WIMPFFEN <span style=\"text-decoration: underline;\">der Generation 19c<\/span>;<br \/>\nau\u00dferdem rechts daneben<br \/>\n&#8211; 3. ARNO VON WIMPFFEN (geb. 1963), ebenfalls aus der Gr\u00e4flichen Linie des Franzens-Zweiges der Generation 18c, und seiner Gattin KATINKA GEB. KEKESSY VON DER HEYDE sowie deren drei Kinder namens<br \/>\n&#8211; MAXIMILIAN, GEORG und PHILIPP <span style=\"text-decoration: underline;\">der Generation 19c<\/span>.<\/p>\n<p>Demnach bleibt gerade noch diesbez\u00fcglich ein gewaltiger unbehandelter Rest von Personen, deren Vorzeigung auf einer Stammtafel der vorliegenden Art sich nat\u00fcrlich jeglichen Versuchs einer erg\u00e4nzenden Herausstellung entziehen w\u00fcrde. Dieses \u00fcberlasse ich Sp\u00e4teren.<\/p>\n<p>Somit schlie\u00dfe ich diese Arbeit, und zwar mit einem Wort von THEODOR FONTANE, dem beeindruckenden Interpreten des Strebens und der Seelenverfassung des mir bei der ebenso m\u00fchseligen wie erfolgsbefl\u00fcgelten Forschungsarbeit besonders ans Herz gewachsenen\u00a0\u201eSedangenerals\u201d EMMANUEL F\u00c9LIX DE WIMPFFEN; denn der Sinnhintergrund dieses Wortes d\u00fcrfte mein hier endendes ebenso langes wie schwieriges Hin und Her des Bem\u00fchens um das Finden der historischen Wahrheit ganz und gar treffen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\"><strong>Am hellen Tageslichte<br \/>\n<\/strong><strong>Hab ich es anders gesehn.<br \/>\n<\/strong><strong>Gewi\u00df, Geschichten und Geschichte<br \/>\n<\/strong><strong>Wachsen und wechseln im Entstehn.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">=====<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie &#8211; kritische R\u00fcckschau &#8211; der namhafte hochdekorierte, auf die Erforschung des Adels gerichtete, Genealoge\u00a0CONSTANTIN VON WURZBACH \u00a0(1818 &#8211; 1893) in seinem Spezialwerk des Jahres 1888\u00a0\u201eDie Freiherren und Grafen von Wimpffen\u201c deren Generationen I bis VIII durchg\u00e4ngig falsch benamt und umschreibt, dar\u00fcber hinaus deren Generation IX h\u00f6chst fehlerbesetzt darstellt, wobei er \u00e4ltere genealogische Darstellungen des &hellip; <a href=\"https:\/\/wimpfen-geschichte.de\/von_wimpffen\/thema\/rueck-und-weiterschau\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Z. 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