Erich Scheible

Die Geschichte der hessischen Exklave Wimpfen, Teil 3:
1870 – 1918 / Vom Deutsch-Französischen Krieg bis zur Novemberrevolution zum Ende des Ersten Weltkriegs

Diese Arbeit stellt die Fortsetzung der 2004 und 2008 mit der Veröffentlichung der unter demselben Obertitel „Die Geschichte der hessischen Exklave Wimpfen“ sowie den Untertiteln „Band 1: 1802 – 1836“ und „Band 2: 1836 – 1870“ vom Verein Alt Wimpfen e. V. herausgegebenen beiden Buch-Dokumentationen dar. Ursprünglich war eine Reihe von vier Bänden und damit noch die Schaffung der Folgen „Band 3: 1870 – 1918“ und „Band 4: 1819 – 1952“ vorgesehen.

Dass nunmehr jedoch – und das mit einer Verzögerung von fast einem Jahrzehnt sowie vorläufig in unvollendeter Form – statt einer weiteren Buch-Veröffentlichung eine solche im Internet erfolgt, die folglich mit „Teil 3“ und nicht mit „Band 3“ bezeichnet ist, hat folgende Gründe:

1. Der Arbeit an diesem zentralen Themenkomplex erwuchs eine Reihe weiterer mir sehr am Herzen liegender vertiefender Untersuchungen, die – zum Schaden der ins Auge gefassten vierteiligen Reihe – mir sehr viel Zeit und Kraft kosteten:

– 2006 (redigiert 2014): Wimpfen als hessischen Exklave (1802/03 – 1951/52).
Diese Arbeit war als eine vorausnehmend-kurzgefasste Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der vorgenannten Themen-Reihe gedacht. Diese sollte vor allem den in Wimpfen mit Stadtführungen Befassten Hilfestellung geben. Deshalb wurde fürs Erste dem Stadtarchiv Bad Wimpfen Wimpfen der Text per CD sowie das originale Bildgut zur Verfügung gestellt.

– 2009: Zum 50. Todestag des Ehrenbürgers Friedrich Feyerabend (1871 – 1959), Herkunft, Leben, Wirken, Werke; erschienen in der Reihe des Vereins Alt Wimpfen „Regia Wimpina“, Band 9 (Sonderband).
Dem Büchlein findet sich eine mit „Wimpfemer Schbrooch“ betitelte CD mit 26 Mundart-Gedichten des Friedrich Feyerabend (gesprochen von Erich Scheible, technische Ausführung von Rudolf Fischer, dem Stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Alt-Wimpfen) beigegeben.

– 2010 (mit der Arbeit begonnen 2008): Die Gewann- und Furnamen der Gemarkungen Wimpfen am Berg, Wimpfen im Tal und Hohenstadt.
Diese umfangreiche Untersuchung stellte eine Ergänzung zu Abschnitt B.7.d „Neuvermessung der Parzellen in Verbindung mit der Schaffung eines Brouillon-Kartenwerks der Gemarkung sowie der Anlegung neuer Grundbücher“ des vorstehend angeführten Bandes 2 der Reihe „Die Geschichte der hessischen Exklave Wimpfen“ dar. Die gesamte Arbeit, d. h. der Text und das umfangreiche Bildgut, wurde dem Stadtarchiv Bad Wimpfen in der Erwartung zur Verfügung gestellt, dass diese zumindest in dessen Reihe „Wimpfener Geschichtsquellen“ aufgenommen wird. Doch fanden die übergebenen Unterlagen weder Beachtung noch ein Echo überhaupt. Deshalb ließ ich diese mir nach jahrelangem „Herumliegen“ beim Verein Alt Wimpfen wieder zurückgeben mit dem Ziel, diese zusammen mit der oben erstgenannten Arbeit sowie der Mundart-CD der oben zweitgenannten Arbeit zu späterer Zeit über das Internet zur Veröffentlichung zu bringen.

– 2016 (mit der Arbeit begonnen 2013): Die Freiherren und Grafen von Wimpffen in Bezugsetzung insbesondere zum namengebenden Ort Wimpfen am Neckar in Wort und Bild.
Diese auf weitgespannter primärer wie sekundärer Quellenforschung basierende und somit ganz besonders zeitraubende Arbeit erwuchs dem Umstand, dass im Rahmen der Erstellung des Textes für „Die Geschichte der hessischen Exklave Wimpfen, Band 3 (1870 – 1918)“ die Notwendigkeit bestand, dem Leben und Wirken sowie der Herkunft des in Wimpfen am Berg vom Sommer 1875 bis zu seinem Tod im Spätherbst 1879 mit Familie ansässig gewesenen ehemaligen Königlich-württembergischen Kammerherrn und Rittmeister a. D. Wilhelm von Wimpffen (1820 – 1879) nachzuspüren. Dabei stellte sich heraus, dass dieser ein Vetter des im Rahmen des Bandes 3 ebenfalls (und zwar bereits in Kapitel A. Krieg 1870/71 – Reichsgründung) anzusprechenden französischen Generals und Verlierers der im vorgenannten Krieg geschehenen Umfassungsschlacht von Sedan namens Emmanuel Félix de Wimpffen (1811 – 1884) gewesen ist. Dass diese Untersuchung schließlich jedoch zu einer Darstellung der Gesamt-Genealogie derer Von Wimpffen auswuchs, ergab sich daraus, dass ich auf den in Bad Wimpfen in den beginnenden 1980er Jahren ansässig gewordenen Historiker und maßgeblichen Erforscher seines Geschlechtes Dr. Hans H. von Wimpffen stieß und von diesem durch seine umfangreichen im Internet unter „wimpffen.hu“ bzw. „wimpffen.de“ zu findenden genealogischen Einzeldarstellungen sowie die Überlassung erstrangiger primärer und sekundärer Quellen die entscheidenden Anstöße und dazuhin vielerlei Hilfestellung bekommen habe.

2. Die infolge ihres Umfanges für eine Buch-Veröffentlichung aus Kostengründen nicht taugliche Arbeit über die Von Wimpffen ist es denn auch gewesen, die den letzten Anstoß gegeben hat, diese wie auch die vorgenannten anderen solchen – ausgenommen den Friedrich Feyerabend geltenden und in der Reihe „Regia Wimpina“ erschienenen Sonderband 9 – ins Internet zu bringen. Mein jüngerer Sohn Wolfram Scheible, der hier die notwendige technische Hilfestellung gab und gibt, hat mir schon vor einem Jahrzehnt und mehr erklärt, teure Buchdruck-Veröffentlichungen seien im „Digitalen Zeitalter“ nicht mehr angezeigt.

3. Und das gilt nunmehr voll und ganz auch für die Weiterführung der Reihe „Die Geschichte der hessischen Exklave Wimpfen“. Denn deren bis jetzt nur zu ca. zwei Dritteln fertiggestellter Teil 3 mit seinen unzähligen zeitgenössischen Bild- und Urkunden- sowie Reim- und anderweitigen Text-Dokumentationen hat bereits einen solchen Umfang angenommen, dass eine Druck-Veröffentlichung weder finanzierbar sein, noch eine hinreichende Zahl von Kaufinteressenten finden würde.

4. Mit der Wahl des Weges der Veröffentlichung des historischen Stoffes in weitmöglicher Gänze über das Internet ist das erreicht, was mir bei meiner 1946 und somit bald nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begonnenen und mein ganzes Erwachsenenleben begleiteten Forschungsarbeit als Ziel vor Augen stand, nämlich die Vergangenheit meiner Heimatstadt Bad Wimpfen hinsichtlich der genau anderthalb Jahrhunderte ihres Sonderdaseins als Exklave des Hessenlandes gründlichst auf dem Hintergrund der Allgemeinen Geschichte und damit sozusagen „deren Wellenschlag“ zu dokumentieren. Ich hoffe sehr, dass ich trotz meiner fast 92 Jahre auf diesem neuen Weg noch weiterkomme und zumindest den hier anstehenden Teil 3 vollenden kann! Ob ich jedoch noch damit ganz zu Ende, d. h. bis zum Jahr 1952, gelangen kann und als im Jahr 1926 in Besigheim Geborener, doch in Bad Wimpfen ab Herbst des vorgenannten Jahres „groß Gewordener“, schließlich auch noch meine Kindheits- und frühen Erwachsenen-Erinnerungen hinzubringen kann, liegt nicht allein an meinem Wollen!.

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Nunmehr sei eröffnend, ganz in Buch-Manier nach dem Muster von Band 1 und Band 2, ein Titelblatt mit im Zentrum dem Leser besonders ans Herz gelegtem „Sinngedicht“, wie ich es nennen möchte, und dazu schmückendem Titelbild darunter sowie schließlich dessen aufschlussreiche Beschreibung gezeigt: